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'Berlin, 4. ittfäüt fr?-* gifte mme Tesrh ,i in fünf Abschnitt die strafrechtlichen Gesetzes bilden. $ Einschränkung de' freiHeit, der Pre gegen die MW Milien. Denn Degen einer nach lung verurteilt si gebiet ausgeiv'ese 'er Familien, die Biets wohnen, fi Echsregierung - vorgesehenen § alle Zerbrech und die D ^nrepublikanisc . ^brechen od- Merung können d^ betreffenden L Geltungrdaner dei ^^?seht lvori . Stnnmeii. S.^iiätriQc 8r.Ä,

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Berlin. - ^gehenden EM Berliner M$e Aufklärung c« A dem Znsch nommencn l amten Der- iqOO der Ober! mann Dal l ° 21.2lpnl IM. W mit einem Kops Hardeis ' Schmiere stand, gen zu sichM- die beiden §mei tzntschlut; ausge! dem Attentat » geheimen Oi den. Mer-es kc werden, um den föhrden. Anlern Mi) den bisherig Berlin aufhält, t 1,651 JO Mete mittelblondes A einem Anflug vo zeichen: mehrere Ajimseite. B-klr dec Lot mit dn irihigen Jacketts gebogenen Ecker Selbstbinder und - Mitteilungen Berliner Pcltzei anrus 75 oder 3 Polizeipräsident manns eine Bel gesetzt. Eine en machung an den zester Zeit.

Das G

772# 890,

L Juli.

3. Juli.

Datum:

Rio de Janeiro

. Fr. 125.40

Frankfurter Getreidemarkt.

Errlwer-

Mk.! Biertreber (getrocknet)

bis 1200

Mk.

Frankfurter Diehmarkt.

Frankfurt a. M.

3.

Juli.

Dem

1480

-en:

4.7.

Schweizer Franken

100 Fl.

und Lüge in der Kindererziehung.

Agram

Zir/wnrrA, Horrfth^im t»i U^rmt.

100 Kr.

Mk. Kr. Kr. Fr.

nach 1150

203.10 1.31 0.027

10.10 44275

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0,11

1772,25 »02,51

3404,.5 ?y5d>?ü 6357,95

2,19 766,-

36,95

144,96

269,35 19d,50

5582,-

Kurs 3. 7.

77,50

103, - 151

80,- 410.- 310,- 292 - 281.- 500,- 408,- 280,- 24d,60 281.-

565

963,

995,

1977,50 1 22,55

419,47 3345,55 8009,95 6516,o0

2.05 823,96

39,20 153,30 286,60 199,50

5692, -

645,- 639,- 680,-

630,-

425,-

398,-

79,90

770,- 175,"

8. 7.

1,24

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Brüffel-Antw. Christiania. . Kopenhagen . Stockholm. . . HelsingforS. .

Italien ....

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Schweiz.... Spanien. . . .

Deutsch. Oesterr Prag.....

Budapest. . . Buenos Aires

208.

1.21

0.025

10.10

43.95

23.30

24.65

41.60

0.475

526.60

12,25

1,85

,23

2.77

Kurs

30. 6.

77.50 104,- 150 -

81,75

4 0,- 293,- 292,- 281,- 490,- 409,- 306,- 248.50 281.-

. 100 . 100 . 100 . 100 . 1 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100

3n Gleiwitz fand der Flaggenwechsel in schlichter Weise statt. Interalliierte Truppen waren nicht aufgeboten. An der Feier nahmen nur die Bertreter der städtischen Behörden teil. Die Mitglieder der interalliierten Kontrollkom­mission und die letzten Besahungstruvpen verliehen nach der Hebergabe der Regierungsgewalt an die deutschen Behörden die Stadt. Unter der Bevöl­kerung herrscht Jubel.

beschränkte sich auf einige Liedervorträge, ebenso war auch der Festzug verboten. Bor dem Aus­hang schwarz-weist-roter Fahnen habe gestern die

1982,20

1927,45

420,53

3551,55

8039,05

6533,20

2,09

831,05

39,30

153,?0

287,40

200,50

6708,-

610,- 1029,- 1060,- 1870,-

860,-

595 -

1225^- 770,- 705,- 710,- 780,- 665,- 472,- 418,

77,25 860,- 170-

des neuen polnischen Staatswesens die ge­hoffte Stärkung zu verschaffen. An diesem traurigen Ergebnis haben die Erfolge, die die deutsche Delegation in dem engen Rahmen, der für ihre Tätigkeit gezogen war, nichts ändern können, wenn auch die schwersten und härtesten Belastungen des Deutschtums, wie sie in einer rücksichtslosen Liquidation deutschen Besitzes und in einem ungenügenden Schutz der Mino­ritäten gelegen wären, glücklicherweise abge­wendet sind.

Für ganz Deutschland aber er­wächst die Pflicht, sich der von ihm loSgerissenen deutschen Stammes- genossen in Oberschlesien mit ihren wirtschaftlichen und kultu­rellen Röten tatkräftig anzuneh­men, die gemeinsamen Bande des BvltstumS aufrechtzuerhalten und die deutsch verbliebe­nen Grenzstädte Beuchen und Glewitz zu wah­ren Burgen eines starken, selbstbewußten Deutschtums auszubauen.

Flaggenwechsel,

1837.60 1767,75

401,49 3395,(5 7740130 6343,05

ys 764,-

36,85 144,55

238.65 194,50

5568,-

Krrrs

30. 6.

77,60 105 50 151,-

83,- 396 - 288,- 294,- 283,- 500,- 410,- 310,- 249,50 283,-

U55, 525,- 945, -

847,-

578,-

123c,-

805,-

720,-

695,-

775,

684,-

460,-

410,-

78,75

fP/uIuer.

Büchertisch.

G und W Schlipköter. Schmücket daS Fest! Band III: Geburtstags­gedichte, Aufführun gen u. a. (QIgenhir des Rauhen HaufeS. Hamburg 26.)

D r. Ulrich Molsen. Wahrheit

995,- 1084, 1784,- 1890,

829,

554,

1130, 724, 645, 624, 700, 635, 425, 398,

79,

Berliner Devisenmarkt.

Geld Dries Geld Brief

1,41

-.69 1,27 1,08

32,H 1,65

-.26

3,20

Fr.

Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh.

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1.7.14.

125.40

59.20

88.80

88.80

117.80

117.80

97.80

23.80

Kurs 3.7. 77,50 104,- 160,75 83,- 4u4, 301,- 296,- 224,- 505, 410,- 309.- 248,- 284,- 1148,- 596,- 1025,-

Wechsel auf

Holland.......

Deutschland . . . .

Wien........

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London...... .

Italien....... Brüssel.......

Budapest......

Reuyork.......

L. Fr. Kr. $

Kr.

Datum:

Z'/,Dtsch. Krieasanl. 4VoDtsch. Reichsanl. 3°/»Dtsch. Reichsanl. 4°/0 Preutz. KvnsolS Hamburg-Paketf.. . Dorddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Davmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto»Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Aationalbank f. D.. Doch. Gußstahlwerke Bud.- Eisenw.-Akt..

D.-Luxemb. Bergw.. Gelsenkirch. Bergw..

Harpener Bergbau. 1780, Oberschl. Eisenb.-B. 840, Oberschles. Eisenind. 570, Phönir-Bergb.-Akt. 116', Bad.Anilin-u. Soda 725,

Frankfurt a. M.. 3. Hali. Die _____ hing der Mart und die Dollarbetocgjng geben, Wie nicht anders zu erwarten war, Anlaß zur Zurückhaltung der Käufer. Das Angebot ist be­scheiden, die Forderungen aber tu den meisten Artikeln ecchoht. Das Geschäft war in den ersten Bonnil tagsstunden für Brotgetreide belebter. Ha­fer, auch Gerste, werden höt^r genannt. Weizen, Aoggen und Mais lagen fest. Für Mehl herrscht weitere Rachfc-a^e. Hülfenfrüchte waren weniger beachtet. Futterstoffe, welche gesucht sind, liegen feft. Sämereien, besonders Kleefaalen, wesentlich höher, die Umsätze siiÄ> aber bescheiden. Preise: Weizen 21502175 ORL; Roggen 1775 biÄ 1800 Mk.: Sommergerste für Braizwecke 1975 bis 2000 Mk.: Hafer 18501875 Mk.: Mais (La Plata) 1550-1600 ML, Mixed 1525 bis 1550 ML: Weizenmehl (füdd. Speziat 0) 2725 bis 2950 ML: Weizenmehl (norpd. 70»» Ausmahlang) Mi. : Rvggenmehl 20002100 Mk; W.izen- und Roggenkleie 11001125 Mk.: Erbsen je QualitätMk.: Diertteder (getrocknet)

fpd. Frankfurt a. M., 3. Juki. Die Schweinepreise gingen auf dem heutigen Markt ruckartig in die Hohe, so daß die Metz­ger sich entschlossen, in einen Protest st reik einzutreten, der etwa H/2 Stunden dauerte. Erst als die Händler ihre Preise, die zunächst 74 M. für das Pfund Lebendgewicht betragen hatten, auf 6568 ML herabsehten, entschloß man sich zum Ankauf. Die Händler ertiären, daß sie bil­liger nicht nach Frankfurt liefern könnten, da die Landwirte zu hohe Preise forderten. Aber auch die Preise für Ochsen, Dullen und Kühe zogen um etwa 200 bis 300 Mar? an. Der Fleischverbrauch hat in der Stadt sehr erheblich nachgelassen.

Frankfurter Pferdemarkt.

spd. Frankfurt a. M, 3. Juli. Der heute nachmittad eröffnete mehrtägige Pferdemarkt auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Bersins weist einen Auftrieb von etwa 600 Tieren auf. Die Preise sind sehr hoch, doch kamen feste Dotierungen noch nicht zustande.

erheblich ftieg, weil sich jedermann bemühte, seine Güter noch vor Inkrafttreten der höheren Frachten auf den Weg zu bringen. Dadurch traten Schwie­rigketten in der rechtzeitigen Zuführung der Wagen ein, so daß es nicht immer möglich war, den Wagenbedarf sofort in vollem Umfang zu decken. Schon aus der Zahl der nicht rechtzeitig ge­stellten Wagen, die gegenüber der Gcstellungs- [eiftung von arbeitstäglich etwa 100 000 offenen Kohlenwagen und etwa 60 000 Wagen anderer Gattungen nur verhältrtt^mäßig gering war, geht hervor, daß eine absichtliche Zurückhaltung nicht vorliegt. Es wirft ein eigentümliches Licht auf die beteiligten Kreise, der Reichseisenbahnver­waltung ein derartig unlauteres Dorgehen zuzu- trauen. Auch vor der MeemaLigen Tariferhöhung wird es der Reichsbahn beftimnit gelingen, den erhöhten Bedarf an Wagen voll decken zu Binnen, * wenn es auch bei der gewaltigen Anforderung unausbleiblich ist, daß vereinzelte Wagen nicht

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 4. Juli 1922.

* Der Hausbesitzer-Verein hielt am letzten Freitag Abend im großen Saale des Katholischen Dereinshauses eine Mitglieder- Bersammlung ab, die sich eines überaus starken Besuchs erfreute. Rach einigen einleitenden Wor­ten des Vorsitzerrden Herrn Launsbach hielt Herr Dr. Spohr einen eingehenden klaren Bor- trag über das Reichsmietengesetz. Er führte aus, daß der Gesetzgeber auf dem einmal eingeschlagenen Wege des Zwanges weitergeschrit­ten sei, statt endlich das Verkehrte dieses Weges einzusehen uni> da einzuhaken, von wo aus einzig und allem eine Besserung der jetzigen unhaltbaren ^stände im Wohnungswesen zu erwarten ist, r. nämlich am Interesse des Besitzers an seinem Be- ntjtum. Hier fet der Kernpunkt der ganzen Frage: F®o lange map das ltzigentumsrecht immer mehr , verwisch und beseitige, so lange man dem Be- '' sitzer nicht wemgstens halbwegs das gebe, was . ihm von Gottes- und Rechtswegen gehöre und so lange man jede Freude des Besitzers an feinem Anwesen durch verkehrte gesetzliche Maßnahmen ertöte, so lange würden alle anderen Mtttel und Mittelchen nichts helfen und seien sie noch so llug ausgedacht. Es sei nun Einmal so: Rüttele man an dem Begriff des Eigentums, fo rüttele man damit an der Grundlage aller Kultur, an dem Fundament jeglichen gefellfchaftllchen Zusammen­lebens innerhalb des Staates. Zu welchen letzten Konseguerrzen das führe, dafür könnten die gegen­wärtigen schrecklichen Zustände in Rußland als warnendes Beispiel genannt werden. Deshalb müsse die Losung heißen: Beseitigung der Zwangswirtschaft, natürlich nicht auf einmal (das werde nach Lage der Dinge kein Vernünftiger ver­langen), aber doch Schritt für Schritt. Trotz dieser grundsählichen Bedenken müsse anerkannt werden, daß infolge des neuen Gesetzes ein gewisser Fort­schritt insofern zu verzeichnen fei, als die Mieter zu wesentlich höheren Leistungen als bisher heran- gezogen werden formten. Mache doch das Gesetz zum erstenmal mit dem Gedanken ernst, daß alle Reparatur- und Instandsetzungskosten sowohl die ümeren, als auch die äußeren ferner alle behördlichen Gefälle u. dgl. mehr von den Miets­parteien anteilmäßig aufzubringen seien. Herr Dr. Spohr sprach barm noch über das Inkraft­treten des Gesetzes (1. Juli 1922), über die vielen Ausnahmen, die es zuläht, über den umständlichen behördlichen Apparat, den es erfordert, über das sog. Hauskontv und über den Mieterrat, der nach der Ansicht des Redners zweifellos zu einer Quelle aller möglichen Streitigkeiten führen werde, setzte dann eingehend auseinander, wie die gesetz­liche Miete zu berechnen ist, und empfahl zum Schluffe den Hausbesitzern, fortan nur noch auf Grund des ReichsmietengefeheS zu vermieten. GS wurde fobarm noch über ben Entwurf zum neuen Mieterschuhaeseh gesprochen. Die Der- sammlung nahm hierzu folgende Entschlietzrmg an: Während die Zwangswirtschaft auf allen wirt­schaftlichen Gebieten abgebaut wird, legt der Ge­setzentwurf über Mieterschutz fte im Wohnungs­wesen gesetzlich unbefristet fest und übertragt ohne Rücksicht auf örtliche Bedürfnisse die bisher im allgemeinen nur für Groß- und Mittelstädte ge= troffenen Maßnahmen auf Kleinstädte und das Land. Der Entwurf nimmt im Mietrecht dem Eigentümer die Rechte der freien Berfügung über sein Grundstück und schenkt auf seine Kosten dem Mieter ein vererbliches, gegen jedermann wirk­sames Recht auf den Besitz der Wohnung. Der Mieter erhält dieses Recht ohne Opfer. Eine der­artige Regelung erscheint vom Standpunkt des Eigentümers als Hohn auf alle Verheißungen der Verfassung über Freiheit des Vertrags und des Äitums. Für den Mieter erscheint die Regelung r gerechtfertigt, noch notwendig. Aus die private Bautätigkeit, die allein der Wohnungsnot wirksam begegnen kann, muß sie weiter abschreckend wirken Wenn auch im Entwurf das Bestreben

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4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank

rechtzeitig gestellt werden."

Hcffen-Nasscru.

J[ Marburg, 2 Juli. Gegenwärtig ftnhci jier d«S 2 4. Gauverdandsschieven Hessen-Rossau und gleichzeitrz tas tO.äh- rige Stiftungsfest des hiesigen Schützenvereins tackt. Bei der für heute frich angesehten Weihe eines Gedenksteines für die im Kriege gefallenen Schützen fiel die Gedächtnisa'.spräche aus. man

Amstd -Rvtterd 15330,80 15369,2016729.05 16770,95 319b - 3204 - 3370,75 3379,25 6613,70 663 . 30 7290,85 7309,15 8539,30 8560'70 9338,95 9361,70 102j7,10 10322 90 11215,30 11244,05 878.99 881,10 94 ,80 946,20 IE,40------ ------

Deuthen, 3. Juli. (WTD.) Heute vormit­tag 10 ilfci hoben die Engländer die drei Fahnen der Alliierten niedergeholt, wobei eine englische Kompagnie präsentierte. Darauf wurde die schwarz-rot-goldene Reichsflagge gehißt. Auch hierbei präsentierten die Engländer, während die ausländischen Offiziere Ehren­bezeugungen erwiesen. Die nach vielen Tausenden zählende Menge brach in begeisterte Hochrufe aus. Oberbürgermeister Dr. Stephan richtete an die Be­völkerung eine kurze Ansprache, die in ein Hoch auf baä deutsche Vaterland ausklang. Rach dem Gesang des LiedesDeutschland, Deutschland über alles" grüßte der Vertreter des Landkreises Deu- then die Fahne und brachte ein dreifaches Hoch auf die oberschlesische Heimat und das deutsche Vaterland aus. Rach der Feier verliehen die Ver­treter der interalliierten Kontrollkommission und der Rest der englischen Desatzungstruppen die Stadt. Die Bevölkerung ist in gehobener Stim­mung: die Häuser tragen reichen Flaggenschmuck.

hang schwarz-weiß^roter Fahnen habe gestern Die 1 Bulgarien Polizei gewarnt, weil dadurch Ilnairnehmlichkeften s befürchtet wurden.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Rede Poincares.

Paris, 3. Juli. (WTD.) Die8re Rou- belle' schreibt: Je weniger Ministerpräsident Poincare handelt, desto mehr ftndet er das Bedürfnis, zu reden. Seine Rede vom Samstag abend würde em Modell für einen Schriftsteller ein, der über die Kunst zu sprechen und nichts zu ogen, eine Dissertation schreiben will. Der Temps" habe geschrieben, diejenigen, die Frank­reich nicht in vollem Kriegstaumel hatten ermor­den können, wollten ihm jetzt an der Brust Plakate anbringen, das zwei Fälschungen enthalte: Frank­reich sei auch und ebenfalls für den Krieg verant­wortlich und Deutschland könne nicht zahlen. Die Ere Rouvelle" sagt: Es liegt sonst nicht in der Gewohnheit desTemps", seinen Lesern derartige Behauptungen aufzutischen, die perfid sein sollen, die aber nur beleidigend sind. Wenn man die­jenigen des "Sadismus anklagt, die wie wir be­haupten, daß Deutschland nicht allein alle-, was die diplomatischen Litten auf seine Last gesetzt haben, bezahlen könne, dann klagt man auch nicht nur alle vernünftigen Franzosen, sondern auch klarblickende Freunde Frankreichs, wie sie jüngst im Dankierausfchuh faßen, beispielsweise Pierpont Morgan und den ehemaligen belgischen Minister­präsidenten Delacroix, an. DerTemps" könnte ich vielleicht die Frage stellen, ob der Defaitis­mus nicht darin bestehe, die augenblicklichen Rot­wendigkeiten nicht zu begreifen, Frankreich durch trügerische Behauptungen einzulullen und die öf- entliche Meinung durch Drohreden und blohes Reden einzuschläfern und immer auf morgen auf- zuschieben, was heute zu sagen wäre.

Ein französisches Propagandageschwader.

PariS, 3. Juli. (WTD.) Die beiden französischen KreuzerVictor Hugo" und ,^Iules Ferrh" sollen unter dem Befehl des Admirals Dillh einem flie­genden Geschwader des Atlantischen Ozeans angehören, das eine Kreuzfahrt, die einen wirtschaftlichen, Handels-, kulturellen sowie diplomatischen Charakter trägt, un­ternehmen wird. Dieses Geschwader wird Au­stralien, Neuseeland, Japan und China be­suchen und auf dem Rückwege Kalkutta, Bom­bay, Dschrkouti und den Suezkanal anlaufen. Die Ausreise ist, demMatin" zufolge, für Ende Oktober vorgesehen.

Die Rückgabe der deutschen chemischen Patent­rechte in Amerika.

Paris, 3. Juli. (WTB.)ChicagoTri­büne" meldet aus Washingwn, Präsident Harding habe den Treuhänder für frem­des Eigentum, Miller, angewiesen, die R ü ck - gäbe der deutschen chemischen Pa­tentrechte zu verlangen, die von der vori­gen Regierung für eine nominelle Summe an die Chemical-Foundation vermietet worden seien. Die Patente sollen mehrere Millionen Dollars wert sein. Der Schritt des Präsidenten erregt großes Aufsehen. In interessierten Kreisen wird erklärt, daß die Maßnahme der Regierung, die nur den Deutschen hülfe, die Zerstörung der chemischen Industrie der Che- mical-Foundation der Bereinigten Staaten bedeuten würde. Die Chemical-Foundatton werde gegen diesen Entscheid bei den Gerich­ten appellieren.

Eine neue Schlacht in Dublin.

London, 3. Juli. (WTD)Daily Chro- nicte meldet aus Dublin, daß dort gestern abend eine neue Schlacht begonnen habe. Die Freistaatstruppen unternahmen kurz nach fünf Ähr mit Unterstützung von Maschinenge- wehrfeuer einen Angriff auf die Stützpunkte der Rebellen im Bezirk der Sackvilllestrahe und nah­men die gesteckten Ziele ein. Die verteidigenden Rebellen ergaben sich Ein Hotel wurde von den Freistaatstruppen unter Geschützfeuer genommen. Aach zwei bis drei Schüssen erschien auf dem Hotel die weihe Fahne und die Besatzung ergab sich. Die Freistaatstruppen haben auch eine Straße, in der zahlreiche Hotels von den Auf­ständigen beseht gehalten werden, umzingelt. De Valera soll sich bei dieser Gruppe befinden. Die Verluste sind seither leicht. Das Zentral- Telegraphenamt befindet sich unter Feuer. Es wurden mehrere hundert Gefangene gemacht. Eine heute morgen 1 Uhr aus Dublin abgegangene Meldung besagt, daß in der Connellstraße heftig gekämpft wird. 30 Rebellen wurden gefangen- genommen.

Krassin über den deutsch-russischen Vertrag.

London. 1. Juli. (WTD.)Daily Expreß" meldet aus Riga, daß Krassin auf der Fahrt nach dem Haag hier eingetroffen ift Auf die Frage des Berichterstatters, ob es wahr sei. daß seit dem Derttag twn Rapallo die Deut­schen eine Vorzugsbehandlung im Handel mit Rußland erhielten, erwiderte Krassin, Deutsch­land allein könne Rußland nicht helfen. Es sei nicht mehr das Vorkriegs-Deutschland. und ihm fehlten nicht nur die Mittel, sondern auch der Mui. Bezüglich der Aussichten in Deutschland und bezüglich des Wiederaufbaus äußerte sich Krassin Pessimistisch. Er erklärte, es seien ausnahmsweise Konzessionen angeboten wor­den. Die Deutschen verkauften den Missen nut gegen bar. Selbst Stinnes und große deutsche Werke zögerten, Abkommen zu unterzeichren. In einer Unterredung mit demTimes"°Dericht- erftatter in Riga erklärte Krassin, die Sowjet­regierung werde Ausländern nur Prvduktions- unb Hanbelskonzesfionen gewähren. Gemischte iuss sck^aus!ändische Handelskompagnien, in denen Ausländer bis zu 60 Prozent Anteile besäßen, würden jedoch zugelafsen werden. Kredite feien unbedingt notwendig für Sowjetruhland, und die sofortige Anerkennung fei nur von sekundärer Bedeutung.

DemTimes"-Berichterstatter zufolge ist Krassin der Ansicht, daß Deutschland die großen Probleme nicht allein in Angriff nehmen fennte. Der Mut der großen deutschen Firmen, wie Stinnes und Krupp, die versuchten, die Mög­lichkeiten in Rußland auszubeuten, sei tx>r den großen ihnen von der Sowjettegierung unter­breiteten Projekten zurückgeschreckt.

fpd. Frankfurt a. M., 3. I heutigen Viehmarkt waren zugetriebc... ____

Ochsen, 34 Dullen, 866 Färsen und Kühe, 344 Kälber, 17 Schafe und 865 (gegen 1480 beim letzten Markt) Schweine. Es wurden bL>ahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen 200j3600, Dullen 25003400, Kalber bester Qualität 3600 bis 3800, mittlerer Qualität 30003400, gerin­gerer Qualität 27002900, Schweine unter 80 Kg. 60006400, von 80100 Kg. 64006500, von 100120 Kg. 65006800, über 120 Kg. 6400 bis 6600 Mark Der Markt wurde bei lebhaftem Handel ausverkauft.

ersichtlich ist, an Stelle des freien Ermessens der Agram . MieteiniaungSämter bestimmte Aufhebungsgrund-1 Warschau

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14. 20.6.

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . .

sähe für das Mietverhältnis zu sehen, so sind doch diese Grundsätze völlig eir^ettig im Interesse deS Mieters und Untermietern ausgebildet und ge­eignet, leistungsfähige Vermieter zu vernichten und den Realtredit empfindlich zu schädigen. Der Gesetzentwurs ist daher für den deutschen Haus- befih unerträglich und unannehmbar"

** Die Güterwagengestellung vor Tariferhöhungen. Von halbamtlicher Seite wird mitgeteitt:Schon wiederhott ist aus Kreisen, denen offenbar jede nähere Kenntnis des Eisen­bahnwesens mangelt, die .Behauptung aufgestellt worden, daß die Cisenbahnverwattung vor Tarif­erhöhungen Wagen absichllich nicht stelle, um für die auf diese Weise zurückbleibenden Güter kurze Zett später die höheren Frachten zu er­halten. Diese Dechauptung muß die Eisenbahn? Verwaltung entschieden zuruckweisen. Wenn die Anforderungen an Güterwagen gegen Ende der den lehten Tariferhöhungen voraufgegangenen Monate nicht voll haben befriedigt werben können, so ist bies darauf zurüctzuführen, Daß bei Bekannt­werden der Tariferhöhungen der Wagenbedarf

Landes

Berlin. 3. Juli. Börsen st immungs- bild. Die Furcht, daß innerpolttische Wirren die Mark weiter beträchllich entwerten und die Aussichten für ein baldiges Zustandekommen der internationalen Anleihe völllig vernichten dürf­ten, veranlaßte am Devisenmarkt einen allseitigen nervösen Kaufandrang, unter dessen Einfluß in gewaltigen Sprüngen die Kurse äu bedeutender Höhe anstiegen. Während bei Einsetzen des Ver­kehrs am Vormittag der Dollar noch mit 401,50 genannt wurde, stieg er In einer Stunde auf 412 und an der Mittagsbörse setzte er dann über 420 ein, um unter gewaltigen Sprüngen nach vor­übergehenden leichten Schwankungen in der ersten offiziellen Dörsenstunde 435 zu erreichen. Der Effektenmarkt reagierte mit einer festen Haltung, das Geschäft bewegte sich aber wegen der unge­klärten Konjunkturaussichten der Industrie in engeren Grenzen. Den erheblichen Ruhen zogen aus der Haussetendenz Montanwerte, wozu die Kohlen- und Eisenpreiserhöhungen beitrugen. Diese Werte erzielten eine bis zu 100 Prozent betragende Steigerung. Andere Wertgattungen erfuhren Aufbesserungen im Ausmaße von etwa 2060 Prozent. Vorübergehend machte sich ein kleiner Rückschlag insolge Gewinnrealisierungen bemerkbar: die AufwärtLbewegung setzte sich je­doch mit der wetteren Höherbewertung des Dol­lars durch Stark gefragt waren valutarifche Papiere und besonders Kolonialwerte. Salttrera, Pomona und deutsche Kvlonialwerte wurden zu bedeutend gesteigerten Preisen aus dem Markt genommen. SchifsahrtSaktien prosttierten nur we­nig. Bankaktien blieben behauptet. Deutsche An­lechen fest bei geringen Besserungen, 3prozentige Reichsanleihe 5 Prozent höher. Der Dollar gab später auf 432 nach. Gegen Schluß erfuhr unter bedeutenden Realisierungen der Spekulation der DollarkurS einen Rückgang von 435 auf 420, angeblich auf die Rachricht hin, daß die unab­hängigen Sozialdemokraten sich bereit erklärt haben, in die Regierung einzutreten. Man er­hofft von diesem Schritt eine wesentliche Erleich­terung der innerpolttischen Lage.

Berlin, 3. Juli. Morgen bleibt die Börse für jeden Verkehr geschlossen.

Frankfurt a. M, 3. Juli. Börsen- ftimmungsbild. Im Einklang mit der De­visenbewegung trat auf den meisten Marktgebieten eine wesentliche Befestigung ein. Der Dollar, der im Frühverkehr noch 398 genannt wurde, stellte sich im Verlaufe der Börse auf 420. Dement­sprechend wurden Auslandswerte erhebllch höher genannt. Der Montanaktienmarkt verkehrte in fester Haltung. Autoaktien lagen fest. Metall­und Maschinenfabrikaktien zogen an. Elektrizitäts- Papiere schlossen sich der allgemeinen Aufwärts­bewegung an. Von dxemifeßen Werten erregten besonders Anilinwerte unter Bevorzugung von Höchster, Bad. Anllin- und Elberselder Farben großes Interesse. Auch der Verkehr der unnotter» ten Werte war lebhafter. Deutsche Petroleum 2225, Benz 450. Das rege Geschäft hielt im wei­teren Verlaufe an und dehnte sich auch auf den Kassa-Markt aus. Schiffahrtsaktien wurden leb­haft gehandelL Der Dollar wurde bei Sckluß der Börse um 420 genannt. Privatdiskont 43/4%.

3ranlf utt a. OH., 4. Juli.

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Vörsenkurse.

Frankfurt Derlm

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß-

Züricher Devisenmarkt.

1. 7.