Ausgabe 
3.4.1922
 
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der Gefahren->uschlage zugrunde gelegt weroen.. i v -Trän KaLb und Wieder zu Drei Er- bte Äammer9"nta bS! l=tg«iv ienen die Spanier nlW entflegenfet«» Druck der Verhältnisse ihr Einverständnis mit konnten.

dieser Gesetzesvorlage erklärt.

CA1M0N

REIFEN

QUALITÄT-KEINE REKLAME!

Gesetzes, nämlich die Festsetzung einer Rormalreute von 6 Prozent und Die Kapitalisierung des über diesen Rvrmalettrag hinausgehenden Mehr­ertrags mit Dem ein» bis zehnfachen wiederholt wird. Die hessischen HanDelskarnmern haben in- olgedessen ihren bereits im (Zähre 1913 gemachten Vorschlag, der eine andere Art der Ermittelung deS Gteuerwertes Vorsicht, der Regierung von neuem zur Annahme unterbreitet. 3m Hinblick jedoch auf eine Erklärung des Herrn Finanz-

prelS von Köln über 160 Kilometer trotz schweren Gabelbruchs, Den er sich in Vonn erneuern lieh, den 30. Preis.

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinde.

Mission für Frauen und Jungfrauen

Don Montag, 3. April, bis Samstag, 8. April: Dorrn 5.30: Hl. Messe. 6.00: Mission-Predigt. 6.45: Hl. Messe. 7.15; HU Messe. Rachen. 3J5: Kreuzweg 3.30: Milsionspredigt. 7.45: Rosen­kranz. 8.00: Missionspredigt.

Am Dienstag. 3.30 Uhr, ist dre Standes- predigt für die Frauen: hierbei sind die 3itpg?rauen augeschloslen.

Am Mittwoch vorm. 6 illjr ist die Stan desprediglfürdieHungfrauen: hierzu sind die Frauen freundlichst eingeladen.

Missionsbeichlen werden £ hört von Mittwoch an täglich vormittags 711 und nach­mittags 26 Hl)r.

Turnen, Sport und Spiel.

* Der Siebener Radfahrerverein 1 885 e. D. hielt gestern sein erstes öO-Kilometer- Streckcnfahren ab. Die Strecke führte ab Karls­ruhe über Lollar, Tieie'.rbach. Marburg und zurück. Droh ungünstiger Witterung wurden sehr gute Zeiten erzielt. Junioren: 1. Willy Don-Eis 1 St. 46 Min. 44 Sek., 2. Emil Heb 1 St. 50 Win. 46 Sek., 3. W. Zinh-w 1 St. 53 Mm. 10 Sek.. 4. K. Reuning 1 St. 54 Mm. 10 Sek., 5. K. Hof­mann 2 St. 1 Min. 40 Sek., 6. G. Ziicher 2 St. 5 Min 54 Sek., 7. Erwin Wagner 2 <ot 18 Min. 10 Sek., 8. Ä. Rost 2 St. 23 Min. 33 Sek. - Senior I.: 1. Otto Kompf 1 St. 50 Min. 46.5 Sekunden. Senior II.: 1. Ernst Unverzagt 2 St. 2 Min. 51 Sek. Heinr. Schneider gab wegen Reisendefekt auf. Ferner errang bet Gaume ist er Äug. Deibel bei dem Groben ©traben-

Von der Tätigkeit der Gießener Handelskammer.

r.

Dem Bericht der Handelskammer Dieben über ihre Tätigkeit im Wirtschaftsjahre 1921 entnehmen wir folgende Angaben;

Raturgemäst waren es vornehmlich Fragen bei inneren Wittschaftspolitik. mit Denen Die Kammer im Berichtsjahre sich zu beschäftigen hatte. Da muh zunächst hervorgehoben werben, Dab Die Kammer bei jeder sich bietenden Ge­legenheit für Die Fortsetzung Der im Jahre 1920 begonnenen Aushebung Der Zwangs- wir tfchaft auf Den einzelnen Gebieten ein- getreten ist, weil sie Der Auffassung war. D.ifj nur bei völlig freier Entfaltung Der wirtschaftlichen Kräfte Der Handel feine volkswirtschaft!iche Auf­gabe, nämlich Die geregelte Versorgung Der Be­völkerung mit Den Waren unD Gegenständen Des täglichen LebenSbedarfS auf schnellstem und billig­stem Wege zu erfüllen imftanDe ist. Dieser alte Ersahrungssatz hat auch seine volle Bestätigung wieder bei Der im Berichtsjahre erfolgten teil- weisen Beseitigung Der Zwangswirtschaft mit Ge­treide und bei Der Freigabe Der Kartoffeln ge­funden: die Preise für Diese Lebensrnittel schnell­ten nämlich nicht zu der allgemein befürchteten Höhe empor, sondern fanden vielmehr ihre natür­liche Regelung Durch Das Gesetz von Angebot unD Machfrage am freien Markte.

3m Berichtsjahre zeigten sich bedenklicheStrö- nungen hinsichtlich Der kommunalen Versorgungs­politik, indem man Den Handel mit Le­bensmitteln kommunalisieren wollie. Rur der kraftvollen und einheitlich durch das

gemeinen Gesichtspunkten beurteilte Denn auch Die Handelskammer alle im Berichtsjahre vor­gelegten sozialpotitilchen Gesetzentwürfe. Auch be­züglich der achtstündigen Arbeitszeit vertrat Die HanDelskammcr Die Auffassung. Dab Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage Deutschlands nicht gestatte, sich auf eine Dauernde Bindung seiner Arbeitszeit Durch Den schematis ch e n Achtstundentag einzulassen. Deutschland sollte viel mehr, wenn es sich Darum handelt. Die Bestimmun­gen Der Washingtoner Arbeitskonferenz in Die Wirklichkeit umzusetzen, anderen Ländern, beson­ders Den Siegerstaaten, Den Vorrang lassen Be­züglich Der Arbeitslosenversicherung hat Die Handelskammer Den Standpunkt ein­genommen, bah eine geregelte Arbeitslosenver- stcherung gegenüber Dem geltenden ^InterstühungS- fystem in Der rohen Form Der Erwerbslosen­fürsorge immerhin noch erhebliche Vorzüge auf­weist. 'Bei Der Rachprüfung aller Schul- fragen ist auch Die Frage aufgetaucht, ob Das Berufsschulwesen Den wirtschaftlichen Be Hörden wie bisher unterstellt bleiben oder Den Behörden für DaS allgemeine Schulwesen ange­gliedert "werden soll. 3m 3nieresse einer guten und geregelten Ausbildung des kaufmännischen Rachwuchses hat die Handelskammer in Gemein­schaft mit den übrigen hessischen Handelskammern sich für die Beibehaltung deS seitherigen Zu­standes, nämlich der Unterstellung unter das Mi­nisterium für Arbeit und Wirtschaft ausge­sprochen.

Was Die Stellung Der Handelskammer zu

ganze Reich gehenden Gegenbewegung des Klein­handels ist -es zu Danfen, dab Die Anschläge nicht in Die Wirklichkeit umgeseht worden sind. Auch . | hessischen Handelskammern haben sich mit dieser Angelegenheit befasst, von einer gröberen Aktion aber abgesehen, weil am 15. März im Reichstage von Den bürgerlichen Parteien eine Emfchlieyung angenommen worDen war. wonach bis auf weiteres von allen Kornmunalisierungs- versuchen abgesehen werden sollte. Die Han­delskammer hat sich ferner den allgemeinen Be­strebungen angeschlossen, Die eine Aufhebung Der VerorDnung vom 24. Juli 1916 über Die HanDelserlaubnis für Lebens- unD Futtermittel, sowie Wein und Tabak­fabrikate zum Ziele hatten, weil auch sie Der Meinung war, dab Diese Vorschriften Die unerwünschten Begleiterscheinungen eines unregd- mäbigen Warenverkehrs durch Das Eindringen von 6d)tebern und Wucherern in die Kreise Des anständigen Handels doch nicht zu beseitigen ver­mochte. Die Bemühungen haben auch insofern einen Erfolg gezeitigt, als am 14. Dezember Der Handel mit Tabaksabrikaten freigegeben wurde.

Auf dem Gebiete Der Sozialpolitik mub festgestellt werden. Dab Die gesetzgeberische Tätig­keit sowohl in bezug auf Den Umfang wie auch auf die Gangart ganz offensichtlich nachgelassen hat, und Dab auch Den Gesetzentwürfen selbst »tebet erhöhte Sorgfalt gewidmet wird. Es mag dies als ein Beweis Dafür gelten, dast selbst in >cn Kreisen Der Sozialdemottatie Die Ueberzeu- ming sich immer mehr Durchringt, wonach eine Sozialpolitik in ai'sgeDehntem Mabe nur ein reicher Staat treiben kaim. Unter diesen all-

Internationale Ruderregatta in Franks urta. M Der Frankfurter Regatta- Verein gibt Die Ausscheidung für seine am 25. unD 26. Juni auf dem Main zum AuStrag gelangende Internationale Ruderregatta befarmt. Die an jedem Tage zwölf Rennen bringt. Am ersten Tage sind Der Vierer um den Preis Des Deutschen Ruder-Derbandes, Den Wicking-Leipzig zu verteidigen hat. Der Preis vorn Main (Vierer d. 2t.), Den der Kölner Elub für Wassersport im Vorjahrs gewann, der Präsidenten-PreiS (Dop­pelzweier o. St.), vom R. E. am Wannsee zu verteidigen. unD Der Achter um Den IubUäums- preiS. den letztmalig Die Kasteler Rudergessell- schaft gewann, Die Hauptereignisse. Unter Den zwölf Rennen des 26. Juni ragen Der Kaiser- preis im Vierer (Verl. Arnicitia-Mannheim). Der Einer um den Preis Der Gerbermühle (Dert. 3. Fremersdorf, Mainzer R. D.), Der Achter um Den Germania-Preis (Verl. Kasteler R.-Gef.) unD der Zweier o. St. um Den Insel-Preis (Dert. Würzburger R.-V.) hervor. Meldeschlub ist am 8. Juni, abendS 6 Uhr. Rennungen sind an den Vorsitzenden Konsul Dr. Karl Kotzenberg, Frank­furt a.M., Rostmarkt 11. zu richten.

Gin neuer Sieg Dcß 1. F. E. Rur n- betg in Spanien. Das vierte Spiel Des deutschen Fußballmeisters auf spanischem Boden iruvDe in Santander ausgetragen. Den Deut­schen wurde ein herzlicher Empfang bereitet und zahlreiche Zuschauer wohnten Dem Spiele gegen

Kirche und Schule.

Eudorf b. Alsfeld. 2. Avril. Unsere zwei neuen Kirchenglocken wurden heute feierlich einaeweiht. Pfarrer Dieffenbach hielt die Weiherede. Der Gesangverein und der Schülerchor fangen unter Leitung des Lehrers G u n t r u m Wcihelieder. Die beiden neuen Glocken wurden in Apolda gegossen und kosten rund 30 000 Mark.

den Fragen der Finanzlage des Reiches und seiner Steuerpolitik anbetrifft, so sei nur der Be­schlich wiedergegeben. Den Die Kammer in ihrer Vollversammlung vom 8. September des Be­richtsjahres zu den neuen <3 t e u e r t> o r t a gen gefasst hat:Rach Artikel 164 der Reichsver- faffung vom 11. August 1919 ist der selbständige Mittelstand, die Landwirtschaft, Gewerbe und Handel in Gesetzgebung und Verwaltung zu för­dern und gegen Ueberlaftung und Aussaugung zu schützen. Diese ©runDforbening der Reichsver­fassung erfüllt nun das vorgelegte Steuerpro- gramni in keiner Weise: eS wird vielmehr die Produktionskraft des erwerbstätigen Volles in einer Weise beeinträchtigen, die zu einer immer gröber'"'» S^^chuna und allmäkstigen Ve-siegu"g feiner Steuerkrast führen nu\ Vo ne m ste Auf­gabe der i i rfaffungäinäbigen Vertretung des deutschen Vdlkes wird es daher fein müssen. Die Steuerpläne auf das im Interesse der Wieder- gesundung der deutschen Volkswirtschaft not­wendige Mast zurückzusühren, wobei der Gesichts­punkt in Den Vordergrund zu stellen ist, Dab bei der direkten Besteuerung als Mast st ir' f' "'- Die V'- tr erlang tc3 Giundoermögen- und seiner Br'a D- teile Der Ertragswert, ma>t Der gemeine Wert, und für Die Bewertung des Betriebsvermögens Der AnsckMungs- ober Herstellungspreis abzüg­lich Abnutzung Dienen mich." Das Sinken des Geldwertes hatte auch eine Veranlagung Der Ge­werbetreibenden zur hessischen Gewerbe­steuer auf neuer Grundlage notwendig gemacht. Dieser Zweck sollte durch eine entsprechende Abän­derung des Artikels 11 des Gemeindeumlagen- gesetzes erreicht werden. Die von der Regierung ausgearbeitete Vorlage konnte aber die Zustim­mung der hessischen Handelskammern nicht finden, weil in ihr der Grundfehler des gegenwärtigen

ministers, dah Die Regierungsvorlage nur ein durch die Geldentwertung bedingter Rolbehcls sei und eine grundlegende Revision des ganzen Gesetzes sobald als möglich in Angriff genommen werden solle, haben Die Handelskammern ihre grundsätzlichen Bedenken gegen Die Vorlage einst­weilen zurückgestellt und sich damit einverstandcn erklärt, dah Die Regierung in Erwägung ziehen wird: Die durchgehende Verzehnfachung der Sätze in der Staffel für die Vervielsachung des Mehr­ertrags, die Einführung eines Mindeststeuer- werteS, die Ausstellung von Richtlinien unter Mit­wirkung Der Handelskammern für die Anwen­dung des sogenannten Härteparaaraphen. wo­durch eine Ueberlaftung Der Betriebe verhindert werden soll. 3n Ausführung des Reichs- gescheS vom 26. Juni 1921 zur Förderung Der Wohnungsbeschaffung und der 6 i e b - lung für die Jahre 1921 'äiS- 1911 sah Die hessische Gesetzesvorlage vor, dah mit ber Auf­bringung der erforderlichen Mittel und mit Der Erhebung ber zur Verzinsung und Tilgung biefer Mittel erforderlichen Abgabe die Gemeinden be­traut werden sollen. Der Abgabe sollen die

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Dienstag, den 4. April, von 2 Uhr ab, ver­steigere ich in meinem Hause Drandgasse3: 1 pol. Vertiko, 2 Kleiderschränke, 2 Kommoden, 2 Sofas, 2 Thaiselogues, 2 Bettstellen mit Matratzen, 1 voll­ständiges 'Bett, 2 Küchenschränke, 1 Tisch und 2 Bänke, 1 Büchergestell, 4 eichene Stühle (geschnitzt), 1 Haus­apotheke, 1 Klappschränkchen, 1 Mahagoni - Staffelei mit Bild, 1 Bowle-Tisch mit porzellangemalter Platte, 1 großen Spiegel, Dekorations-Waffen, 1 Tisch m.Pult, 2 runde Tische, 1 Wäschemangel, 1 Waschmaschine, 1 Badewanne, 1 Grammophon, 1 Linoleumbelag, ein Topischrank, 1 Gasherd, 1 Petrolkocher und »Ofen, 3 Dauern tische, 1 Kinderwagen, 1 Kinderbett, Lampen, Bügeleisen, 2 Blatt große Vorhänge, 1 Damenfahr­mantel, bessere Damenkleider, 15 Vogelkäfige und viJe Haushaltungsgegenstände. Don 10 Uhr ab können Sachen zum Taxationspreis abgegeben werden.

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Außerdem stehen noch sehr wichttge Punkte zur Besprechung auS, u. a. auch die Ankündigung einer neuen Bierpreiserhöhung (pro Hektoliter ISO Mark) und werden die Mitglieder ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. 3325D

Der Vorstand. 11 J _ II, JLJJL2JLULJ

Eisendahller-ßeilllstattenvereiil

e. G. m. b. H , Gießen.

QU Der am Mittwoch, den 19. Avril dS. IS., nachmittags 5 Uhr, im Untcrrichtszimmcr iOberh. Sabnbof) itnttftnöenöcn

otMMen fWoetWnag

laben wir die Mitglieder ergebenst ein.

Tagesordnung:

i. WeichästLbericht.

2. Vorlage der Bilanz für 1921 nebst Gewinn- und Berlustrcchnung.

8. Entlastung des Vorstandes.

a. L-erteituugSvorfchlag des Reingewinnes 1921.

5. Berillu über die statigefundcuegesetzlicheReviston.

6. Wahlen in den Vorstand und AusitchtSrat.

7. Satzungsänderungen. __ . . ,

8. Bericht über den Stand ber weiteren Bautätigkeit.

9. Verschiedene Angelegenheiten.

«leben, den 3. Avril 1922.

Ter Vorsitzende dcö AuffichtSrateS:

Schmidt. _ , .

NB. Die Bilanz sowie Gewinn- und Bcrlust- rcchnung liegen in der Wohnung des 1. Schrift­führers Weber, Wetzlarer Weg 51II, zur Einsicht offen. iBkbD

Verein der Gastwirte von Giehen und Umg.

(E. v.)

Donnerstag, den 6. April, nachmittag« 4 Uhr, findet bet Kollege Hch. Elges (Hindenburg) unsre diesjährige

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