Ausgabe 
2.8.1922
 
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D tteirfret^g, 1 Äug Damm- ^eng für di« Altershitf e erbrachte in Mnferer Gemeinde über 2600 Wk. 5m Sonn' log unternahm -atifer Kirche ngesang- >«rein einen Olußflig na<h Salzhausen. im tert an einem Konzert der Kapelle All ermann Hugensten des Kreiskinderh.ims in Bingenheim »ttgutoirfen. Teils zu Faß crif s<chrttigen Wald- tofegen. teils zu Wagen gelangtet uwserr aktiven Mitglieder, denen sich auch erfveulicherweise eine Deine Anzahl inaktiver Mitglieder angeschloflen ^atte, nach dem idyllisch gelegenen Badeort. Dos Lvnzert fand in der schonen Konzerthalle statt. *IKuftEer sowohl wie Sänger ernteten reichen Beryll. Aach dem Konzert sand eine Führung «st eres Deretns durch die K ir- and Badea nlagen statt.

Kreis Lauterbach.

z. Ilbeshausen, 31. 3-di. Ein gräß- Acher älnglücksfalt ereignete sich am vrr- gangenen Samstag im Sägewerk des Besitzers 'Georg hier. Dieser hatte ein dreijähriges Kind mit in das Sägewerk genommen. 3n einem un­bewachter. Augenblick geriet das Kind in das Treifwerk der Säge und wurde vollständig ver­schnitten. Der Tod trat auf der Stelle ein.

Kreis Friedberg.

sf. .Friedberg. 1. August. Der hiesige Schützenverein hielt am 30. 3uli das Fest seiner Bannerweihe ab. Das Fest begann am 29. Juli mit einer Borfeier 'auf dem Fest- Platze der städtischen Seewiese. Am Hauptfest- tage. Sonntag, den 30. Juli, bewegte sich der stattliche, durch mehrere Gruppen belebte Fest- zvg durch die Strahen der Stadt nach dem Fest- Platz, hier hielt Oberstudiendirektor Philipps die mit grobem Beifall aufgeiwmmene Festrede, worauf Schütze Ferber das kunstvoll gestickte Banner in den Schutz des Dereins übernahm. Ein Degrühungschor. gesungen von dem 1. Fried­berger Doppelquartett, ein Schühenreigen, auf­geführt von jungen Damen Friedbergs, ein sehr reichhaltiger Vergnügungspark sorgten für ge­nügende ülnterhaltung und das prachtvolle som­merliche Wetter lockte eine sehr zahlreiche Men­schenmenge an. tzEine Aachfeier am Montag, die besonders für oie Jugend manche äleberrasch- ungen, wie Kletterbäume, Spiele usw. brachte, bildete den Abschluß des Festes.

Hessen-Nassau.

Die Not der Presse.

mc. Frankfurt a. M., 1. Aug. Aach einer Umfrage bei den Zeitungsvertriebsstellen ist durch die heute eingetretene Preiserhöhung eine Absatzverminderung nicht z u be­obachten gewesen. Die einzelnen Aummern ber Frankfurter Tageszeitungen kosten fortan 1.503. Mk. pro Stück, das ist im Vergleich zu den Auslandsblättern noch immer äußerst billig, denn die Pariser Blätter kosten in Frank­furt von nun an pro Auinmer zirka 10 - 12 Mk., derAeuyork Herald" 20 Mk

Erhöhung des Drotpreises.

fpd. Frankfurt a. M., 1. Aug. Der Magi­strat hat auf Antrag des Lebensmittelamtes einer Erhöhung des Brvtpreises von 14 auf 15 Mark zugestimmt. Wann die Erhöhung ein­tritt, ist noch nicht bestimmt.

LandeSeisendahnrat Frankfurt a. M.

spd. Fra nkfurta. M., 1. Aug. Der neu- ßegrünbete LandeSeisenbahnrat trat hier unter dem Vorsitz des Präsidenten der Reichs- eisenbahndirektion Frankfurt a. M., Dr. StaPff, zu seiner ersten Sitzung zusammen. Aach einem kurzen Rückblick des Vorsitzenden auf das 29jäh- rige ersprießliche Wirken des mit der Einrich­tung der neuen Beiräte aufgehobenen vormaligen Bezirkseisenbahnrates Frankfurt und nach Prü­fung der Mitgliedschaft wurde die Geschäfts­ordnung festgesetzt. Daran schlossen sich die Wahlen zum Reichseisenbahnrat und zum ständigen Ausschuß des Landeseisenbahn­rates. Der Landeseisenbahnrat wählte zu Mit­gliedern des Aeichseisenbahnrates die Herren: Gewerkschaftsbeamter Otto M i s b a ch - Frank­furt a. M., Geheimrat Dr. H ä u h e r - Höchst a. HL, Geheimrat B amberger-Mainz, Guts­pächter Karl Bähr- Rohrbach bei Büdingen und als deren Stellvertreter die Herren: Jakob L u m b - Frankfurt a. M., Bergassessor Ludwig Raab- Wetzlar. Kaufmann Alex S i l b er­mann- Frankfurt. Fürst von Isenburg in Dirstein

Eine Herberge für Galizier.

mc Frankfurt a. M., 1. Aug. Ein ver­mögender Pole kaufte in der Einhorngasse ein Haus, das als Herberge für Gal i z i e r ein­gerichtet wird. Bei der herrschenden Wohnungs­not wird von den einheimischen Wohnungslosen das Vorgehen der Ausländer lebhaft kritisiert.

tt Eschweg e. 1. Aug. Die diesjährige Wanderversammlung des Ober Hess i- schen Dienenzüchtervereins fand hier am 30. und 31. Iali zusammen mit der des Kur- hessischen Vereins statt und war mit einer reich­lich beschickten Ausstellung von Bienenvölkern, be­setzten Königinzuchttästchen, Honig, Wachs und ben zur Bienenzucht nötigen Gerätschaften, Die- nenwo'hnungen. Honigschleudern usw. verbunden. Zur Belehrung der in großen Massen erschienenen Imker dienten zwei ausgezeichnete, der erstere mit Versuchen verbundene Vorträge im Saal des Kasinos, der eine von Hauptlehrer Orf - Vecker­hagen überDie Bienenzucht in ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft, insbesondere auch Prü- fungsmethoden für die Reinheit des Honigs", der andere von Lehrer A unk- Okarben über: Welche Lehren hat uns der verflossene Winter gegeben?" Für angenehme Unterhaltung der Fest­gäste war durch ein Eartenkonzert in Hempfings ©arten und einen reichlich besetzten Familienabend im Kasinosaal gesorgt.

Der 4. ordentliche Deutsche Studententag in Würzburg.

3n ber vorbereitenden Sitzung war die Stellung der Studentenschaften zum Verbot des Studententag es burch die Regierung und das Ver- hällnis zum nichterschienenen Vorstand festgelegt. Inzwischen waren 103 Vertreter erschienen. M- gelehnt hatten 14 von 82 Studentenschaften.

In der ersten Vollsitzung am 21. Juli wurden Tagungsleiter und Presseausschuh ge­wählt.

Die zweite Vollsitzung am 22. Juli brachte dann erst die Besprechung über die 2er-

faHung«Trage. Es wurde zunächst Einigung 'Aber i die grundsätzlichen Fragen erzielt, die folgenden 1 Wortlaut hatten.

1. Soll die Deutsche Studentenschaft als deutsche Kulturgemeinschaft die Grenze des deut­schen Reiches überschreiten? (Einstimmig an­genommen.)

2. Soll der Aufbau der Deutschen Studenten­schaft durch Zusammenschluß ber einzelnen Studen­tenschaften erfolgen? (Einstimmig angenommen.)

3. Sollen die Ziele der Deutschen Studenten­schaften im Gegensatz zur Aotverfassung (die alle kulturellen und vaterländischen Aufgaben ge­strichen hatte) im Sinne der Mitarbeit an den Ausgaben der Hochschule erweitert bestehen blei­ben? (Degen eine Stimme angenommen.)

4. Soll es der einzelnen Studentenschaft über­lassen bleiben, aus den Zielen der Deutschen Studentenschaft das zu verwirklichen, was im Rah­men dec Einzelst udentenschast möglich ist? (Ein­stimmig angenommen.)

5. Soll die Deutsche Studentenschaft acs einer Kulturgemeinfchaft aller dettschrn Studenten­schaften des deutschen Sprachgebietes bestehen, wo­bei den bef an bereu staatlichen Bindungen inner? halb des Reiches Rechnung $a tragen ist? (Gegen eine Stimme angenommen.)

6 Sollen bann die reichsdeutschen Studenten­schaften als Mitglieder auf nehmen:

1. Reichsdeutsche Angehörige;

2. alle Ausländsdeutschen de rischer Abstcun- ntung und M rtterlprache? (Einstimmig an­genommen, bei freiwilliger Stimmenthal­tung der Stuben teuf chaften ber a usland- deutschen Hochschulen.)

Z. Soll es den Studentenschaften der aus- landdeutfchen Hochschulen über'assen bleiben, ihre Zuslommensetzung selbst zu bestimmen?

Bei diesem Puntte drehte es sich um die alte Streitfrage, ob man die an den österreichischen Hochschulen bestehenden vtudentunschaften, die in deutsche" (arische) und national! fttarelle" (fret= heitliche) zerfallen, beide oder nur die deutsch- arische in dieDeutsche Studentenschaft" aufneh­men solle. Man kam dahin überein, die Frage Z zu bejahen, jedoch muß an den auslanddeutschen Hochschulen über diesen Punkt eine Abstimmung aller der Studenten erfolgen:

a) die deutscher Abstammung und Mutter­sprache sind:

b) derjenigen, die sich zu deutscher Kultur be-- kenner und vor 1914 die deutsche oder öster- reichisch-ungarische StuatSangehörigk ii be­sessen habm, und die vor dem Krieg um deutschen Sprachgebiet ansässig waren.

In der dritten Vollsitzung vom 23. Juli legte der Verfassungsausschuß die Satzung der Deutschen Studentenschaft vor:

Stück 1. Die Deutsche Studentenschaft besteht aus den Deutschen Studentenschaften der Hoch­schulen des deutschen Sprachgebietes.

Stück 2. Die reichsdeutschen Studentenschaften muffen die Mitgliedschaft mindestens allen voll­immatrikulierten Studierenden deutscher Reichs­angehörigkeit und solchen deutscher Abstammung und Muttersprache gewähren.

Die auslanddeutschen Studentenschaften regeln ihre Zusammensetzung selbständig.

Die zur Vertretung bei Einzelstudentenschaft berufenen Organe müssen aus allgemeinen, gleichen und geheimen Verhältniswahlen hervvr- gehen.

Stück 3. Die Deutsche Studentenschaft hat das Ziel, an den 2üifgaben der deutschen Hoch" schulen gegenüber dem deutschen Volke mitzu­arbeiten.

Die Einzelstuhenienschaft bestimmt im Sinne dieses Zieles der Deutschen Studentenschaft ihr Aufgabengebiet selbst.

Fragen des Glaubensbekenntnisses und ber Parteipolitik sind von der Behandlung aus­geschlossen.

Die folgenden Stücke 4 bis 27 beschäftigen sich in ber Hauptsache mit organisatorischen Fra­gen, bie nicht von allgemeinem Interesse sind.

Aach kurzer Aussprache ttrirbe diese Satzung angenommen, ber bis zum 25. Juli schon 64 von 82 Studentenschaften ihre Zustimmung er­teilt hatten. Damit ist die erforderliche Zwei- drittel-Mehcheit schon beträchtlich überschritten, und man darf hoffen, daß nun endlich bet lang­jährige Verfassungsstreit in der Deutschen Str- bentenschaft ein Ende gefunden hat. Sollte dieses Ergebnis von Dauer sein, so hätte der Würz­burger (DtJ-benientag einen Erfolg erringen, ber die Schwierigkeiten, die der Eröffnung der Tagung entgegen standen. reichlich aufwiegen würde.

Aus dem AmLsverkündigungsvlatt.

Das Arntsverkündigungsblatt Ar. 85 vom V August enthält: Festsetzung des durchschnittlichen Iahresarbeitsverdienstes land- unb forstwirtschaftlicher Arbeiter. Ortslohn mit Wirkung vorn 1. Oktober 1922. Aufnahme von Blinden in die Blindenanstalt Friedberg. Dienstanweisung zur Verwaltung der Wohnungs­bauabgabe. - Diensträume der Oberrechnungs­kammer. Unterstützung von Rentenempfängern der Invaliden- und Angestelltenversicherung. Maul- und Klauenseuche in Hungen. Besoldung der Gemeindebeamten. Bekanntmachungen des Polizeiamts.

Landwirtschaft.

Maul- und Klauenseuche.

In der Gemarkung Hungen ist bie Seuche erloschen, die Desinfektion ist in allen Gehöften durchgeführt mit Ausnahme des Hofgutes (Pächter Kammer). Der Gutshof bleibt Sperrgebiet. Der übrige Teil der Stadt Hungen 'und die Gemarkung Hungen wer­den aus dem Sperrgebiet ausgsschiedrn und dem Beobachtungsgebiet für das Sperrgebiet des Gfts- Hofes Hungen angegliebert.

Die Gemarkungen Inheiden, Langd, Villingen, Hof-Graß, Feld Herrn und die Weide Tiergarten werden aus dem Deobachtungsgebiet ausgffchieden

Vermischtes,

©ifeubabmmglfid.

Paris, 1. Aua. (WTD.) Aach einer HavaSmeldung aus Tarbes sind in der ver­gangenen Nacht auf der Strecke AgenTar­bes, an der Grenze des Departements 5)au» tes-PhrenseS und Gors, zwei Pilger­züge zufammengestoßen. Die Abend­blätter geben die Zahl der Toten mit 40, die der Verletzten mit mehr als 50 an.

Turnen. Sport und Spiet.

Kre^ttrrnfest in Aschaffenburg.

Don herrlichstem Wetter begünstigt, nahm das Kreisfest des IX. (Mi t telrhe in - Tu r n- kreises einen sehr schönen Verlauf. Besonders freudig begrüßt wurden die Turner und Turnerin­nen aus dem Saargebiet, die über 1300 an der Zahl erschienen waren. In den einzelnen Turn- abLihmgen wurden ganz hervorragende Leistungen erzielt. Es seien davon nur erwähnt bei den T u r- nerinnen Weitsprung 4,87 Meter, Kugelstoßen (5 Kilogramm) 8,11 Meter: bei den Turnern Weitsprung 7,19 Meter, Stabhoch 3,30 Meter, Kugelstoßen (71/2 Kilogramm) 10,48 Meter, Stein­stoßen (15 Kilogramm) 8,18 Meter. Es waren 176 Musterriegen aus 26 Gauen angetreten, un­ter denen die des Gaues Hessen den 1. Rang erhielt, unter den V e r e i n s r ie g e n die des T. V. Giehen den 12. Rang und unter den 25 Damenriegen die des M. T. V. Gießen den 10. Rang. Ferner wurden von der Gießener Turnerschaft folgende Siege errungen: Im Neun kämpf der Aelleren in der zweiten Alters­klasse (4550 Jahre) Karl Mül ler (M.T.D.) 2. Rang mit 170 P. Zwölfkampf der Männer H. Trechsler 190 P.. Fr. Sauer 186 P., K. Müller 181 P., H. Hamel 180 P., sämtlich T. D. Im Äeunkcwipf K. Strack (T.D.) 130 P. Im Neunkampf der Turnerinnen in der Ober­stufe P. Hofmann (MT.V.) 148 P., P. Steuernagel (M.T.D.) 133 P.; in der Unter- stufe M. Röhmig (MT.V.) 131 P.. H. Wald- schmidt (M.T.V.) 127 P. Iugendturnen S. B 0 rig (M.T.V.) 139 P., M. A h b a ch (T.V.) 126 P., E. Klein (T.V.) 123 P. Im Sieben­kampf Iugendturnen H. Schwan (M.T.D.) 109 Punkte. Beim Fechten (leichter Säbel) H. N 0 ll (T.D.) den 11. Sieg.

Handel.

Berlin. 1. Aug. Börsen stimm u ngs- bild. Am Devisenmarkt war schon gestern abend ein mäßiger Rückschlag eingetreten, der sich heute vormittag zunächst noch fortsetzte. Die Kirsaus- zahlung New Bork ftreifte den niedrigsten Stand mit 610, erholte sich aber rasch wieder bis auf 630 bis 635. Dementsprechend schwankten auch die anderen Devisen. An dec Börse bleibt die Geschäftsstille, besonders für Dioidendenpapiere. weiter bestehen, doch war eine gute Widerstands­kraft bei ungefähr behaupteten K irfert unver­kennbar. Die Kurse veränderten sich darchschnllt- lich um 10 bis vereinzelt 25 and darüber nach oben und unten. Im CB erlaufe gab sich für ober­schlesische Papiere wie Hohenlohe, Earo sowie Bvaunkohlenwerte rege Kauf last za erkennen bei teilweise stark erhöhten Kursen. Aach Gebrüder Böhler waren Wetter (600) hoher gesetzt. Der Einheitskursmarlt bot ungefähr das gleiche Bild: Gelchäftsstille bei ziemlich fester SyaLung. Eine Ausnahme von der sonst herrschenden Ruhe machte wieder der Auslandsrentenmarkt, wo ungarische und vor allem rumänische Renten bei starker Nachfrage erheblich Wetter sttegen. Türken holten ihre anfänglichen leichten Einbußen, dir wegen der griechischen Drohungen eingetreten waren, bald wieder ein. Don heimischen Anleihen wurden 3proz. Reichsanleihe ungefähr am 16 im Kaffe herausgeseht.

Frankfurt a. M., 1. Arg. Börsen- stimmungsbild. Die Eftettensprk ilatuon war auch hefte nicht geneigt, ihre Zarückhalatng auf­zugeben, rnd eine große Beteiligung des Publi- kums blieb aas. Die Tendenz auf dem Gebiete der ausländischen Renten war unregelmäßig. Am Markte der unnotierten Werte zeigten Ufa ein lebhafteres Geschäft. 220230. Benz 520-530, Inag 415, Gummi-Stöckicht 400, Tiag 430. Der Dollar bewegte sich von 630625640632. An den Industriemärkten war die Geschäftstätigkeit wieder ziemlich gering. Auch die bevorzugten Montanpapiere des gestrigen Dörsentages blieben vernachlässigt. Schwächer lagen Mannesmann, Buderas, Phönix. Metall- mb Maschinenaktien haben sich nur wenig verändert. Elektrizitäts­und chemische Werte verkehrten bei stillem Ge­schäft auf gestrigem Niveau. Im weiteren Ver­laufe wrrde die Geschäftstätigkeit noch ruhiger. Die Tendenz wich im wesentlichen nicht von der des Dörsenbeginnes ab Am Einheitsmarkt war die ftmsatztätigkftt klein. Ausländische Anleihen waren Schwankungen unterworfen. Privatdiskont 5 Prozent.

Frankfurt a. M., 2 August 1922.

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß-

Kurs Kurs Kurs Kurs

Datum: 01.1.

S^Dtfch.Kriegsanl. 77.50 4°/°Dtsch.Reichsanl.

3°/oDtsch.Reichsanl. " 4°/o Preuh. Konsuls «2,50 Hamburg-Paketf.. .

Norddeutscher Lloyd - Comm.u.Privatbank 278,- Darmstädter Bank . 267,- Deutsche Bank . . .

Disconto-Gefellschaft 390, Dresdner Bank. . . 280» ~ Mitteld. Creditbank. ~35, Nationalbank f. D. . 27o6- Boch. Gußstahlwerke "60- Bud.- Eisenw.- Akt.. /V0,- D.-Luxemb. Bergw.. 2270, Gelsenkirch. Bergw..

Harpener Bergbau. 3050, - Obeffchl. Eisenb.-B. &20,- Oberschles. Eisenind. 720,- Phönir-Bergb.-Akt. 1&10,

Bad.Anilin-u. Soda 830, Höchster Farbwerke. 755, - Allg. Elektt.-Ges. . . 763,- Felten & Guilleaume. - Schuckert-Werke. . . 799,- Adlerwerke 509,50 Daimler 460, - 4° 0 Hess. Staatsanl. 76, Electton Griesheim 850,-» Dtsche. Dereinsbank 179,50

1.8 31.7. 1.8.

77,50 77,50 7750 114,- 114,- 114,75 212,-r- 209,- 222 -

79,- 79,oO 79,- 480.- 470,- 340,- 439,- 340,- 278,- 280,- 281,50 266,- 2G7,» 267,50 485,- 482,- 450,- 386,- 3ö8,- 388,- 286,- 284,- 284,- 235,- 240,- 235,50 266 - 270, - 269,50 1365,- 2360, - 1362,- 750,- 765,- 760,- 1265,- 1265,- 1270, - 1370,- 1374,- 1370, - 3000, - 3030,- 2950,- 90C, 880, 981, 790 - 698,- 785,- 1475;- 1475,- 1484,- 835,- 845,- 843,- 768,- 752,- 760,- 768,- 752,- 774,- 855,- 885,- 855,- 7ul,- 783,- 797,» 495,- 439.- 494.- 454. 439,- 448.

74.10 73,- 74.50 850,- 835,- 860,- 180 *

Marknonerungeu.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 31» 7. 1.8.

Zürich Fr.

Amsterdam Fl.

Kopenhagen Kr.

Stockholm Kr.

Wien Kr.

S. . Kr.

on Sh.

Reuyork ....... $

Paris. ........ Fr.

125.40 - ,79 - ,80

59.20 -.40 - ,42

88.80 ,72 -.76

88.80 -,60 -,63

117.80 6300,-

117.80 8,10

97.80 -, -

23.80 .,15,15

125.40 1,85 1,87

Geld Brief Geld Bries

Datum: 81. Juli. 1. August.

Amstd.-Rotterd. 25817,6525882.35 24818,90 24881.1t Drüffel-Antw. . 5103,60 5116,40 *993 7 5 5006 2f Christtania . . . 11384,75 11414,25 10786,50 1081350 Kopenhagen . . 14282,10 14317,90 13687,85 13717.15 Stockholm. . . . 17403,20 17446,80 16679,10 16720,90 Helsingfvr». . . 1368,25 1371,75 1318,30 1331 75 Italien 3096,15 3d53,85 2921,30 2928,70 London 2971,25 2978,75 2856,40 2863,60 Reuyork 669,16 670,84 G43,i9 644,81 Paris 5398,20 5411,80 5293 35 5366,65 Schweiz 12684,10 12715^0 12259,65 12290,35 Spanien 8535,30 8560,70 9987,5ü 10012,51? Deutsch-Oeste». l,3d 1,34 1,33 1,87

Prag 1596,- 1600,- 1578,- 1582, Budapest.... 81,21 31,29 31,36 31,44

Buenos Aires . 244,67 245,32 23b,20 233,80 Bulgarien . . . <13,45 414,55 395.50 396,rG Japan 307, 310, ,«> , -

Rio de Janeiro 9188,- 9212,-

Züricher Devisenmarkt. 1. 8. 2. 8

Wechsel auf Schweizer Franker

Holland 100 Fl. 203.25 203.65 Deutschland 100 OHL = 0.83 0,74

Wien 100 Kr. -- 0.012 0.01

Prag 100 Kr. --- 12.85 13.-

Paffs ........ 100 Fr. -- 48. - 42.95

London 1 - 23.38 23.38

Italien 100 ß. = 23.85 23.77c

Brüssel . . 100 Fr. --- 41.40 40-65

Budapest 100 Kr. --- 0.265 0.24

Reuyork. ...... 100 r 525 50 526- - Agram 100 Kr. 1.625 1.625

Warschau 100 Kr. 0,085 0,085

(In einem Teil der Auslage wiederholt.)

Wiederaufnahme des Handels zwischen Australien und Deutschland.

London, 1. Aug. (WTB.) Realer meldet aus MelbouiNie: Australien nimmt Heun amtlich den Handelsverkehr mit Deutsch­land wieder auf.

Der Bericht deS Garantieausschuffes.

Paris, 1. Aug. (WTD.) Der »Petit Parisi en" teilt mit, daß der ©arantie« «Ausschuß nunmehr den ersten Tell seines Be­richtes der Reparationskommission übermittelt hat. Er enthält ein begründetes Expose über die getrof­fenen Bestimmungen, über die Finanzkontrolle und fügt zu den bereits veröffentlichten Dokumenten wenig hinzu. Efft im zweiten Teil seines Berichtes wird der Garantieausschuß ein Programm Vor­schlägen, um mittels der Kontrolle die deutscher Finanzen zu sanieren, in der Hauptsache aber, nn. neue Einschränkungen in den Ausgaben hervorzu- rufen. Dieser zweite Teil werde aber nicht vor Ende der Woche fertig gestellt werden können. -Un­ter diesen Umftäniien sei es nicht unmöglich, daß die Reparationskommission ein sofortiges Urteil über den ersten Teil 7)es Berichtes fällen werde, damit bei der Zusammenkunft in London eine for­melle Ansicht der Reparationskommission über die Organisation der Kontrolle dvrliege.

Damit setzt sich berPetit Parisien" in Wider­spruch mit demTemp s", der gestern abend er- klärte, der Garantieausschuß habe nicht die Auf­gabe, einen neuen Plan auszuarbeiten.

Mit demPetit Parisien" spffcht sich dis Echo de Paris" dahin aus, daß tatsächlich der 2. Tell des Berichtes Maßnahmen enthalte, die von der deutschen Regierung verlangt werden sollen, damit diese Kontrolle wirkungsvoll werde. Auch dieses Blatt schreibt, daß es zweifelhaft sei. ob die Reparationskommission vor der Konferenz in London, die bekanntlich am Z. August beginnen soll, den Inhalt des 2. Teiles des Berichtes prüfen werde.

Eine französisch-belgische Meinimgs- verschiedenheit.

Paris, 1. Aug. (WTB.) DasPetttIour- nal" spricht von einer Meinungsverschie­denheit zwischen der belgischen und der fran­zösischen Regierung wegen der Stellungnahme des französischen Premierministers P 0 i n c a r e zu der Frage der Herabsetzung der Ausgleichs­zahlungen. Die kategorische Zurückwei­sung Poincares habe bei der Regie­rung in Brüssel Befremden hervor­gerufen, weil sie über den Inhalt der Note überhaupt nicht befragt worden sei. Die belgische Regierung vertrete den Standpunkt, daß, da die Ausgleichzahlungen den Gegenstand eines 2lb» kommens zwischen den Alliierten gebildet hatten, jetzt von einer Regierung allein die Frage des Zahlungsaufschubes nicht erledigt werden düffte. Die belgische Regierung sei auch der An­sicht, daß, wenn Frankreich die Fortsetzung dieser Gedanken in dem Augenblick verlange, in dem sich Deutschland in einem Finanzde- bacle befinde, dies dem Grundsatz der belgischen Priorität Abbruch tue. Die belgische Regierung vertrete den Standpunft, daß die Reparations­kommission auf Grund des Friedensverttages ein erstes Hypothekrecht auf alle Einnahmequellen des deutschen Reiches besitzt und daß infolge­dessen die Reparationszahlungen vor der Rege­lung jeder anderen Schuld erfolgen müssen. Auf alle Fälle könnten außerhalb der Reparations­kommission Zahlungen nicht genehmigt werden, wenn Belgien sein Prioritätsrecht nicht aufgeben wolle. Die Absicht der belgischen Regierung sei nunmehr die, die Frage der Ausgleichzahlungen vor die Reparationskommission zu bringen und von ihr zu verlangen, daß sie eine Art Wider- spruch gegen die Note erhebe, die der französische Ministerpräsident an die deutsche Re­gierung gerichtet hat. DasPetit Journal" fügt hinzu: Es ist bedauerlich, daß die Dinge eine solche Wendung genommen haben und daß hier­durch die Derhandlungen gewiß nicht erleichtert werden.

Dom irischen Bürgerkrieg.

London, 1. Aug. (WTB.) Die südtiäschen Truppen haben T>. pperarh nach mehrtägigen» Kampf genommen.

ilnabhLugigkettserklaruug Kleinasiens ttir" Griechenland.

London. 1. Aug. (WTB.) Realer meldet aus Smyrna unter dem 31. 7., Kleinasien werde von dem griechischen Oberkommandante:» als ein autonomer and anabhängiger Staat erllärt. Das Gebiet, auf das sich Zxe Verkündigung bezieht, umfaßt vermutlich den von der griechischen Armee besetzten Tell des Landes.