Ausgabe 
2.6.1922
 
Einzelbild herunterladen

'SÄ tolÄ'^6 SM&ä Lr^ g ««»smä fatffi äJgfrSE Wermahigen Oio» J! *bigt <jL 2* Z^bachkwA "V.tz. neu a ?n-iUm 8m. Tehorstönmgrn be ben von manchmal ^ronunelleüri nid» " ledvch die laltina '"lgunzen der M». im Äonftruftion be 2uch der M» en durch Anlegen de ^Nlekiwnmöglichkch nerfiamfelt ^utot» im|en in Eisenbahn, on anderen Aenift. iyender LebensweiK iltern der mittlere n, insbesondere der» Mtigt sind, sowie! ymMet, etted»n- eibare W. Der Mbte Wt, beim. inb Jrnttalwrichri. er 2eranUvvrÄW nschenleben und lerscits bei der 2f

Der Be^irrstag de» Hassiabezirks Ziehen fand tn Grohen-Buseck bei sehr stark« Beteiligung statt. Den Jahresbericht erstatt le der Bezirksvorsteher Professor Dr. 2L Krä­mer- Dietzen. Darnach zählt der Bezirk 30 Der- eiae mit 2252 ordentlichen und 88 auherordeM- kchen Mitgliedern. Dos Vermögen der Vereine ^hlt 35 068 Ml., der Invenlarwert 15 390 021. in Unterstützungen zahlten die Okreine 5605 Ml., msgesamt 65 617 OHL. 2390 Hassiakalender wur­den bezogen, der Hessische Kamerad wurde ar 285 Stück gehalten. Don der Hassia wurden 1800 OHL an ilnterftüpungen für bedurstige Ka­meraden und Konfirmanden bewilligt. Der Kriegsbeschädigtenfürsorge wird die grösste Aus- arerksamkeil geschenkt. Durch viele Okreine wurde Die Kriegsde.lkrnünze des Ktzffhäuserbundes ver­teilt. Der neugegründete Kriegerverern Hausen wurde mit 25 Mitgliedern ausgenommen. Zu Vertretern für den Hassiatag, der am 1 Juli In AlSseld ftattsindet. wurden gewählt Hrrfessor Dr. K r ä m e r - Giehen und P o st - Hiosten-Linden, zu Ersatzleuten Boller-Giesten itnd .M a n g e l-Retslii chen Der Antrag des träsidiums, den Okrbandstag wegen der hohen osten nur noch alle zwei Hahre abzuhalten, »Hürde etnfttmmtg genehmigt. Post -Grotzen- Linden teilt mit, dah der Kriegerbund Hüttenberg im 25. Huni m Hochelheim sein Okrbandsfest, das erste seit dem Kriege, adhält. Mehrere 03er- ine meldeten sich Mir Teilnahme an. Daubrin- gen will fein bOjahriges Destehen feiern und i Ittel um den Besuch der Bezirksvereine. Den .5chluh der Tagung bildete ein Dortrag deS Mameraben Schäfer- Darmstadt überDie Hissiasterbekasse Friedrich Wilhelm". Oswald- Oiefoen mahnte zur Einigkeit aller deutschen Stämme und brachte ein Hoch auf das deutsche Vaterland aus.

** Lichtspielhaus Der 2. Teil des nlms$) t e Hafenlore" Iaht die Helden och manchen Irrungen und Wirrungen Heimat und (Slüd wiederfinden. Der tiefere Gedanke dieses letzten Abschnittes ist die Gewalt der Liebe, die sich, wenn auch mit feiner' Unaufdring­lichkeit, als die mächtige Triebfeder der Handlung cdnelfl. Der 05krt deS Filmes als ganzes liegt darin, das) bekannte Motive hier tm Gegensatz zu anderen Bearbeitungen mit gutem Geschmack zu einem Drama verwandt worden sind.

" M ü lle r sche Da d e a n ft a 11. Wasser- trihrmc der Lahn am 2. Juni: 20 Grad R.

Landkreis Gießen.

der Deichen start ?erseits stellt er biui ivn der durch Diu«- Ausmerlsamkeil ga| m die geistige 2» )er trotz Ucbung ud idbung von Mhkl nüdung ein, die, trii hren, verhängni-ml »be demonstrierte iitf

Lokomotivführer tm

. achtstündigen 2a» uchensteller, der eber- gl war. Er hat ari llhisschen Mimstem» Lokomotivführer bd nffurt a HL Wei urt, Sebra, ßlm je er betreffenden ffta*

V\x\ der Station, wo 4\ tzmüdMg unter» x der BrdirEg be

E W beml» ceckevonNKilome« vorher M Smm }t gewesen- Sddj die vor dem v-ne iftigt waren, ubervtz -rperliche ganz erd» mmöglich, r Srmüöuna «Me erkannt über die b der

lf vorgelegt-

Quni Derusserk» Bergbau, bei dv -arbeitung.

s?* * *s erasteM^^hd nünjt . t tmatztgtet^. - fvjv.r am sied'

wtn. naa) _j > (d) 9

, oder MiW

GH

«sSs.

> S »'-Ä !° «f

g, 6.? schon i-r

ec

lief SW W Stevie

U Lang-Göns, 31. Mai Dem Mühlen­besitzer 21 m c n b (Grvsten-Linden) geriet vor der WallenselSschen Wrrtfchast ein Lastauto in 0» r a n b. Glücklicherweise kam es nicht zu einer Lffplosion. Der Führer hatte schnell den 100 Liter fassenden Denzinbehälter nvch öffnen können.

Kreis Büdingen.

gn. (Keist-Nldda, 31. Mai. Bürger- meister Adolf Lind feierte dieser Tage sein L5jährigeS Amtsjubiläum. Schon an der Gröhe der Bcranstaltung. an der sich das ganze Dorf beteiligte, war zu ersehen, wel­ker Beliebtheit sich der Jubilar erfreut. Am ?5bcnd des Iubeltages versammelten sich ' sämtliche Vereine, die Schuljugend, der Ge- n.eindevorstand. alle Körperschaften und son- Illgen Gemeindeglieder und ^ogen im festlichen 3uge vor das d)aus des Bürgermeisters. Der Gesangverein leitete die Feier durch ein Lied rn. ön der Festansprache würdigte Lehrer Lentz die OZerdienste des Gefeierten. Beigeordneter Lind überreichte eine von der Gemeinde gestiftete Ehrenurkunde. 3n gerühr­ten Worten dankte der Jubilar und versprach, seine Kraft auch weiterhin in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen.

Kreis Friedberg.

sf. Friedberg, 2. (Jan.. Goldenes 3 ubi laum. Morgen sind 50 Hahre verstoßen, cit Direktor (Jean Dörr als Lehrling tn den hiefigenDorschuh- und Kreditverein" eingetrr- hi ist. Seit dieser Zeit steht der (Sknannte an- intetbtncbcn im Dienste dieser Genossenschaft. 3m jotnre 1884 wurde er zum Vorstandsmitglied gewählt und konnte deshalb schon im Hahrc 1909 'ein 25jährigeS Jubiläum als Dorstandsmitglied i'itrn.

JA Butzbach, 1 Juni Mit wichtigen finan- f-tllen Fragen beschäftigte sich die Stadtver- : ce t u n g. Um die Finanzen ins Klare zu brin­gen. wurde beschlosten, die Kommunale LandeS- unt um ein Darlehen von 6 Millionen Mark zu ersuchen. Hiervon sollen die Kosten für den Schulhausneubau und die Wasserleitung be- firitten werden. Der Zinsfuß beträgt 5,5 v H., baju kommen noch 2 v. H Geldbeschaffungskosten. - Der Dvlksbildungsverein will durch die Hess. Landeswanderbühne 16 Theatervorstel- ungen im kvmmmenden Winter veranstalten las- 'm. Das Gesuch um Bewilligung einer Garantie­summe von 10 000 Mk. und um einen Zahres- beitrag von 5000 Mk. wird an den Finanzausschuh verwiesen, der nv* dem Okrein verhandeln soll.

Das Elektrizitätswerk stellte den Antrag auf Erhöhung des Strompreises für Licht uitb Kraft. Die Beschaffung einer neuen Pumv- mlagc für das Wasserwerk bei Griedel wird mit ÜOCO Mt. genehmigt. Um die Bautätigkeit vifer zu regeln, soll ein gröberes 03au = jelänbe erschlossen werden.

Li. Oh beim, 1. Hunt. Wieder ist ein Dampfer aus Deutschlands grober 31tt, der Ontveteran von 187071. Bäckermeister heil Hubert I., zur groben Armee abberufen rrtben. Bei der heutigen Beerdigung gab ihm Kriegerverein das letzte Geleite. 'Der Qkr- Ic.bene, der ein Oll ter von 75 Jahren erreichte, Jxnte im 2. Hessischen Infanterie-Regiment und ichm in diesem am Feldzug teil.

Hcfsen-Rassau.

Kölner Sänger in Frankfurt <l M.

Frankfurt a. M., 1. Juni. Aachdem Unlängst die Kölner und Wiener Sänger inBer­iet und in München einen begeisterten Empfang betten, rüstet sich nunmehr auch -äc Stabt Frank­furt zu bem Empfang Kölner Sänger und zwar be» .Kölner LiederkranzeS", der in den Tagen des 25. und 26. Huni in Frankfurts Mauern mci- kit wird. Der Kölner Liederkranz ist einer der eißfrten und bekanntesten deutschen Mannergo- stngvereine.

rm. Dittelsheim, 31. Mai. Bei der Ausführung elektrischer Arbeiten wurde der Arbeiter August Ey aus Waldamorbach durch einen herabfallenden Draht

getroffen und durch den elektrischen Strom getötet.

rm. Gelnhausen, 31. Mai. Beim Ein­käufen eines Revolvers in einem hiesigen La­dengeschäft ist der 23 Jahre alle Hch. Ra­ge ls ch m i d t aus Streitberg t ö d l i & ver­unglückt, da bei der Erklärung des Mecha­nismus durch den Okrkäufer der Schuh los- aing und R. derart verletzte, datz er im Kran- kenhaus an den Folgen starb.

fpd. Fulda. 1. Ouni. Bei dem schweren Gewitter das vor einigen Tagen im Äreik niederging, schlug der Blitz nicht weniger als achtmal in Gebäude des Dorfes Deitsteinbach ein. Sn einem Fall zündete er. Die OrtSfeucr- nkfn war wenige Minuten vorher nach dem Rachbarvrt Eichenried alarmiert worden, wo eben­falls durch Blitzschlag ein Brand au^gebrrche.i war. Trrtzdem gelang es den jurücfgujliebencn Ortsbewohnern, das Feuer zu beschränken, so dah nur ein Dachstuhl abbrannte.

Kirche und Schule.

Tagung deS Reichsstädtebundes.

Oeynhausen, 1. Quni. (WTD.s Gestern und heute tagte in Bad Oeynhausen der Reichs- ft ä b t e b u n b, die Bereinigung der Mittelstädtr und Äletnftäbte. Die Versammlung war von etwa 1000 Personen besucht. Anwesend waren der Oberpräsident von ODestfalen Gronowski, vvm Ministeiium des Snnem MinisterialratM u I e r t, foane Abgeordnete der Deutschnationalen, der Deutschen Dollspartei, des Zentrums und der Denwkratischen Partei.

Qanbmirt^aft.

Die Preise für Milchziegen sind dauernd im Stetgen begriffen, besonders jetzt, da Grünfutter vorhanden ist. So kosten jetzt Erst­lingsziegen 14001803 Mk.. zweijährige bis vier­jährige Milchziegen 1800 2300 Mk. Ja. es sind schon besonders wertvolle Tiere zu 2400 Mk. verkauft worden. Lämmer, die entwöhnt sind, kosten 500600 Mk. Rach den Feiertagen steht ein weiteres Steigen der Tiere bevor. Bei den Ziegen handelt es sich um die hornlose Saaner» raste, die in gara Oberhessen eingeführt ist.

U Lang-Göns, 1. Juni. Die hiesige Landw. Dezugs-undAbsahgenossen- schäft beschlof) in ihrer Generalversammlung am 30. Mai keinerlei künstliche Dünge­mittel zur Herbstaussaat anzuschafsen, da wie­der, trotz des vorjährigen Dersprechens der Re­gierung, die Getreideumlage, sogar in ver­schärftem Maste eingesührt werden soll. Die Be­sitzer der hier seither intensiv bewirtschafteten betriebe sind dadurch gezwungen, allmälig eiten- siver zu arbeiten, denn die künstlichen Dünger sind im Preise derart gestiegen, besonders auch durch dauernde Frachterhöhung, dah ihre An­wendung keinessalls mehr rentabel ist, wenn nicht endlich Die freie Wirtschaft eingeführt wirb

Turnen, Sport unb Spiel.

Turn- und Rasensport .Union« Düsseldorf Meister im Handball der Gruppe .West"! Am Sonntag trafen sich in Giehen die Handball-Kreismeister: Turn- und Rasensport ,Union"-Düsseldvrs, Tum-Derein Franiful-t-Sachsenhausen, Tum-Derein Suhl und Seminar-Tum-Derein Eschwege, um den Meister­titel im Handball der GruppeWest" zu er­kämpfen. Dvrmittags 9 Uhr fanden die Aus­scheidungskämpfe statt. Sm ersten Spiel trafen sich Tum-Derein Frankfurt-Sachsenhausen und Tum-Derein Suhl. Dis zur H<llbzeit konnte Frankfurt-Sachsenhausen zweimal einsenden. Rach Halbzeit holte Suhl in kurzen Zwischenräumen und prachtvollen Toren auf. Schluh 2:2. Das Spial muhte zuerst zweimal 10 Minuten und dann bis zur Gntscheidung verlängert werden. Auf beiden Seiten wurde alles hergegeben, den Sieg zu erringen. Jedoch gelang es Frankfurt nach einer «Spielverlängerung von 40 Minuten, das siegbringende Tor zu werfen. Schluh 3:2 für Frankfurt-Sachsenhausen. Sm nächsten Spiel sah man Tum- und Rasensportilnion- Düsseldors und Seminar-Tum-Derein Eschwege gegenüberfleben. Hier sah man wohl das vor­nehmere Handballspiel, vor allem alles sehr ruhig, fair und eifrig. Düsseldorf war allerdings den jungen Seminaristen weit überlegen. Gleich zu Beginn konnte Düsseldorf maximal einfenben. Ein gegebener Elfmeter für Eschwege wurde prächtig und unhaltbar verwandelt. Schluh 6: 1 für Düssel­dorf. Am Rachmittag standen sich nun die beiden Sieger in der Dorrunde. Tum- und Rasen­sport .Union"-Düsseldorf und Tum-Derein Sach­senhausen im Entscheidungskamps gegenüber. Man konnte nicht im Voraus sagen, wer als Meister aus diesem Spiele hervor gehen wurde. Alle verfügbaren Kräfte wurden auf beiden Sei­ten hergcgeben, um den Sieg zu erringen. Zeit­weise war Frankfurt-Sachsenhausen den fünfen Düsseldorfern überlegen, aber alle gutgedachten Durchbrüche wurden von den mit Ruhe und Ent- schlofsenheit arbeitenden Düsseldorfer Verteidigern und Tormann unterbunden. Frankfurt konnte es doch nicht verhüten, dah Dülleldvrf in der 14. Minute durch seinen Mittelstürmer Dongardts in Führung Ling. Halbzeit 2:0 für Düsseldorf. Rach dem zweiten Kampf tobte der Kampf hin und her. Frankfurt setzte alles daran, doch wenig­stens das Ehrentor zu retten, aber vergebens. Düsseldorfs Tormann. Kolvenbach, die Glanz­nummer der Mannschaft,' hielt alles, was kam. Trotzdem beide Mannschaften alles daranfehten. konnte bis zum Schluh an der Torzahl nichts mehr geändert werden. Turn- und RasensportUnion- Düsseldorf gewann verdient 2: 0. Kreisspielwart Bär- Frankfurt überreichte dem Sieger einen großen Eichenkranz und beglückwünschte ihn zum verdienten Siege. W. Sch.

Die Zwischenrunde zur Deut­schen Fuhballmeisterschaft findet am Pfingstsonntag In Fürth und Frankfurt a. M. statt Das Spiel in Fürth zwischen l.F.E. Rürnberg und Rorden-Rordwest Berlin leitet Kiemeyer, Leipzig das andere Treffen in Frankfurt zwischen Wacker München und Hamburger Spvrtverem Cornelius, Berlin.

Eingesandt.

i Zär Form und Snhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung.) Fahrscheinhefte der Stadt Gießen.

Degen die Einführung von Fahrscheinen und Teilung der Fahrpreise ist schliei)lich wenig cm- zuwenden. Dom praktischen 6 a Z>,untt aus N ober die Einteilung der Fahrfchernheste in sechs

Fahrten zu 1 MI und sechs zu 1.50 Mk als unüberlegt zu verurteilen. Zweifellos werden die Fahrscheine z-t 1 Mk. am mitten begehrt fein. Diele Fahrgäste fahren auch nie mehr als neun Haltestellen. Wer nun als ständiger Fahrer In L-en Genuh der Preiserrnähigung treten will, ist gezwungen, mit jedem Fadischernheft auch sechs Fahrscheine ä 1.50 Mk. za erwerben, für die er gar keine Verwendung bat. Sn anderen Stabten gelten Fahrscheinhefte stets nur für eine bestimmte Strecke. Mil der jetzigen Einteilung wird die Strahenbahnverwaltung nicht viel Freude erleben. Hoffentlich bewirten diese Zellen zu beiderseiti­gem Vorteil eine prakttfche Reu.egelung.

Einer für viele.

Handel.

Berlin. 1. Sunt B ö r s e n st i in m u n g s- b i ld. Rach den in der letzten Zell am Aktien­markt erlittenen Enttäuschungen hat die Speku­lation ihr Betätigungsfeld neuerdings auf den ausländischen Rentenmarkt verlegt. Hier fanden seit einigen Tagen und besonders heute umfang­reiche Käufe des Auslandes, namentlich In 3- und 4prozentiger Reichsanleihe statt, so dah hier­für Kurssteigerungen von 25 bzw 10 Prozent cintuaten. Sm Anschluß hieran waren bet großen Llmsätzen auch 3 /.Prvzentige Reichsanleihe und alle preuhifchen Eonfols wesentlich höher gesetzt. Am Markte der Auslandsrenten wurden in der letzten Zeil die stark gestiegenen sogenannten Stücke Ungarn und unifizierte Türken stärker realisiert, wogegen die übrigen Auslandsrenlen bei stillerem Geschäft als in bet letzten Zeit ihren Kursstand gut behaupteten. Was den Aktienmarkt anbe- langt fo machten die Kurserholungen Fortschritte. Auf dem der stark ermäßigten Rentabilität bereits annähernd angepaßten Stande waren in zuneh­mendem Mähe Anlagekäufe des Publikums im Grvh- und Kasfaverkehr zu bemerken, die zu Kurserhöhungen von durchschnittlich 30 bis 40 Prozent, vereinzelt auch von 6070 Prozent, führten und auch für die zu Einheitslursen ge­handelten Sndustriepapiere zum Teil nicht un­beträchtliche Kuissteigerungen hervorriefen. Auch für oberschlesischr Werte, unter Führung von Laurahütte, ist nach Reinigung dieses Gebietes von schwachen Händen das Sntereffe erneut er­wacht. DaS Geschäft war wohl zeitweise etwas lebhafter, nahm aber drch einen gröberen Umfang wegen der bevorstehenden Feiertage nicht an. Später senkte sich der Kursstand wieder etwas. Die Devisenpreise stellten sich bei kleinen Umsätzen etwas niedriger.

Frankfurt a. M., 1. Sunt Börsen- stimmungsbild. Rach dem gestrigen Auf- tlodem des Börsenverkehrs und der Befestigung der Tendenz machte sich heute bereits wieder ein ruhigerer Verkehr bemerkbar. Die politischen Meldungen wurden in günstigem Sinne aufgefaht, scheinen ober nicht geeignet, zu neuen Unter­nehmungen anzureizen. Auf cpizelnen Gebieten machte sich verschiedentlich tllachfrage für Sonder- papiere geltend, doch waren die Plmsähe beschei­den. Der Renteirmarkt blieb fest. Sm treten Verkehr herrschte stilles Geschäft, die Tenden.; tocr aber gut behauptet. Benz 430, Gebr. Fahr 525, Gummi-Stöckichl 345. Die zu variablen Kur­sen gehandelten Werte zeigten zu Beginn der Börse eine feste Haltung, wenngleich die Äurd- bewegungen nur unbedeutend sind. Banken lagen still. Schifsahrtsaktien bröckelten etwas ab. Auto­werke lagen wenig einheitlich. Zackerfabrikaktien haben sich nur wenig verändert. Anilrnwerte stellten sich etwas besser. Der Montanakiienmarkt wies eine feste Haltung auf. Der Dollar, der xm Frühverkefn mit 273 ei setzte, wurde später 220 genannt. Die Plmsatztätigkell hielt sich tm weiteren Verlaufe tn bescheidenen Gi-enzen. Die Kurie blie­ben behauptet. Privatdiskont 41/3 Prozent.

Frankfurt a. M., 2. Suni.

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin Schluh- Schluh- Schluh- Schllih-

Kurs Kurs Kurs

Datum: 31. t.

5'^Dtfch.Kriegsanl. ,^,50 4°, Dtsch. Reichsanl. , 9. 3°/,Dtsch. Reichsanl. 1^2,50 4e/0 Preuh. Konsuls 86,- Hamburg-Paketf.. . 88b.- Rorddeutscher Lloyd 267. - Eomm u.Privatbank 29^» Darmstädter Dank . 290,- Deutsche Bank . . . ^50,- Lisconto-Gesellfchaft

Dresdner Bank . . 311, Mitteld. Ereditbank. 251,- Ikationalbank f. D. . 290,- Boch. Vuhstahlwerke

Bud.- Sisenw.-Akt.. 7®0,- D.-Luremb. Bergw.. 865, - Gellenkirch. Bergw.. 904, Harpen er Bergbau . 1770,- Oberschl. Sisenb-B. 715,- Oberschles. Eisenind. 5 0 Phönir-Bergb.-Akt. 1045,-

Bad.Anilin-u. Soda 680,- Höchster Farbwerke. 614,- Allg. Elektt -Des. . 6>0,- Felten L Guilleaume 710,- Schuckert-Werke. . . 556,- Adlerwerke 495, Daimler ......390, -

4°, Hess. Staatsanl. 8),50 Electron Griesheim 685,- Dlsche. Dereinsbank 203 -

1. 6. 31. 5.

77,50 77,50 115- 106,- 156 - 130,-

88,- 85,- 383.- 378,- 304,- 283,50 300,- 300,- 289,- 292,- 642,- 550,- 415,- 418,- 310,- 310,- 250,- 253,- 2S0 293,- 915 - 924,50 785 - 783,75 865,- 867,- 904,- 900,- 1792 - 1778,- 728,- 725,- 500,- 548,- 1030,- 1039,- 697,- 695,- 618 - 605,- 623,- 615 -

-,- 715,- 565,- 565,- ♦95, 465, 405,- 381,-

80, - 77,50 688,- 670,- 200,-

Markvotierungeu.

Datum: 1.7.14. 31.5.

Zürich Fr. 125.40 1,90

Amsterdam Fl. 59.20 0,93

Kopenhagen Kr. 88.80 1,70

Stockholm Kr. 88.80 7,42

Wien Är. 117.80 4070,-

Prag Kr. 117.80 -

London Sh. 97.80 1,22

Reuhork I 23.80 -.36

Paris Fr. 125.40 3,93

Kurs L6.

77,50 118. 159,50

87,50 380 - 29B- 293,- 291,. 655,- 418,- 313,- 25' - 295 - 935,- 800,- 873,- 910,- 1763,

721,- 545,- 1004,-

701,- 018,- 688,- 750,- 555,- 480,- 414,-

76.- 722,-

1.6.

1.93 0.95 1,72 1,44 4170,-

19,15 1,19

-.37 4.05

Züricher Devisemnartt. 1.6. 2.6.

Wechsel auf Schweizer granfen

Holland 100 Fl. = 203.10 203.40 Deutschland 100 'm. = 1.91 1.98

Wien 100 Kr. = Oj04 0.04

Prag 100 Kr. 10.07 10.5C

Paris 100 Fr. = 47.70 47.875

London 1 £ 23.37 21^36

Stallen 100 2. = 27.32 27.375

Brüssel 100 Fr. = 4*20 44.75

Budapest 100 Kr. 0«64 0.625

Aeuyork 100 $ = 522-75 522 50

Agram 100 Kr. = 1.86 L86 j

Warschau 100 Är. =» 0,14 0,13 1

Berkiiier Devisenmarkt.

Geld Brief Dell» Brief

Datum: 31. Wai. 1. 3uni.

Amstd.-Rotterd. Drüsiel-Antw. . Ehrisllania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helstngfvrs. . . Stallen London Reuhork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Sandro

10711 5510738,45 2337,50 2 K ,95 4993,; 5 5006.25 6122, ;C 6137,70 7191,- 72J9 -

578,75 580,-5 14,3,15 1446 8a 1235, 5 1239,05

276,65 277,35 2524,30 2530,30 52W.40 528.,60 434-LU5 4355,25

2,43 2.47

533,30 534,76 33,65 33,65

100,25 100,55 204.70 2j5,30 131,- 132,-

3782,60 3792^0

0561,80 10588,25

2394,60 2100,40

489S.85 4911,15

5972,50 5987,50

70o6,15 lOlaJbS

576,25 577,75 Hl.,20 1416,80 1210,95 1214,05

272,15 272,85

2476,90 2483,10

5203,45 5216,55

4289,60 4300,40

2,43 2,47

525,30 526,70

33,15 33,25

98,75 99,-

202,20 202,80

129,- 130,-

2?20, 3739, - e

Märkte.

Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt.

Frankfurt a. M, 1. Sunt lAmtlich.? Marttverlcuif: Der Kleinviehmartt wurde bn'llol- tem Handel geräumt. Schweine hintrrlassen bei langsamem Geschäft etwas Ueberitairb. Sm Ein­zelnen ist zu bemerken. Ailsgetrieben waren 1172 Kälber, 273 Schafe, 611 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten, 3000 bis 3400 Ml., Käl- ber, mittlere Qualitäten, 2500 bis 2900 Mk., Kälber, geringere Qualitäten, 2000 dis 2400 Mk.» Schafe 1400 bis 2000 Mk., Schweine unter 80 Klg. Lebendgewicht 3200 bis 3600 Mk., 80 bis 100 Klg. 3600 bis 3800 Mk.. 100 bis 120 Klg. 3600 ms 3850 Mk., 120 bis 150 Klg. 3600 bis 3850 Mk., Fettschwrine über 150 Klg. 3600 bis 3850 Mk., Sauen und Eber 3300 bis 3600 Mk. Auster den, wurden 32 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die ^Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerl-eblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn ui sich schlief)en.

(Sn einem Teil der Auflage wiederholt.)

Das Moratorium

<ib 1. Juni enbfliütiq in Straft.

Pari s, 1. Juni. (WTB.) Rach einer Ha» vasmeldung hat die Reparationskvm- rnission gestern dem deutschen Reichs­kanzler eine Rote übermittelt, in der sie mitteilt, dast die Reparationskommission an­gesichts der in dem Schreiben des Kanzlers front 28. Mai erkennbaren Anstrengungen dec deutschen Regierung, den Forderungea der Kommission nachzukommcn, beschlossen habe, das Deutschland am 21. Marz für einen Teil des Jahres 1922 bciuilligtc Moratorium zue Durchführung der Zahlungen a in 1. Suni en b» gültig z u machen. Einzclheiten bedürfen je- joch noch der Regelung, und die Repaations- tommission behält sich daZ Recht vor, den jetzt bewilligten Aufschub jed-rrzeit zu annullieren, wenn Deutschland den übernommenen Terpflich- tungen nicht nachkomme.

Lloyd Georges Änterhausrede.

London, 1. Suni. (WTB.)W est- m in st er Gazette" schreibt in einem Leit­artikel (-,ut gestrigen Rede Lloyd Georges tnv ilnlerpaufe, es sei gut, dast sich Lloyd Ge­orge für eine bedeutende Mästigung des Dcrsailler Dertrages und seiner Forderungen erklärt habe. Der Beisailler Bei­trag enthalte f>rite B-fugnisse, um die an Deutsch­land gestellten Fordc-ru gen von Fall zu Fall abzuändern. Wenn diese Desugnüie ausgeübt würden, so könnte die Spannung zwischen Deutsch­land und den Alliierten vermieden werden.

London, 1. Sunt (WTB ) Wie gemeldet wird, fährt Lloyd George Hute uorm.it 3g nach Criccieth ab, wo er die Pfingstserien ver­bringen wird.

Dom Anleiheausschuß.

Paris, 1. Suni. (WTB.) Das .Oeuvre" berichtet, der internationale An leihe- Ausschuß sei gestern wiederum zusammen- getreten. Der Holländer Dish rring Ixibc über seine Reise nach Berlin berichtet. ^Das Blatt Glaubt zu wissen, dah er sich über die Zah­lungsfähigkeit Deutschlands weni- gergünftig ausgesprochen habe, als man Hütts erwarten können. Die Lasten, die der Dersuiller Dertrag Deutschland aufgeladen habe, seien wirt­lich übertrieben. Der AnleiheauSschust werde mepr und mehr davon überzeugt, dast es schwiecigs sei, einem Start Vorschüße zu leisten, auf dessen Gesamwermögen bereits eine Hypothek von 182 Milliarden Goldmark laste, die außerdem noch durch 'die Okkupationckosten erhöht we de. Tat­sächlich, so schließt das Blatt, fei, wie man es von der ersten Stunde an erflärt habe, ber Dan° kierausstzust unwi lk'urlich g zwange^, s R e- paralionsprodlern, die Garantie- Trage und die Frage der internatio nalen Schulden in ihrer Gesamtheit zu prüfen. Ratürlich würde er auf ein neies. Der bot des Herrn Poincard stosten. Unter diesen Bedingungen sei es mögstch, dast der Ausschast bald einen Be ichl verlesen werde, in dem er erflärt, dcrst unter dem augenblicklichen Regime des Dersailler Vertrages Di-utschland Tein Kredit gewährt werden könnte, auch nicht indirekt Eu­ropa, anstatt seine Arbeiten noch mehrere Wochen hindurch fortzusehen.

Der neue deutsche Gesandte in Warschau.

Berlin, 1. Suni. (Priv.-Tel.) Wie die ,Bossische Zeituna" meldet, ist der neue deutsche Gesandte üllrich Rauscher gestern vom vol- alschen Staatschef P i l f u d s k i in feierlicher Au- dienz zur Ueberreichung seines Beglaubigungs­schreibens empfangen worden.

Verantwortlich für den politischen Teil:

S. D.: Karl W a l t h e r.

BAD-NftUHM)

Hupfelds

Kurpark-Kasino

Vornehmste Kleinkunstbühne Bar Tanzpalatis Diele

Sehenswerte Wein- und Likörstube ^Autogarage ^Stallungen