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Berlin, 31. Oft Wie der

berichtet

24

bei

solchergestalt vor baä Publikum zu

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die Zahl der Opfer der Grubenexplosion auf der Zeche Druchstraße auf sechs Tote und

Verletzte gestiegen.

Durch glühende- Elsen verbrannt.

Berlin, 31. Oft. Aus dem Marlinswerk Königshütte in Oberschlesien stürzte eine

Hochschulnacheichten.

fpd. Frankfurt a. M, 31. Okt. Die evan­gelischen Pfarrer Lic Greiner und Lic Schwa rzlose sind vom Minister für Wissen­schaft, Kunst und Volksbildung beauftragt worden, von diesem Studienhalbjahr ab an der Universität Vorlesungen über Theologie zu halten.

Berlin, 31. Okt. Wie die Blätter hören, hat das preußische Kultusmini ft erium

aus Langendreer

Boss. Ztg." wird, ist

Vermischtes.

Millionen-Diebstahl in Berlin.

Berlin, 31. Okt. (Wolff.) Um Werte von 50 Millionen Mark bestohlen wurde gestern nachmittag ein in einer Charlot­tenburger Pension wohnhafter Peruaner. Der Dieb hatte das Zimmer des Ausländer« mit den an der Tür hängenden Schlüsseln ge- öffnet. Gestohlen wurden u. a.: Fünf Kredit­briefe auf je hundert Pfund, 528 Dollars. 1200 französische grauten und eine Anzahl sehr wertvoller Schmucksachen. Auf die Wiederbe­schaffung ist eine Belohnung von drei MtlltonenMark ausgesetzt.

6 Tote, 24 Verletzte.

Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen.

Verhandlung vom 31. Oktober.

Für die «Däckrgehilfen i»i Dießen und, Bad-Bau heim setzte der Schlicht ungsausschuß folgende Mindeftwochenlöhne fest: Schießer ab 30. Oktober 1922 4000 Mk., und ab 20. November 1922 4800 Mk., Teigmacher 3700 und 4500 Mk. und Lehtgehilfen 3400 und 4200 Mk. Für die Ge­währung von Kost und Wohnung können die Ar­beitgeber von diesen Sätzen wöchentlich 1800 Mk. bzw. ab 20. November 1922 2200 Mk. abziehen. Der Schiedsspruch ist für Bad-Nauheim bindend. Für Gießen erkannten beide Parteien ihn an.

Die Lacksabrik Megerle in Friedberg soll vom 30. Oktober 1922 an. ihren Detriebsarbritern über 21 Zähren 90 Ml. Stundenlohn zahlen und die übrigen Löhne rrach der Abstufung in den frü­heren Schiedssprüchen entsprechend erhöhen. Seit dem 23. Oktober zahlte sie den Arbeitern über 23 Jahre 72 Mk. Der Fabrikarbeiterverband hatte die Durchführung des Dezrrkslohnabkommens der chemiichen Industrie für den Oktober gefordert, den Antrag aber erst am 25. Oktober beim Schlich- tungsausschuß gestellt.

Der Schuheinlagenfabrik Konrad Birkenstock in Friedberg gab der Schlichtungsausschuß un­ter Nüctsichtnahme auf ihre besonderen Derhält- nrsse ab 30. Oktober 1922 Stundenlöhne auf von 25 Mk. für Arbeiter und 20 Mk. für Arbeiterinnen über 14 Zähren bis zu 75 Mk. für Arbeiter und 55 Mk. für Arbeiterinnen über 21 Zähren und 80 Mk. für einen verheirateten Arbeiter.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 31. Okt. Drr Magistrat sttmmte der Erhöhung de« Gas preise« von 36 auf 52 Mark für das Kubikmeter zu. Die Gasgesellschaft hatte 55 Mark beantragt. Der Magistrat lehnte den Antrag des Tiefbauamtes auf Umbenen- nung des Paulsplatze« inPlatz der Republik" ab. Auch der Umläufe des HohenzollernplatzeS inPlatz der Republik stimmte er nicht zu. Die Löhneder st ad- tisch en Arbeiter sind durch SchiedS- gerichtsspruch auf 105 Mark für die Ar­beitsstunde festgesetzt worden. Die hier­durch erforderlichen Mehraufwendun­gen in Höhe von 87 Millionen Mark sollen, soweit sie nicht durch Tariferhöhungen zu decken sind, aus besonderen Mitteln ent­nommen werden, worüber der Magistrat Dor- lage machen soll.

fpd. Fr ankfurt a. M., 31. Okt. Die Wucherpolizei beschlagnahmte bei ver­schiedenen Händlern größere Mengen von Kartoffeln, da der von den Händlern ge­forderte Preis von 800bis850Markfür den Zentner Kartoffeln mit Rücksicht auf die reiche Ernte zu hoch ist und auch nicht den amtlichen Notierungen entspricht. Aus dem Frankfurter Stadtgebiet dürfen keine K a r - toffeln mehr ausgeführt werden. Auf die den Kartoffelversand und auch die PreiS- den Bahnhöfen sind jetzt Beamte anwesend, Prüfung überwachen. Der bei dem Lleber- fall im V-Zug AmsterdamBasel zwischen Niederlahnstein und Frankfurt schwerver­letzte amerikanische Major James Sauer- to e in liegt im städtischen Krankenhaus noch schwer darnieder und war bis zur Stunde noch nicht vernehmungsfähig. Die Nachforschungen nach den Tätern werden mit größtem Nach­druck von allen beteiligten Behörden betrie­ben, doch sind, wie wir hören, vorläufig noch keine Anhaltspunkte vorhanden, die in eine be­stimmte Richtung weisen. Auf die Ermittlung der Täter hat bie amerikanische Behörde eine sehr hohe Belohnung ausgesetzt. Aus dem Optikergeschäft von Karl Müller, Dieber- gasse 5, wurden in den Tagen zwischen dem 28. und 30. Oktober Optikerwaren im Werte von 360 000 Mark durch Einbruch ge­stohlen. Zugleich nahmen die Einbrecher ein Motorrad,Torpedo" Nr. 2048, mit. Auf die Wiedererlangung der gestohlenen Gegen­stände hat man eine Belohnung von 20 000 Mark ausgesetzt.

den ihm unterltellten 2r)Dd>1d)iiLcn Anweisung ge­geben, big zur Klärung des Streites zwischen ber beiden zur Zeil in Göttingen und Berlin-Thar- (Ottenburg amtierenden Dors itzenden bei deutschen Studentenschaft an keinen der beiden Vorstände mehr Za hlungen zu leisten.

wo ich älter geworden bin. ist mir dieser Mut abhanden g kommen." Ucbiigenä war Herr Back­haus sehr befriedigt von der Nachricht, daß es nach Ablau i dieses Zahres den Deutschen wieder gestattet ist. sich in London niederzulassen. Er selbst betrachtet, wie er sagte, England als seine zweite Heimat. Seine Gießener Verehrer wer­den. toeim ihnen auch sonst diese Art englischer Berichterstattung nicht zusagen dürfte, gewiß über das mannhafte Bekenntnis Backhaus' zum Deutsch­tum erfreut sein.

* HeberDeutscheNot" sprach gestern abend der Schriftsteller Karl Grube- Berlin in einer Versammlung, zu der der Alldeutsche Ver­band, Ortsgruppe Gießen, ins Hotel Hirwenburg eingeladen hatte. Zu Veginn seiner Ausführungen beleuchtete der Redner den außerordentlichen Ernst der Gegenwart. Eins könne unser fast mit Sicher­heit dem Untergange zutreibendes Volk noch litten- Die Einigkeit aller, die deutschen Blutes sind. Es dürfe nur eine Scheidung geben, nämlich in deutsch und undeutfch. Dieses Ziel habe sich der Alldmitfche Verband als heiligste Aufgabe gestellt. Er wolle das deutsche Gewissen sein, das unser Volk aus seiner entsetzlichen Krankheit des Pazifismus erretten müsse In diesem Zusammen­hänge entwickelte der Referent die Ursachen, die rA Zähre 1918 zur Katastrophe führten. Als Be­lege für die Selbstvernichtting des deutschen Volkes zitterte er mehrere Erklärungen aus einer Versammlung zahlr-eicher AuLland^dmtfcher aus allen Ländern unb Erdteilen, die kürzlich statt- fanb und auf der scharfe Kritik an den Taten der seit der Revolution verantwortlichen Männer geübt wurde. Diese Deutschen, die mir das Motiv der selbstlosen Vaterlandsliebe zusammengeführt habe, hätten es einmütig ausgesprochen, daß sich das deutsche Volk von den fremden und undeut­schen Einflüssen befreien müsse, wenn wieder ein deutscher Morgen anbrechen solle. Der Pazifis­mus bleibe auf Deutschland beschränkt, wo der internationale Marxismus als Todfeind deutschen Wesens die unheilvollsten Verwirrungen und Der- Wüstungen angerkbtet habe. Der 31. Oktober fei ein Gedenktag des deutschen Dekennermutes, der heute leider so selten zu finden sei. Mit der ernsten Mahnung, den furchtbaren Möglichkeiten der nahen Zukunft durch Zusammenschluß aller wahr­haft deutsch Gesinnten zu begegnen, schloß der Redner seinen Vortrag, der mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde.

Der Evang Arbeiterverein ver­anstaltete am Sonntag in der Turnhalle zum Besten der Elisabe H-Klelnkindersc^ile einen gut besuchten Volksunterhaltungsabend, bei welchem das Drama in 5 Akten .Der Wil­derer" von Friedrich Gerstäcker von Mitglie­dern des Vereins aulgeführt wurde. Der Verein hatte sich auch diesmal wieder eine dankbare Auf­gabe gestellt, die in bester Weife gelöst wurde. Die einzelnen Mitwirkenden fanden sich gut in ihre teilweise sehr schwierigen Rollen ein und boten unter Berücksichtigung des Umstandes, daß eS sich um eine Dilettantena ufführung handelte.

meist reibt anerkennenswerte Leistungen. Auch die einzelnen Dekorationen, die zum Teil Eigentum des Vereins sind, verfehlten ihre Wirkung nicht. DaS Publikum verfolgte die Darbietungen bis zum Schluß mit gespannter Aufmerksamkeit und spendete reichen, wohlverdienten Beifall.

Landkreis Gießen.

x Wie leck, 31. Oft Der Schulvorstand beschloß die Anstellung einer besonderen Lehr­kraft für die Fortbildungsschule: auch soll der Rathaussaal dem Unterricht der Fort- bi dnngs'chule zur Der ügung gestellt werden. Die Liga »um S chu y e der deutschen Kultur ließ ihren neuen Wander-Kino hier mit zwei Filmabenden und einer Ausführung für die Schule feine Reise antreten. Man sah Ro­thenburg o. d. T. und Volksleben in Fläming, die Industries Urne Kohle. Eisen, die Bereitung von Porzellan. Zn die Welt de« Kleinsten führte »Leben im Wassertropfen": das Luftfpiel3000 Mark Pelohnung" mit prächtigen Naturaufnah­men von Bad Elfter lieh auch die heitere Seite zu ihrem Rechte kommen.

s. Trohe, 29. Okt. Gestern fand unter starker Beteiligung der Gemeinde im hiesigen Schulsaal die Einweihung eines Gedenk- blaltes für die 6 GefallenenauS un­serem Dorf statt Ein zweistimmiger Schüler- chvr leitete die Feier ein. Das Blatt selbst ist das Werk des hiesigen Schülers W. Drück. Es stellt ein Kriegergrab dar, an dem ein lediges Reitpferd traurig fchnuppert. Als Sinnbilder des Krieges zieren den Hintergrund einige Trauerweiden und eine Ruine. Darüber sind die Bilder der Gefallenen mit Ort und Datum ihres Todestages und eine Widmung der Schule an- acb An die schlichte Feier schloß sich ein glönrtCiiber Vortrag des Lehrers Michel aus Ettingshausen überErziehung der schulentlasse­nen Zugend" an. Die Ausführungen des Red­ners fanden hoffentlich starken Widerhall in den Herzen der Zuhörer. Eine Sammlung er- Sab die Summe von 1629 Mk., von denen das invaljmeu des Bildes bezahlt wird unb noch ein Rest von 199 Mk. für die Volksbücherei ver­bleibt

* M ü n st e r, 31. Okt QIu5 dem Garten eines hiesigen Einwohners wurden in der Nacht vom Samstag zum Sonntag Wäschestücke im Werte von 20 000 Mk. gestohlen. Zn einem Nach­bargarten wurden Säckeim Werte von 1200 Mk. entwendet Damit begnügte sich jedvch das Diebs­gesindel nicht sondern stattete auch noch der Scheune eines dritten Einwohners einen Besuch ab, wo ihnen eine neue Fahrradbereifung für etwa 5000 Mk. in die Hände fiel. Der Borfall diene zur Warnung, daß man die Wäsche nach Möglichkeit nachts nicht draußen hängen lasse und ferner keine Wertgegenstände in unverschließ­baren Räumen aufbcwahre.

Kreis Alsfeld.

* Alsfeld, 31. Okt. Gewerbeschulvor­stand Schindel von der hiesigen Gewerbe­schule kann Anfang November auf eine 25- jährige Tätigkeit als Leiter der Anstalt zurückblicken. Lieber diese Aufgabe hinaus hat der Jubilar in dieser Zeit in zahl­reichen Körperschaften und in enger 'Zusam­menarbeit mit der Zentralstelle für die Ge­werbe in Darmstadt zum llyohle des hessischen Gewerbe« gewirkt.

Kreis Büdingen.

tz. Orten berg, 31. Oft. Am zweiten Tage desKalten Marktes" fand Rindvieh-, Schweine» und Pferdemarkt statt. Die Preise für Schweine zogen bei geringem Angebot bald sehr stark an. Ferkel kosteten prv Kopf 89000 Mk., Läufer 1418 000 Mark. Auf dem Rindvieh markt enttoicfelte sich ebenfalls ein lebhaftes Treiben. Cs waren etwa 150 Kühe unb Rinder abgetrieben. Bezahlt wurden für erstere 140200 C00 Mk., wäh­rend Rinder mit 70100 000 Mk gehandelt wur­den. Der Pferde markt zeigte nicht den guten Bestand wie im verflossenen Zahle Fohlen kosteten 65170 000 Mk., wählend 2 3jährige mit 200 000 Mark, gute Pferde besten unb schwersten Schlages mit 300 500 000 Mk. verkauft wurden. Der Krämermarkt zeigte ebenfalls ein lebhaftes Dilb.dgi die Landwirte nunmehr ihre Feldarbeiten bis auf wenige Reste beendet haben. Zedoch er­litt ber Krämermarkt eine starke Einbuße, als gegen 2 Llhr ein leichtes Regenwetter clnsetzte, dem später sogar ein Schneegestöber folgte. Deshalb zog es ein großer Teil des Publikums vor, in den nahe! izegen den Gasthäusern vor den LInbilden der Witterung Schah zu suchen. Diesem älmfto.rb dürften es die Wirte zu verdanken Huben, daß fie ebenfalls auf ihre Rechnung tarnen.

Starkenburg und Nheinhessen.

* Darmstadt, 31. Okt. Den Bemühun­gen des Großherzogs, der bekanntlich feit Jah­ren daran arbeitet, Darmstadt auch zu einem buchgewerblichen Mittelpunkt zu machen, ist es gelungen, für unsere Stadt ein ne u e s g r o - ßes Verlagsunternehmen zu gewin­nen. Durch mancherlei Entgegenkommen, vor allem durch mietweise Lleberlassung dec Ro- senhöhe, gelang es, den aus Hagen i. Wests, scheidenden Folkwang-Derlag hier an­zusiedeln. Der Folkwang-Derlag ist bekannt­lich ein im Anschluß an Karl Ernst OsthauS' herrliches Folkwang-Museum gegründetes Unternehmen, das sich zur Aufgabe gestellt hat, die Kulturen der Welt in mustergültigen Werken zu vermitteln.

Pfarme mit glühendem Eisen um und verbrannte fünf Arbeiter. Ein Ar­beiter ist an den erlittenen Brandwunden bereits gestorben.

Der Hallorenschatz bleibt in Deutschland

Ha l l e a. S.» 30. Okt. Die Halloren haben, wie von der Salzwirker-Drüderschaft mitgeieilt wird, beschlossen, das Angebot eines Ameri­kaners, den sogenannten Hallorenschatz, der aus 40 bis 50 kunstvoll gearbeiteten sUbeimen und goldenen Bechern besteht, für e i n e M l l l ion Dollars zu verkaufen, a b g e l e h n t und er klärt, den Schatz unter keinen Lim ständen aus Deutschland entfernen zu lasten

Kafsen-Zahnärztestreik hx Koblenz.

tob. Koblenz, 31. Okt. Die für die K o - blenzer Ortskrankenkasse bisher tätig gewesenen Kassenzahnärzte haben die Behand­lung der Kassenmitglieder und deren Familien angehörigen für Rechnung ber Ortskrankenkasse seit dem 19. Oktober eingestellt. Als Grund wird angegeben, daß die Ortskrankenkasse die Forderungen ber Zahnärzte für die geleistete Ar­beit im drittel Vierteljahr unberücksichtigt ge­lassen hat.

Erstaunliche Schnelligkeitsrrkord«.

Zn Southampton sind vor kurzem erstaunliche Schnelligkeitsleistungen erreicht worden bei ber Kvhlenaufnahmc und Instandsetzung von Schiffen für die Abfahrt. So wurde daS RiesenschiffMa jeftic tn 30 Arbeitsstunden zu seiner Fahrt nach Neuhork fertig gemacht. Aehnliche Glanzleistungen find auch auf anderen Gebieten in früherer Zelt erreicht worden. So erinnert eine englische Zeit­schrift an die Wette eines Darons, ber 100 Gui­neen zu bezahlen versprach, toerm er nicht um 7 Llhr abends in einem Anzug sich zu Tisch setzen wurde, dessen Wolle an demselben Tage einem Schafe abgeschoren fei. Die Vorbereitungen zu dieser Schnettarbeit wurden um 5 Llhr morgen« des fraglichen Tages begonnen. Rasch war das Tier geschoren und die Wotte gewaschen. Aus der Spinnerei, in die das Material dann sofort kam, kehrte es als Tuch am Nachmittag zurück, aber noch früh genug, daß ein Schneider, der mit seinen Gesellen bereits wartete, aus diesem Stoff bis um 7 Llhr einen eleganten Anzug berfleilte, und so konnte sich der Daron in diesem Kostüm um Punkt 7 Llhr an die Abendtafel setzen. Die Great Castern Railway Company brachte es feiiia, eine moderne Lokomotive mit Kohlenwagen in 9 Stunden 47 Minuten zu bauen Auch auf Werften und in anderen Maschinen^ fabrifen find solche Rekordleistungen vollbracht worden. Am meisten aber haben sich die Pa­pierfabriken ausgezeichnet, die innerhalb weniger Stunden den Weg der Verarbeitung des Daumes im Walde zu gedruckten Zeitungen zu- rücklegten. Kürzlich wurde von einem foldjen Re­kord einer deutschen Papierfabrik berichtet. Aber auch amerikanische Fabriken haben darin Erstaun­liches vollsührt So wurden dort einmal drei Bäume um 7.35 Llhr abends gefällt, sofort in einzelne Stücke geschnitten und bann in die Pa­piermühle gebracht. Das erste fertige Papier würbe schon um 9.34 Llbr geliefert, also weniger als zwei Stunden, nachdem der erste Daum ab­gehauen war. Das Papier kam in eine 3 Kilo­meter entfernt gelegene Druckerei, und bereits um 10 Llhr abends konnten die ersten Exemplare der von dem Holzpapier gedruckten Zeitung abgege­ben werden. Die Schuhfabrikanten haben auch in dieser Hinsicht ihren Ehrgeiz. So wurden in Amerika Schuhe innerhalb von 16 Minuten an­gefertigt, und bei einer Ausstellung in Islington Dauerte die Herstellung eines Paares Schuhe, bei der das Leder durch 53 von 63 Personen bediente Maschinen ging, 35 Minuten. Die Wollspinnereien haben schon früh ähnliche Rekorde aufgeflellt. So wurde 1837 in den Ettrick Milla innerhalb von 16 Stunden die Wolle eines Schafes In ein Zackett und eine Weste verarbeitet, und eine kanadische Firma vollbrachte diese Leistung sogar tn 91/1 Stunden.

t e GeVührenfürDampfkesfel- Genehmlgungsgesuche und technische Tlntersuchungen der Dampskessel sind mit Wirkung vom 1. Oktober ab um 7900 v. H. erhöht worden.

Neue Maßregeln gegen die E i n» ffchleppung der Maul- und Klauen­seuche nach Hessen werden im neuesten Amt«verkündigungSblatl im Wortlaut zur Kennt­nis der Znleresfem^n gebracht- Die Ausmerisam- tett dieser Kreise sei hiermit auf diese Dekannt- rnachung gelenkt. Die wichtigsten Neuerungen ha­ben wir in unserer Nummer 251 vom 25. Oktober schon berichtet.

- Anlagekonzert findet DoxmerS- tag, den 2. November, mittags 12 Llhr, am Liebig-Denkmal durch die Kapelle des 1. (Hes­sischen) Bataillons Znf.-Regt. Rr. 15 statt. (Nur bei günsttger Witterung.) Die Musik- folge ist: 1. Zaragoza-Marsch, F. Burald; 2.Das LiebeSmahl der Apostel" (eine bib­lische Szene). R. Wagner; 3. Ouvertüre aus benx Zyklus:1813-1815, K. M. v. Weber; 4. Fragmente ÜuS der Oper:Romeo und Julie, Ehr. Gounod: a) Ouvertüre, d) Juliens Traunx, c) Dlumenwalzer, d) Marsch; 5. Mein Oesterreich! Marsch, Z. Preis.

* Wilhelm Backhaus Man teilt uns mit: Drr in weitesten Kreisen Gießens bekannte und beliebte Pianist Wilhelm Backhaus hat in den letzten Zähren in den Vereinigten Staaten, in Mittel- unb in Südamerika konzer­tiert und dort durch feine Kunst ber deutschen Musik zu neuen Siegen verholfen. Nach Europa Aurückgekehrt. hält er sich augenblicklich in Lon­don auf. Dort ist er, nach englischem Brauche, von einer Reihe von Berichteiftattem befragt tovcden Den Zahatt einer solchen Hnterrebung jab eine angesehene englische Tageszeitung kurz- ich wie folgt wieder:Za wohl, ich bin Deut - d) e r und brauche mich deshalb nicht zu ent- chuldigen," sagte Backhaus, als ich ihm gestern nach mchr de m 8jähiiger AbwZmheit von Lon­don hier begrüßte.Während des Krieges diente ich tm deutschen Heere. Auch das bedarf keiner ll^rteidigung. Zch genügte damit meiner Pflicht als deutscher Bürger unb habe es durch Hingabe an den Dienst sogar zu dem hohen Range eines Gesrciten gebracht." Zu ber Verwunderung seiner Freunde darüber, daß er das Haar jetzt kurz trüge, bemerkte Backhaus:Wenn ich frühere Bilder von mir mit dem langen Haar sehe, tami ich nicht verstehen, wie ich damals den Mut fand,

Ans dem AmtsverkündigungSblatt.

* Das Amt s v erkün digu ngs bla t k Nr. 111 vom 31. Oktober enthalt: Rechnung ber Provinzialkafse für 1918. - Verordnung, die Ab­änderung der Verordnung über die Dampskeftel betreffend. Pässe ehemals polnischer Staats­angehöriger. -- Dienstftuurden des Kreisschulamts. Maßregeln gegen die Einschleppung ber Maul- unb Klauenseuche