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gekommen? Eben der mitd Pinkepinke. / Wer kam früher aller Rasen? Eben der wegens

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jugendliche Alter. Sv sind gefallen im Alter von 1920 Jahren 109 294 oder 6,46 vom Hundert

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Khima-Tang, die andere bei Karta und die dritte zwischen dieser! beiten Orten liegt. Von den steilen Graten einzelner Vorsprünge erhascht man gelegentlich einen Blick auf den schäumen­den Strom, der tief unten sich zwischen den riesigen Klippe^ durchwindet, von denen manche bis zu 10 000 Fuß über das Flußbett an st eigen und in schneegekrönten Gipfeln enden. Wir machten eine große Anzahl von photographischen. Aufnahmen und stellten auch einige Films her, die die ganze Reise illustrieren."

die noch der Erfüllung harren. Was da zwischen Athen und Sparta vvrgehl, das kriegerische Rin­gen, der Kampf um die Macht, die rohe Unter- wersung und älnterdrückung des geschlagenen Vol­kes durch den siegreichen Gegner, das alles hat sich ähnlich zwischen der Entente und den Mittel-

nordischen Depression Gewitterbildung. Der Druck nimmt in Deutschland allgemein wieder zu. so Laß mit warmem, meist hellerem Wetter zu rech­nen ist.

Wettervoraussage für Mittwoch: Schwach bewölkt, warm, Gewitterneigung. Roch immer verursachen die Randw-irbel

Kirche ui

vg. Gedern, c der zur hiesigen Gew Schönhausen wird an christliches D ten. SS ist bestimmt^ näheren Umgebung. - Mi die Pfarrer von UevSeemen. Em P furt a. M, sowie di< tan und Ober-Seer

Größe gebaut werden. Trotz aller Schwierig­keiten, zu denen die starke städtische Besteuerung ohne entsprechende Einnahmen gehört, kommt das Gießener Liebigrnuseum vorwärts.

Bornotrzen.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater. 7 älhr:Frauenkenner".

Zirkus Heppenheimer aus Mün­chen beginnt morgen seine Darbietungen auf dem Oswaldsgarten mit der Eröffnungsvor- st e l l u n g. (Siehe Anzeige.)

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 1. Aug. 1922.

Unsere Kriegsgefallenen.

Das Statistische Reichsamt veröffentlicht jetzt die Zahlen der im Weltkriege Gefallenen. In Sen Jahren von 1914 bis 1919 sind danach ins­gesamt gefallen: 1 691 841 Militärpersonen, da­von im Jahre 1914: 241 343, 1915: 434 034, 1916: 340 468, 1917 : 281 905, 1918 . 379 777, 1919: 14 314. Am meisten beteiligt ist hierbei das

Wem soll der Teufel holen? , Ra, und so weiter. Dieser der-

Andreas Hemberger: Das Tor der Hoffnung. Uraufführung auf der Saalburg i.T.

Frankfurt a. M.. 31. Juli 1922.

Die furchtbaren Erlebnisse der jüngsten Ver­gangenheit haben in einem klugen und sein emp­findenden Menschen, der als vorzüglicher Jour­nalist die Ereignisse des Tckges zu überschauen gewohnt ist, den Keim einer dramatischen Dich­tung reifen lassen.Tragödie eines Volkes", so nennt Andreas Hemberger sein vieraktiges DramaDas Tor der Hoffnung", das im Rahmen der Homburger Festspiele auf der Saal- burg mit gutem Erfolg dargestellt wurde.

In ferne Vergangenheit führt die äußere Ge­wandung der Szenen, aber Inhalt und »ehören unterer Zeit an,

oder 68.75 v. H. ledig, 518 351 oder 30,64 v. H. verheiratet. 7772 oder 0,46 v. H. verwitwet und 2192 oder 0.13 v. H. geschieden.

Entschädigungsansprüche von Privat- und Kleinbahnen, sowie von den Privaten

für ihre infolge des Krieges in Verlust ge­ratenen Fahrzeuge werden geregelt: 1. Für Fahrzeuge, die während des Krieges im Milttärverkehr in das besetzte Gebiet oder in das Gebiet ehemals verbündeter Staaten abgerollt sind, vom Kommissar für Rechts­angelegenheiten aus dem Kriege in Berlin SW., Blücherstraße 47, 2. für Fahrzeuge, die vor dem Kriege oder während des Krieges sonst im Ausland in Verlust geraten sind, vom Reichsentschädigungsamt in Berlin W. oder von seinen auswärtigen Zweigstellen, 3. für Fahrzeuge, die zufolge Beschlagnahme ausschließlich in Deutschland Verwendung gefunden haben, vom Reichs- wirtschaftsgericht in Gharlottenburg5. Entschädigungsansprüche für die auf Grund des Waffenstillstandsvertrages abgegebenen Fahrzeuge von Privat -und Kleinbahnverwal­tungen, sowie von Privaten regelt nach wie vor das Reichsmini st erium für Wie­deraufbau in Berlin W. 8. Rur wenn für ein verloren gegangenes Fahrzeug keiner der vorerwähnten Fälle zutrifft, ist das Eisen­bahn-Zentralamt zuständig.

* Bad-Rau heim, 30. Zoll. Theatersaal des Kurhauses hat nun feste Bestuhlung (Klappsitze) erhallen. Besucher konnten am vergangenen Sonntag ymt ersten Male die Annehmlichkeiten der Reuerrng empfinden und würdigen. Ranmehr ist auch den in den Hinteren Reihen sitzenden Gästen durch ent» fprechende Erhöhung der Sitze ein freier Aus­blick auf die Bühne ermöglicht. Wenn es die Ver­hältnisse zulassen, soll der Theatersaal eine an­steigende Empore erhalten, so daß die Aufführ uv- gen in Zukunft von 600700 Personen besucht werden könnten.

Der D.H.D., Ortsgruppe Gießen, hält morgen abend im Kaufmännischen Vereins- Haus eine Mvnatsversammlung (Sickhe Anzeige.)

fluchtige Kunde . . . Man ist und bleibt ein Kalb, plnd das ist nun das einzig Jugendliche, wo man hat." Der Dries ist mit einer Feder­zeichnung geschmückt, die Beethoven darstellt, wie er von seinem Thron aus wegen des ausgeblie­benen Geldes Donner und Blitze sendet, so baf ein Soldat und drei Schilderhäuschen umsrnker

Hochschu!

31. Al jttaiclft# Sm»*»*1

Klinger über sein Schaffen. (Aus neuen Briefen.) Aus unbefamtien Briefen Klingers an Frau Elsa Asenieff, die in den Besitz

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"Liebigmuseum. Oltan schreibt uns: Als Vertreter der Volkskammer wurde Herr Mini­sterialdirektor Llrstad t in den Vorstand gewählt. Als Vertreter des Gesamtministeriums gehört Herr Staatspräsident ällrich dem Vorstand an. Das Ministerium bewilligte 1921 eine Summe von 9000 Mk. zu baulichen Erhaltungsarbeiten. Die sinanzielle Lage der Gesellschaft ist infolge der Steigerung aller Ausgaben schwierig. Trotzdem wurden die gern besuchten naturwissenschaftlichen Dollsvorlesungen fortgeführt. Im Mai sprach Herr Prof. Brendel (Frankfurt a. M.) über Mond und Erde" mit Projektionen, die lebhaft interessierten. Am 23. Juli hielt Herr Direktor S t e d i n g einen Vortrag über die Wasserversor­gung von Gießen. Der Vortragende gab. ein klares Bild von dem Jahrhunderte langen Suchen nach brauchbaren Quellen, wobei man allmählich vom Seltersberg über die Höhe des Schissenberges wei­ter in den Vogelsberg nach Queckborn gelangte. Der Vortrag bildet einen wertvollen Beitrag zur Geschichte von Gießen und hat dabei allgemein- wirtschaftliches und technisches Interesse. Er ver­dient, auf Kosten dar Stadt gedruckt zu werden. Die Gesellschaft beschloß, im Anschluß daran eine Besichtigung der Quellen und Maschinenanlagen in Queckborn vorzunehmen. Erfreulich ist, daß durch Herrn Carl Liebig in Valparaiso vier Deutsch-Chilenen als Mitglieder gewonnen wur­den. An einem Fenster des Museums wurden die Damen der Praktikanten vom W. S. 1866 67 entdeckt, darunter bekannte Ramen. z. D. Dr. Buff und Laubenheimer. - Durch Vermittelung von Herrn Prof. Markert erhielt das Museum eine Anzahl interessanter alter Instrumente gespendet. Für das Datsche Museum in Münck^n wurde eine Rachbildüng des in Gießen von Herrn Ar­chitekten Burg wieder hergestellten ältesten Her­des von Herrn Werkmeister Wulkau angefer- -ttgt. Rach diesem Modell soll im Deutschen Museum in München ein Herd in natürlicher

Hessen-Nassau.

Billiges Baue«.

sp. Anspach im Taunus, 31. Juli. Die ©e* meindevertretung beschloß den Bau von 14 Woh­nungen and verpflichtete dazu die Einwohner­schaft zur freiwilligen Mithilfe. Die Landwirtevereinigung stellt die Fuhren, die Hand­werker errichten die Wirtschaftsgebäude, dir Richtfachleute, 400 organisierte Arbeiter, schach­ten Grund und Boden für die Gebäude aus. Gegen Einwohner, ,bie sich undiszipliniert zeigen, soll mit fünftem Druck vvrgegangen werden. Mil den Arbeiten wurde bereits begonnen. Aus biefe Weise werden «Summen gespart, die sich in die H^nderttausente belaufen. Die Gemeinde hofft, so ein Problem zu lösen auf eine Weise, die vor­bildlich wirken soll.

Konflikt im Baugewerbe.

spd. Frankfurt a. M., 31. Juli. Die Ar­beitgeber haben die von der Landeskonferenz der im Bunde der technischen Angestellten und Be­amten organisierten Dautechniker aufgestellten Richtlinien für die Gehälter abgelehnt. Der Schlichtungsausschuh ist zur Entscheidung an­gerufen. Es besteht die ernste Gefahr, daß im Be­zirk Hessen-Rasfau, Hessen und Waldeck es zu einem Konflikt zwischen den Dautech- nikern und den Arbeitgebern kommt.

Streikabstimmung

der kaufmännischen Angestellten.

fpd. Frankfurt a. 1, 31. Juli. Heute begannen in allen Betrieben d°.e (21 b ft t m - mutigen unter Angestellten über den Streik. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, entschied sich die erdrückende Mehrheit für die Arbeitseinstellung. Die endgültige Entscheidung erfolgt voraussichtlich am Mittwoch in einer großen Versammlung im Hippodrom Am Dienstag wird noch abgestimmt. Falls nicht in letzter Stunde eine Einigung erfolgt, dürfte dann für Freitag mit dem Beging der Arbeits­einstellung begonnen werden.

nzungen des Hauptvvramchlags anzusehen deshalb eilig smd. Als erster Punkt standen ie Anträge der Abg. Dingeldey und Ge- offen. bett, die Stteichung der Stelle eines .ressedirektors und der Ausgaben für ie Darmstadter Zeitung zur Beratung Bericht­erstatter Knoll (Ztr.) beantragt die Ablehnung beider Anträge. Der Ausschuß schließt sich nach kurzen Bemerkungen des Abg. Dr. Osann und des Staatspräsldenten mit allen gegen drei Stimmen dem Antrag Knoll an. Erledigt wurden dann die Vorlagen betr. die Schaffung weiterer De- amtenfleilen, die Vorlage über die Dienstbezuge ber Beamten und Lehrer, durch welche die Regie­rung ermächtigt ist, die vom Reich bewilligten erhöhten Sätze ohne weiteres auch den hessischen Beamten zugut kommen zu lassen, den Umbau des ehemaligen Gefängnisses bzw. Mobiliarbe- schaffung, die Abänderung der Ausführungsbe- strnnnungen zum ^andsteuergeseh, der Entwurf betr. die Gewährung von älnterstützungen an Empfänger von Ruhegehalten und Hinterblie­benen der Kasse für gemeindliche Beamte, die Vorlage zur Bewilligung von einer Million Mark zur Beschaffung von Reichs- nd Landesfahnen, die Vorlage, durch die die Regierung ermächtigt wird, zur Beseitigung der Raum- und Wohnungsnot vorteilhafte Ge° legenhett Aum Ankauf von Gebäuden rasch aus­nützen zu können, die Vorlage, betr. den Umbau des alten Iustizgebäudes in Gießen, die Vorlage über die Rühegehalte der Hoch- schulprofessoren, die Vorlage über die Er­weiterung des Physikalischen Instituts in Darm­stadt. wofür der Betrag von 1 064 700 Mk. ver­langt wird. Eine Anzahl von Anträgen, so der Antrag Reumann, betr. die VolLgesundheits- ipflege der Antrag Birnbaum zur Bewilligung eines Betrages aus dem Fonds für gemeinnützige Zwecke, der Antrag Hahn, betr. Zuschüsse zur Landwirtschaftskammer. sowie der Antrag Ruß und Hattemer, betr. älnterstühungszuschüsse der Staatsdi.nstanwärter, werden der'Regierung als Material zur Derücksichtigung ,für den nächsten Voranschlag überwiesen, soweit sie nicht durch die Regierungsantwort als ereldigt anzusehen sind.

Dem Landtage sind wieder neu eine Anzahl Vorlagen zugegangen, darunter eine Vorlage betr. den Erwerb der wissenschaftlichen Bibliothek des verstorbenen Altertumsforschers D. A n t h e s zum Betrag von 50 000 Mk., eine Vorlage für eine Forderung von 52 000 Mk. zum Umbau bes Hauses Liebig ft raße 11 in Gie- ßen zu Zwecken des 3. Polizeibezirks. Eine weitere Vorlage fordert die Abänderuna des Ausführungsgesehes zum BGB. vom Juli 1899, durch welches die Bestimmungen über Schen­kungen an juristische Personen in Art. 12 und Art. 13 umgeändert werden. Ein Antrag der > Abg. Hattemer, Birnbaum und Steinhäuser wünscht, daß die Leitung des Mädchenfvrtbil- ungsschulwesens an Frauen übertragen wird. Ein Antrag Kaul und Gen. fordert die S t r e i ch- ung der Staatszufchüssezu den höhe­ren Bürgerschulen. Ein Antrag des Abg. Woff wünscht Abänderung des Fifck^reigesetzes. Die Abg. Kindtz und Gen. beantragen die Auf­hebung des Verbotes der Regiments­feiern. Der Abg. Lutz stellt die Anfrage, wie wett die Lehrmeister und Arbeitgeber das Recht haben, ben Lohn für die Zeit zum Besuch der Fortbildungsschule den Schülern abzuziehen. Die Arbeitgeber begründen ihren Standpunkt mit der .Auffassung, daß der ßanbtag nicht berechtigt war durch Art. 25 den Zwang zur Lohnzahlung t durchzuführen, da § 323 des BGB. damit in Widerspruch stehe.

F. _______________

Kreis Alsfeld.

§ Aus dem Ohmtal, 30. Juli. Die ersten. Korn Haufen stehen im Felde, aber es fehlt das rechte Erntewetter. Kaum zwei Tage Sonnen- schein, dann treten wieder die Riederschläge ein. Aber über eigentliche Rässe darf man nicht Hagen. Sehr üppig sind die Kartoffelfelder: sie stehen in voller Blüte. Doch auch sie haben nun genügend Feuchtigkeit auf genommen. Dem Gru -- met kommt das allzeit feuchte Wetter sehr zu statten. Der Preis für gutes Sy&i beträgt 650 Mk. für den Zentner. Klug hat gehandelt, wer Som - in erraps gesät hat. Das.feuchte Wetter laßt ihn sehr gedeihen. Dadurch erhalten die Bienen doch etwas Ersah für den mageren Honigertrag des Dorsommers.

Kreis Schotten.

Meiches, 29. Juli. Die in der Rächt zum 4. Juni abgebrannte Hofreite des Bür­germeisters Rau wird gegenwärtig wieder auf­gebaut. Schon stehen die aus einheimischem Basalt errichteten Grundmauern. Die Familie des Bür­germeisters hat bei Verwandten Wohnung ge­nommen, während das Geschäftszimmer im ersten Stockwerk des hiesigen Pfarrhauses untergebracht wurde. Der Geistesgegenwart des Bürgermeisters Rau verdankt man die Rettung des größten Teils der amtlichenRegistratur, der wich­tigsten Alten des Ortsgerichts und Stan­desamts. In dieser Woche besichtigte der Kreis-- älrkundenpfleger Prof. Dr. Roeschen (Laubach) die Registratur und das Gemeindearchiv von Meiches. Wie inan hört, hat dieser Beamte fest- gestellt, daß der Brandschaden am Bestände der alten Akten doch nicht so schlimm gewesen ist, als man allgemein annahm. Es soll der wichtigste Teil gerettet fein. Aus alten Archiven hat Prof. Dr. Roeschen mancherlei geschichtlich Bedeutsames, so 'über die alten Zehnten und Gerechtsamen, auf- gesunden.

12! flau bad), 30. Juli. Heute hielt der hies ige GesangvereinS)ar m o n t e das Fest seiner Fah nen weihe ab. Die Stadt war mit Fahnen reich geschmückt; am Bahnhof und an den Toren waren geschmackvolle Triumph­bogen errichtet. Morgens 9i/2 älhr sand in der Stadtkirche gemeinsamer Kirchgang statt. Heber 30 Vereine von nah und fern trafen nach und nach ein. zum Teil mit geradez u präch­tigen Fahnen und Bannern. -Um 1 Uhr bewegte sich ein sehr stattlicher Festzug durch die Straßen der Stadt nach dem Festplatz (Halle). Rachdem der Bürgermeister namens der Stadt die Festgäste begrüßt hatte, hielt Herr Dekan Volp die Weiherede. Eingerahmt wurde der Festakt durch einen Prolog und stim­mungsvolle Lieder derHarmonie". Sodann ent­wickelte sich ein munteres Treiben auf derHalle", das bis zum späten Abend dauerte. Von einer be­sonderen Bühne herab erfreuten Darbietungen der einzelnen Gesangvereine in reicher Abwechse­lung die Zuhörer. Begünstigt wurde die 5?ter durch herrliches Wetter.

Ausdem südlichen Vogelsberg 30. Juli. Durch die Regengüsse der letzten Woche war die Heuernte unliebsam verzögert wor­den. Jetzt ist sie nahezu vollendet. Ebenso wurde die Bearbeitung der Hackfrüchte durch das

Geographische Entdeckungen der Eperest-Expedition,

Der Letter der Everest-E^pedttion General E. I. Druee, der bekannttich vorläufig die Be­zwingung des Gipfels der Erde aufgegeben hat und nach Indien zurückkehrt, sendet Londoner Blättern ehren Bericht von der Rückreise, in dem er wichtige geographische Entdeckungen mit» teilt Er betont, daß die Erfahrungen der Ex­pedition alle Teilnehmer jedenfalls viel hoff­nungsfreudiger gemacht haben, das Ziel endlich doch zu erreichen, als sie vorher waren. Man kann jetzt als sicher annehmen, daß bei besserem Wetter eine gutgewählte Schar von Bergsteigern eine größere Höhe auch ohne künstliche Sauer- ftrffzufuhr erreichen kann, als sie diesmal er­reicht wurde, nämlich 27 200 Fuß. Der Mensch , kann Rächte in Höhen von 25 00025 500 Fuß ohne, Sauerstoffzufuhr aushalten, und Menschen in noch größeren Hohen, die plötzlich der Zufuhr von Sauerstoff beraubt werden, werden dadurch nicht geschädigt. Die Bergsteiger, die aber zu­nächst einmal eine große Höhe erreicht haben, sind dann für einen zweiten Versuch noch höher vorzudringen, nicht geeignet oder jedenfalls erst nach einer beträchtlichen Zeit. Auf dem Rück­marsch besuchte General Druce das Gebiet von Karta und das wundervolle Karma-Tal und beschloß, die Schluchten des Arun-Flus­ses zu erforschen. Die Gxpedttion bestand aus 46 Trägern, von denen keiner weniger als 100 Pfund trug; darunter befand sich auch eine Tibetanerin, die ein 160 Pfund schweres Zelt über den Chogla brachte. Der Ausgangspunkt von Saki-Tang war etwas über 11 000 Fuß über dem Meeresspiegel, und der steinige steile Weg, der etwa 5000 Zchh hoch über den Chogla führte, bevor man zu dem Lager von Chotorbo herab­stieg, war sehr beschwerlich. Das Lager befand sich zwischen dem Chogla und dem Samohunla in etwa 14 000 Fuß Höhe. Der Photograph der Expedition Kapitän I. Roel erforschte mit einigen Männern die Schluchten des Arun. Der Arun, einer der Hauptnebenflüsse des Kvsi, entspringt hinter Marantoo, bewässert die Ebenen von Frngri und Kamba in Tibet und bricht sich dann seinen Weg durch die Haupttette des Himalaja, gerade zwischen den riesigen Berg­gruppe: des Everest auf der. einen und he«

öes Leipziger Antiquariats Huschle übergeganges sind, werden imKunstwanderer" interessante Äußerungen des Meisters zur Geschichte seiner Denkmäler mitgeteitt So schreibt er über das Hamburger Brahms-Denkmal:Eine er­freuliche Rachricht. Meine Brahms-Entwürfe sind mit einstimmiger Wahl akzeptiert worden Bür­germeister, Senat und Komitee und Baumeister Allerdings wenig Geld."BrahmS ist viel weiter," hecht es ein andermal.Aber die Arbeit körperlich furchtbar anstrengend und für den Kopf auch." Schließlich schreibt er im Rückblick auf die Arbeit des verflossenen Jahres:Ich darf stolz sein Heuer: Brahms fertig. Aula-Bild. Dom Tode fertig, und jetzt sehe ich den endlichen Abschluß der Sachen vor mir. Unb da bin ich Dir viel Dank schuldig." In drei Briefen beschäftigt er sich mit dem Richard-Wagner-Denk mal, das für Leipzig bestimmt war, von ihm aber nicht aus- geführt wurde. Klinger hatte für Wagner nicht die starke Begeisterung wie für Brahms; es fehlte ihm die eigentliche Schaffensfreude, und so zogen sich die oorberettenden Arbeiten durch Jahre hin.Die Stimmung ist schauderhaft", schreibt er.Wagner steht unberührt. Müßte eigentlich zur Sitzung. Aber da war Stadtrat D. wegen Wagner . . . Diese gottverdammte Musike." Den endgültigen Abbruch der Arbeiten die Wunde. Ich habe heute den Dagner-Mar- bezeichnet der Sah:Ein kleines Pflaster auf mvr verkauft." Vom Beethoven-Denk­mal, das bekannttich in ganz Deutschland ge­zeigt wurde, bevor es nach Leipzig kam, han­delt ein Brief, in dem sich Klinger mit launigem Spott darüber beschwert, daß er für die 2llls- stellung des Denkmals von einem Berliner Kunst­händler kein Geld erhalten habe. In komischer Versen dichtet er:Ra siehste Wer ist nicht

machten begeben, und der Anspielungen auf jüngste Ereignisse sind eine ganze Reihe. Trotz­dem ist das Werk kein Tendenzdrama der Art, daß es mit stark aufgetragener eindeutiger Ab­sichtlichkeit ein gewisses Dvgnia verfochten würde. Gewiß, der Ausgang spricht klar und zukunfts­vertrauend von der Hoffnung, die auf dem Ewig- Weiblichen und ber Idee des Mütterlichen beruht, stellt symbolisch das Kind als Träger des Der- söhirungsgedankens hin: aber der Autor ist doch auch unparteiisch genug, anderen Anschauungen ihr Recht zu erteilen, den Verrat am eigenen Volk als gemeine Riedertracht zu geißeln und die elle Verquickung von Pazifismus und Selbst­sucht. die gar nicht so feiten ist, zu entlarven.

Es ist ein ernst gemeintes, ehrliches Werk »ein himmelstürmendes! Dem Ideenkreis so vieler Dichtungen der Rachkriegszeit verwandt, teilt es mit ihnen weder den politischen Radikalismus noch die Maßlosigkeit der Form. Der Aufbau mutet mitunter etwas primitiv in technischer Be­ziehung an, Verwicklungen fehlen oder teerten gar zu einfach begrüntet; allerdings scheint es, daß überstarke Kürzungen (die die Freilichtauf­führung bedingte), die innere Verbindung und Steigerungen der Kompositionen nicht genügend hervortreten ließen.

Die Aufführung, von Arnold Reuweiler ge­leitet, war leider nicht ganz ausgeglichen und brachte das Shmbvlischs, Äeberzettliche nicht voll zur Geltung. Hem Kurt Gerdes (König) hatte gute QIü)mente, Frau Ada Mahr gab der Köni­gin die milden Töne einer weitschauenden Huma- nitätskünterin, Eduard Heß war als Kleanthes ein glatter zungengewandter Demagog. Das Stück wurde vom Publikum mit Aufmerksamkeit und Spanrmng angLhvrt, und ter Verfasser konnte zuletzt für starken Beifall und Hervorrufe danken.

Dr. Georg Schott.

MIT m $ie.

Wetter begünstigt. Auch ter Lein verspricht eine gute Ernte. Roch vor 20 Jahren war Engelrod die einzige Gemernte im Vogels­berg. wo noch etwas Lein gezogen wurde. Wäh­rend des Krieges änderte sich dies. Man zog immer mehr Flachs, und auch das Spinnrad wurde nieder aus dem stillen Winkel hervorge­holt. Man lernte das selbstgefertigte Linnen wieder schätzen und erfuhr die Wahrhett des Sprichwortes:Selbstgesponnen, selbstgemacht, ist die beste Dauerntracht." Leiter werden die Ar­beitskräfte auf dem Lande immer teurer, Zug nach der Stadt hält immer noch an. bleibt dem Landvolk gar wenig Zett für Spinnrad, denn die vielfachen Arbeiten Landwirtschaft nehmen zuviel Kräfte in__

fpruch. Trotzdem bürgern sich dieSpinnstuben" ter guten alten Zett, wo das Spinnrad summte und man alten Sagen lauschte, wieder ein.

8-Aus dem Vogelsberg, 31. Juli. Ein richttges Pilzwetter herrschte zur Zeit, Die Pilze schießen wie aus dem 'Voten gezaubert hervor. Rur ter Fliegenpilz ist noch nicht zu sehen, er kommt erst im Herbste. Sein gifttgster Verwandter, ter- Knollen- blätterpllz, ist dagegen sehr häufig zu fin­den. Die besten Speisepilze, der Herren- oder Steinpilz, ter Pfifferling, das Rotkäppchen und ter Birkenpilz liefern reiche Deute. Sehr selten tritt in diesem Jahre ter Champignon aus. Das feuchtwarme Wetter gebietet dop­pelte Vorsicht; denn gar zu leicht verderben die Pttze. Die häufigen Pilzvergifturtgen, denen man liest, sind ernste Warner.

Kmohonjunga auf der anderen Seite. ZwischLN EnttäuschungLn, die uns wurden, von Hoffnungen dem von der Expedttion aufgeschlogenen LagerJC * """ r

bei Karte und dem Dorfe Kyima-Tang, die etwa 30 Kilometer voneinander entfernt sind, stürzt ter Fluh eine senkrechte Höhe von 4000 Fuß herunter. Man war besonders ge­spannt, ob dieser Sturz in einer Reihe von ge­waltigen Wasserfällen oder anders erfolge.Bon Cbrttomv", so erzählt Kapitän Roel,führt ein kleiner Hirtenpfad am linken Ufer des Flusses nach Khima-Tang. Wir kamen schließlich er­müdet zu ter Brücke, die zu dem Dörfchen Khima-Tang führte, wo ein friedliches Völkchen in kleinen Hutten lebt. Der Pfad steigt dann auf über Klippen, die die Aussicht auf den Fluhlauf in den Schluchten darunter verbergen. Aber beim Höhersteigen zeigte sich über dem Tal ter großartige Wasserfall von Tsanga, der einiige Tausend Fuß hoch ist. Der Arun hat keinen großen Wasserfall, sondern läuft durch drei tiefe Schluchten, von denen die eine bei

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