Ausgabe 
1.4.1922
 
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Landwirtschaft

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dem vor Jahren geplanten großen und allzu kost­spieligen Qliafjftabe, aber doch in solchen Grenzen zu lösen, haß dem allgemeinen Bedürfnis nach einem geräumigen und zweckentsprechenden Vor-

Aus S^M und Lo^Ä. D ietz en, den I. April 1922.

Spielplan der Zrankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 2. April: Lohen- grin. Montag, 3.: Carmen. Dienstag, 4.: Sie Fledermaus. Mittwoch, 5.: Aida. Donnerstag, 5.: Cavalleria ruslieana, hierauf: Der 'Bajazzo. Freitag, 7.: Boccacio. Samstag, 8.: Oberon. Sonntag, 9., nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus: abds. 7 Ahr: Die Jüdin. Qliontag, 10.: Oberon.

Schauspielhaus. Sonntag, 2. April,

Die Uebernahme der Liebigshöhe * durch bie ffäbtifclje Verwaltung.

Es wurde bereits bekanntgegeben, daß die Stadt Die en zum Quartals messet das De itzrecht an der Liebigshöhe erworben hat. Wie wir hören, hat die Stadt angesichts der immn weiter steigenden Preise beschlossen, die zur Ausgestaltung der Liebigshöhe zu einem modernen

-ehrt: April, dürre, macht die Hoss- Sn der Karwoche werden folgende Abend« Des Aprils Lachen verdirbt des I mahle gehalten:

Kirche und Schule.

Die Ferien

an den Volks- und höheren Schulen.

Das Landesamt für das Dildun gewesen er­laßt soeben folgende Bekanntmachung:

Auf Grund einer Vereinbarung der Länder sollen im Schuljahr 85 Ferientage gegeben werden. Dementsprechend bestimmen wir in teilweiser Ab­änderung früherer Verfügungen folgende Ver­teilung: Pstngstferien: 1 Woche vom Pfingst­sonntag an; Sommerferien: 29 Tage, beginn end mit einem Samstag für gewöhnlich dem ersten Samstag im Juli und endend mit einem Samstag; Herbstferien 2 Wochen, beginnend mit einem Sonntag, etwa Ende September; Weih­nachtsferien: 2 Wochen nach den seither hier­für geltenden Testimmungen; Osterferien: drei Wochen, beginnend mit einem Sonntag, der all­jährlich, je nach Lage des Ostertermins, von uns. und zwar so festgslegt wird, daß die Pauer der einzelnen Schuljahre trotz der verschiedenen Gage be5 Osterfestes möglichst gleich ist. Zu Ostern 1923 ist Sonntag, 25. März 1923, teer erste Feier' tag. Das neue Schuljahr beginnt Montag, 16. April 1923 mit der Aufnahmeprüfung, unb am Dienstag, 17. April 1923 mit dem vollen lehrplanmäßigen Unterricht.

Der letzte Schultag vor den Ferien ist an allen Schulen ohne jegliche Kürzung des Unter» richts zu halten, jedoch können auswärtige Schüler nach der 3. Stunde entlassen werden, wenn der erste Ferientag ein Samstag ist und wenn sie ohne diese Vergünstigung nicht mehr an dem- selben Tage ihre Heimat erreichen können. Für die Verteilung der Sommer- und Herbstferien können von den einzelnen Schulen die seither üblichen Zeiten und die etwa besonders geneh­migten Ausnahmen auch weiterhin beibehalten werden. An ben Volksschulen ist Artikel 14 Ab­satz 3 des neuen Volksschulgesetzes anzuwenden

Konzert Heinrich Hensel. Kammersänger Hensel singt Perlen seines Wagnerrepertoires sowie Lieder von Liszt, Selles und Strauß. Ebenso geht seinem Begleiter Michael 'Rossert (auch als Solist) ein aus­gezeichneter Ruf voraus. Man wird mit hoch-

ra. Biedenkopf, 30. März. Die hiesige Volksbank hat durch Beschluß der General­versammlung die Dividende für das Hahr 1921 auf 7 Prozent festgesetzt. Gleichzeitig wurde schlossen, die Geschäftsanteile von 600 Mk. KOO Mk. zu erhöhen.

(BeHditsfci&L

Essen, 31. März. (WTB.) Die Straf» kammer des hiesigen Landgerichts verurteilte heute nach siebenwöchiger Verhandlung den ehemaligen Kommissar des Roten Kreuzes, Ernst M u d r n, wegen Verleitung zum Meineid und Untreue zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren jieun Monaten und wegen Zoll- und Steuerhinterziehung tzu einer Geldstrafe von 1371 770 Mark. Ebenso wurden ihm die bürger­lichen Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannt. Die Mitangeklagten wurden teils zu Gefängnisstrafen bis 9 Monaten, teils zu Geldstrafen bis 70 000 Mark verurteilt. Mudra, der schon vielfach schwer vorbestraft ist, hatte es verstanden, sich nach dem Kriege Anstellung beim Roten Kreuz zu verschaffen, wobei er hauptsächlich die Flächt- lingsfärsorge im Westen unter sich hatte. Sn dieser Stellung veruntreute er mehrere Millionen der ihm anner. rauten Gelder und verwendete sie zu Schiebergeschäften.

Deutscher Reichstag.

Berlin, 31. März.

Auf eine Anfrage des Abg. S t e i n t o b f (Soz.) wird regierungsseitig erwidert, daß Er­wägungen wegen der Ausdehnung des preußi­schen Ueberallerungsgesetzes auch für die Reichs­beamten im Gange seien. Auf eine Anfrage des Abg. Budjahn (D.-R.) wird ebenfalls regie­rungsseitig erwidert, daß feit den 1. Januar Ent­lassungen von in dem neuen Polen lebenden Deutschen Dollsschullehrern, die für Deutschland agitierten, durch die Polen nicht mehr statt­gefunden haben, daß das auswärtige Amt sich aber weitere Schritte in der Angelegenheit Vor­behalte. Auf eine weitere Anfrage desselben Abgeordneten wegen der Werbetätigkeit in Deutschland für die Fremdenlegion wird er­widert. daß die Regierung gemeinsam mit den Ländern Schritte unternommen habe, um die Tätigkeit der Werber zu unterbinden.

Rach Erledigung einer.Reihe weiterer An- träge erfolgt die dritte Beratung wegen der Erhöhung der Unterstützung von Rentenempfängern der Invaliden- und Angestelltenversicherung, die vorgestern an dem Widerspruch der Un­abhängigen gescheitert war. Die Unabhängigen haben neue Anträge auf Erhöhung der Sähe eingebracht. Das Gesetz wird alsdann in der Fas­sung des Ausschusses endgültig angenommen.

Alsdann wird die dritte Lesung der Steuervorlage bei der Kohlen st euer fortgesetzt. Gegen den Protest der Unabhängigen, Kommunisten und Deutschnationalen wird die Kohlensleuer schließlich angenommen. Auch beim Branntweinmonopol greift Abg. Höllein (Komm.) die Deutschnationalen und die Sozial­demokratie an, die sich zum Schnapsblock ver­einigt hätten. Die paar Iudaspfennige zur Be­kämpfung der Trunksucht und für andere soziale Zwecke seien als reine Heuchelei aufzufassen. An­genommen wird ein Antrag der bürgerlichen Par­teien und der Sozialdemokratie, wonach als Ab­findungsbrennereien solche angesehen werden, die jährlich mindestens 3 Hektoliter (statt 2 Hekto­liter) produzieren. Zur Bekämpfung der Trunk­sucht werden 20 Millionen und zur Bekämpfung der aus dem Alkohrlgenuß für die Volksgesund­heit drohenden Schaden, insbesondere der Tuber­kulose und der Geschlechtskrankheiten, 10 Millionen angesetzt.

Zum AbschnittEssigsäure" wird ein Antrag Diez (Zentr.) nach längerer Debatte angenom­men, der die Industrie zu Ungunsten der Essig­fabrikation steuerlich bevorzugen will. Ebenso wird auch das Dranntweimnvnoprl.ieseh angenommen, gegen die Stimmen der Unabhängigen und Kom­munisten. Das Gesetz tritt am 1. Mai in Kraft.

Ein Antrag Bernstein (Soz.), der u. a. die Sparkassen von der Vermögenssteuer freil.issen will, wird nach längerer Debatte mit 190 gegen 155 Stimmen abgelehnt, ebenso ein Antrag Korz (U.), der die Freilassung der Kirchen streichen wollte.

Abg. Soltrnann (U. S.) wirst den bürger- ' lichen Parteien vor, sie hätten die Vermogens- 2 steuervvrlage der Regierung verschlechtert.

y. Abg. Helfferich (Dntl.) stellt fest, daß die -r Arbeitseinbmm'n in Deutschland erheblich höher besteuert sind als in England.

Abg. B ecker-Hcssen (D. Dpt.) verlangt eine Denkschrift über die finanzielle Lage der Gemein­den. In einer namentlichen Abstimmung wird der Antrag Bernstein auf Steuerfreiheit der Spar­kassen mit 190 gegen 135 Stimmen abgelehnt.

Ein weiterer Antrag Bernstein auf Wieder­herstellung des gemeinen Wertes als Demessu^gs- grundlage wird mit 186 gegen 131 Stimmen gleichfalls abgelehnt.

Das Gesetz wird darauf im ganzen in der dritten Lesung angenommen.

Gleichfalls angenommen werden dann noch die Dermögenszuwach3ftcuem, bi? Körperschafts­steuer und die Kapitalverkehrssteuer mit un­wesentlichen redaktionellen Aenderungen in der Fassung der zweiten £efung.

. Morgen vormittag 11 Uhr. Autonomie der Reichsban', kleine Vorlagen und Rest der Steuer^ gesehe. Schluß 71/» Uhr.

Aus Welsen.

Aus den dem Landtage zur Zeit vorliegenden Anträgen und Anfragen seien folgende hervor- gehoben:

Die Abgg. Jost, Brauer und Gen. be­antragen bett. Errichtung von Kraft- wagenlinien. zu den in Vorbereitung be­findlichen Linien hinzuzusügen die Linien: 1 Ra­feldEngelrodUlrichstein, 2. Grebenhain Freienst einauSteinau.

CBetr. Staatszuschüfse zu den Kir­chen fragen die Abg. Schian, Birnbaum und Gen. an:Bei Dwatung des Voranschlags 1921 wurde ein Ersuchen an die Regierung ge­richtet, die Kirchen zur Feststellung ih-er An­sprüche auf Erhöhung des Staatszwchusses und Vorlage des einschlägigen Materials aufzusor- dem. Wir fragen an, ob die Aufforderung an die Kirchen ergangen und das Ma e ial von ihnen eingegangen ist? Die Angelegenheit eilt deshalb weil die Frage der Zuschüsse an die Kirchen in dem Voranschläge 1922 endlich zur Entscheidung kommen muß.

Detr- Beamt en recht beantragen die Mbgg.. Reiber. U r st a d t u. Gen. die Re- gierung zu ersuchen, sie möge, falls das Reich mcht in aller Kürze vorgeht, baldigst ein Gesetz ui Vorlage bringen, das hie Rechte und Pflich- ten der hessischen Beamten, insbesondere ihre Mitwirkung bei Standes- und Berufsangelegen­heiten durch geordnete Vertretungen regelt.

** ®|r Himmel Im April. Der 30Tage umfassende April bringt einen guten Fortschritt in der Länge des Tages, die am Anfang 12 Stunden 51 Min., am Ende d. M. 14 Stunden 38 Min. beträgt. Am 20. April um 10 Uhr abends tritt die Gönne in das Zeichen des Stiers. Am 5. d. M. haben wir zunehmenden Mond, am 11. Vollmond, am 19. abnehmenden Mond und am 27. Reumond. Von den Planeten­erscheinungen ist zu erwähnen: Merkur bleibt unsichtbar. Venus ist eine halbe bis fünfviertel Stunden lang des Abends am westlichen Himmel sichtbar. Mars ist noch während des ganzen Mo­nats dreiunddreiviertel Stunden lang sichtbar. Jupiter kommt am 4. April in Opposition und bleibt noch während des ganzen Monats die ganze Rächt hindurch sichtbar. Auch Saturn bleibt noch die ganze Rächt hindurch sichtbar.

-rorriotizen.

Tageskalender für Samstag: Turnhalle (Oswaldsgarten), 8 Uhr: Bismarck- Gedenkfeier der Deutschen Volksvartei. Kaih. Dereinshaus, 8 Uhr: Vortrag über Derufsmög- lichkeiten der schulenllassenen Mädchen. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen:Die Flucht ins, Jenseits" undMonte Carlo".

Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, GVo Uhr:Die blaue Mazur. Turnhalle (OZwäldsgirten), 4'/, Uhr: Konzert des Gernhard:schen Zither- und Mandolinenchors.

Aus dem Stadttheaterbureau. Es sei auf die morgige Aufführung der neuen Leharschen OperetteD i e blaue Mazur" ganz besonders aufmerffam gemacht, da es die letzte Svnntagsauffühi-ung des Werkes ist.

Aus dem rtmtsverkündigmrgsblatt»

** Das AmtsverkündigungSblatt Rr. 44 pom 31. März enthält: Bekanntmachung über Wein. Förderung des Wohnungsbaues. Stellvertretung für die erkrankte Gemeinde- Hebamme von Stangenrod. Feierabendstunde LV Ober-Hörgern. Einsendung der Kreis­abdeckereiverzeichnisse. Dienstnachrichten.

trags- und Konzertsaal Rechnung getragen wird. Man hat sich in verschiedenen Sitzungen unter Zuziehung von Sachverständigen mit dieser Frage eingehend befaßt, und es liegen bereits bestimmte Pläne vor, um das Anwesen baulich zu er­weitern und den vorhandenen Saal nicht unbe­trächtlich zu vergrößern. Wir sind mit den maß­gebenden Stellen des Stadtvorstandes und der Stadtverwaltung der Meinung, daß gleich etwas Ganzes geschaffen werden muß, und daß es auf die Aufwendung einiger hunderttausend Mark nicht ankommen darf, wenn der Stadt und ihrer Bevölkerung auf dem schön gelegenen Platze mit den landschaftlich so reizvollen Ausblicken ein rechter Ort der Erholung und festlichen Versamm­lung geschenkt wird.

Bei der heute st a t t f i n d e n d e n U e b er­gäbe des Anwesens werden an Ort und Stelle selbst weitere Besichtigungen die volle Möglich­keit ergeben, mit den nötigen Um- und Aus­bauten unverzüglich zu beginnen. Bei der Be­deutung des Projektes versammelt sich heute nachmittag der gesamte Stadt- Vorstand nebst zugezogenen Sachverständigen auf der Liebigshöhe, wo Bürgermeister Kren- dien an der Hand von Plänen das in Aussicht genommene Wert eingehend erläutern wird. Es soll sich Daran eine Diskussion anschließen, die hoffentlich zu fruchtbaren Ergebnissen führen wird.

Wir müssen diejenigen uns durchaus richtig erscheinenden Tendenzen besonders unterstützen, die darauf hinzielen, den Saal durch bedeutende Reuanlagen zu erweitern und zu ergänzen.Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus" dieses ermunternde Schillerwort darf auch in den mage­ren Jahren unseres Volkes seine Wirkung tun. Die akustischen Verhältnisse müssen von vornherein richtig geprüft und erwogen werden. Es ist zu begrüßen, daß gerade heute, am Tage der Ueber- nahrne durch die Stadt, gute Gelegenheit dazu geboten wird. Es findet nämlich im Anschluß an die Vorträge und Besichtigungen um 5 U h r nachmittags im Saale der Liebigshöhe ein. Kaffeekonzert der Reichsweh r° kapelle statt, an dem an einer besonderen Tafel die Herren des Stadtvorstandes mit ihren Damen teilnehmen werden, das aber, auch ohne besondere Einladung, allen GießenerDürgernund Bürgerinnen geöffnet ist. Hoffentlich kommt ein Unternehmen zum Abschluß, das der Mit- und Rachwelt in trüber Zeit zu einiger Freude gereicht.

*

** Amtliche Personalnachricht en. Ernannt wurde der Kanzleigehilfe Philipp Ren­ke! in Darmstadt zum Kanzlisten bei dem Amts­anwalt Darmstadt I. Am 29. März 1922 wurden die Forstreferendare Adolf Ernst Mül­ler in Michelstadt und Gustav Zimmer in Darmstadt zu Forstassessoren ernannt Am 28. März 1922 wurde der Forstwart der Kom­munalforst wartei Heiligenkreuz in Darmstadt, Oberförflerei Darmpaot, Reinhard Hofmann zu Darmstadt unter der AmtsbezeichnungFör- ster" vom 1. April 1922 ab in den Staatsdienst übernommen. Uebertragen wurde am 27. März dem Schulamtsanwärter Wilhelm ©inner aus Kefenrod die Lehrerstelle an der Volksschule zu Michelau, Kreis Büdingen.

lo. Die Abhaltung der Mittags­dienst stunden im Fernsprechverkehr an Sonn -und Feiertagen soll nach einer Verfügung des Reichspostminifleriums im ganzen Reiche möglichst einheitlich geregelt werden. Im Bezirke der Ober-Posteirektion Darmstadt wurde seither von 1112 Uhr Dienst abgehalten, wäh­rend in angrenzenden Bezirken, z. B. Kassel, von 121 Uhr Gelegenheit zum Fernsprechen und Telegraphieren bestand. Die völlig einheitliche Festsetzung der Mittagsdienstzeit bereitet aber tragen der Verschiedenartigkeit der örtlichen Ver­hältnisse in den einzelnen Gegenden große Schwie­rigkeiten. Alls erreichbare^ Ziel wird vom Reichs­postministerium angesehen, daß die einzelnen Ober- Post direktionsbezirte mit ihren Rachbarbezirken wenigstens auf eine halbe Stunde gleichzeitig Fenrsprechdienst abhalten. Es hat deshalb die für das Gebiet des Freistaates Hessen zuständige Ober-Postdirektion Daimistadt für alle in ihrem Bezirke liegenden Postämter und Agenturen vom 2. April ab die Dienstzeit von 11 V> Uhr vor­mittags bis 12'/. Uhr nachmittags festgesetzt Bei Postansialten, die seither eine andere Dienststunde hatten, wird diese, soweit sie in die Zeit von HV2 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags fällt, auch weiterhin beibehalten.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, 2. April, Iudika.

In der S t a d t k i r ch e. Samstag, 1. April, nachm. 2 Uhr: Beichte f. d. Konfirm. a. d. Mat- thäusgem. u. deren Angeh. Sonntag, 2. April vorm. 9'/?: Konsirm. d. Kinder a. d. Matthäus- gern. Feier d. hl. Abendm. Die Kindert:rck>r f. d. Matthöusgem. fällt aus. Abds. 6: Pfarrass Becker. Montag, 3. April, abds. 8: Vereinig, d konf. männl. Jugend d. Matthäusgem.

In der Ivhanneski che. Vorm. 9^'Uhr: Psr BechtolsHeimer. 11: Kirderkirche f. d. Lukasgsm.: Pfr. Bechtolsheimer. Abds. 6: Psarrass. Müller. 8: Bibelbesprechung im Iohannessaal: Pfarrast. Decker. Montag, 3. April, abds. 7'/2: Jugend- vereinig, d. Lukasgem. (männl. Abtlg )'. Mitt­woch, 5. April, abds. 6: Pasjtonsgottesdienst: Pfr. Ausfeld.

Landmanns Sachen. Heller Mondenschein in der Rächt, schadet jetzt der Dlütenpracht Ist der April sehr trocken, darin geht der Sommer nicht auf Socken. Dürrer April ist nicht des Bauers Will. Bezüglich verschiedener Merkmale beiTieren und Pflanzen sagt der 2anbma:in: Bauen im April schon Schwalben, gibt's viel Futter, Korn und Kalben. Maikäfer, die im April schon schwü­ren, müssen dann im Mai erfrieren. Frosche zu Qlnfang April bringt den Teufel ins Spiet So lange die Frösche vor Markus geigen, so lange sie nach Markus schweigen. Jedenfalls der April hat feine dummen Mucken, er will, daß die Dauern nach dem Wetter gucken. Hoffen wir das Beste, da das Gucken allein auch nichts ändert!

Im Auf trage der Oberhessischen Ziegenzuchtvereine ist jetzt ein Ausschuß tätig, der die Zuchttiere für die große deutsche landwirtschaftliche Ausstellung in Rürnberg aus­wählt. Der Ausschuß besteht aussen Herren Oefonomierat Spieß- Friedberg, Generalsekre­tär Wagner- Gießen und Kulturinspektor Kunz- Lauterbach. Im ganzen werden aus- gewählt 20 Ziegen und 5 Böcke.

Dorrn. 11 Uhr: 6. (letzte) Morgenfeier; nachm. 361/1 Uhr: 6t Peter vergnügt sich, hierauf: Der Roßdieb zu Fünsing, zum Schluß: Der zer­brochene Krug; abends 7 Uhr bis gegen 9l Uhr: Turandot. Prinzessin von China. Montag, 3.: Die lustigen Vagabunden. Dienstag. 4.: Ein Sommernachtstraum. Donnerstag, 6.: Torquato Tasso. Freitag. 7.: Peer Gynt. Samstag. 8.: König Richard HI. Sonntag, 9., nachm. 3'Uhr: St. Peter vergnügt sich, hierauf: Der Roßdieb zu Fünsing, zum Schluß: Der zerbrochene Krug; abends 7 Uhr: Ein Sommernachtstraum. Mon- 10.: Die lustigen Vagabunden.

Die Schaumesse auf dem Os­wald s r t e n ist auf Antrag der interessier­ten Geschäftsleute infolge der voraufgegangenen ungünstigen Witterungsverhältnisse bis einschl. kommenden Dienstag verlängert worden.

Wettervoraussage für Sonntag:

Unbeständig, kühl, wechselnde Winde.

Das Teillief, das sich gestern von der atlan­tischen Depression in östlicher Richtung a'vzweigte, liegt heute über der Ostsee und zieht in nord­westlicher Richtung weiter. D^e Hauptdepression hat sich mit ihrem Kern nach der Biskaya ver­lagert. In Frankreich und Süddeutschland fällt das Barometer, so daß wir unter dem Einfluß des tiefen Drucks'kommen. Wir liegen an seinem nördlichen Rand und haben mit unbeständigem Wetter zu rechnen.

Landkreis Gießen.

Heuchelheim. 30. März. Gestern abend hielt die Liga zum Schutze der deut­schen Kultur einen Lichtbildervortrag über die Fremdenlegion. Herr E ch t e r n a ch t sprach in klarer, übersichtlicher Weise über dieses Thema so vollkommen, daß die zahlreichen Besucher es nur bedauerten, daß nicht die gesamte Jugend unseres Ortes erschienen war. Unsere Ortsgruppe erhielt wieder einen Zuwachs neuer Mitglieder.

Steinheim. 30. März. Das Bun­de s f e st des Ober hessischen Radfah­rer Hundes findet im Juli hier statt. Dem Bund gehören 32 Vereine an.

Kreis Schotten.

fpd. Schotten, 31. März. Eine stark besuchte Vertrauensmänner - Ver­sammlung des hessischen Bauern­bundes im Kreise Schotten sprach sich ein­stimmig für die freie Bewirtschaftung des Ge­treides und der Kartoffeln aus und gab der Meinung Ausdruck, daß, wenn die Forderun­gen des Bauernbundes keine Erfüllung fän­den, die Bauernschaft des Vogelsberges vor dem letzten Mittel nicht zurückschrecken werde.

Herchenhain, 29. März. Das ..allerhöchste" Licht fest im H essen- - lande fand hier statt; es wurde nämlich der Anschluß der beiden höchstgelegensten Orte Hes­sens, Herchenhain und Hart man ns- eingeweiht. Zu der Feier hatten sich der Pro­vinzialdirektor der Provinz Oberhessen, Geheim­rat Matthias- Gießen, Kreisrat Döck- mann- Schotten, Direktor Stadler- Fried­berg und die Vertreter der Daufirma Rhein- Elektra eingefunben. Bürgermeister Komp dankte der Provinz für die Fertigstellung des Werkes, womit der Anschluß des höchsten Teiles des Vogelsberges an die Zentrale Wölfersheim be­endet sei. Provinzialdirektor Matthias be­glückwünschte beide Gemeinden; das mit großen Opfern erbaute Werk sei ein Markstein in der wirtschaftlichen Entwicklung des höchsten Vogels­berges.

Starkenburg und Rheinhessen.

wd. W 0 r m S, 31. März. In der S t a d t- verordnetenversammlung machte der Oberbürgermeister die Mitteilung, daß die Stadt nach dem Vorbild von Mainz, Darm­stadt und Offenbach ebenfalls ein eigenes Stadtschulamt einrichten will. Die ent­sprechenden Schritte seien eingeleitet. Die Stadtverordneten genehmigten sodann die neue Lustbarkeitssteuer.ordnungmit den städtischen Zusätzen zur Reichslustbarkeits­steuer, und unter Berücksichtigung verschiede- dener Aenderungen, die von der Regierung in Darmstadt verlangt wurden.

Hesscu-Nassau.

AufgedLäLsr Auswanderungsschwindel.

fpd. Franksurt a. M., 30. März. Der Konditor Karl Ziegel und der stellenlose Konrad D i x gründeten einAuswanderungS- bureau" und gaben Inserate auf, wonach sie 1000 Arbeiter und Handwerker angeblich im Auftrag einer Frankfurter Firma für einen Bahnbau in Brasilien suchten. Die tüchtigen Geschäftsleute forderten, wenn sich 2!rbeiter melde!en, die sosorti e Erlegung von 3 Mk. für Postunkosten. Zu Hunderten liefen die An-, geböte ein, das Paar hatte den ganzen Tag zu tun, um die Briefe zu öffnen und diesen die drei Mark zv entnehmen. ,Die Herrlich­keit dauerte glücklicherweise nur mehrere Lage, denn die Kriminalpolizei machte gestern dem Schwindel-AuswanderungSbureau ein Ende.

" F r a n k f u r t a. M., 31. Marz. In den letzten Tagen häufen sich wieder in er­schreckender Weise die Einbrüche in den besseren Wohnungsgegenden. In einer der letzten Rächte wurde in einer Villa der Bocken- heimer Anlage eingebrochen und dort Gegen­stände aller Art im Werte von nahezu 1 0 0 0 0 0 Mark mitgenommen. Von den Tätern hat man noch keine Spur.

ra. R 0 dheim a. ö. Bieber, 30. März. Auf dem Tonwerk Abendstern fand der 42jäh- rige Heinrich Peppler, der Vater von neun Kindern ist, durch herab stürzende Erd­massen den Tod. Der heutige fast unüber- fehbare Leichenxug legte Zeugnis ab bon der allgemeinen Teilnahme, die man der schwer­geprüften Witwe entgegenbringt.

barg uiti> Berlin Stettin Danzig Königs-1 Hotelderkäufe ja auch die dringende Rotwendig- herg Krwno Riga Danzig Königsberg keit ergeben, die Saalbaufraqe zwar nicht in Memel Riga eröffnet. Vo:nuofichtlich wird auch ~ '

Sier Verkehr mit Dänemark auf der Strecke Ham­burg Kopenhagen im Anschluß an die Flige Dresden Berlin Hamburg bald aufgenommen werden können.

* Dauernregeln im Avril. Mit beginnenden Wachstumsperiode wird auch Regen ein gern gesehener Gast. Da aber auch Sonne nötig ist, wünscht sich jeder Landmann ein regelrechtes Aprilwetter mit allen seinen Ueberras Hungen; Kälte und Hanel ausgenommen. Es heißt: Wenn der April bläst in sein Hom. so steht es gut Um Heu und Korn. Wenn der April Spektakel macht, gibt's Heu und Korn in voller Pracht. Dläst der April mit beiden Backen, gibt's genug zu jäten und zu hacken. Der Avril kann ,rasen, nur der Mai halt Maßen. Avrilregen bringt Gvttessegen. Kommt Aprilsturm schon bei­zeiten, ist das Ende wohl zu leiden. Wenn's am Karfreitag regnet, ist's ganze Jahr gesegnet. >och umgekehrt: April dürre, macht die Hoif- nung irre, r ' ~ '