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Schweizer Franken

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Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuhork . .

Fl. Rtt- Kr.

28.10.

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Wechsel auf Holland.......

Deutschland . . . . Wien........

Prag........

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Italien.......

Brüssel.......

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Reuhork.......

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Handel-

Frankfurt a. 1. 31. Oktober.

1.7.14.

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Kr 88.80

Kr. 117.80

Sh. 97.80

Fr. 125.40 $ 23.80

Züricher Devisenmarkt.^

186.-

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39.90

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2L85

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1.80

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29.10.

3,12

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3,10

Auch auf dem Wege wurden Blutspuren ge­funden.

mc. Frankfurt a. M., 30. Oft. Nach dem neuen Winterfahrplan laufen im hiesigen Hauptbahnhof täglich 480 Züge ein und aus. Damit nähert sich der Verkehr wie­der der Zeit vor 1914, wo täglich 550 Züge an­kamen oder abgelassen wurden.

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Vermischtes.

Di« gegenwärtige Lage der Aerzte in Sowjet-Rußland. Der Brief eines russischen Arztes aus Moskau, der in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift" veröffent­licht wird, gibt ein interessantes Bild von den gegenwärtigen ärztlichen Verhältnissen in Sowjet- Rußland.3m Verlaus des letzten Jahres," heißt es hier,hat sich die Lage der Aerzte wohl ein wenig gebessert, aber eben nur im Vergleiche zu dem, wie sie vor drei Jahren war. Gegenwärtig darf, einem Dekrete gemäß, kein Arzt mehr aus seiner Wohnung ausgesiedelt werden, und er hat persönlich sogar das Recht, außer seinem Schlaf­zimmer noch ein Arbeitskabinett resp. Empfangs­zimmer zu, besitzen: ferner unterliegt seine Woh­nungseinrichtung und Bibliothek keiner Regm- sition und bleibt dieses Dekret auch für solche Häuser gültig, die den Arbeitern als sog. »kom­munale Arbeiterwohnung" übergeben sind. Diese rudimentäre Habeus-Corpus-Akte, die wir auch nur dem persönlichen Einfluß des Volkskommissars für Gesundheitswesen verdanken eine, bei­läufig gesagt, den Aerzten sehr entgegenkommende Persönlichkeit und auch korrekter Kollege, wird hier in der Residenz wohl respektiert, jedoch nicht so gewissenhaft in den entlegenen Provinzen, wovon so mancher Kollege ein trauriges Lied singen kann. Die Besserung der Lage der Aerzte bezieht sich «iber nur auf die Wohnungsfrage, im übrigen ist noch vieles, ja sogar sehr vieles zu wünschen übrig. Die Ausübung der Privatpvaxis wird in maßgebenden Kreisen in das Gebiet des Schiebertums hineingeschoben und auch dadurch eingeschränkt, daß Rezepte von Privatärzten von den Apotheken nicht angenommen werden dürfen. Letzterer Umstand hat schon so manche unangeneh­men Konseguenzen nach sich gezogen, aber nur nicht die, daß das Verbot zurückgenommen wurde. 3m übrigen ist die Versorgung der Apotheken der­artig trostlos, daß die Anfertigung der gewöhn­lichsten Mittel mit dem Vermerk »Fehlt" abge- wiesen wird. Die staatlichen Stellen geben aber noch immer nicht die Möglichkeit, wenigstens satt zu werden; von anberen Kulturbedürfnissen wollen wir nicht reden so daß die Privgipraris doch noch ein wenig den Haushall im Gleichgewicht hält obgleich dieses Gewicht recht schwer auf die Schultern fällt. Die akademischen Mediziner sind in einer etwas besseren Lage als diegewöhn­lichen Aerzte", da sie vom Staate monatlich ein bestimmtes Lebensmittelguantum den sog. akademischen Paiek erhallen, welches mit einer gewissen Erfindungsgabe, gepaart mit proletari­scher Bescheidenheit und Genügsamkell. dem glück- lichen Empfänger dieser Gabe so manche satten Lage im Monat verschaffen kann.

* Eine botanische Fo r schu ngs - reise nach Mexiko unternimmt, wie K. Ma­chow in der Monatsschrift für Kakteenkunde be­lichtet, der 3nspettor am Darmstädter Botanischen Garten I. 2. P u r p u s. der eine bekannte Auto­rität auf dem Gebiete der Kakteenkunde ist. Er wird mit seinem ebenfalls als Pflanzenforscher bekannten Bruder C. A. Purpus unerforschte Gebiete in den südöstlichen Sierra« und dem Staate Chiapas im südwestlichen Mexiko be­reisen. Vor allem soll der von Purpus entdeckte Gunnera mexicana in den Gebirgen bei Wisanlla aufgesucht werden, um die Pflanzen näher zu studieren; sodann sollen Sarnen und Heine Pflanzen verschiedener Kakteen, Orchideen und anderer Pflanzen gesammell werden. Die Dauer der Forschungsreise ist mit einem halben Hahr angenommen.

Gerichtssaal.

Die Kapp-Prozesse.

Berlin, 29. Olt. (Wolff.) Anschließend an die Bekanntgabe des Beschlusses des Reichsgerich­tes vom 17. Oktober, wodurch den vier im Kapp- Prozeß Beschuldigten, nämlich Oberst Bauer, Korvettenkapitän Ehrhardt, Major P a b st und Schriftsteller Schnitzler freies Geleit be- wllligt war, wurde in der Presse die Behaup­tung verbreitet, daß die Genannten zwar vor über einem halben Zahre ihre Bereitwilligkeit erklärt hätten, sich unter gewissen Garantien dem Reichsgericht zu stellen, daß sie dieses Angebot jetzt aber nicht erneuert hätten, so daß die Ent­scheidung des Reichsgerichtes auf das alte seiner Zeit unbeachtet gebliebene Erbieten der Beschul­digten zurückareife. Diese Darstellung ist unrichtig; vielmehr stellte der Verteidiger der Beschuldigten am 14. Oktober einen Antrag auf Verschonung der Beschuldigten mit einer Untersuchungs­haft. Lediglich über diesen Antrag hat das Reichsgericht am 17. Oktober entschieden. Da die Beschuldigten der in diesem Beschluß ihnen auf- erlegten Verpflichtung, sich ungesäumt dem Unter» suchungsrichter in Leipzig zu stellen, nicht nach­gekommen sind, hat das.Reichsgericht durch Be­schluß vom 24. Oktober die Bewilligung des sicheren Geleits zurückgenvmmen.

spd. H e i d e l d e r g, 28. Okt. Das Wucher­gericht verhandelte in langen 'Beratungen, zu denen viele Zeugen aus Dossenheim und Hand­schuhsheim geladen waren, gegen den Händler Kreß aus Andschuhsheim wegen Preistreiberei. Obwohl fest gestellt wurde, daß sich Kreß wegen wiederholten Preiswuchers beim Kir­sche n a u f ka u s e n strafbar gemacht hatte, mußte er doch freigesprochen werden, weil die meisten Zeugen mit ihren Aussagen glänzend versagten. Denn die Zeugen, die alle Kirschenerzeuger waren, hatten dem Händler bei der Preistreiberei selbst Vorschub geleistet und nahmen von dem Manne, was sie bekommen konnten. Es wurde in der Ver­handlung sogar ein regelrechter Rachrichtendienst unter den Kirschenbauern von Dossenheim und Handicyuhsheim festgestellt, durch den die Bauern sich gegenfeitig über die Preise unterrichteten. Das Gericht mußte deshalb zu einer Freispre­chung kommen, erklärte aber, daß es von jetzt ann in allen ähnlichen Fällen diese Sünden nur noch mit schweren Gefängnisstrafen ahnden werde. Weiter sollen künftig stets die Ramen der Be- stralten in allen Zeitungen des Interessengebietes auffallend verössentlicht werden.

Kirche und Schule»

Alten-Duseck, 27. Oll. Am Sonntag, den 23. ds. Mts. wurden im liturgisch reich aus- geftatteten Gottesdienst unsere beiden neuen Glocken in Gebrauch genommen. Der Ortsgeist­liche legte seiner Predigt Ps. 95, 68 zugrunde. Durch trefflich eingeübte Chöre der Oberklasse unter Leitung von Dr. Rikolei, sowie der Gesang­vereine Germania, Eintracht und Iugendkranz, die alle sehr Anerkennenswertes boten, erhielt der Gottesdienst seine festliche Weihe. Eine Kol­lekte zum Besten des Glockenfonds ergab den Be­trag von 185 Mk. Am Rachmittag um 4 Hßr fand in dem bis auf den letzten Platz besetzten Saal von W. Rabenau eine Rachfeier statt, in der prächtige Lieder des Gesangvereins Germania und der Oberklasse abw«hsetten mit einem Vor­trag des OrtSgeistlichen über Geschichte und Her­stellung der Glocken und mit Deklamationen von Schillers Glocke und anderer deutscher Glocken­poesie durch junge Mädchen und Schülerinnen der Oberklasse. Da der Saal zu klein war, um alle Gemeindeglieder von Alten-Buseck und Drohe zu fassen, wird die Feier auf Wunsch am Sonntag, den 30. Ottober nachmittags 3 Uhr in demselben Saale wiederholt werden. Die bei­den neuen Glocken, e und g, von der Hofglocken­gießerei F. Schilling Söhne, Apolda, geliefert, 18 und 10,4 Zentner schwer, ergaben mit der noch vorhandenen st-Glocke ein schönes harmonisches Geläute und sind zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde ausgefallen.

Vermischtes.

Falschmünzer.

München, 29. Okt. (Wolff.) Hier wurden als F a l s ch rn ü n z e r ein ehemaliger Opernsän­ger, ein Schauspieler und ein Konzertdirektor aus Landshut fest genommen, die mit der Herstellung grüner Fünfzigmark-Danknoten, Ausgabe 24.6. 1919, sich befaßten, wovon sie bereits für hundert­tausend Mark hergestellt hatten. Von dem falschen Geld wurden 46 000 Mark beschlagnahmt.

von Driesen «7w nach Orten in den besetzten rheinischen Gebieten sich dieser Sachlage nnmer bewußt bleiben und in ihren Mitteilungen alles vermeiden, was im Falle einer Durchsicht ihrer Sendungen ihnen selbst und besonders auch den Empfängern zum Rachteil gereichen könnte

Landkreis Gießen.

iS. Steinbach b. Dießen, 29. Oll. 3n der Dacht von Donnerstag auf Freitag wurde unser Dorf von Dieben besucht, die aus ver­schiedenen Gärten die zum Trocknen aufge- hängte Wäsche vom Seile stahlen. Anscheinend hatten sie es meistens auf Bettwäsche und son­stige neueren Sachen abgesehen, da sie das Alte hängen ließen.

Kreis Büdingen.

X Hirzenhain, 30. Oll. Am 12. und 13. Dovember feiert der hiesige Zweigverein vom Vogelsberger Höhenklub fein 40. Stif­tungsfest.

Kreis Schotten.

X rilrichst ein, 28. Okt. Vor einigen Ta­gen wurde in Ober-Seibertenrod eine Kuh ge­pachtet und das Fleisch zur Verwertung an einen hiesigen Metzger weitergeleitet. Bei der Fleischbeschau ergab sich zunächst nichts Verdäch- tiges, doch erinnerte man sich zum Glück daran, daß vor 31/2 Jahren aus dem Viehbestand des Z. L. In Ober-Seibertenrod mehrere Stück Vieh von einem tollwütigen Hund gebissen worden waren und damals eingingen. Das Ergebnis einer genauen stlntersuchung durch das Kreis» beterinäramt hat nun einwandfrei feftgefteilt, daß auch diese Kuh tollwütig war, und der etwaige Verkauf und Genuß des verseuchten Flei­sches hätte unabsehbares Unheil herbeiführen können. Der hiesige Tierarzt M. und der Metzgev D., sowie die zwei Metzger aus Ober-Seibtrten» rod. die die Schlachtung vorgenommen hatten, begaben sich heute nach Berlin in das Pasteursche Institut, um sich dort der Schutzimpfung gegen Tollwut zu unterziehen.

Starkenburg und Rheinhessen.

rrn Darmstadt, 28. Okt. Das städti­sche Defizit, das nach der vorläufigen Auf­stellung des Voranschlags im Mai auf 12 Mil­lionen Mark vorgesehen war, konnte inzwischen auf 8 Mill. Mark herabgesetzt werden. Die Ge­samtausgaben betrugen etwa 60 Mill. Mark gegen 48 Mill, im Vorjahre, auch die Verwendung von Dermögensmitteln ist von 58/< auf 12V2 Mill. Mark gestiegen. Die Per'onallosten betragen al­lein c<u 36 Mill. Mk. Richt mehr vorgesehen sind die Ausgaben für die früheren Hofgärten, die zuletzt 270 000 Mk. betragen hatten und in diesem Jahre auf 514 000 Mk. erhöht werden sollten. Für die Erweiterung des Gaswerks sind l3/i Million, für Dauüberteuerungskosten der Grube Prinz von Hessen etwa 2 Millionen und für Rot­standsarbeiten 4 Millionen Mark vorgesehen. Die Verwaltungseinnahmen sind mit 163/4 Millionen Mark oder rund 100 Prvz. mehr wie im Vor­jahre, die Einnahme aus Steuern auf 25 Mil­lionen Mark vorgesehen gegen 173/* Millionen Mark Im Vorjahre. 3m allgemeinen wird mit- getetlt, daß der Stadt noch entsprechende Der- mögensmittel zur Verfügung stehen, so daß trotz der hohen Beträge für Beamtengehalte und Arbeitslöhne die Lage der Stadt nicht un­günstiger ist, wie die anderer Städte. Scharf kritisiert wird die ganze älnllorheit der Reichssteuerverhältnisse und die völlig unzurei­chende ilebertoeifung der weiteren im 3nterefTe des Reiches voraelegten Beträge. Rachteilig habe für die Städte Die Beseitigung der Ersten Kam­mern gewirll. da sie dort gut vertreten waren. Die Grundbedingung müsse für die Städte die größtmöglichste Selbstverwaltung und die Wie­dererlangung der Steuerhohett sein. Auf die Anregung, die Staatshauptkasse in eine Stadt- bank umuüxmbeln, antwortet der Finanzreferent Beig. Daub, daß er dies für völlig unmöglich halte. Don 3ntereffe ist auch die Mitteilung des Stadt- verordn. Dr. Osann, daß nach der »Boss. Ztg." der Anmarsch des 3ntendanten vom Landesthea- ter Hartung nach Berlin auf dem Wege sei, -da­mit sei sein Abmarsch von Darmstadt kaum mehr zu bezweifeln. Man werde dann auch zu prüfen haben, ob ein zweites Theater in Darmstadt, für dessen Herrichtung jetzt schon 900 000 Mark ßer- t gegeben wurden, die aber noch lange nicht aus­reichen, nötig war. 3m Laufe der Debatte kam auch die Sozialisierung der Betriebe zur Sprache, die von einer Seite wegen der Steuerausfälle stark bekämpft, von anderer Seite aber ebenso warm verteidigt wurde.

Hessen-Nassau.

mc. Frankfurt a. M., 30. Okt. Der bei der städtischen Fuhrparksverwaltung beschäf- ttgte Arbeiter Heinrich Nix, welcher in Enk­heim wohnt, fährt allabendlich mit eigenem Fuhrwerk nach Frankfurt, um Futter für" seine Schweinezucht zu holen Am Freitag abend wurde er nun von unbekannten Tätern er­mordet. Man fand sein Gefährt führerlos in den Straßen Enkheims, die Leiche in einer großen Blutlache auf dem Wagen liegend.

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Die gasgefüllte Osram-Mitra-Lampe wendet man xtorteilhaft dopt an, Wo neben großer Lichtfülle auf gerim gen Stromverbrauch gelegt v2ind.

(3n einem Teil der Auflage toteberßoIL] Die Bevollmächtigten für Oberschlesien.

Berlin, 29. Oll. Den Blättern zufolg» sind zu Bevollmächtigten der deutschen Regierung für die oberschlesifche Grenzfest fetzungs- t0m m iIsivn der Gesandte a. d. von Treut» ler und Graf P vdewils ernannt worden. Beide waren bereits bei der Festsetzung der Grenze in Ost- und Westpreußen, sowie zwischen Polen und Deutschland tätig. Zwecks Zusam- sehung der deuftchen Abordnung für die deutsch- polnischen Wirtschaftsverhandlungev haben gestern im Auswärtigen Amt unter dem Vorsitz von Dr. Schiffer Beratungen flatt- gefunben. Die endgültige Zusammenstellung der Delegation wird voraussichtlich heute erfolgen.

Die Dotschasterkonfereuz und die deutsche Rote.

Pari-, 29. Lkl. (WTB.) Die Botschaften kcnferenz wird, wie das .Journal" mitteilt, in seiner heutigen Sitzung über die Rote verhan­deln, die der deutschen Regierung wegen des Protestes gegen die Entscheidung über Ober­schlesien übermittelt werden soll. Bekanntlich be­hauptete gestern die Berliner Presse, die Dvt- schasterkonserenz werde diesen Protest für null und nichtig erklären, aber keine weiteren Bedingungen mehr stellen.

Abbruch der Friedensverhandlungen Mische» Rumänien und Sowjet-Rußland.

Paris, 29. Okt. (WTB.) Rach einer Mel« düng des ^Echo de Paris" sind die feit langen Monaten geführten Friedensderhandlun- gen zwischen Rumänien und Sowiet-Rußland abgebrochen worden. Der rumänische Dele­gierte hat Warschau, wo die Verhandlungen ftatt- fanden, verlassen.

Die zerstörten Gebiete Rordsraukreich-.

Paris, 29. Oll. (WTB.) Der Rational­ausschuß für die restlose Reparation der KriegS- schäden hat ein Manifest erlassen, worin es unter anderem heißt: Der Ausschuß bedauert, daß, nach­dem 3 Zähre feit Einstellung der Feindseligkeiten verflossen sind, die von der 3nvasion getroffenen Gebiete noch immer schwer zu leiden haben und auf die Mitteilung warten, in welcher Form Deutschland bezahlen wird. Dies be­baute eine schwere Gefahr für die wirtschaftliche und finanzielle Zukunft Frankreichs. Der Da- tionalausschuß verlangt, daß die Behörden ent­sprechend dem genehmigten Gesetze einen Appell an die vom Kriege nicht getroffenen Departements erlassen, damit diese in kurzer Frist Kredite zur Wiederherstellung der zeruörten Gebiete leisten mit dem Vorbehalt, daß die erwähnten Departe­ments in dem Maße, wie die Reparationszahlun­gen von Deutschland eingehen, von ihren Lei­stungen befreit werden. Aus diese Weise würde es leichter sein, Arbeitskraft zu sparen, Waren, Ma­schinen, Werkzeuge und Materialien unter vor­teilhaften Bedingungen zu bekommen.

Gegen die Auswüchse der Spekulattou.

Berlin, 29. Oll. Der Hansabund Hai seinerzeit an die beteiligten Reichsrnchßsterien das Ersuchen gerichtet, von reichswegen gegen bil Auswüchse der Spekulation in ausländischen Zah­lungsmitteln an den deutschen Börsen einzufchrei» ten. Das Reichs Wirtschaftsministerium hat letzt laut ^.Deutscher Tageszeitung" dem Hansabund mitgeteilt, daß Vorarbeiten für ein gesetzgeberi­sches Vorgehen gegen die Auswüchse der SpeLi» lativn im Gange seien. Der Gesetzentwurf soll demnächst dem Reichskabinett zur Beschlußfassung vorgelegt werden.

Deutsche Olympische Spiele.

Berlin, 29. Oft. (WTB.) Der Deut­sche Ausschuß für Leibesübungen veranstaltet vom 18. Zuni bis zum 22. Iull 1922 die ersten deutschen Kampf­spiele in Berlin. Diese Spiele, deren Wie­derholung alle vier Jahre beabstchttgt ist, sol­len (Rn Volksfest des deutschen Volkes wer­den; ein Fest, das nicht auf die Deutschen in­nerhalb der Landesgrenzen beschräntt ist, son­dern für alle, die deutsch fühlen und deutsch denken, bestimmt ist. ES soll ein Kulturfest sein, in dessen Mittelpunkt die Kampfspiele der Jugend stehen, die aber umrahmt werden von deutscher Kunst in allen ihren Formen.

Raubüberfall auf ein Postamt.

Berlin, 29. Oft. Wie die Blätter mefr den, wurde gestern auf das Postamt in dem märkischen Ort Ketzin ein dreister Raubüber- f a 11 verübt. 3n einem Auto fuhren sechs Män­ner vor das Postamt, drangen in das 3nnere bei Pcstamtes ein, bedrohten die Beamten mit Le­vo lver n und raubten das Postamtaus. Es find ihnen Werte im Betrage von 300 000 Mk. in die Hände gefallen. Die Täter sind ent­kommen.

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