Ausgabe 
31.5.1921
 
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für

Er-

Dte Wochenkarten, die

nur für

die

kosten vom

der also

ngen beö Ju c verschönt tin

Fahrpreisermäßigung für Kinder.

Der Reichsbürgerrat hat, nachdem samt' ltche Versuche, eine Abänderung der neuen Ge­bühren für den Personenverkehr zu veranlas­sen, gescheitert sind, dem Reichseiscnbatm- Minister einen Vorschlag unterbreitet, in >em ouf' sozialen Gründen eine Revision her Fahrpreise für Kinder gefordert wird. Der Reichsbürgerrat bittet, in Erwägungen dar­über einzutreten, ob nicht in der 2., 3. und 4. Klasse den Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahre die Fahrt zum halben Preise ,ewährt werden fonn. Die Forderung wird )amit begründet, daß die dringend notwendige Erholung der Kinder der mitterbemittelten Kreise durch Erhöhung der Personentarife mn stärksten behindert wird.

2lu* Stadt und Land.

Gießen, den 31. Mai 1921 Die freie Milchwirtschaft.

Am 1. Juni wird die Zwangswirtschaft . Milch aufgehoben. Während die Städte zur Sicherstellung des Milchbedarfs für Kin- )er und.Kranke besondere Maßnahmen getrof­fen haben, ist die Milch beim Landwirt volb-

** D i e S ch l o ß g a s s e wird nach einer Bekanntmachung bet Polizeiamts mit Rück sicht auf die Baufälligkeit des Dauses Schloß­gasse Nr. 6 -für jeglichen Durchgangsver­kehr bis auf werteres gesperrt

* Die Musikschule des Fräuleins F t x unternahm am Sonntag einen Familien

erhoben.

Reben diesen Erhöhungen treten Höhungen der

Arbeiterrückfahrkarten in Kraft, deren Einheitssatz dem Satze 4. .Masse angepaßt wird (in Zukunft

13 "Pf. für das Kilometer beträgt).

Der Personentarif sieht übrigens auf kurze Entfernungen

Mindestsätze vor, die sich Vicht mit der Ausrechnung nach der Grundgebühr decken. Es kommt bei Fahr» ten von 15 Kilometer zur Erhebung: für 1. Klasse 3 Mk., für 2. Klasse 1,70 Mk., für 3. Masse 1 Mk., für 4. Klasse 0,70 Mk.

Neben der Erhöhung der gewöhnlichen Fahrpreise tritt am 1. Juni auch eine

Erhöhung der Zeitkarten (Monatskarten, Schülermonatskarten und Wochenkarten 4. Klasse) ein. Gleichzeitig wird -eine Erleichterung insofern geboten, als auch Monatskarten vierter Klasse aus- aegeben werden. Reisenden, die bisher Wochenkarten 4. Masse benutzt haben, wird empfohlen, Monatskarten 4. Klasse zu lösen, da sich diese wesentlich billiger stellen, als vier Wochenkarten 4. Klasse: eine Monats­karte 4 Klasse entspricht etwa dem Preise dreier Wochenkarten. Im übrigen entsprechen die Preise der Monatskarten vierter Klasse ungefähr den bisherigen Monatskartenprer- sen dritter Klasse.

Die Einführung von Schüler- monatskarten vierter Klasse vom 1. Ium ab neben solchen für 2 und 3. Klasse entspricht einem vielfach geäußerten Wunsch, dessen Berechtigung sich die Eisenbahnen nicht mehr verschließen konnten Tie Ermäßi­gungen für Geschwister werden nicht mehr gewährt. Die Schülerkarten n>crden mehr aus ihren eigentlichen Zweck (Ausgabe an Schülek und Studierende zum Besuche der ordentlichen Schulen und Hochschulen > zurück geführt. Jedoch können auch nach dem 1 Zuni Personen unter 20 Jahren unter gewissen Voraussetzungen diese Karten noch zum Be­such von Einzelunterricht und Kursen er­halten. An Personen in selbständiger LebenS-' stellung werden Schülerkarten künftig nicht mehr ausgegeben.

Die Preise für Monatskarten wer­den künftig folgendermaßen gestaffelt:

Endlich werden noch, um hie Zirgend durch die Tariferhöhungen zu erschweren, die F ah r pre i s e.r m ä ß i g n n gen, bte bisher Jugendpflegever einen nur in der dritten Wagenklasse ge toäljrt korben find, auch aus die "vierte Klasse der Pcrioneuzüge auc-gebchnr, so daß von diesen Vereinen, nach l>esonderem Antrag die Eis end al) n mH rt muh weiterbin zu san den gleichen Fahrpreisen bei Ausflügen usw zu rücfgelegr werden kann

Einschneidend ist auch die

Erhöhung des Gepäcktarifs besonders ,ur Leute, die aus Friedenszeiten gewöhnt waren, auf jede Falrrtarte der pi LU ßischen Staatsbahrren 25 Kilogramm Frei, gepäck zu genießen. Der Tarif ist in 14 Dorren eingeteilt, wovon die ersten zehn von 50 zu 50 .Mdometarn Spielraum haben, wäb renb die vier letzten Zonen von 100 zu inr>

Kilometern springen. Das Gewicht des Ge-l päcks wjrd von 10 zu 10 Kilogramm mb- gestuft In der 1. und 2. Zone werden für 10 Kilogramm 3 Mk. berechnet. Diese 3 Mk. stellen den Mindestsatz vor, der zur Erhebung kommt

4. Mässe ansgegeben werden,

1. Juni abrli Km. 6,50 Ml., 8 Km 7 Mk, 9 Km. 8 Mk., 10 Km. 9 Mk, 11 Km. 10 Mk, 19 Km. 11 Mks, 13 Kml 12 Ml. 14 Km 18 Mk., 15 Mn. 13 TO., 20 Km 18 Mil., 25 Km. 22 Mk., 30 Km. 26 Mk

Die neuen Lijenbahnsohrpreise.

Neben den neuen Sommerfahrplänen dringt bekanntlich der 1. Juni auch die neuen Tarife. Mit der Erhöhung der Fahrpreise der Einzelkarten tritt auch die heftig be> kämpfte starke Erhöhung der Wochen und Monatskarten in Kraft.

Der neue

Einheitssatz beträgt in der l. Klasse 58,5, in der 2. Masse 32,5, in der 3 Klasse 19,5 und in der 4 Klasse 13 Pfennig für das Tarifkilometer

So kostet künftighin zum Beispiel eine Reise nach BadNauheim in der 3. blasse 5,50 Mk. (bisher 4,60 Mk. , in der 4. Klasse 3,70 Mk. (2,80 Mk.); nach F r a n f f h r t in der 3. Klasse 13 Mk (10 Mk , in der 1 Kl. 9 Mk. (6 Mk.): nach Butzbach in der 3. Kl. 3,60 Mk (3 TO.), in der 4 Klasse 2,40 Mk. (1,80 Mk.); nach Düngen in der 3. Klasse 4,30 Mk. (3,60 Mk.), in der 4. Klasse 2,90 Mk. (2,40 m.j; nach Alsfeld in der 3. Klasse 12 Mk. (9 Mk ), in der 4. Klasse 8 Mk. (5,80 Mk.): nach: Berlin tu der 3. Klasse 98 Mk. (73 Mk ), in der 4. Klasse 65 Mik. <45 Mk ).

Die Preise der

Schnellzugszuschlagskarten betragen für Zone 1 (175 Km.) 8 Mk in 1. und $ Klasse, 4 Mkf. in 3 Klasse; für Zone 2 (76150 Km.) 16 Mk in 1 und 3. Klasse, 8 Mk in 3. Klasse: für Jone 3 (über 150 Km 24 Mk in 1 und 2 Klasse, 12 Mk. in 3. Klasse

Für die

Beförderung von Hunden werden als Einheitssatz 10 Pf fe Kilometer

tändig frei, dies gilt auch hinsichtlich des Preises. Ter Erzeugerhöchstpreis, sogen. Stallpreis, welcher bisher für den Milchver­kaufspreis ausschlaggebend war, besteht als­dann nicht mehr. Um wilden Preistreibereien vorzubeugen, find gestern die Vertreter sämt­licher hessischen Städte, sowie Frankfurt und Wiesbaden, mit Vertretern der grohen Milch- Genossenschaften und der Landwirtschaft zu- sammengekommcn, um über den neuen Ab­gabepreis zu verhandeln, jedoch haben die Ver­handlungen zu keinem Ergebnis geführt. Es muß damit gerechnet werden, daß die Land­wirte den Stallpreis ab 1. Juni um 50 Pf. für den Liter erhöhen.

Keine Buttcrbelieferung mehr für Kranke.

Die ZwangSbcwirtschaftuna für Butter ist be­kanntlich ab 1. Ium aufgehoben. Wie das Gie­ßener LedenSmittelamt in einer Bekanntmachung mitteilt, findet daher eine Zuteilung an Kranke unb stillende Mütter aus Grün-) ärztlicher Bescheinigung von diesem Tage ab nicht mehr statt.

Letter Voraussage für Mittwoch:

Wertere Zunahme der Bewölkung, zeitweise Regenfälle, wann, südliche, später weuliche Winde

Die Lage der £uftbrudgebiete hat sich nicht in dem Mage verändert, wie erwartet mürbe. Der vor England liegende Tiefdruckwirbel bewegt sich nur langsam in nordöstlicher Richtung nach Stan- bin amen. Es ist daher erst morgen nut dem Auf- treten stärkerer Niederschläge zu rechnen.

** Bon der Universitäts-Biblio­thek Gießen wird uns geschrieben: Durch die Zeitungen ging Anfang Mat <?inc Mitteilung über dos Gesamtverzeichnis der an deut^ ,'chen Bibliotheken noch gehaltenen aus! ä irdischen Zeitschriften. Wenn un­sere Universitätsbibliothek mit ihren 229 VlfuS* landszeittchris'ten rerhält iZmäßig günstig dasteht, fo muß ovch 3ur Verhütung von irrigen Vorstel­lungen baram hingemiesen werden, datz eine wlckv aiu der Gefnnt^ahl tnnaebaute Statistik nut Vor­sicht beurteilt seil will. Die allermeisten dieser Zeitschristen erhält iiärttli 1 di- Bcbliotl:ek durch ihren fj;fennrid eilen Tau sch ver lehr unb als Ge­schenk, und es handelt sich bah i nalurgeinätz größ­tenteils um kleine Veröffentlichungen unb Sps- zialzeitsd'risttn. Die gnoßen streng wistenschatt- heben, führ enteil Zeitschriften bes Auslandes i?h- Icit dagegen fast ganz Tie deutschen Bibliotheken müiien sich natürlich bescheiden lernen unb durch Erleichterimg des Leihverkehrs den Gelehrten unb Studenten zu Helsen sucl-e-i, so gut dies möglich ist. Aber gewisse wissenschaftlichi' Zeitschriften müs­sen auch in Zukunft au) feder Umoeriitätsbiblio^ thek vorhanden fein: es genügt nidxt, wenn sie nur hon zsver ober drei SVellen i i Tcuh'rhlanb versmidi werden können Den Wunsch des Aus- t unstsbureauö der Deutschen Büliolbeken, daß buie künftig möglichst nur solche Zcitscvrifven bestellen, die noch nicht in dem neuen Verzeichnis vertreten sind, können Heinere Universitätsbibliotheken nich- erfüllen: ihr Ziel muß es zunächst fein, die an einer Universität für Studium und Forichtmtz täglich benötigten Zeitschriften zu beschauen. 3m- mer ivifbet müssen daher die Freunde unterer Universität um llHtcrftüVung unserer Bibliothek angegangen itterben, da es ihr tatsächlich zur 3c tt aut fast allen Gebieten an der allernotweridigsten, in ehernen nnssenscha stlirben Literatur des Aus-

Ober hessischer Ku n st Verein Tic neue Ausstellung hatte am Sonntag einen Besuch rou nahezu 400 Personen aufzuweisen. Geöffnet ist die Aussteltung nunmehr täglich mit AuS- nahm.* des Samstag> von 11 bis 1 Uh. und auch taoch am Miitwoanurchmittag von 3 bis 5 Uhr.

3u einem Luthervortrag hatte der

W u r i b u r g - B e r e i n am 3>ortntagnbcnb ein g laben. ©en Pfarrer BcMtolsbeiiner haue sich in liebenswürdige'. Weise bereit erklärt, an Joanh von schönen L ich Wilde rn das Leben und Wirken des großen Teurichen imh Reformators darzutiin Tie großen geschichilichrw Ereignisse, deren ivit gerade in diesem yabi e a.-denken durften, mürben aufs neue levruMg unh t et et-rn ihw eintauckSvoll packens. Sprache zu Herzen und Gemüt der den Saal bis aufS lebte Plätzchen nlllenden Zudar : Mit dem gemein ia men Lied Ein teste Burg ist tlnser Gatt' schloß bet eindrucksvolle Bort rag. der durch Tur

eudorchesters in entsprechend.'»

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ausflug nach der .Karlsruhe, wo Konzert und Danz Ttattfanb.

Bornotizen.

Tageskalender für TienStag: Sitzungssaal des StadchwlseS, ö Uhr, Mitglieder­versammlung des Ober hessischen Kunstvereins. Agnariinn, 8 Uhr, Mitgliederversammlung d.-r De­mokratischen Partei. Lichtspielhaus, nnc gestern. Lichtspiele, Seltersweg,Tas Haus der Qua­len" unbTotentanz".

Verein der Gießener Kunst- freunbe. In fernem Vortrag über Leonardo drückt sich Chamberlain folgendermaßen aus:In der Untersuchung des Lichts hat unsere exakte Wissenschast herrliche Ersolge erzielt, wogegen die Behandlung der Farben zu eurem foldien Gal- limathia« von 11 ranöglidif eiten imb Widersprüchen geführt hat, daß heute keiner mehr Mis noch ein weiß, und diejenigen Fachmänner, die literarische Schulbildung besitzen, nach Goethe hinzuschaucn be­ginnen, wie nach einem verlorenen Paradies" Wenn man diese AusführunAcn liest, begrüßt man afc, daß der V-'Nein der Gießener Kunstfreunde die Reihe seiner diesjährigen Sommervevanstaltungen mit einem Vortrag Walter Koenigs übet G o e - thes Farbenlehre iDonnerstag, 2. Juni, abends ö1/* Uhr pünktlich, im Physikalischen In­stitut, Eingang Stephansttaße eröffnet. Eine ganze Reihe von Jahren hat unser größter Dichter mit Leidenschaft der Erforschung der Farbenlehre ge­widmet. Dem Kunstsreimd ist es so sdiwer, sich in dieses künstlerisch so unendlich wichtige Gebiet ein» zufühlen. Die £tanb des Fachmanns soU ihn dazu leiten.

Vortragsabend der Deutschen Bolkspartei. NacAiem in der letzten Woche die verschiedenen Parteien ihre Aussassuna über die politische Lage bargetan haben, wird am Donnerstagabend, wo Fvl. Dr. Bernays über Deutsche Familie und deutsche Politik" spricht, Hn die Deutsche Vvlksyartei der Landesvorsitzende, Abgeordneter T i n g e l d c y , pr politischen Lage Stellung nehmen. Tic Ausführungen des Abg Dingeldcy, brr als Mitglied des Ausschusses für auswärtige Politik in der Partei an den wichtigen Beratungen in Berlin teil genommen hat und als guter Redner auch hier geichätzt ist, werden wohl auch über die Kreise ferner Parteianhänger hinaus besonderes Interesse erwecken. Die Versammlung findet in der Turnhalle an Oswalds garten statt. Karten für reservierte Plätze sind zu 2 Mark in der Musikalienhandlung von Challier im Vor­verkauf zu haben, an der Abendkasse zu 1 Mark (f. Anzeige)

Oessen-Nassau

fpd. B a d S a l z s ch l i r f 29. Mai. Vor einigen Tagen kehrte Poftminister Giesberts von einer Dienstreise nach Darmstadt wieder nach Bad Salzschlirs zurück, wo er bekanntlich Heilung von einem Leiden sucht. Bei Dorf­born erlitt das Auto einen Federbcuch. Es floa gegen einen Holzwagen der Firma Helmke-Fulda, der dort am Abend vorher in­folge eines Raddefektes liegen geblieben war. Bet dem Zusammenstoß wurde der Kraft­wagen erheblich beschädigt. Die Insassen blie­ben unverletzt.

Die Bauritlager Gdechesfens.

lieber die SBauxitlaget।täUen des Vogelsberges bieU Piosefsvr Haras svwitz-Gießen am Sonntag in der Haupwersanckmung der Gesell­schaft Deutscher Metallhütten und Bergleute in Frankfurt einen viel beachteten Vortrag, dem wir folgende Einzelheiten entnehmen:

Zu Verwitterungslagerstätten gehören die sSaufitTagcrftätten des Pvgelsbergos. Die ober hessischen Baurite ftellen zur Zeit bas einzige Alu minin Merz Deuts cklanbs dar. Sie weifen einen erheblichen Gehalt an Tonerde, neben Kieselsäure und Eiseil uno einen hohen Wasser­gehalt aus. Die Bcuttite tiemtmen immer in Knollen unb Blöcken vor unb sind deutlich erkennbar ans Basalten rerschiedener An unb aus Basalttufs ent­stand, n Als cdifli uno an gefressene Stücke, die zum, Teil vollständig porös .zersetzt sino, liegen sie ntcii'rcnö in einer Roterde und rinb vi'lsach von flrauen unb bunte i Letten begleitet. Diese Letter unb die Roterde hatten oen seiichen Stücken mehr ober weniger sesl an, und müssen durch einen beronberen Waschprozeß entiemt werden. Tie Bau- xitstücke sind während der Tertiärzeit'durch tropische Verwitteiung von Basalten ciitüanben. Bei der Verwitterung wurden die Atkolien imd Oie Erd- affaliejt fast gon, unb bie KieiÄsaare zu einem großen Teil Ijeraußgeführt, so daß z. B. ein Pvo- Duft von luigefäbi 5,1'> Si02, 71 <» (. Al203, 20,3% Fe203, 3,6% TiO2, auf roah'crfret: Sub­stanz berechnet, n? fliegl. Früher nahm man an, daß die Tonerde bei der Verwitterung restlos übrig geblieben wäre, und der Bau^l einfadic Bmvttte- rungsillcksfände barstellte. Tie IhUcr udeung zeigte aber, baß dies nicht der Fall ist, sondern daß auch die Tonerde beweglich ist. Sie linset sich teils als Oel ober inifciüallil'iert zu derben Massen non »nbrargdlu, reinem Tmierbehistnat, in Pvren unb Hvhlräumen des Geil ei ns unb zeigt demit bxe Wcmderuiifl an. Man kann aber weiter brobadaen, daß sie offenbar auct» ganz b. rausgesul?rt werden kann. denn ein großer Teil der Bauxite zeigt keine Andeutung von bei uriOTünglidwn Struktur des Basaltes nrbr, sondern ist vollständig umie- roanbvlt und Msept sich schließlich mit er Abfuhr ron Tonerdebrdrat aut, tod) ist dieses nur in ge­ringer Menge vorhandm. Vielfach ftnbet sich um die Bam-irstückc nnc tonerbrrcid-; Rinde, eie dann aui den (^e'amkgehalt der Lagerstätte günstig ein- wirkt.

Tie g ci a m ten 8o i f om mcn be r Bau- rite liegen nidt auf primären Lagerstätten, son­dern find offenbar famtlich umgelagert Sie ent» Hauben offenbar aus Ba auen, Di? schon vorher Alkalien und (yrbairalien verloren hatten Daraus crflärt es sichz ben die Baunte nie einen Krrn von frifdrm Basalt in sich bergen. Während der Beiwitteiung lano in dem ivgttawnütrrmen Lande eine Harte 'Jfbtragung statt. >o daß di: eigentliche Pernntterungs.iud. iid- nicht anbaurte, Ion beim lebt fdirt' abiv ivagen wurde. Daher ertlärt sich die auffällig1' '2ai der Bauritlagerstätten aitie* lehnt an vöten von Bwalt. Infolge Diner Ent ficbung liegen alt© me größere Massen von arv- fietenbän Bauril Ä>i uns, ionDcm sic müssen immer von der Rottecr und den Letten dmrch Sieben und tmd* ipdttu-3 Waschen getrennt loer xu. Be> ter nh-'Uccxi Berart'eitung in von Be> beuruiifl, daß em^großei Teil des Eiten» als .'Jiagnctciicn unb Titanciim vorvommr. ati> nicht d-rmiKf* an die Tonert>? gebunoen ist. Die w b'aurck und Roterde rübrenSe Verwitterung fand Lu Ende bei Teniärzeit statt. Seitdem find die Lagerstätte.i nur zuNi Teil in ihrer ursprünglichen

Form erhalten geölrcken und haben wettere Um» lagerungen erfahren So finden wi. Bau^ula^er- ftätten verschiedemttn Alters, tertiäre, frLiDtai.' und schließlich alluviale, bi: zum Teil dadurch wichnfl sind, daß sie eine Häufung Der Bauvik kniollen herbeiaefübtt haben Im Westen des Ve gelsbergcs finbet man halter den Bauxit in weiten Gebieten verbreitet.

Tic Ausführungen des Redners wurden bnrd- eine erlesene Ausstellung ton Baiirttknollen, toeldx auS den zahlreichen Gruben der ^kirnttroerfe Ä.-G unb Ober hessischen Grubengesellstchitt stammen unterstützt.

Gesellschaft Deutscher OöifioUbüttfn unb Bergleute

Bei einer Teilnehmerzobl von mebi als 40 ersten Fachleuten hielt in Frankfurt bie Gefell chatt Deutscher Metallhutten unb Bergleute ihn biesjährigc Hauptversammlung ab Die Taguna brachte neben einer Reibe sachwisienschattlicher Bo, träge auch einige Referate von allgemeinem Inter esse. Die mehrere lumbert Teilnehmer der Ber sammlung der Get'cllsdtatt Deutscher Mekallbütten und Bergleute statten beute unb morgen Mittwoch dem oberhessischen und Sabninbunrie bczirk einen Besuch ab. &>eute nnbei die Be sichtigung der Grube A b e n d st e r n, bet Öauxii gruben von Münster, des Bauxit-Tagebaue: bei Garbenteich unb des Eisenmonaanerz Tagebaues in bet Lindener Feldmark'statt AbendS verbleiben die Teilnehmer in Gießen. Aw Mittwoch erfolgen Besichttaungen der Sophien Hütte in Wetzlar unb ber Roteisensteingrub« Georg-Joseph in Gräveneck

Aus dem Amtsverkündiqungsblatt.

** DaS ArntsverkündigungSblati Nr 76 vorn 30. Mar enthält: Einfuhr von Butter unb Käse. Aushebung der Bewirtschaftung von Speisefetten unb Käse. Ablieferung von 53er papieren Zuckerverbrauchsregelung Dienst- Nachrichten. Viehseuchen 5$crnrbnintg übei den Verkehr mit Milch (Fortsetzung).

Ausländische Butter unb au5Ian dis ches Butterschmalz unterliegen nicht bei Verkehrs und BerbrauchSregelung der Kommu nalverbände und Gemeinden

Zuckerverbrauchsregelung. Die hii den Monat Jitni zustchcnde Zuckermmge bcträgi 750 Gramm auf den Kopf der Dcvölkeruna. ES können auf die Zuckermarken 188, 189 und 190 ic 250 Gramm --- 750 Gramm bezogen werden. Mir Ablauf des 15. Juni verlieren diese Marken ihre Gültigkeit.

Friedrich Rinn II. zu Heuchelheim wurde zum Nachtwächter für die Gemeinde Heuchel heim ernannt und von dem K^eiSamt verpllichtet

Auf der Oberndorfer Hütte, Gernai kung Oberndorf (Kreis Wetzlar), ist die Maul- und Klauenseuche amtlich seftgesttllt worden Dre Sperrmaßnahmen sind angeordnet

Stangenrod ist die Maul- und Ktauenseudu amtiid) sestgestellt worden ES wird gebildet ein Sperrbezirk bestehend aus her Ge marTung Stmigenrod und ein BeobacktunaSgeoiet bestehend aus den Gemarkungen Lumda, Belters­hain und Grünberg

Unter bem Schweinebestand des Jakob Lotz zu (Warbenleid) ist bte Rollaufseuche fest gestellt worden. Die erforderlichen Sperr maß - regeln find angeordnet worden

Räude in Gießen. Die Räude bet btr Pferden, die in dem Gehött Walltorsttaße 28, Gasthaus zum Schwanen", untergestellt waren, ist efloschen. Die Sperr Maßnahmen sind auf ­gehoben

(Rcridytsfaal.

Das Urteil gegen Hauptmann Müller

Leipzig, 30. Mai. (Wolff.) Das U r - teil im Prozeß gegen H auptrnann Muller vor dem Reichsgericht wurde heute nachmtllaq verkündet. Müller wurde wegen Mißhandlung von Untergebenen und Zu lassung einer Mißhandlung sowie wegen vor­schriftswidriger Behandlung und Beleidigung Untergebener zu einer Gesamtstrafe von sechs Monaten Gefängnis verurteilt Im übrigen erfolgte Freisprechung.

Leipzig, 30. Mai. (Wolff.) In der umfangreichen Urteilsbegründung im Prozeß Müller vor dem Reichsgericht führte der Prä fident u. n. aus: Die schweren Anschuldiauni- gen sind nicht erwiesen, sondern geradezu widerlegt. Mit Nachdruck betonte der Präsi dent in der Begründung weiter, daß der An­geklagte ein pflichtgetrcuer und diensteifriger Offizier war. Daß der Angeklagte sich zu Aus­schreitungen hinreißcn ließ, ist durch seinen Tiensteiser und burd) seine Erkrankung an einem Herzleiden veranlaßt worden. Was die einzelnen Fälle betrifft, so ist angenommen worden, daß eine Meuterei nicht vorlag und daß der Angeklagte sich nicht für berechtigt hal­ten konnte, zur Abwehr der Meuterei so zu handeln, wie er getan hat. Der von den eng­lischen Zeugen bekundete Fall der Leichen schändung wi als nicht erwiesen anzusehen: denn diese Zeugenaussagen seien glatt wider legt worden. In« übrigen beurteilte das Ge richt die als strafbar angesehenen Handlungen in demselben Sinne wie der Oberreichsanwalt

Hinterziehung erhöhter Umsatzsteuer.

X. Offenbach a. M., 28. Mai. Durch rechtskräftigen Strafbescheid des Finanzamtes Offenbach wurde der Inhaber der hiesigen Firma Abraham Kaufmann *wegen Hinter ziehung von erhöhter Umfatzsteuer zu einer Geldstrafe von *299 245 Mk verurteilt.

DermHd?te»

Ern wertvoller Rubens gestohlen.

W i e s b a b e n, 31. Mai. (Priv.-Telegr. Der Bcrl. Lokalanzeiger melbet: Aus einer hiesigen Privallvohuung würbe ein Gemälde von Rubens im Werte von 200000 Mk. ge stöhlen, das die Anbetung der heiligen drei Könige darstellt. Als Täter kommen drei fungc Leute in Betracht, die sich als Heidelberger Studenten ausgaben.

Berlin, 29. Mai. Den Blättern zufolge stürzte gestern abend bet Johannistal ein Flug ;eug brennend ab, das Flugblätter über Ber­lin abmerfen wollte Beide Insassen sind tot.