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P "leit lässt sich durch nichts fartintt nühtd soildisputieren. Wir (xucti

Die Ergänzung der miniftsriums.

und

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irregeführter Aufständischer. ,

Vie Lage in Gberschlefien.

Die Volksbefragung in Salzburg.

Salzburg, 29. Mat. lWTD) Die Volks» befragung wegen des Anschlusses ging nach b*n bisher vorliegenvenNachrichten im ganzenLande ohneZwilchen- fall vor sich. Die offiziellen Stellen beteiligten sich an dem Abstimmungsapparat in keiner Weise. Dach dem um 7 Uhr abends vorn Bürgermeister verbündeten Ergebnis sind in 85 Gemeinden, aus denen bisher Abstimmungsergebnisse vorlieqen, 68 210 Stimmen abgegeben worden, davon 67 533 Stimmen mit ja und 677 mit nein. Die Stadt Salzburg verzeichnet 20 135 Stimmen mit ja und 225 mit nein.

Berlin, 28. Mai. (Wolff.) Die wir er fahren, steht die Sefefrung des Postens des Wiederaufbaumini st ers unmi telbar

und Dingeldcy ernannt. (Es entspann sich dann eine längere Aussprache über die Frage: Welche Wirkung der dem Reichstag vorliegende Entwurf zu einem Reichsgesetz in Ausführung des Art. 146 Abs. 2 der Reichsversassung auf das hessische Volksschulgesetz haben werde, bzw. ob es angebracht sei, schon jetzt in die Beratung der Mote'-e einzu. treten, da nach Art. 174 dieses Entwurfs bfn Ländern mit bestehender Simultanschule die Erhaltung dieser Schule ..bis auf weiteres' zuqesichert ist F-nbet der Entwurf in btefer Form Annahme, so bleibt die Simultanschule für Hessen ggnädift aesichert. Der hesiische Entwurf hält an der bewährten Simultanschuft fest. (Ein Regierungsvertreter äußerte sich ou-ckührllch zu der Vorlage und erklärte auf eine Beschwerde, daß der Landeslchulbeirat um deswillen nicht mehr gehört worden sei, weil diese Körperschaft an der Be­sprechung des früheren Entwurfs teilgenommen habe. Es wird dann Art 1 de» Gesetzes beraten, der die Aufgaben der Volksschule im allgemeinen fest legt, der aber keine Aenderunq an dem bisherigen Gesetz vorsieht. Es werden verschiedene Abänderungen vor. geschlagen. U. a soll außer den Grundlagen relgiös. sittlicher und nationaler" Bildung auch .sozialer' Bil. düng beigefügt werden, ebenso soll der Gedanke der ^Völkerverständigung" aufgenommen und die Worte .bürgerliches Leben" durch die Worte .Gemeinschafts, leberseht werden. Eine Einigung wurde hierüber nicht erzielt und die Beratung bann auf Montag nachmittag vertagt.

Aus dein desehl-n Gebiet

Tie Fahrvreiserhöhung tm besetzten Gebier.

Aachen, 28. Mai. Molff.) Wie bet Reich skornrnissar für die besetzten Gebiete auf eine Anfrage mitteilt, ist die Nach­richt, daß die Rheinlandkommission die Fahr« Preiserhöhung auf den deutschen Eisenbahnen ab 1. Juni nicht genehmigt hätte, unzutref­fend- Die gegenteilige Meldung war uns von dem belgischen Kreisdelegierten für den hiesi­gen Bezirk zugegangen. Demgegenüber erklärt der Reichskommissar, daß er die Genehmi- g u n g der Rhein landkommission in der &ajib habe«

Die Zahlungen an die Entente.

Berlin, 28. Mai. (Wolff.) TaS Reichsfinanzmini ft erium teilt mit: Tie deutsche Regierung ist verpflichtet, für dis- ienige Summe, die von den nach Abschnitt 5 res Londoner Ultimatums zu entrichtenden 1 Milliarde Goldmark bis zum 31. Mai in Gold oder Devisen noch nicht be­zahlt ist, Schatzwechsel mit drei Monate Laufzeit zu liefern, welche die Indossamente genehmer deutscher Banken tragen müssen. Die Reparationskommission normte als die ihr für )ie Indossierung genehmen Banken die Tranken (Darmstädter Lank, Deutsche Bank,

älS die Dolen sahen, daß diese Karte gegen sie ldangen würde, wollten sie fu* für ungültig er­küren. Tas rst das Gegenteil von jenem fair plan, das in bi? en Wochen von b?m?tragende. Stelle in England für Obersdtlesien verlangt roor bat rft Tee Bevölkerung hat 'ich mit saft 3 < Millionen für Deuts chlan d crtäct. Siele aud) voll Ihnen, meine Lee ren, haben mit dazu beige tra-gei, bafe der 20. Mär» ein Ehrentag für Cbcrfdiejen und ein Ehrentag für daS g türmte deutsche Volk geworden ist, twtz des lxn den Polen vor und bei der Wsrirnming aus.teübt.n Terrors Tie vor aller Welk offenluitbigc Aus vrache des vbersd)lesises,en Vvllles für Tcutfcttanb und gegen Ml >f#»n f/iuf iirfi SirM» Ca«4K.i,| CT Tl Uttb OUTCf)

O ppeln, 28. Mai (WTB.) Tie Lage ist allgemeinen, mit roenigen Ausnahmen, un­verändert. Ter aus Opreln am 24. Mai

mit Lebensmitteln für Glnwitz abgefahrene Zug wurde in Laband von den Insurgenten ange­balten und daS Zugper'onol verhaftet. Ter Zug wurde von einem cnglrdm und einem italie­nischen Offizier und Wachmannschaften be­gleit«. Zwei der Leversmittelivagen deS Zuges wurden von den Insurgenten völlig ausgevlündert. Am 19. Mai erließen die Insurgenten eine Ver­fügung über die Neuordnung des Ei'cnbahnwefenS in Obersch'esien. wonach für die Verwaltung der Eisenbahnen, die von den Aufftändiscken besetzt find, ein Eisen bahnrat eingesetzt ist, der un­ter AuSfcftliestung der Eisenbahndirektion m Kottv- witz befugt fein tzoll, verbindliche Anordnungen au treffen. In der Vervrdiumg wird zugleich den (ncnbahnbebiatfhrten der besetzten Lini' unter A drohun > lv i Stafn verb tnt ich cn tie Cifer* bahndircilion mflatt? mir. -u mrtirn und rvn der­selben crbaltene Befeh-le aus ^führen. Beim Eisen- babnrat ist eine Zentra^eisenbahnkasse gebildet, an rodehe alle Stackonskassen ihre Einnahmen ab» führen sollen, wahrend an die Kasse der Eistn- bahndirektivn in Kattowitz keinerlei Einnahmen übersandt werden dürfen. Tic llmgebunc von Rosenberg wurde von den Aufstär>ischen geräumt, die bei ihrem Zurückweichen Plünderungen und Drandschatzunaen verübten. A.rr- fei ei en an

bet Bahn st rare O^vetnG-r-.ß Strdhin ro-rden fette rlämpsc a meldet Am 23 u. 21 Mar abends wurde das Dienstgebäude der Eisen.barndirektion

n sie'^-Een. Am 25. Mai vormittags haben bewa'fnete Insurgenten aus dem Bähnchen xatLrolg 3 ? Je.Ln n , Mul- unb Gütenvagen gestohlen und nadi der I'aroeiefv abge>'chlevpt Die Sagen standen au' den Gelei'en inrnrhalb des Stadtgebietes, das nach der Derein- bamng ^er F-ranrosen mit kn Inchrgemen von

diesen nicht betreten werden durfte. Die französi- >chcn Wachen verhinderteit den Ticbilabl nicht obwohl sie rechtzeitib durch daS Eisendahnauf- tchtSpersonal verständigt worden waren Die auS* reichende Dasserver>^iung von S'at,'ivitz ist an- , s«in-n> ge i ch.rt Die von t)*r polnisch.m Pre se gemeldeten Greuelta^en, von Deutschen an Polin- egen Gef.rngamrr rn Neisse sind in vollem Umfange unjutrefienb und entbehren jeglicher Unterlage.

Ein italienischer Vorschlag.

Paris, 28. Mai. (Wolff.) Pertinax erklärt imEcho de Paris", in feiner heutigen Sitzung habe sich der B v t s ch a f - t errat mit einem Vorschlag des Generals de M a r i n i und des Obersten Perceval über Oberschlesien zu befd)äf igen Die beiden Kommissare hätten den Vorschlag unter­breitet, unverzüglich die Bezirke, in denen D e u t s ch l a n d eine unbestreitbare Mehrheit erzielt habe, durch deutsche Truppen, und die Bezirke, in denen Polen gesiegt habe, durch polnische Truppen besetzen zu lassen. 17 000 Mann seien alSdann in dem strittigen Gebiet zusammengezoaen, um dann dort eventuell die neue Grenzlinie ver­teidigen mi können. Pertinax nennt dies eine sehr schlechte Kombination. Die fran­zösische Regierung werde sie ablehnen, weil die deutschen und die polnischen Führer erklärt hätten, daß sie bereit feien, die Auto­rität der Bolksabstimmungörommission an» zu er kennen. ES sei deshalb nicht zweckmäßig, eine Lösung anzunehmen, die den Grundsatz in sich schließe, daß der Kamps fortgehe. Auch habe die interalliierte Mi i'.ärwmmissivn in Versailles erf.ärt, die Soldaten seien in den genannten Gebieten gefährdet. Schließ­lich aber foenbet sich Pertinax dagegen, daß man die Bezirke V l e ß und R y b n i f ab- splittere. Gerade diese beiden Bezirke hätten eine sehr starke polnische Mehrheit, und wenn man sie ab splittere, dann werde das Stirn- menverhältnis für die Polen ungünstig. Außerdem lieferten die Greife Pleß und Ryb- nik nur etwa ein Fünftel der gesamten Kohlenproduktion. Frankreich müje sich also auf den Grundsatz der Unteilbarkeit der industriellen Bezirke festlegen. Eine britische Division für Oberschtesien.

London, 28. M ai. Der Berliner Ver­treter von Reuters Bureau meldet: Eine ganze britische Division wird umgehend nach Ober­schlesien abgehen. Sie wird unter dem Kom­mando des Divisionsgencrals H e n n i k e r stehen, der sich im Kriege sehr ausgezeichnet hat. Die Division wird mit Artillerie, Pionie^ ren und Tanks voll ausgerüstet sein. Oberst Wauchup von Blackwatch, der eine der Briga­den kommandieren wird, ist heute auf seiner Reise nach Oberschlesien durch Berlin ge­kommen.

^iskonto-Gesellschaft und Die dner Dank) und bezeichnete damit deren Zndossament als eine sie befriedigende SicherüeUuiui Die goü nannten Banken erklärten sich auf Veranlas­sung der Reichsregierung im vaterländischen Znteresse bereit, die Schatzwechsel, welche einen Betrag von 8 4 0 M i l l i o n e n G v l d m a r k darstellen, unentgeltlich mit ihren Iw- dossamentS zu versehen, nachdem ihnen eine wirksame Entlastung für ihre Verpflichtungen von der Reichsbank zugesichert wurde und ihnen ein Pfand für die pünktliche Einlösung der Schatzscheine ohne Inanspruchnahme der Banken vorgeleat wurde Die Schatzwech­sel sind am 28. Mai an die ReparationSkom»- Mission abgesandt worden.

Mit der illebergabc der Schatzwechsel ist die Verpflichtung, innerhalb 25 Tagen von dem Ultimatum ab 1 Milliarde Gold mark zn bezahlen, rechtzeitig erfüllt worden.

Die Garautiekommifsion.

Paris, 28. Mai. (SB. B ) Wie dieTimet" mttteilt, ist die G a r a n t i e k o m m l s s i o n, wie im Londoner Abkommen vorgesehen, nun­mehr beendet. Sie wird, wie bereits mitgeteilt, ihren Sitz in Paris haben, jedoch über einen stündigen JnformationS- und Kontrolldienst in Berlin verfügen. Sie wird sich anfjerbem jedesmal, wenn sich die Notwendigkeit dazu herausstellt, selbst iiach Berlin begeben und in ständiger Fühlung mit der deutschen Regie­rung bleiben. Tie Kommission hat den fran­zösischen Vertreter Mauelör zum Vorsitzenden, und den belgischen zum stellvertretenden Vor- sitzenden ernannt.

Wiederaufbauberatungen.

Paris, 28. Mai. (HavaS.) Die deut­schen und die französischen Sachverständigen, welche mit der Prüfung der Pläne für die Lie­ferung von Holzhäusern durch die deutsche Regierung behaut sind, sind heute normit* tag unter dem Vorsitze von Loucheur von neuem jufammengetreten. Der Hauptgegen­stand der Besprechung war die endgültige Re­gelung der finanziellen Frage mit Bezug auf die Lieferung dieser Häuser.

2hts Liessen

rm. Darmstadt, 29. Mai Der Schub

bevor: sie darf für morgen erwartet werden. Es handelt sich darum, eine bedeutende Persönlichkeit aus der Industrie zu gewinnen, die mit hervorragendem Organi- sattonstalent begabt ist, sich organisatorisch schon während der Kriegszeit hervorragend bewährte und auch im AuSlande SZerttauen genießt.

DeS weiteren erfahren wir, daß ein Be­such der Regierungen der übrigen deutschen Staaten durch den Reichskanzler wohl in Aussicht genommen ist, aber ein bestimm- ter Zeitpunkt hierfür noch nicht angegeben werden kann. Es wird auch betont, daß unter keinen Umständen an irgendeine Dieder­aufrichtung des ZwangSwirtschaftS- s y st e m S gedacht wird.

Berlin, 28. Mai. Nach der Mittei­lung einer Korrespondenz könne eS keinem Zweifel mehr unterliegen, daß der Präsident der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft, Tr. Walter R a t h e n a u, an die Spitze des durch die Annahme des Ultimatums künftig außer­ordentlich bedeutsamen Wiederaufbau­ministeriums freien werde. Tie Verhand­lungen mit ihm seien so gut wie abgeschlossen.

nenb hervorgedoben, unter den für Deutschland abgegebenen Arbeiterstimmen befüüen sich vor­wiegend Stimmen der geschulten und damit ler- stutigsfähigeren Arbeiter. Gerade die gesamte hoch- sieilende Arbeiterschaft bat für Deutschland ge­stimmt, und ich füge hinzu, je größer der Stamm deutscher, gesdtulter und leiftungssährger Arbeiter ist, desto rascher rotrb DeursLland und damit ganz Europa von den schweren Stunden gen ei en, bte ihm der Krieg gefcNagen bat. Tas iitefne Lebens­frage Europas. Deshalb sollte gerade die Dal tun j ocr geschulten Arbeiter OberschlesrenS den Män­nern, denen die Gmtfdieibung oMi?gt, alS Finger­zeig gelten. Und ich sage weiter, eine Welt, in der die Tüchtigkeit deS Arbeiters als ein Grund zur pvlüi.chen Minderbewertung und damit als ein Matel gelten würde, eine solche Welt wäre eine verkehrte W^t. Ter ictzige Aui- flanb und feine blutigen Folgen können unS unser guteS Recht nicht nehmen. Wir empsmden auf das tiefste die unaiKiben Leiden, die das vberschlesische Volk durdrmacht. Seren Sie über­zeugt, daß nichts, was in unserer 5kraft steht, unterlassen wird, was zur Besei tTung der Ävr- fantv-Diktatur führen kaim und die gesetzmäßige Wiederherstellung der £Drtmin:fl gewährleisten sann. Wenn die Polen geglaubt haben, die Welt vor vollendete Tatsachen zu stellen, so fakn sie heb getäuscht. Es wäre auch der Gipfel der Unge­rechtigkeit, wenn brutale Gewalt dem Recht ge­opfert w.rden würde. Meine verehrten Herren! Obcrschleiien ist ett deu:sch-eS Land: deutsch ist seine Shzltur, fein soziales Lel»en, fein Empfindeir intb seine Wirtschaft. Nur mit TeutscRand ver­eint kann es blühen und gedeihen. Unser ist und das betonen mir immer iwber, indem wir Hinweisen auf das demokrati chc Leben in Europa die Stimmenmehrheit, unser daS Recht, unser die Gerechtigkeit: Und so lasten Sie uns Höften, daß diese Waften, aut roir binweisen, die Mehrheit und daS Recht, ficb schließ lich starker und siegreicher erweisen werden, als tne Maschinengewehre und .Bomben fanatiiterter

aurschuß des Landtags trat am Freitag in die Be­ratung der Novelle über das Dolksschulgelet; ein Für die Derichterstattung zu den einzelnen Abschnitten werden die Abgg. fi a u l, Schorn, Reiber

Eine Kundgebung für Oderschlesien.

Die vereinigten Verbände heimattreuer Oberfchlesier veranstalteten gestern nachmite tag im Lustgarten t?inc fast beispiellose Kundgebung, an der weit über Hun - dert t aufend deutsche Frauen und Männer teilnahmcn und die ifich gegen die polnische Willkürherrschaft und die Tatenlosigkeit der Alliierten richtete. Von sechs verschiedenen VersammlungSplätzen marschierten unter den Klängen vaterländischer Lieder und Märschen mit weißgetben Fahnen und zahlreichen Schil­dern mit Jnschri'ien ungeheure Scharen Kom­munisten und Deutsch-Nationale, Unab­hängige und Anhänger des Zentrums ein­trächtig nebeneinander ihrem 'Ziel entgegen. Ein erhebendes Bild einheitlichen Willens. Redner aller Parteien, Gewerkschaftsführer aus Breslau, Kattowitz und Oppeln, ober- schlesische Kommunisten, sie alle sprachen im Lustgarten, allein von 40 verschiedenen Stel­len, und alle 'waren einig in der Verurteilung der blutigen polnischen sGreuel und der .Hal­tung der Entente. Der Andrang war so unge­heuer, daß auch üm Nationaldenkmal und auf dem Schloßplatz weitere Redner sprechen muß­ten. Flugzeuge kreuzten ^vährenddcssen über den Straßen und warfen Flugblätter ab.

Berlin 29 Mai. lWTB.l Bei der Kund­gebung für Obersdibsien waren besonders bemer­kenswert die Ausführungen b>3 Vertreters bet kommuni stifchenParteiin Äaltowitz. Tr. Weinberg Er sagte u. a : $n Oberschtesien Jcrrfrbt Mord. Vergewaltigung inw Toi schlag. Ter Dole herrscht im Vertrauen auf die französische Bundesbrüderschaft in der fürchterlichsteii und un» nunschlicbsten Weise. In uns allen aber lebt die Hoffnung, daß es nicht so bleiben kann, bass einst wmmen wird der Tag. an t>?m wir das Joch der Fremdherrschaft abschütteln. Und haben wir jetzt auch keine Waffen, so werden wir deutsche Arbeiter doch zeigen, daß wir noch Mark genug in den Knochen haben, um uns von der Tyrannei unserer Gegner zu befreien. Wir Oberfchlesier sagen ohne Unterschied brr Partei: Wir sind Deutsche, wir wollen bei Tcutf(Hanb bleiben! In der angenom^ menen Entschließung heißt es. Das oberschleftsche Volk hatte bestimmt gehofft, daß mit dem Tage der Abstimmung alle Not ein Ende nehmen wird. Statt dessen sind seine Leiden ins Uncmreßlid-e gestiegen, .stvrfanty regiert, trotz seiner Entwass- nur.gszusage Wir verstehen, daß das von allen verlassene, auf sich selbst gestellte ober schlesische Volk in höchster Berzw.nftnng und aus Selbst- erhaltungslrieb zur berechtigten Notwehr gegriffen bat, und fordern, daß dem Zustand der Gewalt byrd) die Garantiemächte sofort ein Ende gemacht roirb. Wir fordern an der Svitze der interalliierten Kommission endlich eine Persönlichkeit, die die Bürgschaft für eine ehrliche Durchführung des Friedensvlwtrages bietet. Wir fordern, daß durch die beschleunigte Entsendung ausreichender eng­lischer und italienischer Truppen der ge etzmäßige Zustand in Oberschlesien sofort wieder her gestellt und tun die Gr?n;> gegen Polen lückenlos ge­sperrt wird. Wir fordern, daß di? deutsche Re­gierung nach wie vor mit dem größten Nachdruck' für das bedrängte vberschlesische Volk und für das Verbleiben deS ungeteilten Oberschlesicns bei Deutschland eintntt.

.Nack lang anhaltendem B iiall zogen die Massen nach ihren Versammlungsorten ab, wieder mit Musik und unter Abiingen vaterländischer Steher.

Berlin, 29. Mat. (WTB.) Im Anschluß an dte bereits gemrfbete gewaltige Stu Umge­bung her gcanttem Berliner Bevölkerung heute nadmr.ttag im Luugarten gegen die Vergewalti­gung ObersdrlestenS begab sich eine Anordnung von Ober'd/e iern in die Reick s an;!ei, wo sie von dem Recck s.anzler Wirth im Bei ein des Reicks- Ministers des Auswärtigen Tr. Rosen empfangen würd'. Der Führer der Delegation übe.r iduc fern Rcidrskanzler die int Lustgarten gefaßte Ent­schließung.

Ter Reichskanzler antwortete hierauf mit wlaenden Worten: Mit tiefer Ergriffenheit bin ich dem Verte cn der Resolution gcfvl.it. Sic dürfen überzeugt sein, baR das gante deutsche Volk daS Riuacn des oberfdlefifdten Volkes, nicht wie man landläufig sagt, m t Interesse verfügt, son­dern die Ereignisse in Cbendjfcficn geradezu mit wehem Herzen tief ergriffen hrtmimm: Zch habe mich von bieer Bewegung des deutschm Voltes, die ernc wahre Volksbewegung ist. auf m:-- ner Reise in Süddeutsch lau o über-.'j 'cn können, wo ich überall gefragt werden bin: Glau­ben Sie, ^err Reichskanzler, daß dem oberschlc- fifdKit Volke das Rocht zuteil wird, auf das e:- toirflid) Anspruch erheben kann? Ich bin des! alb auch von Tauf und Freude erfüllt über die gewate tigeÄüub'.ejung, di? Sie ftn Lust^tarten zusammen geführt 'hat, unr für das gute bc.itfche Reck auf die es alte deutsche Land ihre Stimme - i er fei :n, und mit Raddruck Ern'vruch geget die Vergewal­tigung, welche unfere BolMgenossen txr.i hen xvl- nifdizn Insurgenten ,:u crdülden haben. Lwute modcke ich in Kür-e nur das eine zu Ihnen sagen. Nack? dem WunsckL der Paten i das Ai n 'mn nngs- gebiet Oberschlesiens aus der Provinz Obeiscklcsien herausgeschnitten worden, weü ne glaubten, bet der Abstimmung in einem willlürlich abgetrcimte: Telle er . sicher zu sein. Aus voln i'-cke

Jmtiative hin ist ferner den nickt in Oberschtesien wohnhaften Abstimrn.ingsbe. ecktt'ten seftterzeit da-5 Stimmrecht tetercunr trorbeit .^mterber freilich.

nichts sortdispuneren. Wir hal>en viel verloren in Tcutldtlamb: Rutsch'S Land, deutsch»? Stammes- genossen in Oft und West, die "Waffen, Schc'fe, v«ld und Geld, aber die Vaterlandsliebe, diese Liebe so bewährt, Hn? fic von allen O'.er- Sanb, wo man seine Jugend verlebt hat, lassen wir uns nicht nehmen! Und solange sich die e Liebe so bewährt, wie ft ertön allen Ober­schlesiern in Oberschlcffen und im übrigen Deutsch« land zum Ausdruck gdkmmen ist, solange bür-J fen wir hoffen, da ß es mit imfercnr

Vaterland wieder aufwärts gehen roirb.

Oberschlesien hat sich für Deutschland erklärt, und' iroar aus sämtlicheir Schicküen der Bevölkerung ist die Mehrhei: für TeutMand gewesen. Tic von mandjer Seite ausgestellte Belxmvrung, dts Arbeiterschaft hätte sich für Polen erklärt, fteht im sckwoffsten W-'dersp-uch zn den Tadacken. Dtmdetttausende und Aleckhun^o.ttausende von 9lr^ beitern sind für Deutschland dngetreten. DaS etr.d aber ist richtu, wtb daS hat auch btlb nach der Abstimmmig ein gnobeS eiig.i dx3 B att '< lS lteteich-

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Montag, 50. Mat 1921

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