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Donnerstag, 29. Dezember 1921

M- Jahrgang

Erstes ülatt

Die Konferenz in Tannes

mal gröber als das

einer

die

den von

am am

Die Lohnbewegungen,Streiks u. Aussperrungen im Jahre 1920.

Frankreichs definitive Tonnageforderung.

den Zustand des Heeres gemacht und erklärt, dieses fei trotz der ernsten internatio­nalen Lage von fünfeinhalb auf Dreieinhalb Mill. Mann herabgesetzt worden. 3m Ver­hältnis zur Gröhe Rußlands sei Seispteksweise das Heer Frankreichs letzt achtzehn- ' andS.

1. Januar und die anderen Delegationen 5. Januar.

Wie der .TernpS" mitteilt, werden an technischen Vorberatungen bei der Konferenz

Russische Truppenansammlungeu ein der finnischen (grenze.

Frankreichs. Sarraut, die offenbar defi- nitiveErklärung abgegeben, daß Frank- reich keine geringere Tonnage als 330 000 Tonnen für die großen Schiffe und 90 000 Tonnen für die Unterseeboote annehmen werde. Die britische und japanische Dcleaation hätten er» klärt, dah sie angesichts des Verlangens Frankreichs sich ihre Haltung hlnsichtlich der Tonnage der großen Schiffe Vorbehalten müßten.

Jtalienfeindliche Kundgebung^« in Agram.

Graz, 29. Dez. (WTD.) Die ..Tages- post- meldet aus Agram: Die akademische Jugend hielt gestern eine große Protestvev- sammlung gegen die von den 3taltenern in Dalmatien vvrgenommenen Verhaftungen ab und veranstaltete dann vor dem italienische» Konsulat eine große itolienfemdltchc Kund­gebung. ___________

Paris, 29. Dez. (WTD.) Aach Havasnachricht aus Washington hat gestern vor der maritimen Kommission der Delegierte

Kopenhagen. 28. Dez. (WTB.) Aach einem Telegramm der ZeitungPolitiken aus Helsingfvrs ziehen die Aussen an der finnischen Grenze starke Truppenabtei- jungen zusammen. Dies veranlaßte vor einigen Tagen die Gerüchte, nach welchen zwtsche» den bolschewistischen Truppen und den sin- Nischen Freischaaren blutige Zusammenstöße statt gefunden haben. 3n finnischen Militär- kreisen betrachtet man die russischen Truppen- konzenttattonen als militärische Demonstration. Von sinntscher Sette wurden Maßnahmen ge­troffen- für den Fall, daß die Volschewtste«

Grenze überschreiten.

Ein Beschluß des MarineauSschusscs der Kammer.

Paris. 29. Dez. (WTB.) Der Ma- rineauSschuh der Kammer hat gestern eine Sitzung abgehalten, um Erllärungen des Marineministers über die Verhandlungen in Washington entgegenzunehmen. Die Kommis­sion hat einmütig auf den Vorschlag des Ab­geordneten Gels hin beschlossen, das Mini­sterium zu verpflichten, energisch die mari­timen Interessen Frankreichs zu unterstützen, das eine genügend starke Flotte nötig habe, um seine Küsten, seine Kolonien und die Freiheit seiner Verbindungen zu schützen.

Die neue U Bootsrage.

London. 28. Dez (Wells ) Reu er meld« au» Washington. der Vorschlag da» getarnte II-Doot-Problem in 2 be rach! d r augen­blicklich entftanZK-nen Schwierigkeiten einer k ü n s- tigen Weltkonseren, zu ub'rla'fen. sei ,eht mehr in Nm Vordergrund fldrre i di r trügen die Dr'e te ten den ge orh t?n Di- pLometifd:en Oprim S EM» »ur 61xxu 3a vri- txrten Gesprächen hab. redoch mehr alÄ einer der ! Delegierlen zugegeben, tat? dre Haltung der aran-

PariS. 28. Dez. (WTD.) Aach einer Mel­dung der HamSagentur finden die Sitzungen deS Obersten Rate» in dem Saale einer Rudergesell- schafl In SanneS statt. Die erste Sitzung ist au den 16 3anuar anberaumt. Für die Verhandlun­gen sind etuxt a ch t T a g e vorgesehen. 3m ganzen werden für die Verhandlungen etwa zweihundett Peisonen erwartet. Die amerikanische Delegation trifft am 29. Dezember ein, die englische

Die neueste ,.Verfehlung" Deutschlands.

(Berlin. 28 De^ (Wolff.) Französische Blätter teilen mit. daß die AeparationSkom- mission sich heute mit einem angeblichen Der- zug Deutschland- in der Lieferung von KokS zu beschäftigen habe Die refldmahijc Lieferung von 15 000 Tonnen pro Tag sei feit dem 15. Dezember auf 910003 Tonnen zurück- gegangen Die Mitteilung spricht von einer drit­ten Verfehlung Deutschlands, die hierdurch fest- aefiellt werde Die erste Verfehlung datiere vom 3uni 1920 vor der Konserenz von Spaa, die zweite gehe aus den Monat März 1921 zurück. alS die deutsche Regierung die erste Milliarde Goldmark, die auf Grund de- Versailler Ver­trages al- Abschlagszahlung der Summe von 12 Milliarden verlangt wurde, nicht befahlt habe DaS .Scho de Paris" füg« der Vachrichl hinzu. eS erscheine ihm angebracht, am Vorabend der Konferenz von Cannes den schlechten Willen Deutschlands noch einmal feierlich feftzustellen

Don unterrichteter Seite wird hierzu solgen- deS bemerkt: 3m Verfolg deS Snde November

Selen und der Japaner In der U-Boot-Frage eine Regelung jetzt unmöglich mache. P.as bci-.i Har ding tli. ttwe verlautet, für den Plan dner ipäierei Konferenz zur B^han^n? Mder Frage, ii^chefrndere, da sie zu se.nen P.änen für <iac fortlausende Ädbe von Kon er^.zen zur Orrr- k-runa intematwaaler Fragen passen wurde. Seit der Ad:vl e DriandS h rttche allgemein ber Eindruck, Dah Ne Frage btr Land ui gcn aas der gegenwäiligen Was-inglo.-e-. Kontere .) rtltt mehr zur Sp ache kommen uxtZk* Die» werde übrtgenS auch durch Ne Hall ang der itali.nischen und der briti'chen SttaatSmünner beiläiifli. 3n britischen Kreisen fei man stelS der Meinung ge- we en, Dafi Ne Frage Der europäischen Land- rüflungen bester auf einer Zllamin nl^nsl m 8 u r o Da erörtert werden lönntc, als in Den Ver­einigten Staaten, wo daS 3nt rcfle an einer s)l- chen Frage nur mittelbarer Art fei.

W e .Da i l h S h-r on ic le b.rich'et. ruht augenblicklich tie garze Arbeit d« K nf.renz in Crvxinung Der Antworten von PiriS und Tfk.a über Ne Ll-Doot- bzw Schanlu g Frage. De'- beiden Haupistüdte harten ea In ihrer Macht. Den großen Hardingschen Plan Der RustungS- einschräilkung zum Scheitern z» btirfl'n Wenn aber Fvauk.e.ch oder Japan eS tat äilid) auf Die Spitze treiben sollten, so würden diese Länder Internationale Folgen zu gewärtigen haben.

Washington, 28. Dez. <WTD.) Vach einer HavaSmeldung hat die sianzö >sche Abord­nung die Antwort der Regleruna betreffs der 11 03 o o i e erl-alten. Sarraut und Admllal Le on halten eine Unterredung mit HugheS 3n untcr- rlchleien Kreien wird geäußert, Frankreich werde den amerikanischen Vertrag, der die Deibelialtung deS StatuSguo in bezug auf die Unterseeboote

Aufklärungen zu geben Die Versuche, eine ver­nünftige Lösung der Reparationsfragen, um Die sich gegenwärtig alle beteiligten Mächte bemühen, nach dem Voibilde von Svaa durch Schaffung von Schwierigkeiten in der Kohlenfrage zu stören. Dürften daher ohne Erfolg bleiben. Von Deutsch­land sind auch die beiden ersten angeblichen Verfehlungen niemals anerkannt worden Von einer dritten Verfehlung kann somit weder sachlich noch formell die Rede fein.

Tnd Wirtschaftsabkommen zwischen Danziq und Polen.

Danzig, 28 Dez. (WTD.) 3n der hnatigen Sinuna deS VolkSlageS wurde nach längerer De­batte die Ratifizierung de- Danzig-polni­schen Wirtschaftsabkommens In zweiter Lesung mit 62 gegen 22 Stimmen angenommen. Die Dritte Lesung findet am SamStan statt und Dürfte das gleiche Stimmenverhältnis zeigen.

Trotzki Über das russische Heer.

Kopenhagen, 28. Dez (WTV.' Die Zeitungen melden In einem Radiolrirgvamm aus Moskau: Trotzki hat gegenüber Ver­tretern des Voten Kreuzes Mitteilungen über

Paris ab. An den am Freitag in Paris be­ginnenden 'BerbanMurgen wird auch Sir Dort- hlngtvn Evans teilnebmen.

Sitzung der Botschafterkonferenz.

Paris, 28 Dez^ (WTD.) Die Botschaf- terkonferenz hat heute oormlltag eine Sit­zung abgeballen und sich wie der .TempS" mit- teilt, mit Fragen beschäftigt, die die Ausführung deS Friedensvertrages betreffen.

Rathenau in Paris.

Ber11n. 29. Dez Wie die Blätter erfahren. Ist Dr. Vathenau gestern von Berlin nadi Pari- abgcrelft Der .Deutschen Allgem. Zig." zufolge ist Die Veise auf eine AufforDerung von autoritativer Seite der Entente erfolgt. ZwcisellvS steht Die Reife Rathenau» im Zusammenhang mit den Verhandlungen. Die heute nachmittag in Pari» zwischen Der RevararionS- kommiNwn unD Der deutschen Krieg»lastenkom- Million beginnen sollen Laut .Ball. Fig." wird Rathenau in Pari» nicht in offizieller amtlicher Eigenschaft und nicht im Auftrag Der deutschen Re­gierung tätig sein.

Dic geplante internationale Konferenz.

Teilnahme Deutschland» und Rußland» wird In der P r e s s e ausführlich besprochen. Laut .Evening Standard' hat sich Rußland Dem Standpunkt Der all heilen Rationen allmäh­lich genährt. Es bestehe Die Möglichkeit, daß Die Konserenz von EanneS zu eine. .1 i äbtrung der öotriclrcalcrung sowohl an D.c Xhic.tcn, al» auch an tie Vereinigten Staaten führen axrdc.

.Manche st er Guardian- giot in einem Lcliartikel der Hoffnung Ausdruck. Da6 die Mel­dung über eine bevorstehende ÄntaDung an Tschitscherin und Lltwinvff, nach London zu kom­men. Un schlimmsien Falle verfrüht fei Rußland und TxuIschiand. saat da» Blatt, halten die Schlüssel zu tem a irtschaltllch'i Durcheinander In Europa in der Hand, und Rußland nach. Ansicht vieler Leute den Hauptfchlüffcl.

.Pall Mall and Giove" schreibt, Eng­land hätte Rußland al» Runden nötig Wenn England sich nicht beeile. Die offiziellen Bezie- bunten mit Rußland usteder herzu e i n, so wüibc Deiulchland daS russische Wlrt'chaNsleöen mit seinem eigenen verketten, den rufh' hen Handel abbän iig von sich machen. (feiglanD einen Kunde« weanehmen und 'ich ein Monopol auf tie rustl- ld.cn Rohstoffe fichim ßloo** ® *rrge we de viel­leicht innerhalb feine» Kabine t» einen Kamps zu flcuxirtlgen « haben. Minj'ier Lhurchl11 flünbe. wie cS heißt, dem Wißen der Konferenz keineswegs wohlwollend flc<-cnü!*r.

London. 28. Dez «Wolff) .Dali» Mall" nicldet auS London. Präfidenl >>ardl ig habe mit- geteilt, daß die Verhandlungen übe eine muc u m» aflcnde Konferenz Fortschritte mache, und daß die diesbezüglichen Abmachungen beendet fein werden, bevor sich die augenblicklich? Kon- serenz vertage. Der Zeitpunkt und Ort für di« Kouserenz werde in einer Rote an die In Washina- ton vertretenen Mächte bcbanbclt. Harding sei lut 21bbaltuiig der neuen Konserenz in Den Versinig- ten Staaten.

Laut .Daily Mall" wird auf die frühere Er­klärung HardinaS. daß Deutschland <i'gela­den werden muhte, die Beschlüge der au icnblltf- lich?n Washingtoner Konferenz zu ratifizieren, hingewlefen.

anregt, zuinickweilen. Die Fran>o'en betrachlctcn die il-Voote alS Derteidigurgswaf e. De fron- zöllsch-en Äichoerständigen crlläicn, daß sic auf ihrer Stellung behanen. Sie lind der Ansicht, daß jedes Land txrS Rocht habe, die Stärke der nötigen Stieitkiäste unter Deiücksichtigung der Länge seiner Küßen selbst sestzulegen.

R e u h o r f, 28. Dez. (WB ) Durch Funstpiuch. Die Associated Preß meldet auS Washington: Richtamtlich wird argcDcutel, daß F ankieich mög­licherweise dem SlaiuSquo in der Begrenzung der Unlerfec-6trcltf räf te zuslimmen würde, trenn die anderen Mächte sich einem Ver­trage anschlösten, Der eS sich zur Aufgabe macht, Den Frieden in den europäischen Ge­mässem zu erhalten. Die Slanalaimüdhte sür einen solchen Vertrag wären Fi-ankreich, Eng­land. Italien und Deutschland.

Dir Haltung Japans.

Washington. 28. Dez. (WTD.) AuS Telegrammen, die in den letzten Tagen au» Tokio hier eingingeu. geht hervor, daß die j a p a n i s ch e Presse sich energisch der Einschließung deS j a panischen Festlandes in da» sogenannte Viermächteabkommen betresscnd den Stil­len Ozean v--dersetzt. Japan würde dieser Ent­schließung nicht zuslimmen, solange daS Festland der anderen Vertragsunterzeichner ausgenommen sei.

Die Lage auf dem Weltkohlenmarkt.

Da» Angebot auf dem Deltkohlenmarkt ist «in außerordentlich großes. Diese Tatfacha erklärt sich ohne wettere» au» den Folgen der chaotischen Verwirrung, In die die gesamte Weltwirtschaft infolge der Wirkungen de» Derfaillcr Diktate» geraten ist. VewciS hierfür liefern neben den ungünstigen Außenhandel»^ zlffern besonder» die ArbeitSlosenzahIen in Amerika, Großbritannien, Italien, Belgien vsw. Rur In Frankreich scheint sich eine gewisse Besserung anzubahnen, we.^uf auch wohl seine vermehrten Ansorderungen an Kok» zur Stär­kung seiner Roheisenerzeugung zurückzuführen sind. Diese a llgemelne Lähmung de» Wirt- schaftslebett» bedingt einen fühlbaren Rück­gang de» Verbrauch» am Grundstoff Kohle, der feinerfeit» wieder eine deutliche Rückwir­kung auf die Kohlenförderung äußert. Rach den Feststellungen de» Washingtoner geolo­gischen äleberwachungSamte» Ist die Welt- erzeugung an Kohlen im laufenden Jahr so zurückgegangen, dah sie voraussichtlich etwa nur die Höhe des Jahres 1909 (ZahreSerzeu- flung von rund 1100 Millionen Tonnen) er- rcldtcii wird. Linen starken Ausfall hat be­sonders Der diesjährige dreimonatige englische Bergarbeiterstretk mit einem Verlust von rund 52 Millionen Tonnen gebracht. Eine sehr große Einbuße weist auch der nordamerika» nisme Kohlenbergbau aus: den rund 436 Mil­lionen Tonnen, die in den ersten drei Viertel­jahren 1920, dem bisher stärksten ProduktionS- jahr VordamerikaS. gefördert wurden, steht In demselben Zeitraum 1921 eine Leistung von nur 366,5 Millionen Tonnen gegenüber. Dem­entsprechend ist auch die nordamertkanische Kohlenausfuhr 1921 stark zurüelgegangen. nämlich um 6,9 Millionen Tonnen, d. h. 22,7 Prozent gegenüber den ersten drei Vierteljah­ren 1920. wobei sich bei Verfolgung der ein­zelnen Zahlen Deutlich die verringerte Auf­nahmefähigkeit der europäischen Märkte nach­weisen läßt. Nordamerika hat In den letzten Monaten seine im Vorjahr und in der ersten Hälfte dieses Jahre» noch behauptete Dor- mauMfkUung in der Kohlenausfuhr wieder an England obtreten müssen, da eS von ihm im letzten Vierteljahr erheblich überflügelt wor-' de» ist.

England bleibt mit seiner Erzeugung ge- Jienübcr der entsprechenden Zeit deS Vor- ahree zurück. Ganze Grubenbezirke liegen still, weil wegen der hohen Inlandpreise, der Ge- fchäsl.slaute und der zunehmenden Oel- verfeuerung der Inlandabsatz stockt. Zum AuS^ gleich Die Ausfälle im In lande sucht England die Kohlenausfuhr zu forcieren, in­dem es mit großer Konsequenz unter Hintan­setzung Der Interessen seiner InlandabnehmeS die Ausfuhrpreise niedrig hält. Vach seinen bisherigen Ausfuhrzahlen wird feine Abgabe an Kohlen in» Ausland für dieses Jahr auf etwa 40 Millionen Tonnen zu schätzen (ein (im Vorjahr 25 Millionen Tonnen), während e» 1913 etwa 73.5 Millionen Tonnen auS- führte. Seine Kohlenlieferungen an Frank­reich. Italien und Belgien zusammen sind in der Zeit von Januar bi» September dieses Jahres gegenüber der gleichen Zeit in 1913 um etwa 123 4 Millionen Tonnen von rund

18'/, Millionen auf 5* Millionen Tonnen zu­rückgegangen, eine unmittelbare Folge des Kohlendiktates von Spaa. Zur Zeit über- schwemmt e» den Vörden Frankreichs mit sei­nen Kohlen, die die nordfranzösischen Gru­benpreise fühlbar unterbieten und dadurch Den französischen Markt in Verwirrung bringen. Es stößt jedoch auf eine lebhafte Konkurrenz mit Der belgischen Kohle, die ihrerseits wieder die britischen Preise unterbietet. Dieses Bild der älmkehr von aller früher gewohnten Ord­nung und Vegelur^i auf dem Weltkohlenmarkt wird vervollständigt durch den Ausblick auf die Mcberfättigung Frankreichs und des Saar- gebiete» sowie Der Tschechoslowakei mit Koh­len. und durch den HinwetS auf das trotz sei­ner Clgcnen starken Kohlenerzcuyung infülg* der Diktate der Gegner zum Kohlenhunger verurteilte Deutschland, das nicht al» Käufer auf dem Weltmarkt auftreten kann; die mo­natlichen Kohleneinfuhren Deutschlands be­trugen im 2. Halbjahr 1921 trotz des großen Bedarf» durchschnittlich nur 7 080 000 Tonnen.

Auch diese Beobachtungen als einem Aus­schnitt aus Dem allgemeinen weltwirtschaft­lichen Problem drängen mit Macht Darauf hin, daß endlich den Stimmen der wirtschastlichen Hcbcrlegung Gehör geschenkt und in gemein­samer Beratung der Völker ein geeigneter Weg zur Gesundung der Weltwirtschaft ge­sucht und gefunden wird.

nr. 505

Der eirl-entr Iwvtya erlernt läqlid). außer Seen, end Acierto q«.

«tz EßLO ereichl. Irlget- letze, lerd) bie Poft flÖL IS) fin'*L «eilrll. ,el». auch bei Kichterfchei- ere euqelnrr Tlummtni 'folgt tzötzerer ».wall. 3«r n |j> r e 4t, anie.lütie: fur6ifS*rtfiktiueg:i2; ft« Drwdiem, Verlag ued Ge.chaf,»i:t2« 61. «elchrif, für Dr^tzteach. nchtee lijcigtfItfcce. pe|f*«ftoule:

Sreihvrt a. M. II6M.

Wie alljährlich, fo hat auch über Da« Jahr 1920 Der foziattstifchc Xlgcmrine Deutsche G- wertichaftSbunD eine Stalls'ik über Lohn eDegu» oen, Streik» und Ausjperrungen fm Iah e 1920 bc au»fle;c en. Wir wollen nächstchend ti- r.A* liflf'en Zahlen unb Bemerkungen Daran» ttne^er- cet-en. Die DerbänDc Der Buchdrucker und Land­arbeiter haben ßch an Dieser Statistik nicht be­teiligt. weil fie Die notwendigen Angaben nicht rechtzettig zu machen nermvch en. Bon Den 3t an der Statistik beteiligten Verbänden wurde» London. 28. Dez. (WTD) Der Plan einer 1 1920 zusammen 39 547 T^unyn ohne: wj großen internationalen Konferenz mU 2rbeit»cinstellung gel^h7O,e stch auf 5t b0> yir Wiederherstellung Europa» unter I Orte und 642 567 Ttetriebt erstreckten und an bene»

Eannes. Die unter Dem Vorsitz Loucheur« am Samstag in Pari« beginnen, auch Delegierte Der Italienischen unD belgischen Regierung teilnebmen. Für Italien totrD dessen Handel«- mintfter al« Vertreter erwartet

London 28. Dez. (Wolff.) Die eng- lischenSachver ständigen, die mit Lloyd George Die Frage der Wiederherstel­lung de« europäischen Handel« erör­terten. fahicn morgen zu "Beratungen mit den Sachverständigen der französischen Regierung nach

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GiehenerAnzeiger 1

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General-Anzeiger für Gberhessen MM

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Pmd imö Verlag: vrühl'sche Univ.vvch- enö $ki*ömdcrei H. Lange. §chrifsleiti«g. Aeschüfittzelle imö Vruckerei: 5chulflrotze 7. l«-'i»ch 'n

clnsctzcndcn starken F r o st e « sind bekanntlich er­hebliche Störungen in der Wagengestellung im Ruhrrevier eingetreten, die zu einem unge­wöhnlichen Anwachsen Der HalDenbestände unb zu außerordentlichen Erschwerungen Der lausenden Kohlenversorgung auch De« InlanDe« geführt haben Hiermit hängen auch die trotz de« Weih- nachlSveriedrS in einigen Dezirken getroffenen Einschränkungen im Personenverkehr zusammen Die Rückwirkung dieser lediglich durch höhere Gewalt herbeigefübrten Verhältnisse auf die Pflichtkohllmlieferungen an Dic Alliierten konnte nicht aueblciben. SS muhten Davon auch Die auf Wunsch Der französifchen InDustrie seit Dem Herbst in verstärilern Maße angeforDerten Koks-^ lieserungen betrossen werben. Die tatsächlichen KokSlieserungen seit Dem 15. Dezember erreichen jeboch säst 12 000 Tonnen neben runb 30 000 Tonnen Kohlen täglich Die zustänbigen ReichS- mmiflerien haben sofort einbegriffen. Die getroffe­nen Maßnahmen, namentlich Die Zurückstellung an Derer Lieferungen auf Dic Gefahr von Arbeits­einstellungen in Der heimlichen Industrie, Ge­stellung von Transportmitteln, Fcicrwg.>arbeilcn ufw. haben nach den heute vorliegenden Mel­dungen Den Erfolg gehabt, daß Da» Lieferfoll an Kok« im Durchschnitt deS 25., 26. und 27. De­zember voll erreicht Ist. Am 27. Dezember sind nicht weniger al« 43 298 Tonnen Koks verladen worden Die Reparationskvmmissivn ist durch die deutsche Kriegslastenkoinmillion über die "Be­mühungen ber deutschen Regierung, die vorliegen­den Schwicrigkciteii zu überwinbfn, sortlausend unterrichtet worden ES wird überdies Gcleacn- heit sein, aus den für den 3. Januar in Aussicht genommenen Verhandlungen über die weiteren Lieserprogramme und über die AuSsuhrsrage noch etwa von der Reparationskommission gewünschte