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AmlsverlündiguMblatt

für die provmzialdireition Oberhessen und für öas Kreisamt Giehen. scheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich.

9ir. 139 29. September __________1921

Inbalts-Uebersicht: Eigentum ehemaliger russischer Kriegsgefangener. - Erwerbslosenfürsorge. - Derpflegungskosten für Wutschutzpatlenten.- Kreisstrasienwalzungen - Vieh- und Krämermarkt in Lang-Gons. - Dlenstnachrichten.

J3etr 1 Eigentum ehemaliger russischer Kriegsgesangener.

An das Polizriamt Gießen und die Bürgetmcislereien der Landgemeinden des Kreises.

2lach einer heute eingcgangenen Mitteilung der Krlegs- gesangenenstelle Frankfurt a. M. wird von k^r Reichszentralstelle für Krieg»- und Zivilgefangene auch noch Auskunft darüber ver­langt ob sich etwa dort noch Eigentum ehemaliger r u s s t s ch e r Kriegs- oder Zivilgefangener befindet.

Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 19. ds. Mts., betretend: Eigentum ehemaliger serbischer Kriegs- und Zivil- Gefangener Amtsverlündigungsblatt Ar. 136 vom 22. ds. Mts. _ beauftragen wir Sie daher, Ihre Berichte auch darauf zu erstrecken, ob sich in Ihrem Bezirk noch Eigentum ehemaliger russischer Kriegs- und 3iDilgcfangener befindet oder nachweisen läht. Gegebenenfalls ist Aame und Stammlager des Eigentümers, sowie die Anzahl der Packslücke hierher mitzuteilen.

Fehlanzeige isl erforderlich.

Gießen, den 22. September 1921.

Kreisamt Giehen. 3. V.: Dr. Heß

D e t r.: Erwerbslosensürsorge ; hier . Rachweisung für den Monat September 1921. ..

An die Bütgkrmeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 25. OI- tober 1920 Amtsverkündigungsblatt Ar. 156 vom 28. Ok­tober 1920 sehen wir der Einsendung der Aachwelsung vtS spätestens 6. Oktober 1921 entgegen.

Giehen. den 26. September 1921.

Kreisamt Giehen. 3. V.: H e m m e r d e.___________

Bekanntmachung.

Betr.: Berpflegungskosten für WutschutzpcUienten

Die Verpflegungslosten für Wutschuhbehandlung im Preuh Institut für Infektionskrankheiten, Robert Koch, Berlin N 39, Föhrerstrahe 2, find vom 15. August ds Is. ab sur Erwach ene auf 336 Mk. und für Kinder unter 12 Jahren auf 252 Mk. fest­gesetzt worden.

Giehen, den 24. September 1921.

Kreisamt Giehen. 3. V.: W e l ck e r.

Bekanntmachung.

Betr.: Kreisstrahenwalzungen.

Die Sperre der KreisstraheGiehenReiskirchen wird auf­gehoben.

Giehen, den 27. September 1921.

Kreisamt Giehen. 3 V.: Weicker.

Bekanntmachung.

CBetr.: Vieh- und Krämermarkt am 4. Oktober 1921 in Gang-

Dienstag" den 4. Oktober L Is. findet in Lang-Göns ein Vieh- und Krämermarkt statt. Klauenvieh ist nur zugelafsen,

wenn es aus unverseuchten hessischen oder preuhischen tbeiiach- barten) Kreisen stammt. . x

Ein Ursprungszeugnis der betreffenden Bürgermeisterei oder ein Zeugnis eines beamteten Tierarztes über die abgelaufene Quarantäne muh beim Auftrieb vorgezeigt werden.

Auftrieb ist nur von 1011 Uhr vormittags zugelassen Giehen. den 21. September 1921.

Kreisamt Giehen. 3. D.: Welcker.

Dicnstnachrichtcn des Mrciemntce.

R a ch w e i s u

na über den

Stand

der Maul- und

Klauenseuche

in Hessen am 1. September 1921.

Gemeiu den (Gutsbezirke)

Gehöfte

ins- davon

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davon

gesamt

<Sp. 1)

gesamt (Sv. 3)

Kreis

neu

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Spalte 1

Spalte 2

Spalte 3 -spalt 4

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Bensheim . .

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Erbach . .

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Groß-Gerau . .

Heppenheim . .

Offenbach . .

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Büdi gen . . .

Friedberg . . .

Lauterbach . . .

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Schotten . . .

Mainz . . .

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Oppenheim . .

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Worms . . .

Das Ministerium des Innern hat dem Vorstand des Th"' ringer Museums in Eisenach die Erlaubnis erteilt, 25 000 Lose der 4. Reihe der I. Gruppe der zum Besten des Thüringer Mu­seums zu veranstaltenden Geldlotterie innerhalb des Volksstaates Hessen zu vertreiben. Ziehungstermin: 16. und 17. Februar 1922 Bach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verlofungs- plan dürfen 135 000 Lose zu je 1,50 Mk. einfchl. Reichsstempelab­gabe ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hessischen Zulassungsstempel versehene Lose gelangen. Wah­rend der Zeit des Vertriebes der Lose zur 1. Klasse einer Preu- hisch-Süddeutschen Staatslotterie ist Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose in Hessen nicht gestattet.

TW»* brr 8rüb Heben UnmerhtäK.®ud). anb S*tnbm*erei B Lauge

tritt zur Sozialdemokratie erklärt Herr Dr. Strecker,, der seit Monaten den Partei-- veran"staltungen ferngeblieben ist, hat diesen Schritt offenbar schon seit längerer Zeit bei sich erwogen und hat ihn, wie er schreibt, zu­letzt noch unter den starken Eindrücken eines mehr- wöchentlichen Studienaufenthaltes in der Schweiz ausgeführt. Damit scheidet er naturgemäß auch aus den Vertrauensämtem aus, die ihm die de­mokratische Partei im Landtag und in der Re­gierung übertragen halt. Wen die demokratische Partei für den Rest der Landtagsperiode an Streckers Stelle in die Regierung entsendet, ist noch nicht cn.schieden. Jeden a ls wird der Wechsel in der Person des Amtsinhabers keinen Wechsel in der bisherigen Schulpolitik der Partei und ihrer Vertreter bedeuten.

handeln konnten.

London, 30. Sept. (WTD.) LautDaily Telegraph" ist die weitverbreitete Ansicht, dah das Ende der wirtschaftlichen Sanktionen auch das Ende der alliierten militärischen Beset­zung der Ruhrhäfen bedeute grundlos.

Paris, 29. Sept. (Wolfs.) Die demo­kratischeEreRouvelle" sagt zur Aushebung der Sanktionen: .Ohne Zweifel würden die na­tionalistischen Gegner des Reichska-z'ers, die ihm seit zwei Monaten so lebhafte Vorwürfe wegen feiner Aichterreichung der Beseitigung der wirt- schaftlich«i Sanktionen machten, künftig nur darauf bestehen, welche Demütigung die Einrichtung eines interalliierten Organs zur Ueber- wachung der deutschen Zollverwaltung für Deutsch­land darstclle, aber schließlich werde die Mehr­heit des Reichstages gewiß weniger ungerecht sein Das seit eitriger Zeit ein wenig geschwächte Prestige des Kanzlers werde seinen Klanz wieder gewinnen.

Gustave Thßry schreibt imOeuvre", wenn das deutsche Volk alle Tage ein wenig mehr einsehe, baß die französische Friedenspolitik sich bemühe, Opfer zu bringen und der deutschen Re­publik alle Zugeständnisse mache, die sie dem Kaiserreiche verweigerte, so würde ein großer Schritt wieder getan fein, der zu den Vereinigten Staaten Europas führe. Die deutschen Demo­kraten könnten und müßten die Verbündeten Frankreichs gegen den Krieg werden: um so schlimmer wäre es für sie, wenn sie die fran­zösischen Demokraten nicht verstanden, wir dieses Richtverstehen ebenso schlimm für die Demokraten Frankreichs sowie für die ganze Menschheit sein.

Der Minister Dr. Strecker zu den Sozialdemokraten übergegangen.

Aus Darmstadt wird uns geschrieben:

Einer der Führer der hessischen Demokratie, Kultusminister Dr. Strecker, hat seinen Aus­tritt aus der Demokratischen Partei erklärt und sich der Sozialdemokratie

schwemmung Deutschlands mit französischen Lurus- toaren zu wehren sucht. Dieser volkswirtschaftlich durchaus notwendigen Maßregel soll eben durch die Einsetzung einer Kontrollkommission ein Riegel vv'-ge'choben werden, und damit wird wenigstens zum Teil der wirtschaftliche Ruhen aus der Auf- Hebung der wirtschaftlichen Sanktionen wieder auf­gehoben Um so mehr muß es die Pflicht aller guten Deutschen fein, nun erst recht den Kauf französcher Luxuswaren jeder Art zu ver. meiden Gegen diesen privaten Boykott der Einzelnen mag die französische Regierung wohl ui Roten Einspruch erheben, zu ändern vermag sie ihn nicht, und auch die deutsche Regierung kann nicht gezwungen werden, die eigenen Landsleute zu einem Vorgehen aufzufordern, das die deutsche Wirtschaft schwer schädigen würde. Gerade die Tatsa^e. daß die franMsche Regierung und die französische Luxusindustrie bereits die Wirkungen eines privaten Boykotts französischer Waren schwer empsinden, sollte uns die Wirksamkeit dieses, lange nicht gründlich durchgeführten Boykotts nahelegen. Wir vermögen in der leider nicht uneingeschränkten Aushebung der wirtschaftlichen Sanktionen nur eine geringe Abschlagszahlung zu erblicken, die in keinem Verhältnis zu den bereits erzielten Lei­stungen Deutschlands inAusführung desUltimatums ^^Berlin, 29. Sept. (Wolff.) Dem deutschen Botschafter in Paris wurde gestern folgende Rote überreicht.

Herr Botschafter! Die alliierten Regie­rungen nahmen Kenntnis von der Erklärung, wodurch die dorische Regierung die durch den Beschluß des Obersten Rates vom 13. August 1921 ausgestellten Bedingungen ausdrücklich angenom- meen hat: sie beschlossen deshalb die Aushe­bung der wirtschaftlichen Sanktio­nen. die durch den Obersten Rat vom 7. März 1921'verhängt worden waren, ab 30. September 1921. Sie laden die deutsche Regierung ein, bald­möglichst ihre Delegierten zu bezeichnen, die zusammen mit den alliierten Sachverständigen die Bedingungen feststellen sollen, wonach entspre­chend den Bestimmungen des Beschlusses vom 13. August 1921 die Licenzen geprüft und ausge­stellt werden sollen. 3m Aamen des Obersten Lates habe ich die Ehre, Exzellenz zu bitten,

rm. Darmstadt, 29. Sept. Die heute früh bei der demokratischen Parteileitung eingegangene Rachricht des Austritts des Präsidenten des Lan­desamtes für das Bildungswesen Dr. Strecker aus der Demokratischen Partei und dessen Ueber= tritt zur Sozialdernollatischen Partei gerade zu der jetzigen Zeit brachte für viele, wenn auch nicht für alle, eine große Ueberraschung und wurde in den Ausschüssen mit verschlißenen Gefühlen und Mei­nungen ausgenommen. Don mancher Seite wird be­hauptet, daß er sich ein Landtagsmandat habe sichern wollen, da dies in der Demokratischen Par­tei unsicher sei, wieder andere sind der Auffassung, daß der Uebertriit aus 3dealismus erfolgt sei. Die demokratische Fraktion trat heute früh zu einer Beratung zusammen, um zu der Frage Stellung zu nehmen. Da Dr. Strecker mit dem Uebertritt nicht nur sein Landtagsmandat verliert, sondern auch fein Amt als B i l du n g s p r ä s i d e n t niederlegen muß. da er dieses Amt nur als Angehöriger der Demokratischen Partei erhalten hat, beschloß die Frattion, für die Zell bis zu den Wahlen einen Stellvertreter für Dr. Strecker zu bestimmen. Hierüber sollen noch Beratungen ftatt- finden.

Darmstadt, 29. Sept. (Wolff.) Der Prä­sident des Hessischen Landesamtes für das Bil- dungswefen, Dr. S t r e ck e r, hat in einem Schrei­ben an pen Staatspräsidenten Ulrich und an den Vorstand der Demokratischen Partei seinen

Mag, 50. September 1921 Annahme von Anzeigen für die lagesnummer nie a a zum Nachm ttag vorher -E ohnejedeVerbindlichkeit

W Preis für 1 mm höhe für

Anzeigen v 34 mm Breite

r B örtlich 40 Pf, auswärts

k 50 Df.; für Reklame«

Anzeigen von 70 mm Breite 180Pf Bei Platz- Vorschrift 20 .Aufschlag. Haup.schriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil i D.: Aug.Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck, : schulftratze 7. fämtlid) i" ®ie&en.

tritt aus der Demokratischen Partei und seinen lerlriltzurSozialdemvkratle mit- lt. Zugleich hat er dem Landtagspräsidenten [ung mitgeleilt, daß er sein OHanoat nieder- lt habe.

t interessanter Gegensatz in Völkerdundsversarnmlung. Genf, 29. Sept (WB ) Die heutige AuS- che in der Dölkerbu-ndsvrrsamm- g über den bereits gestern verlese- e i Bericht betampfung desMädchen-undKinder- dels, führte zu einer au'erordenlltch leo- m und zum Teil erregten Debatte, chließlich zu einerAu^einander e}ung der ftau­ten Delegation ra t der von der englischen gation geführten Mehrheit der Versammlung auchs und über das zur Ve. Handlung ste° e Thema hirausgehend, das gesamte P.odlem Arbeitsfäöigteit und iitternatioi alen Kom­men des Völkerbundes auittkirf. Die An- 2 der 5. Kommission zielten darauf bin,_ die egungen der jürgsten Genfer Koiferenz über >chen° und Kinderhandcl in ei ten formellen :mmensentwurf abzuändern, den die da .u be-

bevollmächtigten D l. gierten unte.z.ichnen en, während die nicht b vollmäch igten 'Se­rien später die Unterzeichnung vornehmen ten. Dieser Antrag war vor allem auf daS eiben der englifdjen Delegation zustande ge­lten und bedeutete einen Versuch, in einer

Humanitären und untr>l:tifd)en <5rage die hen Gepflogenhellen de - V lkerbund«. versamm- , die sich im all icmeinen nur auf ule For- erung von Wünschen beschränkt, auf zu geben selbständig ein internationales Ablommen übereilen. Gegen diesen von der Mehrhell großem Rachdruck unterstützten Plan p r o - lertc der sranzöf tsche Delegierte der entschiedensten W eiste, so daß chst der Eindruck entstand, als ob die fran- che Delegation aus Rücksicht auf ihre So» ialbevölkerung die Grund ätze des Ab- nens abschwächen wolle. Di ser Ei druck cr- sich als falsch, wie von allen Delegierten tonnt wurde. Ebenso ging aus den ßrllärun- Hanotaux' hervor, daß es ihm nicht auf ein es Verschleppungsmanöver ankäme, als er

Frist von 4 Monaten und eine etwaige Konferenz verlangte oder anregte, daß erst späterer Zustimmung von zwei Dritteln der gliedsstaaten das Protokoll eröffnet werden e. Tatsächlich fand sich Hanotaux in dieser je zu Konzessionen bereit. Sein Protest galt, er selbst erklärte, der Aeußerung, daß der .crbunb, bevor die Regierungen selbst ©fel­gen emmen haben, ii i Abkommen en Wersen darüber Beschlüsse fassen dürfe. Sein Stand­st ging klar aus folgender Erklärung her-

Wlr ballen es nicht für klug, wenn wir i Präzedenzfall fchasten, der in allen en übereilte und vielleicht ungenügend über-

Abstimmungen Hervorrufen ka in.

Vergeblich bemühten sich Ader (Schweiz), de: chlerstatler Murray (Südafrika) und La- ilne (Schweiz), vor allem aber Balfour (Eng- ) mit <5d;ärfe die Einwände Hanotaux zu -äften. Balfour rir*. ohne die französische De- tlon überzeugen zu können, die Veriai'.mkung fürmischem Beifall hin, als er sagte: Wenn nicht unsere heutige Aufgabe ausführen kvn- so frage ich mich, was wir überhaupt hier en und wozu der Völkerbund fr.ent. Den wahren Sachverhalt und das eigentliche Problem, das zu diesen Meinungsverschiedenheiten führte, deckte Molta auf, als er fragte: Mollen wir. die wir der Völkerbund sind, uns dazu verur­teilen, immer nur eine Versammlung zu sein, die Wünsche ausspricht, oder wollen wir, wenn wir es können, wenn das Material hinreichend ge­prüft und vorbereitet ist, eine Versammlung wer­den, die handelt? r .

Vach einer längeren Debatte, in der sich der jugoslawische Vertreter Aoramowstsch dem fran­zösischen Standpunkt anschließt und der hollän­dische Delegierte von Swinderen zu vermitteln sucht, lehnte die Versammlung einen Vermitt­lungsantrag des Delegierten von Panama ab, wie auch die gemilderten Gegenvorschläge Hano- taur und nahm mit 29 Stimmen bei 22 Stimm­enthaltungen, worunter sich Frankreich. Polen und die Staaten der Heinen Entente befanden, die Anträge der Kommission an.

Die Tagung

des Reichsverbandes der deutschen Industrie.

M ü n ch e n. 29. Sept. (WTD ) Der D e i chs» verband der deutschen Industrie trat in die Erörterungen der gestrigen Ausführungen des Wiederaufbauministers Rathenau ein. Der Reichekommissar für den Wiederaufbau von Da­to cki bemerkte u. a.: Die Sachleistungen müßten nach einheitlichen Gesichtspunkten im Sinne höch­ster Wirtschaftlichkeit geordnet werden. Er ver- breitete sich dann über die üblen Erscheinungen der Verschwendungssucht und des übermäßigen ausländischen Verbrauchs und meinte, wir muß­ten unsere Lebenshaltung auf baß bescheidene Maß der Zell vor etwa 40 Jahren zurückschrau­ben. Wenn der Massenkonsum und der Masien- lurus nicht eingedämmt würden, dann wurden uns alle unsere Sachleistungen nichts nutzen. A)ir seien in den Augen des Auslands le i t « * tige Dankerotteure, die schnell noch letzten Desitztümer verprassen. Em Doll wie wl^ müßte sich wenigstens- vorübergehend Einschrän­kungen auferlegen können. Unsere müßten möglichst schnell und prompt durchgeftchrt