Einzelbild herunterladen

icr

29. 8.

Schweizer Franken

Fl. * 181. -

Fr. = 45.70

ß.

100 Fr.

100 Är.

100 L.

98,75

5,40

97,4)

ander-

orzt Ruhrerkrankungen festgeftclll worden.

DaS

Stück des Abends wurde von

100

100

jener oT, gk.

$

Kr.

100

100

100

100

100

1

100

29.8.

6,72

3,72

6.85

6.75

0.70

6.95

6,35

M3

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm. Wien.... London . . pari, . . . Neuyork. .

gezahlt:

26.8.

6,87

3,74

Opfer noch

2L74

25.15

44.50

1.50

590

3 30

7.05

Wfc. =» Ät. = Är. =

Marknotierungen. Für 100 deutsche Wart wurden

Doller wurde von Richard Hellborn über­zeugend wtedergegeben. Seine schöne und leicht­sinnige Frau war Else Äooj). Sophiens Vater, der so überaus neugierig« Wirt wurde von Karl V o l ck gespielt und vornehmer und gelanter Attest war Wladimir Dranü eS.

jet-Deserteore.

. (Wolfs.) Dach ein« ifareft desertierte lojettruppen.bie 'che Grenze. Tschit« bie rumänische Aegie- iiiliefetn pade

Verde Stücke, vor allem .Der Dür wurden von den leider nicht sehr Zuschauern lebhaft belacht und beklat

der bewährten Hand Aböls Telekhs geleitet, der besonders wirkungsvoll den Mittelalt mit seinen nächtlichen Begegnungen und Zwischen­fällen gestaltete. Der verlumpte Troddel von

.Aassauem", die sich zwar unsere Darbietungen sehr aufmerksam anhörten, aber spurlos verschwun­den waren, wenn der Hut herurnging.^

Wechsel auf Holland.......

Deutschland . Wien........

Prag........

pari« ...... London ....... Italien ....... Brüssel.......

Budapest ...... Neuyork....... Agram. ....... Bukarest......

Vermischtes.

Eisenbahnunglück in Italien.

PariS, 28. Aug. (WB.- Der ,3nhxm- sigeant" berichtet Einzelheiten über etn Eisen- bahnunglück in der Röhe von Rom. Darnach fuhr der überfüllte Personenzug infolge falscher Weichenstellung mit einem auS entgegen- gesehter Richtung kommenden Gülerzug gu - I ain men und zwar an einer Stelle, die an einer 'Sette eine Schlucht aufweist. Acht Personen des Personenzuges stürzten in die Schlucht, obgleich der Lokomotivführer alle Bremsen gezogen und Gegendampf gegeben hatte. Es spielten sich schreck­liche tSzenen ab. Bisher hat man 37 Tote und 15 0 Verletzte geborgen.

4d)t machen.

Heyen-Nassau.

184.25

6.70

0.675

6.90

45 60

21.75

25.10

44.90

1.475

590^0 3.25 6.95

fb. Vad Salzschlirf, 27. Aug. Die Äur- Elfte hat auch in diesem Jahr Mitt« August die Zahl 5000 überschritten. In der letzten Aumm>

Handel.

Die Leipziger Messe.

Leipzig, 28. 2lug. (WB.) Die offiziellen Mes severanstaltungen begannen Sams­tag abend mit der Tagung der deutschen weltwirt­schaftlichen Gesellschaft in der Leipziger Handels­kammer, worauf der Kölner älniversitätsprvsessor Dr. Prior II e b e I über die betriebswirtschaft­liche Valutafrage berichtete. Bis Samstag mit­tag, also vor Metzbeginn, waren bereits 70 000 Melleabzeichen und Ausweise abgegeben. Da er- fahrungsgemäh der Zuspruch zur Mesle erst am Sonntag und Montag seine Höhe erreicht, ist mit einer ausserordentlich hohen Besucherzahl zu rech­nen. Aach allgemeinem Urteil ist ein gutes Metz- geschäft zu erwarten.

Frankfvrt a. M., 29. Augnst.

(In einem TeU der Auflage wiederholt.)

Bezeichnende französische Presse­stimmen zur Ermordung Erzbergers.

Paris, 27. Aug. (WT2.) Heber die Er­mordung Srzbergers schreibt Jean V a i n- ville in der .Action Francaife": Erz­berger hat sich in den Augen der deutschen Patri­oten insofern schuldig gemacht, als er der erste Unterzeichner der deutschen Niederlage gewesen ist und weil er Deutschland den Verzicht anempfoh­len hat. Erzberger stellte den Politiker "ber Aus­führung dar, der Politik des ReichskanzlerS Wirth. Er war ein Freund des Reichskanzlers. Ja, es wird sogar behauptet, daß er sein Ratgeber ge­wesen ist.

OB eder 16schreibt im ,@c Tair**: Srzberger stellte eine Reserve Deutschlands dar, das gegen­wärtig so arm an wertvollen Männern ist. Sein Verschwinden wird hauptsächlich von denen be­dauert. die hoffen, dah das deutsche Reich den Weg der Demokratie einschlagen werde. Sein

Hn. Biedenkopf, 27. Aug. Wie «tS, so sind auch im Kreise "Bidenkopf vom Kreis'

Straßenmusikanten im Auto. Das Elend der Schauspieler ist in England noch größer als bei uns, und die Zahl der engagementS- losen Bühnenkünstler ist riesengroß. Da sind ein paar Findige auf einen glücklichen Einfall gekom­men, um sich über die schlechte Zeit htnwegzu helfen und doch ihren Beruf nicht aanz aufgeben zu müllen. Sie haben sich als Straßenmusikanten auf­getan, aber in einer ganz modernen .gehobenen" Form. Man trifft jetzt in den Londoner Straften hie und da richtige Lastautos, auf denen etn Kla­vier fieftt, und dieses zunächst in rasendem Galopp durch die Straften lausende Gel ährt, macht plötzllch

larmenbergfrin.

z. (DM) Den d norgen geplante Ton- ZotSdain von der Av )* Ser deA legte gegen bajjfc» nten DeschverSe ela. eit unter der Mr- zuDegendemon-

U den Anhängern !« z) eine Kundgebung t»

Züricher Devisenmarkt.

27. 8.

Sine öffentliche Sitzung deS lltreiSausschusseS findet am Mittwoch vor- wittag 9V< Uhr im Sitzungssaal des RegierungS- MebäudeS mit folgender Tagesordnung ftatt: Reu- Regelung der Vergütung deS Bürgermeisters zu Äoets a. d. Lda.; Qleuregelung der Besoldung deS Gemeinde rechn ers Faber *u Grohen-Linden - Ver- forgung der Gemeinden des Kreises Gteften mit <?.'ektrischer Energie: hier: der Gemeinde Ettings­hausen.

(Biebener Stadttheater.

Der «Srgergeneral. Die Mitschuldige».

Zwei Lustspiele von Goethe.

Gießen, 27. Aug. 1921.

3u GvetheS Geburtstag wurden im Stadt- Ljeater zwei weniger bekannte Lustspiele des Dich-

-Der Bürgergeneral" und .Die Mitschuldigen- und damit gleichzeitig die vommer- flisi spiele des Aauheimer Kurtheaters beschlossen. An den groben, für die Ewigkeit gezimmerten ®crten Goethes gemessen, sind es zwar nur nied- libe und harmlose Kleinigkeiten, von Goethe selbst Itätet teilweise verworfen. Doch auch fie zeigen » Aufbau, Sprache und Charakterisierung die Klaue des Löwen, und die überraschende Frische je Aktualität, bei der heutigen Aufführung be­trag, wie wenig selbst ein anderthalb Jahr­hundert diese Stücke zu verstauben vermochte.

Als sei er in unseren Tagen geschrieben, so vertraut, so zeitgemäß mutetDer "Bürger- general an. Ein feiger, großmäuliger Nichts­tuer will Revolution machen. Zuerst tut er freund- ü-h und vertraut, kommt mit Schmeicheln und Ver­sprechungen. und als er sich dann llcher glaubt, l»rb er brutal unb fordert:Im QI amen der grei- kit und Gleichheit, macht Eure Keller aus und trre Vorratskammern! Wir wollen essen und j£)r seid "satt. Tut Eure Garderoben auf! Wir fci> entblüht/ Unb paftt das Wort QEär- toö: »Es ist doch kurios, baft jetzt bie schlimmsten Leute immer in die Höhe kommen; EHt auch auf unsere Zeit? Ober wenn Märten auf die Frage, wo diese Exempel (heute sagt man öAerimente) hinaus wollen, vom Bürgergeneral

Kr. 117,88 1225,50 sh. --

zeigt haben, sind die Siweiftstvffe der "Rahrung in höchst komplizierter Weise, gewissermaßen aus "Baus!einen, den Aminosäuren, aufgebaut. Zwei dieser Säuren, das Lysin und Tryptophan, sind von besonderer Wichtigkeit, denn eine Rührung, in der diese Stoffe fehlen, läftt fein normales "Wachstum zu. Die Milcheiweiftstvffc aber ent­halten diese beiden lebenswichtigen Stoffe in rei­chem Mabe und find also vollwertige Eiweißftoffe. Doch selbst vollwertiges Eiweift in der Qlahrung genügt noch nicht für die Entwicklung des mensch­lichen Organismus. Es gibt nämlich Substanzen, die in ganz geringer Menge wirksam sind, deren Fehlen in der Rahrung aber Siechtum und Tod herbeiführt: daS sind Die sog. Lebensstoffe oder Vitamine. Man hat nun in jüngster Zeit festge­stellt, baft drei verschiedene Arten solcher Vita­mine zu unterscheiden sind. Sin fetllösliches Vi­tamin. das aufier im Lebertran sich besonder- reichlich im Milchfett und in der Butter findet, verhindert das Eintreten der sog. Rachitis. Diese Kinderkrankheit kann also durch ausreichende Er­nährung mit Vollmilch erfolgreich bekämpft wer­den. Ein anderer Ledensstvff, der sich ebenfalls in ausreichender Menge in der Milch und zwar im Milchserum findet, ist das antineuritische Vi­tamin, das für die Gesundheit des Rervensystems notwendig ist. Ein drittes Vitamin, das ebenfalls in der Milch vorhanden ist, aber durch Kochen zer­stört wird, wirst besonders gegen den Skorbut. Weiterhin ist der Milchzucker der Milch von be­sonders günsttgem Einfluß auf die Batterienwelt des Darmes und kann auch durch anderen Zucker nicht erseht werden. Von den Mineralbestandteilen der Milch ist der Kalk für den Aufbau des jugend­lichen Knochengerüstes überaus notwendig und findet sich in keinem anderen Nahrungsmittel so reichlich.

Ludwig Thoma f

München ,27. Aug lPrd-Tel.) Ludwig Thoma ist am Freitag ab end gegen 10 Uhr auf seinem Landsitz in Rottach am Tegernsee an den Folgen einer "MagenOperation gestorben.

Ludwig Thoma war 54 Jahre alt. Mit ihm geht der bedeutendste und für feine Heimat charak­teristischste bayerische Erzähler dahin. Als satiri­scher Politiker trat Thoma als Peter Schlemihl im .Simplizissimus" hervor und hat von dort aus eine starke Wirkung gehabt.

Bornotizen.

TageSkalender für Montag: OswaldSgarten, Volksfest deS Reichsbundes der Kriegsbeschädigten. Astvrialichttpiele, Selters­werg, .Sklaven deS 20. Jahrhunderts" und .Das Geheimnis der Spielhölle von Sebastopol". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, .Der Tempeltänze- ein TodeStanz" und .Richtet nicht".

Krciö Büdingen.

-)(- Stockheim, 27. Aug. Heute tagte hn SasthauS Weitzel eine grobe Berfammlung der Vertrauensmänner des Hessischen Bauern­bundes auS dem Kreis Büdingen, die noch einmal sich mit der Trennung des Bundes für die kommenden Landtagswahlen von der deutsch- nationalen Partei beschäftigte. SS sprachen u. a Bei- Vorsitzende des Bundes, Dr. H e l m o l t auS Sriebberg, und Dr. Hohmann aus Gießen, au herbem noch in der Aussprache eine ganze An­zahl Redner aus bäuerlichen Kreisen. Ein grober -dl der Versammlung war ganz entschieden gegen k^ne Trennung, zumal auf der Liste der deutsch- nati analen Partei an erster Stelle der bewährte Führer Dr. Werner stehen wirb, und man erreichte es, dah in einer demnächst einzu berufen- Ben Versammlung aller Vertrauensmänner in Frankfurt nochmals eine Abstimmung des Bundes Oder chie Frage fterbeigtfüftrt wird.

Starkenburg und Rheinhessen.

Din Warokkanerubersall tm neutralen Gebiet.

Ft 125,13 15,12

I 23,83 1,17

""h Ätzers vlff.j -7^'ka.

Äst cuv 22*^8* köbel

* Ar :!S7,Vr «IS'Ä

®Ä*8

M dtt »*»

vor k» S ^e8tunbt ilsJrr'- s-ss'-" SÄS»

siebenw°H§. &ei W beM

» '-MgütunS "ZrlaML

«r scheid

Halt. Das Klavier wird auf gemacht,' eine hinge Dame frfjt sich daran und bearbeitet die Tastatur aus Leibeskräften, und dann tritt etn Herr vor, der eine dramatische Arie singt, ober eine junge Dame, die den neuesten Operettenschlager vorträgt. Das sind engagementslose Bühnenkünstler, die sich auf diese Weise ihr Brot verdienen. Wie einer dieser .Straßensänger tm Auto" tn der .Daily Mail" erzählt, ist es durchaus kein faules Leben, das sie führen. .Wir fahren jeden Tag um 2 Uhr mittags loi,u schreibt er, .unb geben etwa 10-Mi- nuten-Konzerte, bevor wir um 5 Uhr nach Hause fahren. Darm beginnen wir um 6 Hftr die zweite Tour und tragen nun unser Programm noch etwa fünfzehnmal vor, bevor wir um 10 Uhr abends unser Tagewerk vollendet haben. DaS bedeutet, daft man fünfundzwanziamal dasselbe Lied, die­selbe Arie fingen, daS gleiche Touplel vortragen, dieselben Witze machen muh. und das dürfte immerhin für Schauspieler etn Rekord sein Un­sere Erträge sind nicht grob; bei jeder Vorführung wird durchschnittlich eine halbe Krone eingenom­men. Wenn man die Kosten für das Auto und die anderen kleinen Ausgaben abzieht, so bleibt für jeden der vier Teilnehmer ein wöchentliches Ge­halt von noch nicht 4 Pfund. Das ist nicht viel. Aber man muft zufrieden sein in diesen Zetten wenn- nur nicht allzu sehr regnet! Wir haben gar viele Abenteuer schon auf unseren täglichen Fahrten durch die Straften Londons erlebt unb

wird die Zahl 5018 erreicht. Der frühere König von Bulgarien wellt augenblicklich in Bad Salzschlirf. Er besuchte am Mittwoch morgen den Aeiherrn Riedesel in Sisenbach.

!<?>***

'SSW

SS wird vayer rwcksmals darauf hingewiesen, daß Händler, Handelsmakler, Handelsagen­ten, Kommissionäre. Aufkäufer, die ohne die erforderliche Genehmigung Großhandel be­treiben, nicht nur bestraft werden, eS wird auch die Beschlagnahme der gehandelten Gegen­stände vorgenommen.

Die Preisprüfungsstelle der Provinz Ober­hessen macht erneut darauf aufmerksam, baft dteUeberschrettungderausgedruck- ten Kleinverkauf Spretse aufgrund der Verordnung übet die äußere Kennzeich­nung von Waren vom 18. Mai 1916 (RGBl. S. 380) verboten ist. DaS gleiche gilt auch für Waren (KekS, Schokolade, Zigaretten usw.) die auf Vergnügungsstätten (Kirchweihen Festen) und sonstigen mit erhöhten Linkosten arbeitenden Betrieben feilgehalten werden.

Die Ansicht, daß eine Lleberschreitung der aufflebrudten Kleinverkaufspreise in solchen Fällen gestattet sei. ist irrig und werden Preisüberforderungen unnachsichtlich zur An­zeige gebracht.

Angemessene Kartoffelpreise.

Wie bie PreiSprüfungsstolle der Provinz Oberhessen festgestellt hat, wird zur Zeit besonders unerlaubter Handel mit Kartoffeln unb Getreide getrieben. Bezüglich des Handels mit Kartoffeln vird ausdrücklich bemerkt, daft nach dem Stande ber heutigen Marktnotierungen ein Preis von höchstens? 07 5 Mb proZentnerFrüh- fartoffeln angebracht erscheint und dah alle Preisangebote, bk diese Höhe überschreiten, als »ersuchte Preissteigerung zur Anzeige gebracht .Derben. Dem Zwischenhandel ist einschließlich fei­ler Unkosten unb seines Verdienstes eine Preis­spanne von höchstens 20 Prozent zugebilligt. Alle xleinverkaufSpresse, die diese Zwischenhandels- spanne überschreiten, werden als unberech­tigte Preistreiberei unb als Wucher verfolgt.

Die Dolizeiorgane find angewiesen, ihr

di. Darm fta d t, 28. Aug. Gestern abend 1 *10 Uhr wurde auf deS Griesheimer Chaussee «n auf seinem Rad fahrender Werkmeister cm der Technischen Hochschule Darmstadt von Marokkanern überfallen unb bru­tal mißhandelt. Er erlitt einen schweren doppelseitigen Schädelbruch durch scbläge mit dem Gewehr oder Seitengewehr unb wurde in schwer verletztem Zustande bewußtlos ins Krankenhaus gebracht. Näbere Ängaben formte das bedauernswerte r^anAös is ch-rnarokfomischer Destialttat

Verschwinden bedeutet für die Rattvnalisten ete Xittrmbb.

.Libre Parole" lchreibt: Harden fühlt sich nicht mehr sicher. Er stellt bie Herausgabe der .Zukunft" Hn unb begibt sich nach Amerika unter bem Vorwand, dort Vorträge zu hatten. Erz­berger totrb ermordet. Das ist der gegentDärtlgt Zustand tn Deutschland, zu dem unS Lloyd Georg« rät, Vertrauen zu haben, dem wir soeben biß wirtschaftlichen Sankttonen erlassen haben und dem wir jedenfalls morgen gezwungen werden, die milltärischen Sankttonen zu erlaßen.

Der .M a t i n" schreibt: DaS ist der 115 poli­tische Mord, den die geheime Mllttärvrganisativn seit bem Waffenstillstand begangen bat Die Me­thode richtet die Männer. Die deutsche Militär­organisation blldet keine Partei, sondern eine Mörderzentrale.

DaS .Journal" schreibt: Wir werden Erz« berger nicht beweinen, denn er ist in büftern Stun­den zu sehr unser Feind gewesen, alS bah wir jemals Sympathie für ihn hegen Bunten. Wir be­dauern eS nur für Deutschland, daft auf solche Weise wieder einer feiner bebeutenbfien Staatsmänner verschwunden ist, der sich be­müht hat, Deutschland auf dem Dege zum Frieden zu lenken. Eine solche Tat hat ihre Hart Bedeutung. Wir kennen diese Bedeutung in Frankreich. Hossen wir, daft sie auch in London, Rom unb Washington erkannt wird.

»Petit Parisien" schreibt: Dieses neue politische Verbrechen scheint eine Etappe der nationalistischen Reaktion zu sein, die jenseits deS Rheins droht.

Eine Besprechung mit den Parteiführern'

Berlin, 27. Aug. Gestern nachmittag ver­sammelten sich die Parteiführer beim Reichskanzler zu einer Bes prechung über den Zusammentritt deS Reichstags, über die oberschlesische Frage, die Qteuerfrage und den deutsch-amerikanischen Friedensvertrag. Bei Er­öffnung der Besprechungen ergriff Reichstags- präsideM L ö b e das Wort zu einer Ansprache, in der er seiner Entrüstung über den fei- genMordan Grzberger Ausdruck gab unb den Fraktionsfreunden des Ermordeten die herz­lichste Teilnahme auSsprach. 3m wetteren Verlauf der Besprechungen kündigte der Reichskanzler eine Kundgebung der Regierung zu dem Mord an, sobald genauere Einzelheiten über die Tat vorliegen.

Die Mörder Erzbergers.

Freiburg, 27. Aug. (WTB.) Heber die b e i d e n T ä t e r, die den Mordanschlag auf Erz- berger verübt haben, erfahren wir noch, daft der eine grob und blond, der andere llein und schwarz ist. Sie erweckten das Mifttrauen Srzber­ger S durch ihr auffälliges Benehmen. Er konnte jedoch mit bem Abgeordneten Diez dem Anschlag nicht mehr auSweichen. Der grobe blonde Mörder ist der Kriminalpolizei in Berlin bereits aufgefal­len, wo er sich bet der letzten Abreise Gru­be r g e r 8 am Anhalter Bahnhof ver­dächtig gemacht hatte. Gr tauchte bann Wiede? in Beuron auf, wo sich Erzberger längere Zeit aufhielt. Es hat den Anschein, alS ob der Mörder sein Opfer systematisch verfolgt hat.

Arbeitslose in Frankreich.

P a r i«, 26. Aug. (Wolff.) Aach einer HavaS- Meldung aus A a n t e s veranstal'eten dort gestern ungefähr 1500arbeitSlose Arbeiter und Arbeiterinnen einen Umzug, wobei sie die Inter­nattonale fangen und Arbttt verlangten. Sie be­gaben sich zur Präfektur und entsandten eine Ab­ordnung zum Präfekten, die Arbeit verlangte. Der Präfekt versprach, ihr Gesuch an den Minister des Innern und den Arbeitsminister weiterzuleiten. Eine ähnliche Kundgebung von etwa 500 Arbeits­losen fand In 61. Lazaire statt.

Die japanische Antwort an Harding.

Washington, 26. Aug. (Wvlsf./ Die am 23. August von bem japanischen Minister des Auswärtigen bem amerikanischen ®e- s chäs tsträger in Tokio überreichte A o t e "spricht in herzlichen Worten bie Annahme der Einladung des Präsidenten Harding zur Konferenz über bie Abrüstung und die Frage bes fernen Ostens aus. In der Aote heiftt eS weiter:

Der Friede unb die Wohlfahrt der Well feien lange der Gegenstand treuer Sorge für die.japanische Regierung und das japanische Volt gewesen. Die japanische Regierung habe herzliche Sympathie mit in bem in der "Rote des Prä­sidenten enthaltenen Satze von der erdrückenden Last und Ber Bedrohung, die die modernen Rü­stungen für die Zivilisation darstellen. Ketnerler Anstrengungen formten zu grob sein, um jene Bedrohung zu vermindern. Die japanische Re­gierung mache die höchsten Bemühungerr, um den bauemben Frieden im ktillen Ozean sich^zuflellen. Deshalb sei es ihr höchster Wunsch, datz auf der Konferenz eine Verständigung erzielt werde, um ein für allemal in diesen Regionen den Frieden auf der bauernden Grundlage zu sichern.

Asbest-Minen. Die Asbest-Industrie hat in den letzten Jahrzehnten immer gröbere Fortschritte gemach^ unb doch steht die Verwer­tung dieses merkwürdigen Minerals das sich weben läftt immer noch am Anfang, ©eine Wich­tigkeit für Die Automobilfabrikation, für den Dau von Schiffen usw. wird durch feine Unnerbrenn- liebfeit bedingt. So ist Asbest etn uns allen be­kannter Stoff geworden, aber tote eS gewonnen wird, woher eS kommt, darüber wissen wohl nur wenige Auskunft zu geben. Während früher Nordamerika, Sibirien und Australien die Haupt­asbestlieferanten der Welt waren, bringt nun Süd­afrika immer größere Mengen dieses Stoffes auf den Marit. Besonders in Rhodesien befinden sich wichtige Asbestmtnen, deren Mtttelpuntt der Ort Schab an t ist. Die Anlagen sind erst sechs Jahre alt, liefern aber bereits etwa 1000 Tonnen 2lsbest tm Monat und werden ständig ertoeitcrt »Die Asbestmtnen von Schabani", so erzählt Edwin Adeler tn einer Schilderung dieses "^rgwerks, .sind in die Seite eines Hügels hinetngeschnilten' und der Stoff, der hier gewonnen wird, sieht auS wie Grashalme, die fest zusammengedrehl sind. Man farm den Asbest mit der Hand von dem Felsen ablösen, kann die einzelnen Fäden in unendlich viele Teile zerlegen, kann sie zwischen den Fingern reiben, bis sie weich und seidig wer­den, aber man kann sie nicht brechen. Sie sind zäher alS eine Darmseite. Man kann bekanntlich auS diesem Material alle möglichen Gewebe Her­stellen: aber damit ist seine Verwendungsfähigkeit keineswegs erschöpft. Die Dächer der Hütten tn dem Eingebvrenendorf, das den Minen benachbart ist und dessen Bewohner hier arbeiten, bestehen aus Albest, und auch sonst wird es zu allem Erdenklichem verwandt. Seine Zukunft aber liegt tn seinem Außen für die Wettindustrie. Der tiefe Hauptetnschnitt, der tn bie Felsen von Schabani gemacht ist, geht etwa 20 Fuft herunter. Da sieht man eine FelSschtcht unregelmäßig, bald einige Zoll, bann wieder einige Fuß breit, und dann kommt eine Schicht Asbest, die etwa drei Zoll dick ist, dann wieder Felsen und dann wieder Asbest. Dersuchswetse Grabungen haben gezeigt, daft der ganze grobe Hügel dieselbe Formation enthält. Die Asbestfäden liegen hier in einer verschiedenen Länge von 13 Zoll senkrecht zwi­schen den Felsen in großer Regelmäftigkeit. Die Aatur hat sie hier aufgespeicherl, ganz handlich für die Ausbeutung. Freilich ist der Schabani-Asbest ziemlich teuer, beim man zahlt hohe Löhne und die Werkzeuge für den BergwerlSbetrieb sind kostspielig. Aber die Asbest-Industrie ist in Süd­afrika erst im (s-tstehen, unb sie wird noch grafte Fortschritte machen.

AeueS vom Nährwert der Milch. .Keine größere Grausamkeit gibt eS einem Volle gegenüber, als ihm feinen Bestand an Milchvieh zu rauben", hat der Amerikaner Hoover gesagt, als wir durch den Friedensvertrag auch in dieser Hinsicht schwer geschädigt wurden, und die Ame­rikaner haben auch versucht, durch Einfuhr von MUchkühen uns zu helfen. Gerade sie wußten am besten, wie unersetzlich dies AahrungSmittel ist, beim von ihnen sind in den letzten (Jahren Ver­suche an Tieren gemacht worden, die ergaben, daß zum Wachstum und Gedeihen des jugendlichen Körpers Milch unb wieder Milch erforderlich ist. Diesen einzigartigen Wert der Mllch für bie Er­nährung hat die moderne Forschung immer mehr erkannt, wie Dr. I. Grvßfeld tn der .älmschau" ausführt. Die Milch enthält nicht nur erhebliche Mengen an Siweißstvffen, Fett, Milchzucker und Mtneralstvffen, sondern auch in einer leicht ver­daulichen und gut auSnutz baren Form. Doch ist das Dorhandenfetn solcher Eiweiß stosse tn der Dahrung noch keineswegs genügend, um daS Ge­ben zu erhalten. Versuche an Tieren haben er­geben, daß trotz reicherer Zufuhr der Hauptnähr- stvffe Wachstumshemmungen Siechtum unb Krank- fteit auftraten. Wie die deutschen Chemtter ge- bie Antwort erhält: .Unsere Grundsätze heißt man daS bie ich aus breiten soll." Werm nur die Grundsätze (heute find's die Ideen) leben, mag sonst alles zum Teufel gehen!

Die Aufführung wahrte alle Derbheit unb Urwüchsigkeit des Stückes, ohne ins Possenhafte htnüberzugleiten. Karl B v l ck, der auch als Spielwari zeichnete, spielte die Titelrolle unb war gleich gut als Schwadroneur und winselnder Hasenfuß. Die Rolle des gutmütigen und leicht­gläubigen alten Märten lag bei Harry QI o e b er t tn besten Händen: der begabte Künstler, der für den Winter nach QEünfier verpflichtet warb, ver­abschiedete sich hiermit vom Gießener Publikum. Karla Keller und Georg H e b i n g bildeten ein sympathisches Iungbauempaar. In den kleineren Rollen des Edelmannes unb des Richters zeigten sich Karl Juhnke und Heinz B e ch st e i n.

QIach dem so erguiefenb frischen .Dürger- gcneral fielen .Die Mitschu 1 digen" et­was ab. Goethe nahm sich für den inneren wie äußeren Aufbau dieses tn gereimten Alexandri­nern geschriebenen Stückes bewußt französische DorbiDer. Daher mag es kommen, baft bie Ver­kettung der -Sjanblung und die Eharakterführung der einzelnen Personen etwas geLnstelt erschei­nen. In scharfer Selbstkritik hat Goethe später ja selbst von allen Personen deS Spieles gesagt, daft sie Has ästhetische und moralische Gefühl verletzen.

1.7.11. . . Fr. 125,0 . . Fl. 59,21 . . Ür. 88,81 . . Är. 117,33 . . Är. 83,8)

1 .fischen rische» Truppe«.

(Drr.)

,ar ? J« öfter. 1 ln das Dui. n Zusammen. Hauptabteilung Oepenhurg von un.

Teuer genommen, erwidert meiden

S.(DTD.)DtedaS f.dvn zuständiger lltarijche Ääu. » M dem heutigen uMung der Sen- achen anbei aus M edoch voiläusig in der ungarische Regierung der Bestimmungen fest entschlossen, tn» b- Mts. gefaßte De» i Ausschusses, keiner« der Derücksichtigung e erhobenen Forde« entlich nicht die 6r- sicher Forderungen : den österreichisch« unMiselhch de« gen tonne sestgeW .üumung deS von den Itenen Gebietes noch t sei.