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OniJ und Perlaj: vrLHI'sche Univ.-Vuch- und Steinöruierei R. fange. Schriftleltung, «eschSstsstelle und Druckerei: Schulitrahe?.

laßt sich heute noch nicht übersehen, ob er wesent»

I Abmachung, bar gemacht barmachung

;en in irgendeiner Form für uns trag«

ström möglich, der die übrigen Ander, aus dem Herzen Deutschlands kommend, ernährt, so wäre das kein Glück für die Ander. Roch weniger aber wäre es für diese Ander erträglich, die gesamten Märkte der Welt mit einer krankhaften Heber» Produktion an deutschen Produkten überschwemmt zu sehen. Die Erkenntnis bricht sich Bahn, daß die

Mangel 71 gutem Willen entschuldigen, sondern wenn wir davon ausgehen, Daß ein fester Wille

mungen betrifft, nämlich den Index, so liegt es heute schon so, dah fast überall, wo volkswirtschaft­liche Kräfte sich regen, auch die Einsicht durch­gedrungen ist, daß mit diesem Index und mit Dons provisvires, die auf ihm beruhen, auherordentlich wenig anzufangen ist. Ich vertrete den Standpunkt, dah man jeden Versuch machen muh, die Leistun­gen, die uns auferlegt worden sind, tragbar zu machen, und ich bin weiterhin der Meinung, dah

,it werden müssen und dah ihre Trag- barmachung nicht mehr und nlcht weniger bedeut

französische Preis bezieht sich auch nicht aus den dah wir dann einen entschiedenen Anspruch haben, freien, sondern aus den gebundenen Handel. Auch ! bic Aenderungen durchzusehen die möglich sind, läht sich heute noch nicht überleben ob er mefent. mir mtl einem Unerfüllbar nicht etwa einen

Nr. 1Z5

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Die amtliche Antwortnote Englands.

London, 28. Juli. (Reuter.) Das Kabi­ne t t entwarf heute die Antwortnote auf die französische Mitteilung über Ober­schlesien. Die Auffassung der britischen Regie­rung geht dahin, dah die gegenwärtigen Ueber- einkommen aufrecht erhalten oder den franzö­sischen Wünschen gemäh geändert werden sollten, unter der Voraussetzung, dah der Grundsatz des Zusammenwirkens der Alliierten unangetastet bleibt. Die französische Andeutung, der britische Botschafter in Berlin, Lord d'Abernon, hätte die deutsche Regierung ermutigt, eine Frankreich feindliche Haltung einzunehmen, wird widerlegt,

London, 28. Juli. (WTD.) Reuter erfährt, dah das Kabinett heute vormittag die ober- schlesische Frage behandelt habe. Es sei kein Grund vorhanden, zu glaub, n, dah dte br.tische Regierung die gegenwärtige Lage als so ernst ansehe, wie man in einigen Teilen des Volkes glaube. Aller­dings sei es sehr wahrscheinlich, dah die Zusam­menkunft des Ober st en Rates wieder etwas hinausgeschoben werden wird. Lord Curzon hatte heute nachmittag eine Unter» redung mit dem französischen Botschafter.

Der deutsche Ausschuß an die interalliierte ftonnniffion.

Breslau, 28. Juli. (WB.) Der d e u t s ch e AuSichuh für Oberschlefien richete an die interalliierte Kommission ein Schreiben, in dem darauf hlngewiesen wird, dah die Polen an vielen Orten die gleiche Macht aus­üben wie während des Aufstandes. Sodann wird auf die fortgesetzten Gewalttätigkeiten hingewielen und hervorgehoben, dah umfassende Vorbereitun- gen für einen neuen Aufstand getroffen seien. Der Empfang Korfanths durch den französischen Ministerpräsidenten habe in Verbindung mit den übrigen im einzelnen dargelegten Umständen bei der deutschen Bevölkerung grobe Unruhe und tiefes Mißtrauen hervorgeruftn. Sofortige Ad- hilfs tue Rot. Dazu gehöre vor allem eine rasche Entscheidung über das Schicksal Oberschlesiens. Auherdem lei der Schuh der öffentlichen Sicher­heit durch moralisch einwandfreie, geschulte Po­lizeibeamte zu fordern, ferner die Bestrafung der Verbrechen, die Entfernung der an den Ver­brechen beteiligten Personen aus allen Aemtern und Gerechtigkeit und Unparteilichkeit aller Or­gane der interalliierten Kommission. Der Aus- schub bittet, seine Vorschläge zu prüfen und stellt seine ganze Kraft in loyalster Weise zur Der- fügung zur Erfüllung ihrer Aufgabe, dem ge­samten oberschlesischen Volke Ruhe und Ordnung wiederzugeben.

Eine Rede Rathenaus.

_ ,erl i n, 28. Juli. (WB ) In der gestrigen 9. Sitzung des Reparationsausschusses des Vor­läufigen Reichswirtschaftsrats führte Reichsminister Dr. Rat Henau u. a. aus' Die Verhandlungen sind seit meinem ersten Bericht ununterbrochen gefördert worden und wurden zum gröhten Teil in Paris, zum kleineren Teil in Derlin geführt. Einen ziemlich breiten Raum nahm die erste Gruppe der Rebenfragen ein. wobei es sich darum handelt, die Reparationen und Re- stitutionen. die durch den Versailler Vertrag uns vorgeschrieben sind, durch einmalige Lieferungen endgültig auszugleichen. Diese Gruppe von Rebenaufgaben bezieht sich auf V i e h l i e f e r u n- 8 en, Lieferungen an rollendem Material und Rücklieferungen von Maschinen und Einrichtungen. Von den Hauptfragen ist die eine die der F i - nanzierung. Für den Fall, dah die )ähr- lichen Sachleistungen, die wir an Frankreich zu machen haben, denjenigen Betrag überschreiten, den Frankreich bereit oder in der Age ist, sich auf das Reparationskonto anrechnen zu lassen, müssen Wege gefurrden werden, um Stundungen zu ermöglichen, die dahin zielen, dah solche über- chiehenden Beträge auf spätere Annuitätsleistun­gen angerechnet werden. Die zweite Frage ist die Frage des Preises. Es wird nötig sein, eine Preisgrundlage zu finden, die sich für einen be- tinunten Zeitpunkt genau übersehen läht, weicht der Wert der Ware ist, die geliefert und ange­rechnet werden soll. Dabei ist das Grundprinzip einzuhalten, dah Frankreich nicht die Waren von uns empfängt, die teurer sind, als sie in Frank­reich selbst hergestellt werden können. Der Weg wird vermutlich der sein, dah eine gemischte Ju­de xkommission an die Arbeit gesetzt wird, die, aus­gehend von den Dorkriegspreisen, vielleicht für den Zeitraum eines Vierteljahres diejenigen In- dexzuschläge ermittelt, die während dieser Pe­riode in Geltung sind, so dah also durch eine Multiplikation des Index mit dem Gruridpreis der jeweilig geltende Wert sich ergibt. Mit

Der Kampf um die französische Nationalehre.

Die Lage ist noch nicht geklärt. Der französische Botschafter in London hat tat­sächlich die Abmachungen für die Konferenz am 4. August in Frage gestellt, indem er zur Ueberraschung der Engländer zuerst die fran­zösische Nationalehre sichergestellt haben will. Briand drängt darauf. Es handelt sich darum, daß das Londoner Kabinett die französische Aufforderung wegen der Truppenbeförderung an die deutsche Reichs reg ierung nachträglich gutheißen soll. In London scheint man be dem Prinzip bleiben zu wollen, daß die Frage der Truppenverstärkungen in Ober- schlesten nur gemeinsam von den Alli- -ierten entschieden werden könne. Ob und wie­weit nun nochmals Beratungen gepflogen werden, damit /ich bie Notwendigkeit mili­tärischer ©d) ritte heraus stelle und die ver­schobene Kulisse wieder auf den rechten Platz gestellt werden kann, ist noch nicht zu über­sehen.

Die französischen Vorstellungen in London.

Part«. 28. Juli. (Wolff.) Wie der Lon- ooner Korrespondent desPetit Parisien" zu wissen glaubt, hat der französische Botschafter im Lause seiner gestrigen Unterredung mit Lord Eurzon die Aufmerksamkcit der englischen Re­

gierung darauf gelenkt, erstens, dah die Frage der Sicherheit der französischen Truppen in Oberfchlesien durch ZTen Fried ensvertrag um so weniger habe vorgesehen werden können, als in dem Augenblick, in dem man sich zur Volksabstimmung entschieden habe, die Mächte einmütig die Anzahl der alliierten Truppen, die man zur Aufrechterhaltung der Ordnung der Kommission zur Verfügung stellen muhte, auf 60 000 Mann festgesetzt hatten. Einzig und allein Frankreich habe von den vier Machten seine Verpflichtungen unter Opfern gehalten und in fortgesetzter Sorge um die Verantwortlichkeit ge­lebt, die es übernommen habe. Man dürfe ihm also nicht seine ständige Besorgnis, Unruhen, die es für möglich halte, vvrzubeugen, vorwerfen, und man könne es heute umsoweniger, als seine Soldaten in Gefahr seien. Man sei also berechtigt, sich über den englischen Widerstand gegen die Entsendung einer Division Verstärkungen zu wun­dern. In zweiter Linie habe der Botschafter er­klärt, dah nach der Veröffentlichung der Ant­wort der deutschen Regierung mit der kaum verhüllten Weigerung, die französische Di­vision passieren zu lassen, der britische Wider­stand einen noch ernsteren Charakter angenommen habe. Wenn die englische Regierung diesen Wi­derstand in der intransigenten Form, wie sich heute gezeigt habe, aufrechterhalte, so laufe sie Gefahr, die Hoffnungen des Alldeutsch- tums zu ermutigen, das. wie man wisse, feine Zukunftshoffnungen auf den Verfall der französisch-britischen Entente sehe. Deshalb hoffe die französische Regierung, dah das englische Ka­binett nach einer nochmaligen Prüfung der Frage erkennen werde, dah das französische Verlangen aerechtfertigt sei. Auf alle Fälle sei sie der Ansicht, dah der Zeitpunkt des Zusammentritts des Ober» ften Rates nicht endgültig festgesetzt worden sei, so lange die Frage der Entsendung der Truppen nicht eine Lösung gefunden habe, die den berech­tigten Sorgen Frankreichs Rechnung trage. Lord Curzon habe erflärt, die Frage werde von dem Ministsrrat geprüft werden. Der Berichterstatter glaubt, dah Lloyd George es für wünschenswert halten werde, den Streitfall zum zweiten Male der Reichskonferenz vorzulegen.

Paris, 28. Juli. (Wolff.) Der .Matin" schreibt, die Kontreverse über die Entsendung der Truppenverstärkungen werde jederzeit von beiden Seiten fortgesetzt, doch scheine es. dah sie den Zusammentritt des Obersten Rates, der für den 1 August vorgesehen sei, nicht verhindern könne. Zwischen diesem Zusammentritt und der end­gültigen Entscheidung über Oberschlesien wurden jedenfalls einige Wochen ver­streich en. während deren die alliierten Regie- rjingen Zeit hätten, die für die Sicherheit der ^ ruppen in Oberschlesien getroffenen Mahnahmen brung zu bringen. Jedoch müsse diese Entscheidung, das heiht die Entscheidung über öle Sntfenbung von Truppen Verstärkungen, e Sitzung des Obersten Rates yinausgeschoben werden.

,,L Oeuvre schreibt, es scheine augenblicklich, dah man sich am Quai d'Orsay zu einer Heber- gangSlofung entscheiden wolle. Diese Lösung be­stehe dann, einfach eine ProvisorischeDer- t e 11 u n g Oberschlesiens vorzunehmen, indem man sich auf den Plan Sforzas stütze. Man werde übrigens zwischen der polnischen und der deutschen Zone eine neutrale Zone aufrechterhalten, die von den alliierten Truppen beseht werde.

Die britische Entgegnung.

L v n d 0 n, 28. Juli. (Wolff.) DieMor° ning Post" schreibt: Wir erfahren von amt­licher Seite, daß die britische Regierung den von ihr in der oberschlesischen Frage einge­nommenen Standpunkt für richtig hält. Das S o n d e r v 0 r^s e h e n einer einzelnen Macht Ui nicht jm Vertrage von Versailles borge» |

iüh über ober wesentlich unter den deutschen Preisen liegen wird. Wir sprachen sodann über die Frage der Errichtung einer französisch-deut­schen Organisation zur Aufnähme von Lieferun­gen überhaupt. Wir haben die entschiedene Ab- süht, den freien Handel gewähren zu lassen, ja ihn zu unterstützen. soweit wir eS können, auch dann zu unterstützen, wenn er nicht zu Bar­leistungen zwischen Besteller und Lieferant führt, sondern zu Gutschriften auf das Reparations- konto. Ich denke mir, dah die Lieferungen von Gütern, wobei es auf die Frage des Herstellers und der Konstruktion ganz besonders ankommt, soweit wie möglich dem freien Handel gehören müssen, dah dagegen dem Kollektivhandel Güter gehören werden, wie beispielsweise Baumateria­lien. wenn sie in gröberem Umfange verlangt werden. Für diesen Kollektivhandel, wobei Be­steller wie Hersteller zahlreich sein werden, gilt es, einfache Aufsaugungsformen in Frankreich zu finden. Es wurde daran gedacht, dah man nach Art der Zollstationen Riederlassungen an den verschiedenen Stellen etablieren soll, wobei der Geschädigte auf der einen Seite seinen Don der eigenen französischen Behörde präsentiert, ihn ab­gestempelt bekommt, dann auf die deutsche Seite übertritt und dort seine Bestellungen aufgibt, die von .da aus an die Zentralstelle in Deutschland weitergeleitet werden. Zurückgetreten ist während dieser Verhandlung das Gebiet derArbeitsleistung an Ort und Stelle. Ich hoffe, dah, sobald zwischen Frankreich und uns ein gewisses Hanoelsver- hältnis etabliert ist, auch diese Art der Zusammen­arbeit sich ermöglichen läßt. Ob in sehr erheb­lichen Umfange, möchte ich schon deshalb be­zweifeln, weil aus den französischen Berichten an Kammer und Senat hervorgebt, dah die Ge­samtzahl der fremden Arbeiter, die Frankreich aus verschiedenen Rationen zusammengerufen und auf seinen geschädigten Territorien versammelt hat, nicht größer ist als 25 000. Die Verhand­lungen gehen naturgemäß nicht mit grober Ge­schwindigkeit vorwärts. Es steht aber zu hoffen, hab wir in nicht allzu ferner Zeit zu einem Prinzip der grundlegenden Verständigung kom­men. Iowischen wurden die Verhandlungen in der deutschen Oeffentlichkeit vielfach erörtert Es wurden mehrere Einwendungen erhoben. In erster Linie machte man geltend, dah es sich doch wohl nur um ganz geringfügige Lieferungen han­deln werde: denn man hat festgestellt, dah aus den groben Listenanforderungen Der alliierten Länder, die kurz nach dem Friedensschluh bet uns einliefen und etwa 18 000 Posten umfaßten, verhältnismäßig wenig Material von DeutschlanD aus geliefert wurde. Es wunderte mich, daß man diele Schlußfolgerung zog. denn diese Listen waren durch einen Zufall zulammengeweht. Es ist doch deswegen nicht bedauerlich, daß auf diesem Ge­biet nur mäßige Lieferungen erfolgt sind, weil diese Leistungen unauSbleibllch in das grobe Loch der Vorlieferungen gefallen wären, die uns in Dem Londoner Ultimat im außerordentlich schwach angerechnet worden sind. Ich rechne nicht damit, daß man etwa aus besonderer Rücksicht für uns oder unsere Wirtschaftslage Die Absicht hat, uns enorme Lieferungen zu übergeben. Ich glaube aber, daß Die GeschäDigten selbst eine beschleu­nigte Lieferung wünschen. Das Wieperausbau- geschäft in Frankreich ist mit großen staatlichen Mitteln und entschiedener Eenergie gefördert wor­den. Aber zweifellos ist es auf verschiedenen Gebieten noch nicht soweit vorgeschritten, wie es den Wünschen der Geschädigten entspricht. Ins­besondere ist von 600 000 Häusern, von Denen 300 000 beschädigt und 300 COD vernichtet wvrDen sind, nur ein verhältnismäßig kleiner Teil wieder aufgebaut worden. Wir können also wohl damit rechnen, daß auf den Umfang der Lieferungen das eigene Interesse der Geschädigten wirken wird Die französische Regierung hat ihrerseits den Wunsch, das Wiederaufbaugeschäft in we­nigen Jahren zu beendigen. Ich möchte mich jedes Optimismus enthalten. aber ich glaube, dah dieses ganze Derhandlungsge'chäft für Die deutsche Volkswirrtschaft von entschiedener De- Deutung ist: Denn einmal ist die Umwandlung von Goldleistungen in Sachleistungen für uns unent­behrlich, undauf der anderen Seite ist es von Bedeutung, wenn wir neben den schweren Lasten, die wir in den nächsten Jahren zu tragen haben werden, nicht mit Beschäftigungslosigkeit zu kämp- fen haben. Ich komme dabei auf diejenigen grund­sätzlichen Auffassungen, die sich hinsichtlich des ganzen Reparationsgeschäftes gegenüberstehen, und die sich im wesentlichen um den Begriff Der Erfüllung bewegen. Die eine geht davon aus. Die Vertragsbestimmungen seien etwas absolut Un- abänberliches unb etwas absolut Unerfüllbares. Sie stellt sich auf Diesen StcmDpunkt, noch bevor Der Dersuch entschieden ist, Aenderungen vorzunehmen, die uns die ßaft tragbar machen, und noch bevor der Anfang gemacht worden ist, an das eigentliche Wiederaufbau wesen heranzutreten. Und doch ist ist in Dem Ultimatum selbst ausdrücklich ausgespro­chen, dah die Bestimmungen die Unabänoerlich- keit nicht in sich tragen; denn es ist uns frei- gestellt worden, Aenderungsvorschläge zu machen. Was Den dunkelsten Punkt Der ganzen Bestim-

sehen. Aus diesem Grunde habe die britische I diesem ftanzosischen Preise ist nicht unbe- wachsende Erkenntnis auf der Gegenseite uns diese Regierung vorgeschlagen, die ganze Frage un- dingt der deutsche Lieferant gebunden. Dieser Arbeit erleichtern wird. Ich bin ferner der Ansichr. verzüglich dem Obersten Rat zu unterbreiten.----1,ux- ....... * - ----- -- - -

Der französische Entschluß. weitereTrup- den anderen Mächten erfolgt, die für Ober- Pen zu entsenden, sei 0 h n e B e r a t u n g mit schlesien verantwortlich seien. Die britische Re- gierung sei der Meinung, daß die Forderung begründet sei, daß die Entscheidung über die Entsendung neuer Truppen aber nur durch sämtliche Alliierten getroffen werden könne. Es werde darauf hingewiesen, daß die Kosten für den Unterhalt der DesayungStruppen von den Deutschen und Polen getragen werden.

Die britische Regierung sei Dafür, daß sie den Versailler Vertrag loyal ausführe, wenn sie darauf bestehe, daß jede Aktion in Oberschle­sien gemeinsam sein müsse.

in diesen Fragen ein ganz außerordentliches Aktivum ist, nicht nur bei un«. son­dern vor allem im Verhältnis zur Gegenseite. Ich glaube also, dah man die Gegensätze hier Im Lande nicht so hoch zu spannen brauchte. Ich glaube, daß man Den Versuch mit großer Rach- haltigkeit machen sollte. Die Cettunjen dadurch tragbar zu machen, daß man sie In verständige Formen bringt, und daß man ferner nicht von vornherein daran verzweifelt, etwas Erhebliche« leisten zu ( nnen; denn gerade Dieje Leistung wird uns wieder zu Hilfe kommen, wenn eS sich Darum hanDelt, unerträgliche Bestimmungen in erträgliche zu verwanDeln. Das bedeutet nicht, Daß wir Die Schwierigkeiten irgendwie unter­schätzen Dürfen. Sie finD außerorDentlich groß durch Die Materie selbst unb sie sind außerordent­lich groß durch die Gegenwirkungen, Die sich In jedem Lande naturgemäß geltend machen, und sie sind weiterhin groß durch die allgemeine Wirtschaftslage, die in den verschiedenen Län­dern Den Gedanken erschwert, große Leistungen vom Ausland zu beziehen. Rehmen wir an. daß unsere Sachleistungen zwar nicht phantastisch hoch seien, sich aber doch In sehr erheblichen Grenzen bewegen, nämlich in solchen Grenzen, die Der Gröhe des Aufbauproblems In Frankreich ent­sprechen. So wird ein Strom von Waren auS Deutschland nach Frankreich und ein Strom von Bestellungen von Frankreich nach Deutschland geleitet und aufgenommen werden müssen. Wir haben namentlich Den kollektiven Zustrom ent­sprechen!) im ßanDc zu verteilen. Dabei ist Die erste Ausgabe Die Der Sicherheit Der Erfüllung. Das, was wir übernehmen, ist eine Verpflichtung von CanD zu ßanD. ES Ist eine Verpflichtung, die nur übernommen werben kann, wenn sie Durch Den Willen unD Die Kraft Des ßanDc« Da« sich zu Den Leistungen verpflichtet hat, gemäht- leistet ist. Träger Der Verpflichtungen In Deutsch- lanD ist Der WieDeraufbaukommifsar. Er muß Durch Die Einrichtungen DeS Landes so gedeckt sein, Dah er unter allen UmftänDen erfüllen kann, waS er übernimmt. Das zweite Prinzip ist Das einer gerechten unD verständigen Ver­teilung. Die Leistungen, zu Denen wir und ver­pflichten, finD nicht freiwillige Leistungen von einzelnen, fonDem Leistunaen, Die aus Dem schwe­ren FrieDensDiktat herrühren. Jede Dieser Lei­stungen toirD auS Den Einkünften De« Deutschen Reiches gezahlt, Die es von Den Steuerzahlern empfängt. Wir könnten es nicht rechtfertigen, wenn einzelne LanDesteile, einzelne Länder oder einzelne Berufsstände bei diesen Leistungen au kurz kämen, wenn beispielsweise nur die Groß­industrie leistete, aber nicht das Handwerk dir Kleinindustrie und der Handel. ES muh ein« möglichst gleichmäßige Verteilung Der Leistungen nach Den Ländern sowohl wie nach Den BerufS- ftänDen erfolgen.

Es toirD allo notwendig fein, die Lei­st ungsverbänDe zu einem Selbstver­waltungskörper zusammenzuschließen. Der alle LeistungsverbänDe sowohl Der Länder tote Die gewerblichen VerbänDe enthält. Der Ver- banD würbe selbst Aufträge übernehmen, bie ihm zufliehen und würbe selbst berjenige sein, ber bie Aufnahmeorganisatlonen in Frankreich schafft. Bei ihm würben bie Aufträge zusammenlaufen. Er würbe sie verteilen unb unter eigenem Recht unb unter eigener Sicherheit effeftuieren. Dann würbe ber Reichskommifsar nur noch eine Stelle Der Überwachung fein. Hiermit ist ungefähr Dasjenige umschrieben, was Die letzten Wochen unserer Arbeit erfüllte, soweit sie sich nämlich auf Frankreich erstreckt. WieDerholt tauchte In letzter Zeit in Der englischen Presse die Besorgnis auf, eS möchten Die Sonderverhanblungen zwi­schen Frankreich unD uns Das Ergebnis haben, Dah Die englischen Interessen oDer Die anderer alliierten Rationen zu kurz kommen. So­weit Hw VerhanDlungen bisher mit Frankreich flattfanoen, waren sie nicht Derartig, bah die Rechte irgenD einer Ration zu kurz kamen. Mer ich möchte wiederholen, wir in Deutschland haben ein großes Interesse an der allgemeinen Um­wandlung von Goldleistungen in Sach­leistungen, und zwar nicht nur Frankreich gegen­über. Wir haben Interesse Daran, daß wir auch mit Den übrigen LänDern zu analogen Abmachun­gen kommen. Bei jeder Wmachung Dieser Art haben wir es überDies mit ber Re- parationskommissivn zu tun, die als oberste Instanz bas Schuldenwesen verwaltet. Wir wünschen auch mit DerReparationskommilsion in engster Fühlung zu bleiben hinsichtlich allet Derjenigen Abmachungen, bie mit irgendeinem einzelnen Lande getroffen werben. Wir teilten dies auch ber Kommission selbst mit. Wir glauben, bah Die VerhanDlungen, Die auf Diesem Wege geführt werben, schließlich nicht allein zum Vorteile DeutschlanDs seien, benn zum Vorteile Deutschlanbs geschieht in Der Welt heute wenig. Wir werben aber Deswegen, wir ich hoffe, Aussicht auf Verwirklichung haben, weil sie zum Vorteile aller Dienen. Wäre Der GolD-

Annahme von Anzeige* für die lagesnummtr bis zum Nachm Nag vorher ohne jede Berdindlichkeit. §rei$ für t mm höhe für nzeigenv 34 mm Breite örtlich 40 Vf. auswärts 50 Vf-.' für Reklame' Anzeigen von 70 mm Breite I80Vl Bei Platz- Vorschrift 20", Aufschlag Haupischristleiler Ang Goetz Verantwortlich für Voli'ik. Aug Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: Hon» Beck, sämtlich in Dietzen.

Erstes Blatt UL Jahrgang Zreitag, 29. Juli 1921

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen