Ausgabe 
29.4.1921
 
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'ismarck b

chicytlöhner 1.50 Mk. Tie

in ton ein­

zelnen Stufen über und unter Tage bleiben die­selben. Für die Qfcbingearfeitcr roi:D der Grund­lohn mir 27 Mk. erhöht. Tie bisherigen Zulagen von 4.50 und 2 bzw 1 Ml. je Schicht, soweit sie nicht durch die Erhöhung des Grundlohnes abgegolten sind, werden im Gedinge berechnet. Bedingung für dieses Abkommen in daß die Rcicbsreaierung auf die Abführung des Betrages an 5 Mk. verzichtet, bin gegenwärtig vom &oh:eji.» vren'e für die Lebensmittelversorgung der Berg­leute einbehalten wird und hierfür bei dem Weg­fall der Ueberschichten nicht mehr in Betracht kommt. Bei diesem Abkommen wird vorausgeictzr, baß die Kohlenförderung nt der regelmäßigen Schicht so erl öst ttnrb, dgß die '«nietet Wirtschaft

Deutscher Reichstag.

98. Sitzung

, Berlin, 28. April.

vau- unb Tribünen sind bei Beginn bet ^'vung nut schwach befeot. Am Ministertisch: ^chrenbach, Anions, Koch und Sdwlc

Tic JBeibrednmg über die auswärtige Politik wird zunächst ausgesetzt und ein

Wrfrrnfwurf der Negieruna-Zpaneien betreffend Vie Verfügung über Gold beraten.

.. Wg Butlage (Ztr.) betont die <Jk>troen« big fett. Aendenmgen noch vor dem 1. Mai Mr- zunebmen. Die Goldausfuhr w>nde somit nach bis zum 1. Oktober verboten bleiben

Ter Entwurf wird schließlich m allen Lesungen genehmigt.

In der sodann ßortgesetzten

Besprechungtor auÄoärtigen Politik erhält das Wort der

--------------- Paris narb dem tyall in rüchfichtsvollster Wei'e behandelt hat. Frankreid, dagegen kann nicht mehr den Richm als ritterlidx Nation beanspruchen. Tie Reto« er

Die Bergarbeiferberocging in Engkonb.

London, 28. April. (WB.) Tic Besprechung der Vertreter d<n B e r g w e rks be s i p e r, der Bergarbeiter und bet Regierung bauerte toute den ganzen Tag. Jetzt wirb mitgeteilt, baß die Re­gierung die von ihr ang-rbotenen Unter» stützungsgelber von 71 _ Millionen auf 10 Millionen erhöbt hat. Tie Bergaro.'üer sind nock' .nicht völlig lurriebengestellt. bod) wird ber Dollrug5oussdriß der Teleg-ertertornerenz Beridü erstatten. ~

London, 28. Llpril. WTD Die Berg­arbeiter haben bas Angebot ber Regierung ab» gelehnt.

Sine Beratung im Heidfsminifterium für Ernährung und Landwittfchast.

Berlin, 28. April. (Wolff.) Im Reichs- Ministerium für Ernährung und Land- wiirs chaft farftramD^ April eine Sitzung statt,

DasUnterpfand" Briands.

Paris. 28. April -WTB) Rach Bemdi- gung feiner Mitteilungen vor dem Finäntzausschuß des Senats erklärte Br i and in den Wandel gangen des Senats: Men Verbündeten gemeinsam ist die Frage her Reparationen. Aber es gibt eine Frage von besonderer Bedeutung für Frankreich, ben Grenznachbar Tcutfdianb, nämlich di' feiner persönlichen Siderleit. Um diese Sicherheit ,yi Verbürgen, müsse FrankveiH Unterpfänder ergreifen. Augenscheinlich laufe man durch die Besetzung des R u h r g e b i e t e s gewisse Gefahr, die uns um ben Nutzen der Be'enung bringen kann Aber gerade hier muß man feine Geschicklichkeit beweisen Bei ber Besetzung Düsseldorfs unb an­derer Städte hat der deutsche Arbeiter ein» gesehen, daß wir nicht mit imp'riali frischen Ab­sichten kamen unb hat deshalb unsere Truppen gut auf genommen. $5eute Tann es gerade >o gehen, wenn man ben Bergleuten der Ruhr die Ernährung unb ihre Bezahlung fidjerfteUtc. Aus .eben Fall müssen wir ein Unterpfand nehmen.

Der Schwindel von dentschcn Varackenbauten im Ruhrgebiet.

Berlin. 28. 9lpril lWvlff.)O e u v r c" undEcho deVaris" melden, daß man deutscherseits bereits Baracken baue für die Aufnahme der alliierten Truppen im Ruhrgebiet. Don znftändiaer Stelle wird da­zu bemerkt, daß die Meldungen jeder Grundlage entbehren

der Linken wenden sich gegen die Temanftraiumen tor Vaterlandsliebe Sie Holmen birübet, tatz Erben und Gstcenzeick^n beim Begräbnis ber Kai­serin wieder ans Licht kamen. Sie verfemten bte toutfdx Volks eele und tun io. als ob sic allem Vertreter der deutschen Volksseele feien linier Heer ist in Ehren untergegangen Seiner zu ge­denken, bart feinem guten Deutschen verboten jein. Tas ist auch die Ansicht aller Volkskreife, vuh nur parteipolitische nnüd/rj r b es, die b> hindern wollen. ebner sch'de, t al.dann den Fr>e» teil von Brest-LitowSk unb d c "antofSfrrifrft, . tc wir Rußland etnräumleu, urb stell' dem heu Zwangsirieton von Versailles gegenüC. Tie Hoffnung der Sozialisten our die I. ter atw.^i.e it tcHgefdKagen. Es sind wohl Der uche g-macl : worden, hier etwas zu erreichen. Aber aKe3 wir vergebens Ee!bst "Herr Auguft Müller har nach dem Waffenstillstand de Volkseauircagei en'ucht, das Heer nidrt aufzulösen, um und nicht wehrlos

örtlich 40 *Pt. au»u>art» 50 Vf.; für Reklame Anzeigen von 70 mm Breite IßllPs Bei Platz» Vorschrift20 .Aufschlag, tzaupifchriftletter: Aug Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: Han - Beck, sämtlich in ® iefoen.

Kennworthy fragte, ob denn nicht seit Sonntag weitere Vorichlägederdeutschen er un g eing?troffen seien unb ob unter diesen Umstanben bi? Lage genau dieselbe bleibe unb ob das Parlament b?tragt n>erto. b?oor eine Aktion unternommen würde.-' Llovd George erwiderte: Wie ich nichlimtlid) hörte sind die Vorschläge der toutsch.-ii Regierung ber Regierung ber Vereinigten Staaten unterbreitet worden. Ich habe diese Vorschläge geiehen. Ich bedauere sehr, sagen >u muffen haft sie durch- öuß unbefrietugenb unb. Ich wünscht?, es wäre möglich gewe'en. zu erklären, daß sich die

Ländert habe. Tie Vorschläge werden augen­blicklich lehr sorgfältig von ben Sach­verständigen aller Alliierten g c» vrü1t bte 3u die,er stunde in London sind. Zäher konnte ich nur sehr ungern eine endgültige Meinung zum Ausdruck bangen. Ich fürchte ie» doch, daß allgemeine Uebcr ei n fti m » mung über die völlige Unzulänali ck- keit der dentsch?n Vorschläge herrscht

Wedgewood fragte hieraus, ob bie Er­klärung des Premtermmiiters, daß bi» beutfdrn Vorschläge mibe friedigend seien (Rufe- Nein', be­deute, daß England zur weiteren militäri­schen Besetzung Teutschlands vervflich- tat fern werde?

Lloyd George antwortete: Bevor ir­gend eine Befetzun g Deutschlands Itattf indet, wird das Haus volle Ge­legenheit erhalten, fein Urteil über die F.rage ab zu geben. Ich erfahre, daß eure .^.isdinwn bei ber Beratung be^ g-tat« für das auswärtige Amt am nächsten Tonnerätag'statt - ftnton soll. Ich zwei ne. daß ber Beschluß to^ Obersten Rates vor Montag oder Tienstag be­kannt werden wird.

Lord Robert Cecil fragte hierauf: Soll dies heißen, daß das Land bis zu biei'ec Tebatic Zu keinerlei politischer Aktion verpflichtet wurde?

Lloyd George erttärte: Denn vamil ge» meint ist, baß die Vertreter ber britischen Regie­rung das Land nicht verpflichten 1 offen, soweit erne Regierung ihr Land zu einer besonderen Ansicht mit Bezug daraus, welche Aktion unter-

Noch keine Antwott aus Amerika.

Noch ist alles in der Schwebe. Im «günstigsten Falle werden von Deutschland weitere Zugeständnisse zu erhandeln ver­sucht. Bon größter Bedeirtung sind heute die Worte, die Lloyd George gestern im eng­lischen Unterhaus über die deutschen Vor­schläge gesprochen hat. Er nannte sie völlig unbefriedigend. Allerdings würden sie noch sorgfältig geprüft, aber bei der Ueberein- stimmung, die itnter den Alliierten herrsche, -komme die Besetzung des Ruhrgebietes, vor bereu Venrnrllichung das Parlament frei­lich unterrichtet werden solle, immer noch üt Frage. Lloyd George ließ durchblicken, rafi es noch unentschieden fei, ob mnb inwieweit Deutschland aufgefordert würde, seine Vorschläge zu vervollständigen. In Washington scheint man a 6 iv a r t e n zu wollen; wir dürfen uns von dem Eintreten bes Präfidenten Lwrding nicht gerade etwas Besonderes versprechen.

93 e r (in, 28. April. Wie die Blätter von »unterrichteter Seite erfahren, ist bisher eine IDntwort Amerikas auf die deutschen Vorschläge beim Auswärtigen Amte noch .nicht eingetroffen. Der englische Bot­schafter Lord d'Aber non, her gestern Be ssprechiengen mit Persönlichkeiten des Aus­wärtigen Amtes hatte, ist heute nachmittag nach London abgereist, um den Bera-1 langen der alliierten Staatsmänner am Sonnabend beizuwohnen. Wie dieVossische Zeitung" zu wissen glaubt, habe d'Abernon ben Eindruck mit auf bie Reise genom­men, daß die führenden deutschen Kreise ge­neigt erscheinen, die Vorschläge Deutschlands einer neuen, eingehenden Durcharbeitung zu unterziehen, um eine Einigung mit den Alli­ierten zu ermöglichen.

Sine Erklärung KeyneS'.

Paris, 28. Avril. Nach einer .ssavas- lneldung aus Neuyork verbreiten dieWorld" und andere Blatter ein Kabeltelearamm von Keynes, in dem dieser erklärt, Deutschland habe bisher noch keinen Vertragsbruch began­gen. Frankreich treibe mit der SchwächeDeutschlandsMißbrauch.

(Eine (irofoe Au;!prache im englischen Unlerhonr.

London, 28 April. (WB.) Im Unter» banse erklärte Llovd George auf verid-.ie» chene Anfragen mit Bezug au' bie letzten Zu­sammenkünfte, betr. die Erzwingung des Frte- densvertrages von DerfnlieZ unb b.e geolant- Aktion der britischen und franzö'isd)eii Regienna gegen Deutschland, die a'f^e r ine Lmltu: g tor btitischen Regtertrng gegenüber ber gcafa -fe B- setzimg des weftfälisdxm Kohlengebietes |et in ntner An Iwo ick vom letzten Montag anseinanderaefetzt WaS die genauen Pläne für die Besetzung bett-ste so würden diese augenblicklich von aner Konferenz der alliierten Sachverständigen geprüft- deren Be­richte würden ber interalliierten ftomerem am Cvgrnabend unterbreitet weiden. Llarb Georg» sagte, er habe für den Augenblick dem, waS er dem Unterhaus bereits mitgeteilt habe, nil-is bLN- ^u^ufilgen.

Xu» Sem Ueiche.

Gin Erlaß drs Reichspi äsiventen über die nutze l ordentlich en Gerichte.

Berlin, 28. April. (Wolfs.) Unter dem 24-d. M. ist folgender Erlaß des Reichs­präsidenten über eine bedingte Aus­setzung der Strafvollstreckung er­gangen: Der Reichsminister der Justiz kann die außerordentlichen Gerichte, die auf Grund der Verordnung vom 23. März 1921 (Reichs- HeseHbt. S. 371) gebildet worden sind, er- mächtigen, die Vollstreckung der gerichtlich festgcs^ten Freiheitsstrafen von nicht mehr als sechs Monaten unter Bestimmung einer Bewährungsfrist aus zu setzen, die be­willigte bäringte Strafaussetzung zu wider­rufen und Freiheitsstrafen von nrcht mehr als sechs Monaten sowie Geldstrafen, zu deren Ersatz solche Freiheitsstrafen festgesetzt sind, nach Ablauf der bewilligten Bttväh- rungsfrist $u erlassen. Der Reichsminister der Justiz Hum .ferner für den Fall, daß die Tätigkeit des außerordentlichen Gerichts endet, mit Zustimmung der zuständigen Lan- desjustizverwaltung die ordentlichen Goricl)te ermächtigen,. die in dem im Abs. 1 ange­gebenen Umfange bedingte Strafaussetzung zu tviberrufen und die Strafe nach Ablauf ber Beivahrungsfrist zu erlassen. Der Reichsmrnister ber Justiz veröffentlicht nun obigen Erlaß eine entsprechende Ausfüh­rungsverfügung.

Ter Reichstarif im Bankgriverbe.

Ber lin, 29. April. (Wolff.) Wie der Allgemeine Verband der Bankangestell- ten mittet ft, haben die gestrigen Reichs- tarif - Revisionsverhandlungen im Reichsarbeitsministerium in spater Racht- ftunbe folgenden Schiedsspruch gezeitigt: Die Teuerungszulage der Faufipäraiifd)en und gewerblichen Angestellten wird um 1000 Mk. p.a., die 5>aushaltszulage um 400 Mk. er­höht. Die Kinder.zulage betrögt bei Kindern bis zum 7. Lebensjahr 1000 Mk., vom 7. bis 12. 1200 Mk., für öftere Kinder 1500 Mk Die Teuerung Zulage der Bureauburschen wird um .500 Mk., biejenige der über 20 Jahre alten Lehrlinge um 600 Mk. erhöht. Außer­dem wird eine lleine Verbesserung der Be- rechitung der Berufsjahre der weiblichen Angestellten zuaestanden. Bis zum 20 Mai hüben sich bie Vertragsparteien (Reichsver- band der Banlleilungen, Allgemeiner Ser»

I Landwirtschaft, ber Nahrungen-.11dinbus:rie ,o:v c bcnenigen großen zentralen WirtsdMiSverbänbe letlnahntcn, die mit bet Gmäbrung» ser Land unb tTorftroirtfdwt m Verbinbung stehen. Ter öweck der Veiyanblungen war, die anläßlich thr Eurnchtung des befonberen Zoll-, sowie t.s Ein- und Au s f u hr s y ste m s in ben besetz- . ^h^wschen Gebieten bereits getroffenen unb m Vorbereitung befindlichen Maßnahm n zu er orten', bie angc ichts ber besonders fdiroierigm unb gefährdeten Lage der be'etzten Gebiete bie ungeltörtc Bei ferung ber Beryllerung mit Rah- nutgdinittcln und mit Landivirt'chaflspcvb.iktivn^- Mitteln.ZcherNellen, sowie bie Gemeinsamkeit ber Emheitlickfeit des Wirtschastsl b?ns im besetzU-n mid unbesetzten Gebiet unter Belücksichtigiina des iwtwenbigen Schutzes ber inneideutsd/en Wirtsd ast gegenübec den Zwangsmaßnahmen tes Feindbun ,vt tollen. Die Aussprache ergab die

Ucberemstinrmiing in Beurteilung ber bevvrstehen- beii -Lchwierigleiten im Vorfehr yviidxn bern be­setzten und imbesetztm 'Gebiet. In emgebenber Er - örterung erfolgte bie Verständignng und Austtä-- rmtg über eine Reihe von ZwZselspunkten, bie durch bie Anordnungen des Feindbundes in ben beteiligten Kreisen über bi^ ALHilfemaßnäbmen ber Regierung entstanden waren.

notwendige Kohlenmenge »ugefübrt narben kann. Sollte eine Steigerung ber Mohieitiörberuiifl in dem erforderlichen Maße auch bei irr Beachtung notwenbiger Betriebsvertosserunien niitu eintreten, wirb ein neues Uebersdnchtenabkoinmen hereinlxiit werben müssen, über das in ber Artoitsgemein- > chatt w verhanbckn ist.

Jechemxrbanb. Verband ber 'Bergarbeiter xcutidjlanbe, Polnische Berussvereinigung. Ab­teilung Berarbftter Deutschland (Hen>e-feercin christlidrer Bergarbeiter Deut dilanbS. t^merk- verein ber Fabrik- unb Landarbeiter

Arbeitslosenunterstützung.

Berlin, 28. April (Privattel.^ Wie bie ..Freiheit" mitteilt, bat ber R-'ichSfinanzminister feine Zustimmung erteilt, biß bie für den Winter geltenbcn isafte ber ArtoilSlo enunterstützung über ben 30. April hinaus fortgezahlt werben.

Abg. Stresemann (D.Dp): Man hat ber Regierung vorgenvrfen, baß sie im Ramen tx-4 beutlta Volles gespnoclren habe, baß sie aber txr$ putsche Voll nicht achort hat Jedenfalls hat baß im deutschen Lolfe kein Verständnis rür bie Rotwendigr.-it bestunden hat, dic für bie Regierung bindend nxroen. Mit Recht bat man gefaßt, batz nie bie Macht de- Parla­mentarismus größer war als jetzt, laß ab -r auch i'iimials bas 9tmehen des Parlaments geringer ivar. Die Parteien ber Sinten wie ber Rechten tragen hieran m gleicher Weise die Sdvild, indem sie über bie Erfordernisse deS Augenblicks leicht hii'ausgehen. Eine Regierung, bie sich auf be» IHnrmte Parteien stützt, muß and) auf ihr voller Vertrauen rechnen _ föniien Nnn l>at man sich ba.über tollagt, daß der ausivärtige Ausschuß des Reichstags nid^ rechtzeitig über be i mm rifaniidy-n ^djritt informiert nx>rbcn sei. Di: FrakiionS» "ihrer tos ,>x-u''es laben damals bie Insormie» innig tos Plenums rorgeschaben Ter Redner ötj- teiiu-rt gegen die .v-altun,] her .Mehrtoits >>ial» toinjofraten unb insbe'ondere gegen den Abg. P?ül» ler-F-rwiken. Bedauerlich nxir der Partei politische Inhalt feiner Ausführungen, umsom hr, als die Mehrlx-iis'ozialdemotratit? im fttiege eine andere Haltung eingenommen hole Durch einen sold^en po.i'ischen Fla'gelcmtismus unti > stützen^ wir nur bie Politik des tzerrn B i' d Wie Teutfchla.id einen gefdjagenai Fvind :< n-» bett hat, zeigt das Jahr 1871, wo Bl- Fran zofen golb-i'.e Brücten bau e und '

au machen. Ter Sozalisnms hat geg <rubt, dry £>ecr nicht mehr zu brauchen Für dir 7Iegiührung von Maschinen aus Feintosland unb bie Zer­störung der Fahrifen und Gr ben st d nur militärische Gesichispunste maßge e -d gewe^e i. Tie Darstellung, als ob die deutsche Industrie . in Interesse an oer Beseitigung dec Auslandskonkur­renz gehabt Habe, ist grund alsch. Tie T.mt>en; ber Linken geht auch jetzt dahin, aus der ichweren Verantwortung, die eine große Partei in der schwersten Zeit übernommen hat. Kapital zu schla­gen für bie nächsten Wahlen Wir sind nicht mir ollen (rinydbeiten tos Schrittes toc Re^i-rung ein­verstanden. speziell hatten auch wir eine recht­zeitige Fühlungnahme mit dem Volk gewünscht. Im allgemeinen billigen wir aber toi Schritt der Regierung. Wir hätten nur gewünscht daß bei der j.atc mehr bi; augenblicklid-: ftonfe'fa i?.i ge­würdigt worden wäre. Tas unerfchüt'-cliche^lechts- Dertrauen tos Ministers in Ehren, aber ob es dem Ausland, geaenüb'r angebracht ist, erscheint mir MTKüetbart. Ter Geist, tor aus dem Fritoen von Versailles fvricht unb uns allein cv. Schild an« dem Kriege gibt, muß bekämpft toerden. Wir bf»1 dauern deshalb außerordentlich, daß L>err Simons picht in London schon entsprechend feine Stimme

band der Deutschen Bankangestellten und D. B. V. über die Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruches zu eittscheiden.

Ein nkuks Lohnabkommen im Ruhrgebiet.

Essen, 28. April. lWTB.) Zwischen ton unterzeichneten Verbänden wurde toule fol­gentos Abkomme n getroffen: Ab 20. Aorll treten folgende Lohnerhöhungen ein: Für Ge­dingearbeiter unter Tage 5.50 Mk. je Schicht gegenüber toin Dnrchfchnittslobn der betreten een ©cbingearb iter tor ein^lnen Schachtanlagen vom CFtober 1920, für Schicbtlöhner über 20 Jahre 8 Mk. ie Schicke, für 18 cknd 19 Jahre aLc. Schickälöhner 4.50 Mk., für 16- und 17jährige Schichtlöhner 2.50 Mk. und für 14» und 15jährige

Der französische Standpunkt.

Paris 28. April. iWolff. Die französische Regierung hat gestern dem Bet' hast *r I u 11 e- ra n d in Washington die Instruktion erteilt, dem Staatssekretär Hughes zu erklären, bas deutsche Angebot fei u n a n n e h m b a r. Me Pertinax im ,,Echo to Paris" mitteüt, wird sie wie folgt begründet:

^ett beutfefjen Vorschlägen könne bie sran- 5011(0)6 Jiegierung nur eine neue Anstrengung des deutschen Reiches ertemten, um sich hinter Anierika zu verkriechen unb sich ben Folgen tos Friedens- vertrages von Versailles zu entziehen. Die Zah- lungen, bie Deickschland leisten wolle, seien niedriger als bie im Abkommen von Paris vorgesehene Summe. Außertom fehle ein Gegen­wert für iic zwölfprozentige Ex portsteuer. Tie beut)eben Vorschläge enthielten hinsichtlich ber Re­gelung tor Schuld weder eine Zeitbeschränkung, noch Zinsensestsetzung, noch irgentonte Bestimmung über bie Amortisation. Was die 12 M i l li a r d en anbetreffe, die nach Artikel 35 tos Vertrages fällig seien, so toerto ein vollkommener Verzicht daraus verlangt. Aber das fei noch nicht alles. Deiitscch- land mache seine Verfprechimgen, so ungenügend tic an sich seien, von unannehmtoiren Bedingungen! aller Art abhängig; so ben Ersatz der Repara­tionskommission durch eine internationale Kom­mission, Aufhebung tos Vorzugsrechts auf alles deutsche Eigentum auf Grund tos Artikels 248, Aufhebung tor Garantie, die durch die Anwesen­heit tor Truppen am Rhein geschaffen werde, Aus­hebung tor jüngst erlaßenen Zwcmgsmaßmrbm m, Freigabe tos deutschen Eigentums im Auslande, vollkommene Freiheit des deutschen Wandels und vielleicht auch noch die Zusvrechimg Oberschlesiens an Deutschland. Tas französische Volk würde un­angenehm überrascht fein, wenn in dieser An­gelegenheit die Vereinigten Staaten Deutschland auch nur die geringste Nnterstützung leihen würden.

Pertinar fügt hinzu, man habe mit Befriedi­gung die Versicherung erhalten, daß Belgien genau so handeln werde wie Frankreich.

Ein Pariser Dementi.

Paris. 28. April. (WTB.) TasJournal tos Tebats" dementiert bi* Nachricht einer Reihe von Morgenblättern, daß bie französische Regierung ihrem Bo tschafter in Washington Jtnftru Ff tonen für eine Darlegung des fran» höfischen Standpunktes zu ton neuen deutschen Vorschlägen im Staatsdepartement er­teilt habe.

tlr. 99

Der 6i*Nener Anzeiger mit ber Dienstagsbeilage ,Sp»kt-Umscha>- er­scheint täglich, außer Sonn- unb Feiertags. Monatliche vezvasoreise: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: fürbieSd)rifileitung 112; für Druckerei, Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach­richten: Sineiaer Ließen.

poftschecktonto:

Sraeffurt a. M. U686.

SSSeSsMSI »8# wvä S.Utn^Ät)?ICrC-n? $u 1cI*"L Mer habe ich am hi?1 w duftig festg-stellt welches

bcr Jg.«»«! 'st: W.mn di? deut­schen Vorschläge unbefrt b;genb sind (nicht mir steht cs zu, su sagen, ob Deutschland eine ,r - tcre Ge- legenficit gegeben mirb ober nicht), nni.ton wir ^ur Uftion verpflichtet fein, som it bie westfälischen Kvhlengebiete m Betracht tonnnen.

e _ 171- Jahrgang Zreitag, 29. April 1921

GletzenerAnzelger

General-Anzeiger für Oberheffen

vi-uck »nd Verlag: vrühl'sche Univ.^uch. un!. Steinörutferei «. Lange. rchrWeitnng, Seschäslrfttll- und vrn-kerel: Schnlftratze 7.