Ausgabe 
28.1.1921
 
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Oberschlesier!

Wenn nicht, wende Dich sofort an die nächste Ortsgruppe der Vereinigten Verbände heimatstreuer Oberschlesier.

Ein enfl(ifcfc8 Urteil über die Entwicklung In Deutschland.

London, 27. Ian. (röulfr. TaS T)r har- ttmen i Ta r Ueberseehandel le öfe t kchr eme Uebersichl über bi? t ibu tri.l ev

und nnrtidfl tlidy Loge Teutl chlands »u Beginn deS lausenden JohreS Ter Beridit üer* tafele der Sekretär für komme^-zelle Fragen bet der britischen Sjotfdxrft in Berli i, Mister Th<*> nwH. Er gibt eine Ueber.'icht über die bri schen Slaatsfinan en, Industrien, Arbeilsle t gingen und über die nrirtjdja Kidr Lage Deutschland-' nach zwei 'Jahren des Wiederau ibaueZ. Er tet die übenxrfd)e be Besserung in a"e i Teilen dftent:id>en ud pi aten Lebens TeutscVandS her­vor, aAerdings mit Ausnahme der Staats i anzcn. Tie Gesdncklicl»keil nnco bermr'bert, mit der der deutsche SbanM und die beuticbe Industrie die schwere Zeit, die Teutschba id in den lebten zwei Jahren burdMumndien Txutc, nicht nur überstan­den hat, sondern auch trotz al em gute Geschäfte machte. Man dürfe irbod^ H b' Ker Bericht t?er- vor, nicht aus dem Auge verlieren, da8 nur bei einer verhältnismäßig geringen Produktion eS mög­lich gewesen ist, gute Ergebnisse yi erzielen. TW erkläre, Katz der Wohlfalnl air der er:en Sei'e bie Not der Arbeiterschaft au! Irr anderen Seite gegenüberstehe. Ter Beridck schloßt, der baitfdv ranbei und die deutschen Industrien seien m sich gesund. Tas fetzige Jahr werde wohl sticht das Unglück des Bankevotls Deutfdiür'dS bringen, tr weder Deutschland selbst nod> irgend ernte-b anders Interesse an dem Bankerott TeutschürudS habe.

Das Vaterland fragt Dich:

W A Deinen stimmnnfras eiooereiSii ?

Uns dem besetzten GcNtl

Wiesbaden, 27. Jan. Vor kurzem wurde aus der elektrischen Bohn B i e b r i ch Wiesbaden am frühen Morgen, als haupt­sächlich Schulkinder die elektrische Bahn benutzten, ein Wagen angrhalten und die In­sassen von französischen Posten auf ihre Ausweise geprüft Die Personen, darunter eine große Anzahl Schulkinder, muß­ten den Weg noch Wiesbaden »u Fuß zurück­legen und wurden dort von 9 Uhr vormillags bis 4 Uhr nachmittags eingesperrl, ohne daß 'ihnen Essen, oder die Möglichkeit, die An­gehörigen -u verständigen, gegeben worden wäre. Unter den Ellern Der festaehaltenen Jhw der, die gerüchtweise von dem Vorfall hörten, herrschte natürlich eine ungeheure Erregung über das Schicksal der Kinder.

Orients nage hmousgeschoben. Dich d,'e Sache au- btett ©Hie weilergehen, kann bte Parlier Tagung eine ftonfereni bet Schiebungen genaiuu werden.

Die Sntwaffuunassrage.

Paris, 27. Jan. (MTB.) Nach einer Öavasmeldung sieht der Bericht des Mar- scf-alls Joch in der Entwaffnungs­frage als Zwangsmaßnahmen nicht nur die Besetzung neuen deutschen Gebietes, fon* dem auch die Verlängerung der Besetzung des Rheinlandes vor, falls die geivährten Fristen für die Ausführung der militärischen Klau­seln nicht eingehalten werden.

Deutscher Neßchstag.

Berlin, 27. 3km.

Das vauS ist sehr schwach hefetzt. Am Rv« Ctenmg5tif(h Viylauzler Tr Drinze.

Ter GesetzenNvuri über die Abgabe von Ver­sicherungen an Cibesfdatt prr Geltendmachung von Rechten und Interessen rm AuSlonde wird bo* bottelos in allen drn Lesungen erledigt

Ter Gesetzentwurf über bte Ihnttrjfie der Kriegsrechnungen wirb ohne Aussprache tem Rech­nung ouSschutz überwesen.

An ben RechtsauSschuß geht ohne Tedittr der Gesetzentwurf zur Entlasmng der Serndte.

ES folgt bie Besprechung der Jnterpellatri» über das

ReichStngendwohsfahriSgesetz.

Abg Frau M ü l tk r-OtN«d (Ttschetl.) be­gründet die Interpellation, bie von ben wriblm-en, Abgeordneten aller Porieen eingebracht ist. Ext' erkennt an, baß die sta-itliche Fürsorge in Er- fdetnung getreten ist. Ter start.i i Fürsorge Ichle jebod? laS feelifdxr Moment Wir müsien mit) bem Zusammensd^ Ernst marfym. Die priraten Bestrebungn Dürfen ie ach nich auSaei'chcht t wer-' den. Tie Angelegenheit sollte auch die Männer in. höchstem Maße interessieren. Tv Rednerrn ver- (angt schleunige Vorlegung eine5 RohmengeietzeS' bard) das Reich, daS bestimmte Mtt'des fuderimc^n enchält und der Selbswercoaltung Raum löftt

NrichSminister des Innern Koch teilt mit, daß sem Ministrrmm bereits im Februar mm inen Jahres ben Entwurf über taS Reichswodlfohrt.- gheh bem Reid^oat habe zugel«n lasien, vrtz bie Beratungen im Reichs rat sich infolge te) Kapp- Putschcs und der daran- entitanbenen pst tilden Verhältnisse leider verzögert laben Huth tie Koßendeckimg labe Schwie ig'eiten ergeben. N'ch. dem der Reichs i anzmi llster sich zum ^itgre.* kommen bereit gezeigt habe, w^rde er dafür ss gn, daß die Beratungen im Reichsrat schien'r^st rrteber ausgenommen werden und baß bem Reichstag in spätesten- vier Wochen ber Gesetzentwurf vor ge­legt werden könne.

Aus Antrag deS Abg. Burlage (3.) hntb die Besprechung der Interpellation beschossen. ,

Abg Fvau Tr. Daum (Dem. bedauert, daß fdent bte Jugenb unter den Steurricrgen leiben muß. Tie Jugend Hal nach der Verfassung ein Recht aus Schutz, dessen Turchuhrung an Geldfragen nidjt sch item bari.

Abg. Frau Schröder (x*g): Dedauerlich ist es, daß, während die verschiedenen Behörden im Besitze des Gesetzentnnin'eS sind, di ser dem ReidF- tag noch nicht ^gegangen ist. Hier handelt c8 sich um bie wichtigste Auigäbe zur Hebung unserer Jugend. Schleunigste Vorlage des Gesetzes ist dringend notwendig.

2Tbg Frau Tr Matz iT.vpt.) betont gleich­falls diese Notwendigkeit. Tie Verantwortung für bas Sdxckfal der Jugend trage in erster Linie das Reich, dem durch die neue RrichSverias'uuci ja nun endlich die so lange schmerzlich vermißte Möglich­keit zum Eingrri'en gegeben ttnrri*. Für diese g-otze Ki ltuvMisgabe muß das erforderliche Geld Vor­ständen sein.

Staatri kretär S chu l vom SteiZtemiTrptriunt des Innern betont, daß sich in ben Lnschrunngen der -ur Mitarbeit heran gezogenen Sachnersiöndigen, ol-wcht ti se den «ridxebmrten Parteien und Rich­tungen angehören, erhebliche Gegensätze nicht er« geben haben. Den einzelnen Fraktionen deS RrichS- tigd sind mehrere Enemplare Gesetzentnmn'eS übergeben worden. Tie erwähnten 50 Millionen sollen nur einen Zuschuß *u ben hrhen Kosten für die Turchiuhrung des Gesees darstellen

Abg Löwenstein (USP ): Wir haben Irin vertrauen zu der rein ges -tzlicken Regelung der Jugendwohlfahrt. Autorität, Gehorsam und Pflich­ten 'ind die drei L>a,rptpfeiler rh er Kultur. Tiefe Pfeiler find zur Zeit fo erschüttert, daß >'ie feinen Halt mehr geben Wir fetzen an ihre S e i? bie Solidarität der Gemeinschaft unbdaS SoldaritötS- gefuhl, die die bestehende Zersesuug überdauern werden.

Abg. Frau Detkin (Komm.) beteuert, baß, die Regierung wd* jchou lange die Jnüiatü»

zu einem Zehntel den Klägern, zu neun Zehmef der bell'.gten S adtoerordi etenversam mkuni a.ls- erlegt. Tas Streitobjekt narrte aui 5000 Äk bc> mrfien. Tie Stadl verordnetenveriammlung wird gegen dieses Erkenntnis form Berufung an baJ O be rverwalQmgSgencht ein legen.

Aus Bmunschweig.

Berlin, 28. 3an. Nach einer Mrsdung des Berliner Ta«blatteS auS Braunschweig er- Härten die Drei Kommunisten gcfirm im Landtag, daß sie den Etat der Regierung be­willigen werden Dadurch ist die drohende Ro- gierungSkrise beseitigt.

Aus dem Hcidye,

Aus dem HauptauSschuß des Reichstags.

Berlin, 27. Jan. (Wolffs Der L«uptauS- sdruß des Reichstags vcral'sd>iedef in der gestrigen Memdsitzt.mg den,<3at dcs A u s^ rt i aen A rn- t e s. Hierbei führte Reid)Sminis!er Tr Simons u. a. aus, daß bie Einrichtung der Finanzbei- räte bet einigen Auslandsvertretungen des Rei­ches eine Neuerung sti, bie auf Betreiben des frü­heren Finanzministers Erzberger zur Einführung gelangte Ob sie aui bie Tauer aus recht erholten werden löime, sei eine Frage, die bem Stubiuw unterliege. Bewllligt wurde g gen den Dnt ag der Unabhängigen der Titel Geheime Ausgaben" in Löhe von einer Million Mark, ferner für bie För- benmg beutfdm Schul- und UnterrichLszwecke im -busland sowie bie Unterstützung von deutschen Büchereien ber anderen im Ausland bestehenden vaterländischen Unternehmungen 8 _ Millionen. Im weiteren Verlaus ber Sitzung crfL r e Reida­rn inister Simons zur Frage d^s Auslanber- studiums in Teutschla nb, das Auswärtige Amt T>abe eine Rundfrage an die Hnivntsiü:en er­gehen lassen, um festzustell en, wo mxf> Platz für bie Ausnahme von Ausländ'm sei Es sei dadurch und durch B.nhandlung^n mit ben Landesbehörcen gelungen, eine Besserung ber Berl'ältnii'se zu er­rieten. Sehr bedauerlich Jri, daß die nührend des Krieges zur handwerklideu Ausbildung nach Teutschlanb gekommenen Türken insrlge Mangels an Mitteln bk Möglid-keit zur Beendigung rfrrer Ausbildung nicht gegeben werden konnte. Ankniip' send an bie Anregungen von deutscherationaler tseüe stellte Tr. Simons fest, daß die Regierung den Zeitpunkt für bie Propaganda über bte Sdxi-b am Kriege nidit für gegeben erachte und sich ihre Stellungnahme hierzu vorbehstte.

Das G^srtz über die Benicdsvilanzen.

Berlin, 27. Jan. "Wolff.) Der sozialpoli­tisch? Aussdmß des Reichstags hat gegen die Stim­men ber Sozialbemrkvalen einen von allen. ubri»m Parteien ges.eUten KomVwmißnntrog ui § 1 des Gesetzes über bie Be t r > cb s b i l a n z on folgenden Wortlauts angenommen: Tre noch §72 des Betriebsrätegtsetzes vom 4. F bniar 1. 20 txrr- zulegende Betriebsbi.'anz mutz nach den für das Unternehmen gellenden gesetz'idien Bllanzssrund- sätzen bie Bestandteile des Zerm gms unb bte Schulden des Unternehmens derart enchen lasten, daß sie für sich allein unb unabhängig von ar beten Urkunden eine UcberfidU über bei Bermcaersitanb des Unternehmens gemibrt. TaS dem Ume.nehmen

Die pariser Konferenz.

Da- Ergebnis der Pariser Tagung der eTHicrten Machthaber ist noch in keinem ein- riaen Punkte voll ersichtlich. Die sogenannte WiederaullnachunaSfrage ist ja weiter hin. ausgeschoben worden, unb es gehen darüber bie verschiedenartigsten Meldungen über Dis- serenzen zwisä-en bem englischen unb fran- lösischen Stanbpunkt burch bie Presse. In der EntwasfnungSangelegenlfeit war anoe* nonnneii worden, daß am Donnerstag eine Abmachung erfolgen unb bekannt gegeben würbe. Stott bessen hören wir heute, baß es auch in biefem Punkte Enttäuschungen ge­geben Hobe unb bie Verlängerung ber Fristen, für bie Englanb eintrat, noch nicht bestimmt worben sei. Es heißt, ber Marschall Foch habe in seinem Bericht als Zwangsmaßnahme nicht nur bie Besetzung neuen beutschen Ge­biete-, sonbern auch bte Verlängerung ber Besetzung bes Rheinlandes verlangt, falls bie neuen griffen für bie Ausführung ber Ent­waffnung von Deutschlanb nicht eingeholten würben Lloyd George soll bei ber Verlesung dieses Fochscl-en Berichtes ungebuldig erllärl haben, berartige politische Betrachtungen ge­hörten nicht zur Kompetenz ber militärischen Fachleute. Foch hinwieberum soll aus seiner Verstimmung kein Hehl gemacht hoben unb einem Diner bar um fern geb ti eben sein, bas Präsibent Milleranb ben Mitaliebern ber Konferenz gegeben hatte. Wahrscheinlich kommt eS nun boch iut Festsetzung kurzer Fristen in ber Entwaffnungsfrage.

Dari-, 27. Jan. (Wolff.) Die für heute vormittag 11'/, Uhr angesetzte Konferenz- 1 i B u n g wurde auf 4 Uhr nachmittags ber- f 6oben. vormittag; wurden nur private Unter­redungen zwilchen Den einzelnen Delegationen vor- Siwmmm, bei Denen es sich wahrsch.nnlich um die iebergutma(tiung4frane gehandelt hat. Eine An- S Periönlichkeiten, darunter Gros Sior-a, begab vor 11 Uhr nach dem Hotel Grillon, wo sie mit dem britischen Ministerpräsidenten beriet. Paris, 27. Jan Havos. Der heutige Vor­mittag wurde ou-gesüllt mit privaten Be­sprechungen zwilchen den etnzelnen Delega- tionen bte aui dksem Wege zu einer Verständigung m der Wiedergutmachwigsfrage zu gelangen such tm. Bnand unb Loucheur berrten von 10 bis 12 Uhr mit ben beiden belgischen Delegierten Jaspar und Theusis. Jnzwilchen besprach sich Llond George mit Gvas S'ona und wurde von den beiden belgischen Delegierten ausgesucht, nach­dem diese ihre Besprechung mit Bricmb und Lou­cheur gehabt hatd-m. Havas zufolge sch-int es, daß die belgische Delegation ben frcmzösiichm unb englischen Standpunkt einander näherbringen wolle. In ben Kreisen ber Konferenz frage man sich ob bieses Ergebnis vor Ende ber Wc»ck^ zu stanbe kommen werbe. Anbernfalls würde die Sach- verstänbigenkonferenz in Brüssel forige'etzt werden, nm von neuem die praktischen Möglichkeiten zu «studieren, Deutschland zur Zahlung zu zwingen. Heber die endgültige Entscheidung würden die Alliierten sich bann im verlause einer neuen Kon­ferenz cwssprech-n, die wahrscheinlich im Februar rn Lonbon stattsmden würde.

Die heutige Nachmittagssitzung der Konferenz behandelt die Reparationsfrage weiter. Zu dieser Sitzung wurden zahlreiche Sachverständige zu- pezoaen.

Baris. 27. Jon. (WTB.) Ueber die heutige Nachchittagslltzuna der Konferenz ist um P Uf)r abends folgendes offizielle Eornrnunianä wisgegeben worden: Tie ffonkren^ ist in einen engen MeimmgSaiistmisch über die Re Para- LionSsroge eingeheten unb hat eine n Hri-en aus einigen Mitgfiebern be":tIenben A ssdmß ben Auftrag erteilt, die tm Lause der Sitzung her- Steten en Meinmgm zistamwenzrifaffen unb erneu au gearbeiteten Text brr Konfeenz norjulegen.

London, 26. Jan. cWalss.) Bei ben meisten Blättern macht sich eine aewise Ungebulb mit Bezug auf bie bisherigen ErgebnisseberPa- rtfer Konserenz bemrrfiiar. DieBallMoll Gazette" fdreibt: Tinlomarifdr Krei'e in Liridon sehen die auieublicklich' Lag- aui der Pariser Kon­ferenz als nicht sehr günstig an. Insbesondere habe der Beschluß, neue Ausschüsse zu ernennen, zahl­reiche Hoffnungen enttäuscht. Don maßgebender Seite werd' twrsichwt, daß die britisch' Delegation nicht die Ad'ich: habe, länger als bis Samstag in Paris zu bleiben. Das Blakt schreibt, wenn bie Konferenz in dieser Wocheju viele Fragen, die aus der Perhandlungsordnung stedm, unerledigt lasse, so werde dies ed.mso viel Schadm als Nutzen an- richten. , Evening Standard" schreibt in einem Leitartikel: Dirienigm. die bei den Pari er Ber- hanblungm mehr Ent''ch'os'enheit envartetcn.baben eineEnttänschung erlebt. Die neue Konferenz scheim' den Den ber normt gegangenen u g ben. Fvankrcnch wolle, daß Teustch and, welches jetzt barnieberliege piedergehaltm wnde, nicht mir im rnilikäri cben, sondern in jedem Sinne. Di- englifchrn Staats^ mamter seien hingegen ber Ansicht, ban ber Friede am besten dadurch gesichert werde, daß er erträglich gemacht werde.

Italienische -leusterungen.

Rom, 27. Jan. (WB.^ Tie italtenUd)? ® r e |Te weist aut die besondere Bedeutung der Vorschläge hin, welch: Groi <sfor-a am der pa­riser Konferenz zu Gunsten Oes.errcicbS gemocht tut vnd bedauert mir, daß be Konferenz keinen Be- kckll!itz faste. TieTribuns" schreibt: Ter jDberüe Ra: hat sowohl die Frage der (Mnumnntg -oie diefenige der Hilfe an Oesterreich mrt> die

nicht gewidmete vermögen bes UntenicchmerS bleibt hierbei außer Betracht Dazu wurde noch § 1 a h nzugefügt, wonach zur Erläuterung bet Betriebs- bilan^ über die Bedeutung und Zusammenhänge ber enrzelnen Bilwizvoi en Auskunft zu gebe.i ist.

ReiLSmittel für Dehnung:bau.

Berlin, 27. Jan. (Wolff.) Das Reichsarbeitsministerium teilt folgendes mit: Bei den 925 Millionen Mark, die der Hauptausschuß des Reichstags kürzlich aut Förderung der Neubautätigkeit unb bet Fertigstellung angefangener Bauten bewil­ligte, handelt es sich nicht etwa um neue Mit­tel. Der Betrag von 925 Millionen Mark ist vielmehr in verschiedenen Beträgen im Lause des Rechnungsjahres 1920 durch die einzelnen Notetats bewilligt worden. Dtc neueste Be­willigung betrifft lediglich die endgültige Ein- stellung des Betrages in ben Haushalt des Reichsarbeitsministeriums für 1920. Die 925 Millionen sind bereits an die einzelnen Län­der zur Unterstützung ber 1919/20 in Angriff genommenen Bauten verteilt worben. Die Beträge sinb bereits re st los ver­brauch t. Ob unb welche Mittel bas Reich dec Förderung des Wohnungsbaues tm Jahre 1921 bereit stellen kann, hängt davon ab, ob die Verhandlungen über die Deckung zu einem befriedigenden Abschluß kommen.

Der ReichswirtschastSrut für Landwirtschaft und Grnätrurfl.

Berlin, 27. Jan. Wolfs.) ^r Ausschuß deS Neichswirtschaftsrots für Land­wirtschaft unb Ernährung hat $um g o- pen Teile <i(stimmig folgende Grundsätze an­genommen: 1 Tas Reich nimmt duvd> Rridsgesetz die Zentralisation für bie Einfuhr deS gesamten AuSlanbSgetrrides. Roggen, Wrizcn, Gerste, Haser, Mais, ohne Rücksirist auf ben VenoenbungSzwed in bie Hand. Zur Erfüllung dieser Ausgal-e wird eine Zentrale brr Seid>4Dermaltmta für Getreide ge- bilbet, die diesen Zweig ihver Tätigfeit ausschließ­lich nach kaufmännischen Grundsätzen zu erfüllen hat. Sie kann sich hierbei ber Vermittlung deS £xmbeL5 bedienen. 2. Tas von ber ReidSmonopol- verwaltung rin^faufte ausländische Brotgetreide ist für die Ernährung ber Bevölkerung yi hcr- roenben. Verkäufe im freien Ve.k hr sollen seitens der Monot*llvrrwaltu7r^ nur Lum Z'.veck-' brr Srrx* fung ber JnlandSgetrridepres> üornetnm.mni wer­ben. 3 Tie von der RridrSmonorvlrierwaltnwg eiiigefauftm au-'ä!idi,<üen Mengen an Gerste, Hei­ser unb Mais sinb an ben Lande! und bie 33er- braudier abzugeben Die Tret e merbm von der RrichsmonorolVerwaltung ses.g i'etzl Bet Mgate an die Landwirtsckzast zu sülleriingSzire-'en soll die Ware in erster Linie ohne Geg nlristung in Geld dnnch Eintausch inländisdxm .Brotgetrei-^"S Mir Ablieferung kommen £)t*rbci ist da auf Be­dacht zu nehmen, daN Qualität in b Menge des als Futtermittel arrzubreteuden 6e reib s zur Ab­gabe ds Broferieides re.anlas'se t 4. TX-.s Mo- nowl für bie Einfuhr von Gerse, Hafer und Mais ober eine dieser Gel eb arten kamt zeüwie der bauernb aufgehoben werden, sobald ihr Einfuhr­preis unter ben P'ris des den Landwir'en zur freien 33erfügung ürerlaffenen Brotge rcideS sinkt. 5. Wälirenb der Dauer der zentralen Bewirt­schaftung ber in Ziffer 1 genannten (Vehribeartcn ist id* -lusfnhr einer bieier A ie t verlo.en.

Die mittek)eutschen Knnalproiekte.

Frankfurt a. M, 27. Jan. ^Wolff.) Zeitungsnachrichten zuwlge ist mit staatlicher Unterstützung eine Prüiungs stelle errich­tet worden, die bas Kanalvrojekt einer Werra-Linie zwischen Main unb Weser untersuchen sott. Die Vereinigten Handelskammern erheben hiergegen Wider­spruch, da ihres Erachtens bem Fulba- Kinzig-Pro)ekt unbebingt ber Vorzug einzuräumen set. Es sei bie Bilbuny einer Kommission beschlossen worben, bte tn eine eingehenbe Prüfung des Kinzig-Fulba-Projek- tes in Bezug auf seine technische Durchsüh- barfeit unb seine Wirtschastlichkeit eintreten unb eine Denkschrift über bas Ergebnis ber Prüfung ausarbeiten solle, bie bann ben in Betracht kommenben Behörben zu gegebener Zeit zugehen werbe.

Die Berliner Kvtmmmalskrririg'e'tten.

Berlin, 27. Jan Wolfs.) Ter Bezirks­ausschuß Berlin erklärte h Sachen ber Klage der Tcutfdrn Bcl sPartei gegen bie Berli er Stadt- o. rordneten»xriammlung wegen (.'riafcü der Ber­liner Stabtvero r dne te nwahl e n ufro. sich batrin, daß die Berliner Stadlvervrdnktemvahlen für ungültig zu erklären sind, dagegen di.' Dab(en ber Bezirks arrordneten in 20 Ber iner Per- roalhmgibejirten für gültig. Tie Kosten wurden

171. Jahrgang

Srettag, 28. Januar 1921

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