AM
'th 8er Erinnerung *2er Menschen und dlte Thro
z
Vermletu
Si Sinnt!
*
17. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
von
't^or und Hugo, die bei' ßünde umliammert. toäh-
auf die
'» V.
■r-Y
0o schwirrten die drei Kinderstimmen aufgeregt durcheinander. Lothar und Hugo, die bei- den alteren, hielten Dos Hunde umtiammetl. während "sich die kleine fünfjährige 0hbille m die
zur Vereinigung Hess. Wohnungsämter. 14. Rückzahlung der an die zur Entlassung kommenden Arbeiter gezahlten Vorschüsse. 15. Niederschlagung der an die außerplanmäßigen (Beamten bis zur Einstufung in die neue VesoldungSordnung ge
radezu (Bedürfnis."
„Das tut nichts. Solche Dinge bin ich Großpapa her schon gewöhnt."
Sine halbe Stunde später machte sich Do den Weg nach den Gemächern deS Fürsten, am Ende des linken Flügels lagen.
fei
trag oes xunuyrstorrrers Dr. iBorrtng. Professor an der Donner Hochschule, hin. Wilhelm Worringers Gedanken über moderne Kunst werden immer und immer wieder zittert. Unter- slützt durch vorzügliche Lichtbildaufnahmen wird
SW _Dr*iui tauermli
Jeserraume «I n. drubo! S «1 mitten Jbbtlmcr r
Die Rothersteins.
Roman von Erich Eben st ein. Copyright 1919 by Greiner & Eomp., Berlin W 30.
Generalversammlung Harmonie-Gemütlichkeit. — Lichtspiele, Hyänen auf dem Schlachtfeld des Lebens. — Lichtspielhaus wie gestern.
^bessere, WG r
Falten ihres Kleides drückte.
„(Himm mich! Nimm mich!" bettelten sie schmeichelnd.
Do umarmte alle drei in überströmender Zärtlichkeit.
.Za, (BUla, du sollst neben mir sitzen und Lothar auf der anderen Seite — weil er der Netteste ist! Hugo erzähle ich dafür nachher ein Wärchen, , », das heißt," fügte sie mit einem
Aus Stadt und Land.
©leben, den 27. Zuli 1921.
Wettervoraussage
für Donnerstag:
Wolkig, Gewitterneigung, warm, Süd- bis fvüdwestwinde.
Das Tief, welches Aussicht auf stärkeren Land- jregen brachte, hat sich nordostwärts bcrlaaert und dem im Süden liegenden Hoch die Herrschaft ^überlasten, so daß lediglich mit örtlichen Gewittern zu rechnen ist.
. *• Die gegenwärtige Hitzeperiode
erinnert uns an die heißen Wochen des S o m - ,m er 6 191 1. der für Deutschland und üborhaupt
Märchen zu erzählen, sagte Hertha zu ihr: „Ich teilt nun einen Sprung zu Papa machen, um zu sehen, tote es ihm geht, und mich dann für ein Stündchen niederlegen."
„3ft dir nicht Wohl?" unterbrach sie Do erschrocken und sah besorgt in ihr blasses, matte# Gesicht.
»Der Spaziergang wird dir doch nicht geschadet haben?'
.Ach nein. Ich bin nur müde. DaS kommt auch sonst oft Plötzlich über mich, und wenn ich mich dann ein Weilchen hinlege, ist es wieder vorbei. Hm halb Vier komme ich "dich hier abholen. Dann gehen wir nach Fürstenhaus zurück."
Sie entfernte sich, kehrte aber nach einer Viertelstunde noch einmal zurück.
„Ich soll dir auSrichten, daß Papa dich zu sehen wünscht. Gehe also dann, wenn du dein Märchen erzählt hast, für einen Sprung zu ihm. Aber mach dir nicht# daraus, wenn er dich an- schnauzt. Er ist wirklich schlechter Laune und ich glaube, Krieg mit aller Welt ist ihm heute ge-
Schon von weitem vernahm sie lautstreitende Stimmen und unterschied, nährrkommend. tte des Fürsten und die vor Aufregung förmlich kreischende der Mamsell. Dazwischen halb jammernd, halb vorwurfsvoll Hampes Stimme: .Aber wenn Durchlaucht sich doch nicht so aufregen wollten! Wir können ja noch einmal . .
.Halt er'S Maul, Hampel Sem Geiammer
nlten erzählen uns. bah der heißeste Sommer der Ses Hakires 1540 gewesen Ist, dem ein säst ebenso heißer Sommer unmittelbar vorhergegangen war Der dürrste Sommer aber soll der von 1473 gewesen fein, in dem es in der Zeit vom März Dis zum September fast nirgends Renen gegeben Haben soll, so das) umfangreiche Waldbrände cntflanben und ungeheuren Schaden anrichteten. Lange und heiße Sommer des lehtveraangenen <5abrljunbert# waren die der Jahre 1807, 1811, 1819. 18?6. dann 1857. 1859. 1865, 1868 und 1874. schließlich 1895 und 1900. Diesen sind noch Bei- K;en die Sommer 1901 und 1911, der sehr
Sommer 1917 und schließlich der Sommer 1921.
•* Die Temperaturen der letzten Tage. Am Sonntag betrug das Maximum inGießen 29" Celsius, das Mini- murn 14", in Lauterbach das Maximum 29°. das Minimum 11°. in Darmstadt das Maximum 30". das Minimum 18". Der Montag brachte bereit# ein Ansteigen der Temperaturen. Gießen wie# im Maximum 31" auf, im Minimum 15°, Lauterbach im Maximum 31", im Minimum 12", Darm -- stadt im Maximum 32", im Minimum 19". Die höchsten Tag- und Nachttemveraturen zeigte für Gießen der gestrige. Dienstag: Maximum 34", Minimum 17". Lauterbach: Maximum 35", Minimum 17". Von Darmstadt liegen die Meldungen noch nicht vor. —- Der heutige Tag scheint allerdings noch heißer zu werden.
Auch oben im ersten Stockwerk gab es verdrossene Gesichter. Harnpe, der eS immer am schwersten hatte, wenn der Fürst Schmerzen litt, schlich tote eine geknickte Lilie an den beiden Mädchen vorüber.
3m Eßzimmer wurde erst gedeckt, obwohl die Speisestunde bereits vorüber war.
Dafür stürmten plötzlich die Kinder herein, die sonst stets mit der Französin Im Kinderzimmer separat atzen.
„Tante Do! Liebe Tante Do!" 'Jubelnd umringten Rainers Kinder und Karolas Sprötzllnge die geliebte neue Tante.
.Wie hübsch, Daß du da bist!" — »Darf ich neben dir sitzen bei Tisch?" — .Nein ich!" „(Bitte, bitte, liebe Tante Do! — Wir dürfen nämlich Heute auch mitessen!"
— Verein Gießener Kun st freunde. Wir weisen noch einmal auf den morgigen Vortrag des Kunsthistorikers Dr. Worringer,
'z
' f
Sy ® Er- Uh £ 'M Kräumi Sjp ,üc Sie eine Iw® ßner Mi Irt, wie e iähntzer ® HMhnw gfgbiud ai
M 1L g j
Stria. » oüeitiM
V.U.1 fr.*;
M-
fragenden Blick auf die hinter den Kindern stehende Französin hinzu, .wenn Mademoiselle damit einverstanden ist?"
Mademoiselle war sehr einverstanden. Sie nickte gnädig und war im stillen froh, die drei „Rangen" wieder einmal für ein Weilchen los zu sein.
3n diesem Augenblick traten Anneliese und ihre Schwägerin, gefolgt von Rainer, ein.
Als Anneliese Do erblickte, runzelte sie ärgerlich die Stirn und sagte gleich nach der Begrüßung: „Wie kommst denn du nach Drafenegg, Dorothea? 3ch dachte, Hertha wolle dir im Fürstenhaus Gesellschaft leisten?"
Ehe die bestürzte Do antworten konnte, sagte Hertha spöttisch: .Du entschuldigst, aber Papa hat mir ausdrücklich aufgetragen, Do zu Tisch mit- zubringen. Gr wünscht überhaupt, datz sie während Magelones Abwesenheit mittags hier speist!"
.So'« 'Nun, meinetwegen. Wünscht er vielleicht auch, datz sie nachmittags mit uns die Honneur# hier macht, wenn Ebenreichens und Katz- bachs kommen?"
.Nein. Und ich glaube, Do reißt sich so wenig darum, bet euren Gästen fünftes Wagenrad zu spielen — wie ich! Du kannst beruhigt fein, wir werden rechtzeitig verschwinden."
Die Gräfin machte dem unbehaglichen Gespräch ein Ende, indem sie mitteiltb<. Fürst bereits auf seinem Zimmer gespeist habe. Man brauche also nicht auf ihn zu warten, und sie habe deshalb auch den Kindern ausnahmsweise erlaubt, mitzuessen. Damit gab sie das Zeichen zum Servieren.
9. Kapitel.
Nach Tisch, ehe Do sich mit den Kindern auf die Terrasse begab, um das versprochene
Kirche und Schule, Heimatkundliche Studienfahrt deutscher Lehret durch Hessen.
= Dießen, 26. Juli Der zweite Tag wurde stimmungsvoll eingeleitet durch einen Vortrag des älniversitätsprofe'sors Dr. Rauch über hessische und mittelrheinische Kunst. Der Vortragende wies darauf hin. wie gerade hier auf zweitausendjähngem Kulturboden eine Kunst sich entwickeln konnte, die von eindringenden fremden Elementen hin und wieder beeinflußt, sich aber doch zuletzt als deutsche Kunst durchsetzte. Zum Beweise dafür führte er in sehr schönen Lichtbildern, die die einzelnen Perioden künstlerischen Schaffens kennzeichnenden Werke der Baukunst und Plastik vor. wie sie sich in Ober- Hessen und am Rheine vorfinden. so die Dome zu Speyer. Worms, Mainz, Limburg, die Marienkirche zu Gelnhausen, die Sllsabetbenkirche zu Marburg, da# Kloster ArnSburg und andere. Gin Besuch Der Oberhessischen und Gälischen Sammlungen und des Museums für Völkerkunde mit ihren reichen, wertvollen Fundstücken bewies, mit welchem Eifer und welchen Opfern an Zeit und Mühe dafür gesorgt wird, die AltertumSfunde zu einem Anschauungsmaterial von hohem Werte zusarnmenzustellen. Die Herren Dr. Kramer und
N Mi SS.
7. Veränderung an der Turmuhr im Schlachthof. 8. Verbesserung der Akustik im Stadtverordneten- Saal. 9. Bewilligung eines Kredits für bauliche Herstellungen und für Einrichtung einer Sonntagswache des Roten Kreuzes im Haufe Sonnenstraße 2. 10. Erhöhung des älnterhaltungs- Kredits für die Schulhäuser in der West-Anlage und Schillerstratze. 11. Bewilligung eines Kredits für die Herrichtung von Kellern für die Mieter der Alten Klinik. 12. Beschaffung einer Pumpe zur Ausbeutung des auf dem Bichlerschen Gelände gelegenen Brunnens. 13. Beitritt der Stadt
WorringerS Geist helle Schlaglichter auf das Wesen der so problemreichen Dilderkunst in alter und neuer Zeit werfen. Der Vortrag findet im Physikalischen Institut der Universität statt.
Landkreis Gietzen.
P. L i ch, 25. Oull 3n Steins Saalbau tagte am Sonntagnachmittag eine Versammlung aller Gemeinde-, Kreis-, Reichs- und Staatsbeamten sowie Lehrer des Amtsgerichtsbezirks Lich und Umgegenb zur Gründung eines Orts kartells des Deutschen Beamtenbundes. Vorsteher Wahl-Lich eröffnete die Versammlung und erteilte dem (Referenten Detr 6 e - Gießen das Wort. Dieser, besprach die Entstehung von Beamtenorganisationen vor, in und seit dem Kriege. Bürgermeister D ö l k e r - Lich erklärte in der Dis» kuskston, daß die Beamtenorganisationen kein Prodult der Revolution seien, sondern datz die Bewegung in Friedberg schon im Winter 1917/18 bestanden habe, folglich ein Zusammenschluß damals schon eine Notwendigkeit war. Das Beamtenrecht, das in vielen Gesetzen zerstreut läge, müßte in einem festgelegt werden. Herr Schön - Lich, der in der Folge sprach, bekam von Herrn Detree geantwortet. Die Gründung eines Ortskartells wurde beschlossen. 3n den Vorstand wurden die Herren Ritter, Wahl, Vater, Herrmann, Schäfer und Schön in Lich gewählt. Hede Gemeinde bestimmt einen Beisitzer.
-L Kl. - Linden, 26. Zull. Ein Sängertag fand am Sonntag im Saale der „Deutschen Eiche" unter Leitung des Dirigenten Nikolai- Großen-Buseck statt. Es beteiligten sich daran die Männerchöre Eintracht-Alten-Bufeck, Poly- hymnia-Beuem, Eintracht-Gießen, Germania- Grohen-Buseck, Sängerkranz-Grünberg. Arion- Klein-Linden, Konkordia-Rödgen und der Frauenchor der Eintracht-Gießen. Es wurden Einzel- und Masfenchöre zum Vortrag gebracht. Sie zeugten sämtlich von guter Schulung und ernteten lebhaften Beifall, dies galt besonders auch von den Liedern des Frauenchors Eintracht-Gießen. Erfreulich war, daß unter den Chören sich zahlreiche Volkslieder befanden.
Kreis Büdingen.
25 weiße Störche.
f. Laubach, 23. Juli. Ein herrliches Anblick bot sich vorige Woche dem Naturfreund beim Passieren der Landstraße zwischen Ober- und Nieder-Bessingen. Hier ist infolge einer großangelegten Bewässerung fast das ganze Tal sumpfortig von dem Wasser durchdrungen. Diese Sumpflandschaft bietet eine sehr gute Aahrungserwerbsmöglichkeit für allerhand Sumpfvögel, ilnö so kam es, daß man vorige Woche etwa 25weißeStörche dort beobachten konnte. Der Storch ist heute schon in Deutschland zu einem Naturdenkmal geworden. Diese Störche müssen eine zweifellos große Strecke hierher geflogen sein, denn es gibt in Hessen nur noch wenige Horste des weihen Storches. Das ist ein Beweis dafür, daß diesen Tieren durch die moderne Land- und Forstwirtschaft das ßeben unmöglich gemacht wird und daß sie ganz von selbst aus Deutschland abwandern müssen.
Kreis Lauterbach.
O Lauterbach. 26. Juli. An dem B e- z i r k s k r i e g e r f e st des Hassiab^irks Lauterbach-Schlitz in Lauterbach, dem ersten gröberen Kriegersest in Hessen nach dem Kriege, beteiligten sich 52 Vereine. Das Fest dauerte drei Tage. Der Kavallerie-Verein Gießen Hetz dem Lauterbacher Kriegerverein, der mit dem Feste die Weihe einer Fahne verbunden hatte, einen Fahnen nagel überreichen.
Kreis Schotten.
Np. Ulrich stein, 25. Juli. Das Post, autv der Linie Alrich st ein—Mücke zeigt jetzt ein anderes Bild wie vor drei Wochen in der Heuernte. Fast zu jeder Fahrt ist das Auto dicht besetzt. Um den Verkehr zu dem Iakobimarkt zu bewältigen, fahren zwei Autos zu jeder Fahrt. Der Dogelsberg bewährt wieder seine alte Anziehungskraft.
Kreis Friedberg.
--- Friedberg. 26. 3uIL Die Verbände Hessen und Hessen-Nassau der Bienenzüchter beranflalten vom 30. Juli bis 1. August in Friedberg eine Wanderdersammlung, mit der eine größere Ausstellung verbunden ist.
zu einem kommunalen Arbeitgeberverband. 18. Ferien der Stadtverordneten-Verfammlung. 19. Festsetzung der Vergütung für die Nahrungsmittelkontrolle. 20. Erhebung einer Fremdenabgabe bei vorübergehendem Aufenthalt in der Stadt Dietzen. 21. Einführung der völligen Lernmittelfreiheit an den Volksschulen. 22. Darlehen an Turn- und Sportvereine: a) Männerturnverein. b) Sportklub 1900, c) Ruderklub Hassia. 23. Herstellung von 2 Tennisplätzen auf städtischem Gelände (ehern. Ossi iers-Erholungsgarten bei der neuen Kaserne). 24. Festsetzung der Vergütung für die Beisitzer des Mieteinigungsamts. '25. Neudruck der Zinsscheinbogen für das Anlehen von 1896. 26. Gesuch der Historischen Kommission für Hessen um Erhöhung des Jahresbeitrags. 27. Voranschlag der Plockschen Stiftung für das Rechnungsjahr 1921. 28. Verordnung über die Beendigung der wirtschaftlichen Demobilmachung; hier: Geschäftsführung für den Landkreis Gießen. 29. Vergebung der Zinsen aus der Heichelheim-Stiftung für Kriegspatenschaften. 30. Erhöhung der Pflegegeldsätze für die von der Armenverwaltung eingewiesenen Kranken in den Universitätskliniken. 31. Bewilligung eines Jahresbeitrags für den Hesl. Fürsorgeverein für Krüppel in Darmstadt. 32. Erhöhung des Jahresbeitrags für den Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege (Vergütung für freie. Station der Iji Jigen Diakon issensiation). 33. Gesuche um Erlaubnis zum (Betriebe einer Schaniwirtschaft usw_: a) des Hrch. Dippel zum (Betriebe einer Schankwirtschaft für West-Anlage 64, b) desgleichen des Ernst Dunk^c für Plockstratze 5 (Ülniversiläts-Eafo), c) desgleichen des Jakob Gerhard für Kaiser-Allee 21 (Zum Krokodil), d) des Kan'Schuchardt zum Betriebe einer Gastwirtschaft für Bahnhofstr. 91/93 (Hotel Lenz), e) des Georg Erhard zum Betriebe eines KaffeeauSschankes für Marburger Straße 31 lfrüher Wellhöfer), f) des Friedrich Ruppec um Erteilung der Erlaubnis zur Veranstaltung von Singspielen, gemäß tz 33 a der Gewerbeordnung, im Hause Walltorstraße 36 ((Safe Leid). 34. Festsetzung der Gebühren für Benutzung des Sterilisator« tm städtischen Schlachthos.
'* Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Leih- gefterner Weg zwischen Rodthohl und Lud- wigstrahe für jeglichen Fuhr-, Radfahr- und Fußgängerverkehr bis auf weiteres gesperrt.
'*Preußisch-Süddeutsche Klassen- lotterie. Die Lose der 2. Klasse müssen bis zum 30. Juli abends 6 iühr unter Vorlegung oes Vorklassenloses bei dem zuständigen Einnehmer zur Einlösung gelangen. Auch müssen bis zu diesem Termin die Gewinnlose gegen Entnahme der Ersahlose abgegeben werden.
** Die Ortsgruppe Gießen des ReichsverbandeSwetblicherHaus- angestellten (angeschlossen an die christlichen Gewerkschaften) konnte vorgestern auf ihr zweijähriges Bestehen zurückblicken. Auch im verflossenen Jahre hat die Ortsgruppe sich auf das erfreulichste weiterentwickelt. Ihr Ziel ist, die weiblichen Hausangestellten zu edler Gemeinschaft und zugleich zu gegenseitiger Unterstützung und Wahrung berechtigter Stan, desinterejsen ohne die leider heute fast allgemein herrschende Klassenverhetzung zu sammeln und zu vereinen. Immer stärker bricht sich auch in Hessen der große Gedanke einer Angestelltenbewegung auf christlicher Grundlage Dahn. So bot denn auch die am Sonntagnachmittag im Garten des Pfarrhauses der Io- hannesgemeinbe abgehaltcne Feier bei Kaffee und Kuchen ein getreues Spiegelbild der Bewegung. Das gemütliche Zusammensein wurde auf das angenehmste durch Gesang, Rezitationen und eine kleine Aufführung unterbrochen. Die Ansprache hielt Pfarrer A u s f e l d.
Vörrwtizen.
Tageskalender für Mittwoch. Großer Hörsaal. 8V3 illjr, Vortrag der Gießener Hochschulgesellschaft — Zum Löwen, 81,3 Ahr,
□artig ihreg rMW w futoc in de: W b?
laten-iM naj wib fr jujtnö unDi
rinan Zag ü ich als 7ft |d bflf) auch
•• Amtliche Personalnachrichten. Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu H e i st e r S, Kreis Lauterbach. Mit der Stelle war seither Organistendienst verbunden.
♦* Von der Landesuniversität. Altern Brauche gemäß hat die medizinische Fakultät eingedenk des Tages, an dem sic vor fünfzig Hahren Herrn Generaloberarzt Wilhelm W i n t h e r zum Doktor der Medizin ernannt hat, das Diplom erneuert.
Milchausgabe. Bon Donnerstag den 28. Juli 1921 an erfolgt die MUchausgabe an die bezugsberechtigte Bevölkerung durch sämtliche Beickaufsstellen des Konsumvereins Gießen und Llmgegend (im Hauptgeschäft Schanzenstraße 16, in den Zweiggeschäften Neuen Baue 11, Asterweg 6. Bleichstrahe 16a, Frankfurter Straße Ecke Klinikstrahe) sowie im Stadtbaus Gartenstraße 2 (Nebengebäude). Die Milch kann dort von vormittags 7 Ahr an in Empfang genommen werben. Milchausweis ist mitzubringen. Beliefert werden alle Bezugsberechtigten der Gruppe 1. Milchpreis 3Mk. für den Liter. Die Bevöllerung wird gebeten, ihre Milch in der ihr am nächsten gelegenen Verkaufsstelle zu holen.
" Die nächste Sitzung her © ab t - berorbneten-(Ber|ammlun^ ist auf Freitag den 29. Qult 1921 nachmittags 5 Ubr in das Stadthaus, Dergstr. 20, Zimmer Nr. 7, anberaumt. Auf der öffentl. TagcSordnung stehen: •1. Gesuch des SchreinermstrS. K. Hahn um ‘Befreiung von der Vorschrift deS § 80 deS OrtSbau- ftanitS und deS § 70 der Ausführungsverordnung zur Allgemeinen Bauordnung. 2. Genehmigung einer Einfriedigung in Hvlz für das Grundstück Gutenbergstraße 29. 3. Gesuch 7>es Gitßener Cisvereins um Gewährung eine- Zuschuffes für Instandhaltung des GebäudeS an der Moltkestraße. 4. Geluch der Gießener Ruder-Gefelllchaft von 1877 e. V. um Gewährung eines Zuschusses in Höhe von 2000 Mk. zur Befestigung deS Lahnufers. 5. Vergütung an die Daugenosfenschaft 1894 für auSgeführte StrayenaufFüllung im Siedlungsgebiet der Genossenschaft an der Licher Straße. 6. Vergebung der Oefen- und Herdlieferung für die Neubauten ah der Kaifer-Allee.
Startenburg und Rheinhessen.
sw. Darmstadt 26. Zull. Die Hitze ist heute fast unerträglich gestiegen. Ein Gewitter brachte am Nachmittag etwas Feuchtigkeit. die aber auf dem heißen Boden nicht viel ausrichten konnte. Die Tiere im Felde haben furchtbar zu leiden. Die Mäuse fressen buchstäblich alle Gelbrüben und sonstigen Wurzel- - erxeugniffe, um etwas Feuchtigkeit zu erlangen. Die Landwirte sind daher mit dem Einbringen der Gelbrüben usw. eiligst beschäftigt.
rm. Darmstadt, 25. Juli. Der 23. Hess. Landesfeuerwehrtag fand am Sonntag bei großartiger Betelligung in Bensheim a. d. B. statt. Auf dem Delegiertentag waren 60 Wehren aus Starkenburg^.56 aus Rheinhessen, und 20 aus Oberhessen mit zu. sammen 250 Delegierten vertreten. Der Geschäftsbericht wird genehmigt. Aus der Aussprache ist der Beschluß hervorzuheben: „Die Feuerwehrübungen gehen vor dem Sport Wer hierbei fehlt, wird bestraft." Der Landes- euerwehrtag soll jetzt wieder alle drei Iahrc tattfinden. SS schlossen sich Borträge über taktische Feuerlöschgeräte, Wagen usw. unt deren Vorführung an.
Ärri» Wetzlar.
K. Wetzlar, 2S. QuIL Am Samstag stattete der OrtSverein Siegen vom Bund Deutscher Ingenieure unserer altertümlichen Stadt einen De such ab. 3n erster Linie galt der Besuch den wellberühmten Optischen Werken von Leitz. Dr. Lettz hatte selber die große Liebenswürdigkeit, an der Hand von Lichtbildern den heutigen Stand der Optik darzulegen, namentlich in |einem Werk, dessen Entstehung auf das Jahr 1849 zurückgehc: aus kleinen Anfängen entstanden, beschäftige es heute über 1000 Arbeiter und (Beamte. 3nter- eßant waren die Ausführungen des Ehcfs bet Firma über die soziale Fürsorge im Werf Herr Dr. Mentzel auS Siegen sprach Herrn Dr. Leid den Dank der Zuhörer aus. Eine Besichtigung bet zahlreichen Arbeitsräume schloß sich an. Man bekam einen tiefen Eindrua davon, wie deutsche Wissenschaft und deutsche Arbeit der Firma E. Leih einen Weltruf verschafft haben.
Hessen-Nassau.
Nutosturz in den Rhein.
fpd. Boppard, 26. Juli Gegenüber von Salzig stürzte infolge eines Reifenschadens ein schwerer Kraftwagen die meterhohe Rheinmauer hinab in den Rhein. Von den sechs Insassen, vier Herren und zwei Damen, wurden die Herren schwer verletz«. Eine Dame trug eine Gehirnerschütterung davon. Die Verunglückten wurden dem hiesigen Kranicnhause zugeführt. Da« Aittv liegt zertrümmert im seichten Rheinwasser.
Die Durchsuchung der Schulen nach Waffen
fpd. Frankfurt a. M., 26. Juli. Der Magistrat hat in seiner gestrigen Sitzung die Angelegenheit der Waffenfunde im Wöhler-Gymnasium behandelt. Es wurde beschlossen, sämtliche städtischen Schulen auf- zuforbern, nach genauer Prüfung und Durchsuchung der Schulräume innerhalb kurzer Frist zu berichten, daß keinerlei Waffen und Munition in den Schulräumen untcrgebracht sind. Ferner wurde eine Kommission von drei Stadträten niedergesetzt, die die tm Zusammenhang mit der Sache genannten beamteten Personen eingehend vernehmen und über das Ergebnis dem Magistrat berichten soll.
macht einen ja gerade so verrückt wie da- iln» geschick dieser albernen Person."
ZedeS Wort hallte deutlich im Korridor wider Do büeb unschlüssig por der halb offen stehenden Tür stehen und wußte nicht, sollte fle em treten oder wieder fortgehen?"
Drinnen flogen die KraftauSdrücke nur so von deS Fürsten Lippen, und jeder rief einen entrüsteten Wortschwall bei Mamsell Miller wach. Zuletzt wurde ihr wegen .ülnbotmäßlgkeit" und „Frechheit" gekündigt.
„ülnd zwar," schrie der Fürst, „haben Sie das Haus sofort zu verlassen!"
.Oho.'"
„Dar nichts oho! Harnpe meine Börse!"
Do sah, wie der alte Kammerdiener fernem Herrn zitternd die Brieftasche reichte und wie bei Fürst, blaurot im Gesicht, zwischen den 'Bantnoten berumfingerte. Sein rechtes Bein lag, nur mit einem Wollstrumpf bekleidet, auf einem Stuhl der ungeschickt an den Lehnsessel angerückt war. Auf einem Tisch daneben stand em Kaffeegeschirr, ein Aschenbecher und des Fürsten kurze, eng- lische Pfeife.
Dem Fürsten gerade gegenüber, mit beit Guttat gegen die Tür gewandt, stand Fräulein Miller tambfberelt wie eine Furie und schnappte ordentlich nach Lust. Do war zitternd tm Korridor stehen geblieben. Niemand hatte sie noch bemerkt. WaS sollte sie tun? älmkehren? Sic hatte eine wahre Todesangst, einzutreten und dadurch vielleicht dem alten Herrn Gelegenheit zu geben, sein Mütchen an einem neuen Opfer zu Ahlen.
1 Fortsetzung folgt).
(Bon Do bie MllchE rang durch Kreins ®iefi Schayechotz Säwll, 8f Sksht j frage 2 (fleb.
Die Milch an in Cmpfanc Bttjubringen. tüten bei ®n £ütt. Die Br -er ihr am nä
ffiitfjen, l Ter Lbe Sil ä
für ganz Mitteleuropa eine Flut von ©onnen-
Jdjetn unb an bau em ben S) ö dj fttembera» - - =-
iuren brachte, wie sie feit Jahrzehnten nicht I
erlebt worden sind. 'H-iß-> Sommer bleiben lange h ^17 *
‘th 7t»r Rrinn»ninn»r nnK fiTbrn. flucksentwäfserung betr. 17. (Beitritt der Stadt


