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Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhehen)

Samstag, 25. Juni 1921

M. M Drittes viatt

hrsfische Volkkammer

98. 3i B in a.

St. Tarmfiabi, 2-1 3uiti.

Am lu'irtiinqetifcfr: Staatspräsident Ulr.ch, Finantzmouner Henrick, Minister des 3nnem Tt. Hulda, 9ufti*mrntfter von tVrcnlano, die Präsi­denten irr Lcutt-esämter und WcgtetungAtoerttcter.

Präsident Adelung eröhnet btr Atzung um 9/< Uhr .In frortietzung der

Generaldebatte tum Staatsvoran­schlag

spricht zunächst

Mo. Brauer '»di. Vp Herr Kaul isl m - raten Ausmhrungen, 'oweü sie allgemein poli rischer Natur waren, «ei w weit gegangen 2_<e Stimmung m Hessen ist im allgemeinen erfrrjlil* ruhig, im Gegntsatz tu der Zeit ber letzten Rack? lagswahlen Wir haben keinen Angriff zu scheuen, aber wenn wir angegriffen roaben, müssen wir un- roehren. Wir sind im vorigen Satire ohne ictat polttischim Scftutz geblieben .\rt l/abe öicimal m der Rede U> Abg. Stauf den früher betonten fdw> fen Strick zwischen der Me'-rheits- und llnab- «icn S^ia demokatic r*ani6t. Sluck- gegen mmuniflifdxn verbrech» bal er lein Wort '^habt. fflttul: fteine Ursache dazu!) früher haben Sic stet- betont, bab Sic sckrari gegen Umsturzoer­suche von rachtS und links Vorgehen- Dtc V.'sctzung der wichtigen StaatMmter darf nicht roeitci- nach bem Muster S.Heängs erfolgen. Ten Ptticklcn, die unS das Ultimatum au fett egt, gegenüber sollte man ÄlleS Trennet* m tben. 6?egat bv Besteue­rung deS ländlichen Besitzes mit einer 300pr.u. ftßpjtbcf aus btt FnedenSwertt wird sich der aller - schärssie Protes! erljdr.'n. Wir sind und klar darüber, daß Besitz und Vermögen flarf l^rangczogen werd.n müssen, aber eS muss sich m erträglich n Mrenwn ballen Zum Kapitel Torsten bittet b r Redner, rflr bessere llnte.-fmift brr fröntet zu wegen. An her Erhöhung des Schulgeldes für höhere Schulen tarnt man nicht Vorbeigehen. Hingegen ist dir Er­höhung der Pfleg.-sät* an ben ' ranken inst alten nicht zu empfehlen, mit Ausnahme vielleicht der Irrenanstaltcn. Was btt Universitäten be­trifft, so hat ALg Kaul grösseren Einfluß des Lanbesb'ldungsamtes verlangt- ?em können wir nick't beffHramen. Die Wis enfzfxift muü frei bleiben und bars in keiner Weise Einschränkungen erfahren, vor allem darf Hesen biet nicwals allein norgehen, wenn nicht die Berufung beroorram'itber Lehr- käste unmöglich gemacht werden fottT Tre Angü bei Abg. STaul vor orgeschxrrtigen Umtrieben ist völlig unbegründet, er sieht da am frtfen Tage Gespenster, ^kbg. Kaul: Hoffentlich behalte ich nicht recht!)

frtnanzmrnisler Henrich: Somtlirhe Redner laben die frinantfage ziemlich ves imiftifd* bc rraeftet. Ich möchte dein nicht eutgegenarbeiten, Angesichts der Un ickerl-eit der Lage int Reich kann man die Vsrh.il tnisse nicht v-'rsichlig genug bcrracknen Einige Steucr.Hhcm werdm voraus sichtlich etwas höher werden, als im BoranlchLag ,-ingesetzt, da roälfrtnb des Druckes sich manche Berliältnisse geändert haben. Da kann man einen gewissen Ausgleich schaffen für an Irre, etwa zu Hoch eingesetzte Bosten. Ich habe bet den Reden immer besonders auf gebot art, wenn das Dort Ein- fomntenffrirer fiti., aber ich mutz sagen, ich habe nichts von ccfttiürn Vorschlägen getort. Von einer Staffelung der Eintzommrsrsiener ist Taum etwas ,u erwarten, da über 90 Prozent Steuerzahler Hessens dis zu 24 000 Wort Einkommen haben, für die Staff chmn also kn.rvv 10 Prozent ut frragc kämen Wh eine höhere Beteiligung an bat Reich?- üeuereinnalMen kckmvsen wir natürlich felvst dauernd. Rur ist da bisher wenig zu erreichen ge­wesen. In bt.uig aur die Krsnpenckaftssteuer z B. ist da» gefimnen Dost in Hes'en der lcmdwirtsck att» litt benutzte Grundbesitz am ftärffxii belastet ist, trifft nicht zu- Selbstredend wird Sorge getragen werden, ran das Handwerk nicht steuerlnh er­drosselt wird. Dv die Länder nicht zugreifen, kommt io fort das Reich. das ist vor allem bei ber Grunde steuer zu erwarten. Die frrage ber frörsterwoh- rtimgat hat Nir uns ietzt allerdings eine erhöhte Bedeutung erfahren, da 900 .ÜonNnunalforstet hin iirtommen. Wir weiden uns bennadyfi mit dem Bauprogramm beschäftigen müssen. Um die Er­höhung der Bennessungsaebühren werden wir nicht herumkommen. Auf die frrage der Krrchm^schüsie möchte ick nicht eingehen; nur so viel, daß die Regierung einen Rechtsanspruch in Höhe der gan zen Summe nie anerkannt hat.

Staats vräsident Ulrich: Der Verlaut der Debatte hat mich eigentlich bis *irm gennlien Grade befriebigt. Wenn die Staatsmaschinerie fo läun, datz keine andere SritiT daran zu üben ist, Jtne es r von den berufenen Volksvertretern geschehen

so läuft sie eigentlich recht gut. Ter Boran schlag hat unS m der Regierung schwere sorgen bereitet, und wir sind unS darüber flat gf roden datz die immerhin hohen Ziffern An;iriffSgrün->e bieten könnten. »Eber e4 ist doch wohl allgemein die Sinsickst durchsedrunaen, datz wir mit anderen Ziffern rechnen müsen wie ehedem, wenn wir nicht untergeben wollen. Ein Borwuri ist allerdings wieder erhoben worden, nämlich ber, datz die Re- n'eruna selbst zu teuer ist, datz die Ministerien zu viel EoUcn. Ich meine aber, die Herren die da kritisieren, werden es auch nickt anders maam können, wenn es etwa zu einer anderen Koalition tarne. Herr Dingeldev, der fick schon öfters mit dieser Frage beick^ftigt bat, hat früher einmal gesagt, er habe nölten Verständnis dafür, datz der Regierung einmal die Nerven durchgehen. Das war auf mich «münzt. Ick werde bemüht fein, datz mir heute die Nerven nicht durchgehen. (Heiterkeit., Herr Tingeiben hat aber auch anertanm, daf- Mc R^ qienntg heute mehr Arbeit zu leisten und mehr Verantwortung zu tragen bat, als früher ber Tat sind die Arbeiten heran gewachsen, datz wir mit Tanger TZtitifomcn nickt auskommen lärmen Tie Resforttdess müßten lid) tonst ganz auf die Herwri Geheimräte vertanen. Ick >ag? dieses Wort in durchaus gutem sinn.. Tenn bav ist sicher angenehmes Arbeiten wie meine Vor­gänger habe ick nicht, und hat es keiner meiner Wegen Zmiächst habe ich st'tzustellen, datz ick durch diese Ausführungen meinen alten ^tanr^ runtr, datz ein Mini ster für Hesien ge­nüge, nicht verlasse. Aber an '^lle nister müssten dann eben andere Resior^chess tteten. Meine erste Regierung wardur^us ru d:' rat <sume und in diesem Raitznen g«nldek. .Er sich aber rrt Berlin gezeigt, bab ein Minister dock un Interesse des Handes eine andere Stellung ein- nimmt, als ein Direktor. Ich gefcbe, ^»8 ee m:r nicht lieb war, diese Erfahrungen in Berlin ma­chen zu müssen. Nachdem ich sie aber gemuckst hotte, mutzte ich im Interesse des Landes eine anders

Drflamfahjn ein treten lasier Ich habe dann wieder die Erfahrung gemacht, batz cs so gut mar, und frinnn Her sch e» oabet Wtr bleiben aber dabei, mit irr grötzäe« Aufmerksamkeit ,u suchen, was bahn .! vere.macken und .u ersparen Ut. Eine Icststellung be» frtnmmnmi :ti4 11 sein interessant. Im Tibrc 1911 haben die '-'limstörten insgesamt 233 Beamte gehabt, 1921 waren es 279, als? 1K mehr Tic Vermehrung lonzentriert fick aber in der Ha unsacht aut mutiere unc unter; Beamten, nur em Monster ul batxn. Hub die Be­wehrung der Beamten war totiadiid eriorberlick In meinem Resssrt allein murtot 1914 tm ganzen 11103 Lchriflstücke refliürteit, in 1920 waren er 24 000 Sckrntuucke. Natückich sind barunter auch nur Turchgänge, aber die gnmifenhafte Regi­strierung ist notwendig und zweWienlich Wenn wir nun fragen, ob durch Entlassung von mittleren und unteren Beamten Ersparnisse entdt werden lernten, so mutz das undsdinn verneint werden- ganz abgesehen von den Berpilicktungen, b:e wir Den rkrtegSbcsck'ädigten und Miljtäramvartern ge­genüber haben. Tie Born ürfe gegen die Mini­sterien imd vielfach oer, ältlicher Natur. Taturth bart man sich nickst weiter aut regen, weint ick auch gestehe, datz sie mir nicht einerlei find, b." imtber», maui idi sehe, datz eS'süd mir um DoÄxfr und um die Freude handel: darüber, anderen etwas am Zeuge zu flicken. Es ist ja keiner van uns ver­schont geblieben. Wenn man sich aber ietzt auch mit meiner Wohnung befahl, fo mräte ick, bieicnigen, die das geschrieben haben schädigten, fick selbst mehr als anb?cc. Den Gipfel ber Polemik hat allerbiitgs Herr Abq. Köhler erNommen, ber in Alzey auf dem Parteitag 'aale, in der Regienmg sitzen Männer, die für ihr Amt untauglich sind und nur ihren Posten ausfüllen, weil sie Beamte haben, die ihnen die Slrbett ubnehmen. Herr tköh'.ei hat mir getagt, er habe nur vonmanchen" Man nent gesprochen. Ich habe bann in Worms eine Versammlung abaeballen, zu der Herr Whler leide nicht erschienen ist. Er hat ab.w dann brieflich fest gestellt, dotz er mit seinem Borwun nicht Mäwier habe treffen wollen, die bieten Borwun nickt vcr bienen. Ich stell; das hier fest und halte mit rod tetem zurück, weil Herr Whler nicht da ist. Ick weise es entschieden zurück, mir am Ende meiner Tage etwa sagen zu lassen, wir täten unsere Schuldigkeit nicht. Ich rot übe bis zum letzten Atemzuge meine Pflicht dem Lande gegenüber tun. Ebenso falsch ist der vocwuri, daß wir in Rhnnhesfen. wicht imsecs iStUdbiflfdt tun. In rem wirtschaftlicher Bezie­hung hat der hessische Gesandte von Bicgeltbcn mebt'flcf) bestätigt, daß er mit solchen Fragen jetzt mehr befckäftigl wird, al- das in früheren Jahren der Fall war. frnifcr hat auch Herr Dingeldey an­erkannt, datz wir im besetzten Rheinland tun, was wir können Wenn wir dazu betrachten, was mate­riell geleistet wird, fo entfallen diese Vorwürfe rest­los. Auch roerm gefaat wurde, daß wir öfters bet- ilK-rrdfcn folltcn, ist das hinfällig. Ick fahre öfters nack :Rheinhessen, als Herr Dr. Cf amt vielleicht wdß. Dazu kommen bann noch alle die Dinge, über die wir nickt veden dürfen. Wenn Herr Dr. Cfann flvfoM hat zu meiner Rede in Arheilgen, das hätte bet Staatsvräfident märt sagen dürfen, fo lasse ich bas nur bis zum gewissen Grabt gdten, denn auch als Staatspräsident bin und bleibe i cf) Sozialdemokrat. Gewisse Rücksichten allerdings nehme ich selbst verständlich. Das beweist meine ganze Tätigkeit. Was die Regiments- r eiern betrifft, w scheint Herr Osann die poli­tischen Reden, die tatsächlich gehalten wurden, nickt gehört zu haben. Ich habe mir dnen Auszug machen jassen. Darnach hat ökiti mllcuinant von Müller allerdings nne sehr politische Rede gehalten. Es handelt Heb babd um politische Vorgänge, die die Regierung im Auge h*balten muß Auch die Rede des Generals v. Eggersch war durchaus politisch (Im weiteren Verlauf wirb der Staatsvräiident fehl erregt. Er stellt fest, baü er ben Bew.rS erbracht ljabe dafür, baß er in Arheilgen kein Wort zu viel gesagt habe. Der Minister des Innern bat durch­aus korrekt gehand lt. Es wurde dem ebenealigen Grvßherzog kdneswegs der prrtitische Sckmtz entzogen, es wurde ihm nur das Ersuchen am be- onberen polizdlichen Sckmv mit Reckt abgefchlagra. Daß Herr Osann uns die ZwangSwinfckiaft an die :Rockschöße hängen will, muß doch zuriickgewiescn werben. .Herr Osann weiß ganz genau, datz das Kriegsnolwendigkdten waren, mit denen die so- »lalbemofratic nichts zu tun hatte. Ein paar Worte noch zur Beamtenfrage. Wenn Herr Dr. Osann uns lmterstellt, datz wir tut Wege der Dramati­sierung ungeeignet< Beamte aniteflen werden, so mutz auch bas zurückgewiesen roerbra. Dir wellen lurt nickt, batz mr die Anstellung politisch? Pariei- .ugebängfeit odn vlnaesckckcbene Vorbildung mal? gebend fein fotler Mcrdings verlangen wir vorn Beamtenköroer, datz er murtennt die republ.kia- nifdx RegrerunaSfvrrn und die Verfassung. Etwas ironisch lat Herr Osann meine Worte: Durch Demokratie zum Soz'.alismus apmkrophiert. Ick meine, auch Herr Cfann wird nicht glauben, datz man in 2*/;- Jahren zum Sozialismus konmten kann. Da^u gehört länger-? Zeit. Aber der Grund­satz bleibt unKnrüdbar beuebm

Nächste Sitzung Dienstag 91/. Inn

S<ricbt»faaL

Wirtschaftliche Landesverräter.

Mühlheim a. TL, S3 Juni Aus den hie­sigen Farbstoff werken hatte ein gewisser Oferrg Bickett nack und nach 1 0 0 R e z e.v t e ge­stohlen und sie durck Frankfurter Hel^r au» » lündiscken Agenten an geboten Die Dieberei kam dadurch heraus, datz bet tranzolttckc Delegierte in Wiesbaden einem deutschen Beamten die Mitteilung machte, der franiöiücb'n Regierung feien Rezepte der Müblbeimer Farbstoffwnke an- a'bütcn worden Die sofort aufg?nommenen Nach­forschungen bestätigten d:e Mitteilung der Fran- zosen Es gelang dann auch, außer dem Bickert noch brd andere Bursche" als Täter zu ermitteln Die Rezepte konmen gerade vor ihrer Berichebuna m das Ausland sickergestellt werden. Bicken erhielt jept vom Cfienbacher Schönen gen cht 1 Jahr Gefängnis, die anderen drei Angeklagten k 9 Mo- nate.

Aus dem Amtsverkündiguttgsblatt.

- Das Amtsverkündigungsbialt iQr. 91 vom 24. Zimi entölt: Enrschäbiguna der (^emdnben nrr die Etlediaimg von Dienugeickäften für die Reicksfinan;Verwaltung. Aus'ühruna des Landessteueraefeyes. Viehseuchen. Fsld- bercinigung Ooer-Stetnberg.

MilSbrand ist bei etnem Rmd bc5 Ludwig Launsvach IX. in Reiskirchen feftgefteHt. Gehört- sperre ist angeordnet.

volN'.schr Lage ruhiger Ix t cm markf bunten Bocku!

beurteilt wurde Am Mon-

imcr Gutz, Teutiti -limem-

10 Prozent.

Frankfurt a. 'M., 25. Juni.

S e r 11 ii. 24 Juni Torfen fnmmjng*- b 11 b. Tie Fondsbörse eröffnete in fester Hal­tung, da die weitere Enovertung der VlarT und die unvermindert re<n Beteiligung deS Prrva:- truthhim? die Svekularisn anregte, zumal, da die

(urger, Harpener, Hvsch, Lanrahütie. L.'tbrmger Hütte, Rheinische Brmmkoblen und R> einstibi nambaite Besserungen erzielen A-.i ck ckemi'ck.' Werte waren reckt les». 'Bon elektrischen Pavi.r.i stellten sick Helten u GuiHeoumc ' Pro? hörer Auf oem Markt ber Zpeiial papiere wurden Teutidx Dafien, Zellswft Waldhoi und Ctcn« stein u. Mappd tnranat' nv ent.ich HS!er bezahlt Im späteren Verlaufe geriet ledock bas t aes- nhxmt infolge txnt Gewvmrealiiierungra, waiu bk bevorstehende zweitägige Unterbreckun., des Börfemn rkehrs den Anian gab. etwas ins Lckw'.n fen Dagegen ihegen aber Phönix, die anfangs unter Abgaben zu leiden hatten, bet lebhaften Umsätzen nock um o Pro, über ben gelingen Kurs In Taimlerorr.nl entwickelte sick gleick- >alls bedeutendes Geickaft zu anziehenden 5turkn Ter Anlage markt blieb gut behauptet Srnvimt. Otcidvci leibe gcnxmnen/, Prozent, stell en kich aber späterhin höher.

Frankfurt a. M . 24. Juni Tie Haltung war «ick an der AbendbSrfe fest. Es vollzogen fick in ÄffffoiTtt-ufrriaxi Pieren vedckiedcntiick itärfea PreiSerköyungeu, rod ehe sick in ber Hauotjache auf Brauerei- und Masckineniabnfäktren erfttceftrn. Ledevaktien b fonder« Sebert. Südd. Ingbert höher gesuckrt- Hanfwerke Füßen zirka 10 Pro; an- Äicbmb. Im freien Verkehr waren Benz-Motoren bei iirötzeren Umsätzen bis 217. gesteigert. Daim­ler nnigc Aktien 193.. Lekchast wurden wieder Pb. .Holzmann umgesetzt 351 Vi, 352 Deulfcke Via icknien 351., Rastatter Waggon 333., Neckar Hilmer Fahrzeug abgeidwnädrt 323. Auf 'bem Montan markt standra Phönix Bergbau 7G8 in Notiz, fest Tagen ferner Mannesmann, Deutsck- Luieniburg. Ricbeck Montan zoa^m bi» ol8. an. Elektropapiere verzeichnen mäßige Aursaufbeffe ruiigen. Bergmann wurden bis 324> bezahlt Ede mische Werte verkehrten nickt dnhdllich Farbwerke Höchst wurden höher bezahlt. Elbeneldet Farben 351.. DaS Interesse für Hirsch Kupfer bidt an 373*2373.. AuslandSwerte i'eränberten sick: wenig. Der Schlich gestaltete sick lebfaft bei fester Haltung. Ehern Rütgerwerkc lebhaft 113. plus

Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 23. Juni. 24. Huni.

Amsterdam. Rotterd. 2366,63 2371,40 2370,10 2374,90 Brüstrl-Dntwerpen . 582,40 573,60 570,40 571,60 Thristiania 1024,95 1027,05 1025,95 1025,05 Kopenhagen 1216,25 l?lti,75 1213,25 1215,75 Stockholm 1597,40 1600,60 1603,35 1806,65

5ess,ngfor, 119,86 120,16 117,10 117,40

Raben........ 345,65 366,35 342,16 342,85

London 263,20 268,80 269,37 296,67

Neuyork 71^4 71,70 72/M 72,20

Paris 671,40 572,60 673,40 574,60

Schweiz 1200,251202,751213,75 1216,25 Spanien . . 945,05 946^5

TOien (altes)

Deuisch-Oesterr. . . . 1^72 22,77 13,48 13^2

Prag......... 97,40 97,60 98,40 98,60

Budapest 27,97 28,03 27,57 27,63

Bulgarien

Konstantinopel. . . .

vörftnkurft.

Frankfurt Berlin Abend- Abend» Scklutz- Schluß- Lur» LurS Lurt LurS

Datum: 23.6. 24.6. 23.8. 2..6. 6e-. Dtfth. flnegsanl. 77,50 77,50 77,50 77,50

4',', Disch Reichsanl. 77,25 77,25

3'/. Disch. Reichsanl. 75,50

4e, Preutz «onfols 70,10 70,25

Darmhä^ier Pank . 177,76 177,25

Deustche Bank ...320, 321,- 322,50

Disconto-Desellschaft 270,60269,76 270,50 Dresdner Bank. . . 226,75 227,-

Nationalbank s. D. . 182,50 18?,-

Mitteid. Treditbank. 167,75 166,- 167^0 166,50 H..Amerib. Paketf. . 170,50 170,12 170,50

Norddeutscher Lloyd. 152,- 150,60 150,- 150,-

Boch.Gußstahlwerk . f05,- 466,- 480,-

D.»Luxemb. Bergw.. 326, 339,50 325^5 322,75

Delsenkirch.Bergw. . 369,- 355,- 366,-

Harpener Bergbau . 534, - 543, 519,76 536,

Vberschles. Eistnb..B 310,- 311,- 311,- 30",.

Obtischlts. Eisenind. . 269,- 270.- 272,-

Phönir-Lergb .Akt.. 767,50 760,« 768,-

Bad. Anilin- u. Soda 630,- -,- 640,-

höchster Farbwerke. 322,- 328, Elektr.LL.G 284,50 295,- 292.-

Schuckert»Werke. . . 250, -252, 261,50

Iciien.Guilleaume. .,, 577,50 585,-

Daimler 210,- 220,- 213,- 224,84

Bud.» Gisenw. Akt. .,, 575, - 575, -

Aolerwerke 274,- 280,- 270.50 280,-

4'/. Hest.Staatsonl. . 73.10 73,-

Elrktron Griesheim. 301^0 305,- 305,25 308, -

Züricher Devisenmarkt. 24.«. 25. 6.

vechiel am: Schwerz« Kraut«

koLand 100 frl = 196. - 19b. -

I)e.itf&Ianb......100 Mk. -- 8^-5 8.22

Wien 100 Är. = 1.16 L07

Prag 100 Är. -- 8.05 8.15

Paris 100 Fr. -- 47.40 47.50

Lantzo. 1 * -- 22.18 22.23

Italien 100 C. - 28.75 28.65

Brüste! 100 Fr. - 47.25 47.30

-Bubapeft.......100 Är -» 130 249

Neuyork . 100 S 533. >94.-

Agram. . 100 Ät 4OS 4.10

Bukarest.......100 ß. e= 9.20

Marknolierungtn.

Datum: 17.IL 23.6. 24.6.

Iürich Fr. 125.13 8,25 8^5

Amsterdam frL 59,23 4,22 4^1

ttopenhagea. . Ar 33,83 8,40 8,40

Prag..... Ar. 117,39,

Stockholm Kr 88,8 J 6/J5 -,-

Wien............kr 117.88 956,- 960,-

London ......... 8H 97,8) 7,28 7,33

Paris Fr 125,49 17,36 17,75 Neuyork I 23^9 1,39 1,38

durfte.

Frankfurter £b^ unö Gemüfemarft.

Frankfurt a. M.. 24. frunt Der Mark mar sehr gut brfuhren und ^igte das gewöhnliche

Bild einer überhasteten «feuiluü der hidijm und auMPäntgrn Händler: gutc Cualimiai lebe iihudl geräumt, geringere longiamer Miridvr U"*1 nock immer von allen Cbüortrn oorberrickeiid Bon i* e- müse srnd besonder» Ervieit rdcklick augelalxtn. von altem Nachlassen ber Preise ronii.t ui jtetfen Es wurden im Ostotzhondel d. zahlt füi Kitschen 2.7O-~3.7O, Himbeeren 4 50. 3vliuuu. betreu 2.UO bis 2 .90 Stachelbeeren 'unreife I 7u2.<X), die 2.302 80, örbb rten nwf; . 'X3800. (tlemr .5.006 00. Habelderten 4.iX). Birnen ' 5f>--4.bO lomatat lO., frrjiai l 40 2 00. iHJbr Äilbai 0..500.80. ^vhlTdbi') 40 1 00, Wirsing 1 ?1 btt 1.-50. Bohnen ö 00- ^.00, Blurnenk.'bl b ll b.M. l :s 6.00, deutsch 2.007 00, Gur.'at h. H 3 5T bw 4.50, ideursck 1.508 00. Zwiebeln ägppt 2 10. deutsch ' 1.40, Pack 0.50LOO

Müller sche^abainftolt.

Wa»,erwärme der Lohn am 83. Juni. 15*K

(3u einem Teil ber Auflage wiederholt.1

Aus dem Reich5wirtfchaftSrat.

Berlin, 23. Juni lWTB Bei der Be tatunp des SauSbalts des Rcichswitl- fckaftsrales im HauvraitSsckutz de - HeW tage- erklärte Geh. Ra: Tckrwarzkopi, die frrn faorfartc ber Muglicba oefl Reick, ivirtschafts- ratf-S beruhe aul einer Veroibnung her Reichs icgterung. Sie sei unbedingt notwendig, um bei» Mitglietera die nötige Fublung mu xn dem ihnen vertretenen Orgcmi'a'ionen v.i nnu sticken Taß für den Dorläuftjm Reickswirtschastö.al an gekaufte frühere Wst^elmsgomnasium tn bn Belle­vue ^Ltraste müske für die Zwecke bt? ReichSwirl- schaft-rares noch (teroihe Umbauten rria'nen, bst poc6iv(ichtlid) zu ?ln;ang 1922 beendet fein wür­ben. Zu einer lebhaften Debatte führte bet Ve fckluß des ReichSrateS, bie in ocr Rciierun«v»r- läge angesetzten Beiträge des Rackes für die M u st e r me sf e n in Leipzig von .5 "turnen auf 12 Millionen, für h* Messe in Breslau von 400000 Mark auf l Million, für die Messe in Frankfurt von 300000 Mark auf 2 Mill tonen und nir btc Messe in Stuttgart von 303 000 Morl auf .500 000 Mark zu erbten Mmistenold ektor v. Schlicben trat namens des Reich»,inarnminlste riums diesem Befchlu se entschieden m gegen To* Messewesen müsse möglichst konzentricn werben. Durch eine Erböbung ber ReickSzuschüife für di, bereite beflehenben Messen und ber daraus zu erwartenden Forderungen anderer $:abte für nnu Messen, entsteht die Gefahr der Zeriolitterung und des (Megenananberarbeitcnt ber einzelnen Messen, !vas im Hinblick auf das Ausland und im Inter­esse ber größten Kutschen Messe in Leipzig oer mieden roerbat müsse. Refevcnt Dr. Ouaas .'T. Bp bcontragte, ben Betrag für bie Mdke in

Leipzi.i auf lehn MUltonen Mark fefhmeöen und eine Erlwhung 6er trüge für Breslau, Frank­furt. Stuttgart abzutehnen. Tiefet Antrag wurde vorbehaltlich 'Aendcrungen im Plenum angenommen.

Proteste gegen da» Urteil im Hülz-Prozest

Beilin, 23 Juni. lDolff.) Gegen bie Scham? rustiz und die verurbestung be4 .'tommu- nisten führet^ Hölz Deranftolteicn nochmittaq- bst v. 51. T T. anb bu- fl A. P. D. auf dem Lchloh- vlay am «-trott halbstündige TemonsftationSver (ammfitng, du? auffallend schwach brfudX wat Lediglich die Fahrstratze zwischen Schloß und hem Neptun brunnen wat von den Anhängern bei bei Parteien besetzt, linier ben wenigen meist imbe- kannben Rednern bemerkte man auch einen halb­wüchsigen Burschen Auch an ber Loiser-Wilbelm. GedSchMiskirche versammelten sich twy de» Ver­botes bes Polizdprasibemai einige Hunden flam muniften imb Neugierige, die von d^r Schutzpolizei zetstratt wurden

Eine Rede BriandS.

Paris, 24. Juni. Dolft) Heute nach­mittag wird der >1ammerausschuß für auswäNige Angel?gen heilen eme Sitzuna abhaüra. in der Ministerpräsidem Brianb sich Über die Ange- legen baten bet äußeren Politik, namentlich auch über die oberfcklesifche frrage, be Zant- ho nm im Rheinland und dst Cnertiftny auf- sprechen wird

Chinesisches Mißtrauen gegen 3<man.

Peking, 24 Juni. <Aolff Wie dvChi- cago Intxmr" aus Peking meldet, hält China ben Augenblick nickt für geeignet, um B-rbandtmrga» über bie Rückgab? von sebantung zu eröffnen und b.'ttach:et bi: ittpan lck^i Anremmgen bierj« mit2Lrgroohn Der ckutefisch Minister des Äeuötm ücrfidiert, China wünsche nicht, fein Recht, bk 91ng?(epenb?tt vor bra Bölkerbunb zu bniyai, durch direkte Verhandlungen ma Japan auf# sxnri SU feyen

Die Ueberschwemmungslafastrophe in Japan.

Paris, 24. Iunu Wolft.) D e Blaner per öfienilickxm ein Telegramm aus Doku» au» amen* tomidxt Quelle, n>onac6 mfo'.ae von Wolken bruazn mehrere Flüsi. ans ihren Ufern getreten sind, io daß es zu find)1 baten Uebeachwemmun-« gekommen ist 22 D ö r f e r s. n b v o l l st ä n b i g unter ben bluten verschwunden, öimbedt von Häusern wurden von dm ratzenden Wassern tytflflerjien und 200 Menschen haben dabei den Tod gefunden.

Peulenpest in Meriko.

Paris, 23 Juni. Nack einer HavaeMeldung aus Havanna bmdiirt der kubanische 'lonful in Taminco, datz ivahrenb des MonaiS Mai in Dam- pico 37 Tad.-s'älle infolge Beulenpeft gerne! bet wurden In ben ersten Wochen brt Jun roat an Tob?Sfall oro Tag zu verzeichnen. Hebei anbrre menkanische Pwvinzcn äußert sich bet Bericht nicht.

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