Snjei ifuicil:
Der
> I g e » aller Lunder statt-
Finanzsachversiändl
und
und
ob
Hindenburg an Dr. Simons.
Berlin. 23. De-. (WDB) ®eneralfelb-
Er. ihr sind die
vorsckrs! fieup;|4]
für PoN für bv Pari W
marschall v. Hindenburg bittet uns. folgend« Antwort auf den offenen Brief M R-ichS- miniftcre des Auswärtigen a. D. Dr. LimonS -u veröffentlichen: Sucre Erzellen- führen in bem durch das Wolfibureau am 20. 12. bekannt- gegebenen offenen Briefe an mich Klage darüber, daß ich dem in meinem Schreiben an den Kaiser vom 30. 3. 21 dem Sähe .furchtbar rächt sich das in Versailles den deutschen Vertretern wider ihre Lieberzeugung abgepreßte Zugeständnis unserer angeblichen SLuld am Kriege binzusüzre: Vicht minder rächt sich das unwahre Zugeständnis von Deutschlands Mitschuld das Mi vier SimonS auf der Konferenz in London abgab. Aach ban
Der ,,Temps" über die Londoner Besprechung.
war ein falscher Traum, in dem die Wirklichkeiten verschoben und versetzt wurden. Wir haben genug an e i n e r gewaltmäßigen Revo-_____________,, ...---
Jntinn und können zufrieden sein, daß die große I mir vorliegenden Ten sagte Sure Stellen- in
für bee an* keck.
Ich glaube, die Enlscheiduna darüber, meine Auslastung berechtigt war. dem MrteU Oeffenllichkctt überlassen -u können.
Z. Z. Lüneburg. 22. 12.
Unruhen in Aeqypten.
London. 21 De-. lWTB.) Kairo l
I Pascha, die Be'ehl crbal en halten, in D r>er I -urüchzuLedre.7 und dort zu bleiben, sind te:bautet I Worden. Drei haben sich geweigert, dem Beseht
George versuchte Ausgleich hat nur zu geringen Ergebnissen geführt. Vertagung bedeutet Im französischen Sinne zugleich Der- wässerung, und die schönen Ideen Lloyd Georges, Verzicht auf große Kriegsentschädigungen, Ausbau der Weltwirtschaft in Vernunft tigern Zusammenwirken mit Den bisher bekämpften Völkern, schwimmen auf dem Strom der engeren, eigensüchtigen und ränkevollen Ententepolitik anscheinend wieder ins uferlose Meer zurück. Wer kann eS wissen, ob ein guter Teil der englischen Vorschläge nicht dazu dient. Kompensationen aller Art. namentlich im Hinblick auf die französische H-Bootpolitik — die von Vriand vielleicht wiederum dazu auSer- sehen ist. englische Zugeständnisse in französischer Kontinentalpolitik einzutauschen — zu erwirken? Die Vernunft als Maske kann uns also in Enttäuschungen zurückwersen. Wir aber wollen das sich uns jetzt bietende Schauspiel dennoch erfassen in freudigem Mute für deutsches Recht, in unerschütterlicher Erwartung auf den Sieg der Wahrheit.
3n bloß passivem Glauben einer Politik der Erfüllung nachzuhänqen. wäre sicher^ lich verkehrt. Das deutsche Volk muß bekennen und kämpfen, darf sich nicht schrecken und ein- schüchtern lassen durch die anmaßende Leidenschaft der mächtigeren Sieger im Weltkrieg, Das deutsche Volk hat das Reichskabinett, das es verdient, das es sich schafft. Die Regierung des Herrn Wirth in ihrer jetzigen Ge- ftaltung hat der von außen her ausqegebenen Parole einer Revision des Versailler Vertrages bisher wenig Geltung zu verschaffen gewußt. Gewiß, die Finanzen, das Budget, müssen besser in Ordnung gehalten werden, und darin hat Herr Wirth. der zu lange selbst
Präsident Harding daS Interelfe anerkenne» werde. daS die Vereinigten Staalen an der Wirtschaftslage der Welt haben, und bah er die amcrl- kanifche ■-Teilnahme an einer Weltkonferenz über diese Frage zu sichern werde.
Die Januar- und ^ebruarraien.
London. 23. Dez. lWTV } Dem Bericht« erstellter deS .Daily Ervre't" zufolge Imb Biand und Lloyb George übereingekommen. bah Deutschland den vollen Betrag der Januar- und Februarraten nicht bezahlen !o. > Sie hätten jedoch vorläufig festgesent. toa» P.-utf hUinb bezahlen- solle und könne. Diese Summ, würde rund zwei Drittel des ursprüngli > 'etgeletz- ten Betrages darstellen. Deutschland werde auf- gefordert werden. Garantien zu gehen, daß es bei Gewährung einer solchen < rlelchterung Maßnahmen ergreifen werd«, um sein^ Finanzen in Ordnung zu bringen.
Die .Westminster Gazette" berichtet, BriandS Ansicht sei. daß Deutschland die Januar-Rat« bezahlen könne und müsse.
Manche glauben, daß Verfassungstreue am wirksamsten in der Beschimpfung oder Verächtlichmachung der alten Staatsform und seiner Träger sich geltend mache. Das ist nicht nur ungerecht, fonbern auch töricht, und viele Schreier und Beißer haben sich dabei schon die Zähne ausgebissen. Es muß noch manchmal von der Vergangenheit die Rede sein, aber dann sollen Vorurteile und Paneisucht zurückgestellt werden. Rur Ver- ängstigte, Unvernünftige oder wüste Lärmer konnten die Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen Hindenburg und dem früheren Kaiser bejammern oder tadeln. Wir waren nie besondere Verehrer Wilhelms II., haben im Gegenteil seine Politik und seine Handlungen oft schars kritisiert. Aber gegen seinen Brief an Hindenburg ist absolut nichts einzuwen- ben. Es ist sein gutes Recht, sich gegen Verdächtigung seiner persönlichen Beweg- gründe zu verteidigen, und wenn in seinem Briefe nichts weiter an neuen Erkenntnissen steckte als der schlüssige Beweis, daß er nicht etwa „fahnenflüchtig" geworden war — so müßten auch seine Gegner diese Feststellung nicht nur willig hinnehmen, sondern auch als notwendig begrüßen. Er hat bisher größere Zurückhaltung geübt als irgendeiner der Rvvembermänner. die auch da das große Wort führten, wo chnen alle Erfahrungen und die notwendigen Quellen der Geschichte vorenthalten waren. Wenn jetzt der frühere Kaiser seine vergleichenden Geschichtstabellen (von 1878-1914) auf den Bücher- markt gebracht hat (K. F. Köhler in Leipzig), so erinnern wir uns gern einer Aeußehung Montaignes über die Geschichtschreiber in seinen philosophischen Plaudereien, worin er agt: „Ich habe eine außerordentliche Vorliebe für die ganz schlichten und ganz vortrefflichen Geschichtsschreiber! Die schlichten, welche nichts von dem Ihrigen hinzutun, die sich nur darauf befleißigen, alles zu sammeln, was zu ihrer Kenntnis kommt, und alles, ohne weiteres Untersuchen und Rich- ten. gewissenhaft aufzeichnen. ES ist dann die rohe, nackte, ungcbilbetc Materie der Geschichte-, ein jeder kann darüber arbeiten, nachdem erd versteht." ,
DaS ist auch ein guter Wink für die Herren Lloyd George und Briand, die vom Wesen und Urteil der Geschichte so unzuläng- liche Begriffe haben. ES gibt auch eine an- de re Art von Historikern, denen auch Mon-
ftanben .. .
Im Zeichen der beginnenden geschichtlichen Klärung und Wahrheit und hoffentlich auch der Beseitigung jener ausgewachsenen Gegensätze in unserem eigenen Volke, die uns so verderblich geworden sind, feiern wir in diesem Jahre das Christfest. Möge sein zur Erquickung der Herzen bestimmter Schimmer auch von der verworren vor und liegenden äußeren Welt etwas Trost und Glaube mit hereinnehmen l
Paris, 23. Dez. (WTB.)
,^De m p S" schreibt in seinem Leitartikel: Vor etwa 14 Tagen, als er in Cannes Lou- cheur empfangen habe, habe Lä oyd Ge -
den Finanzminister zu spielen versuchte, man- cheS versäumt — aber sollen wir denn nur Objekt der fremden Finanzkontrolle wer- den? Stehen nicht große internationale Kon- kerenzen in Aussicht, die wir nicht ins Derk sehen konnten, zu denen man und jedoch« immerhin zulassen zu wollen scheint? Rathe- nau ist vielleicht ein sehr brauchbarer Dlrt- fchaftSsachkenner. aber doch wohl kein in die Tiefe dringender ©taatdmann, der die Außenpolitik beherrscht. Dad neue Deutschland der industriellen Ausbreitung hat allein nicht die Kraft, sich zur Geltung emporzuringen. Dativnalpolitische Erneuerung muß sich yin- auSschwingen über die Sklavenbürden. die und au erdrücken suchen. Da die ehemals feindlichen Länder das Gesicht wiedererwachender Vernunft hervorzukehren beginnen, müssen wir diesed von falscher Farbe und Schminke befreien . . .
Dazu müssen freilich zunächst noch manche Rebel innerpolitischer Verblendung niedergeschlagen werden. Die Urteile des Reichdgerichtd gegen die Helfer Kapps find eine willkommene Warnung vor neuen Versuchen gewaltmäßigen Umsturzes. Wir gönnen Herrn v. Zagow mildernde Umstände, halten sogar die ihw zudiktierte 5jährige Festungsstrafe für reichlich hart — aber die Gedankenwelt, in der er und seine Genossen sich bewegten.
fübrenben europäischen
finden werde. SS sei jedoch klar, daß keine endgültige Regelung der finanziellen und i rdußri:l- len Probleme erreicht werden könne, bevor die Mächte auberbalb Europas bereit seien, mitzu- wirken. Man hoffe, daß in der nahen J.ufunft
Weihnachtliche Welt.
Die tveltbeherrschenden Staatsmänner p^ben und keinen reichbesehten Tisch bereitet 2tud den Konferenzsälen von Washington und London bringt wenig Licht. Niemals wird der Engel des Herrn in dieser Sphäre und begegnen, um und eine Deltfriedend- botschaft zu verkünden, die ja auch mehr märe, als bad Evangelium und je verheißen mente. Die Heilige Schrift ist keineSwegd von solchem Optimismus burchweht, wie er uns im politischen Pazifismus begegnet. Sie kennt den Widerstand der stumpfen Welt genau und und macht aus dem Diesseits kein Himmel- reich Die Menschheit, von solcher Höhe aus betrachtet, ist immer die gleiche. Rur bad e cksal der Völker wanbelt sich unb erscheint bald tröstlich, bald drohend und schrecklich. Roch vor einem Jahre wollte ed und scheinen, als seien die Völker in einem ewigen Mißverstehen und heillosem Haßgefühl unrettbar verstockt — aber heute breitet sich um den Wethnachtdbaum bed deutschen Haused ein erweiterter Kreid von Kerzenschimmer, denn wir Haden eine Genugtuung erhalten: die Urheber bed GewaltvertrageS von Versailles sehen allmählich selbst ein und werden sich gegenseitig klar darüber, daß ihr Werk verblendeter Rache und Grausamkeit ihnen selber die Siegerfreude verkürzt. In England gibt cd darüber fast nur noch eine Stimme, kvährend In Frankreich die Stimmungen der rauchenden Schlachtfelder. noch mehr aber vielleicht der mächtig emporgetriebene RuhmeSwahn, die eintretende Vernunft zu verdrängen suchen. Der in London zwischen Briand und Lloyd
Die Flottenfrayen auf der Washingtoner Kon erenz.
Pari-, 27. Dez. «Wolfs.) Rach einer Ha- vaSmeldung aus^walhington ifl - c n nachmittag die ertoeit rle Fünszehnerkommission -u einer dreistündigen Ciiunn usamm. g Leien. Lord Lee verlas seine Denls.'a.ift -ur *?■ rtclbl» flung des englischen Standpunktes, der auf die völlige Beseitigung der Untcrlee- boote binauSläuft. Darau - letzte d I a izöfische Delegierte S a r r a u t den Standpunkt eine. Regierung auseinander und erklärt? da'iei. e. sei mit den anderen Delegierten einig über die tiefe Mißbilligung der barbarischen Verwen- düng die die Unterseeboote im Laufe tx ? irnten Krieges gefunden hätten. Die Unterie-bc-ot-srag« sei schon Im Lause der Friedens^ Handlungen und vor dem Völkerbund erörtert worden und die össcntiiche Meinung habe sich ihre« V.tl f al- tunfl günstig erwiesen. Die französische Delegation sei der Ansicht, daß daS U-Dool vor allem eine Dcrteidigungev'affe sei, b sonders für die mit großen Einheiten tvenig versef enen Flotten. In feinem jetzigen Zustande fei das U-Boot für die Beherrschung des Meer, s u"z-reichend. doch sei es unbeftreitbar, daß daS U-Boot in durchaus ehrenhaften Formen verwe bet tre d n Iß ne ES fei sicher, daß diese Ve. wendungasorm ueprüst erörtert 'und so sestgelegt werden mü' t baü das Völkerrecht aus dem Meere mit den Lehren des letzten Konflikts in Eink'ang erbracht werde. Eine Mott«. die fich des U-Boote- kedi. en welle, mülle davon ein« ihren nationalen " • idigungs- bedürfnillen entfprel/ende An.astl i-d r, unter ten gegenwärtigen Umständen lei bk T«r . ndung großer U-Bvote am besten mit der Achtung vor de-, Gesetzen der Menschlichkeit rxrc; ar. nach d^nen die Bemannung der torpedierten Schiff« an Bord genommen werden müßten.
Rach dem Korrespondenten deS .Reuyork Herald" in Washington sind die Iran 'llchcn. englischen und amerikanischen Delegierten ton einer Verständigung über die HilfS- schisfe gar nicht mehr soweit entfernt toi. allgemein angenommen wurde, mrg'icherweise werde btefc Verständigung nächste Woche erreicht. Ein« solche Voraussage werd« dadurch m ■ k ö. daß die Engländer tallächLich auf die völlige A fchaffung der U-Boote verzichteten, denn fi nutzten, daß fte in diesem Punkt nicht durchdringen würben. Jetzt führten sie einen Feldzug für ? ■ 'bcf 'vän- kung der Tonnage der ein «Inen U-Tknte unb für da- Verbot der Verwendung von U-Bt - ten bei Angriff-Maßnahmen. De Unterau ' ,uß der Konferenz nahm eine Resolution ai. t? in die Reni'ion der internationalen Re^ ! i für den U-Bootkrkg gefordert we de. Den chen K-rre- fpvndenten zufolge find bte 2Imc mir gegen das Verbot der Verwendung von Gasen.
Die Sitzung des Obersten Rates in Cannes.
L o n b o n, 24. Dez. (WT 25.) Das Reuterbureau erfährt, baß das Datum der Ei iberu- ung des Obersten Rates 'n Eanned noch nicht endgültig festgesetzt tcl. cm augenblicklichen Plane zufolge werden Lloyd < v?rge und sein Sekretär London am nächsten Montag verlassen, um sieb nach Südfrankreich zu begeben. Arn 2. Januar wird der gib v.c . ei! der britischen Tel Ine hn.er an der Konferenz nach Südfrankreich abfahren. Die Konferenz wirb voraussichtlich am 5. Januar beginnen
Die Lvcltwirtschaftokonferenz.
London. 23* Dez. (Wolst.) Der Parlo- ment-berichterstatter deS ,Dailv ^>pn'> will willen, daß im Januar in Paris oder London eine Konferenz der Staatsmänner
taigne in feiner Zeit begegnet tft# bie „und bie Billen vorkauen, die ihre Geschichte mit lauter hübschen Worten unb Redendarten aud Gerüchten flicken, bie sie auf Gassen —K Marktplätzen aufrafffen unb barnit bie zählung nach ber Seite hindrehen, wo Dünkel fich schon festgesetzt hat". Dad bie Leute „aud bem großen Haufen".
sich ald Geschichtsschreiber auftun. Der Kaiser hat ben Ereignissen immerhin näher ge-
GesetzeSrecht muß mit ber In Geltung stehenden Staatsordnung gehen. Friedliche Evolution wirb und über Die Bleibsel unb Ungereimtheiten elned seelisch und körperlich erschütterten Zeitalters hinausdringen. Und wir dürfen nicht nur an bad Alte benken. fonbern müssen bad Reue zu bessern unb zu sörbern suchen, unb zwar in einer Volks- gemein {chatt, die alle Bande d^ Ordnung unb bed inneren Stiebend fester knüpft.
Nr. 302
Ter »tetzeser l»)deei er'djetnt iSglich. außer Sonn, »nd Fe'erla
MeeetllckeStfS'prr'f«: Ulk 6.50 ttnld)L Träger, lohn, durch d'e Dost Vtd. 11*) einfckl. Veßel. gelb, auch bei Kichterschei. ■en ehqelner Äeeimern {■folge HS her er fttrn|pred}.flnfd}lufte: f6rbteS*rtfHetteng 112; für Druckerei, Verlag ■■b <Pe|d>4fufiele 51. ln|*rift f6r D^hinach. richten lijeiger •ie|e«.
pollchrUonio: gteehert e. M. IIM6.
orge die Absicht gehabt, die interalliierten Schulben zu beseitigen, auf den englischen Reparationsanteil zu verzichten unb auf dem Londoner Markt Erleichterungen zu schaffen für die Anleihen, die Deutschland in den Stand gesetzt hätten, Frankreich zuerst zu befahlen. Bei den letzten Verhandlungen in London habe Lloyd George bemerkt, daß die Vereinigten Staaten ihre Unterstützung ablehnten unb baß man sich auf britischer Seite auf vorläufige A b machungen beschränken müsse. So sei man darüber einig geworben, von Deutschland 500 Millionen Goldmark in Waren zu verlangen, und ihm in bet Person eines Amerikaners ober Reutralen eine Ueberwachung aufzuerlegen, eine Frist festzusetzen, innerhalb deren die deutsche Regierung gewisse Reformen vornehmen ober gewissen Betrügereien ein Ende machen müsse, ferner die Einberufung einer europäischen Wirt- schaftskonferenz vorzuschlagen usw. Offensichtlich, sagt der „Sempd“, genügten diese Ergebnisse nicht, um bad Weltall wieder aufzubauen.
Vriand unb bie Kammer.
Paris, 23. Dez (WB ) Der ehemalige Fi- nanzmlnifler Klotz hat, ttrie-ber .DcnnpS" mit- tellt, in einem Briefe Minislerprästbenl Briand von seiner Absicht verftändigl. ihn über die Stellung Frankreichs zur ReparationS- p o l i t i t zu interpellieren und von der Kammer in Der heutigen Sitzung zu verlangen, daß sie den Zeilpunkl für die Beratung der Interpellation sobald wie möglich ansetze. Bei dem Besuch, den ihm Klotz heute vormittag gemacht habe, habe Briand erklärt, er könne sich im Augenblick aus eine derartige Debatte nicht einlassen. DaS könne erst nach der Konferenz von Cannes geschehen. Da der Adzeordnete Klotz indessen bei seiner Interpellation blieb, wird morgen die Kammer ben Tag der Beratung festfehen.
Ans bem französischen Senat.
Paris. 23. Dez (HavaS.) Die SenatS- k o m m i s s i o n für die Finanzen hörte nachmittags den Ministerpräsidenten und den Finanz- Minister über die Kredite für die Botschaft beim Vatikan, für Syrien und für die Propaganda sowie für bad Rachrichtenbureau beim Außenministerium. Briand trat für die Aufrecht-
EreigniS noch zu nah«, und eS hat mir immer fern gelegen, bie deutfche Regierung von jeder Verantwortlichkeit am Kriege freisprechen zu wollen. Ob aber überhaupt ein einzelne» Volk die Schuld für diesen schrecklichen Krieg trägt und ob die» ausschließlich daS deutsche Volk ist. würbe durch bie Unterzeichnung des FriebenSvertrageS von Versailles nicht endgültig entschieden.
erhaltung deS Ärcbited für die Botschaft beim Vatikan ein und erflärte. daß er bie Vertrauensfrage stellen würbe, wenn bie Kommission in ihrer Opposition verharren würbe. Rach bem Weggang ber Minister b^tchloß bie Kommission: 1. die Kredite für bie Botschaft beim Vatikan aufrechtzuerhalten, unb zwar mit 14 gegen 12 Stimmen Diese Kredite sollen nicht in den Budgetvoranschlag für die auswärtigen Angelegenheiten aufgenommen werden 2. Für die syrischen Kredite bewilligte die Kommission die von der Kammer genehmigte Ziffer von 20 Millionen 3. Die Kredite für den Propagandadienst wurden mit starker Mehrheit von 18 auf 5 Millionen herabgemtndert.
Paris. 23. Dez. kHavad.) In seinem Generalbericht über daS Budget für 1922. der morgen verteilt wird, gibt Eheron bezüglich der Eintreibung der deutschen Schuld dem selten Entschluß deS Senats Ausdruck, zu fordern. daß Deutschland seinen Derpslichtungen genau nachkomme. Wenn Deutschland bezahle. waS eS fchulbia fei. könne daS Problem noch gelöst werden, aber nur unter der Bedingung, daß man unverzüglich mit der Politik der Anleihen für bie ordentlichen Ausgaben ein Ende mache.
Lloyd (ftrorqc und die WirtsckiaftSsachverständiatn.
2 o n b o n. 24. Dez. (WTB.) Lloyd G eorge hielt in der Downing-Streat die bereits angetonbigte Konferenzmithervorra- genben Finanz- unb Wirtschaftssachverständigen ab. denen er den Verlauf der Besprechungen mit Briand mitteilte. Die Finanzmagnaten versicheNen Lloyd George, daß sie chn kräftig unterstützen würden. Die Erörterungen sollen über Weihnachten fongeseyt werden.
Dnt<f «nd Dtrlag: Brünfte Un«°.>B»ch. ,nd $ttti6niderti B. ränge. Sdriftltfttnig. fttKWsHtlle und Prndtrti: SchuIM«»' 7. " »"d"-
nrtrhrhelt bed Volke» das Gefüae des be-I London: Wer die Verantwortung für den Welt-
Gerichtshof hat erllart, bad Strafgesetzbuch > P. . —
schütze jede bestehende Einrichtung. Die Rovemderrevolution war verwerflich, aber bad
? > Aus d)lag. ifiletier: Uug. Iieronieomich ih. Auq Soe,: übrigen 3eil:
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Erster Blatt NI. Jahrgang Samstag, 24- Dezember 1921
GiehemrAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen


