Ausgabe 
24.6.1921
 
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sollen Mäö-

tandwirtschaft.

np. Aus bem C firn ta 1, 22 Juni. Die

auf auf

Marktplatz Kindevchöre singen und Rcrgen von Turnerinnen geben 311 lassen. Tobet chen gestiftete Blumen anmeten.

Hat Bu tzbach wurde in erncr Ausfchußsitzung der Kinderchllfe beschlossen, zu Gunsten der Kurte c- Hilfe rn diesen Tagen eine D«russammlung zu veranstalten, am Samstag abend ern ftUnjcrt tn der Stadtkirche durch die hiesigen Gesangvereine zu bieten und am Sonntag nach der Kirche aus dem

DaZ Kinderhillsfest der Gießener Frauenvereine tm Stadtthcater darre in jeder Beziehung einen vollen Erfolg und brachte ebenfalls für die Kinderhilfe eine stattliche Summe aus, obivohl allgemein anerkannt wurde, daß die Preise sich in durchaus mäßigen Grenon hielten. Sv kam es denn, daß die Vorräte größtenteils schon in der ersten Pause erschöpft waren imb schnell wieder aufgefüllt to.rten mußten. Durch das dichte Mensckrmgedrängc ün Fooer und den Wandelgangen schlüpften unermüdlich junge Da- m«t, bte Erfrischungen anboten, unter anderem Helferinnen der Technischen Nothilse. die ein eige nes Bufett errichtet hatte. Erst nachdem ein Teil der Besucher nach den Bühnenoorführmcgen bas Fest verlassen hatte, gelang es, im Foyer einen Platz zum Tanz zu raumen, zu dem das schon bei den Ausführungen tätige Quartett bis 1 Uhr unermüdlich ausspielte. Obwohl cs schon von 12 Uhr ab nichts mehr zu kaufen gab, wären viele gerne länger geblieben, denn alle Teil­nehmer zeigten sich von dem Verlauf des Festes lebhaft befriedigt. Aus die künstlerischen Dar­bietungen können wir aus Platzmangel erst morgen zurückkommen.

Für das heute abend 7 Uhr im Stadt­theater stattfindende Turn- und Sport f e st sind noch eine Anzahl Eintrittskarten an der Tages- und Abendkasse des Stadt' theaters zu haben Es sei irochmals betont, daß sich an der Veranstaltung ganz ausge- zeichnete Kräfte der hiesigen Sportvereine be­teiligen. Während der Aufführungen Tonyr- tiert die Kapelle Weller Dergleichen wird auf das morgen nachmittag 4 Uhr an den Bootshäusern beiderseits der Lalm stattfin- benbe Wassersportfest Wettrudem, Damen- und Herren Wettschwimmen, Kunst springen, Wasserballspiel usw.) hiitgewiesen.

Tie Veranstaltungen der Kinderdilfswoche.

_ Freitagden24. Juni,7 Uhr,im Stadttheater: Turn- und Svortabend.

Samstag den 25. Junt, 4 Uhr: Wassersportfest an der Lahn 8 U h r : Ein- born-Festsaal,Bunter Abend"

Wettervoraussage

für SamStag:

Vorwiegend wolkig und trocken, wärmer, westliche Winde.

Nachdem das skandinavische £*od) sich ostwärts entfernt hat. breitet sich das Hochdruckgebiet stär­ker über Westeuropa aus, so datz auch in un­serem Bezirk allgemein Aufheiterung eintrat. Ob oie Besserung anhalten wird, ist vorerst noch Nickst zu erkennen.

TieFahrtenderM ö v e" wurden Mitt- nxxh nachmittag im .Kino am Seltersweg zur Vor­führung gebracht. Dr. Wolf, dessen Bruder Offizier aus derMSvri' war, gab zur Einleitung Erläuterungen über das Entstehen, des Müde- filmS. Tic 'Taten derMövri' seien mit btc be­deutendsten Heldentaten der deutschen Marine wäh­rend des Weltkrieges. Die Bilder zeigten bu ,Möve" in ihrem Wirken aut hoher See and gaben einen Blick in das Leben unserer einst so stolzen Marine. Ter Besuch war recht gut, was im Jnteresje unserer notleidenden Kinder sehr zu begrüßen ist.

Grivalttätiafeü geschieht, ist denn da der Staat in der Loge, d'ese Feste zu verbeten. Meine Damen und errat. man ist sogar soweit gegangen, ditz man sowohl dem Großherzog wie tm Teilneh­mern an dem l<chtcn Feste den Polizeischutz ent­zogen hat, den Polizcischutz, aut den doch zeter den Anspruch erheben könnte, Ich meine, ber- artige Tinge, wie sie da vorgekommen smd, wer­den in einem Volk unvermeidbar sein, das 3abr» Hunderte lang mit seinem Regiment und mit sei­nem Grosüi -z'g jn Ucbercinitimmung geivesen ist, und daß g'rn\* ferne Fürsorgotätiak.it für das Land nicht Klein, sondern auch für die Stadt TarmftaM c^arnit m'd gewürdigt Hit und ihm heute pock- dafür dmkbar ist. Und nun bas V.-r langen des Verra 2fbg. Kaul, daß ein deutscher Fürst aus ter Atmosphäre des Landes entfernt werden solle, ans der Atmosphäre, in bu er sich nicht Tftrrntb.-gebcn hat, aus der er sich serngehal­ten hat, Nu. er aus dieser Atmosphäre enhmtt ntrrben solle ' urd) eine Att Erpatriierung: Denn tote soll Tr anders weggebrackst werdm. als d-atz ihm der Ansentbalt in Liessen versagt wtrb?'Ma'ne Tarnen und Herren, das ist vielleicht das. was die monarchisck Gesinnung am allermeisten für- bert. Da! ter Derr 'Xbg Kani gestern gesagt hat, wird im Vinte seüun Witerinll finden, bis wird tn dir Kerzen her Hessen ciiigefd'.rrbcn wer­den. ern 01al demokratisch er Abgeordneter, der selbst nickt .mmal aus .'öefkn stammt, bat sich erlaubt, zu verlangen, daß der fr ältere G rost- Herzog von Dessen aus feinem Lande durch voll »etliche Dilte entternt werbe Denn anders ist vZ nickst zu verstehen i^lbg. Kaul: Wenn'S so wsttergeht! Wenn's so mr ter .yht nnd wenn noch zwei ober drei Reni- mentsiene n- friert werden, bann wirb her Angen- blick aekommen sein, in bem sie zu der Maßregel schreiten wrten, »u der noch Tein anderes l'anb m ckritun ist. (sehr richtig. Unruhe.) 3cb weine al irtr sollten den politischen Kamm nickt zu weit r eiben. Es kann und wird die Zeit kommen, da Arbeitnehmer und Arbeit­geber einig zusammena rbeiten müs- ien. an her großen Frage der Rettung und lu» Wieberanckw'ies des Vaterlandes Tas sollten wir nicht erschweren. (Bravo.I

Fortsetzung im 2. Blatt.)

A«»

Die Neuordnung deS hessischen Dermesfungs wesens.

Are» Stadt unS Land.

Gießen, den 24. Juni 1921.

Da» Kiuderhilssfeft im Philofopheuwald.

Tas Fest im P hil 0 s 0 ph e nwald soll am nächsten Sonntag die Kurterinlsswochc bc- sckiließen. Heber das Wcien dieser Veranstaltung sind mancherlei irrige Borstellungen verbreitet. Tas Fest knüpft zwar an die alte Uebcrhcterimg bcs Gießener Jugendfestes an, doS nächstes Fohr wieder in der herkömmlickzen, jetem Gießener Kind Mis Herz gewachsenen Art erstehen soll. Aber es ist von diesem Jugendscst grundverschieden, bas ia kein WobitätigkritSftst war. Ter andere Zweck erforderte andere Mittel. Tas Zu gen die st war ein Schulfest. Geschlossen zogen die Schul­klassen unter Führung ihrer Lehrer zum Fest- platz, in geschlossenen Verbänden wurden sic dort unter der gfeidyn Aufsicht beschäftigt. Tie Eltern warcii nur Zuschauer. Auf ihre Aiuoescnheit kam es nicht an. Nicht so diesmal. Dos Kinder- hilssfest soll etn Fest der Eltern mit ihren Kindern fetn. Um das zu ermöglichen, mußte ein Sonntag gewählt toerbat. Tue Schule wirkt nicht -vnt. Tie Festleittrng übermmmr daher auch keine Verantwortung für das einzelne Kind. Sache der Eltern ist es, ihre Kinder zu becmfsichttgen, genau tote sonst, wenn sie mit ihnen ein Fest besuchen. Es wird gewarnt, insbesondere kleinere Kinder ohne ertoadfene Aufsichtsperson zum Feste zu sducken. Wer selbst kommen verhindert ist, aber seinen Kindern bce Freude nicht versagen möchte, findet wohl Freunde oder Verwandte, b.e sick> ihrer annehmen. Tic Kinder, die im Feft- zuge gehen, stehen uitter der Obhut der Lcittmg, a(cr nur bis zum Eintteftcn des Zuges am Fcst- platz. Dort "toü|fen ftc von bat Ertoacbicnen 111 Empsang genommen werden, die fie betreuen. Für Dejchästigung imb Unterhaltung der Kinder nnrb nach Kräften gesorgt. Aler auch die Leiter der Sriele können nick>t dir einzelnen Kinder in ihre Obhut nehmen. Auch, bei elterlich?!- dttusickst kann cs allerdings Vorkommen, daß sich Kinder verlau­fen Solche Kinder Werten von ben Hclicrn und Helferinnen einer mit ber ^au« tatswache verbun­denen Sammel stelle zugeführt, wo fit unter Aus­sicht einer geprüften Ktnderprlcgerin solange te- sch.ästigt werben, bis die Eltern ober bereit Stell­vertreter sie ablwlcn. Kmdcr, die am Festzuge tcilnchmen wollen, müssen sich entweder dem Aus- gcbot einer ber Scharen ansckstießen, die hiesige Ingendverbände durch die Stabt senden, oder aber ,'pälestens s/43 Ubr am Stadthaus an der SD- Anlage ((hartenitrafe 2) sen». Der Zug iv-iro unter Auffickst einiger Lehrer imb unter Beihilfe von zalilreichen Mitgliedern hiesiger Turnverein? zusammcngeftellt unb nach bem Festplatz geleitet.

Es sei an, bieier Stelle nochmals bar- nuf hingeroiefen' baß bie M afs en chöre, bic kürzlich bei bem Sängerfest vorgetragen wür­ben, auch bei bem Kinderhilfsfest am kommen­den Sonntag luieber zu Gehör gebracht wer­ben, unb zwar:Das deutsche Lied" von Gernhardt mit Orchesterbegleitung, sowie Weihe des Gesangs" von Mozart, unb Wie 's daheim mar". Sämtlich, an diesen Ehören teilnehmenden Sänger wollen sich nachmittags 3'/. Uhr auf dein Festplatz bei ber Kapelle Weller sammeln. (Siehe Anzeigen­teil.)

der Staat berechtigt, ivemi es

legalem 'Ska geschieht, wenn es

dem Wege des Wortes rHri«' Wanengeivalt, )hn?

** Die Mitglieder des hessi- schenLanbtags sind von dem Präsidenten Adelung zu einer zweitägigen Besichti- gungsreise nach Oberhessen einge- laben, bie voraussichtlich nach Schluß des Landtages in der übernächsten Woche statt- fiiiden wird. Die Reise geht mit S-onderÄug nach Grube Wölfersheim, zur Besich­tigung der dorttgen Licht- und Kraftwerke für bic Provinz Oberhessen, des Braunkoh­lenwerkes usw. Hieran schließt sich bic Rück­fahrt nach Bad-Nauheim mit Besichtigung der Babe- unb Salinenwerke, Anlagen usw. Dann folgt eine Reise nach Gi e ß e n, wo über­nachtet wirb. Ant zweiten Tage werben bie verschiedenen Universitätsneubauten usw. be­sichtigt, worauf die Rückfahrt mit Sonderzug erfolgt.

** Geheimer Iustiz rat Wilhelm Webner ist am Montag nach langem, schwerem Leiden im Alter von 76 Jahren vcrstorb.n. Mit ihm ist ein hochverdienter und pflichlgetrencr Richter von altem Schrot und Korn heimgegangen, der in Gießen geboren war unb den größten Teil seines Lebens in seiner Vaterstadt zugebrackst hal. Ter bis in die letzten Jahre seines hoben Alters rüstige Herr war wegen seines licbenswürdigai, zuvorkommenden unb ritterlichen Wesens, seines umfassenden Wissens, seiner Tüchtigkeit, seiner strengen Sackstichkrit, seiner steten Hilfsbevcitschast und seiner vornehmen G?sinnung in weiten Krei sen von Stadt und Land hochangeieben, geschätzt und beliebt. Alle, die ihn g.-faimt haben unb ihm näher getreten sind, werden sein Andenken stets in hohen Ehren behalten. Geheimrat Wehner wurde am 15. Mörz 1845 in Gießen geboren unb fhi - bierte, nachdem er das hiesige Gymnasium buttb- gemacht hatte, auf der hiesig-.m 5>ochschulc unb in Leipzig Rechtswissenschaft. Nachdem er 1867 bic juristiicke Fakultats- und 1869 bic Staatsprüfung mit der Notegut" bestanden hatte, wurde er zunächst auf dem Sekretariat des hiefigen Hoi und des Bezirksstrafgericksts verwende!Zwischen durch arbeitete er einige Monate als Slagiär bei .Hofgerickstsadvvkat Diery. 1875 wurde er al, Landgerichtsassesfor am damaligen Landgericht Altenstadt angefielft, kam bann in gleichet Eigenscknift nach Nidda, sodann als Amtsrickster nach Butzbach und Gießen 1893 wurde er zum Oberamtsrickster in Lieh ernannt, blieb aber nirr ein halbes Jahr hort und kam 1894 als Landgerichtsrat an das hiefigeLandgericht, bem er nahezu 22 Jahre, davon bie größere Hälfte als IhtterfutfMingSrtotiT, an gehört hat. 1905 wurde er zum Geh Justizrat ernannt unb am 1. Januar 1916 im Alter von mehr als 70 Jahren unter Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste ht bat wohlvcrbienten Ruhestand versetz:. Die große Heiligung briderBecrdigung am ??rittwoch legte Zeugnis von seiner allgemeinen Beliebtheit und ber großen Wertschätzung, deren sich der Verstorbene überall erfreute, ab An seinem Grabe würben von dem Landgerichtspräsidenten Herrn Gehrimerat Dr. Gängerich namens der Richter intb der Staatsanwälte des hiesigen Land- grrirfrtS. von Herrn Landgerichtenrekdor Bücking namens ber Altai Harren des Eonvs .Hastio in Gießen und Gueüvhalia in Leipzig denen der Ler- fforbnir amwbSrte von dem ersten Chargierten des Corvs Hass« non Herrn Oberarzt Tr Frank, namens des hiesigen A H. S C - Vereins und von Herrn Amtsgerickstsdir-ktor Sch mahl namens des engeren Fvcmbes kreise s Kränze mit ehrenden Ansprachen niedergelegt

verurteilt, ltzS> tm 'Anschluß"daran auch die 2lus- sührungeu des Wg. sbaul über tue Regtments- feiern. Tie Angst vor diesen Demonstrationen hat sich künstlich in ber Regierung festgesetzt. Jn der Äersassung hat der Staatspräsident unbedingte Freiheit in der Gesimmngsäußerung aller Staatsbürger gewährleistet. Wie kleinlich war es. zu verbieten, daß die Feier am 13. März fiatt- finbe, weil dies ber Johr^tag des Kapp-Putsches sei, wie kleinlich, den Marienpbitz für die Auf­stellung zu verbieten, weil der Großherzrg Dort wohnt, unb wie kleinlich auch, bie Mitführung der alten Regimentsfahnen zu verbieten! Di ganze Feier war nichts anderes als eine Ber- catiguitfl alter und junger Kameraden. Bei der ganzen Frier hat auch kein Mensch an die Polink gedockt, hat auch kein Mensch von ber Politik qf spvochen. Nun ist allerdings eines beroorgetreten, und das Nur das, dost die Wiwesenhrit des G r 0 p - Herzogs in dem Saalbau zu Aeußerungen des Jubels Veranlassung gegeben hat, als bie alten Soldaten seiner Perion ansichtig geworden find Meine Tarnen und Herren, ist das verwunderlich bei einem Herrscher oder bei einem Monarchen, der doch über 20 Jahre lang bem Lanbc mich, seiner besten Ueberyeugung und in Treue gedient hat und mit einer Anerkennung, überall, die er in bem ganzen Lande gesunden bat: ist es ver­wunderlich dap, einer Persönlich7eii gegenüber, bi? in den Reivm des Regiments gestanden bat, bic ber Ehes des Regiments gewesen war, ist cs ver­wunderlich, daß einer solchen Person gegenüber, wenn sie den Sfamerabrit geqenüCertntt, nun auch einmal der Gedanke der Innerlichkeit, der Ge­danke der Herzlichkeit, der Gedanke ber Freud,' zum Ausdruck kommt, den Großherzoq m den Reihen des alten Regiments zu sehen. Ich metne, die alten Soldaten haben keine Veranlassung, ihre Gefühle zu rückvu halten; sie haben

ia an diesem Tage fernen Mißton herein gebracht. Es muß aber auch drin Großhec^g in feiner Pig-Hon und bem Gvoßh-rzog in feiner Eigenschaft als Bürger des Staates gestattet fein, derartige Feße zu besuchen. (Zuruf Kaul: Sie sagten doch selbst, daß er nicht als Bürger, sondern als Regimentschef bageroefen ist!) Natürlich, auch als Regimentschef. lZuruf Kaul:Regimentschef" war er als Monarch?) Uno wv ist die Person des Gooßh?rv)gs sonst berborgetreten ? Ich darf babri rinf(haften, baß selbst ttom Ministerium bem Grvß- beryog das Zeugnis ausgestellt worden ist, daß er sich bei dm Regimentsfeiern sehr taktvoll be­nommen hat. Unb wo fofl sonst noch das hervor- getreten fein, baß der Grvßherzog als Mvnorch bi» monarcbisckLc Gesinnung aufpeitschen wollte, vielleicht ;n seinen Gunsten ? Haben Sic das ge­merkt? Abg. Kaul: Nicht er, sondern seine Freunde!) Ich Bo mir* auxf> daraus noch. Wo ist bas herborgetreten? (Abg. Staut: Nicht bei ben Regimcntsfeiern, sondern bei den Borttägm des DickNerS Tagore!) Glauben Sie nur, baß ba- mals in seinem Schloß oder im ©aalbau viele babri gewesen sind, bie gesagt haben: bem Fürßen wollen wir dadurch Dienen, daß wir ihn unterstützen in ber Begrüßung des indischen Meisen, und wir wollen , daraus die Folgerung Ziehen, daß er herausgehoben ' ist aus ber Reihe der Bürger, in ber er sich zur Zeit befindet. Unb, meine Dckmen imb Herren, ist er vielleicht letzthin, als es sich um eine Veranstaltung deS Lvlksbi ldim gsvererns gdxmMt hat, zu her er ja auch eingeladen war, auch hervorgetreten, hat er auch da in seiner Eigenschaft als GvoßlMzog trilgenvnttnen? Warn das der Fall gewesen wäre, so würden doch die Leiter dieses Festes Beran- Taffimg genommen haben, eine Einladung an ihn nicht ergehen zu Taffen. Und wenn er ernqeladen worden ist, warum sollte er dort nicht erscheinen? Aber, meine DäMen unb Herren, nehmen Sie selbst an, es würden mvnarckiifich? Gedanken hort wach- gerufen, urinnen Sie selbst an, was nicht geschehen ist, cs würben dort Bestrebungen vorliegen, bic Monarchie wieder einzurichten. ist beim da

Ku rze Nachrichten auS Hessen und ben Nachbarstaaten. In Lan g- Göns stierten silberne Hochzeit die Eheleute Land- witt Amon W. SvieS unb seine Ehefrau Kath geb. ,yrsD, Schuhmachermeister Hch Leicht und Christina geb Müller, Briefbote < i* und seine Ehefrau Katharina geb mittel, lanbipirt Konrad Am. Schaum unt> fehle Ehefrau Maria geb. WcU. Landwirt Karl Becker und lerne Ehcirau Kattmrina geb. Reusch In £trtLcr^auj<n ucl bie 18jährige Tochter oes Genwindercchners schreiner beim veuoblasen m ter Scheune vorn Gerüst in bie Tenne, uns jmar 10 unglücklich, daß fie das Genick brach und lowtt eine Leiche war - Zum Mitglied ber ^anbwirtichattskammer wurde ber Lanbwirt Otto gchnfiter auS Hörnsheim gcroälilt -Bad- xa 11 qeim hatte bis zum 23. Juni einen Oft» wimbriuch von 16 385 Kurgästen aufzwvri en In Kestrich wird der Krieaerverem in diesem ?v J^111 -^l.ührigeS Besteäm feiern In tu l a u b e r g hält am kommenden Sonntag der Verband oberhesii-ckier Posaunenchöre fein dies­jähriges Jahres'esl ab. Tie Festpredrgt hält §crr Vwrrer Schmidt aus Allendorf a. b Lahn. (Sm gleirt, : -st stnd-t am 31. Aili in Aal- 1 e n r 0 d st? - Ein oerniumrnter Räude?- brang lebt '.Nacht in Schweifelb <$Bcftcr- tDoIb' m bic Wohnung der etwa 70iähri«n Ge- nnwister Klein^ unb verletzte bie fetoen alten »vraiifn burnj sxfinqc mit einer Weinflasche auf ben Kvv' tödlich Dann raubte er tae Woknnmz mis. nvb-, tnm mehrere tau,"end Mark unb ander? Wertsachen in bie Hände fielen. Der Räuber, ber nut ben Oertlichkeite.i sehr genau vertraut ist, konnte noch nicht ermittelt werden

polygonomettischen unb geometrischen Auf-1 nahmen nach ben neuesten wissenschaftlichen Methoben, zeitgemäße und volkswirtschaft­lichere Umgestaltung ber Kataster- und Fort- schreioungsvermessungen, insbesondere Schas- funb von Kartenwerken, die jederzeit ver­vielfältigt werden können und für alle Zwecke der Technik, für Bolkswirtschaft und Berwal- turig notwendige unb bessere Unterlagen und Hilfsmittel sein werden, als die bisherigen veralteten Kataster karten. Der Anfang dazu ist bereits gemacht. Die hessische Regierung ist dem Vorbild von Bayern, Württemberg, Lachsen unb Baden gefolgt. Dort hat man zum Teil schon lange Jahve Kartenwerke, bic sich so sehr bewährt unb eingebürgert haben, baß man sie nicht mehr missen möchte: auch sollen sie außer ihrem voikswirtschasllichen Nutzen bem Staate noch mit 34 Proz ren­tieren. Eine gleiche Einrichtung will auch bie hessische Regierung schaffen unb der Landtag hak ihr kürzlich bie erforderlichen Mittel da­für bewilligt. Das in großen Zügen mit» geteilte Programm des Landesvermessungs­amts zeigte, daß man jetzt dort auf 'dem richtigen Wege ist, das noch auf bem ,Ka- lastergesetz von 1824 aufgebaute, seinerzeit nur zum Zwecke der Grundsteuerveranlaguna geschaffene Bermessunbswesen endlich auch den vielseitigen neuzeitlichen Bedürfnissen an* zupassen. Im zweiten Teil der Tagung wür­ben die Fragen behandelt, die sich aus dem neuen Besoldungsgesetz ergeben. Danach sol­len hen mittleren Bermessungsbeamten erst bei der Neuordnung im Dermessunaswesen definitive Stellen sowohl, wie Aufrückungs- und Beförderungsstellen in gleichem Maße iperben wie ben übrigen mittleren Beamten.

ab, bie 18- bis 20jahrigen Fremdenleaionare zu entlassen, wenn sie bei ihrer Vcrpfttchtung den Tatsachen zuwider erklärt Haden, bereits 20 Jahre alt zu sein. Dies mag allen, die es angeht, zur ernsten Warnung dienen.

** Ter Ortsgewerbeverein hielt am Mittwoch in Gemeinschaft mit dem Handwerkerbund im Gewerbe Haus eine Haitptversammlung ab. Aach dem vom Vor­sitzenden des (Senterbevereins Professor Dr. Kraus mütter erstatteten Jahresbcrickvt hat der Verein auch im tetzten Jahre eine rege Tätigkeit entfaltet, ebenffr bic (Mtf- werbeschule, die einen außervrdentlichi fluten Besuch aufzuweisen hatte. Auch die Teilnahme an den Meisterprüfungen war zahlreich. Der Stiftung für Kriegswaisen unb Halbwaisen wurde auch im vorigen Jahre burck bic hiesige Gewerbebanf ein größerer Bettag überwiesen. Sekretär Kirchner be­richtete über die Rvhftoffverteitungsstette so­wie über die Handwerk^rberatung, Reat- tehrer Haggemütter über die Gesellen­prüfungen, wahrend Handwerker-Syndikus Dr. Krause einen Ueberblick über die Ent­wicklung des Handwerkerbundes gab. Den Kassenbericht erstattete Sparkassenwntrolteur Haas, den Bericht der Rechnungsprüftmgs» Kommission Architekt H a m a n n. Bei der Er- gan^unflswahl des Vorstandes wurden die ausscheidendeu .Herren wiedergewahlt, neu in den Vorstand trat Weißbindermeister Karl Wagner. Zum Schluß hielt Syndikus Dr. Krause einen sehr interessanten Vortrag über den Entwurf eines Reichsrahmenge- gesetzes über die Berufsvertretung des Hand­werks unb Gewerbes.

* Die Orts gruppe Gießen des Bundes für DreigiieNeruna veran­staltete, wie sie uns mitteitt, am Mittwoch ihren 1. Studienabend über dieKernpunkte der sozialen Frage" von Dr. Rudols Steiner. Den Ausführungen des Redners, Dr. H. Pop» pelbaum, sei zu entnehmen, baß man das oben angeführte Buch mißverstehe, wenn man seinen Inhalt programmatisch auffasse, es wolle nur die Richtung weisen zur BildlMg eines eigenen sozialen Urteiltz, aus bem sich bann die Maßnahmen ergäben, die zur Losung ber großen Zeitfragen führen könnten. Als die brennendste dieser Fragen criveise sich, ber Weltkrieg habe dies ja deutlich ge­zeigt bie soziale Frage. <5te sei während des Hineingespanmtseins des Proletariers in die moderne Wirtschaftsordnung entstanden, in der seine Arbeitskraft zur Ware würde, und die seine Seele veröden ließ. Es ergebe sich aus dieser Stellung des Proletariats die soziale Frage als eine dreifache, und zwar als eine geistige Frage; als eine Rechts­frage (Herauslösen der menschlichen Arbeits­kraft aus dem Wirtschastsprozeß) und als Ge­staltung des Wirtschaftsprozefses nach dieser Herauslösung. Der nächste Studienabend fin­det am Mittwoch, 6. Juli, statt im Bavaria­zimmer des Hotels Großherzog.

Bornotizen.

Tageskalenver für Freitag: Äa» tholisthes VeieinshauS, 7 Uhr,Eine Stunde tm Märchenreich". Großer Hörsaal ber Umber» sität, 8 Uhr, öffentlicher Vortrag des 'Deutsch- Ocstcrrrichiscten AlrxmVereins. LickKspirihouS, Gräfin Walewska" und LeoS letzte Blumemechrt". LickKjpiele, Seltersweg, wie gestern.

Am Samstag begeben die .Deutsche^ Bolkspartei-Jugcndgr uppen Gießen, Friedberg und Hamburg v. b. H auf bec (Sa- De rd bürg eine Sonnenwendfeier, deren Programm einen schönen Verlaus verspricht Auch die hiesige Haupt»7ruppc der D. B. P. ist dazu cingridben. (S. An zeiget

Hessen-Nassau.

Frankfu rt a. M., 23.Juni. Ter Kellner Bruno Storkwitz, ein eingewanderter Galizier logiert sich tu Wohnungen ein, mietet möblierte Zimmer unb übernachtet in Hotels, um am frühen Morgen mit allen nur tragbaren EcnrichtmrgS- gegmständen bes Zimmers zu versckrwrndcn. BiS- ter ut eS noch nicht gelungen, des Gauners hab­haft zu werden mtd in zahlveichen Fällen sind Leute von ihm um Tausende geprellt rootben.

" «-ine Entlassungen aus der ____ .....

1 c HJÜ? Lf S n- ^1C ^ft^fische Regie- iHeugraspreise. wie sie gegentoärtia bei rung lchnt es [eit einiger Zeit grünt, Mich! den Aersteigerungen bezahLwerden, sdck

* Frankfurt. 23. Juni. Ter Verein mittlerer Vermessungsbeamten 'Geo- meter 2 Klasse) in Hessen hielt am Sonntag in Frankfurt seine diesjährige 1. Hauptver- J^mmlüng ab Die etwa 3 Stunden währenden Korträge behandelten die Erneuerung der, Sonntag den 2 6. Juni, l,,4 11 hr: ^^mdesvermefsung (Triangulation) und der | Kinderhtlfsfest im Philosophetuvaib.

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Für die vielen Bew, "ahme an dem uns so I 'öetlu^ lagen wir aller unlnenilikben Entschlafe: angenLeidnszeitmita

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