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Tagung der Handwerker

Arbeitslosenliste betrug am 30. April

mit einem BegrüßungSabendimMozart'

Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien Zitfinem Beo rühun >0 700, was eine Zmmhme um 63 000 SLfÄÄl

die

199i

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Landerparteitag der Deutschen Demokta:ischen Partei Hessen;.

St. Darmstadt, 23 Mai 1921.

Ter Lmibespattoitag der Deutschen Demo­kratischen Partei Hessens würbe am Freitagabend

Berücksichtigung der in dem neuen Beamten- rälegesetz voraussichtlich zu erwartenden Be- ülmmungen in engster Anlehnung an das Betriebsrätegesetz. Bei den Eiscnbahn-Ge-

un b G c

Die Flaggenfrage.

Bremen, 21. Mai. (Wolff.) Aus der dritten Mitgliederversammlung des Nauti­schen Vereins an der Unterweser in Bre­merhaven wurde eine Entschließung ange­nommen, worin die Flaggenordnung vom 11. April abgelehnt und die Wiederein­führung der alten schwarz-weiß- roten Handelsflagge, gegebenenfalls durch eine Volksentscheidung, gefordert wird.

Aus dein Ueiche.

Die Beamlcnverttcillllg bei den Neilbsciscndabncu.

Berlin, 21. Mai. (Priv.-Tel.) WiHdie Deutsche Allgemeine Zeitung von zuständiger Stelle erfährt, wird der Reichsverkehrs- Minister durch einen Erlaß die Beamten­vertretung bei den Reichs eisen bahnen

Um 107? Uhr eröffnete Landlagsabgeordneter Maurermeister Sam es die

_ jet bebro tf begrüßte die zahlreich erschienenen auswärtigen und Darmstädter delegierten und wies auf die Bedeutung der dies­jährigen Landesparttitagung hin. Im ylcmer. der Gäste erwiderte Frl. Pöppetling- Alzey uitb

Mann gegenüber der Vorwoche bedeutet. Außerdem arbeiten 129 000 Mann in verkürz­ter Arbeitszeit. In den genannten Zahlen sind die streikenden Bergarbeiter nicht einbegriffen?

An allen Tagungen nahmen Finanzminister Henrich imb die Landtagsabgeordneten teil.

Nachmittags fand dann der Provinzial­parteitag für Starkenburg statt, der wiederum sehr stark besucht war.

Beschluß tm Interesse des parlameMorischen 2*i stems und um den Beamten das Vertrauen -am

rückung der Sekretäre von (He wegzu fallen bat, twb des St

waren wir als Reich ttagsabgoordnete stolz ange- sichts der großen Tat adt, um die er ging. Jeder war aus sich selbst gestellt, es gab leinen Fiakttons* zwang, Unb wir wollen uns den Stolz aus Dtc große und ehrliche Tat nicht tauben lassen durch bei» Geschrei, das jetzt schon im Lande üneder ertönt

dem fvan^Mchen Mrnr^er Lauchenr rt dreier Angelegenheit ge abte persönlibe Beprochurg E. tourbe mitgeteilt, daß Loucke.r aus 'das in rer deu scheu Repa a i n5rot? e thaltene Angebot der deu.schen Regie ung a.if Lieferung ro' 2 3 000 Provisors scheu Häusern rmowei einging, als er sich bereit erklärte, über die Ll eru-ig vor. 25 000 Tauei'häusern z i ^-handeln, und zugleül- habe er sich die sofortige E t'enbu..g txni Sachmr- ftänbigen erbe en. Die Sachverständigen wurden bereits in den nächsten Tagen nach Bärig abrct'en. Aei'eichin wurde m:t;e.ri.t, daß Loucheur grün - sStzlich- mit der Z n w e r s u n g r n e s A b s ch n i les in den zerstörten Ge'.itten an Deutschland sich einverstanden erklärte, worin Deutschland rt erharberlickren Hoch- und Tikf'bauten und Auf'sorüungsarbeiten a ssüh.en lonne Das Mederaufbauministerrim tret sofort mu dem Reichswirtscha'IZrat wegen der Benennung von Sachverständigen in Derbmbung. deren Ausgabe es sein wird, die B 'ichdigung des von franzö­sischer Seite noch näher zu Zeichnenden (vcbiN-* teile vorzunehmen, sowie bte ersten grün du tz i den Bevhcrndlungen mit der Gegenseite zu führen.

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Tschechischer Einspruch gegen den Anschlußgedanken in Oesterreich. Prag, 21. Mai. (WB.) Tas tschecho slvwalische Preßbureau Meldet: Das Ministerium des Auswärtigen hat bei der hiesigen österreichischen Gesandtschaft in An­gelegenheit drs Plebiszits, das in Oester­reich stattfinden soll, einen Schritt unternommen, m em cS an die Gesandtschaft die Anfrage rich­tete, was der Gesandtschaft von der Bolksabstim> rnaing brfrsmt ist, und welchm Stcmdprmlt bic österreichisch? Regierung m derselben einnimmt. Ter Vertreter der österreichisch e Regierung teilte mit, daß die Regierung der österreichischen Rcvu- blik die Aktion als Privatunternehmcn betrachte, woran die österveichischen Behörden in keiner Weise beteiligt sind.

Die Arbeitslosen in England.

London, 21. Mai. (Havas.) Nach der

neraldirektionen werden Bezirksbeamtenräte gebildet, beim Reichsverkehrsmimsterium ein Hauptbeamtenrat, bei jeder Dienststelle, die mindestens 20 Beamte beschäftigt, ein ort® icher Beamtenrat. Die Beamtenräte haben das Recht, bei der Regelung der Dienstver­hältnisse mitzuwirken. Die weiteren Wünsche der Beamten sollen in dem neuen Beamten­rätegesetz Berücksichtigung finden.

Reichstagsabg. Tuch t.

Leipzig, 21. Mai. (WTB.) Der Leip­ziger Reichstagsabgeordnete Wilhelm Tuch lT. Vpt.) ist in Bad Mergentheim gestern plötzlich an einer Herzlähmung gestorben. Als Nachfolger im Reichstag kommt, da Frau Voigtländer das Mandat abgelehnt hat, Land­gerichtsdirektor Dr. Wunderlich in Be­tracht.

Die Lage in Sderschlesien.

Berlin, 21. Mai (Wolff) Die Lage in Oberschlesien bildet dauernd den Ge­genstand der Beratungen der Reichs­regierung ; insbesondere in der heutigen Beratung über diese Angelegenheit in der Reichskanzlei. Die Bildung von Freiwil­ligenkorps wird nicht geduldet. Wenn Ansammlungen trotzdem auftreten, wird da­für gesorgt, daß hierdurch keine Gefahr entsteht.

Entgegen den Meldungen, die besagen, daß sich in dem Lager Sielow bei Kottbus polnische Geiseln befinden, wird von zu­ständiger Stelle mitgeteilt, daß von Geiseln nicht die Rede sein kann. Es handelt sich um Personen, die mit der Waffe in der Hand von der Apo ober dem deutschen Selbst­schutz im Aufruhrgebiet festgenommen wurden, dort wegen der unsicheren Derhältniffe aber nicht untergebracht werden konnten und des­halb nach dem Lager abtransportiert wurden. Eine Feststellung der deutschen Parteien und Gewerkschaften.

Kattowitz, 21. Mai. (WTB.) Die deutschen Parteien unb Gewerkschaften Ober­schlesiens schickten an die interalliierte Re- aierungsplebiszitkommission, an die Generäle Se Rond und de Marins folqenbcd Tele­gramm zu Händen des Obersten Parcival: Die Oberschlesische Grenzzeitnng, die mit ihrer Sonderausgabe oom 1. Mai das Signal zum polnischen Aufruhr gegeben hat, bringt jeden Tag aufhetzende, wahrheitfälschende Artikel, Berichte und Bekanntmachungen der Behörden von den .Aufständischen, ohne daß die Zensur die Zeitung ver­bietet oder sonstwie gegen sie einschreitet. Zu gleicher Zeit weisen die deutschen Zeitungen große 3 e n f u r I ü cf c n auf und werden oei*otcn. Wir wollen der inteiaUiieiten Kommission glauben, daß sie infolge ihrer Haltung im Aufftandsgebiet nicht.foerr der Lage sein kann, fordern aber von ihr, daß sie in den Städten, worin sie der deutsch- gesinnten Bevölkerung gegenüber sehr wohl bie Regierungsgewalt auszunben weiß,vollste Unparteilichkeit beobachte. Die bisher geübte Handhabung der Zensur muß auch den letzten Rest des Vertrauens zu der inter­alliierten Kommission töten, der noch jetzt etwa in der deutschgesinnten Bevölkerung vorhanden fein könnte.

Ei» Vertreter HardingS in Deutschland.

Varis, 21. Mai. (Wolff.) DieChi­cago Tribüne meldet aus Washington, Prä- ttdem v ar ding habe gestern Alanson B. $ 1 °Ji j V1 eicr Sondermission

nadj D e utschland gesandt in der Absicht ihn spater zum Botschafter zu enlfenden.' Houghton ist, wie das Blatt sagt, seinerzeit in Deutschland erzogen worden.

mokrati scher Handwerker und Ge­werbetreibenden xu gründen. In den provi­sorischen Vorstand wurden Landtaasabg ordneter und Stadtverordneter Maurermeister Sarnes, Bildhauer Klein, Photograph st ü b e l e r, Schnei­dermeister Fröhlich-Gr.Zimmern und Zu- schneidelelehrer Scheidt gewählt. Der Vorstand soll zugleich als ständiger Beirat der Landtags- fraktion in gewerblichen Fragen fungieren.

Unter dem Vorsitz des Pfarrers Weidner versammelten sich die demokratischen Land- wirte, um einen Vortrag des Reichstagsabgeorb- neten Landwirt Trieschmann eMgegenzuneb- men. Hier wurden namentlich Sicdlungsftagen und die Stellung zur Zwangswirtschaft erörtert. Ter Redner sprach sich für energisches Vorgehen aus. Die Siedluno wie aum die restlose Ab­schaffung der Zwangswirtschaft sei eine Lebens­frage für das deutsche Volk. An der Tiskus- sion nahm eine ganze Reihe von Landwirten teil. Eine im Sinne des Referenten gehaltene Revlurion soll dein Landesparteitag unterbreitet werden.

tat Noack von der Zentralstelle der Gewerbe herzlich willkommen. Obermeister Kniest be­sprach zunächst die allgemeine Haftung der demo­kratischen Partei den HandweekerorgLnsalionen gegenüber. Er geißelte die Haltung benötigen Handwerker, dir aus Gescbäftsrücksichtm nicht oan nöligen Mut aufbrächten zu den Parteien Stel­lung zu nehmen. Alte Zeil und Zunft könnten nichts mehr Helsen. Die Geltung des Handwerks werde am besten durch die Leistung sicher gestellt. Dazu sei die Hebung deS gewerblichen Nachwuchses nölig. Vor allen Dingen sei aber die Organisation nölig, die ihren Mitglcedern u. a. Aufklärung über die zu ihrem Besten erla'senen Gesetze vermitteln sollen. Ausiührlich beschäftigte sich der Redner dann mit der Kommunalisierung und Sozialisieruno des Handwerks, die er unbedingt verwarf. Nach der Aussprache wurde beschlossen, sosort einen Landesverband be­

ging oabei namentlich auf die Betätigung der Frau, in der Politik hm. In launiger Rede brachte schließlich Finanzininister Henrich ein Hoch auf bie Frauen aus. Dann folgte eine Rellse von künst­lerischen Darbietungen.

Am Samstag früh 9 Uhr begannen im ,Miser-Saal" die

So nder tagungen der Frauen, der Beamten, dec Handwerker und der Landwirte, die sehr gut aus allen Tellen des Landes besucht waren.

Die Frauentagung eröffnete die Vor­sitzende der Darmstädter Frauengruppe Frl. Ro- h a u s Mit Begrüßungswarten. Dann sprach Frl. Uth-Berlin, die G-esckzäftSsühri-rin des Reichs* frauenaussclmsses der Temoftatischen Partei über Organisationsfragen. Sehr ringChmb unb voll liebevollen Verständnisses für die Nöte unb Sor­gen der herailwach'enden Jugend war das ^Referat pon Frau Naegeli - Maücz überErziehungs­fragen", an daS sich eine sehr lebhafte Diskussion schloß Zn dem Referat Kleinrentner unb Mittel st and brackste Landtagsabgcvrdnete und Stadtverordnete Frau Balser viel des Neuen und Interessanten. Auch an bieen Vortrag schloß sich eine kurze Ansprache.

Am Naclimittag f an bat zuerst Beratungen über Vor bereitun gen zur künftigen Land^ tagswahl statt unb baran anschließend hielt Frl. Keller, die Referentin im Ministerium, einen Vortrag über Wohlfahrtspflege unb soziale Gesetzgebung. Nachdem noch zu diesem Thema unb anderen die Besucherinnen in­teressierenden Fragen Stellung genommen war, schloß die Vorsitzende diese interessant verlaufene Tagung.

werbetreibenden imb hieß bic Herren Reichstagsabg. Obermeister Kniest unb Ge ei n-

t c t ( n n g beiettigt unb durch folgende Ein­richtung eretzt w.rd: 1 Deutschland ui in Zeur- runpdbexirre evrzutellm, 2 Hessen in als gescdlvsi seneS Wirtschaftögebicf <einer Deuerungsstatimk entimcfrnb zu behandeln. 3. die Zahl der Orts klafsen innerhalb dieses Dmermigsbezirka ist auf drei unb zwar auf Die höhere A bis C berflbwx- fetzen. Weiter wurde btfdioi"ven. daß der von Idem Reichstag aus Antrag Schiffer u Gen

gefaßte B?f^ luß. wonach die durch t-n Haushalts w'an vorgesehene Ergänzungso-üftrng für btt Lo

einheitlich regeln und zwar mit möglichster | demokratischen Staat %u erhalten, zur Ausführung Borticksichtiaiina der m dem neuen Beamten- gebracht werd.

Die imFürstenfaal" tagende Versamm­lung des Reichs Vereins demokrati­scher Beamten, Lehrer, Angestellten und Arbeiter war tebr stark besucht. Nach einem Referat dos Lehrers Ziegler- Tarmstadt und einer Aussprache, an der sich) Zahlreiche Redner von auswärts beteiligten, wurde die Gründung eines Landesverbandes Hessen der Reichsvereinigung beschlossen. In den Vorstand bic es Verbandes Werden Steuerinspeftor Knau p, Oberlandescerich!sobersckrc 1 rir K o ch i Sckietär Weber und Frl. Dreß Tarmstadt' und die Vorsitzenden der einzelnen Ortsgruppen brr dem Landesverband angcsch^ossencn Reich ver- eine gewählt. General-Sekretär Tahl-Brlin erstattete dann ein sehr umfangreiches Referat über Zweck und Ziele des demokrati ­schen Reichsarbeitnehmer Aussä»äs­se S. Nach einer anregenden Diskussion wurde der Anschluß des neu geg r ü n beten Lan­bk 5bcrbanbcs an den Reichs-Arbeitnehmer- Ansiclniß beschlossen. Auf Antrag der Ortsgruppe Darmstadt unb nach Ausführungen des Landge- richtsrLats Müller wurde eine der demokiaftscym Nelckslagsfräktion zu überreichende Entschlietzung gefaßt, in der gefordert wird, daß das der Br amtenfeftaft seit nahezu zwei Jahren versprochene Rcicbsgc etz über Beamtenvertreiungen endlich von l>er Rcichsregierung zur Erltdig-.mg gebracht wirb, und in dem owohl )aS Mitbeil 'mmungöreciu al auch deisen Sicherung durch paritättsche Schlich tungsausichusse verlangt wird. Von der befiii"dx:i Regierung soll bis -vur Erledigung des Beam tenr ä tegesetzeS die vorläufige Regelcmg der,_________ .-------------U1WJV.

Beamtenvertretimg gefordert werden. Parteileitung Manche draußen, bie heute schon tapfer schimpien, unb Mncastaasftaktlon sollen ersucht werden, bei j haben in Berlin gefcxn, um Gottes Willen nur der ReicnSregu-rung mit ^len Mitteln dahin zu! Ja zu lagen. Herr Tr. Sttefemarrn hat die Welt wirken, dast bic veraltete OrtsNassenein-i zunächst m ben Glaul-en gelassen, datz er auch .«.k ?a jagen nxtrbe. Tann har ers nicht getan. Ick

l abe. Das Verhalten des besetzten Rheinlandes ist Den Fimnzosen ha.tn wir mu dem Ja sicher bt nxniger gvoßc J^ccube bereitet Wu ftiW über­zeugt, batz bie Schäden des Neinsagens größer ge­wesen wären linier^ Ja wir nn testen Zinne nationale "l>olitik. Dann oert btgt der Redner die Haltung der «rxrttnmg in der Lberschte iscken Frage. Rheinland entc utbe es heute schm als B - * lcidtgmtg. roenn gefragt werde, ob der Scharlatnt und Hochstapler U Dorten Aussicht auf 'ikrfolg habe Tas Verhalten des besetzten Rbrütland ist de- !? te ur na tonale LedeuSsädi--

fr : des baitxrr.t V stke^ Zch komme heute ttec» - von den Kmvv che.t Der.e t. Was dort geä ­hrte: unb geleistet wird, ist bewundernSwerl. Tas peiTnittelt aud- den Glau en an bie soziale Wieder- errufamg des deutschen Volles Wir können Host- nun-j haben, die ersten Jahre bic Forderungen des

tccung zur Durckfü

Zeinofratiicfr Partei soll nxitei

regierung verlangen, daß b.e'cr gegen bie Stimme

der Teutschen Vvlkspartei im Reickstaa gei'iu

D-e öffentliche Versammlung

am Samstag abend fand in der Turnhalle am Woogsplatz statt, bic fick als nicht unerheblich zu groß erwies. Prof. Heybebrock begrüßte die Versammlung unb rechtfertigte die Unter­zeichnung des Ultimatums durch die demokratifch^ Partei. Erste Rednerin war Mitglied des Reichs­wirtschaftsrates

Frau Kromer-Mannheim.

Sie führte etwa aus: Die Ausführung des Mti- matums ist nur möglich, wenn sich jeder Deutsche der Größe der wirtschaftlichen Aufgabe bewußt ist Heute helfen nicht mehr schöne Reden, heute muffen Taten folgen. Es ist zwecklos, heute darüber zu streiten, ob das Abkommen mit Recht ober Unrecht unter schrieben wurde, man muß sich der vollendeten Tatsache abfmden. Unternehmer unb Arbeiter, Stadt und Land müssen zuiammen- strhen, um die ungeheure Aufgabe zu lösen, aus dem deutschen Wirtsckraftsleben ^econs-.uholen, was eben he rauszuholen ist, Tas Wtrtschaftsparlament, das der Reichswirtschaftsrat darstellen soll in Ausftckrung einer schon von Bismarck ge­faßten Id«, sott bas einigenbe 9Jlomcnt hüben. Landwirtschaft unb Industrie, Arbeitnehmer mtb Arbeitgeber sind darin gleich vertreten unb ebenso bie Efttuppc der Verbraucher, unter denen mich zwei Hausfrauen als solche berufen sind. Wenn der stteichswirtschaftsrat etwas leisten sott, muß er m das parlam-entarische System cingeorbnct werden. Ter Reichstag muß ihn anerkennen als eine Dt> ganifatioTt, die bic großen Fragen für das Parla­ment vorbereitet. In oiden Dingen hat der R. W. R. schon positive Arbeit geleistet. Dianches ist sabotiert worden. Wirtschafttiche Fragen dür­fen nicht vom Parteistandpunkt mis geregelt wer­den. Im weiteren wendec sich bie Rednerin scharf gegen den von gewissen Kreisen getriebenen Lupus und vor allem gegen den Bezug entbehrlicher Waren aus dem AuslMide. (Beifall.) Sie er- innerte daran, daß in einem Jahr für über vier Millionen französisch: unb belgische Haarnetze und kürzlich mehrere Waggons fratrzösischer Cognac eingeführt wurden. Mau sollte Propaganda von Mund zu Mund treiben. In der Bekämpfung der Auslandsware lr gr cin estl/ellichcS Stück produktive Erwerbslosensürsorge. Aus die Jugend lollte man eimviriten. Die Jugend muß bav Geld wieder achten lernen. Wir müssen uns selber Helsen, das Warten auf den starken Tlann ist zweck­los. (Beifall.)

Senator Petersen spraclz bann über bas ThemaGegenwart unb 3 u tun f t Den t schlanbs". (lieber die scn Vortrag, den Herr Peterien heute a.ctib auch in Gießen hallen wird, werben wir im An- l'Äuß an bie Gießener Versammlung morgen aus­führlich berichten. D. Red.)

Pfarrer Korell

sprach bas Schllitzwort: In dm schweren Tagen, in benen es um die Lebensfrage des Volkes ging,

Ultimatums zu tragen. Wenns später nicht mög­lich sem sollte, hajen Wir den garen Stilen ge* zeigt. 4,ic Welt witd uns bann anders beurteilen. Dm Glaudm an das Volk dürfen rutr nicht aus* geben trotz des ParteHaders, der sich nneber breit macht. (Beifall).

Nach Da:ikeswo rten an die Redner schl-otz bei Vorsitzende bie Seiiammlung.

Au- un- Land.

Gießen, bet 23. Mar 1921.

Zu dem Brande in der Reuen Ha ferne ist im Anschluß an unteren Bericht m der Sams. tag-Nummer noch nachzmragm, taR das Feuer gegen V>10 Uhr vormittags fcfon so ziemlich abga- löschr war, ,o baß der größte Teil der Feuer- wehrmannschaften gegen 10 Uhr ent jx ien werden toimie. Ter JRefl wurde mit Aufräumunasarbeitm beschäftigt. Tas Feuer wurde. Idü nicht anders 5U erwarten war, auf fernen Herd beschränkt. Von den im Dachgeschoß äu ge rtatxl.cn Vorräten nur allerdmAs jo gut wie nid,ti zu retten. Außerdem ut das a^uh selbst beschädigt Erschwert warben die xoscharbei.'en durch die Ävnstru.t.on des Daches. d,as Ho.zzementdach hielt das Feuer im Innen- raum zu>ammm, so daß es sich dort mit ganjet k wäh.md anderseits auch

dem ^.ozchwasier der Zugang erschwert wurde. Erst verhallnismäßig spät schat te sich bad Feuer aus ocr einen Seite Luft, Was dann auch das Ab- öschen erleichterte. Auch die schmalm Seiten­luken warm einer schnellen Bekärnpung sehr btn- derlich.

Schutz den Hautzschwalbea.

Noch nie ist eine derart erschreckende Abnahme unserer Hausschwalben sestgestellt worben, ^IC_, m bie em Frühjahr. Kaum noch der zehnte Teil der früheren Schwalben ist *urü-fgefefrrt Biele Saite verwech ein bie Hnusichnralbe mit derR a u ch- schwalbe. Tie Hausschsvalbe ist leicht kcnnllich an dem weißm Bürzel, ter der Rauchscvvalbe fehlt, wLhrmd riefe an dem ,'pitzm sehr verlangenm, gabelartigem Schwanzfedenorlsatz zu erienne.i ist. xa£ Feh en der Schwalben bringt eine Ueberhand- nähme der schäclichn Insekten mit sich.

Es wird darüber Klage geführt, daß die Schwalben in vielen Gegenden unsere- Landes trotz der günfligeu Lebensbcdingungen aus Mangel an Brutstätten oerfebwunben sind ober gb- Wanbcm. Nicht *mtit Unrecht wirb bie Schuld hieran den modernen Backstein und Betonbauten zuge- schrieben, da diesen bic schützenden Tachüb rstündc fthlen, die von dm Schwalben mit Vorliebe als Nistplay auserwählt werden. Es Wird anger gt, den Nestbau dadurch vorzubereitm, daß an gceijneten Gebäuden das Dach vorgezcacn wirb, und daß einige Zentimeter unter dem Lachvorsprung stäche Vertiefungen ausaefparrt werden, terner muffen bei Reparaturen die vorhandenen Brutstättm ge­schont werben. Auch wird empfohlen, ben Schwalbm den Nestbau badurch zu erleichtern, indem feuchte, lehmige Erde in der Zeit des Nestbaues bereit* gestellt wird.

** Tie Kommunisten veranstalt et m am Lramstag abend im GewerkschaftsHause eine Ver­sammlung, bi der an Stelle von Dr. Meyer, Benin eat LVrr Wag ner aus Esstu über die Annahme des Ultimatums und die Jolgerungm für bie Arbriterschaft sprach. Die Forderungen der Entmle sowie auch bie Annahme durch bie deutsche Regierung seien nach ihm nur von kapi­talistischem Interesse diktiert. Bewnders die 2ln- nabine>e ber Regierung nun Geleaenheit, der Arbeiterschaft ben yauptanteil an Saften unb Truck aufzuerlegen. Die Arbeiterschaft müsse, ehe zu 'Dät sei, nach Ärivjet-Rußland, Bvrbllb dm Kapitalismus und die alte Ordnung zum Teufel sagen. Angesichts ber durch die Erftlttung ber Ententeforberungm brohmbei, Verelendung der Arbeiterschaft nef Wagner bie Arbei'erschaft auf -ur Bereitschaft, auf ben Waffenruf bin ben Kampf mit dem Kapitalismus zu eröffnen

Vornotizcu.

Tages kalender für Montag: ötabtibeater, 61/, Uhr,Cosi fan bitte", Gast- foiel des hesssichen Landestheaters. Hörsaal des Botanischen Instituts, 8 Uhr, Vortrag über Far- dcn, und Farbenwechsel im Pflanzmreich. Felsmketter, 8 Uhr, öffentlich Bersammluna der Wohnungsuchendm und Wohnungslosen. Öotet Einhorn, 8 Uhr, Tegemseer Sauend Egtkioiisches Vereinshaus, 8V* Uhr, vstmtliche, Beriammlung ber TmEotisörn Par- ^La Lichtspielbaiis, wie gestern. Lichtspiele, ^elkersweg,George Bully" undPumps und Co."

Bund zur Pflege von Musikund r 11 f r a 1??/ ®le nnr am Freitag bericktm kmntm, gibt der Bund im Lause der näckstm «eit 3 Sunitabaibe, deren Reinertrag der Gc- d achln isspenbe ber Unioeri ität zu* niesen o(l. Zer erile Wend - Kammer- mufif*2lbenb bcs Stuttgarter äam- 1 wirb. Wie man uns mit teilt,

*MT, jungen, aber erfolgreichen Künstlergruppc bekannt matten, bie sich jur Aus* O^de gesetzt hat, das stark vernack^ässigte Streich- L« wieder eingehender zu pstegen. Ter jwerte Äbenb em deutscher Abcnb betitelt fcyfl zunr unserem bmtschen Wesen, uni er er deutschen »cusik unb unserer beurieten Literatur gewibmet xen gcsanglickLn Teil hat die bekannte ^pern* unb Konzertsängerin El'c Landshoft aus Beklinubernommm, bie Lieder von Weber. Schi* ^'Brahms und Strauß singen wird. Für Den rrMtatoni dxn Teil ist der Bort ra gs meist er D. aiafiernunin aus Karlsruhe gemomm worben, der au£ ben Serien von Goethe, Schiller, Tehmcls, ^ttiencoon usw. zum Vortrag bringen rrttb. Ter 3. 2Ibenb aus der Reihe ter Vercmftaltungen witi> mr innere Gieftmer Kunsdrmndc ton höchstem Intmciie lern, indem cs dem Bunde im Zulammen- IxuB Mit anberat Vcrcirsigungen gelungen ist. die weltberühmten Festspiele fxer Haas-Ber* n?JrL- V-< Z^ua zu einem mehrtägigm ^ailfpiel im hie uen ^tabtti/ea,er zu verpflichten. l.er erste Tag der Festft>i^c fällt i r den Rahmen bet drei Rubfiätipen Kunsdabende bc5 Bun­des mit dem ^>p.cu»lan: Theoppilus 'nicderdeut- ickes -schampicl aus dem 1.4. Iahrhunderr^ und Totentanz Bilderszmen nach ben Truck aus dem lo. Iahrh. Zu ben 3 Kmrstcllenben wird j-i er* m-ä^,cn Preisen ein A'v nemmt herausgegebm *31» Mittwoch erfolgt der Verkam von Einzelplätzm.

Kurze Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. Als der Land» wirt Gaorg Selten I. zu Langd in ber SLaune ^rrob hetobwerfm wollte, stürzte er selbst so unglücklich aus einer Höhe von etwa 7 Meter Dom Gerüst auf die Tenne, baß er sofort tot war.