Ausgabe 
22.12.1921
 
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Dom Zent rum sagte er. daß es die ehr­würdigen Traditionen Hermann von Malling- krodts und Windthorsts verlassen habe.

bedrohliche Haltung gegen me Offiziere an- «ahmen Die Offnere konnten Irch aber in Sicherheit bringen Italienische Deiayungstrup- Ven räumten befehlsgemah den 2t ins

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3.1 K II

Die Regelung deS Dörfenderkehrs.

Berlin, 21. Dez. (WTB.) Der finanz- rolitische Ausschuß des Reichswirt - chaftSrateS beschäftigte sich in seiner gestrigen und heutigen Sitzung u. a. mit der Frage der Regelung deS Börsenver- k e h r S. Sachverständige waren über die Maßnahmen des Berliner Börsenvorstandeö hinsichtlich der Kleinaufträge gehört worden, welche u. a. der Ansicht Ausdruck gaben, daß die tägliche Abhaltung von Börsenversamm­lungen der Aufgabe und dem.Wesen der deut­schen Zentralbörsen entspreche. Gegen die Be-^ schränkungen der amtlichen Umsätze in Klein- aufträgen beständen keine Bedenken, sofern auch Kleinaufträge in vollem Umfange bei der Kursfestsetzung berücksichtigt würden. Beson--, derS erscheine es notwendig, für die Klein-, aufträge die Möglichkeit der Limitierung zu erhalten.

Aus dem bayerischen Landtag.

des Grafen Lerchenfeld.

3n einer öffentlichen Versammlung Bayerischen Volkspartei in Kempten letzten Sonntag Gras Lerchenfeld eine____

gehalten. Dem Bericht darüber in der ..Daye- rischen StaatSzeitung entnehmen wir folgende Ausführungen des Ministerpräsidenten:

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Entschließung angenommen, die die Aus Zahlung von 1OOO Mark noch Weihnachteen als Vorschuß auf pätere Lohnerhöhung fordert.

Zur letzten Ruhestätte gebraut

Dr. med. Karl Rich-

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Der Ministerpräsident schloß mit dem Hin­weis auf das Opferprinzip und das Liebeprinzip als Grundlagen des Christentums.3n unserer Zeit ist es besonders notwendig, die Menschen

nadas vollbracht haben. Stephen begann, von armen Eltern geboren, seine Laufbahn als Hir- tenfungc, wurde dann Tkrfäufcr in einem Tuch­geschäft in der nahe seinem Heimatsort gelegenen Stadt Werbin und ging mit 20 Zähren nach Kanada, wo er in ein kleines Geschäft seines OnkelS eintrat. Er erwarb sich hier etwas Ver­mögen. widmete sich nun dem Dankfach und hatte es bereits mit 43 Zähren zum Direktor der 'Baut von Montreal gebracht. 2lun begann der größte und entscheidende Kampf seines Leben», indem er einen großzügigen Plan für ein ganz Kanada durchquerendes Sisenbahnsystem ausarbeitete. Zu- lammen mit seinem 2kttcr. dem späteren Lord Strathoona. erbot er sich. daS riesige Unter­nehmen durchzuführen und wurde so zum eigent­lichen Schöpfer von Canadien Pacific Railway Rach Vollendung dieser Kulturtot im Zähre 1891 wurde er vom englischen König zum Lord ge­macht. Eine Statue von ihm stehl auf dem Haupt­bahnhof der Eanadian Pacific Railway zu Mon­treal.

Hessische Biographien, herausge- geben in Verbindung mit Karl Esselborn und Georg Lehnert von Hermann Haupt Darm­stadt, Hessischer Staatsverlag 1921 (Preis 7,50, im Abonnement 6 Mk). -- In dem soeben zur Ausgabe gelangten 6 Heft« der Hessischem Bio- graphicn ist Oberheslen aanz be-onders stark vertreten. Dringt eS dvch Lebensläuse von sieben UniversitätSvrvscisrren und -dezenten nämlich des Anatomen Ernst Hvfsmatn'.. freier Professor in Basel, des Chemiker Remigius Frelenius Mfcn Laboratorium zu Wie.-b'den bekannt ich Weltruf erlangt bat, deS Philologen Lilbberl. des Zu-

gehandelt zu haben glaubten. Mit Unrecht beruft sich die Verteidigung auf die Rotwehr gegenüber den damaligen angeblich ungesetzlichen Zuständen.

" Unter keinen Umständen ist ein Staatsbürger be­fugt. gewaltsam gegen solche seiner Meinung nach ungesetzlichen Zustände vorzugehen. Es gibt an­dere, und zwar gesetzliche Mittel, um sich da­gegen zu wehren. Alle drei Angeklagten mußten cinsehen. daß es sich um ein hochverräterisches Unternehmen gehandelt hat. Indem sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen zur Verfügung stell­ten. haben sie sich nicht nur äußerlich an dem Unternehmen beteiligt, sondern auch fortgangs- sördernd beteiligt. Für ihre Mittäter­schaft fehlen ausreichende Anhaltspunkte. Deshalb muß es bei der Feststellung sein Be­wenden haben, daß sie den beiden Führern durch ........ ^lll|WWl

^at und Tat wissentlich Beihilfe leisteten. Der I an den Opfergeist zu erinnern. Opfer auf allen Einwand daß am Morgen des 13. März das hoch- Gebieten tun sich heute auf. Jetzt heißt das Opfer verräterische' Unternehmen schon beendet gewesen | Arbeit und Steuerzahlen."

Feuilleton.

Zoologische (Bärten im deutschen Osten.

UnS wird geschrieben-

Die ßage des Zoologischen Gartens in P o - s e n hat sich, wie berichtet wird, so ungünstig ge­staltet. daß mit der Schließung dieses von deut­scher Intelligenz geschaffenen Unternehmen- ge­rechnet werden muh. Finanziert wird er vom ..Verein Zoologischer Garten ", der gegen 45 Zahre besteht und den Garten in jeder Hinsicht auf einen guten Stand gebracht hat, bis der Uebergang in polnische Hand diese Entwicklung beendet bat. Dem Posener Zoo ist auch ein Aquarium ange­gliedert In der Erinnerung dürfte noch die diesem Zoo abspielte, al» ein brauner Bär aus SchreckenSHene sein, die sich im Januar 1918 in seinem Zwinger herauSgeklettert war und die Kas­siererin des Gartens schwer verletzte.

Auf- tiefste bedauerlich ist eS. daß die einzige Halbmillionenstadt des deutschen Osten- Bres­lau. seinen Zoologischen Garten nicht zu halten vermochte. Dieser Zoo. der am 19. Zuli 1865 eröffnet wurde und einer Aktiengesellschaft ge­hörte. schloß am 1. April dieses Zaires seine Pforten, um in eine Vergnügungsstätte umqc- wandelt zu werden Daß c8 der schlesischen Haupt- stadt nicht gelungen ist. ihn zu erhalten, hat in ganz Schlesien berechtigten Unmut erregt, um so mehr, al- erheblich kleinere Städte ihre Zoo­logischen Gärten durchhalten und es darauf an­kam. mit diesem Zoo ein Stück deutscher Kultur­errungenschaft in der Ostmark zu wahren Rach» dem der gesamte Breslauer Tierbestand abtrans-

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Stei erX'e Q>runölah ver vaverrschen Polll't ist die Erhaltung des Reiches, ein Grundsatz, der über allen staatlichen Gesichtspunkten gr- bieterisch herrschen muß. Schon der Gedanke daran, mit wieviel Opfern an Gut und Blut unsere Dorsahren, die Reichseinheit erringen muß­ten. erfüllt-uns mit der Pflicht, die Reichseinheit hochzuhalten. Dieses Bekenntnis schließt aber jenen gesunden Partikularismus nicht aus, der in dem Wesen und der Art der deut­schen Einzelländer begründet ist. Hier liegt es besonders an Bayern, seine alten Rechte zu wah­ren, soweit diese durch bi? Länderart und Tra­dition des bayerischen Volkes verbürgt sind. Un­ter allen Umständen müssen die Machenschaften eines Dorten und S m e e t s auf die Errichtung eines rheinländischen Pufserslaales unmöglich ge­macht werden. Für einen Staat von Entente- gnaden bedankt sich jeder anständige und ehr- liebende Deutsche.

Mit der heute maßgebenden Weimarer Verfassung hat man in manchen Punkten Erfahrungen gemacht, die eine Revidierung und einen Ausbau derselben auf gesetzlichem Wege dringend notwendig machen. Diese Revidierung muß vom Standpunkte Bayerns besonders dort erfolgen, wo das Versassungswerk von Weimar zu augenscheinlich und einseitig vom Gesichts­punkte des Unitarismus beherrscht ist. Zuge­geben. daß em Einheitsstaat wie Deutschland in gewissen Angelegenheiten der auswärtigen Politik, der Landesverteidigung, der Wirtschaftsgeseh- gebung. der Zollfestsehung usw. von einheitlichen Gesichtspunkten geleitet fein muß. so heißt das noch lange nicht, daß aus den durch ihre Län­derart zu einer gewissen Selbständig­keit berufenen Ländern Deutschlands Provinzen des Reiches gemacht werden müssen. Besonders nachteilig hat sich die Unifizierung im deutschen Finanzwesen erwiesen, ein Vorgehen, das nicht nur etatsmäßig zu einer Mißwirtschaft im Reiche führte, sondern insbesondere durch die immer weitergehenden Uebergriffe auf das Fi­nanzgebaren d?r Länder, Selbstverwaltungskörper und Gemeinden in einen katastrophalen Ruin getrieben hat.

elften Stickel, des Arztes und Fvrschungsrei^^^^ Ernst Diesfenbach, dessen Jteifen Reuleelanb. da» noch alS ziemlich unentdeckt gelten konnte, der europäischen Kultur erschlossen, de- Staat-recht» lers Thvrbecke. nachmals führender holländisch« Staatsmann und Minister, und des Me- diziners Heger mit 23 Zähren schon ordentlicher Professor, noch nicht 25jährig al* Opfer seines Berus» dahingerafft. Dann sind zu nennen der unermüdliche Turner und Mit­begründer der Gießener Feuerwehr, Rübfamen. der auch am Gießener Gymnasium tätige Philo» log E. Schneider. Wilh Beneke. Arzt in Dau- " beim und Universität-Professor in Marburg, dessen Untersuchungen über den Einfluß kohlen- , s^rer Solbäder auf Herzkranke den Weltruf Bad-Rau Heims als Herr b^rd begründeten, bei Budinger Pfarrer und Baumeister Schmidt, der 'n Obererlenbach geborene katholische Pfarrer Weber und die beiden au» Riedergemünden stam­menden Brüder Friedrich und Georg Münch, beche al» amerikanische Politiker befannt Rder auch au» den beiden anderen Provinzen finden wir Hamen ton gutem Klang, so den Pkilantrvpen iSmil Hoffmann, ten Philologen Rodnagel, beide au» Darmstadt, die beiden Mainzer Grvßkausleute Rah'er und Humann. her Michelstädter Rabbiner Wormser, den Organi­sator der hessischen Artillerie, Hahn. un> den Wolfslehlener Pfarrer Luck, durch »eine Beziehun­gen zu Friedrich Hebbel äuch weiteren Kreisen nicht unbekannt. So bietet auch da» neue Heft Anregung und Belehrung in Hülle und FullL Hoffentlich findet e» den Weg zu recht viese- hessischen Familien»

t c r. Infolge einer Grippekranken selbst einige Tage ärztlich cntzündung raffte ihn tag dahin. Als Sohn des Pfarrers Ferdinand f R. in Alt-Wildungen am 14. September 187n geboren, besuchte Dr. Richter' das Main- zer Gymnasium und seit 1895 die Universität Dießen, wo er beim Korps Hassia aktiv war studierte weiter in Göttingen und war bann längere Zeit Assistent an der Lhi rar gischen - Klinik Gießen. Im Herbst 1903 ließ er sich hier als praktischer Arzt nieder und ver- heiratete sich im April 1904 mit Gltse Geyer aus Rüsselsheim- der She sind ein Sohn und eine Tochter entsprossen. Im August 1914 als Regimentsarzt im R. 3. R 80 ausgerückt. : wurde Dr. R. auf dem Dormarsche verwun­det. erlitt später im Felde einen Unfall, in- folgedessen er in die Heimat zurückkehren mußte, und tat hier Dienst im ßa^arett Sv. Schwesternhaus. Dr. Richter ist in bet Dolkskraft seines Schaffens abberufen worden. Gr war ein vorbildlicher Arzt von reichem Wissen, geschickter Hand und von idealer Auf» sassung seines schönen Berufes. Das Ver­trauen seiner Patienten besaß er in hohem Maße, er war stet- hilfsbereit, hatte ein freundliches Wesen und die Gabe, Leidende zu trösten. Vielseitig gebildet, pflegte er rege wissenschaftliche und künstlerische Interessen. Mit warmem Her-en betätigt: er sich für bi? öffentliche Wohlfahrtspflege. Mit seiner Gat- tin und den Kindern trauern die vielen, die ihm Gesundheit verdanken, und wohl iebet, Der ihm näher getreten ist. Diese Verehrung kam bei der Trauerfeier und Bestattung zu erhebendem Ausdruck.

Es war ein Fehler der Weimarer Verfassung, daß sie die Begriffe der gesetzgebenden und voll­ziehenden Gewalt vermengt und durcheinander­geworfen hat. Beweise dafür sind die Eingriffe des Reiches in die bayerische Justiz- hoheit. Jede Regierung hqt heute auf der Hut zu sein, daß ihr wenigstens die Polizei­hoheit und die Zustizhoheit nicht angetastet wird. Einen weiteren Vorstoß des Reiches gegenDayern bedeutet die mit kleiner Stimmenmehrheit eben erzwungene Aushebung der Verordnungdes Reichspräsidenten vom 28. September 1921. Ministerpräsident Graf Lerchenfeld bezeich­nete dieses Vorgehen als das neueste Weih­nachtsgeschenk Berlins an Bayern. Wir in Bayern werden mit gesundem Menschenverstand Den politischen Standpunkt suchen und uns auch in Zukunft von Berlin in keine Lage hinein- und auö keiner Lage herausmanöverieren lassen.

München, 21. Dez. (WTB.) 3m Landtag fanden abends bei der Beratung über die Anträge der Unabhängigen «und Kommunisten auf eine Amnestie für die voll- tischen Gefangenen erregte Auseinandersetzun­gen zwischen dem früheren Zustizminister Dr. Müller und dem Unabhängigen Blumtritt statt. Dieser wurde zweimal zur Ordnung ge­rufen, tz'zuch Dr. Müller wurde gerügt. Die Anträge selbst wurden abgelehnt. Der An- I

Das Urteil im Prozeh Iagow.

Leipzig, 21. Dez. (Wolff.) 3m Zagow- prvzesse wurde heute mittag das Urteil ver­kündet: Der Angeklagte v. Zag och wird wegen Beihilfe zum Hochverrat unter Zubilligung mildernder Umstände zu fünf Jahren Festung-Haft verurteilt. Das Verfahren gegen die beiden Angeklagten Dr. Schiele und v. Wangenheim wird e i n g e fl e l l t, da fie nicht al- Führer anzusehen find. Die durch das gesetzliche Verfahren entstandenen besonderen Kosten werden der Staatslasse auferlegt. Die übrigen Kosten fallen dem Angeklagten v. Zagow zur Last.

In der Begründung des Urteils führte Präsident von Pelargius u.a. aus: Zagow sprach seine Bereitwilligkeit aus, sich an der von Kapp geplanten Reuregelung der Dinge zu be­teiligen. Als der Einzug der Döberiher Truppen ei folgte und Lüttwitz die höchste Gewalt in Händen hatte, erklärte sich Zagow Kapp gegenüber be­reit, das preußische Ministerium des Innern zu übernehmen. Eine Flut von Proklamationen wurde nach dem Einzug Kapps in die Reichskanzlei ver­faßt und zu verbreiten gesucht. Zagow war von Kapp zum preußischen Minister des Innern er­nannt worden. Wangenheim war zum preußischen Landwirtschaftsminister, Schiele als Reichswirt- fchaft-minister in Aussicht genommen. Zagow nahm eine Reihe von Amtshandlungen vor. Wan- aenheim hat keine Amtshandlnguen vorgenommen, sondern suchte den drohenden Eisenbahnerstreit ckb- zuwehren. Schiele ist nicht als Minister tätig ge­wesen. Er hat nur an den Besprechungen teil­genommen. DaS Vorgehen Kapps und des General- Lüttwilh stellt einen vollendeten Tatbestand eines hochverräterischen Unternehmens im Sinne des Paragraphen 81 Absatz 2 und . 82 Dar. Die Aenderung wurde gewaltsam

erstrebt, wie sich aus der Verwendung von Mili- l tär und aus der Besetzung der Ministerien er- gibt. Der Einwand, durch die Revolution vom 9. Rovember 1918 seien diese Bestimmungen des

Strafgesetzbuches hinfällig geworden, ist unbe­gründet, denn das Strafgesetzbuch schützt jede bestehende Einrichtung. Belanglos für die Schuld­frage ist der Umstand, daß Kapp und Lüttwitz sowie Zagow nur im Interesse des Vaterlandes

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portiert worden ist, wird es nun nicht leicht fein, diesen Zoo wieder einzurichten, wenn eines Tages der Wille dazu sich zeigen sollte. Das Ein­gehen 'dieses Zoos ist fein Ruhmesblatt für Schlesiens Hauptstadt, und hat auch in DreSlau selbst nicht allgemeine Billigung gefunden.

Die einzige Großstadt im deutsch gebliebenen Osten, die noch einen Zoologischen Garten besitzt, ist Königsberg i. Pr. Sie hat ihn bisher zu halten verstanden und wird ihn voraussicht­lich auch weiterhin durchhalten können. Von den mittleren Städten Ostdeutschlands hat sich Beu- then (0.6.) einen Tiergarten geschaffen, der die Freude des ganzen oberschlesifchen Industriege­bietes wurde und der Stadt Beuthen viele Be­sucher auS Oberschlesien zugesührt hat. Zu seinem Tierbestande gehörten neben Bären, Wölfen Ad­lern ufw. auch Wisente aus dem plefsischen Re­vieren. Leider hat dieser kleine Zoo während des Krieges schwere Einbußen erlitten, da man Vorläufern der heutigen Zoo» gehörte als größte auch hier, wie in den großen Gärten, mit Sr- nährungSfchwierigkeiten zu kämpfen batte. Zu den Anlage Dieter Art im ganzen Osten der Tier­park. den die Hochmeister des Deurfchen Ordens in Marienburg hielten, in dem sich stetS auch stattliche Eremvlare deS inzwischen längst auSgestorbenen Auerochsen befanden. Mit dem Verfall der OrdenSherrfchaft und der Marienburg ging dieser Tierzwinger leider ein. W. M.

S i n Schöpfer des neuen Kanada gestorben. Mit dem englischen Lord Mount Stephen ist eine der wichtigsten Persönlich- ketten dahmgegangen, die die Erschtießuna Ra-

Danzig und das Reich.

Danzig. 21. Dez lWB) Der Obertom- mitfat be£ Völkerbundes in Danzig. General Haking. ist von der Danziger Regierung er- sucht worden, eine Entscheidung zn der Frage Der unmittelbaren gerichtlichen Be­ziehungen zwilchen derDanzigerRe- gierungundderRegierungdesDeut- Ichen Reiches abzugeben. Die Porsche Re­gierung ist geneigt, die Bestimmungen des zwt» schen der Freien Stadt Danzig und dem Deutschen Reiche geschlossenen Vertrages über diele Be­ziehungen soweit gelten zu lassen, als cS sich um Ostpreußen handelt, sie aber nicht gelten ui lassen, soweit sie sich aus das übrige Deutsche Reich beziehen. 2üid) Haking scheint nach An­sicht der Danziger Regierung der Meinung zu fein, daß es lür Danzig von Rachteil ist, mit Deutschland durch engere Beziehungen verknüpft zu lein alS mit Polen. Richisdestoweniger fordert die Danziger Regierung, da die Grenzen DanzigS die Deutschlands in gleicher Weise berühren wie Die Polens, daß es Danzig gestattet wird, ähn­liche rechtliche Beziehungen mit Deutschland zu unterhalten, wie sie zwischen Polen und Danzig geschaffen worden sind oder geschaffen werden loden. Haking entschied auf dieses Ersuchen der Danziger Regierung, daß die polnische Regierung Danzig biclelben Erleichterungen für das Zu- . standekommen eines Vertrages mit Deutschland, Der die rechtlichen Angelegenheiten zum Gegen­stand hat, bietet, wie sie sie für ihr eigenes Ab­kommen mit Deutschland vorsieht.

Dom Pflegepersonal der Heil und Psleaeanstalt wird unS mitgcteill -Das Hess. Ministerium deS Innern da: auch dieses Zahr wieder dem Pflegepersonal der Heil­and Pflegeanstalt rn Ane ckennung seines schweren Dienstes bei Geisteskranken ein Weihnachtsge­schenk in der namhaften Höhe von fünf Mark gespendet. Leider vermag da» Personal in diesem nicht mehr zeitgemüfen Ge'chenk eine Anerkennung nicht zu ermüden und hat der.halb diese 5 Mark zu einer ^deihnachtsgabe für ba ? Säuglingsheim in Gießen zusammengelegt und den Betrag von 550 Mark dorthin übertoie c r Viel­leicht lösen unsere 5 Mark bei den Kleinen ein- Freude aus, bei unS hätten fte e- jedenfalls nicht verntocht. Wir haben so nun von unterer Gabe wenigstens die Freude, den Älcin.-n eine wirkliche Freude gemacht zu haben." Man kann sich beim Lesen dieser Zulchris- nich. Der Verwunderung darüber erwehren, daß seitens deS Herrn Ministers, dessen Gehalt dv>ß ktvhtn erst auf einen sehr anständigen Betrag sestgefey: wurde, den Angestellten der Pflegeanftalt eine zu ihrem schweren Dienst in so schreiendem Mißver­hältnis stehende Weihnachtsgabe zugemute« wurde.

Weihnacht»- und ReujabrS- dienst beim PostamtGießen. Beim P^st amte sind die Schalter an den beiden Weih- nachtSfeiertagen wie am 1. Zanuar vormittag« von 89' L. Uhr geöfnnet. Ortsbrlefbcilel lang findet am 1. Feiertag vormittag» und am Reujahrstage je eine vormittag- und nachmf a statt, am 2. Feiertage fällt fie au» Pakete werden am 1. Feiertage sowie im Falle de» Be dürsnisses auch am 2 bestellt, am Reu^ahrstage nicht. Landbestellung erfolgt am 1. Fric-r tage fBriefe und Pakete) und am ReuiahrSlaar (Briefe).

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Aus dem Aetche.

Beamtenforde rangen.

Berlin, 21. Dez. Die derLokal- anzeiger" mitteilt, haben sich heute mittag Die Spitzenorganisationen der Be­amten in da» Rcichsfinanzministertum be­geben, um einen legten Versuch zu machen au Grund der eingereichten Forderungen deS Deutschen Beamtenbundes zu Verhandlungen zu gelangen.

Ueder die gestrige Versammlung der Der- liner Post- und Tclegraphenbeamten wird von den Blättern noch ergänzend gemeldet, daß die Resolution, die em 24 ft ü n DigeS Ultimatum vorsieht, in später Rachtstunde durch eine Vermittlung»-Ent­schließung ersetzt worden ist, worin es heißt: Die Versammlung beschließt, daß die Bezirks- gewerkschast Berlin der Post- und Tele- gräphenbeamten bei dem Deutschen Be­amtenbund dahin wirkt, daß bei Ablehnung der Forderungen des Deutschen Bearntenbun- deS eine Urabstimmung unter der Beamtenschaft eingcleitet wird.

B e r l i n, 21. Dez. Wie derLokalanz." hört, hat sich das ReichSkab inett gestern mit der Frage der Beamtenbesol'dung beschäftigt. Dem Blatte zufolge ist gestern vom ReichSfinanzministerium eine neue Ver­fügung an alle Dienststellen ergangen, wo­nach die bisher nur der Besoldungsklasse A zugebilligten Zuschuhzahlungen auf das Za- nuargehalt auf die Besoldungsklafsen B, C, D und E erweitert wird.

Die für gestern nachmittag in Aussicht genommenen Besprechungen der Vertreter der Beamtenorganisationen mit dem ReickSfinanz- Ministerium wurden auf heute vormittag ver­tagt. DemVorwärts" zufolge werden die Beamtengewerkschaften zwar auf ihrer Forde­rung, die Gehälter zu erhöhen, bestehen, jedoch wollen sie an dem Umfang der von ihnen aufgestellten Forderungen mit Rücksicht auf die außenpolitische Lage nicht fest­halten. Sie sind bereit, gemeinsam mit dem Finanzministerium andere Sätze festzulegen.

Mitglieder des Deamtenausschusses des Reichstages erklärten den Blättern zufolge, daß auf eine Anfrage die Regierung mit-. geteilt habe, fie werde im Zanuar dem Reichstag eine neue Befoldungsvor- lage vorlegen, die den Wünschen der Be­amten in weitestem Maße Rechnung tragen werde.

Berlin, 22. Dez. 3n einer Versamm­lung Der Funktionäre des deutschen Eisenbahnerverbandes wurde eine

sei. schlägt nicht durch er» waren auch noch weitere, in der Zukunft liegende Ziele geplant Der Senat erachtet es für ausgeschlossen, daß sich Die Angeklagten über diese Ziele im Irrtum befanden. Zagow wurde nicht zum unverant- wonlichen Wertzeug ober nur zum bloßen Boten, wenn er das von Kapp ihm angebotene Ami an nahm. Das Amnestiegeseh vom 4. August 1920 sieht unter den Führern alle Personen vor. die sich an leitender (rroorragenber Stelle an dem hochverräterischen Unternehmen beteiligt unb auf­fällig betätigt haben. Zagow stellte fein großes Missen und seine reichen praktischen Erfahrungen in den Dienst Kapps und ebnete Kapp so den Boden für das Unternehmen Da er aus selb st loser Vaterlandsliebe handelte, und in einem unruhigen Augenblick dem Ruse Kapps gefolgt. tr urden ihm mildernde Umstände zugebilligt. AndercrfeitS ertchien mit Rücksicht auf die schweren Folgen des Kapp- Unternehmens. die zum Teil bis heute noch nicht gänzlich beseitigt sind, eine nicht zu gering zu bemessende Strafe angebracht. Die beiden andern Angeklagten spielten nur eine nebensächliche Rolle.

Aus Stobt unb Canb.

Sieben, den 22. Dez 1921

Bornotizen.

TageSkalenber für Donners­tag : Aftoria-Lichtfpiele, ab heute:Der qe. heimnisvolle Dolch", 3. Teil, undKnopp- chenS Frackhose-. Licht,ptelhaus, Bahn­hofstraße:Das große Radiumgeheirnnis".

-Der Svang Arbeiterverein hält am 2 Weihnachtsfeiertag im Einhorn feine Weihnachtsfeier ab. Da» sehr reichhaltige Programm verdient insofern Erwähnung, ali Pianist Hahn und MusiNehrer Gernhardt mit musikalischen Darbietungen auftnarten werden Außerdem sind GesangSvvnräge. Theateraussüh- rangen. Deklamationen usw. geplant.

1872 192 2. Die im Hotel Lenz ab- gehaltene Besprechung war sehr zahlreich be- trag dir Unabhängigen auf slnfegung" ei^'t i -T.*n

Unter,uchungäau-fchuffes in Nieder,»Snefeld Älefler? k gute erimmliSg m" an

tPurPc dem VerfassungSauSschuh überwiesen.' herrschte, wurde durch musikalische und humo-