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Dienstag, 22. ItoDcmbcrJ921

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GberiMn)

träge

das find 42,1 Prozent der ©efamtbclaftung.

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(Nachdruck verboten.)

44. Fortfroung.

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Baron nicht erstaunt an. Zug um

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"tuiern beträgt rund 95 Milliarden Mark Im bt; die ®e(amtbelafhing pro Äopf iL^rbe somit etwa I 583,80 Mark au«- machen. Die künftige Belastung des De

berung!

.Also bitte die Frage?"

.Sind Sie mein 3ater?

(Jine halbe QHinute tonnte der antworten. Gr sah HanL rind der musterte Züschens Gestchr

Adalbert Züschen war sehr unwillig über die Störung An seinem Bett itanb früh halb sechs der Steuer und meldete:

.Der hinge Herr Därhahn ist da und be­hauptet. den Herrn Baron sofort sprechen zu müssen!"

Das der wollte, lag ja auf der Hand. Den Schaden einAurenfen! Leicht sollte ihm daS nicht gemacht werden Sonst hörte die Wilddieberei ja doch nicht auf.

.Scheint'« verdammt eilig zu haben," brummte der Baron. .Führ ihn in mein Arbeitszimmer, .ch fahr nur schnell in die Sachen!"

Der Diene', blieb zögernd stehen.

.Ich würde tei jungen Herrn Wärhahn nicht allem empfangen. Sein Anzug ist zerrissen, war

kchrsministerium Maßnahmen zur baldigen Kartoffelversorgung der Dcdarfsgebiete durch bessere Wagengestellung getroffen hat, zu er­träglicheren Preisen kommen, so muh hierbei die Derbraucherschaft vor allem mithelfen und die unbegründeten Angstkäufe unterlassen. Die einzelnen Werke und Unternehmungen müssen ihre Aufkäufer zurückrufen. Jeder einzelne Landwirt must sich bewußt werden, dast er sich nicht mitschuldig machen darf, durch eine wei­tere Preissteigerung neue Unruhen auszulösen, und muh feine über den Bedarf hinaus­gehenden Karwffelmcngen baldigst auf den Markt bringen. Nur so können wir wieder ge­funden Derhältniffen im Kartvffelhandel ent­gegengehen. e

♦♦ Amtliche Perfonalnachrich- ten. Der Steuerrat beim Landesfinanzamt Darmstadt Peter Dörr wurde zum Steuer- direklor ernannt. Ernannt wurde am 11. November 1921 der Militäranwärter Konrad Münz zu Groß-Gerau zum Gefangen- auffeher am AmtSgerichtsgefängni« Droh- Gerau mit Wirkung vom 7. Dezember 1921 ab. 3n den Ruhestand wurde versetzt am 12. November 1921 der Gerichtsvollzieher Heinrich Klo st zu Bingen auf fein Nach- suchen mit Wirkung vom Dienstantritt feines Nachfolgers an unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste.

** ReichS-Off izier-Dund 1 920. Die Offiziere aus dem Mannfchaftsstande ha- ben sich zusammengeschloffen. Mit dem Deut­schen Offizierbunde und dem Bunde deutscher Militäranwärter wurden Arbeitsgemeinschaf­ten abgeschlossen. Parteipolittk wird innerhalb des Bundes und 'einer ilnteroerbänbe nicht ge­duldet. Der innere Ausbau des Bundes glie­dert sich in mehrere Groh- und Landesver­bände. Für den Freistaat Hessen besteht eine Ortsgruppe in Darmstadt.

Äreie Schotten.

Ilr. 274 Zweites Blatt

ist WI. en- ein ber- >nd- mb- ari­

den Besitz vers chärsen ungemein den Konzentrationsprozest des Kapi­tals, so dast die Magnaten der Industrie und der Finanz alles zusammenrasten, während die Mittelschicht en. die stets die Hauptträger der btrehen Besteuerung waren, aufgerieben werden. infolgedessen leidet der Steuerertrag."

Man wird diesen Darlegungen bei klarer Mcberlegung zustimmen, jedoch hinzufügen müssen, dah natürlich eine weitere ileberfpan-

qani 'chmutzig. auf de-n Hofe hat er sich au«- burften lassen Unb dann, er hat so etwas an sich alS ob ihm die Berzwcislung im De- nick sähe!"

.Ach waS. alter Angsthase! Unb nun geh!"

Adalbert Züschen war auf em schönes Thea­ter gefakt Aber vielleicht war s doch bester, er fitdtc für alle Fälle einen Revolver in die Rocktasche. Wer wilderte, schreckte wohl auch vor Gewalttätigketten nicht zurück, wenn einer in solche Lage kam Bor allem, den Zungen von oben herunter abgekanzelt - unb bann ben Detonomie- rat durch den Fernsprecher angerufen, damit der hier, vor ihm, dem Enkel die höheren Flöten- töne beidrachte. Schämen mutzte sich der HanS. so schämen, bah er künftighin lieber ins Wasser ging, als sich solch peinllcher halben Slunbe noch einmal auszusetzen

Die Hänbe in ben Zacken laschen trat der Baron ein. sah an HanS Wärhahn vorbei, fragte hochmütig:

.Sie wünschen?"

Die Anlwvn auf eine einige Frage!

Da sah Adalbert Züschen ben jungen Sen­kten doch mit groben Augen an. Sin Sünder ,prach nicht so. Das Hang ja tote eine Fvr-

Der Schuft im Blut

Roman von Horst Bodemer.

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nicht begreifen, wie es in mir auSsieht. reden Sie ehrlich, antworte ich ehrlich!"

Sie fa'jen sich gegenüfrir. Adalbert Züschen erzählte, wie er ost zu feinen Eltern unb zu ®: o'jDater damals gefahren sei, bah et Hansen« Mutter .liebe Frau Marie" genannt, wie durch feine Heirat und eine Verstimmung, die feine Frau veranlaßt habe, der g^elllchattl.che Derkehr notgedrungen hätte unterbleiben müsten.

.Ich Ixrbe Ihrer Frau Mutter nur die Hand gefüht nicht« hat sich ereignet, wa« ihre Frauen­ehre auch nur hätte verdunkeln können, einmal, da glaubte Ihre Mutter, ich hätte ihr zu nahe treten wollen. Kein Wort von mit hat da« Ver­langen zum Ausdruck gebracht, e« war nach der Ikniimmung. von der ich vorhin sprach Da tst mir das Demütigendste zu gefügt worden tn mei­nem ganzen Leben Dor Ihrem Vater unb Droh- txüer hat mir Ihre Mutter die Tür gewiesen and stolz gesagt: ich bin eine Wärhahn' Also selbst toerni ich darauf au «gegangen wäre, Ihr» Frau Mutter zu verlühren. an ihrer Frauen- ehre wär'« gescheitert! Ich stehe da vor Ihnen nicht in gutem Lichte, aber ich hatte Ihnen ver­sprechen. ehrlich zu fein, sind Sie nun zufrieden?"

Viel war in ben letzten zwölf Stunden auf Hans Wärhahn eingestürmt Er bist die Zäh« aus einander Seine Zagend brauchte Zeit, die Eindrücke zu verarbeiten Heber)eugt toar er nun. an der Frauenehre seiner Mutter haftete kein Makel. Ter ihm da gegenüber sah, war etn Lüstling gewesen!"

H<mS Wärhahn erhob ftd>

.Ich s«he ganz Nur. Ss faltt mir schwer, tch bube zu taufen."

(5trrtfe»ung fnltfL)

°U9 .ODie kommen Sie auf ben verrücken Dedan- | len? Schwerer kann doch ein Sohn feineüittefl

überhaupt nicht beleidigen, als bah er - völlig ohne Grund an ihrer Frauenehre zweifelt!"

.Sie sollen vor meiner Geburt eine Lieb­schaft mit meiner Mutter gehabt haben!"

.Sollen! Unb so was glauben Sie ohne weiteres! Schämen Sie stch! Nicht etn Wort ist wahr!"

Hans WärhahnS Thigen hatten Adalbert Zu- fchens Gesicht nicht losgelallen. Schritt um Schritt kam er näher, Hieb dicht vor ihm stehen. Und dann brach der ganze Zammer au« zerwühltem Herzen durch seine Augen.

.Ich muh das willen! Ich mutz! Nicht um Ihnen Ungelegenhnten zu bereiten ®oit be­wahre!" Fest wurde der Blick .Ich muh e« wissen, ob ©rohhatcr auch mein leibhaftiger Großvater ist' Den hab ich auf der Welt weiter niemand! Willen Sie. was daS Heidt, als Mensch in meinem Alter nur einen einzigen zu haben, an dem man hängt, auf den mar. stolz ift, bah man Blut von itinem Blute!"

Ss war kein Zweifel, b;er rang etn 3üng- ling von achtzehn fahren einen bitter ^toeren Kampt. an dem er zerbrach ober Mannwurde. Hier hatte höhere Gewalt die Hand im Spiele. Also den Iüngling als Mann behandelt

.Sehen Sie sich! Hein, ich will Ihrem Blicke nicht au-weichen, noch viel weniger will ich Ste cintoiddn. Ich will zu Ihnen sprechen, als wären Sie mein eigener Bruder, auch mit grauem Haar. Ich verlange dann von Ihnen nur eins: bat) auch Sie ehrlich smd, tote ich ehrlich zu chren toar!"

.Herr Baron, ich bin achtzehn, Sie Birnen

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werichtssaal.

mc. Äranffurta OH . 20 Nov Die Krimi­nalpolizei Würzburg entdeckte mh bei Sllendahn- kriminalpvllzet Frankfurt im Frühjahr umfang- reiche Düte r Verschiebung en unb ermittelte als deren Urheber den örjährlgen Vorarbeiter Jakob Fromm aus Lohr a M. der feit 1900 bei der Güterabfertigung in Frankfurt beschäftigt war. Aus Grund gefälschter Frachtbriefe unb anderer Schwindeleien gelang es ihm innerhalb kurzer Zeit. Güter Im Werte von einer Mi11ion Mark zu verschieben Durch seine betrügerischen Handlungen wurde er all­mählich ein reicher Mann, konnte sich Hauser in Zellingen und Aschaffenburg taufen unb soll auch Kapital nach Oesterreich verschoben ha^m Unter­stützt wurde er bei seinem Vorgehen von dem 2t jäbrigen Kaufmann Martin Verlach au« Lohr unb dessen 23jähriacm Bruder Vinzenz Ver­lach. ebenso von feiner Tochter Bertha Totzauer, die der Hehlerei beschuldigt wird Die Straf­kammer verurteilte Fromm, der leuanete und einen anderen bereit« verstorbenen Äisenbahn- arbeiter zu verdächtigen fuchte, zu 5 Zähren Zuchthaus unb 5 Jahren Ehrverlust. Martin Ver­lach erhielt 3 Jahre, Vinzenz Verlach 2 Jahre unb die Totzauer 1 Monat Gefängnis

fpd B a d - R a u h e l m, 20 Rov. Mit be» tounber«toertcr Geschicklichkeit holte ein Frifeur- qcbilfe. während er mit der rechten ^>anb rasierte mit bei linken Hand einem Herrn die goldene 11 br samt Kette neben anderen iXlciniglelten au« der Westentasche heran« Der Diebstahl, zweifellos ein origineller (Unfall de« jungen Manne«, wurde sofort bemerkt Der Taschenküist- ler wurde vom Schöffengericht für seine Fingerfertigkeit zu drei Wochen Gefängnis ver- urteilL

Aus Stabt unb Land.

® i c h C n, ben 22. Nov. 1921.

AatroffdDrrfocqung und Kartoffelprets

Man schreibt unS:

Die durch die Presse gelangenden Nach­richten von einer großen Kartoffelnot, besonn derS aber die außerordentliche Preissteige­rung in den letzten Wochen, haben in den Krei­sen der Verbraucherschaft Beunruhigung her­vorgerufen. Die Angst, dah die deutsche Be­völkerung in diesem Winter nicht mit auSrei- chenden Korwffelmenaen versorgt werden könnte, ist jedoch völlig unbegründet. Die Ernteschätzunaen haben ergeben, daß mit einer durchschnittlichen Ernte von 80 Prozent der Ernten *ber letzten Jahre gerechnet werden kann. In einigen Gebieten, so besonders in der Rheinprvvinz und in Hessen, ist die Kar­toffelernte allerdings in diesem Jahre so schlecht ausgefallen, daß man von einer Miß­ernte reden kann. Zum Ausgleich aber hierfür sind Anbaugebiete vorhanden, welche eine sehr gute Ernte zu verzeichnen haben und ihre lleberschüsse an die anderen Länder abgeben können. Von einer Kanofselnot im Sinne deS Mangels an Ware kann daher kaum ge­sprochen werden und eS liegt zu Angstkäufen durchaus kein Anlaß vor. Die Preisentwick­lung der letzten Wochen hat sich für die Ver- brauckerschaft sehr ungünstig gestaltet. Gehen wir den Ursachen dieser außerordentlichen Preissteigerung nach, so ist eS nicht der Man­gel an Ware, der die hohen Preise gebracht hat. sondern eS müssen hier andere Gründe mitspielen. Mit ein Hauptgrund, der zu der starken Preisanziehung beigetragen hat, sind die getätigten sogen. Angstkäufe, die die Ver­braucherschaft. ohne daß. wie schon erwähnt.

14 Januar 1»22 u ib 1 April auf ben Hoherobs- Irr', am 27 unb 28 Mai zur Hauvtt>er<amml»ag nach Fulba zum Verlierer ktzerzu wurde der 1. Voifst rnbe. Lcdrcr Bernhard bestimmt unb am 2 Zull tbcafaU« auf ben HohervdskvM zu dem dorr fiat'J benben Volksfest Zwei weitere Wanderungen i ,f?| ,cn noch auf deren Gmlabun- gen mit Nachbarrvereinen Mvvfer Grund unb Sprtten und eine 2]lallour in ben Obcrtoalb DaS Stiftungsfest bzw Dekviierungsfest finde! am 1 unb 2. Zanuar in bei .Schönen Ausfichr' mit Theateraullührungc \ statt Mitglieder, die bae .Goldene Al'zeichen" erhallen Irmmen Heb- zehn in Betrachl Die Monalsl»erfamm'.ungen fin­den wieder an jedem lenken Samstag im Monat bei den einzelnen Gastwirten, die den, Vereine an- g. hören. statt. Sei einer btder Versammlung (am 29 3anuar> wird Lehre: Sie in mann einen Vortrag über Heimatgefchichte ballen Rach Vr- Ubigung der umfangreichen Tagesordnung melde- ten fich noch zwei wettere Wikglieder -um Beitritt an, f-> bah der Verein nun 103 zählen kann

Sine Mebcrfidjt über dieBefiy-undDer- \ mögen« st euern zeigt einen genauen Ver­gleich de« SteuerbekraqeS im Rechnungsjahr , 1913, im Reichshausbalk 1921 und im Reichs- < havchalt 1922. Eine Gegenüberstellung der , Belastung durch einzelne Steuern in Deutsch- Laub und im Auslände erweist die steuerlichen , rlotzerschiede für Deutschland. Frankreich und (Sagkmb in den Jahren 1913, 1920 und 1922 unb jelgt, dah die steuerliche Belastung deS ObrfDmmen« au« Lohn- oder GehaltSbezüqen, namcnflld) aber auch die des Besitzes in Eng­land wie in Frankreich unvergleichlich geringer ist al« in Deutschland.

Die neuen Steuern greifen tiefer In das Wirtschaftsleben deS deutschen Volle« ein als jemals zuvor. Es ist etn Trugschluß zu glau­ben, man könne durch ein brutales Anziehen der Steuerschraube das Gleichgewicht im in­neren Budget oder gar einen Preisabbau und damit eine allmähliche wirtschaftliche Wumt dunq erreichen. Einen Beweis dafür, wie mari diese Tatsache auch in Kreisen erkennt, die man wahrlich nichtkapitalistisch" nennen fatyt, bil­det die nachstehende Kritik, die der bekannte Sozialist Parvus tn seiner ZeitschriftDie Glocke" bringt:

.Unter Steuersystem ist bereit« ganz zufam- mengebrochen Die Steuern, einerlei ob Ver­brauchssteuern ober Besitzsteuern werden durch Preissteigerungen abgewälzt, wozu das Sinken ber Valuta eine leichte Handhabe bietet. So hak beim bieimal schon in Voraussicht der kom­menden Teuerung eine AufwärtSbewegung der Warenpreise und der Löhne eingesetzt Die Beamten und Arbeiter der Staatsbetriebe rühr­ten sich vor allem und verlangten ange!id)i« der Geldentwertung und der voraussichtlichen wetteren Preissteigerung Gehalts- und Lohn­zulagen. die auch bewilligt werden mußten. Die Sachausgaben der Staatsbetriebe unb der allgemeinen Staatsverwaltung stiegen infolge der Preissteigerung Da« Ergebnis ist. bah noch bevor die Steuern votiert wurden, die man zur Deckung de« Defizit« in Aussicht nahm, diele« Defizit infolge der Teuerung auf da« Mehrfache gestiegen toar WaS nun? Weitere Steuern mit ihrer unausbleiblichen Folge der Warenverteuerung und der Geldentwertung? Da« ist bi? Zagd nach dem fiskalischen Perpe­tuum mobile."

Herr ParvuS sagt weiter an anderer Stelle:

.Deutschland hat eine ausreichende Auswahl von Steuern, unb die Steuersätze sind nicht zu gering. sie sind vielmehr zum Teil zu hoch, so ban sie den Steuerertrag beeinträchtigen. Das hak stch bei der Diersteuer und Tabaksteuer durch den gewaltigen Rückgang des Konsums in einer eÖatanten Weise gezeigt. Die übertriebe­nen Steuern auf den Kapitalverkehr und

Aus dcm rlmtSverründigungsblatt.

** Da« AmtSverkündtaung«blatt Ar 166 vom 21 November enthält Gebühren­ordnung für Hebammen Vergütung für bic Bürgermeister unb die BeamtenbZoldung. - 2lul- flellung der Gemeinde- ufto. Voranschläge. Steuerpflicht der Gebührnisse de« Gnadenviertel­jahrs und -monats. - Sinsen düng der Venveinde. ufto Rechnungen Abänderung des Höfischen VeisicherungSge'etzes - 2ll.szahlung der GehallS- hezüge. - SrwerbSlofenfürforae - Djenstnach- richten. - Feldbereinigung »rümngen. - Vesuv- ben; verloren

In der Zeit vom l.-l^ Ro^ 1921 wurden in Dießen gesunden: l Dickeluhrkette. I S - schett. 1 silberne Fingerring. 1 Kapuze 1 Full- bleifftft «us Qllcfflng. 1 neues HundchalSband. 1 hellgrauer Filzhut. 1 Paar Kmberk-andfchuhe. 1 Krimmerhandfchub mit Leberbefatz. 1 Double- Damenring mit rotem Stein. 1 fchwarzer Krim- merpelzkragen verfchiedene Portemonnaie« mtt Inhalt, verschiedene Geld'cheine, verlo re n. ein zweireihiges Kettenarmband. 1 labern^.E>ol»kette mit drei durchsichtigen Steinen. 1 Geldmäppchen aud Leder. 1 Letze. Handtasche mit 400 Mk. Inhalt, 1 Damenregenschirm. 1 goldener l'Änetfer mtt Futteral. 1 Reisepaß, 1 6raunes lederns Veld- mäppchen mit Inhalt. 1 Wandergewerdeschetn auf den Namen Müller. 1 Damenhandtasche (gelblich) mit Inhalt. 1 giünlicher seidener Samen beutel, 1 Kinderportemonnaie mit Inhalt, 1 Tausend­markschein - Die Empfangsberechtigten der ge­fundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald geltend au machen. Die Who.ung der ge­fundenen Gegenstände lann an jede u Wochentag von 1112 Uhr vormittag« und 45 Uhr nach mittag« auf dem Polizeiamt Dießen. Zimmer Ar. 1. erfolgen. _______________________

mmg der Bestßbelastung etwa durch Erfassung der Sachwerte die Lage unausbleiblich noch schlimmer gefüllten müßte.

Der Unzufriedenheit, die aus der vor­stehenden Äritil selbst eines Lo-taUsten spricht, bat ihren tieferen Grund in der grundver­kehrten Steuerpolitik, die gegenwär­tig von unseren Regierenden getrieben wird. Eine vernünftig auf gebaute Steuergesetzgebung muß auf bie Denkweise de« Steuerzahler« Rud- sicht nehmen und ihm vor allem die Ge­währ dafür bieten, daß die Steuerbe­zweckentsprechende Derwen- find

Und al« nach fast zwei Stunden Drohvater ihn wieder mit besorgter Stimme rief, lehnte er mit versch änkten Armen, die Ellenbogen fest an die Rippen gedrückt, an einem Baume Ein schmerzliches Lächeln zuckte um feinen Mund, die Nasenflügel bebten, aber tiefe Falte ' gruben sich auf feine Stirn, ör forderte Wahrheit: wenn es notig war. erzwang er sie stch und wenn er die Wahrheit kannte, dann würde er zu handeln wissen. Entweder bewies er bann der Welt, bah er ein echter Wär bahn toar oder der liebe, gute Mairn, den er achtzehn Zähre .Sroßvateck' genannt, sah ihn lebend nicht wiederi

verlangen kann.

Der Staat muß weiterhin, wenn er ge­zwungen ist. bis zur äußersten Grenze der Leistungsfähigkeit Steuern zu verlangen, auch eine Gegen leiftung dafür in der Hinsicht bieten, daß er seinen Pflichten zur Aufrecht­erhaltung von Ruhe und Ordnung, zum Schutze von Leben und Eigentum bester und tat­kräftiger nachkommt al« bisher.

Und schließlich muß dafür gesorgt werden, daß eine Besteuerung, die nun einmal infolge unseres Niederbruchs hart und drückend fein muß, sich nicht zu einer Bestrafung derSparsamkeit und einerErdros- selung jedes Aufwärts st redens auswächst.

Daß die kommenden Jahre hart fein wer­den und daß wir in nie vorher gekannter Weise werden auch wirtschaftliche Opfer bringen müssen, darüber ist sich wohl jeder vön uns klar geworden. Aber es ist ebenso sicher, daß eS im wohlverstandenen Interesse deS Staates liegt, auf die Psyche des Steuerzahlers Rück­sicht zu nehmen und ihm die Erfüllung seiner Pflichten als Staatsbürger nicht unnötig schwer, ja unmöglich zu machen. <

Anlaß hierzu vorliegt, zu ihrem eigenen Scha­den voroimmt. Eine Menge von 2lufkäusern und Betriebsräten, besonder« von industriellen Werken, ziehen nach den Ueberschußgebieten für Kartoffeln und überbieten stch dort im Preife Durch diesen unreellen Handei wer­den die Preife in« Ungemessene herauf- geschraubt, so daß Teile der Bevölkerung lieh mit Kartoffeln kaum zu versorgen in der Vage sind. Die landwirtschaftlichen Genoslenschas- ren und der Handel, die im Frieden die Be­völkerung ausreichend mtt Kartoffeln iKrfcrgcn konnten, sind auch in diesem Jahre hierzu wie­der in der Lage. Soll kuher dieser ungewöhn­lichen Pretsstetgerung für eines der hauptsäch­lichsten Nahrungsmittel Einhalt geboten wer­den. so müssen vor allen Dingen diese wilden Aufkäufe aufhören, die allein die Schuld an dieser ungesunden Preisentwicklung tragen, ein weiterer Grund, der noch die Preisstekge- rung begünstigt, war der. daß von feiten der Eisenbahnverwaltung den Anforderungen we­gen Wagengestellung nickt voll Recktnung ge­tragen wurde. Durch einen Erlaß de« Rcicks- verkehrSministerS unb dem Ernährungsmini­sterium ist hier Abhilfe geschaffen worden. Die Gerüchte, die in der Bevölkerung umhcrgchen, daß große Kartoffelpeeschiebungen nach Frank­reich stattfänden und hierdurch der armen Be­völkerung das wichtigste Lebensrnittel ent­zogen wurde, entsprechen, nach der Bekannt­gabe des Reichsernährungsministeriums, nicht den Tatsachen.

Wollen wir, nachdem nun das ReichSver-

Gesundere Steuerpolitik.

Der ReichStagSauSschuh fürSteuet- fregen hat die allgemeine Aussprache über die neuen Steuervorlagen der Reaierung begonnen. 2lufl der tabellarischen llebersickl. t* den Abgeordneten von der Reichsregierung überreicht worden ist, ergibt stch folgendes Bild:

Die Gesamtsumme der veranschlagten

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___, Die künftige BelastungdeS Be- düng finden. Alic nicht unbedingt Not­sitze« würde nach den Regierungsvorlagen endigen Ausgaben müssen unterbleiben. ES rund 52V» Milliarden Mark betragen, da« sind ,«ht nicht an. daß entgegen Dem Interesse der 51,1 Prozent der Gesamtbelastung. Die Der- Allgemeinheit Mir Befriedigung von Partei- brauchSbelastung durch Besteuerung ent-, freunden und zur Erfüllung von Paneipro- behrlicher Genuhrnittel würde fast grammpunltcn immer neue Beamtenstellen 7 Milliarden benagen, das sind 6,8 Prozent > geschaffen werden. Wie soll, wenn man da der Gesamtbelastung. Die Besteuerung de«»mit nicht aufhört, der Steuerzahler da« Ge übrigen Verbrauches würde einen Gesamt-! fühl haben, daß die von ihm mit schwerster betrag von rund 43 Milliarden Mark ergeben, Mühe aufgebrachten Abgaben auch wirklich so da« find 42,1 Prozent der Gesamtbclastung. verwendet werden, wie er es mit gutem Recht

d» Herchenhaln, 17. Nov Am 14. Nov l hielt der D. H. C., Ztoeigvereln Herchenhain. seine diesjährige Hauptversammlung ab. ES hatten sich über »/, ber Mitglieder in der .Schönen Aussicht" zusammengefunden. Nach einer kurzen BegrüßungSanfprachc des l. Dorsthenden. Lehrer Bernhard - Sichenhausen, schritt man zur Vvr- standstoahl. Die seitherigen Mitglieder tourten fast sämtlich wicdergctoählt. Als zweiter Punlt stand die Rechnungsablage auf ber Tagesorbnung. An Mitglicbern zählte bei Verein 101. Die Einnah­men betrugen 980.10 Mk.. bie Ausgaben 568,20 Mark, verbleibt ein 'Beflanb von 411 90 Mk.. dem noch ein Sparkos'engutlxrben von 232,15 Mk. nebst Zinsen und ein Stück Kriegsanleihe von über 600 Mk hinzuzurechnen sind Als Wanderungen wurden fcstgelegt: vier Pslichtwanderungen, am