Freundschaftsspiel mit il
nettern.
Die überall Hl audt int fftcii Scbotten nbc bto Hcßifchc AnderhilfSwochc gearbeitet wer den. 3jn der 1! au bad» er Stodtkirdx mürbe am ssmuttas eine Kollekte zum Besten ber in Not bc finMidjat bcutjdicn Sauber erhoben, ferner roerbeit, nn Sonic bieier Wvckc verschiedene Damen vom 2anbadier Miauen verein eine £xm3fammlu)iq rer anftaltcn.
Die Opfer der 5chlagVetter1ataftrophe.
Lerne, 21. Ium (Wvlft.- Tte' Zahl o-r Ctrcr, roddx bk furchtbare Schlagwetter- kata strophe aut der Zeche Mont Cents in Solingen erforderte, ist ;eftt enbgü(tig festgestellt. Es wurden 79 To te u nd72vcrletzteBerg- knavpen zutage gefördert. Don dm. SdtDcr* verletzten, die in bas Bergmannsheim yj Bochum auigenommcn roirten, find bisher vier gestorben, so bah sich die Zahl her Toten auf 8o beläuft. Tas Unglück entstand onenbar durch einen Lprengschutz m einem schlagwttierreichcn Kphlen- lloz: denn mnnittelbar nach dein Losgelair des Lchm'ses erfolgte eine zweite gewaltige Erplosion, die Tvi^und Sd/reckkn in die Rellin der Bergleute trug. Tte Toten sind zum Teil entsetzlich ivr* trannt; andere wurden durch die Gewalt der (£r* xlosiMi zersd-mettert und furchtbar verstümmelt Tie Gewalt der Explosion war so stark, bah cm Bergmann, der etwa eine Viertelstunde vom Er- plosronsherd entfernt eine Maschine biente, gegen einen Stempel geschleudert und schvcc verletzt wurde.
Lerne, 21. Juni. (Wolff.) In bet Nacht zum Mittwoch brach, wie die Lerner Zeitung meldet, in der Kokerei der Zecke Mont Cenis ein groher Brand aus. Alle Wehren der umliegenden Zechen wurden zu HUse gerufen. Seit 1 Uhr nachts besteht die Loffnung, das Feuer auf seinen Lerd zu beschranken.
Beui'hen, 21. Ium. (Wolfs.- In verschtt- denen Orten entzünbete sich aus den Lalden lagernde Staubkohle. Tie Gefalir, datz die Laldenbränbe zur Katastrophe aaswachen, wird täglich größer.
Au-bruch eines Zuchthäuslers, lvd. Simburg, 20. Juni. Dem Schwer.
Ans Stabt und €anb.
Gießen, den 22. Ium 1921.
Kinderhilfswoche.
Das Ehrensingen des Sahntal-Sängerbundes eröffnete die Kinderhilsswvche mit einem schönen künstlerischen und materiellen Erfolg. Hoffentlich stehen auch die weiteren Beranstaltuiigen unter dem gleichen günstigen Stern. Auch die Straßen- und Laus- s a m m l u n g fand unter der Bevölkerung .Aufnahme. Sie hat aber nur am Sonntag stattgefunden und wird darüber hinaus nicht fortgesetzt. Sollten noch fetzt "Sammler auftreten, so sei man auf der Hut. Nur am nächsten Sonntag auf dem Festplatz im Philosophenwald werden die jugendlichen Sammlerinnen nochmals in Tätigkeit treten. Alle hiesigen Banken nehmen aber noch jederzeit während der Geschäftsstunden Spenden entgegen Alle Veranstaltungen werden von dem Grundsatz belierrscht, daß an niemand in aufdringlicher Weise herangetreten werben soll Der geschäftssührende Ausschuß ist davon überzeugt, daß jedermann in Gießen -auch ohne Drängen und Betteln für unsere Kinder und damit für unsere Zukunft tut, was er kann, lieber seine Kräfte zu gehen aber soll m-mand veranlaßt werden. Dieser Grundsatz gilt insbesondere aud) für den Theaterabend der Gießener Frauenvercine am Donnerstag. Niemand erschrecke vor den angebotenen Erfrischungen und glaube nun er müsse für teuere Genußmittel große Au^ gaben machen. Das ist nicht beabsichtigt, ^scber kann sich ohne den geringsten Kauf- Mana frei beipcgen. Das Programm leistet Gewahr für einen anregenden Abend Der selten geirrte Mozart-Einakter „Bastien und Bastienne" wird alle Musikfreunde interessieren.
Dcrmifcbtc».
Witzenhausen, 21. Ium. (Wolff.- Tie Ritzesche Mühle teilt mit: Bei dem Brand m b-r Nacht zum 19. d. Mts. sind etwa 600'Zentner Mehl unb_ 1000 Zentner Kleie verbrannt. Sehr bedeutende Gctreibevorrätt sind «unbeschädigt geblieben. Es sind allo nicht, rci? t‘5 in der ersten Meldung hieß, viele tausend Zentner Mehl und Getreide verbrannt.
Lirschberg, 21. Jtmt. (Wolff; Im Riesens geöirge ist in der vergangenen Pacht bei 2 Graf Kälte starker Schneefall eingetreten. Tas Gebirge ist bis aus 900 Meter herab vollstaivig verschneit.
* Moderner Parteikampf. In Mühlheim sollte Donnerstag abend eine kommunistische Bersammlung stattsinden. Tie Hörerschaft war versammelt, aber der Redner blieb aus. Ein Unbekannter hatte jhn telephonisch abbestellt.
S a h n t a l und den we st licken Vogelsberg unsicher gemacht hatte, ist es gelungen, mit Hilfe einer Stange seines Bettes die Zellwand zu durchbohren und in den Gong des Zuchthauses einzudringen. Lier lauerte er den patrouillierenden Hilfswachtmeister auf, schlug ihn nach längerem Kampfe zu Boden und eilte über den Los des Gebäudes ins Freie. Hoffentlich wird er noch vor Wiederaufnahme seiner „Tätigkeit" ergriffen.
nachweisgesetz, ein Gesetz über die Tätigkeit bet Betriebsräte im Aufsichtsrat, ein Hausgehilfen aesetz, ein Arbeits^eitgesetz und ein Gesetz über Die Arbeitslosenversicherung. Zur Reform bet Reichsversichermtgso-ttmung werden folgende Novellen vorgelegt: 1. die Neuregelung der Versicherung der Hausgewerbe- treibenbcn (Kranken- und Invalidenversicherung), 2 die Gleichstellung der Landarbeiter mit den gewerblichen Arbeitern hinsichtlich der Krankenversicherung, 3. das Wahlrecht der Frauen in der Sozialversicherung, 4. Bei- traHserhebungen und -leistungen in der Invaliden v ms i eher u n g, 5. Wochenhilfe und Wochenfürsorge zur Unfallversicherung. Zum «Schluß wies der.Minister auf die starke Inanspruchnahme seiner Beamten hin, die keinen Achtstundentag machen fönnten.
Im Steuerausschuß des Reichstages wurde ein Gesetz betreffend die Verlängerung der Koh len steuer angenommen, jedoch ander Streichung der Bestimmungen die dem Finanzminister das Recht geben sollten, zum Ausgleich von Ermäßigungen für bestimmte Produktsonsgebiete die Steuer für andere Pvoduktionsgebiete entsprechend zu erhöhen. Der Ausschuß beschloß, die Beratung der Zuckersteuer auszusetzen.
Tie rdiqiöfe .Qinbcrcniebnnq.
Berlin, 21 Juni. «'Wolfs.) Ter Rechts- misschnß des Reistages behandelte die Frage der religiösen Kindererziehung. Nach dem veveiniglen Antrag,.' von Dr. Kahl (D. B. P.), Dt. Radbruch (Soz.) soll über die religiöse Erziehung des Kindes eine Einigung der Eltern bestimmen. Nach der Vollendung des 14. Lebensjahres soll dem Kinde darüber Selbst- entscheidung zustehen, zu welchem religiösen Bekenntnis es sich halten will. Die Grundgedanken wurden vom Ausschuß gebilligt.
Berlin, 21. Juni. (WTB.) Der„Reichs- anzciger" v. räffentlicht eine Verordnung über dieStundung der vorläufigen Ein- ikommensteuer für das Rechnungsjahr 1921 vom Arbeitslöhne, eine Verordnung zur Ausführung des Paragraphen 59 des Einkommensteuergesetzes, eine Bekanntmachung über die Aufhebung und Bewirtschaftung von Rohtabak und Vorschriften über die äußere Keimzeichnung von Tabak-Mischwaren und tabakähnlichen Waren.
Berlin, 21. Juni. (Wolff.) Oskar A. Müller wurde zum Ministerialdirektor und Leiter der vereinigten Presseab teilun g der Reichsregierung ernannt. Der bisherige Leiter der Presseabteilung, Ministerialdirektor z. D. Heilbron, wurde oem Reichsminister des Aeußern für be- sostdere Aufträge Augeteilt.
— Fußballwettspiel. Der brrifadic Deutsche Meister V. f. B. Leipzig mit den Internationale Ugt, Edv und Dr. Volker als Gast beim V. f. B. Gießen. Der morgige Donners- tag bringt den Gießener Spvttfrennden zum ersten Mal eine Deutsche Meistornianirschaft mit internationalen Spielern: den V. f. B. Leipzig im
>stSspiel mit ihren Gießarer Namens- Die Leipziger Manns dicht befindet sich Kur Zeit auf einer großen Fußballreis.' durch Süddeutschland und die Schweiz und wind morgen abend 7 Mir auf dem V. s. B.-Spor t pla tz Trieb -Mm Spiel gegen die Ligaelf des V. f. B Gießen an treten. Der liebe rf dm & des Spieles wird der Gießener Kinderhilfe zugeMhrt. (S. Anzeige.)
I die Beförderung tzum außeoetatsmäßigcn a. o. Professor.
S *♦ Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 15. Juni die Lehrerin an der Schillerschule zu Friedberg Antonie Naumann zur Lehrerin an der Eleonorenschule in Darmstadt mit Wirkung <*>m 1. Juli 1921 ab unter Belassung in der Kategorie der Bolksschullehrerinnen. Ernannt wurde am 16. Juni die Bibliotheksgehilfin Eleonore Brück mann zu Gießen mit Wirkung vom 16. Juni an zum Sekretär an der Universitätsbibliothek zu Gießen. Uebcr« tragen wurde am 15. Juni dem Schulamts- rnroärter Friedrich Ruhl aus Alsfeld eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Maa r, Kreis Lauterbach.
** Die Post nach Oberschlesien. Nach einer dem Reichspostminister ium zuge- aangenen Nachricht wird der Inhalt der Post- läcke, die in begrenzter Anzahl in das Aufstandsgebiet Oberschlesiens befördert werden, von den Aufrührern regelmäßig geprüft und zensuriert.
** Fahrraddiebstähle. Durch Einbruch wurde am 6. Juni aus einem Keller der Crednerstraße ein Fahrrad ge stöhlen und als Töter ein hier wohnender, schon mehrfach borbeftrafter junger Mensch ermittelt. Als man sich das Fahrrad näher ansah, konnte man feststellen, daß es im Oktober v. I. aus einer Gartenhütte in der Bahnhofstraße ebenfalls gestohlen worden war. Ferner wurde gestern hier eine Person festgenommen, die am verflossenen Montag in Fr ie d b e r g ein Fahrrad gestohlen hatte. Bei einem Radsahrfeft in Oppershofen wurden am verflossenen Sonntag nicht weniger wie sieben Fahrräder g e sto h l e n. Gestern gelang es nun, einen Siefer Diebe mit einem dort gestohlenen Fahrrad festzunehmen.
** Die Ki'rs chenpreisc halten fich bei guter Mittelernte nach wie vor aus einer Höhe, die wucherisch zu nennen ist. Man zahlt z B. in Frankfurt für erstllaisige Kirschen 3.50—4.50 Mark im Pfund, während die fußen Früchte z. B im nahen Baden für 2.50—2.80 Mark zu In* ben frrob. Und auch dieser Preis wird in Baden noch für übermäßig gc-haltm. Einzelne Otte laben ziemliche Einna^ncn durch den 5ttrschenverkaai erzielt.
Vornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch: Hotel Großherzog, 8 Uhr, öffentlicher Studier- abenb des Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus. — Gewerbebaus, 8V4 Uhr, Haupt- oeilam'm'üimg des Or t s gewerbeorreins und Handwetterbundes. — Lick-tsp clt.-eatcr wie gestern.
Die Beranstaltungeu der Kinderhilfswoche.
Mittwoch ben 2 2. Juni, 3 Uhr nachmittags: Lichtspiele Seltersweg, „Möve-Film". 4 Uhr: Rosenfest im (Safe Ast 0 ria. 6 Uhr: Fußballwettspiel auf dem Sportplatz an der Rodheimer Straße.
Donnerstag den 2 3. Juni, 7 Uhr, im Stadttheater: Theaterabend der Gießener Frauenvereine.
Freitag den24. Juni, 7 Uhr,im Stadttheater: Turn- und Sporlabend.
Samstag den 25. Juni, 4 Uhr: Wassersportfest an der Lahn. 8 Uhr: Einhorn-Festsaal, „Bunter Abend".
Sonntag den 2 6. Juni, V-4 Uhr: Äinberfeft im Philosophenwald.
Wohnungsnot und Selbsthilfe.
Tcc,,Mietervcrein Halle am Montagabend im Postkeller eine erweiterte Vorstands - sitzung em berufen, zu der eine Anzahl auf wirt- schaftlichern und sozialem Gebitte besonders erfahrene Persönlichkeiten zugezogen nwen, um über die „Förderung des Wohnungsbaues b ur d) Selbsthilfe"' zu beraten.
Es handelt sich hier um den Bau von Eigenheimen, bei denen die Siedlungslustigen selbst alle möglichen Arbeiten, soweit es sich nicht um vein fachmännisch? handelt, in Gemeinschaft ausführen, wodurch eine Verbilligung der Baukosten erzielt werden soll.
Nack) einer kurzen Einleitung durch Ingenieur Weber machte Skadtverordneter Winn eine Reihe praktischer Vorschläge. Besonders interessant waren auch die Ausführungen des Stadtverordneten Mann, der schwere Bedenken gegen die Errichtung von Eigenheimen nach dem System des Hauptmanns Schrnude, das zur Zeit auch in Wetzlar und Burgsolms praktisch durchgefühtt wird, äußerte. Die übrigen Redner teilten diese Bedenken meist nicht, obwohl die Schwierigkeüen der Durchführung eines derattigen Planes durchaus nicht verkannt wurden.
Zur weiteren Beratung der Angelegenheit soll innerhalb des Vorstandes des Mietervereins eine Kommission gebildet werden, zu der noch die Herren Grünig, Hamann, Kirchner, Dr. Krausmüller, Mann und Schuhmacher zugezogen werden sollen. Später wird sich eine Hauptversammlung mit der Angelegenheit befassen.
Sommer» Anfang.
Gestern war die Sonne auf dec Höhe des Jal/res angetangt und der Frühling hatte kalender- mäßig seinen Abschied genommen. Um 12 Uhr mitternachts trat die Sonne in das Zeichen des Krebses, kam uni Mittag dem Scheitelpunkt am nächsten und brachte den längsten Tag: es begann also der Sommer.
?lber welch ein Somtner hielt seinen Einzug!
Wo sonst um diese Zeit Hinrmel und Flur um die Wette blauten und funkelten und grünten, schieben sich heute schmutzige Regen- und Nebelgardinen über die Welt, allen Farbenglanz müde, grau und stumpf machend. Wv sich sonst das lichte Grün der Wiesen als weicher Teppich über die Erde legte, übertnpst von den tausend urtH abertausend bunten Farbenspritzern der Blumen und Blüten, da welkt heute dürre Steppe in gelben und braunen Mattfarben, darinnen es kaum lohnt, die Sense an.vuieten. Wo die Lust sonst voller Lerchenfubel und fröhlichem Drücken g esu mm hing, da hört man heute nur Regentropfen müde zur Erde plätschern. Die Smne, die sonst alZ große reife Frucht auf dem goldenen Wolkenteller am WeMnrmel lag, ist jetzt, wo es doch noch weit ist zum späten Sonnenuntergang der Juuiabende, immer früh verschwunden (wenn sie überhaupt mal eridjeintj, als sei sie von den grauen Nebel- und Re.iengeistern mitsamt ihrem goldenen Untersatz geraubt worden. Obwohl der Himmel rft weithin fall unbcteift f-feint, fängt meist ein eigentümlich graues und bleiernes, fast unwittliches Siebt über der Welt. In Häusern mit) Bureaus sieht man die Mensd^en, wie im November, sich fröstelnd ein warmes Blätzchn luden ,00er Herrichten. Weiß Gott, es läßt' sich beute idüedü im imgcbeüten 3immer sitzen, wenn die Äälte wie mit Eisfingern an den Beinen empottastet.
Möge bald ein breiter, lauer Südwind über die Erde weben, um seinen rauhbeinigen Bruder in die nordische Heimat üirrücfyiitrcibe?, um in frifdiem Sommertanz die Nebel weg-ufegen und alle Grauwolken vom Himmel zu jagen!
'Klette n>i>raiie)n<tc für Donnerstag:
Unbeständig, zeitweise Regenschauer, kühl, Winde aus nördlichen Richtungen.
Die Wetterlage hat sich nicht verändert.
Die Höchsttemperatur in Gießen war gestern nur 14 Grad Celsius, die niedrigste 7 Grad und die mittlere Tagestem- peratur 10 Grad, während das normale Ta>- gesmittel für Juni 16,5 Grad beträgt. Lauterbach hatte 14 Grad Höchsttemperatur und 4 Grad niedrigste Temperatur.
Die Niederschlagsmenge betrug in Gießen gestern 1 Millimeter, in Sauten» bach 3 Millimeter.
Aus dem Vogelsberg wird gemeldü, daß tort eine bedeutens größere Tem perat-i r- sd,wankung als bte der Vorwoche letzt rtnge - treten ist. Während in den tiefer liegenden Gk1» genden meist kühle Nredersdiläge niedergingen, madü sich m dem höbenm Vogelsberg eine erheb- liäie, ungttwhnte Kälte bemerkbar. 3dx>n wannt ber ffadxbieit, der seit der letzten Zpinnstad.' nicht benutzt werden niar, tue .tmte Bauernstube wieder. Und habet macht man Heu:
ber Gemarkung Sachsenhausen bei A-ranrnrrt sind in der letzten Nacht auf mehreren rreiliegenden und an Wiesen gren-^nden Göttn^ reum empundlidv fMnuen erfroren ober haben ichweren \sdxrben gelitten.
— Gießener Waldbnhne. Am Freitagabend fmdet noch eine öfiettlidn* Vorstellung bei Märchenspitts ,^Jlsstatt, d?s. wie bekannt, in zwei Vormittagsauffichningen bje-er Woche zum Besten der Kinderhilse hiesigen Schnleti zugänglich <rmad>t wird. Es handelt, nne uns niitgcteilt wird, von dem Unglück des reichen Märclrenprmzen, dessen Herz tot ist, der, der Liebe entbehrend und entsagend, feine Aufgabe bann erblicken muß, andere glücllick. zu madxm. Die 'Geschichte einer hoch- mu'igen Prinzessin enthalt ein anderes Märdvn- spicl, VZer Kesselflicker", dao am gbeiden Abend mit „Ilse" zusammen im Ka thol. Vcre ins- haus gegeben wird. Anfang 7 Uhr. (Näher.s siche Inserat.'
— DerGleibergverein veranstaltet am Samstagnachmittag <nn der Burg Gleiberg feine Generakversanrmlung Die Tagesordnung ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich.
Kreis Friedberg.
Rgubversuch.
nt. Büdesheim, 20. Juni. In der Nacht von Twtmerstag auf Freitag brangen zwei mit Gasmasken und norgehaltenen Revolvern ausgestattete Räuber in Haus und Laden des Josef Flörsheimer in der Schul- sttaße Als sie den Saben verschlossen fanden, bedrohten sie den jung verheirateten Besitzer imb feine Frau in dessen Schlafzimmer. 9htr durch die Geistesgegenwart des Besitzers und durch herbeiaeeilte Naclcharii wurden die ver- mummten Kerle verscheucht. Wie nod> gemeldet wird, sind die Täter, zwei in Büdesheim bedienstete Knechte, inzwischen ermittelt und verhaftet werden.
Starkenburg und Rheinhessen. Leichenfund.
rm. Offenbach, 20. Juni. Im Biederer Walde wurde dieser Tage eine Seiche gefunden. Nach den Ermittlungen dcr Staatsanwaltschaft und des Gericktschemikers Tr. Popp steht zweifelhaft fest, daß sic schon wochenlang gelegen haben muß. Man fand sie in einem Graben schon stark verwest. Hierzu wird nun seftgestellt, daß feit Anfang Mai ein etwa 20jübrig. Dienstknechl Kein aus Bik> der vermißt wird, der damals mit einem Knecht von einem Nachbarorte nach Homburg reifen wollte. Dieser andere Knecht ist bald darauf wieder zu seinem früheren Diensd- herrn zurückgekchrt, während Keins Auseni^ halt bisher nicht ermittelt wurde. Ter andere wurde jetzt festgenommen, leugnet aber, von K. irgend etwas zu wissen.
Vessen-Nassau.
Aus dem Amtdvcrkündiqungsblatt.
** Tas Anitsverkündigungsolarr Nr. 89 vom 21. Juni enthält: VewlDnung über die Einfuhr von Wein. — Gewährung von Teue- rungszulagen an die Empfänger von Ru1«g^haltm und Hrnterbliebencnbezügeii dcr Le-,sisd^n Vcr- [td.^enrngv-anftalt für gememdssch Beamte Lö.l'stsatzc für Ettv-rbs!?.c''für o.ge. ^.'ach-itz bei H'olzvertäufe>'.— Säocnst. lii ewrnieister-Ltcll- vertrnung. — Apparat zur Vettügung non Un* gejirer. — Tiensmackrichten.
Teuerungszulagen für Gemeindebeamte. Tie Gemeinden und Genie iid.'i'ei bänt-c sind verpflid^tct, ihren vor dem 1. April 1920 in den Ruhestano versetzten Beainten und Bediensteten uiib dc>en Linlerblielenen ojm 1. April 1921 ab bis nui weiteres TeucruN'^s-ulagen zu geioähren. Tic Teuelungszulagen beief’tn ui einem Zuschlag zu den auf 'Gnmd des genaratlcn Gesrtzes verliehenen Rülregchalten und Lintevbticbenai- trügen, der iür die ersten angcangenen vollen 250 Mk. der Verforgungsöczüge = 200 v. L beträgt, iür die weiteten angetangenen oder vollen 250 Mk ber Vorsorgimg: b-züge --- 150 v. L., für die wn'teren angcmngenen oder vollen 500 Mk. ber Vcrsormrngsbczügc 100 v ü- und für die wcitrven Teile ber ^rgmigsbrzngO über 1000 Mk. -- 50 v. L. Ter Mindc-cketrag der Teuerungszulaiic betragt iür ^Richeieia!t?empfmi- ger 450 Mk. jährlid), für Witwen und Volln»aife.i 600 Mk. iübrlid), und für Lalbwaifen 300 Mk. jäbrlidx Eine Aufremnun, der den Beuigsbeied>- tigten aus b<T ieidOgcietzlichen Arbeiter oder An- gestcl lbei wersicke rung zuilelrencen Timerungs^ Hilfen am die laiierunq^ulagen findet nicht ftott Ter Derwaltungsrat cc. Ber,ickerung^ansmlt für gemerndlicke Be.imte wird ermäcktigt, mrs eigenen Mitteln am Antrag dcr Beceingien ujm 1 2lpril 1921 ab den in Artikel 3 des Derck-tzrungsgesctzes für nemnubhdr Beamte bezcid)neten Bürgrn:- mciftmt und bcitttttsberccktigtcn Beamten und Bediensteten sonne ihren Hinterbliebenen, bereu Bersorgirngsbezüge vor bem 1. 2lpril 1920 iei't- gcsetzt nniitcn, T'Nlerung^zulagen zu gcwäbren: an die Ruhc^haltr<mviänger, ixe 9iriver unter 1b Jahren zu untedalten haben, Kmberzulagen bis zum Betrag, van 360 Att. iäTnlid) zu zrhlen, iveirn die Minber Fein e.g.nes Einkommen haben und sick> noch in Schul ober Berufsausbildung befinden unb etinauic Hätten, die sich bet der Ausführung dieses ergeben 'vllten, dur!> einmalige Beihilfen an^ilgleickeii ober zu mildern
Zic Rttchsregiclung hat bcschosien, Vic zur Zeit flt'ltenben Höchstsätze der Erwerbslosen fursorge zunädzst njd^ einen wcitcr-n Monat, alro bis zum 31. Juli 1921, in Geltung zu lassen.
Nadzdcni rrckorn steinfcgcrmeister Wilb. KZl zu Gies^m ixm'tötbm in, wurde der 3d>irn'"trimt'<T'r meister Tabacs als Scllvettrclcr bereitt.
Beim Ltadtbcmamt Gießen ist ein Apparat z u Befreiung dcr Wobrnngen non Flölien, Wanzen und Läusen ausgestellt. Tic Anwend:mg dickes Apparates ist icbcrmaiin im Kreis Gießen g?gcn Ersatz der Unkosten zugänglich gemad’t. Mindcr- temittelien .gegenüber findet Nii^rfd^agung dcr Kosten in gleidw Weise w bei den Tcsintcktions- kosten statt.
Au» yesfen.
Gozialdemokratischcr Vorstoß gegen Dr. Fnlda. v rm. Darm stadt, 21. Juni Ein scharfer Vorstoß gegen ben Minister des Innern, den Genossen Dr. Fulda, wird in der so-ialdemokrattschen Parteipresse von der Letzten Parteikonferenz des Agitationsbezircks Offenbach-Dieburg gemeldet. Es wurde mit Rücksicht auf die verschiedenen Borvomm- 'niffe, msbesondere die Weigerung Fuldas, Nvvembersozialisteii zu .Kreisbirektoren zu ernennen, unb vieles andere direkt sein Rücktritt verlangt. Der Minister hält sich für feine Maßnahmen nur dem Landtag gegenüber verantwortlich Die sozialdemokratische Landtagsfraktion erklärt, daß sie im Interesse der Partei zunächst dem Verlangen keine Folge geben möchte. Die Parteikonferenz besteht auf ihrem Antrag, d. h. dem Rücktritt Fuldas.
^L^derufunq. Das Ordinariat für Tür- wrfrflrfyvr an der VanbnnrtfrfKiftiidxm <\odr"duilc m vvhcnbeim ist hem a. 0 Pro'esivr an ter %'<*'*'* Tn Knt. et m<b oct
” oolt Walther übertragen morden Walther dcr sich befember^ auf dem Gebictc kx- ^*reriuma^ torithimq betätigt, vi cm geborener Maiirun- Er j!1011 bei ÄbderhaQen Berlin , 1 • 10 bü ber alogischen Wbeckma ber Biologi) chen Derichchranstal i m Dien und toater Assistent am Gießener lanbiüMfdxifb- * I'En Jnstimt. Hier erhielt er 1913 die venia l legen« tut Tierzucht and Mollen-wesen unb ln20
Tie Maul- und Klauenseuche unter dem Bieh- feftrmbe des Londwitts Wilhelm Leiwer in Brcber s.Kveis BiedenLips, ist crL'ffd'xn Tte v-rbr-cher tef^um7b«'‘[ange"3Tu‘k3lS. ®#etlma**Änm ftnt>


