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Der AuSMch für auswärtige Angelegen.

heilen.

^nn fqftrih<3>X X Die 9S mustergültige Leistung der Reichsdruckerei, wird der »oL/. «RpirfUf no' Falfchmünzer nur mit Wehmut bet achten tonnen.

i Stags- ^ntnoim wie diese sind das zuverlässigste Mittei

Berlin, 21.

in Beginn der Bei- n e r mit kurzen.

neu auSge^bme Fünfzigmarknote mit dem Aus- gaüedatum 23. 7. 20, eine in seder Beziehung

kaufmännischem Betriebe beschäftigt oder zur Zeit stellenlos smd. Demnach sind nicht wahlberechtigr alle diejenigen Handlungsgehilfen, die zur Zeit in einem nicht kaufmännischen Betriebe Beschä tigung haben, also solche bei Behörden. Als Wah.crus'.veis sind müzubringen: Eine Besch-in.gung der Kran-

letzten «dfcr« hat auch unsere afodemiiche Jugend gcitxmbelt, fxti ihr oor allem viel Ueberschoano irnd Uebermut genommen. Unsere Studenten sind

Htid)sgrfln6nng$ftkni

Fackelzng 8er «ie&encr Studentenschaft.

Aeußerlich sah man gestern abend wohl daS gleiche Bild wie in den toelten fernen SSorfrieg* »eiten: ein endloser Zug Buntröcke, deren Farben­pracht durch schr viel eüu5nigc8 Zivil freilich ettoafl verblaßte, wcchmde Fahnen, flotte MilitärmusiL als Geleit viel Volk, besonders junges, und daS garoe bunte Schauspiel in das Flackerticht von Umbert und aberhundert Fackeln getaucht. Aber es war doch ein anderer Geist, der beute auS dem studentischen Festzug sprach Tie Erleb nirfülle der

gäbe. Sen Rose Kühner war eine glänzende Verkörperung der Bertha zu erwarten. Sie (vielte das Spier dieser Frau mit aller List und Ser- schtagenheit. mit aller Niedertracht und Gemein­heit. die Strindberg ihr zumutet. Adolf Teleky machte untecrnm au* dem Doktor Drftermarf eine sei» AfireBeriJrtie Studie. Als Frau Hall mar cud) Änmiste Ward« in der seltsamen Begegn rn»g md ihrem früheren Gatten vom Geiste Strachheegs erMlt. Den wechischeu Literaten Wil- mer ftwlie Rühach Hellbora vielleicht mrd etwa« je fbzder 3urfctxrftung.

9« Netz« rollen füztu sich dem mustergültigen siu'smmenspeel Kurte Keller, Cläre Turf Sera Boudziej, Hilde Nischan. Gteorg He* d in« und Hans Silvester B u » se l ein.

Dieses Zusammen pri und daß der Strindberg eigene To» so meisterhaft getroffen wurde, bleibt der Regie Adolf T e l e k v S zu danken. u.

GelreTebewirtschastung in Bälden.

Berlin, 21. Jan. (Wolff.) Im badi­schen Landtag erklärte der Minister des Innern, es werde jetzt von den zuständigen Stellen ein Plan ausgearbeitet, nach dem je­der Landwirt nach Maßgabe der Anbaufläche und nach der des Ernteergebnisses eine be- stimmteMengeGetreideabliefern müsse, das andere könne der Landwirt bann für sich behalten.

Ein Rückzug KautskvS.

Berlin, 21. Jan. (Priv.-Tel.) In den Mitteilungen der deutschen Liga für den Völkerbund begrüßt eS Generalleutnant z. D. Graf Montp as, daß Kautsky in sei- ner Schrift ,.Delbrück und Wilhelm II." nun­mehr zugestehe, daß er der deutschen Re­gierung früher Unrecht getan habe und daß er nach Einsicht der Akten seine frühere Ansicht nicht aufrechterhalten könne. Deutschland habe nicht planmäßig auf den Weltkrieg hingearbeitet und ihn schließlich zu vermeiden gesucht.

Erzberger. *

Berlin, 21. Jan. (Wolff.) Der Ge­schäftsordnungsausschuß desNeichs- tages beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit dem Anträge des Justizministers auf Zu­lassung der Strafverfolgung gegen Erzberger wegen Eidesverletzung. Dabei wurde die Frage erörtert, wer der Träger der Immunität sei. Der Ausschuß stellte sich auf den Standpunkt, daß nicht der einzelne Abgeordnete, sondern der Reichstag in seiner Gesamtheit der Träger dieser Immunität sei und daß es daher ganz gleichgültig sei, ob der betreffende Abgeordnete die Strafverfolgung selbst wünsche oder nicht. Da jedoch die Er­ledigung der Angelegenheit Erzberger auch im dringenden Interesse des ganzen Reichs­tages liege, beschloß der Ausschuß, dem Ple­num vorzuschlagen, die Strafverfolgung freizu geben.

Die Verhaftung von Kommunistmfsh ern.

Münster, 21. Jan. (WTB.) Zu den Ver- haftungen Vvn Führern der Roten Ar­mee im Industriegebiet erfahren wir noch fol­gende Einzelheiten: In Düsseldorf und Dortmund war die militärische Organisation der Roten Armee am weitesten fortgeschritten. Eine genaue militärische Einteilung in Regimen­ter, Bataillone, Kompagnien und Züge war vor­genommen worden. Ern umfangreiches Material über regen militärischen Schriftverkehr zwisclicn den einzelnen roten militärischen Stellen wurde vorgefunden. Bis jetzt wurden sieben Verhaftuw- 8en dirrchgesührt. Einer der Insistierten mi5 ilberseld wurde» auf Gerichtsbeschluß vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt. Dafür wurde ein weiterer Haftbefehl gegen einen gewissen Heßler aus Elberfeld erlassen.

6ic§etitr StetttiHOter.

Kantenden.

Komödie von August Strindberg.

Gießen, 21. Jan. 1920.

Strrndbera ist jetzt acht Jahre tot. Obwohl -er hi Deutschland so eigentlich erst nach dem Kriege Mooe wurde, erschrnten dieSanievabcn" rn vielem unjerm 'Gefühl sehr fern gerückt. Daß ^ein Dickstergenius Weiberlxch preoigte aus Rach: ssür sein: eiq-ne t^schtechtströeigkit, erschüttert als trag hebet Etnzelsall, entbehrt aber les allgemeinen Interesses. Der Kampf der lsleschlerltier, der zu einer Menschheitsirage ausgebauscht wurde, jch umpft zu einer Pa an -oteaenheit zusammen, deren AuSaang von gauj kerjä.ilichcn Verhälttlis.'en abhänat. Die »Kameraden" sind in Stiindberas smiatischster Epoche geschrieben Worten, als er ui einer gatt-en Drammserte -Der Bat r utch Kame­raden 188/, Els Einakter-, daru tter Fräulein Ju ic arnd Gläubiger 18881892) seinen Kampf mit txm Weibe aussocht. Als einer der größten B--- ckemrer der Wltliteratur tobte er s-ine eigene Ent- läuschtrng, fernen eigenen Haß in Pamphleten gegen tric Frau ans wobei er, Ironie und Tragik feines Schicksals unbewußt mit den Mitteln kämpfte, die er bei der Frau als Grundüocl be- lämtrfte und bloßstellte: Dialektik, Verlogenheit, Feigheit, Haß, Bosheit und Schadenfreude. Er geigte die Feindin in krassen Beispielen, die tcinrrla Anfpruch aur Mgennnngeltung inndxn tonnten, beleuchtete das Exemplar in seinen scÄcck^

teilen Eigemchatten und triumphierte:Cosi fan tutte" So sind sie alle.

9iid)£ anders in den Kameraden. Auchhier ein Sondersall als typisch abgeslempelt. Ein Maler ist eine Kameradscha.tsehe mit einer Malerin einae- gangeiL Sie beschlagnahmt sein Atelier für ihre minderwertigen Matübuagen. Ihren Haushalt läßt sie zum Teil von einem andern bestreiten, fälscht das Hansl)«ltungsbuch, bringt feine Grundsätze ins Wanken, malt mit seiner Hilfe ein Bild, das Erfolg hat, spielt sich als die Ueberlegenc auf, weidet sich an fernem Mißerfolg, demütigt seine Männlichkeit und will ihn zur Maskerade in Weiberrleider stecken. Bis er endlich die Augen ausreißt und Ab­rechnung hält.Der Mann ist im Grunde feiner Seele böse, aber das Weib ist schlecht', sagt Zara­thustra. Aber bei Strindberg ist das Opfer des Weibes nicht weniger schlecht. Der Mann rechnet ab et genießt seine Rache, er weidet sich in ferner Schadenfreude, er kostet den Triumph, daß sic ihren Erfolg nur einer Rum meinerweckn lun g ver­dankte und daß i h r Bil^ das zurückgmnesme ist Er zwingt sic aus dem Hause und nimmt sich eine Geliebte, die ihm nicht Kamerad, nicht Frau, sondern Weibchen werden soll, lind hinter ihm steht Strindberg und reibt sich bte Hände über den Sieg, den der im Leben Unterlegene aus den Brettern über die Fvau txnwngefcxignt tat (5cer fcmnui! tr u nvhiert er unb e-aveststrt mit Wede­kind die Schußworte Faust:Da E iz^W-ib- liche zieht uns hinab." llito übersteht in seinem monomanen Haß, daß er bi; Partner ungleich ge­wählt, daß seine Dtafettif aus Trugschlüssen auf»

** Wechsel in der Leitung der Düf-, feldorfer Kunstakademie. Tie Einf.'ch u :g der Altersgrenze für 6 »ttSbemnr itnrb aud? einen Wechsel m der Leitung der Düsteldorer Kunst- alademic Mr Folge haben. Zum 1. April tritt der bisherige Alademiedirektor Prof. Dr. p.iL Fritz Roeber Mrück, da er schon 63 Jahre alt ist Zwar sind Abordnungen der Pro,e form und Schülerschaft der Akademie beim preußischen Shri* tusmwistermm dahin vorstellig gewordm, Roeber noch weiter im Amt zu betonen. Doch ist eine Ausmrdme von den neuen ZwangspcuswmerungS- befttmmnngen nicht zugelastm worden.

kenkasse, der der betreffende Wahlberechtigte an­gehört, ober eine Bescheinigung des Polizeiamtes, ober eine Bescheinigung des Arbeitgebers.

Tie Ortsgruppe Gießen des R. d. B- hielt am Donnerstag im Hotel Großherzog rhrr Monatsversammlung ab. Z sammlung beutete Kam. Roß ....

kernigen Worten aus die Bedeutung der 50jährigen Wiederkehr der Reichsgründung und ford:rte alle Kameraden auf, ihre ganze Krall als echte deutsche, nationalbewußte Männer für den Ausbau des

* Eine Bersam mlung für die im Transport-, Haudels-undBerkchrs- gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiter­innen findet am Tienstag den 25. Januar, nach­mittags 5 Uhr, im GOvcr'.schisishaust statt.

TasDeltbildderZukunft" furfce der geftnge teste Bortvag des Gen.-Sekr. Pfarrer Lorentz ün Stattrnissionsfaale zu zeichnen, Tie Waffen haben uns den ersehnten Friesen nicht ge­bracht, auch der Völkerbund und dir Diplomatie haben versagt. Ebenso kann die Aeltrevottmon den LebensvernichlttingSkamps nicht befcitigen. Dennoch dürfen nxr hoffen. Unser chrisUich-r Glaube ist ge­gründet auf die Wahrhaft nicht bloß einer Bergel-, tung, ob auch erst jenseits des Gvabes, sondern auf ehur durchgreifenden Umgestaltung aller Lo­bens vechältnifse ein neuer Himmel und eine neue Erde.

** Der Verein für BewegengS- spiele veranstaltet morgen Sonntag, oben adends Vs8 Uhr, ein Konzert des gesamten Mit- glieder^)rchesters.

** Lionella, bad L ö wenwei b, halb Weib, halb Löwe, ist wie man uns schreibt, auch nach Gießen gekonrmen. Tiefes 26jährige junge Mädchen tarnt als die seltenste und beteutenbfte menschliche Abnormität bezeichnet werden Lvnella wird nicht wegen chrer Bcl-a^rung das Löwenweiü aenMnit. Da Oberschenkel und Beck.nknochen zu­sammengewachsen sind und K'nie^hhb^-n fehlen, so ist auch Lionella nicht rnrftanbe. wie ein Mensch auf zwei Gliedmaszen zu stehen. Hände und Füße sind bei ihr katzenanig eMwickelt. und bie hin­teren Tatzen nxxjen ie acht Zehen, die vorderen sechs Zehen aus Lionella ist im Restaurant Gambnnus feüberReue Welt"), Wetz'eiiK»af e 10, vom 22. vis einschlieizlich 26 Januar zu sehen.

LandtreiS Gießen.

Die Dürgl-rmefsterwchl in Lich.

K L i ch, 21. Jan. Ter zweite Wahlgang für die Bürgermeisterwahl, der als Stichwahl die Entt'chciduntz bringt, findet am 30 Januar statt. ES stehen «ich, wie schon mitgeteilt, die beiden Bewerber Stadtsekretär Völker (Frichberg) und Bausekretär Walz (Vilbel) gegenüber.

11 000 Mar! berlercn und wieder erhalten.

O Grünberg, 20. Jan. Ein Bewohner eines Rackrbarortes hat e dieser Tage 11 000 Mark hier von einet Kaste für das ReichSrwtovser ab­gehoben. Den Betrag verwahrte er in einem Zd- garrentiflchen das er in ein weißes Tuch gebunden hatte. Im Wartesaal des Bahn Hots stellte er daS Kistchen neben sich und warte e aus den Zug. Als die er ein fuhr, veroaß er in der Eile beim Ern­steigen das Kistchen miiytnebmen. Unterwegs merkte er seinen Verlust. Als bei Zug nun vor Mücke vor dem Einsahrtsiignal hallen mußte, .'prang er kurz entschlose.i heraus und eite sporn­streichs nach dem Grünberger Ba!mbof. Allein ferne Geldk.ste war verschwundm (Eine Frau aus dem Lumdatale l»atte daS hervenlote Päckckien entdeckt und es an sich genommen in der Meinung, es ge­höre jemand von den Leuten, die mit dem Lon­doner Zuge fahren. Da bieS aber nictit der Fall war. behielt sie es zunächst Zu Hause entdeckte sie ihren wertvollen Fund, den sie dann sofort zur Bürgermeisterei brachte. Durch eine Anzeige, die der Verlierer im hte.igen Anzeiger erließ, klärte sich die Sache auf und er Eam nun wieder in den Besitz seines Geldes. (& gibt also auch noch ehr- lick-e Finder.

is. Steinbach, 20. Jan. Ein auswärtiger Schi rm fl tcker fragte in einem Haust naSt Arbeit für sein Handwerk. Kurze Zeit darauf merkte die Frau, daß rin im Hausflur ausgestellter guter Schirm verschwunden Nxrr. Ihr Verdacht siel sofort aui den <5dirmflitter. Sie eilte ihm nach und erkannte auch bei ihm sogleich ihren Schirm. Ms er leugnete und ihn nicht gutwillig hergab, faßte die Frau zai und nahm .ihr Eigentum toteber in Besitz Mlerdings büßte sie den Griff ein, denn bieten hatte der Schirms!uker entfernt, jedenfalls damit der Sckgrm reparaturbedürftig auSsah und nicht mehr erkannt werden sollte.

Htsskn^Rassau.

Fronhausen, 20. Jan. Hier wurde enter Witwe ein ÄMckrn mit P aPiergel d. man spricht von einer sehr hohen Samme, ge­stohlen. Dlluch einen Polftzcihimd ist ein Iun^: in Verdacht der Täterschaft grfontmaL,

baut, baß er, um nochmals M'ammenMtos'en, einen Einzel fall konstcuiett hat, dem jebe «llgemcinc Be­deut mig abgeht

Und doch sind die Kameraden das Werk eines genialen Dichters, gwß in der Verbohrtheit des Hasses, gewaltig rm Wurf imb reich an Emsällen, wie sie mir ein ganz überragender Dichter haben tonn.

Es ist lange her, seit ein Strindberg über unsere Bühne ging. Dte gestrige Aufführung war s, geschlossen, so tul endet, daß man sich fragen mu«, warum er nicht häufiger gegeben wird. Strindbergs dramatiscktes Werk ist so reich, daß nicht gerade seine zersttzendsten Dramen gnvähll werden müssen. Man toll die Schauspiel kräfte da an setzen, wo sie sich am vollsten au-wirken können. In ivenigen Ausführungen formten sie i«5 jo, mte rn Kame­raden, die unbedingt als eine der besten Aussührun- gen dieses Winter- zn vet^eichnen sind. Kräfte, die bisher saft brach lagen, fanden hier übertufdrnbe Auswirkung. So vor allem Else Koov, deren Sbd ernc onrtentte BerwweÄte der ®^n G fch»ch aus »eMmbatirir' MuKeALi/w-g darßellte. Bon her Äkoske an. hatte sie dieses seltsame G-s chom bis in das leiseste Minen spiel mit solcher Jntemnät des Ausdruckes durchdrun­gen, daß tro beffece Berkärp^rung laum denkbar ist- Ederüo w» sie zeigte »ich Dtoonnir v r a n d e S in ganz neuem Lichte <15 ALpcL Auch hier fühlte man ein ganz atebeiti in e*cr Aufgabe,

d'.e dem beuhgm Schauiovler e-sg«g«komm'.. Hier war schLnerüches Rachichaston. ^var Erfülltem vorn Willen des Dichters und leibensichaftliche Hin-

Z. am Mittag" me ausschuß für auswärtige Ange­legenheiten tritt am Samstag vormittag zusammen, um M aktuellen Fragen der Außenpoitik und der Stellung des auswär­tigen Ausschusses innerhalb oes par/ztrnen-» torischen Systems Stellung zu nehmen.

A«s Stadt und Land.

© i efeen, beit 22. Jan. 1921

Falschgeld.

Der Leiter der Falschgeldabteilimg dei der Reichsbank schildert im ,,B. T." das Unwesen u 'd biß Bekämpfung der Falschmünzer und schreibt iu. a: Die Gesamtsumme der im Verkehr befind­lichen falschen deutschen ReichSbonknoten und Dar- leh isfosjenschnne stcllt, hochgegrifien, etwa einen Zehntoirsendstel Tell umercs Ge'amkpapicrgeld- wnlaufes dar. Um eine genaue Zahl zu geben: auf 500 CO(j Mk. rn ReichSboiikiwten kommen 50 Mk falsches Geld. Tie Fälichungen treten aber dadurch viel stärker in Erscheinung, hiß sie sich auf eirryhie Nottmarten zuämmeiidrön en Un­sere FriedenSnoten sind bisher nur in urerfieb- lickvr Anzahl nachreahmt worden. Das Haup'- ttmthigmi der Fälschungen stellt die braune Z-ünfzigmarkhilsSban knote vom 3) 11. 18. Dieser mit allen Schwachem einer Notlxmknote beTtoftcte Geldschein wird jetzt ans dem Verkehr jgenommen und damit dm Banknotemälsclungen ein guter Teil ihres Bodens entzogen. Tie Ein- teiCTrunfl der grfrnen Fünfzigmorknote, die sich eben­falls als nicht genügeiüi wixrstandSfähig gegen Racknhrnnng gezeigt hat, wird später solgtM. Eine gute Banknotc muß sich vor TtadtaInnungen selber schützen. T-ie gcvade vom Reichsbmikdirektonum

der Leiter der Bettammlung, Rkaier-Gießen, die - k<uv muiuum ycuvmuicit. uniat <Lziuvtnicn jino rrnn Teil persönlichen Angriffe des Lor-i älter, reifer, ernster goivrben und stellen ihre B»> redners zurück. ___________________________1 geisterung nicht fugend.'ich übertrieben heraus, fon-

zur Eindämmung von Fälschungen, roeü sie an das technische Können der Falschmünzer Anwrberun- gen stellen, denen nur wenige von ihnen gewach­sen smd.

Beranftaltuugen.

Samstag: Cafe Leib, 7V, Uhr. Konzert und Vorstellung der Chiemfoer. Lichtspieltheater wie gestern.

Sonntag: Felfenkeller, y/t Uhr, Haupt­versammlung Der Vereinigung ehemaliger Leib­gardisten im Kreist Gießen. Hotel Kobel, 1 Uhr, De.samrnlung der ka n<radschaft.ichen Vereinigung ehemal. Gardedragoner Stadtmission, Löber- straße, 21/? und 81/* Uhr, Vorträge des Bundes- stkretärs Dornemann. S.'adttHeater, 3 Uhr, Jrn weißen Rößl: 61/, Uhr, Do dir Lerche singt. Pfalzer Hof, 3 Uhr, Besprechung des Vereins ehe­maliger Jäger und Schützen. Katholisches Bcr- einshaus. 4 Uhr. öffentliche Versammlung des deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes. Reue Aula, 5 Uhr, KSn^ett-Derein, Klavierabend Paul Schramm Gale Leib, 71/, Ubr. Konzert und Vorstellung der Chiemster. Lichtspieltheater wie gestern.

WcrtcrvoranSfage für Sonntag:

Wolkig bis bedeckt, meist trocken ober nur schwache Niederschläge, kühl. weAiche Winde.

Die Luftdruckverteilung hat sich auch heute über Europa nur wenig verschoben, so daß mit Fortbauer der bestehenben Witte­rung zu rechnen ist.

** Personalnachrichten. Ernannt wurde am 13. Januar der appwbierte Tierarzt Tr. Karl Stein au§ Grünberg zum Amtsveterinärarzt in Gießen mit Wirkung vom 1. 3amtar 1921 an.

** Oberhessischer Kun st verein. Die Ausstellung vo.: Weri^i Dei Aquarel­

listen hat fortgesetzt cirren rrgen Besuch auszuweisen. Tie Ausstellung wird nur noch vvn kurzer Dauer sein, da die Arbeiten in den nächsten Togen tnach 9Iad;en zur Weitersendung gelangen soll. Eine Besprecknng über die Ausslelluiig wird noch im Lause der nächsten Woche erfolgen. Tie graph. Arbeiten der Dvcsoener Künstler bl-iben nur noch morgen Sonntag und am Montag ausgestellt.

** Kohlen-B.erteilung. An Haushal­tungen und Einzelversonen werden nach euer Be fanntmarfvung des Brennstoffamts Kohlen und Koks verteilt. Die Kohlen müjen alsbald bei den Kohlenhandlunaen oder dem Gaswerk abgenom­men werden. Größere Vorräte sind bei den Fir­men: Gebr. Kahl, Frankfurter Straße, E. Lotz, Kaiser-Alice. A. Stuck, Marburg'r Straße vor- Händen. In der Bekanntmachung wird wiederholt darauf hmaewiestn, daß ein Anspruch auf eine bestimmte Kohlm'orte nicht besteht und eine Ge> währ für eine spätere Lieferung nicht übernommen werden kann.

** Kohlen-Höchstpreise. Infolge Er­höhung des Zechenpreises wird der Höchstpieis für Union-Äriketts auf 12 50 Mk. p. Ztr. stst- gesctzt. Die üblichen Zuschläge bleiben unverändert.

** Holzausgabe. An die Bezugsberech­tigten wird Brennholz nv-ß zum bisherigen Preis in b lieb der Menqe xur Bevrnradmg ausgegebon. RSheves siehe im Anzeigenteil. Wie wir erfahren, ist eine bedeutende Erhöhung der Preise für ratio­niertes Brennholz gegenüber dem Vorjahre ein* getreten. So betrug B. der Preis für Buchen* icheitholz 1. Kl. im Vorjahre zwischen 50 und 60 Mark pw Rm., während der teesjahrige Preis fick zwischen 90 und 100 Mk. bewegt. DaS ist eine Erhöhung von rund 80 Pro». Aelprliche Preis­erhöhungen bestehen für fast alle anderen Brenn- Holzarten. Die Kleinverkaufspreise, denen noeb Fuhrlöhne. Frachten, erhöhte Löhne für die Holz­bearbeitung und sonstige Geschäftsunkosten zu ge­rechnet werden müssen, wer dm eine wesentliche Erhöhung erfahren. Dieselbe Preismtwicklung ist bei den össemlick-en Versteigerungen der benach­barten preußischen Gebiete zu beobachtm.

** T i c Warenausgabetabelle des Lcbensmittelamtes für die Woche vom 24. bis 30. Januar ist im Anzeigenteil der heutigen Nummer veröffentlicht.

** Diebstahl. Aus einer hiesigen Kranken­anstalt bzw. aus der Privatwohnung eines Kranken derselben ^Anstalt tvurben von einem entwichenen tränten Strafgefangenen nachstehende Gegenstände acftobten. Ein Photographischer Apparat (Filou) 9><12, eine gestreifte Hose, ein hellgrüner Hut, ein Nachthemd, eine Normalunterhose, gq. R. C., eine schwarze Ledermappe. ein brauner vrereckiger neiner Handkoffer, ein weißes Schließkörbchen mit LcbmZmitleln und Wäsche und verschiedme Bück>er. Vor Ankmtt wird gewarnt.

"TieWahlderBeisitzerzum Ka u f- mannsgericht findet Montag den 24. Januar 1921 in cen Stunden von 6 bis 9 Uhr abends in der Bürgermeisterei. Gartenstvaße (Zimmer Nr. 11) statt. Wahlberechtigt sind alte männlichen und weid lichen Handlungögelstlien, sosern sie am Tage der Wahl das 20. Lebensjähr vollendet und in einem

Vaterlandes einzusetzen. Im weiterm Ber'auf der Versammlung wurden verschißene Ausschüsse ge^ wählt und es tonnte, dank der tatkräftigen Mithilfe des Chrenvorsitzendm, Kam. Gmsh imer, und d s itoeiten Vorsitzenden, Kam. Fink, die Franengrnppe des R. d. B. ins Leben gerufen werden. Als weiterer Erfolg ist noch die Gründung der Fachgruppe für Versorgungswesm zu verzeichnen.

**Jn denvomBundfüranthrvpo- sophische Hochschu l arbeit veranstalteten Botträgen tritt eme kleine Ätendernng ein. Der Vortrag vvn Fräulein Kreede, Phil doct., über Anthroposophie und Naturwissentehast" am Mon­tag den 24. Januar findet im Hörsaal 44 der Universität statt. iBeginn 87» Uhr.) Der zweite Vortrag.Frl Kreedes über dielieberroinbang Der Relativitätstheorie durch die Anthioposophie" wird, wie angekündigt, in der neuen Aula am Dienstag ben 25. Januar abends 81/» Uhr aehalten.

** Höhere und Erweiterte Mäd­chenschule. Tie Anmeldungm für das kom- rnende Schuljahr werden Samstag, 29. Jan., von 9 bis 12 Uhr, im Schulhause, Dammsttaße, für alle Klassen der Höherm und Erweiterten Mäd­chenschule enlgeingenommen. Für die Vorschul­klassen fl. bis 3. Schuljahr) finden Anmeldungm nicht statt.

** Ter Flieger von Tsingtau, Ka- bitänleutnant Günther P scho w spricht am Mittwoch, dm 2. Februar 1921. abends 8 Uhr auf Eintodung der O r tsgruppe der Deut­schen Volkspartei in der neuen Aula. (San Thema tou'et: ,,Als Flieger rm belageren Tsing- üau und Flucht aus erräti^yer Kriegsgefangen­schaft. Plüscltow ist, 'wie und geschn'bm wird, ein fesielnder Erzähler. Nur nrn-.ge Menschen haben solche Abenteuer erlebt, rote er. Er machte den Heldmkamm um Äautidxrj mit ent:ii g mit fer­nem Flugzeug der Gefongmscha't, suchte ü'e Amerika m die Heimat zai gelangen und geriet oui dem Schiffe in Gesairgenschift Bon E g'and ans gelang ihm bann unter großen Dchnnei igLeiten Die Aucht nach TeutfchLarrb auf einem neutralen Schiff. Seine Erlebnisse hat PlüsckDw in dem berühmten Buch des . Fliegers von T7urg0au" geschildert, das eine Anlage von 600 000 Stück erlebt hat. Seinem Vortn-ag wirb das größte Interesse entjc^ngeb.a B sonde. s die Jugk»d wird nicht veriäumm wollen, ben kühnen Monn von feinen Taten erzählen zu Iiömt.

* U. S. P. Jin Eaftz Leib sprach igestern Zwehl-Frankfurt a. M. über bie Reichsgrün- dungsfeier unb ben Aufmarsch der Orgeschbataillone. Vvn ben Erlassen bc« Reichspräfidmtm übet Abzeichen im Heer und übet bie Reick'-sgründmigSfeier, die er als Wasser auf bie Mühlen der Reaktion bezeichaiete, aus gehend, imtcrroarf et das rnonatchifiisthe System und btc Person Wilhelms II. einer emgehmden Kritik. Dann schilderte er rückblickend in seiner Beleuchtung die Votgrsckück^e des Krieges, der durch Deutschlands Vetdaltm auf den Haagcr Konferen­zen unvermeidlich gewordm sei, entwarf rin Bild des Elendes der Massm, das eine Folgo dirfes Krieges sei. Die deutsche Revolution sei viel zu spät eingetreten. Dann ging er zum Versailler Vertrag über, dessen Bedingungen er verwarf, dabei aber die moralische Pslickü Mm Wtederauf- bau der zerstö'tm Gebiete betonte. Die Revision dieses Vertrags werde allerdings nicket durch na­tionalistische Demonstrativ um etr<ickü. Anschlie­ßend kritisierte er das System Noste, das Ver­halten der Regierung zu den Mannten Ereignissen tnt Ruhrgebiet und ihre Stellung in der Frage der Einwohnerwehrm. Diese feien das Hier der Reak­tion. Das Hauptquartrer sei Bavern, nv Luden* borf regiere und bie Orgesch, über 400 000 Gewehre verfüge. Sckion begimie die Reaktion sich in die ?lußenpolitik nrischm. Die innere Politik sei ebenso nnbefrv-di^nd. Die Steuerlasen di-ücktm die Massen, daS Kapital werde davon kaum berührt. Die bürgerliche Justiz häufe ein schändliches Urteil auf das andere Arbeiterblut sei billig geworden. Der Redner fordert A-uflösung her Einw^ner-- wehren, kommunale Polizei, nnb eine sozialistische Politik an Stelle der kapitalistischen. Er schließt mit einem Appell an die Einigkeit des internatio­nalen Proletariats. In der Diskussion wirst ein Vertreter der Arbeitslolm dem städt. Arbeits­nachweis Ungerechtigkeit und unwürdige Behand­lung der Arbeitslosm vor. Im Schlußwort weist