Ausgabe 
22.1.1921
 
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neuem mit den Sanktionen unb ihrer Wendung befassen müssen.

Sodann rag iff Herr io k das Wort und er­klärte, die Entwaffnung DeutsckilandS fr in erster Lmre ersorderlick», damit <md> Frankreich seine Stüitimocn ein schränken und feste Fmanien dct-> beffeni könnte. Bereich der Reparation brauche bte Regierung writgelxirtes Dertra:>en Im übrigen fei die Erledig mg dieser Frag? een? Angri Qx-nbril der Sachverständigen. «u denen er volles Ver­trauen habe, auch, zu Brumd und Loucheur.

Tarauf wurden die Tagesochnungen verlesen. Briand erklärte, er nehme die Tagesordnung Aragv an. In dieser Tagesordmmg werden die Erklä­rungen der Regierung gebilligt. Tie Kammer bad? das Vertrauen zur Regierung, daß sie die Rechte Frankreichs im Einverständnis m l feinen Alliier­ten vertreten und eine Politik weitgehender natio­naler Einigung unter allen Revublikanern in vvl'er Achtung vor den Gesehen der Republik sicheritellen werde. Tie Kammer lehnt jeden weiteren Zusay ab und geht zur Tagesordnung über. Diese Tages­ordnung wird schließlich mit 475 gegen 68 Stimmen angenommen. Hieraus vertagte sich die Kammer auf Dienstag.

vke öfterkelölschl Zkraqe.

Innsbruck. 21 Jan (DTB^ Dm Land»

rat stottfinden, in dem man die von PfohhCVorgie und Curzon auf der Pariser Konferenz <rnxu* schlagende Haltung fesckegen wird ES wird rxr# sickert, daß Lloyd George alles anfbirtni wird, damit zwischen England unb Franfrrich eine Eini­gung in der Haltung gegemlber Deuisch.lnnd er­zielt werde. Lloyd Qkxnxy wrnde trinr Anstrengung gen scheuen, um gu diesem Ziele »u lgrlangen. 1

>genstänc»r bv idicn. .

,nn (Ul llfjr nAchniil- r. 1, erfolgen.

Vie Antwort Brinnis auf Anfrage in der französischen Kammer.

Baris, 21. Ion. (DB.^ In der heutigen Sidung der ffnmmer, die um 3 Uhr nad> mitxrgs eröffnet wurde, e~grin sofort Ministe-# präsLem Briand das Dor: und erklärte: In der emüat Sckrndc, in der man sich befinde, mrr Stunde, in der das Geschick t>S Landes am "terai viele siehe, würde er eine JJtae auslrrechen, wenn er bebauten wollt', er <.e:irrte lieb nufr: in Erregung Tie Reciraung werde der Mammer klar und deutlich die Lage auSwra ^»ireven, in der man sich b.si?che, ir.4> die Tatsache da6 fr das ganze y-ertramm der Ätrmner bci'ebe, micke cs möglich, das Ziel zu erreichen, das sie 'ich gesetzt bat Man grhe morgen yi einer neuen Konferenz in ei er AtTrw'phire voller Xe-

Stt« dem Neicbe

AvS dem Hnup^ansschuß des Reichs^ys.

Oiefigtr Smbl mcric mit 31 lilWbe, ein

lathlfLin^vom Hon in Zrüni

wochenrLlkblick.

Während das deutsche Volk in den Städten und Dörfern der schöneren Schicksals­tage gedachte, die unS vor 50 Jahren beschert wurden, wodurch die strengen Herzen sich mild und weich fühlten blieben wir doch in der

______- - , .. . _ . . i R ratens iagen an Empiänger von Invaliden-, derausbaus Europas unbchuigt nolwendig fei, I Witwen- unb Altersrente,

London, 20 Ian f®No(ff3 Llond orge ist gestern nach London yirü/fg Mrrt seiner Abreise nach Paris wird rin <T n b inert»»

to1t^n der Entschadigungsfrage rein Machtwort Frankreichs fallen. Offen­bar hat die Beantwortung der 41 Fragen von .99rüffel durch die deutsche Regierung in Lon­don nicht den schlechtesten Eindruck gernackck. ®er neue franzöfischeMimsderpräsident hat auf fein an Llovd George gerichtetes Begrü- vungstelegramm die sehr vorsichtig gemessene, abdämpfende Antwort erhalten: es stünden in Paris Entscheidungen bevor,die wir nicht nur für die beiden großen von uns vertretenen Länder gu treffen haben, sondern von denen auchfin ausgedehntem Maße das Schicksal von ganz Europa abhängt".

Herr kBriand weiß also Bescheid, und er hat sein B-'f-ngerichtet. Es ist keinebesondereSensation, daß er beim Beginn J£in^r en sl)öiuue.iQuib(ihn dem deutschen Botschafter einen Gegenbesuch machte und mit ihm über die wichtigste der schwebenden Fra­gen sprach. Von inhaltlicher Bedeutung ist flher sein Regierungsprogramm, oas er in per Kammer verlesen hat und das wir gestern ausführlich veröffentlichten. Man spürt darin, zwischen den Zeilen, die schwie­rigen, grundsätzlichen Auseinandersetzungen mit England Herr Briand will nichts anderes al» seine Vorgänger: die strikte Ausführung de- Versailler Vertrages. Aber fein Stand­punkt ist durch allerlei Erfahrungen abge­klärter. Er gibt zu, daß Frankreich kein selbst- herrlicher S eger ist und in starker Abhängig­keit sich befindet. Und doch: es müssen noch viele Ernüchterungen für Frankreich eintreten, bis es ganz vernünftig wird und erkennt, was unmöglich ist Herr Briand wünscht den wahren Frieden, tenFrieden der Herz­lichkeit und der Moral", er spricht zwar noch von derfürchterlichen Ungerechtigkeit von gestern", aber er unterläßt es wenigstens, die alte Schimpferei von denVerbrechen" Deutschlands zu wiederholen. Der Minister ist nicht mehr wie Elömenceau, Poincarö und Millerand ein Shylock, der das Messer wetzt. Frankreich nimmt, was es kriegen kann, so

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hxrum und gegn^ritiger Her;Ii<rkrir wrickes tie heftenSebmqinwjra für die Arbri' und für ben Er­folg tenstkllten. (Anhal brate Bewegu-g) Aber er vcrnehc, day die PJcrmmer, um d r Regirirang ihr Vertrauen geben zu können, inständige Au ' - f i 5 r u n g tx-rlmro*. und er habe da die Absicht, der Kammer die Motive zu Urnen, unter Denen man zur Konferenz schreite: Ttti Züt, das wir zu erreichst hcahfirTviget unb die Mrrri, ixe wir ergeifen wollen, um es zu erreichen Den ^"f'xef ienöcrtretern Frank#

den verheerenden Wirkungen unserer schlechten ! reichs auf der Konferenz müßte volle Hand

-oaluta, Die mernvürdigerwcife in den Augen lungSsreiheitc dieses Franzosen letzten Endes ein Quell des K Fortschritts sein soll?!

)rung ((Äiytii hiermit mit reuen Öruiifr sind.

ingungen: idstülkcn auch

eine Permide Igt der Auc- t von Agen, hilb der Zeit rben.

ydaiibt iDiib ergiitti 6«

Nr. s8

Der *ttfcenef »Balger erNjenti täglich, aufeer Sewn- »nH F««ru»g5. »«»Gliche Bnvj<öre1r. Sih. 4^3 Iriger- lohn, durch dt« Pop Mk. 6. - eiuchl SefieUgeU). TT3 .Sport.Uml^QM- Mh. 6.60 «»fchl Träger, lohn, durch die P-ch MH. 6.25 dn|*L Befielt,»td. Neruiprech.'LnfchtjOle: sürdieSchriftl,U»«^ 112; SerUa,<Bd4WfrMi« 51. Anichrpt für Drcchtnach- richten Pmelgcr titgtiL

J'eizljejkmK:

Itrt t. BI. 11686

^Dfe Verhängungen in Paris.

Berlin, 21. Jan. (Wolfs.) Zwischen vrrrn Bergmann und den Vertretern der Ententeregierungen haben in Paris mehrfach Bespreckiungen über die Frage der Festsetzung der deutschen En tschädigung [tätige- funben. Bei diesen Besprechungen hat Herr Bergmann in Uebereinsttrnmung mit der Stellungnahme des Außenministers Si­mons bei seiner Besprechung mit dem Bot­schafter Laurent zwar die schweren Opfer betont, die für Deutschland aus einer Verta­gung der Feststellung der Gesamtentschädi- gung erwachten, sich jedoch bereit erklärt, über die Seydourschcn Vorschläge wegen der Fixierung der fünf Jahresraten unter den bekannten Voraussetzungen zu Der» haicheln, die nach deutscher Auffassung die Grundlage für jede Verständigung über die Wiedergutmachungsleistungen bilden. Es ha­ben sich noch keine Anhaltspunkte dafür er­geben, inwieweit die Al.uenen bereit sind, in diesen für die Weiterentwicklung der ganzen Angelegenheit vom deuf'chen Standpunkt aus entscheidenden Punkten Deutschlands Dünsche

. nahm den Dringlichkrit^antran (^rnr;hnit» sckien befr. die Bokksabstirnrn n'n a fl'N-r twrn Ansck, luß an Deutsckisand in f-inem ersten, aanz Oesterreich Beh-efHihrn Teil rinötrnmin. in seinem zwei'en, die Abstimmimn in Tirol be­treffenden Teil mit Mebrbeit an TVerner rtnirb* rin for'ofbemoFratifrfrr Antran be^frab die Pe­schs e u n i g u n g her Bolk^bstimmunn in q^nz Oesterreich rin rorit'^rr sotialhemokrat s^»er 9ln- trnn, in bem die P'in^e4reche7'unn

-mrd, an dm VöT-rbm-tz fr**grn Au"h lni"q tv3 Ans-^/ustverh^t-s 6e <m ut et*n, mi« ^tim-"e-- wehrbeit antmemmer». In ber Rackrnjtt-a''i>ung wurde em lo-ial^ewokrvtilcher Trinhs^trit - 7n- hxtn wrgrieat, m dem bi? am»

gefnrbetl w'td, mit bra ba nerisch-n regierung wen en MiLernn n t^r (tz -enz. kontrvlle zwilckrn Tinol unb Bar ran in 9>r- Fwmhfimgnt zu treten, sonne ein

.Hu^tyrnftan, m dem die Bu'des^e-u-q t P< r« fw-hfun^em mit Irr dratschen R gi'»nr*a a f*e- fnrbert w damit di- an Banera onr--" v,ric<*n Tiraler B-z r'smarms^o'tm als Z<ck'«r 'ch ich-ebier erklärt werden, einstimmig angenommen.

lungsfrciheit gegeben werden. Briand gebt bann dazu über, di-e Dcht ferner Mitarbeiter zu rechts er NM, trw wandte srch dann der 3nterpelLi- hün Iorgeot zu, mvem er erklärte, ieme rin­dige Sorge sei, den sInterescn Frankvrichj am beiten zu dienen. Seit zwri Jahren hab.- Frank­reich Feme Bezahlung tiner Schuld per.angt. Ptan itTürbe lebe öcixdjinifcit Dcrl ugnai. wenn man d« Urbeber des Unglücks, her die zivili- lurrte Welt m Gestatt von B>l>nen und Frankreich lmgegrinen hat, sich her Bestvamng entziet-eil laife. .SBmn Deutschland, das mit unver- Bergwerken und Fabriken auei bem Krieg berporgmg, sich alle We.tteile bifuen ^ömite.würden biejenigen, die es ang g.i fen habe, ibm Dcriallen (fiebbafter Bei all.) Tas .ranwiisch.- volF roiife, baß es bte Macht Hal unb diele auch

:ung von Interpellationen hat der französi- che Ministerpräsibent gestern weitere Ein­griffe in innere deutsche Angelegenheiten in Aussicht gestellt: Deutschland habe zu viel Be­amten und noch zu viel reiche Privatleute! Man versteht es ja: Herr Briand mußte, um. das Vertrauensvotum für sein Kabinett auf­zurichten, alle Register ziehen und auch leere Mühlen klappern lassen. Aber die beutidje Staatskunst sieht heute nicht mehr völlig vernebelte Wege vor sich, wie noch vor eini­gen Monaten. Herr Briand gab bei seiner letzten Rede zu, er befinde sich in Erregung. Desto ruhiger, kaltblütiger und üb erzeugen­der muß bie deutsche Diplomatie jetzt an die Konferenztische treten.

erklärt, daß daS republikanische Frankreich nicht zu dem letzten Mittel, zur Gewalt, schreiten will, sondern vielmehr Deutschland überzeugen statt zwingen will. Wenn aber Deutschland diesen Bersiub zu fdutHcrig macht, wird wohl bie Konferenz sich

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F.w» ' yoni^btn du Wto mht, [ot. 9rt allen F. « be- « Wer Rerot ä ibt,n Macht mehr Ler inm Irbiter, so ihr vertrauen un»

Dllarmmeldung desEcho de Paris", die alli­ierten Sachverständigen hätten sich auf die Weigerung Bergmanns, 3 Milliarden Gold­mark jährlich zu bewilligen, bereits entschlos­sen, ein Gewaltprogramm aufzustellen, ist durch die inzwischen bekannt gewordene Regie­rungserklärung heS Kabinetts Briand als völ­lig unwahr erwiesen.

anniwenden versteht. Es erwarte von seinem Parlament unb ferner Regierung, daß sie ihm utnair *efl unk Ergebnise der Si-'ges zum Bewußtsein brmgen. Heißt das si)ft»mati,chk An- rocitivng von Geivalt? Es gibt Leute, bie be° baupten, daß Frankreich ferne Forderungen noch nicht bekamitgegeben härte u id bas, um bie Zal>- lung m imveriatistischer Absicht zu i»rtvm. Ich 'preche es laut vor aller Welt aus: Das ist nicht wahr! (fiebhaiter Brisall.)

Frankreick hat niemals mehr das Vertrauen ter tinbeven Länder erzielt als im gegenwärtigen Augenblick. Deutschland hatte vor dem Krieg 500 000 Bea m te. Jetzt sind e s itoei Millionen. Tas wird erschwert werden müssen. Es wäre rin Skandal, wenn es einen Bankerott geben sollte, der nicht aus sriten der Besiegten fei! Während des Krieges hat Fnank- retd) Geld im Ausland geliehen, TeutsÄanb hak ftd) aber rnchrs gelreden. Wenn bie Kaffen leer sind, fo haben sich die Privatleute bereichert Deutsch- lanbd Privatleute müssen jetzt soli­darisch sein, daß seine Verpflichtun­gen erfüllt werden. 9Iuf einen Zuruf, tme _ das geschchcn solle, erklärt Briand, btt fran» -sstschr Regierung wäre im besonderem Maße (eitf)> fertig, toenn sie nicht alle Mittel crsckwvsen würde, beoor sie ihre Zuflucht zur Qfenxtlt nehme Die Alli­ierten haben keine Bedingungen angenommen. Es wärt a(>fr gefährlich, seine Zuflucht zur Gewalt i u nehmen ohne Gin* o e r st ä ndnis mit ben Alliierten. Gr sei überzeugt, daß die Alliierten sich imter- einenoec Dentänbtgcn inüibcn Wenn sie nicht die Erichen heS Hmibelns bewiesen, so würden sie Deutschland die Möglichkeit bieten, sich einem großen Teil sehier Sckulden zu entziel>en. Wenn aber du Forderungen fei'dgefcllt sind, unb wenn bie ZahlimgSsaln^eil Deutichlonds festgestellt ist, das muß Deutschland sicher wissen, daß es dem Zwang nicht entgehen würde, wenn es t>erfud>m tmlrte, sick seinen Verpflichtunc^ra ^u entziehen. (Lebhafter Beifall.) Unfcnen AI irrten mnß ver­ständlich gcmadU werden, das; das im Interesse aller liegt, bannt mir der Wohlsahrt eines bauer- haften Friedens teifixiftig werden

rauhen Wirklichkeit.Von außen düstert's, wo <8innen glänzt." Tie Wolke der sogenann- t e nW ledergut machung" zieht vorn Westen her gegen uns heraus. In Paris wurde im geh-imen verhandelt, und den gewöhn- lichen Sterblichen bei uns blieb es in Dunkel' gkhstllt. was Staatssekretär Bergmanti, der Haiiptsackiverständige für Brüssel, dort für Vorschläge cntgegennahm oder selber machte. Wir hörten einiges aus Pariser Blättern, aber dies wurde dann dementiert. Zuletzt demen-- tierte auch Herr Bergmann selbst, es sei nicht richtig, daß er namens der deutschen Regis- rung unter gewissen Bedingungen zunächst für fünfyahre eine jährliche Wiedergutmachungs- summeDon 2 Milliarden Goldmack, die aller­dings mur zu einem kleinen Teil in bar zu Zahlen wäre, zugesagt habe. Richtig ist aber, daß letzt von Paris, vielleicht auch, was wir noch nicht sicher wissen, von London, der Vor­schlag gemacht wird, man möge die im Frie- bcn8Mrtrag für bie Festsetzung der Gesamtent- fehadigungSsumme auf den 1. Mai 1921 be­stimmte Frist weiter hinousschieben und sich einstweilen mit Leistungen und Zahlungen Deutschlands für die nächsten 5 Jahre begnü­gen. Die gestern veröffentlichte Berliner Mel­dung von einer Unterredung des französischen Ministerpräsidenten Briand mit dem deutschen Botschafter Mayer klärt uns darüber auf, daß die deutschen Vertreter trotz (wichtiger Bedenken nicht abgeneigt sind, auf Gründ der neuen französischen Vorschläge unb der deutschen Grundbedingungen: gün­stige Abstimmung in Oberschlesien, Freigabe des deutschen Eigentums im Auslande,' Ermä­ßigung der Besatzungskosten, Freiheit des deutschen Handels und Rückgabe des notwendi­gen Schiffsraums zu verhandeln. Eine Dllarmmeldung desEcho de Paris", die alli-

daß (über diese Vorausfetzunaen vollkommene Klarheit erzielt wird. Herr Bergmann unrb voraussichtlich in den nächsten Tagen mit teil Unterhändlern der Entente über bie Sei dour- ichen Vorschläge zur Durchführung der S a (fr- lei Run gen in Unterhandlungen eintreten. Diesen Verhandlungen werden formu- liertedeutsche Vorschläge zu Grunde liegen. Die Konferenz der Nkgierungeckiess in Paris am 24. Januar wird sich Voraussicht lich auch mit vorläufigen Berichten ter Elt tentedelcgierten überdas Wiede,gulmackiungS- problem beschäftigen. Rach Mitteilungen nu8 Paris ist in Aussicht genommen, daß im An­schluß daran die Unterhandlungen in Brüssel ihren Fortgang nehmen.

Paris, 21. Jan (Wolff.) Zu der Er­klär un g des deutschen Botschaf­ters in Paris gegenüber Briand sagt das Petit Journal":

Deutschland verlangt von unS für seine Opfer neue Zugeständnisse Diese Zugeständ­nisse, bie die Besiegten dem Sieger abver­langen, sind einfach fürchterlich Unter diesen neuen Forderungen befindet sich nur eine einzige, die eventuell einer Untersuchung un­terzogen werden kann, nämlich die Ver­minderung der Besakunaskosten in den besetzten Gebieten Alle anderen For­derungen aber stellen eine Revision der wesentlichsten Bestimmungen des Friedens­vertrages zugunsten Deuts chlandS dar. Die französische Regierung hat soeben

Wir wollen es hoffen, daß mit dec Aera Briand die herausfordernden Schikanen auf- hdren, denen Deutschland von Frankreich bis­her immer auch da ausgesetzt war, wo es sich nicht um Wiedergutmachung oder Entschädi­gung hageln konnte, sondern nur um Rache und Gehässigkeit. In der Entwaffnungsfrage will Frankreich weiterhin unerbittlich blei­ben. Briand sagte wörtlich:Fern liegt uns der Gedanke, Deutschland Hindernisse zu be­reiten." Dem widersprechen Frank- re i ch s b , s h e r i g e T a te n. Das Kabinett Briand weiß wohl, warum es sich mit so be­weglichen Worten an seine Verbündeten, vor allem an England, wendet, denn diese haben begonnen, Un der fraulichen Politik des Grö­ßenwahns, des Säbels, mehr als ein Haar zu linden. Die historischen Reminiszenzen, die den Amerikanern vorgehalten werden, ver­mögen drüben kaum irgend ein gutmütiges Haustier hinter dem Ofen hervorzulocken, zu­mal die respektvollen Hinweise auf Völker­bund und Militärbündnis mit denedlen Belgiern" im Grunde nur als ein unÜuges und herausforderndes Füßescharren gedeutet werden könnten.

Die an Thesen und Antithesen reiche Rede Briands berührt auch die innere Politik Frankreichs nur so flüchtig mit oem Staub­tuch, vaß man versucht wäre, auch "an das Kabinett Briaiw einmal 41 Fragen zu rich­ten wvn der Art, wie sie die BrüNeler Konfe­renz Deutschland überwiesen hat. Frankreich hatunvergleichliche Quellen", die unvec- 'ehrt geblieben sind, in seinen Kolonien, seiner eniporgeblübten Handelsschissahrt: es mag diese Quellen, die Deutschland genom­men worden sind, benutzen. Das ist schon eine ergiebige Entschädigung. Wenn es ferner eine ruhige und besonnene Ar­beiterschaft besitzt, dievon der ganzen Welt bewundert" wird, so muß es sich Der* geHemvärtiaen, daß Deutschland ganz andere Krisen durchgemacht hat und noch durchmacht Sind doch erst dieser Tage wieder die Führer einer kommunistischen Kampforganifa.ron in Westdeutschland festgenommen worden, die ss auf Aufrichtung der Diktatur desProletariats abzielte. Bayern bedarf noch der Aufrecht­erhaltung des Ausnahmezustandes, und der Reichstag hat vorgestern mit 181bürger­lichen" gegen 124 sozialistische Stimmen einen Antrag der Unabhängigen auf Außerkraft­setzung des bayerischen Ausnahmeparagra- Phen abgelehnt. Gewiß, Briand hat Recht, Deutschland wird sich wiederaufrichten aus der Unordnung der Revvlutionstage, aber noch hat cs nicht alle schiveren Gefahren innerer Erschütterungen überwunden. Dazu bedarf es staatlicher Macht- und Schutzmittel, bereit dürftigen Rest die Entente ihm weg- zunehmen beabsichtigt. In der Beantwor­

te r l i n, 21. Jan. WTD.' Der Hovvt- autzschuß beS Reichstags bntn fiirr sämt­liche Positionen über die Sozial Versiche­rung. Darunter briinten sich 121 M'l i men für

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Italien unb bie Pariser Konferenz.

Rom, 21. Jammr. (Wolfs) Hm- sicht'«!» der Pariser Konferenh n>rih (n hnesiaen politischen Kreisen vrafichrai, Prinnb fxtbt- Lloyd George irrtb Golitti rrfurfi, IvemgÜens einigen Sitzungen v^rsänlich bei- ^uwohn en, in denen die wichtigsten Fragen er# örtrat wüchen. Tazn schreibt derMesfegerv". efl fri w»chl möglich, daß sich Giositti Für rinige Tone nach Paris begeben könne, ohne daß teswegra bic Eröffnung der Kammer vraschos-en werten müß'e.

.Daris 20 Ian ^WolfsI CH t r f i f f t s eh Briand durch ben ital'e^kschen Botschafter in Pa is davon m KknntniS fetten, test es ih n> yi Criwm Mußten Brixruran unmöglich fei. te^ Konse - renz deS Ober^emr Rates be ' r " wohn en, ha er yj biritr 3rat in Rom binrf b'rÖv'te'm-b^fmre der parlamen ta-i^ch'n Arten'en nfr-v*(rteften werte lDas itelienifche Parlament wird heute eröffnet.)

lauten seine phra'enreickien Ausführungen ins Prosaische übersetzt. Und er malt der Welt ein Bild von der günstigen Lage Deutschlands! Des Volkes, das feiner Milchauctlen beraubt, einen großen Teil feiner Jugend dahinfiechen ficfot! Deutschlands produktiven Kräfte seien wt Gegensatz zu denen Frankreichs ganz ge­blieben. Weiß Herr Briand nichts von der schweren Rot unserer Industrie, von der be-1 ;u stimmte Zweige überhaupt nahezu verdorrt rot Inti), von -en vielen Betriebsstillegungen, von | Te

W* 3<ü?rgang Samstag, 22. Zanuar 1921

GietzenerAnzeiger V

General-Anzeiger für Oberhessen

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iu berücksichtigen. Herr Bergmann hat darauf !

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^irtididtt der (.ntentettaaren und de» Wie- "enten^iagen an Eiruränger oon Invaliden-, ifl fei, I Witwen- und Altersrente.