Ausgabe 
21.7.1921
 
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Wochen, ganz hn Gegensatz zu vielen anderen «Gemeinden, noch in der Lage, verhältnismäßig viel Wasser zum Wasserverbrauch abzuge- den. Während 3. B. in Schotten das Was­ser den ganzen Tag über abgestellt wurde, lönnten wir, abgesehen von kleineren Stö- nmgcn, noch genügend Wasser erhalten. Jetzt aber wird von der Gemeindebehörde darauf wiftnertsam gemacht, daß auch unser Wasser­verbrauch sehr eingeschränkt werden muß, da der Wasserzulauf der Quellen kaum mehr -reicht, um den Verbrauch zu decken. 2ln der ^Straßenkreuzung von Stift- und Friedrich­straße wird gegenwärtig der Doppelhydrant, der undicht war, eingeschacbtei und umgebaut. Ein Kunstmaler aus Friedberg hat hier einen Bauplatz für ein Wohnhaus erwor­ben und beginnt bereits mit dem Bau.

Hessen-Nassau.

Erweiterung der Frankfurter Herbstmesse.

Frankfurt a. QU.. 20. Juli. Trotze bauliche Erweiterungen für die Frankfurter Her st messe. Man teilt unS mit, datz zur Herbstmesse in Frankfurt wiederum nennenswerte Erweiterungsbauten Lurchgeführt werden. Sin Reubau. Hau- Werk- b u n d, wird im Herbst bekanntlich zum ersten Male bezogen. Als Derbindungsbau entsteht link- davon eine Verlängerung der Osthalle D, in der früher Sportartikel untergcbracht waren, die in 3ufunft aber einen Teil des Kunstgewerbes auf­nehmen soll. "Rechts vom Haus Werkbund wird ein Gebärde errichtet, daS das Haus Derkbund mit dem Vorderbau der Osthalle A verbindet. Dieser Verbindungsbau soll ein bürgerliches Bierrestau­rant aufnehmen. Osthalle C, das Heim der Schuh­warenindustrie, wurde durch Lleberdachung und Ausbau des Hofes um mehrere hundert Quadrat­meter erweitert. Um das Mehrfache vergrößert wird West halle C, die zum Herbst außer "Bau­materialien und sanitären Bedarfsartikeln die elektrotechnische Industrie und Beleuchtungskörper aufnehmen soll. Die Tabakhallen werden ebenfalls erweitert. 3m ganzen sind hierdurch mehrere tausend Quadratmeter bedeckter Baum neu ent­standen

50 000 Mr. Belohnung.

mc. 5ran kfurt a. M., 20. Juli. Die Ma­schinenfabrik Augsburg-Dürnberg hat eine Be­lohnung von 50 000 Mk. zur Ermittlung von A k - tiensälfchern ihren Fabrik, die Anfang Juni zuerst beobachtet wurden, ausgesetzt. 3n Betracht kommt als Täter vor allem der aus Frankfurt stammende Handlungsgehilfe Willy Rathen, der sich aber auch Richard ®ruber und nach anderen Meldungen hin wiederum Fritz Schäfer nannte. Außerdem kommen als Helfershelfer noch Zeichner rund Lithogravhen in Betracht, die an der Her­stellung der Aktien beteiligt waren.

Don einem Rind totgedrückt.

mc. Frankfurta. M., 20. Juli. Der Meh- .flermeifter I. Durkardt aus Oberursel wollte ein Rind nach Frankfurt auf den Markt fahren. Unter» Wegs scheute das Pferd vor einem Motorrad und der Wagen kippte um. Bei dem Versuch, den Wagen aufzurichten, fiel Burkardt unter das im Wagen befindliche Rind, das ihm den Brustkorb elnbrüdte. Der in den besten Mannesjahren stehende Metzger erlag bald seinen schweren Ver­setzungen.

Ordentliche Sitzung des Provinzialtags der Provinz Oberhessen.

Dietzen, 9. Juli 1921.

Der Vorsitzende, ©efjeimerat Dr. Usin- aer, eröffnete um 10 Uhr vormittags die Sitzung und gedachte mit ehrenden Worten des verstor­benen Provinzialtagsmitgliedes Kommerzienrat H 0 0 S, Lauterbach, und des verstorbenen Rent­ners W a s s e r s ch l e b e n, Dietzen, der früher dem Provinzialtag und ProvinzialauSschutz ange- bort hatte. An Stelle beä Kommerzienrats Hoos, Cauterbad), ist Geheimer Iustizrat Rabenau, Büdingen, in ben Prvvinzialtag eingetreten, der «hon früher dem Prvvinzialtag 37 Jahre unb bem ProvinzialauSschutz 26 Zähre angehört hatte. Sodann wurde in die Tagesordnung eingetreten.

l- Antrag des Provinzialaus- schusseS, betreffend die Dien st b e - zuge der Beamten der Provinz. Die vvrgeschlagene Regelung der Deamtenbcsoldungen sowie der Ruhegehalts» und Hinterbliebenenbe- Süge wurde angenommen.

, .2. Die Rechnung der Provinzial-

1 le. Die mit einem Ueberschuh von 151 890,27 Quart abschlietzt. und der Derwaltungsbe- richt des P r 0 v i n z i a la u s s ch u s s e S für 1919 wurden genehmigt.

3. Voranschlag der Provinzial- kafse für 1921 Rj. Bei RubrikKreis- ft ratzen", wofür in Ausgabe 3 284 166,94 Mark vorgesehen sind, beantragt Abgeordneter Lux Rieder-Florstadt, einen Betrag von 300 000 Mark vorläufig für ben Reubau von Kreisstrahen ein- zustellen, um Mittel zu haben, falls im Gaufe beS Rechnungsjahres Kreisstrahenneiibauten noch ausgefühit werden mühten. Der Antrag wurde nach längerer Debatte mit Stimmenmehrheit ab- gelehnt. Der Prvvinzialtag war sich jedoch dahin einig, daß die vorhandenen Kreisstrahen sv gut al« möglich unterhalten werden sollten. Falls wider Erwarten ein Bedürfnis zum Reubau ?on Kreisstrahen im Laufe des Rechnungs- * x <-» rOortrctcn sollte, könnten die Mittel durch Ausstellung eines Rachtragvvranfchlogs noch angefordert werden. Sin Antrag des Abg. Geh. Iutzizrat Rabenau, Büdingen, der Provin- zialtaa möge feinen Vorsitzenden beauftragen, beim Aunisterimn vorstellig zu werben, damit der Provinzialausschutz rechtzeitig zu den Gesetzes- entwirr, en der Regierung über die Reuorgani- sation der Bauverwaltung in Hessen Stellung nehmen tonne, wurde einstimmig angenommen. , r 0 n 8 i a Ip f 1 c Q c a n ft a 11 er»

»ordert einen Kostenaufwand von 1 255 359 Mark, wozu die Provinz einen Zuschuh von 654 000 Mark 3u leisten hat.

Zur Rubrik Preisprüfungs stelle stellle Abg. M o g k, Grund-Schwalheim^ den An° Frag auf Aufhebung der Preisprüfunqsstelle der Provinz Oberhessen, da die Zwangswirtschaft fast aufgehoben sei. Der Antrag wurde nach längerer Aussprache gegen die Stimme des An­tragstellers abgelehnt. Es wurde jedoch vrr- aesehen, im nächsten Voranschlag die Kosten für ote Preisprüfungsstelle außer Ansatz zu lassen. __ 2tto Rubrik »Soziale Fürsorge" gellte 2lbg. Wittig, Butzbach, den Antrag, versch^

bene QKttgliebabeiträge für soziale Einrichtungen zu erhöhen. Der Antrag wurde mit Stimmen­mehrheit abgelehnt

Durch Provinzialumlagen sind zu decken 4 450 000 Mark, das sind 410 000 Mark weniger als im Vorjahr. Rach beendeter Be­ratung wurde der Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit 5 507 363,96 Rutrk einstimmig ge­nehmigt.

4. Rechnung unb V e r w a l t u n g S be- richt des P r 0 v i n z i a l w a s s e r w e r ks Inheiden für 1919 Rj. wurden ohne Aus­sprache genehmigt.

5. Voranschlag des Provinzial­wasserwerks Inheiden für 192 1. Der Vorsitzende wies auf die durch das Schieds­gerichtsverfahren zwischen der Provinz und der Stadt Frankfurt a. M. wegen Festsetzung der Wasserpreise eingetretenen Aenderungen gegen das Vorjahr hin. Einnahmen und Ausgaben wurden unverändert mit 2 512 119,21 Markfür ben Betrieb" unb 655 166,84 Markfür das Vermögen" einstimmig angenommen.

6. Rechnung und Verwaltungsbe­richt der elektrischen Ueberlanb- anlagc für 1919 Rj. wurden ohne Debatte genehmiat.

7. Die Rechnung der elektrischen llcberlanbanlage (Dau) für die Zeit vom 1. Juli 1918 bis Ende März 1920 wurde genehmigt.

8. Der Betriebsvoranschlag der ileberlanbanlage für 1921 wurde in Einnahme unb Ausgabe mit 12 288 000 Mark einstimmig angenommen. An die Beratung schlotz sich eine längere Aussprache über die Tätig­keit der Installateure. Auch wurde angeregt, den Bau von Transformatorenhäusern orts­ansässigen Bauunternehmern zu übertragen. Direktor von Stadler, Friedberg, gab die er­forderlichen Aufklärungen und berichtigte unwahre öffentliche Ausstreuungen, die das Unternehmen sowohl als die Daufirma zu schädigen geeignet sind.

9. Die beiden Anträge des PrvvinzialaaS» schusses betreffend: die Gesuche von Ange­stellten der Provinz um unwiderruf­liche Anstellung, und: die Bildung einer Kommission zur Ausarbeitung einer Denkschrift über bie künftig für bie ileberlanbanlage z u wäh­lende Organisationsform wurden ein­stimmig genehmigt. In die zu bildende Kom­mission wurden folgende Herren gewählt: die Provinzialausschutzmitglieder Rechtsanwalt Dr. Aaron, (Sieben, Kommerzienrat Langsdorf- Fried­berg, Mühlenbesitzer Schudt.Görbclheimer-Mühle, sowie die Provinzialtagmitglieder Iustizrat Grünewald, Dietzen, Fabrikant Rinn, Heuchel­heim, sowie als Ersatzmann Anton Lux in Rieder- Florstadt.

10. Der Antrag des Provinzial- I agmitgliebd Braun, betreffend Be- aufsichtigung der provinziellen Be­triebe und Anstalten wurde in der in der Sitzung des Provinzialausschusses vom 17. Juni 1921 mit Zustimmung des Antragstellers geän­derten Form einstimmig genehmigt.

Rachdem Provinzialrat Wolf zu Punkt 11 der Tagesordnung über den Stand der Elektrizitätsversorgung der Pro­vinz Oberhessen Bericht erstattet hatte, wurde die Sitzung nachmittags 21/s Uljr durch ben Vorsitzenden geschlossen.

Schlichtungsausschuß der Provinz Oderhcssen.

Verhandlung vom 19. Juli.

3n der Antragfache des Deutschen Bau­arbeiterverbandes gegen Bauunternehmer Gg. Decker in Dietzen wurde die fristlose Kündigung des Bauhilfsarbeiters Wilhelm Horst für unge­rechtfertigt erklärt, weil Horst alsBau­delegierter" im Sinne des § 62 des Betriebsräte­gesetzes den Schutz des § 96 des 'Betriebsräte» geseyes genießt, zur Kündigung des Dienstver- hällnisses hiernach die Zustimmung der Betriebs- Vertretung erforderlich ist, die nicht nachgesucht und deren Ersetzung gemäß § 97 des Betriebs­rätegesetzes auch nicht beantragt war. Gin wich­tiger Grund zur fristlosen Kündigung wurde nicht für gegeben erachtet: im übrigen wurde den Par­teien Verständigung empfohlen.

Der Antrag des Bauhilfsarbeiters Johann Deith in Oberwöllstadt gegen Bauunternehmer Karl Berg- Friedberg aus Weiterbeschäftigung wurde für erledigt erklärt, nachdem der Arbeit­geber bie Weiterbeschäftigung zugesichert hatte. 3m übrigen wurde der Anspruch auf Entschä­digung abgelehnt.

Dem Einspruch des Arbeiters Balthasar Schmidt in Rainrod gegen Oberhessische Dasalt- industrie in Frankfurt a. M. gegen die Kün­digung konnte nicht stattgegeben werden, da der in tz 84 BRD. vvrgeschriebene Weg nicht ein- gebalten war. Der Einspruch hätte zunächst inner­halb 5 Tagen nach der Kündigung durch An­rufung des Arbeiter- bzw. Betriebsrates erhoben werden müssen, auch wenn eine ungünstige Stel­lungnahme des Betriebsrates zu erwarten war Halt der Arbeiterrat bzw. Betriebsrat den Ein­spruch nicht für begründet, dann besteht für die Weiterführung des Einspruchverfahrens erst recht keine Möglichkeit.

Die vorstehenden Entscheidungen sind end­gültige im Ginne des § 87. Absatz 1 des De- triebsrätegesetzeS.

Gerichtssaal.

Ein politischer Prozeß in Mannheim.

M a n n h e i m, 20. Juli. (WTD.) Bor dem hiesigen Schöffengericht fand heute ein politischer Prozeh von grundsätzlicher Bedeutung statt. Be­flogt war der Chefredakteur der Reuen Badischen Landeszeitung, 2Nfted Scheel, wegen einer im Dezember 1920 erschienenen Rotiz, nach welcher der städtische Beamte Gallenberger in Ludwigs­hafen beschuldigt wurde, Spitzeldienste für die französische Besatzung zu leiden. Kallenberger war im Bureau be la Place in Ludwigshafen beschäftigt. Die Beweisaufnahme war er­schwert durch Abwesenheit des Haupt- entlastungszeugen Brandner, der Kallen­berger im Bureau be la Plaec kennen gelernt hatte. Dranbner ist unbekannten Aufenthalts. Der Beweis der Spitzelet seitens Kallenbergers konnte nicht erbracht werden, gleichwohl kam das Gericht zu einer Freisprechung des Privatbeklagten, indem es ihm den Schutz des § 193 (Wahrung berechtig­ter Interessen) zubilligte. In der Begründung heißt es, daß nicht nur der Presse, sondern jedem Staatsbürger bet Schutz dieses Paragraphen 193 Augebtlligt werden muh, wenn er, wie der Privat- benagte, in dem guten Glauben handelt und öin

Datum:

24,37 24,43

Berlin

Abend- Abend- Schluß- Schluß-

170,

183,

575,50

250,

264.

275,

336,

Marknotierungen.

173,50

152,50

10,12

99,60

23,78

401,- 577,- 310,- 278,- 838,- 409,-

339,75

302'-

127,15

343,35

277,55

77,48

598,10

835 - 406 - 337, 314,50 300,-

126,65

345,35

276,80

76,83

597,35

10,08

99,40

23,72

69,

333,

342,65

276,25

77,32

596,90

Kurs 19.7. 77,50

10,08

99,30

(Tbriftiania . . .

Kopenhagen . Sto*bolm . . Helsingsor«. . . Italien .... London.... Tkuqork . . .

Paris Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Deutfch-Oesterr. Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel

Kurs

20.7.

77,50

838,- 404,- 340,- 310,-

299,7 E 530,- 263,- 576, -

Börsenkurse.

Frankfurt

Spitzeltum bekämpft. daS burch Hinterbringung falscher Rachrichten, dem Deutschtum unermef Schaben zufügt.

126,35

344,65

276,20

76,67

Frantfvrt <t. UL, 21. Juli Berliner Devisenmarkt.

Geld Dries Gelb Brief

274,

335!

Datum:

5 Disch, ftriegsanl. 4 °/0 Disch. Reichsanl. 3e/ Disch. Beichsanl. 4°/e Preuß. Konsols Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto»Gesellschaft Dresdner Dank. . . Naiionalbank f. D. . Mitteld. Lreditdank. H,.2lmerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch.Gußstahlwerk . D.-Lux«mb. Beryw.. Belsenkirch. Berg«. . Harpener Bergbau . Obcrschles. Eisenb.-B. Oberschles. Lisenind. . Phönix-Bergb.-Aki.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. (Llektr.A.E.G Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume, . Daimler Bud.« Lisenw.» 2lftt . Adlerwerke 4°/« Hess.Staatsanl. , Elektron Griesheim.

991,-

1032

99,50

986,- 9-9,

1171,301173,701178,80 1181,20

1608,35 1611,65 1599,85 1603,15

126,85 --------- -----

696,75

1266,201268,801266,15 1267,30

984,

Vermischtes.

* Berlin, 20. Juli. Zwischen Har­burg und EuLhaven kam es infolge der großen Dürre zu Heide- und Wald­bränden, die auch Wohnhäuser und Ge­höfte bedrohten. In einzelnen Gegenden Schleswig-Holsteins wüteten Feuer von riesi­ger Ausdehnung, so auch auf dem Winnerter Moor, auf der Schwasinger Heide, im Kro- per Moor, im Wester Moor und im WeS- loer Moor.

* B e r l i n , 20. Juli. In K 0 b l e n z wur­den bei dem Umbau eines alten Hauses 5 2 Goldmünzen aus dem 14. Jahrhundert gefunden, die einen hohen Wert darstellen.

Hochschulnachrichten,

rm. Darmstadt, 21. Juli. Einen groben Verlust wirt» Darmstadt durch die Berufung des Goldschmiedes Th. Wende von der Künstler- Kolonie erleiden, der unter Verleihung des Pro­fessortitels von der badischen Regierung an die Kunstgewerbeschule nach Pforzheim berufen wurde. W. war seit 1911 als Rachfolger Riegels an der Künstler-Kolonie tätig.

Landwirtschaft.

D. Aus dem oberen Olibbertal, 20. Juli Von den Gewittern der letzten Tage hat man hier nicht viel gespürt. Die niedergegangenen Regenmengen sind unbedeutend. Die Frucht 4teht im allgemeinen gut. Der Korn- und Gersten­schnitt hat begonnen. Das Heu ist besser ausge­fallen als man anfangs dachte. An Grünsutter fehlt es. Trinlwasser war bisher genügend vor­handen. Wenn auch unsere Gebirgsgegend durch ihren natürlichen Wasserreichtum unter der Tro­ckenheit nicht so sehr zu leiden hatte, so tut jetzt ein durchgreifender Regen besonders den Kartoffeln, not.

f. Aus dem Vogelsberg, 20. Juli. Mit dem Korn- und Gerstenschnitt hat man nun­mehr allgemein begonnen. Schon erheben sich die charakteristischenHausten" wieder auf den Berg­äckern. Die Qualität deS Getreides ist ganz vor­züglich ; nirgends wird über mißratene Frucht genagt Aber infolge der brennenden Dürre ist die Gerste zwar nicht im Kömerertrag, aber in der Strohmenge weit zurückgeblieben. Vielerorts ist die Gerste kaum armlang geworden. Das trifft viele Landwirte schwer, da Gerste- wie Haferstroh recht oft das mangelnde Heu im Vogelsberg er­sehen müssen. Als Streumaterial wird ja bekannt­lich dürres Laub benutzt. Ein weiterer Fortschritt ist insofern eingetreten, als viele Landwirte Ge­treidemähmaschinen eingeführt haben.

19. Juli. 20. Juli.

Amsterdam« Botterd. 2435,052439,752424,05242895 Brüssel-Antwerpen . 582,40 583,60 581,40 582,60 989,- 1001,- 989,- 991,-

Kurs Kurs

19. 7. 20. 7.

77,50 79,40 76,30

-,- 70,75 170,- 300,- 279,7= 214,- 183,- 166,60

-,- 170,50 150, 522,5t

-,- 384,-

-,- 398,-

570,-

. 305,-

ingung I gesucht waren PinsestabrU Nürnberg. Drau- chllchen erd Rettenmeher-Tivoli. Hydrometer. Seil­industrie Wolff. Spinnerei Hammersen no­tierten höher. 548. Der Schluß gestaltete sich fest.

Briefkasten der Redaktion.

0. in £. Die Anrufung des Dchlichtungsaus- schusses ist auch in diesem Falle zulässig, doch ist mit Verbindlichkeitserklärung eines hier in Frage kommenden Schiedsspruches nur zu rechnen, wenn allgemeine Interessen in Frage fornmen. Für die Austragung der Angelegenheit käme bei kauf­männischen Betrieben das Kaufmannsgericht, bei gewerblichen Betrieben das Gewerbegericht in Betracht. Unter ilmftänben kommen auch die Be­stimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs über Dienstvertrag in Anwendung.

K. B., hier. Eine 16 fertige Birne kostet pro Stunde 6,6 Pf., eine 25 fertige 10 Pf.

Handel,

Berlin, 20. Juli. Börsenstim - mungSbild. DaS Schwanken der Devisen­kurse veranlaßte die Börsenspekulation zur Zu­rückhaltung. Hierdurch griff im Verkehr mit variablen Werten eine gewisse Unsicherheit Platz. Rur Papiere, für die sich besondere An­regung geltend machten, wurden lebhafter zu höheren Kursen umgesetzt. So stiegen Man­nesmann um 11 Punkte. Auf Gerüchte finan­zieller Transaktion gab er später jedoch wie­der etwas nach. Daimler gewannen über 20 Prozent auf Rachrichten über den guten Ge­schäftsgang und die voraussichtliche baldige Zulassung der neuen Aktien zu der amtlichen Rotierung. Kaliaktien wurden durch die An­nahme einer baldigen Preiserhöhung günstig beeinflußt und meist über 10 Prozent gestei­gert, Hösch setzten 20 Prozent höher ein. Don chemischen Werten warem oberschlesische Koks 15 Prozent besser, dagegen Goldschmidt un­ter Schwankungen 7 Prozent schwächer. Olavi- Aktien erlangten auf Meldungen von der Zu­lassung der Gesellschaft als rechtsfähiges In­stitut in Südwestaftika eine Steigerung von etwa 80 Proz. Sonst überwogen Abschwäch­ungen mäßigen Umfanges. Der Anlagemarkt blieb ruhig und fest. Devisenkurse waren an­fangs vormittags namhaft niedriger, später entschieden befestigt. Für die nur zu Einheits­kursen gehandelten Industriewerte hatten sich zwar vermehrte Kaufaufträge angesammelt, jedoch nicht in dem Maße, wie der gesttige Ausfall des Börsenverkehrs erwarten lieh.

Frankfurta. M.. 20. Juli. Börsen- stimmungSbild. Das ruhige Geschäft hielt auch an der Abendbörse an. Interesse machte sich für Benz-Motoren bemerkbar. 229, 230. Daimler, junge, handelte man mit 257, 258, Gummifabrik Pollack gesucht, zirka 510 Geld. Gebrüder Fahr befestigt, 417, 418, Ph. Holz- mann 377. Kali Westeregeln setzten 10 Pro­zent höher, mit 560, ein, im weiteren Verlauf stieg der Kurs um weitere 10 Proz. auf 570. Schuckert konnten sich mit 300 gut behaupten, Elektro Lahmeher, 255, waren befestigt. Che­mische Werte waren wenig verändert. Scheide­anstalt 679.50. Auf dem Montanmarkt wa­ren Mannesmann stärker gesucht, 655, Rhein­stahl fester; Berzelina zu höheren Kursen ge­sucht. Oesterreichische Eredit im Anschluß Wien schwach. 574. Auslandswerte gänzlich ver­nachlässigt. Deutsche Pettoleum 785, 790 ge­nannt. Der Markt der Einheitswerte zeigte eine feste Haltung. Fllzsabrik Fulda, 444, wur­den 24 Pro^, Eisenwerke Meyer, 551, 11 Pro­zent gesteigert. Daimler, alte, zöger 31/» auf 264 an. Hirsch Kupfer befestigt, 4031/». Sehr'

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.11. 19.7. 20.7.

Zürich . ... Fr. 125,43 7,87 7,90

Amsterdam Fl. 59,20 4,08 4,12

Kopenhagen Är. 88,83 8,65 8,65

Praa............Kr. 117,80 -

Stockholm Kr. 88,83 6,25 6,35

Wien............Kr 117,88 -,-1101,-

London Sh. 97,8) 7,06 7,06

Paris Fr. 125,40 16,75 16,75

NeuyorK . . I 23,80 1,28 1,29

Züricher Devisenmarkt.

20. 7. 21. 7.

wechsel auf Schweizer Franken

Holland........100 FI. = 192.75 192.;',0

Deutschland 100 M». = 7.95 7.95

Wien 100 Är. 0.82 0.80

Praa 100 Är. =» 7.90 7.90

Paris 100 Fr. --- 47.35 47.25

London \ £ --> 21.88 21.86

Italien 100 2. 27.60 27.45

Brüssel 100 jr. - 46.- 46.-

Budapest ...... 100 Ar. = 1.95 1.9g

NeuyorK 100 | --- 606.- 607

Agram 100 Ar. -- 3 90 3.90

Bukarest 100 2. --- 8.35 8.35

Büchertisch.

Georg Hirth, ein deutscher Publi­zist, von Franz Earl GndreS. Verlag Walther 6. F. Hirth, München.

Karl von Perfall: Der Spiel­gefährte. Roman. Verlag von Egon Fleische! & Co., Berlin W.

Müller'sche Badeanstalt.

Wasserwärme der Lahn am 21. Juli: 20° 2.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.^

Die deutsche Antwort an Frankreich.

Paris, 20. Juli. (WTD.) Der .Petit Pa- rifien will aus Berlin erfahren haben, datz die deutsche Antwort auf die französische Dole betr. Oberschlesien morgen, Donnerstag, dem fran­zösischen Botschafter Laurent übergeben werden würde.

Die britisch« ReichSkonserenz.

London, 20. Juli. Die Premierminister Der Dominions hielten gestern Vollsitzungen ab. Vor­mittags wurde die Frage der Washingtoner Konferenz unb nachmittags die Frage der Reichsverteilung erörtert, lieber die Verhand­lungen wird strengstes Stillschweigen bewahrt.

Die englisch-irischen Verhandlungen.

London, 20. Juli. Heute wird eine Ka- binettssitzung abgehalten, in der Lloyd Ge­orge über die Besprechungen mit den irischen Vertretern berichten wird. Die -Unterrebungen zwischen dem Premierminister und Devalera wer­den fortgesetzt.

DieRepublik deS fernen Ostens" auf dem Kriegsmarsch.

London, 20. Juli. Reuter meldet auS Chav bin: Die Truppen der Republik des fer­nen OstenS nahmen am 15. Juli Ur ta ein und brachten den Truppen des Barons von Un­garn eine Riederlage bei. Seine Truppen erlitten schwere Verluste.

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