Siu englischer Umfall?
Paris, 20. Mai. Havas meldet aus Loudon: Lord Curzon lieh heute nachmittag dem französischenGe sandten eine lange Denkschrift über Oberschlesien überreichen. Die englische Negierung bringt; darin ihre Ansicht zum Ausdruck. Sie erkennt an, dckh seit dem 13. Mai ihr Mitteilungen zugegangen seien, die die A n s i ch ten der britischen Regierung ändern könnten. Sie bedauert jedoch, dah die französischen Truppen sich nicht cnergv- scher gezeigt hätten.
AutimUilärrsche Kundgebungen in Frankreich.
Paris, 20. Mai. iWolff.) Ter „P^- tit Parisien" meldet aus Dijon: Hm Äugend blick des Abganges von Infanterie nach dem Rhein haben einige Kundgebungen stattgefunden. Es war notwenft big, anderes Militär in Anspruch zu nehmen, um die Kundgebungen zu unterdrücken. Ein Militärzug hatte trotzdem unter dem Gesang der Internationale abgehen können. Es xoM den Offizieren durch ihr entgegenkommendem Verhalten möglich, die Soldaten zur Ruhe zu veranlassen. Die „Dumanitö" stellt den Zwischenfall etwas ernster dar und erklärt, er hätte sich in dem Reservistenlager bei Dijon in der Nacht zum Mittwoch ereignet Die Soldaten hätten den Gesang „Krieg dem Kriege" angestimmt
Die SelbständigkeitSbcftrebuugen im Elsass.
Straßburg, 20. Mai. Nach Meldungen macht die auto nomistische Bewegung int Elsaß neuerdings Fortschritte. Die Unzufriedeicheit Der Elsässer wird täglich größer, oa die französische Regierung keinerlei Rücksichtnahme gegen die Elsässer kennt. Der Präsident der elsässischen republikanischen Volkspariei erklärt deshalb ganz öffentlich, daß oie Elsässer Querkopfe seien und bleiben werden und sich der Französierung des Elsaß, die von Paris rücksichtslos betrieben wird, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln widersetzen werden.
Der Handel Frankreichs.
Paris, 20- Mai. (W.T.B) Der Wert der Einfuhr nach Frankreich vom 1. Januar bis 30. April beträgt: 7 118 396 000 Francs, das bedeutet gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 1920 eine Verminderung um 5 700 089 000 Francs. Der Wert dir Ausfuhr in der gleichen Zeit betrug : 7 400 756 000 Francs, das bedeutet gegenüber der Ausfuhr in der gleichen Ieitperiode Les Jahres 1920 eine Erhöhung um 1 111 940 000 Francs.
Eine griechische Niederlage.
Paris, 20. Mai. Nach einer..Havas"- Meldnng aus Konstantinopel liegen dort Berichte vor, wonach die griechische Niederlage an der kl ein asiatischen Front bestätigt wird. Eine türkische fliegende Kolonne' soll bis auf 30 Kilometer von Smyrna vorgedrungen sein.
Au- Liessen.
Beraluugtu uud Beschlüsse der Deutschen Vollsvnrtei
Darmstadt, 21. Mai Der Gesckaftsführende Ausschuß der Deutschen Dolkspartei Hessens hielt im Fraktionszimmer im Ständehaus eine fast vollzählig besuchte Sitzung ab. Es wurden zunächst geschäftliche und organisatorische Fragen erledigt. Abg. Dingeldey erstattete im weiteren Verlaufe Vericht über die L a g e im Reiche. (Es schloß sich darüber eine ausgedehnte Aussprache an, die mit der Annahme folgender Entschließung endete: „Ter Geschäftsführende Aus- schuß des Hessischen Landesverbandes der Deutschen Dolkspartei spricht der Reichstagsfrakt'vn an- läßlich ihrer Entschließung über das Ultimatum der Entente sein Vertrauen aus, in voller Würdigung der Schwere der Verantwortung ihrer Entscheidung und in Anerkennung der Bemühungen des Abgeordneten Dr. Stresemann, noch in letzter Stunde m Idernde Zusagen der Ente te zu erwirken.
Die Deutsche Dolkspartei kann die Verantwortung für die Politik des Reiches nur in einer Reichs- reg-erung mittragen,innerhalb deren ihr ein maßge erster Einfluß durch die persönliche und polnische Zusammen» setzung des Kabinets gewährleistet ist. Das jetzige Reichskabinett Wirth gibt solche Bürgschaft nicht. Gegenüber der Wiederkehr einer Politik der Erzbc'-ger'Scheidemann.Mehrheü kann es für die Deutsche Dolkspartei nur eine Haltung der schärfsten Opposition geben. 3m übrigen hat sie ihre Hauptaufgabe darin zu erblicken, den nationalen Einheltewillen, dos Selbsthewußtsein des deutschen Volkes, sein Gefühl für vaterländische (H)re und Würde nach innen und außen zu pflegen und zu stärken.- Ein Aufruf für das Recht Oberschlesiens wurde vorqelegt und ebenfalls angenommen. Alsdann fanb eine ausgedehnte Dorbesprrchung der Kandi- datenfrage zur nächsten Landtagswahl statt.
Bus dem besetzten Gebiet.
Aufhebung des Konzcnvcrbots des Berliner LchrcrgewnavereinS.
Berlrn, 21. Mau (Pno -Tel.) Nach eurer Meldung des ,Berl. Lokalcmz." aus A-iUlcioorf wurde das von der französischen Bei atzun^sbcborde verbotene Konzen des Bei- itner ^cbrergeiangvereins freigegeben, nachdem d'c französische Behörde'sich überzeugt hat, daß das Konzert nut Posisik nichts in tun hat.
Berlin, 20 Mai. Nach Melduna be« ,Lokal-Anzeigers" aus Dü'sildori ist tv -j \ heute abend in der städtischen Donballe' an- getagte Konzert des Berliner i rer-Gesangvereius, der hd) aus einer Rhemlandfahrl befinbet, von bet Besatz una- behörde ohne Angabe von Gründen u n t c r - sagt worben.
fpd. Groß-Gerau, 20. Mai. Die nach Hunderten zählenden Fahrgäste des Darmstädter Abendzuges mußten Donnerstag abend auf Anordnung der französischen Zollbehörde mit sämtlichem Reisegepäck oie Abteile Der taffen und sich unter Aufsicht Der Franzosen einer Zollrevision durch deutsche Beamte unterzieheiu Alle Pakete mit Lebensmitteln waren zollfrei. Der Zug hatte durch die Zollrevision eine Verspätung von etwa 20 Minuten.
fvd. Mainz, 20. Mai. Aus feiner Garnison in Königstein befer ^,e r te ein französischer Unteroffizier und arbeitete mehrere Monate bei einem beut)eben Landwirt. Er wurde später bei Wiesbaden von einer Militärstreife aufgegriffen. Das Gericht Der urteilte den Unteroffizier zu zwei Jahren Gefängnis.
fpd. I d st ein , 20. Mai. Betrunkene algerische Schützen mißhandelten hier mehrere Zivilpersonen, schlugen sodann die Fenster eines Hauses ein, drangen in die Wohnung und mißhandelten eine Hausbewohnerin i/n schwerer Weife. Ferner betäubten sie einen Kaufmann und einen Schüler durch Schläge. Tie mißhandelten Personen waren längere Zeit trank. Das Mainzer Kriegsgericht verurteilte die Afrikaner zu vier bis sechs Monaten Gefängnis.
fb. Speyer, 20. Mai. Zollinspektor Christ. Mann, der von den Franzoien zmn Leiter des Lvon der interalliierten Kommission errichteten Finanzamtes Ludwigshafen €&:muit war, nbcr vor Antritt seines Amtes das besetzte Gebiet verließ, inn nicht gegen fein Vaterland arbeiten müssen, wurde vom hiesigen Milttärgericht „in Abwesenheit" dafür ya drei Monaten Gefängnis und 16 000 Mark (Mbftrafe verurteilt.
Au» Statt ttnfc (and.
Gießen, den 21. Mai 1921.
Grotzfeucr in der Reuen Kaserne.
Für heute mittag war ein Probe-Alarm der Feuersirene vorgesehen — heute früh aber ward es ernst. Das merkte man schon, als kurz Nach 7 Uhr die Autospritze in schnellstem Tempo und unter andauerndem Hupengeton durch die Stadt jagte. Wenige Minuten später setzte auch das durchdringende Geheul der Sirene ein, da wußte man auch bereits überall in der Stadt, daß es in der Neuen Kaserne brenne.
Im Ob er ge schoß des linken (Süd-)Flü g els b er Kaserne II, bie die Kaiser-Allee langzieht, entstand gegen 7 Uhr Feuer. Das Obergeschoß enthält Latten- verschläge mit allerlei Vorräten, wie Ge- wehrputz^eug usw., nicht aber die Kleiberkammern. Ueber die Ursache bes Feuers ist nichts befaimt, wahrscheinlich liegt Selb st- entzündung vor, denn die Räume waren nach Entdeckung des Brandes noch ver- schlossen. Die Militär feuer wehr griff sofort ein, und bie Autospritze war in airerkennens- toerter Fixigkeit bereit'» 5 büs 8 Minuten nach Entdeckung oes Brandes an der Kaserne an- peUmgt. Zm Laufe einer Stunde erschienen m turnen Ab ständen noch eine ganze Anzahl Schlauchleitungen und Feuerleitern. Gegen V»8 Uhr waren bereits etwa 3 Schlauch- leitnngen in Tätigkeit. Die Feuerwehrleute wurden zum Teil nach und nach durch Autos, auch Lastkraftwagen, in bie Kaserne gebracht. Gegen 8 Uhr brannte das Obergeschoß Der Kaserne noch immer. Das Feuer wütete hauptsächlich im Innern, und bie Flammen sah man eigentlich nur durch die schmalen Seitenluten herausschlagen. Viel Qualm gabs selbstverständlich auch, aus bem nur ab und LU die Antennen der Funkenstation, bie in dem brennenden Flügel untergebracht ist, sichtbar wurden. Die Kaserne ist.sehr massiv gebaut, und so ist nicht anzunehmen, baß größerer Schaden entstanden ist, abgesehen natürlich von bem oberen Stockwerk, das wohl gänzlich ausbrennen wird.
Die Habe der vertriebenen Elsaß-Lothringer.
Nach Mitteilung der deutsch-französischen Möbelausfuhrkommission in Kehl hat eine große Anzahl aus Elsaß-Lothringen Vertriebener bisher noch keinen Antrag auf Herbeiführung der Ausfuhr ihrer zurückge- lafsenen Habe bei ihr gestellt, obwohl diese Personen zum Teil schon vor längerer Zeit ausaewandert sind. Die Finanzlage des Reichs macht jedoch angesichts der hohen Verwaltungskosten einen möglichst baldigen Mbau der Dusfuhrkommission erforderlich. Demgemäß hat der Reichsminister be5 Äßnern (Abt. für Elsaß-Lothrinnen) die Kommission angewiesen, grundsätzlich nur noch solche Anträge auf Freigabe und Ausfuhr der Möbel zu erleoigen, bie bis zum 1. August bei ihr eingehen. Nach biefem Termin muß ee> bem Eigentümer überlassen bleiben, oie jur Herbeiführung der Freigabe unt> Aus- rühr ihrer Habe erforderlichen, mit erheb- lichcn Schwierigkeiten und Kosten verknüpften Schritte selbst zu übernehmen. Aus eine Entschädigung für Die zurückgelassene Habe beren Ausfuhr nicht rechtzeitig beantragt worden ist, kann nickt gerechnet werden. Diese Anordnung findet auch Anwendung auf bie noch in Elsaß-Lothringen befindlichen Personen mit der Maßgabe, daß sie bU wm ebig« n Termin der Mö^auösuhrkommission dic 'ibitcryt Der v2hi?reife und ihren voraussichtlichen Zeitpunkt mitzuteilen haben.
Häusliche Lchnkaufgadeo.
Zur Frage Der häuslicher Schulausgaben auF,err sich em striatz des preußischen Mi- ni:t\rd für Disfenfckast, Kunst und Volksbildung in folgen?? Weise:
„Wenn bie Ueberlai’tung aus das Bestreben, nach den vielfachen Hemmungen Der
letzten Jahre bie Klassen möglichst halb auf einen regelrechten Standpunkt zu bringen, ^urückzu führen ist, so darf doch keine lieb erbür bung der Schüler erfolgen. Unter allen Umständen müssen die häuslichen Arbeiten in den Klassen entsprechend vorbereitet wer dem Durch Abfertigung von Zeichnungen darf die häusliche Arbeitszeit nicht in Anspruch genommen werden. Dem Elternhaus soll keine Arbeit aufgebürbet werben, bie Sache bei Schule» ist, sonst wird ein ungesundes Nachhilfewesen gezüchtet und die Freude in der Schule getrübt. Der gesamte Lernstoff bedarf einer entschiedenen zielbewußten Beschränkung und Verringerung. Stoffe, die wertlos imo tot sind, oie nur eine unnötige Belastung des Gedächtnisses bilden, müssen beseitigt werden. Die Lehrkräfte, die in einer Klasse unterrichten, haben das Einzelziel dem Gesamtziel unterzuordnen und hinsichtlich des Maßes Der Hausaufgaben auseinander Rücksicht zu nehmen.'"
Der Wert der Sonnenblumen.
Eine so anspruchslose und doch so reich lohnende Pflanze wie die Sonnenblume gibt es kaum mehr. Mit jebem Boden nimmt sie oodieb, selbst aus nassen, undurchlässigen Stellen gedeiht sie; besonderer Pflege aber bedarf es bei chr fast gar nickt. Verwenden kann man von der Sonnenblume beinahe alles: Stengtt, Blätter, Frückte: man muß sich eigentlich wundern, daß sie nicht viel mehr und trickst in Masst, in ganzen Feldern angebaut wird Wir sollten uns in dieser Einsicht die Chinesen als Muster nehmen. In Chna schätzt man die Sonnenblume nicht mir der Früchte wegen, die das wertvolle Oel liefern, sondern Mich als Gespinstpflanze. Der Sengtel nämlich enthält eine Faser, die sehr fest und von solcher Feinheit ist, daß sie — zur Verfälschung dec Seide dienen farot. Man behandelt die Sonnenblumenstengel genau so wie bie des Flachses: M Gespinsten unb Bindegarnen ist sie Nwtzl geeignet. Ferner besitzen die Stengel einen ziemlich reichen Gehilt an Pottasche, die durch Verbrennen gervoamen nrrben kann. Die grünen wie auch die im grünen Zustande attwcknien Blätter geben unter $eintcngu3ri von Mehl ein .treffliches Futter für Milchvieh. Zn der Blütezeit wirb die Pflanze hervorragend nützlich durch bie Speise, bie sie den Menen Darfrictet. Um jeben Bienenstand sollten so viel Sonnenblumen als möglich gepflanzt werden, sie sind die besten Honig- unb WaclLspen- der. Ihr wertvollstes Erzeugnis endlich ist der Samen. Tie Sonnenblumenkörniw verwendet man entweder als Viehfutwr oder man verarbeitet sie zu Mehl und Qel. Für die HauShühner sind sie als Mastftstter von hch?r Bedeutung, unb bei mäßiger Darreichung steigern sie vortrefflich den lüerertrag. Auch Tauben, Puten, Fasanen, Papageien nehmen Sonnenblumenkerne gern. Ferner schätzt sie der Kaninchenzüchter bei der Mast feiner ..Stallhasen", die schnell davon fett werden. Dem Schweinemäster liefern sie gleichfalls eine wertvolle Futterbeigabe, und endlich verfüttert man sie auch an 3 egen und Schafe mit Vorteil. Aus dem geschalten Samen läßt sich ein feines Mehl bereiten das ein sehr an gmchm schmeckendes Tee Väd-liefert Das Sonnen blumenöl endlich, das aus dem Samen gepreßt wird, kann vielseitig verwandt werden. Gut gc reinigt dient es als Speiseöl, das dem Vtvhnöl um nichts nachsteht: als Brennöl eignet es sich vorzüglich; der Seifenftedec benutzt es zur Jöcrfte.nrng 1 einer Rasier- und Hautwascl stistn. unb außerdem Hübet es in der OelMalerei Anwendung. Die aus gepreßten Kerne geben Delhi er en. bie an Milchvieh verfüttert werden können unb den Leinsaatkuchen bitrdxm» gleichwertig sind.
„Ba l> n wä rt crblu men" nennt der Kunstgärtner laut „lieber Land und Mrer" gering- scl>äbenb die Sonnenblumen und wendet höchstens einigen „Zierarten" ton ihr f ine Aufmerksamkeit zu. Aber die ganz gewöhilicst' ist die der ernsden Beachtung würdigste. An Schönheit mangelt es ih auch nicht Die mächtige Blutenscheide, die zu der stattlichen Pflanze in gutem Verhältnis steht, ge- währt in dem Kranze iher goldigen Blumenblätter einen sckönen Anblick: ein Son rrmblumenfetb in voller Blüte sieht sogar sehr schön aus.
8t' c rtc »vorn uef crgc für Sonntag:
Wolkig bis heiter, meist trocken, kühler, besonders nachts, nördliche Winde.
Das Tief, das über der nördlichen Nordsee gelegen hat, hat sich über Skandinavien fortgepflanzt, so daß wir uns nunmehr auf seiner Rückseite befinden. Es ist mit leichter Abkühlung und meist trockener Witterung zu rechnen. Später wird sich der Einfluß einer neuen atlantischen Depression bemerkbar machen.
** Zur Frage der Entlohnung bei Arbeitsstreclung late te: <E»lit-himg?a s schuß Gro'-Derliu ten vollen Woche, lv. n auch während der 53ertürjung der Arbeitszeit zuge- Ü) JDd>en. Ter Tem j bxlm ackmngs 3ommi far fit Groß-Berlin hatte diesen Lch-reds v ach a_er rt t für verbindlich erklärt. Nach der Verordnung vom 12. Feb'-uar 1920 fei der Arb ügeber tm Falle Der Arbei.sstreckung beretugt, den Lohn yi fü-» zen. Tas Ergän ungsab,ommer' -um Man'e.'tar'' - t,ertrag v-nn 2ö.'August 1920 e*f alte‘feinen 2<er- zkcht aut ebttfe5 Reckt. dem elöen Smne Tal Luck bas Gewerle-ervh! $u Danau entschg.'öen.
** T ie Warenausgc?betabelle bc« Lei ensmi rtelamtcS ist im Heu um An Agenten veröftenklickt. — Das B r en n sto t'ta m l lat Dort ebenfalls s.ine übliJe Dockende auitmachung re-, ösientlickt. worin es wieder auf den Pr x nachiat bei Abnahme ton minbef-jend 50 Zentnern Brenm Holz b-inweist.
** Antagenmusil in der Süd-An- lage. Tie Kapelle 1 Bataillons Infanterie- Regiments Nr. 15 (Obexrnrsiün -ister Söber) spielt irenrgen vormittag ton *11 Uhr bei guter Witterung wlgeicke Mu'cksiölckle: Frühlingsunva- ck«n.', Rrm-or-c ton E. Bach: Ouvertüre &ur Cper „Tie Fe senmüUe", von A. Reissiger: Fanta ie aus der Oper „Die Meistersinger non Nürnberg", von N. Wagner: Geschickten aus bciu Wienerwnld!, 'JJafvr, ton Zoh. Sttauß: Armto- marsch Nr. 10 (Prinz August-
M Silberne Lochzeit fev.TH am Montag Werkmeister Wilhelm Ley und Frau, sowie Gärtnermeister W lhelm Bernhardt unb Frau.
** T as vierte Gebot. D^ Tegern- iter Bauerntheater gab gestern ab mb in em Ll. ck ten G. danken Anzengrubers it tortrefflick e: t?cie irheber. Die Leistungen der > ^tncler waren allgemein sehr gut, und verdienen I
Kur»e Nachrichten au8 Kesse» und den Nachbarstaaten. In Allen- borsan ber Sumba findet cm nächsten Sonn- tag nacknnittag ein Vortrag über , Dre Vieh-ucht a s Grundlage des Ackerbaues, die Behandlung des natürlichen Düngers an £of und out bem Feld« und'dessen Ergänzung durch künsÄicke Düngemit- td" statt Rrwrent ist La7tdwittsch->f:s'ehrer Dir. Tr. May von der Landwckrschaftl dien Winter«' • dAlle Lick. — Das Daus Lucius in Ufenbor» ging tocktweie an -mei Damen aus Seebe m übet, dir m dem vaus ein Erholungsheim für Lehrer^ innen unb andere 6rfx>timgtoä)ürftige einrichteten.
bcch: Anerkennung. Bestmdere Erwähnung ve» dienen die Damen Cerrzi Späth Ded^vig), L Schmidt (Mutter Sck.in, Uenta Sväth <Gwß- mutter, 'vwie^dÄe Herren B Wagner (Gärtner Schön), Gg. Sväth .Schalander), Ludwig Sivvei ^Marlin) unb Gg. fturs 5r<>!^ntalcrV Wie in allen Sllicken An-mgrubers. o rute.i auch m bie-* fern hohe ethische 'Seite und es vt dem Bauern-- tchwter ui danken für feine siebe tolle Pstege bei Kunst Anzengrubers.
Bornotizen.
— Tageskalender für SamStag: Lvtel Einborn, 8 Uhr, Tegemseer Bauerntheater. —- Vvttl Einhorn, 8 Uhr, Begürn des Stiftungsfestes des Beverns ehemaliger 116er. — Stadt Mainz, 8 Uhr, Vereins abend der Bereinigung ehemaliger Leibgar bi sten. — (^u«kfchaftShau5 8 Uhr, Kommunistische Versammlung. — Lichtspieltheater, wie gestern.
— Tage s ka le nder für Sonntag: Neue Aula, 5 Uhr, Siebetabenb Therese Kübell — Dotel Einhorn, 8 Uhr, Tegernseer Bauerntheater. — Lichtspieltheater, wie gestern.
— Oberhessi scher Kunstverein. Infolge verspäteten 6intreffend ber angemeÜ)eten Kunstwerke findet die Eröffnung ber Ausstellung 4 Tage später statt.
— Bon der Deutschnativnalen Volks Partei. 2km Mittwoch den 25. Mm wird auf Veranlassung der Teutschnatio- nalen Vo lkspar tei Unberftar3\tetär a. D Edler vo n Braun, Präsident des Rei chswir tschafts rates, in Gießtu (Katholisches Vereinshaus) sprechen. §>err ton Braun, ein gebotener Bayer, ist bekanntlich eint der bemerke :isw?riesten Persönlichkeiten des gegenwär- ttgen Deutschlands., S-ine wiederausbauendt Arbeit im Reichswirtschaftsrat ist ton allergrößter Bedeutung für unser Voll. — Näheres wird noch bekarrntgegrben.
— Senator Dr. Petersen, der Führer der Demokratiscknn Partei wird in ber öffentlichen Versantm'ung am Montagabend über das Thema ,Ter staatserhaltende Gedanke ber Demokratie'" sprechm.
— General von Francois spricht, nnt bekannt, am Donnerstag den 26 Mac ckbenbs hrcr in ber Neuen Aula der Universität über bk' Schlacht bei Tannen berg (mit Lichtbildern). Ueber den Redner schrieb das bemofrattidx .Leidelberger Tageb.'att": „Fünf^r^ Jahre tfi es her, da fiel im Angesicht des etegeö aut Den Spick>erer Höhen der General Francois, der mit geschwungenem Degen seinen Trupven voranschceb- tenb, den Tambour neben sich, gleick-ei it von funt Kugeln getroffen wurde. Ter Gefalle^re, der Na.ch- komme eines bedeutenden Offiziers im Schillsäxn Freikorps, hrnterlteß tüten langen Sohn, dem es später befdveben fein sollte, in der größten Vcrnicktlmnsch.'acht der Weitgeschiche fni (£3:016 entscheidenden Anteil zu neunen. Gestern abend stand dieser General in der Heidelberaer Stadt- Halle ans bem Podium, um in schlichten Worten das Riefengemälde von "Tannenberg aufMreitlmen/' Tie „Baperiscke Nattrmal^iUina^ (Nürnberg) schrieb: „Kopf an Kops drängte sich am Ttenstog abend im großen Saal des Kulturvererns du Menge der Zuhörer, die einen der größten Generale cncs der Zeit des Weltkrieges, Er». Frannocs, den treuen Helfer Hindenburgs, über bie Schlacht bei Tannenberg ftronfvn hören wollte".
— Auf Veranlassung des RcichSbundes d^er Kriegsbeschädigten findet gm nächsten Xienitagaf-erib bn Saale de? Hotels Gtoßher«g eine öffentliche Versammlung statt Lier wird, wie man uns mitt eilt, durch einen Beinamputierten daS eckte Marksbcin torgefübrt Ebenso wird demonstriert ber Sauerbruch- und Kres erarm. Nickt mir die in Betracht kommenden Kriegsbeschädig'em sondern die gesamte Oeffenckichkeit, vor allem auch ärztliche und otthopSdifche In ereffenfen 'ind ein- gelaben. Es wird gleichzeitig über die Möglichkeit der Erlangung btefer Prothese durch das neue Reichsoeckorgunasgesetz referiert.
— Auf den Liederabend, den Fck. Therese Kübel morgen nachmittag 5 Uhr in ber Neuen ^lula veranstaltet, fei nochmals fjingennefen. Die Dcgfeitung bat Larr E. Delp übenwmmen. — Kartenverkauf hei Challier, Musilalienhandlurtg^ Näheres ’rhe heutige Anzeige.
— Ein? öffentliche Versammlung der Woh- nunaslos-nundWohnungssuchend en ber Stadt Gießen wird am Montagabend im Felfenfeller abgehalten. Auf der Tagesordnung st'hm nach einer Anzeige Beratung und Beschluß« fasnmg über Selbsthilfe und Mitwirkung bei Bekämpfung ber Wohnungsnot.
vesskn-Nnssau
fpd. Frankfurt a M.. 21. Mai Der Un- tersuckmngsaus^ckrß, der mit (ber Unterf rrfamg bed yr 0 ßen Fehlbeträge, die das Lebens« m tttelamt beim Einkauf auslän bischer Waren erlitten hat, betraut war. htt seine Untersuchung beendet und gibt brrtn Ergebnisse beute befannt. Er htt fest gestellt, daß ber (Sn f auf ton Reis in ber Schwei; in die denkbar ungünstigste Zeit fiel unb daß nicht sofort mit ber Deckin- ber Devisen beoonnrn wurde. Dadurch ist her Statt Frankfurt ein Schaden von über 38 Millionen Mk. entstanden. Die von ber Frankfurter Groß« ^anbelseinsuhrgesellschast. bie mit bet ^♦abt Frankfurt gemeinsam bie Geschäfte betrieb, bezogene JulieTme brachte ber Stadt Frankfurt einen writer-m Verlust ton rund 6'4 Millionen Mk. ü«r Ausschuß ist ferner zu drm Grrbn « gekommen, datz bie Einkaufsgesellsckaft bie Stadt Frankfurt, m3 diese eine wertere Sendung von 25 Saggoir fReiä kaufen wollte, nicht rechtzeitig gewarnt hat, fonderir daß die Gesellschaft in di Fern Falle mehr Gnchäftsiinn als Salidaritätsgefühl m t b?r steuer» zahlenden Bürgerschaft Franknrrts offenbart habe und dadurch der Stadt einen übermalig-m Schaber von rurrd 10 Millionen jufügte. Aus diesem Grunde s^antragte der AuSschug. bie Stadtverordnetenver- wmmlung möge den Magistrat ersuchen argen bü Ginfuhtg s llschaft Schadenersatzantprüche in voller Höhe geltend »u machm. Die oroge, oi ber Leiter des Frankfurter Lebensmittelamtes, <stabtrat Dr. Sckmube, persönliche Botteile aus dem Reisgeschäft gezogen habe, wird vom Ausschuß verneint
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