Ausgabe 
20.12.1921
 
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tvcrdrti.

geteilt

lang unfern Handel« und unterer VolkSwi tschaft. Schon diese« Verhalten de« Hätten wir je kriegerische Absichten gehabt, so ben überwältigendem einlausem hätten wir 1900 losgeschlagen. al« England durch material gib! den Ai8Ser-eio den CßnrenfTieg, oder 1905. al- Rußland durch -Schuld am Kriege" in Wirklich den japan.scheu Krieg gebunden waren, und uns Für Deutschland aber erweist e-

teit zu suchen ifl:

ein nahezu sicherer Sieg gewinkt hätte. Aber sicherlich hätten wir un« nicht gerade da- Jahr

(Rachdruck verboten.)

17. Fortsetzung.

Ohr." tagte l>; wo- Vie

zu tagen Haden,

der

Für Deutschland aber erweist e- sich um so mehr al« gebieterische Pslicht. mit allen Mitteln alle- irgendwie für dieSchuldsrage" in Betracht kom-

dazu.

Schon diese« Verhalten de- Feindbundes ne­ben überwältigendem einlausenden Belaftungs- ' s dafür, wo die

ja sein ______ _

muh darum von grober Bedeutung sein.

Arzt. .Tertotrrt und unzutammMihängend." Der Kapitän sad M ihm aus. et lab bleich

er .Sie waren

mende Material zu sammeln, zu sichren und zu veröffentlich«:. um dadurch die wirklichen älrheber de- Kriege« zu entlarven.

3m Befinden 3. M. ist leider eine Verichlech» terung einactreten. Mein Herz krampft sich in schmerzvollster Sorge Mtammen.

Gott mit uns.

3hr dankbarer Wilhelm.

Spuren im Schnee

Roman von Sven Elve st ad.

Ermächtigte Llebersehung.

WettetTvoraussage für Mittwoche

Wolkig. leichte Aiederschläge. mild, westliche Wind«.

3n der Wetterlage ist keine wesentliche 3t n- derung eingetreten, fo bah die trübe, regnerische Witterung anhalten wird.

ben« gerichtet war. Sie erstrebte einzig und allein den Schutt des von West und Ost bedrohten hei­ligen Heimatbodens sowie die friedliche Entwick­lung unser« Handel« und unterer Bolle

.Dann will ich Ihnen zuerst einmal mit- teilen, buh ich mit angesehen bade, wie der Mord geschehen ist? sagte der Kapitän.

Der Arzt fuhr auf, aber dann sah auch er noch I einer alhr

.Sie haben recht, es ist schon sehr WH/* erwiderte er. .Lind ba ist es menschlich begreiflich, wenn man müde ist (M ist drei 11 br vortni."

.3m Traume haste kb gesehen, wie der Morst vor sich ging." fuhr der Kapitän völlig unbeirrt fort .Ich war mitten in Metern Traum. al- ich von Karin Perstan «weckt wu.be^ tnt svmmen war. mich M holen Der Srawrdete wurde auf dem Boden Ueaenb an'gefunden. mU den Beinen über der Schwelle, nicht wahr?*

3% fein Kops war auf da- Jtamintftt«

Aus dem Reiche. .

Verhandlungen mit den Deamtenorganifatio»««.

Berlin, 20. Dez. Wie die Blätter mit» teilen, haben die gestrigen Besprechungen -wi­schen der Reichsregiervng und den Sviyenorganifatiönen der Beamten und öffentlichen Angestellten und Arbeiter zu dem Ergebnis geführt, das die Regierung bereit ist. den Beamten der OrtSklasten A und B noch vor Weihnachten einen Vorschuß auf da- Ianuargehalt M zahlen. Bon Regie- mngSfeite wurde an die Spistenorganitationen das Betlangen gestellt, ihre eingercichlen neuen GehaltSfordernngen mit Rücksicht auf die außenvolitische Lage zurückzoziehen. 3n einer anschließenden Beratung der Gewerk­schaftsvertreter wurde die Ansicht vertreten, daß trotz der von der Regierung angeführten Gründe an einer Erhöhung der Gehälter und Löhne sestgehalten werden solle. Eine gemein­same Sitzung der Spitzenorganisationen soll heute abend endgültig Stellung .zu der De- haltssraae nehmen. Der Beschluß soll am Mittwoch dem Reichssinanzministerium mit-

irnb verfallen au«, und au« seinem Blick sprühen zm gleicher <kil flflflofifltHt und Verzweiflung, gleichsam al« stehe er den andern um Beistand an

.Der Apcthe-er hatte keine Feinde," sagte er.

.Wissen Sie da« bcfltiwmiT*

.Do« weiß ich gewiß Kein Feind hat ikm getötet unst auch lern Raudmörder."

(Fvrtfepung folgte

zu. so wird der Unterlchleb-betrag bei der end­gültigen Umanerfennung nachgezahlt.

Die Ausfühimngsbestimmunqen zum Xtrent- nergefe!) sind ietzt erschienen. Leber diele und alle anderen r.iit dem Altrentnerqesetz zutammenlmn- aenden Fragen geben neben den amtlichen Stellen die Ortsgruppen befc Reichsbunde« der Kriegs­beschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinter­bliebenen Auskunft.

gefasten, so daß Vie lcharse Kante in seine Schi ffe ein schnitt." _

.Ja, so hat ihn seine Fnav gefunden

.Sie tarn auf feinen Auf herunter, nicht tnabr?"

8r batte gerufen _« ist ein Wahnfinntae, in der Apotheke! Der Mensch ist verrücktf oder etwa« Aehnliche- "

Da« ist eventall- rtchtta. Ader da- affe« haben Sie fa die 'ha» erzählen hören "

.Aein ich batte da« alle« schon vorher ge» hört." entgegnete der Kapitän. .Ich hatte do« alle« im Tvaum gehört."

Der tun» Arzt verzog den Mund zum Lächeln

.Sie haben tnobl auch ben Mörder (fh Traum gegeben, sagte er .3st e« ertaubt zu fragen Wer ist der Mörder?"

.3ch habe gehört, bah Apotheker Frtzl- mann von Doktor Flodtn ermordet wurde," ant­wortete ösr Kapitän.

Da« Lächeln de« Arztes mirbe immer breiter

.Bon dem To-en erntet bet T fragte er.

^3a!" erwiderte der Kapitän.

.So find die Träume immer* behauptete

- Die Bierundzwan^igstunden- zeit. Für die allgemeine Einführung der Blenmdzwat^igftrndenzeit tritt jryr oer Rcichrminister des 3nncm in einer Bitte um Stellungnahme an 3nbuftrte und Handel ein. Die euwpäisckr Fahrplankonsercni hatte bta ichweizerischen Bundesbahnen erfuckst, Me Sir.j sührung anzuregen, weil sie bequemen imD sicherer ist. Außer Holland und Dänemark ist die Bieruud< .^n-i MnVenz2hlunz in allen Gren^sändern 'Deutscklands zum Teil schon seit Jahren bnrAg?führr. Deshalb bäff der

Minister deren i°i 4

Deutschen Reich für yr 'cTmihig. CM Frank­reich und Italien hat die 3 :K;Trti in allen öffentlichen Benoaltungtzw. zen im hoben Grade Eingang gesunden. Rr i> nicht gefolgt ist die Oeffentllchfett in der ctfra m 3m nien, Portugal. Belgien. Oesterreich Dsitz.ck.'- Slowakei und Polen. Der Rei<: mirifitt hak erklärt, daß in feinem Bereich keine B'- denken dagegen bestehen würden. Es mühten nur gewisse Aufwendungen für Ae.'deruncirn der Uhren. Stempel. Drucksätze uiw. gema.1-,t werden, die aber nicht ausschlaggebend sind.

Den Derkehr mit Feuerwerk«- körpern regelt eine Bekanntmachung de» Pol, zeiamte«. in der es u. a. heißt: Der Feuerwerks- körper Frösche. Schwärmer und dergleichen seilhalten will, muh beim Polizesinnte Anz-ige machen. 3m Laden dürfen nicht mehr als T, Kilogramm, im Haute au her'em nicht mehr als 10 Kilogramm vorrätig gehalten werden. Auf Rachwois eine- besonderen TtebürfniHe« kann ausnahmsweise eine Lagerung int Hause bis zu 15 Kilogramm zeitweilig gestattet wM-dtn. Die Aufbewahrung mwh in einem auf dem Dach­boden (Speicher) belcgcncn, mit keinem Schorn- i'einrobr in Verbindung siedenden abgesonderten Raume erfolgen, welcher beständig unter Ver­schluß gehalten und mit Licht nicht betreten wird Die Vehäller muffen den Bestimmungen deS ß 5 Ablatz 1 und 2 der Verordnung den Verkehr mit Sprengstoffen betreffend. vom 21. September 1905 entsprechen und mit fest geschlossenen Deckeln ver­sehen fein. Die Abgabe von Feuerwerksförpem an Personen, von denen ein Mißbrauch derselben gtt befürchten ist, insbesondere an Personen unter 16 Fahren, ist verboten Diefe Vorlchrist ftnbet feine Anwendung auf Spielwaren, die ganz ge­ringe Mengen von Sprengstoffen enthalt«.

- Da« Fest der silbernen Hoa> zeit feiern heute die Eheleute Kone. SpieS und Frau Karollne geb. Bechthold, Rtegsl^ Pfad 37.

1914 ausgesucht, als uns eine erdrückende iieber- macht geschlossen gegenüberstand. Auch muß sich jeder Unbefangene tagen, dah Deutschland ben dem Krieg gar mch-s zu erwarten hatte, wah- renb unsere Feinde davon alle« für ihre fett tar.i -m zu unsrer Vernichtung festgesetzten Ziele erhofften. _

z)av> mein und meiner Aegrerung heiß« Be­mühen in ben kritischen 3uli- und Augusttagen 1914 ausschließlich her Lrhalkung des Weltfriedens gegolten hat, wird durch die neuesten literariid?er. und akt unmäßigen Veröffentlichungen von bat- scher und ganz besonder« auch von feindlicher Seite mehr und mehr erhärtet. Den durchschla­gendsten Beweis dafür bringt das Wort Sasa- noto»: .Die Friedensliebe de« Deutschen Kaisers bürg! un« dafür, daß wir den Fettpunkt für den Krieg selbst bestimmen können." Das bebarf es da noch weiteren Zeugnisse« für unsre Unschuld? Das bedeutet: Die Aosicht. einen lieber.all auf einen Ahnungslosen zu machen. Gott ist mein vicuge, datz ich. um dem Krieg vorzubeugen, bis an die äußerste Grenze beffen gegangen bin. was ich mit Rücksicht auf Me Sicherheit und Unversehrt­heit meines leuem Vaterlandes verantworten konnte.

Von einer Schuld Deutschland- am Kriege kann nicht die Rede fein. ES besieht heute kein Zweifel mehr, daß nicht Deutfchland, fonbern der Feindbund den Krieg planmäßig hör bereitet und absichtlich bcrbeigefubrl hat.

Zur Derdunlluna diese- Vorgehen« hat der Feindbund in dem schmachvollen Friedensvertrag das unwahreSchuldbekenntnis" Deulschiand« er­zwungen und meine Gestellung vor einen feind­lichen Gerichtshof verlangt Sie. mein lieber Feld­marschall, kennen mich zu gut, um nicht zu mitten, daß mir für mein geliebtes Vaterland kein Opfer zu groß ist. Doch ein Gericht-Hof, in dem der Feindbund gleichzeitig Ankläger und Richter wäre, würde nicht ein Organ i)c« Rechts, sondern ein 3nftrument politischer Willkür fein und nur dazu dienen, durch meine selbstverständliche Verurtei­lung die uns auferlegten unerhörten Frieden«» bedingungen nachträglich au rechtfertigen. Ratür- lich war daher das feindliche Ansinnen meinerseits zurückzuweisen. Aber auch meine Gestellung vor ein wie immer ;u ammrng'srtttr« neutrales Ge­richt kann für mich nicht in Frage lommen. 3ch erkenne wegen der Anordnungen, die ich al« Kai­ser und König, also al« verfassungsmäßig unver­antwortlicher Repräsentant der deutschen Ration, nach bestem Wissen und Gewissen getrosten habe, das strafrechtliche Urteil irgendeines irdischen Richters, wie hoch er auch immer gestellt sein mag, nicht an, da ich dadurch die Ehre und Würde des von mir vertretenen deutschen Bolle« Preis­geben würde.

Sin Schuld» und Straf-oerfnhren, das sich aus­schließlich gegen das Oberhaupt eines der am Kriege betdligten Staaten richtet, entkleidet diesen Staat jeder Gleichberechtigung mit den anderen Staaten und damit feines Ansehen- in der Ge­meinschaft der Völker. Aurrrdem würde es von vornherein den von den Feinden beabfichtiglen Eindruck erwecken, al« ob c« sich bei der ganzen Schuldsrage" nur um diefe- eine Staatsober­haupt und die eine von ihm Vertretene Ration [ymbelte Dazu kommt noch, daß eine unparteiische Beurteilung derSchuldsrage" ausgeschlossen ist, wenn das Verfahren nicht auch auf die Staats­oberhäupter und leitenden Staatsmänner der feindlichen Mächte erstreckt, und deren Verhallen der gleichen Kritik unterstellt wird. Denn da« Verhalten des einzelnen Staate« bei Ausbruch eines Krieges kann selbstdersiänblich nur unter Bcrücksta tigui'g deS Borgehen« feiner Gegner richtig bewertet werden.

Eine wirkliche Aufklärung derSchuldfrage", tooran Deutschland sicher kein geringere« 3n1eieüe hätte als feine Feinde, könnte nur in der Wette erfolgen, daß durch eine intzrnaHcmata, unpartei­ische Instanz nicht einzelne Persönlichkriten straf­rechtlich abgeurteilt, sondern alle Vorgänge, die zum Welttrieg <reführt hab.m. ebe.ifo wie alle sonstigen VölkerrechtSverlettungem festgestellt tnfir den, um danach das Verschulden der de'eiligten Persönlichkeiten auf feiten aller kriegführenden Mächte richtig zu demesfen.

(Sin solcher loyaler Vorschlag ist von deutscher Seite nach Beendigung des Kriege« in amtlicher Form gemacht, aber, soweit mir bekannt, von den Feinden teil« ablehnend beantwortet teils über­haupt keiner Antiovrt g würdigt worden. Deutsch­land hat überdies seine Archive gleich nach dem Kncg ohne jede (Sinfcbränfunq geöffnet, während der Heindbund sich bisher wohl gehütet hat, sol­chem Beisviel zu folgen Die in Amerika jetzt in Veröffentlichung he mdlichen Geheimdokumente aus den rufiischen Archiven sind erst der Anfang

Er sich au«; al« ob nicht- einen tiefen Eindruck auf ihn machen könnte, al« ginge ihm auch das truf'erordentlichste Ereignis nicht so nahe, daß dadurch feine Einbildungskraft in Bewegung ge­setzt würde. . , .

.Herr Kapitän," tagte er, ..ich verliebe ganz gut. bah Sie als sein bester Freund von dem Vor­fall sehr ergriffen sind. Alnb da die« her erste Mord ist, mit dem ich zu tun habe, geht es auch mir wie Ihnen. Da« war sehr gut gemachtl'

Wa« war gut gemacht?" fragte der Ka­pitän und tab erstaunt auf.

.Der Stich l" antwortete der Dvttor.Der Stoß ist mit nrgewuwllich sicherer Hand fleTübrt Rein aut'pmatiitb betrachtet, ist M« ganz auSge- icich-net gemacht G.mau zwischen der vierten und fünften Rippe hindurch Könnte gar nicht besser lein Da« Herz ist getroffen, und die Verwun» düng war unbedingt tödlich Der Unglückliche bat höchsten« noch eine Minute gelebt, nachdem ihn der Mörder getroffen batte*

.Sie betrachten das einzig und allein vom ärztlichen Standpunkt au«." tagte der Kapitän .Haden Sie noch gar nicht über den Anlaß ?u der Tat nachgedacht?"

Rein zufällig nicht Da« will ich dem Vogt überlassen. ES scheint, al« würde 6a« für ibn eine harte Ruß zu knacken geben. Hatts der Apotheker Feinde?"

Rein." erwiderte der Kaptlän kurz.

iDann ist die ganze Geschichte einfach un- erklärlich. Ein Raubmord liegt nicht vor. denn alle W-ertsachen sind noch porbanben. 3n feiner Brieftasche Ix fanden sich Pier hundert Kronen. Me Uhr war in ihrer Tafche Bon einem Versuch, den Kasfenfchra.ik *u öfjnen, ist nicht- zu «erten "

Vornokizen.

Tageskalender sür Dien-tad* Stadttheater. 7 Uhr: ..Da« Postamt ' und ..Ei ist an allem schuld". - Astoria-Lichtsdiele. Ixute und morgen: ..Da« geheimnisvolle Leie- pfyonL undDer lebende Propeller-.

Oberhef fisch er Kunst verein. D^ SeMälVe-AuSstellung ist .-ar noch morgen (Mstt- woch) von 111 u. nachmittag« von 2'UM geöffnet Von Donner Stag ab bleibt die AuS- ftellung wegen oollstänv'gen Wechsel« der Ge­mälde einige Tage geschlossen.

Au« dem ötabttbeaterburean. Ein hier noch nie gegebene« Derk, Schiller« Turandvt". wird am nächsten Freitag und am 1. Feiertag hier zum ersten Male in C^ene gehen. Schüler hat ba» Derk, da« er ein tragikomischrt Märchen nannte, nach dem 3taürni|<b»n de« Sarlo Gvzzi bearbeitet, um für da« Weimarer Theater ein weitere« Repertoirestück zu fchaffen. Die Gvzzifchen Komödien waren urfprünglich Be- arbcilungen italienifch.r StegrellkomöLien und darauf deuten auch die Ramen Pantalon. lar- taglia und Brigella hin. Me stehende Figuren der italienifchen comcdia del arte waren Wenn der hiesigen Aufführung in der Inszenierung von Direktor öteingottter auch etwa« von den Merk- malen ihrer Herkunft betaffen worden ist, so ist doch der Hauptwert darauf gelegt worden, Schu­ler« pathetischen Schwung, der auch in MefeM Stücke sich offenbart, zur Geltung zu bringen. Tie Ausstattung, die da« All»ugrvte«ke ver­meidet, konnte durch Aenderung von hiesigen

Aus ßtabt und Land.

Gießen, den 20. Dez. 1921.

Di« Versor-nnz der Alkrrnkner.

Da« Reich«verforgung«gefetz vom 12. Mai 1920 gilt bekanntlich nur für die Kriegsbcichädig- ten und Kriegcrhinterbliebenen. Die Berforgungs- anfprüche derjenigen Personen, Me vor dem 1 August 1914 als Beschädigte oder Hinterbliebene Anspruch auf Mililärversorgungsrenten haben, werden durch das Altrentnergefetz geregelt. Diefe« gilt mit Wirkung vom 1. Januar 1921; seine An­wendung soll jetzt allgemein erfolgen. Die auf Grund der früheren Militörversorguiigsqefetze fest­gesetzten Renten werden durch die Versorgunas- bchörden nach dem Altrentnergesett. da« die Be­züge der Altrentner an Mc nach dem Reichsver- sprgungSgesetz zustebenden anpaßt, umancriannt. Tfiit Mr Durchführung des Gesetze» sind vom Reichsatbeiksministerium beauftragt worben

<i) die HaupiversorgungSämter hinsichtlich der Himerbliebenen;

b) Die Dersorgungsämter hinsichtlich aller übrigen DersorgungSborechtigten.

Bei der Umanerkennung wird daraus Bedacht ge­nommen, daß die Bedürkligen zuerst in den Besitz der erhöhten Bezüge gelangen. Da die Utnan- erkennunqSarbeiten jedoch eine längere Zeit erfor- Dein, ist migevrdnet worden, daß den Witwen und Waisen der Unterll-isien, die sich zrttn Teil in grDfjer Rotlage befinden, mit Wirkung vom 1. Ol- tofrer 1921 laufende 3ufchüsie gewährt werde". Für die Vorschußzahlungen kommen nur solche WiNven und Waisen in Betracht, beten steuerbares 3 ihres- einkommen den Betrag von 3200 Mk. jährlich nicht übersteigt. Sie erhalten Vom zuständigen Haupt- versorgungsamt einen Vordruck zu einer Erklärung zugesandt, in der sie über die Höhe ihres Ein­kommens genaue Angabe i machen muffen und an­erkennen. daß die ab I.Oktabet 1921 zur Auszah­lung kommenden Bezüge Abfchlagszahlu'igen auf die nach dem Altrentnergefetz im Vorfchußwege zu- siehenden Bezüge find. Die Hohe der den Alt- rentnern ab 1. Oktober 1921 zu stehenden Bezüge ergibt sich aus folgender Zusammenstellung:

Ter Kapitän zeigte nun dem Jungen Arzt einen (Zettel, auf bem er einige« ausgezeichnet hatte. m

,Hier habe ich ausges-chrf ben, waS ich bi« letzt von dem Morde wrtß," tagte er. .3ch muß bekennen, daß mir Me Tat völlig in Tunke! ge­hüllt scheint. Ader e« sind verschiedene Um­stände vorhanden, die wohl der Aufmerksamkeit wert sind."

®r sah nach feiner Uhr

.Es ist zwar schon recht fpät, fuhr et bann fort. Aber da ich heute nacht dieser Geschichte wegen doch nicht schlafen kann, bin ich selbstsüch­tig. genug, 3hre Zeit mit Befchtag zu belegen."

Der Arzt setzte sich ihm gegenüber.

7hm vernahm der Kapitän draußen Stim­men S« war TRar-a, die mit Karin Persfon ankam. und al« er die bekannten Stimmen hörte, wurde er ruhiger. Er machte die Tür aus und lief» Me beiden Frauen eintreten. Vielleicht wurde er auch datum ruhiger, well ct sich nun nicht mebi der unglücklichen HauSfrau anzunehmen brauchte: jetzt waren ja Karin und Maria da. 2U« der Kapitän im Rebenzimmer feinen Ramen nennen hörte, ging er hinein. Auf dem Dege wich er ängstlich der rotbraunen fiebrigen Flüssigkeit au«, die sich zwischen den Scherben der GtaSflasche auf dem Boden au«gcbreitet hatte

Der junge Arzt kam ihm entgegen.

.Hier ist eigentlich nicht« mehr zu tun," sagte er. JSr ist längst tot."

Ter Tote lag auf dem Sos«. Kein Blut war ui fcbeti. Der Ziapctän stand da und betrachtete da- Gesicht feine« toten Freunde«. Er konnte keine Spur von Schmerz in Mefcn Zügen ent- beden, wohl aber meinte er, höchste« Erstaunen darin zu erkennen; al« hätte er im Augenblick feine« Tode« etwa« gesehen, ba« er nicht hakte begreifen können ...

Sine Stunde später sah bet Kar-siän im DohnKimmer de« jungen Ar-te«. der sich soeben getnafaxm und feine Hände mit peinlicher Svrg- falt gereinigt hatte Der junge Mann gehöne zu ben modernen Medizinern, die in ihrem Aeußeren mehr an SportSleute al« an Aerztc erinnern.

schm Vertretern wider chre gieberzengung abae- preßte Zugeständnis unserer angeblichenSchuld am Kriege. Richt minder rächt sich das unwahre Zugeständnis von Deutschland« ,Mtt chuld". ta^ der Minister Simon« auf der Londoner Konferenz abgegeben hat.

3ch fühle In tieffter Seele mit Eurer Maje- uät. 3n meiner langen milllärischen Dienstzeit habe ich daS Glück und die Ehre grhabt, zu Eurer CTtajeftät in nahe persönliche Beziehungen zu treten. Zch weiß, daß Eurer 7Ita)eTtat A.de k wäh­rend 3hrer ganzen Regierungszeit der Erhaltung de« Frieden« gegolten hat. 3ch kann ermeffen, wie maßlos schwer e« für Eure Majestät ist, van vosittver Mitarbeit für das Vaterland ausge­schaltet zu fein.

DieVergleichenden Gefchichtstabellen", die Eure Majestät aufaeftellt haben, und von denen Eure Majestät auch mir seinerzeit einen Abdruck zustellm ließen, sind ein guter Beitrag zur Ent­stehungsgeschichte de« Kriege«, und geeignet, man­che unrichtige Vorstellung au beteiligen. 3ch habe es bedauert, daß Eure Majestät die Tabellen richt der Oeffentlichkeit übergeben, sondern sie auf einen engen Krei« beschränkt Haden. Rachdem die T abellen jetzt durch 3ndi«kretton und zum Teil in utrooUftäobigen Auszügen in der Auslandspresie veröfsentlicht sind, scheint mir nunmehr ihre voll­ständige Verösfentlichung in der deutschen Presse empfehlenswert.

,',u meiner großen Freude höre ich, daß in bem Befinden 3hrer Majestät tn der letzten Zeit eine Beflerung eingetreten ist. Gott helfe weiter!

3n tiefst« Ehrfurcht, in unbegrenzter Treue und Dankbarkeit

Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät alleruntertänigster

v. Hindenbura, Generalseldmarscholl.

Der Kaiser antwortete mit fol­gendem Brief:

Haus Dvvm, den 5. April 1921. Mein lieber Feldmarschall!

Haben Sie warmen Dank für 3hren Brief vom /,0. v. M. Sie hadm recht. Das ist da« Schwerste für mich: im Ausland leben rnüffen, mit glühender Seele die furchtbaren Geschicke un­ser« feuern Vaterlandes, dem meine ganze Lebens­arbeit gegolten hat, verfolgen und von der Mit­arbeit auSgeschloffen fein.

Sie haben während der dunkeln unfeliaen Rovembertage 1918 mir zur Seite gestanden. Wie Sie wissen habe ich mich zu dem schweren, furcht­baren En fchluß, außer Landes zu gehen, nur auf Zhre und meiner übrigen berufenen Ratgeber dringende Vorstellung durchqerungen daß es nur allein auf dicf-m Wege möglich fei. unferm Volke günstigere Waffenstillstdndsbedingungen au ver­schaffen und ihm einen blutigen Bürgerkrieg zu erfparen. Da« Opfer ist umsonst aewesen. Rach wie vor wollen die Feinde für die angebliche Schuld desKaiferkichen Deutschlands* ba« deut­sche Volk büßen lassen.

3n dem Bestreben, alle persönlichen Rücksich­ten dem Wohle Deutschlands unterzuordnen, halte ich mich völlig zurück. 3ch schweige zu allen Lugen und Verleumdungen, die über mich verbreitet wer­den. Ich halte c8 für unter meiner Würde, mich gegen Angriffe und Schmähungen zu verteidigen.

Dieser Zurückhaltung entiprechend habe ich auch die von Ihnen erwähnten Gefchichtstabellen streng objektiv gehalten und nur einem engen Ärei\t von Bekannten zugänglich grtnacht; auf welche Weise sie jetzt durch irgendeine Indiskretion ober Diebstahl? in Me Oenentlichkeit gekommen sind, ist mir völlig unverständlich. Die Absicht, die mich bei Abfassung der historischen Tabellen lei­tete, war die: Durch eine systematische Auszah­lung nüchterner Tatsachen ftrena geschichtliches Mnteriaf Aufammenzutragen. das den Leser in die Möglichkeit versehen sollte, über die Vorgeschichte sie« Kriege- sich selbst ein Urteil zu bilden. Meine besten, uoerzeugendsten Quellen habe ich neben- vel l^morkt in der nach dem Kriege entstonde- yen Literatur gerade von Anaehörigen der seind- sichen Staaten gefunden. Darum freue ich mich, daß Sie meinen befcheidenen 'Beitrag zur Ge­schichte nützlich finden Für Ihre Anregung, der deutschen Presse die inzwischen vervollstänolgten Tabellen zugänglich zu machen, danke ich Ihnen; ich werde ihr entsprechen.

Die Wahrheit wirb sich Dahn brechen, macht­voll. unaushaltsam, wie eine Lawine. Wer sich ihr nicht wider bessere« Willen verschließen will, muf) erkennen, das) während meiner 26jährigen Regieninaszeit vor dem Kriege die deutsche Außenpositik lediglich aus die ©rhaltung des Frie-

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Da« find die niedrigsten,

nach dem

Altrentner-

gesetz zustehenden Sähe; stehen höhere

Gebührnifse Al Xa 1* An ha