Ausgabe 
20.11.1921
 
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Der

Kommun^stenspektakel im preutzischen Landtag

Ohi Dentz- W Itfrtertt» ganzen De-

des nist den

gen. An zahlreichen Sttayenecken wurden ausländische Stoffe verbrannt. Die AuSschrel-

Äreis Alsfeld.

Ruppertenrod. 20 Rov. mal für die Gefallenen de- wu de 6m4e unter Beteillgung der

ll-rell zu mrvern. 3a> hoffe und vertraue, dah die Verhandlungen im «Seifte der Versöhnung -um Delien der vderschlefischen DevöLerung ver­laufen und geeignet find, auch darüber hinaas die -Gegensätze der beiten anetnanderg enzentcn, bis zu einem gewissen Grad« aufeinander ange­wiesenen Böller au zugleichen. 3d) nehme an. dah In Genf nur über den Ort und die Art der Verhau Xu-Den eine Vereinbarung erzielt werden 10LL 3d) würde <tfc für ausgeschlosten halten, eine grobe <Ab( Vachverständ.ger nach ®e.;f zu ent- ienden, da Deutschland die hieraus erwachsen­den Kosten nicht würde tragen tonnen und cs aud) nahezu unmöglich lein würde, dem neu­tralen Vorsitzenden ein klares Bild über die oderlchlesischen Derdältcksie, so fern dem Land«, am üdfen LebenSschick al es sich handelt, zu geben

Genf, 19. Rov. (Wolff.) Alt-Bund eSral Ealonder. vom BöikeibunüLrat mit der Führung derdeutfch-polnifchenBer- Handlungen für Oberschles.en betraut, teilte der polnischen und der deutschen Re­gierung mit, datz die Bterhandlungen am 2 3. November. 11 Uhr vormittags, in Genf eröffnet werden sollen.

Die polnische Regierung sprach Catonber ihre aufrichtige Genugtuung darüber auS, dah zur Bewältigung der schwierigen Aufgabe der Führung der deutsch-polnischen Verhandlungen eine so hervorragende und zu­ständige Persönlichkeit ernannt worden ist.

meinen Kräften alles zu tun, um di« schwe­ren wirtschaftlichen und kulturellen CM ihren, welch« die Zerreihuna des oberfchlesischen Industriegebietes für die ganz überwiegend deutsche Bcvöllerung mit sich bringt, nach Wög-

K open ha gen, 19. Rov. (Wolff.) Vertreter der Aordschleswig?r im dänischen

Berlin. 19. Rov. (Wolff.) Zu Beginn Landtages beantragte der Kvmmu- K a 0 vor Eintritt in die Tagesordnung, kommunistischen Antrag als er­sten Punkt auf die Tagesordnung zu setzen, der die Befreiung der im Gefängnis Lichten- burg Im Hungerstreik befindlichen po­litischen Gefangenen fordert. Der An­trag scheiterte an Dem Einspruch des Ab­geordneten v. Campe (Deutsche DolkSpar- tei). Bon den Kommunisten wurde der Ein­spruch mit Beschimpfungen dieses Abgeordne­ten beantwortet. Das Haus stimmte der vom

Reichstage, der FolkethingSabgeordnete Schmidt- Wodder, hielt in Erwiderung auf die letzte Rede d s däni chen 2kihenrnlnisters Ha­rald Scavenius eine längere Aispräche. Er agte u. a., die Ausführungen Les Aul-anrnlni- ters klärten die Lage insofern, als er den Ge­danken eines Gegenseitigkeitsvcrtrages über das MLnderheitenrecht bestimmt ablehne mit der (B , gründung, dah man den anderen Staaten nicht da» Rocht geuen wolle, sich in Dänemarks innere An» sgebege.ibeiten einZumü'chen. Die Lage sei danach setzt die. dast die d--Nische Minderheit in Däne­mark mit bestimmten Vorschlägen hervortreten werde^ um im Rahmen der dänischen Gckctzzebung ihr Recht aus'ubaurn. Aebrigens wollten auch wir eine gegenseitige Einmischung der Staaten nicht, sondern dachten lediglich an die G"rich ung eines Schiedsgerichts, bestehend aus Vertretern ter bei^ei Milder eiten mit ei en Skandinavier alS Vorsitze^iden; also nicht die 6 aalen, sond-um die Mi.rde heilen soll en in Str it,ä[ en das E tt- schriLungsrcchl'en. Der Redner verzeichnete dann mit Defrirdintna die Versprechungen, die ter Minister hinsichtlich der deut chen Minderheit In Dänemark machte, und verlangte, dah für deutsche Schulen auch deutsche Schul­kommissionen eingesetzt we-. den sollten und tS der deutschen Minderheit überlassen werde, Lehrer und Lehrbücher sowie Lehrpläne zu be­stimmen. Damit würde man nicht einen Staat inne l'alb des Stan et emdt «n. Zwing man den De t ch n ( n d n deu che S u'en if g i ;nte Lehrvc auf, io iei oies eine -de&ormunbung, die unheilvoll wirken könne. D.-r R-dier erklärte daraus fcgcnaLer dem Mi i terp.ä id nten Reer- gard. dah 1864 verhältnismähig weniger däni che Beamte verabschiedet worden seien als bei der Einve I i u.fl Ro dschlesn i tS in Dänem rk deut­sche D.am.e, Zu den A'.:s,ührungen d s Justiz- ministe s erklärte Schmidt, dah es nicht genüge, die Haltung des däni chei Mi'itärs beim Heimat­fest in Tendern zu entschuldigen: eine ülnter- suchung e besser gewesen. Rachdcm der Red­ner noch auf Erschwerungen von Einreise und Aufenthalt in nmark U gnwie en halle die in erster Linie die deutsch.' Bevölkerung träfen, be- fdjäfttgt« er sich nochmals mit der Regelung der Kirchen- und Schuwcrhältniss« und ichloh mit dem Wun'che. dah im 2luSbau des Minderheiten- rechtes weitere Schritte unternommen werden möchten.

bank. Hilfsfonds für Oppau überwiesen wurden. Allen Mllwirtenden, di« sich in selbstloser Weise in den Dienst der guten Sach« stellten, sei an dieser Stelle nochmals der wärmste Dank ausgesprochen. Vielfachen Wünschen und Anfragen aus dem Pu­blikum entsprechend. Hal sich der Theaterleller, Herr Riedermayer entschloffen, daS Stück in der gleichen Besetzung am Sonntag, dem 27. Rovember noch- mals aufzuführen. Alles Rähere besagen die Plakat« und Anzeigen.

"Kirchenhetzung. Da seit 1 Oktober Koks von ZwangSwitf'ch f: frei ist. besteh: nach Qkufrrung des Reichskrhl nkommi sär» er e 3er- anlasfsung mehr, den Ki.chengemeinden für die Hrizung ihrer Kirchen Einschran.ungen oder Ver­bote aufzuerlegen, wie es die Kommunalbehörden bisher aus Grund einer KriegSverordnung tun tonnten.

Bornotizeu.

Aus dem Stadttheaterhureaa.

Aus dem Reiche

Der AchIstundeutag.

Berlin, 19. Rov. (Wolff.) Der sozial­politische Ausschuß deS vorläufigen ReichSwirtschaftSrateS beschäftigte sich gestern mit dem Entwurf des Gesetzes betreffend die Arbeitszeit gewerblicher Ar­beiter. der als Storm die achtundvier­zig stündige Arbeitswoche fer legt. Die Arbeitgeber lohnten dir gesetzliche Festlegung des achtstündigen Arbeitstages abweichend von ihrer bisherigen Stcllung- nahme ab. Sie befürchten davon eine Schädi­gung der Wirtschaft und halten das Washing­toner Aebereinkommen nicht für geeignet, als Grundlage des ArbeitSzeit-GsseheS zu dienen. Die Arbeitnehmer stimmten mit den Ar­beitgebern In der Ansicht überein, dah auf die wirtschaftlichen Notwendigkeiten weit­gehend Rücksicht Genommen werden müsse. Der Achtstundentag sei aber keine Schädigung der Wirtschaft. Bon der Regierung wurde ein Gesetzentwurf für die Angestellten in bal­digste Aussicht gestellt; er soll nach dem Wunsche deS Ausschusses so beschleunigt wer- den, dah der Arbeitsausschuß ihn bei Bera- hing deS gegenwärtigen Entwurfes verwen­den kann.

Ein Streik In der Germaniawerft.

Kiel, 19. Rov. (WTB.) Die Arbeiter­schaft der hiesigen Germaniawerft stellte vor einigen Tagen die Forderung auf eine einmalige Wirtscha ft S b e i h i l f e in Höhe 1 deS durchschnittlichem Monatsverdienstes und demonstrierte dieserhalb vor dem Derwal- tungSgebäude. Auch die Arbeiten wurden teilweise verzögert. Die Direktion konnte dem Berlangen nicht entsprechen, da sie sich erst mit den anderen Werften und der General- direktion in Essen verständigen muhte. Die Arbeiterschaft nahm fcaraufLtn heute die Ar­beit nicht auf. Die Direktion der Germania­werft sprach nunmehr die sofortige Ent­lassung der gesamten Arbeiter­schaft aus.

D e Suche nach NZaffenlaqern.

München, 19. Rov. (Wolff.) Wie die Münchener Reuesten Rachrichten" aus Och­senfurt melden, nahmen gestern französi­sche Offiziere im Bezirk Ochsenfurt in zwei Schlössern Haussuchungen nach ge­heimen Waffenlagern vor. 3n einem Schlösse wurde nichts gefunden, in dem andern lediglich die Ausrüstung für die Pferde einer Batterie. Waffen wurden nicht gefunden.

Reichsministera.Schiffer über die deutsch-polnischen

Verhandlungen.

Berlin, 19. Rov. (WTB ) Der deutsche Be­vollmächtigte für die deutsch-polnischen Verhand­lungen über Oberschlesien, Reichsminister a. D. Schiffer, hat vor seiner Abreise nach Genf den Vertreter des WolffbureauS empfangen und u. a. folgendes erklärt: Durch den Svruch des Obersten Rates wurde Obei-fl-leHcn geleckt. Unter tem Vor­sitz des früheren Schweizer Bundespräsidenten Ealonder sollen die Verhandlungen zwischen Deutschland und Polen über das Aökommen be­gonnen werden, daS bestimmt ist, daS Wir fchafts- leben des gesamten oberschlesischen Ge ietes auf­recht au erhalten. Sie werden verstehen, dah ich nur schweren Herzen - mich entschliehen konnte, daS Amt des deutschen Bevollmächtigten für die Ve Handlungen zu Übernehme r Wenn ich cs doch tat, so «folgte dies aus dem Gesichtspunkte heraus, dah ich mich verpflichtet fühlte, nach

Aus Stabt und Land.

Diehen, den 21. Rov. 1921.

* Au -Zeichnungen. Don den Freiwilligen, die im Mai dieses JahreS nach Oberschlcsten eil­ten, um dort ihren deutschen Brüdern gegen die Gewalttaten der polnischen Insurgenten zu helfen, erhielten folgende den Schlesischen Adler: Hans OSman-Bey (1. und 2. Klasse, schwer verwundet) und Freiw. Sukow aus Giehen, Hetz aus Darmstadt und Ernst Gengnagel aus Drosten-Buseck.

Die Dante-Feier der Literarischen Gesellschaft gestern abend war dem Gedächtnis des hohen MeisterS geweiht. Herr Geheimrat Kruger spiellc rum Ei gang ein Ada io von A Carelli and schlotz die Feier mit einem Adagw von G. Tartini, Fräulein W i f s e n d o r f fang eine Kirchenarie von Stradclla und ein Gebet von Gvrdigiani. Die Hingabe beider Musiker an ihre Aufgabe bereitete gut vor auf die Worte '"d Rezitation von Dr von 5a bet bu 5a ur. Die Einleitung und die Deutung des Erlebnisses Bea­trice für Dante, die fliegend begeisterte Zeichnung der Liebe des Seraphs als der bewegenden Kraft seines Werkes und der Anruf an unsere Seelen, unS selbst im göttlichen Gedicht zu erkennen, waren sicherlich daS Beste, waS tn dem Gedächt­nis Dantes hier In Giesten bisher aesagt worden ist. Die Stellen auS der Göttlichen Komödie, die Dr von Faber vortrug, risien dann auch uns wie ihn völlig m die Stürme der Höll« und durch die grauenhaften Gründe des Eises burtb daS Zcgeftu.r, 5J wir im Himmel das Tasten und stammelnd« Suchet um daS Bild für Doll, das hilflos« .Versinken in Worten der Vernunft mitmachen mußten. Die Schau Gottes aber konnte selbst Dante mr für sich erleben. Diese Gnade must jeder selbst erleiden. Der Totensonntag fand so fernen Sch utz und fein« Erlösung, und die Dante-Feier hat dem u -glücklichsten Tan des Zahnes einen Schimmer des uur.ld.ichm Lebens und der Liebe verliehen.

-Für Oppau. Wie uns vom Bayern- Verein mitgeteiU wird, beläuft stch der Rein-

3n der morgigen Erstaufführung der neuen Operette von Künneke »Der Better aus Dingsda" sind beschäftigt die Herren Goll, Hellborn, Richter, Döring, Bechstein und Meh- nert sowie die Damen Wissendorff. Otte und Rammel. Die Spielleitung führt Herr Doll, die Tanzarrangements sind von Lina Oldini gestellt und einsmdiert. Die 7. Minwoch- AbcnnementSvorstellung, die Je'sels Operette ,Die Postmeisterin- bringt, must wegen der Oper am Mittwoch auf Donnerstag den 24. Rovember verlegt werden. ES sei zugleich darauf hin gewiesen, dast diese Aufführung der Postmeisterin um t/,7 Uhr beginnt. Am Freitag den 25. Rovember findet außer Abon- nement eine Aufführung von ,2llt-He Idel­berg" statt.

Staatswissenschaftliche Ber­einigung. Dienstag abend 8 Uhr Vortrag von Dr. Max HildebeN Böhm: Die Par­teien und die nationalpolitische Verantwor­tung.

Tageskalender für Montag. Hotel Esihorn. 8 Uhr: Lvewe-Dalladan- Abend. Eafä Leib, 8»'. Uhr: Wahlver- ammlung der S. P. D. Asioria-Lichtspiele, ab heute:Lady Godiva" undSic Rächt der Königin 3fabeau. LichtsvielhauS. Bahn- hofstrahe, heute bis einschliey ich Donnerstag: Sei heilige Hast-, 2. Teil:Die Flucht vor dem Tode" undDas Kind der Diva"

Wcttcrvoraussage

fürDienstag:

Dunstig, wolkig, trocken kühl, wech'elnd« Wind«. Die Wetterlage bat sich nicht ver­ändert. Unter dem Einflust des skandinavischen Hoch und des biskavifchen Liess haben wir mit Fortdauer des wolkigen, doch trockenen Wellers zu rechnen.

Kreis Schotten.

lg Gedern, 18. Rov 3n der gestrigen V H D -Rotiz hat der D u tfeblerlersel in­sofern eine Roll« gespielt. alS nicht 73. sondern 13 Wand?ru,gen im Oabrr 1922 unternommen werden Auch fi-bet daS 40iährige Stiftung-fest des hiesigen Zweig Vereins nicht am 23., sondern am 22. Hanuar stall.

lg. Gedern. 19. Rov. Seit Mittwoch­abend ist der über 70 Jahre alte alleinstehende Tagelöhner Bvleh spurlos verschwun­den. Man vermutet allgemein, dast er sich auS RahrungSsorgen ein Leid angetan hat. CS wäre sehr zu bedauern, wenn dieser über­aus arbeitsame Mann ein Opter unserer trau­rigen Zeitverhältnisse geworden wäre.

lg. Gedern. 19. Rov. We^en den stark auftretenden Masern wurde bis auf wei­teres die Elementar Haff e der diesigen Schute auf Anordnung des KreiSgesundheitS- amteS geschlossen.

Aeltestenrat vorgeschlagenen Regelung der Angelegenheit zu, nämlich eine Kommission von Dertretem aller Parteien zusammentre­ten zu lassen, die sofort in Gemeinschaft mit einem Vertreter deS Justizministeriums nach Lichtenburg fahren, die nötigen Mastnahmen treffen und etwa vorliegende Miststände ab­stellen soll. Das Haus wollte sodann die Be­ratung deö Haushalts der Gestütsverwaltung fortsetzen, jedoch beantragte Abg. Katz die Unterbrechung der Tagesordnung zur Ent­gegennahme des Berichts des interfraktio­nellen Ausschusses zum Lichtenburger Hunger­streik. Der Widerspruch des Abg. Held (D. Bpt.) brachte den Antrag zu Fall, worauf die Kommunisten mit lärmenden Beschimpfungen der Rechten antworteten.

Abg. Katz erklärte von dem Rednerpulte auS:Rachdem es sich zeigte, dah die ganze Kommission absichtlicher Schwindel ist. können wir unmöglich Ihren Quatsch weiter anhören." Hierfür wurde der Redner zur Ordnung ge­rufen. Gleichfalls erhielt der Abg. Schulz- Reukölln einen Ordnungsruf, weil er die Ar­beit der Kommission als schuftige Komödie bezeichnete. Den zweiten Ordnungsruf erhielt Schulz für die Bemerkung, es sei eine schäm- lille Handlungsweise des Ausschusses.

* Abg. Stendel (D. Bpt.) machte einen Zwischenruf, worauf Abg. Schulz mit geball­ter Faust antwortete: Sie schamloser Dube, Sie!

Während dieser Szenen fanden heftige Auseinandersetzungen zwischen den um die Tribüne sich drängenden kommunistischen und anderen Abgeordneten statt. Bizepräsident Garn ich rief den Redner zum drittenmal zur Ordnung und befragte das Haus, ob es ihn weiter anhören wollte. Der Lärm ver­stärkte sich, als dem Abg. Schulz das Wort entzogen wurde, dieser aber an seinem Platze stehen blieb und weiter heftige Angriffe gegen den interfraktionellen Ausschuß richtete. Bon anderen kommunistischen Abgeordneten wurde nach rechts gerufen: Ohr schamlose Bande! Die Bande muh raus! Abg. Schulz er­griff das neben ihm stehende Was­serglas und goh dessen Inhalt tn weitemBogen über ole tn derRähe stehenden Abgeordneten der Rech­ten. In dem allgemeinen Lärm und Durch­einander bemächtigte sich Abg. Katz der Präsidentenglocke. Der Bizeprä­sident verlieh unter dem Tumult des Hauses seinen Platz, während die Lärmszenen weiter anhicllen. Abgeordnete der Kommunisten und Mehrheitssozialisten wurden handgemein und von Parteigenossen ge­trennt. Die Tribüne wurde geräumt, nachdem zwei Leute heruntergerufen hatten: Hoch die Gefangenen-, nieder mit dieser Bande hier! Degen drei Uhr zog sich der Aeltestenrat zu einer Besprechung zurück. Die Sitzung wurde unterbrochen und soll am Montag wieder aus­genommen werden.

Berlin. 19. Rov. (WTB) Der Ael-

Mannhaftes Deutschtum im Saaryebiet.

Saarbrücken, 19. Rov. lWTBck Wie b:e Ä leOtkweiler und Saarbrücken ha h.-ulr auch ter Kreistag Saarbrücken die Ve ,uLad> ung der Re^iervmgStxro d ungen ab^e- lehnt. Eine Erklärung wurde mit 29 Stimmen xegen 5 Stimmen der Kommu i'ten angenommen, in der es heiht: Dieser D.schluh findet seine Begründung in der polltifchen und wirtschaftlichen Hand'ungSweife te- Regrecunaskv-m ffion. Dicke habe fett ihrer Einsetzung nach Ansicht der Be­völkerung nur das eine Ziel, di« Aotrermung des Saargeoietes von dem Mu terland-r ,u bettcilcn Es ist allgemein bekannt, dah die Saarregierung in ihrem bisherigen Bestreben, das Gaargeöiel politisch und tri tchaftllch aEwt,rcnnen. a ich noch di kirchl ch: Abtrennung ferSe re i to L Kci e der von d r Te amtdevölk^rung ausgestellten For­derungen ,habe Gehör gefunden. Dagegen bat die R-gie-ungSkvmnck sion entgegen den cinmü:i gen Wi l n des Kr i ta.^es ®<fe:^ gcfchckten, ine von der Gcfamtbevölkerung als bitteres Unrecht empfunden wurden. Der Kreistag ersucht die politischen Parp-cken und die berusllch n Organi­sationen der Arbeitnehmer der Industrie und des Hand lbeim Völkerbund da l, e>nd vorstellig »,u werten, dah ber elbe ebenso von dem veckasfungsmähigen Rechte deS § 17 Ab­satz 2 ter Anlagen 7ai Artikel 45 bis 50 des Ver­sailles Vertrages Gebrauch macht unb die jetzigen Mitglieder der Kommcksion nach Aolauf der ein- jähngen Amtszeit abberufen und sie durch n^ue erseht werden. Der Präiideill der Regi'rungs- kommission soll einem neutralen, am Saargebiet uninteressierten Staate entnommen werden. Er soll der deutschen Sprache tn Wort und Schckst mächtig sein. Die jetzige Regierungskommisswn des Saargebietes hat sich durch ihr bisheriges Verhaltm jedwe^eS Vertrnuen der Bevölkerung verscherzt. Der Kreistag beschsi h', datz diese Ent­schließung im Wo ilaut dem Völkerbund mitzu- tc len ist und spricht die dringende Bitte an jenen auS. Vertreter des Volke tu nach dem Saar­gebiet zu entsenden, damit diese sich in persön­licher Fühlungnahme mit den Volksvertretern, sowie den Te.tvetem d r Wi tsch fts- und Be­rus sgruvpen von d t Rotwendigkell der erbetenen Mahnahmen überzeugen.

Die deutsche» Interessen im dänischen Reichstag.

meinde cingetocibt Auch b'r Pv'aunenchor aus S inerten rod wirkte zur V« ckchön^rung der Fck^r mit. Der Kri^gerverein nahm ml' Fahne daran teil und legte einen Kranz am Dmkmal nieder. DicseS ist nach dem Gntwucke des Dmkmalvflegers Prof. Wölbe- Darmstadt errichtet und hat seinen Platz auf dem Frledbvf an der T-r-asi«, ble den oberen und unteren Friedhof durchzieht.

Kreis Friedberg.

A Aus der We11«rau, 20. Rov. Rach- dem die Riederschläge der letzten Wochen dem Boden einige Feuchtigkeit gebracht haben, sieht man jetzt viele flelblgt Landwirte hinausecken um die Stoppeläcker zu stürzen, was im RachsvTTtmer und Herbst infolge der Trockenheit nicht möglich war.

Starkcnbnrg und fNhcinheüen.

btb. Darmstadt, 19.Rov. Für 2500 Mark Strümpfe. 3n einem hiesigen Ge­schäft kaufte in diesen Tagen eine Dame für 2500 Mk. seidene Strümpfe. Andere, die ein oder zwei Paar kaufen wollen, haben dann das Rachsehen. Wen trifft hier die gröbere Schuld, den Käufer oder Verkäufer?

btb. Darrnstadt. 20. Rov. Einsturz­gefahr beim Res idenzschlost. 2ün Rest- benzschlotz werden zur Zeit umfangreiche Arbei­ten vorgenommen, die in erster Linie der Erhal­tung des allen Bauwerks dienen, denn bei den Umbauten für die Unterbringung der Landes­ki l okh«k, ke? ©trat*- un'' bei De k.nalsarchlos, Hal m in uberr sch« terwelfe «ststcl en muffe t, * ab in dem Mauerwerk gew-l.ige Selige und Sen­kungen pprhanden sind. Das Schlei it auf einem Pfahlrost erbaut, der Darmbach umiloh daS Schloh und die Stämme des Rostes wurden vom Grund- toaffer umspült. Vor Jahren wurde der Darmbach abg leitet und durch die Kanalisasionsmabnahmen taS Grundwasler gesenkt, so dah die Eichenstämme des Rostes tn kurzer Zeil verfaulten. Di« Folg- davon tn-iren Senkungen und man muhte sich nue entschlichen, gröbere Erhal ungsarbei en vor­nehmen. wollte man den baldigen Einsturz ver­meiden. Das Schloh ist bekanntlich bei der Aus- elnanderseyung mit dem Grvhherzog in den Be­sitz des Staates übera»gangen.

oh. Offenbach, 23. Rod. Der .stille" Teilhaber. ®tnc hiesig« Lederwaren strma muhte schon ftit längerer Zell die Wabcnebmuoo

ertrag der Dohltätigkeitsvorftellung für Rlög- | Oppau auf rund 280 RU-, die der Mitteld. Credit-

tungen richteten sich besonders gegen die Per­sonen, die von der Degrühunq deS Prinzen von Wales kamen. Sttastenbahnwagen wur­den mit Pettoleum begossen und angczünder. Die Polizei konnte der Demonfttanten nicht Herr werden. Militär muhte herbeigerufen werden; es kam zu Strahenkämpfen. Einzelne Führer suchten erfolglos die Menge zu beruhigen. Zahlreiche Personen wurden verhaftet. Militär und Polizei patrouillieren jetzt in dem Stadtteil, In dem die Ausschrei­tungen stattgefunben haben.

London, 19. Rov. Einer Reutermeldung aus Kalkutta zufolge wurde aus Anlatz her Landung des Prinzen von Wa­les ein Streik Ins Werk gefetzt. Durch Flugblätter wurde eine heftige Propaganda­tätigkeit entfallet und In einigen Fällen die Ladeninhaber mit der Plünderung ihrer Läden bedroht für den Fall, dah sie sie nicht schlie- hen sollten. Onfolgedessen bot die Stadt ein ungewöhnlich stilles Dill).

Lloyd George.

L o n d o n, !9. Rov. (Wolff.)Daily Tele­graph" zufolge hofft Lloyd George noch immer tn stände sein, sich vor Weihnachten nach Washington begeben zu können

ven, die europäische Kleidung tru-s SPD. einen Brief, worin auf die Rotwenvig- --- ._trKit gemeinsamer Aktionen in Fragen her Teuerung. Steuern und Lohnrege- [ u r. g hmgewiesen wird. Das Schreiben ladet zu einer gemeinsamen Desvrechung aller po­litischen. und gewerkschaftlichen Spiyenorganl- sationen ein. Die Besprechung findet vermut­lich am Mittwoch statt.

tesienrat des Landtages beriet nach Mn» tcrorechung der Dvllslyung über die Ge­schäftslage. Es wurde beschlossen, am Mon­tag vormittag eine neue Sitzung des Aeltesten- raies einzuberufen. Man war der Meinung, Vah es sich bei der Angelegenheit des Lich­tenburger Hungerstreiks um eine Reichssache handele. Sollte eine Be­sprechung darüber Im Reichstage heute nicht erfolgen, soll die Angelegenheit als Bericht des interfraktionellen Ausschusses am Montag als erster Punkt auf die Tagesordnung gesetzt Verden.

Berlin, 19. Rov. Die Parteileitung der USPD, richtete an den Parte Vorstand der