Ausgabe 
20.11.1921
 
Einzelbild herunterladen

frnd an» Dtrfnj: Untn.-Bn*. and Stti«.n<trti K ta«jt. S^rittltitnn«, KWIHH« °«d Prndtrtl: $d>n1WraV t

u tun. Die .Sunkxitz Ti

Der Reichskanzler an die Reparationskommission.

Dte'ReparativnskDmmission fyol sich Unit- lt* von Berlin wieder entfernt nachdem sie auf Bezahlung der nächsten Trrminver- pflickttungen bestanden und von der ReichSre- gierunq eine entsprechende Zusage erhallen harte. Hinter den Kulissen hat das Kabinett Wind dem Druck der Fremden gegenüber die alte Grsüllungspolittk fortgesetzt Das geht auch aus dem Schreiben hervor, das der Reichskanzler den ausländischen Kontrolleuren überreicht hat und in dem wir nur die schüch­terne Ankündigung finden, dah Deutschland bei der späteren Einlösung seiner Krediwer- pflichtungei Schwierigkeiten haben werde. Wie eS in der AeparationSkommission im einzelnen aussah. erfahren wir durch eine Meldung des .Marin- Frankreich wollte uns schon jetzt in einer Rote eine .sehr ernste Verwarnung- zu- kvmmen lassen: aber die übrigen Mitglieder des Ausschusses waren dagegen, nicht etwa, weil ste uns etwas schenken oder erlassen, son- dern weil sie. tote wir auS der nachstehenden Meldung schliehen müssen, nurfalt wie eine Hundeschnauze- fein wollten.

Ss Ist ein Hammer, dah wir jetzt keine stark gefestigte AeichSreqierung haben, die aus unserer furchtbaren Wirtschaftslage auch noch andere Konsequenzen zu ziehen vermag als die Formulierung wachsweicher Ankündigungen und solche unzulänglichenAufklärungen" über das Gisenbahnprvblem, wie sie heute daS Wolff-Bureau, offenbar im Auftrag des AeichSverkehrsministeriumS. veröffentlicht.

B e r l1 n . 19. Rov. (WTB.) Anschliehend an die Verhandlungen der deutschen Regie­rung mit dem Darantiekomitee Ende Septem­ber und Anfang Oktober war die Repa- ratlonSkommission nach Berlin ge­kommen. um die Frage zu prüfen, tote die nächsten Zahlungen nach dem Ultimatum von London bewirkt werden könnten. 3n den Be­sprechungen mit den Vertretern der deutschen Regierung stellte sie die Forderung auf. dah bie Zahlungen nötigenfalls durch Inanspruch­nahme ausländischer Kredite bewirkt werden mühten. Der Reichskanzler über-

gehen werde?

gitnrinoff als Lowjetvertreler in Washington?

Paris. 19. Rov. (WTB.) Rach einer Meldung aus Moskau, die der .^TernpS" ver­öffentlicht. soll der Sowjewertreker des Aus­landes. Litwin off. nach Washington gehen und dort mit beratender Stimme zur Abrüstungskonferenz zugezogen werden. (?)

Die Washingtoner Konferenz.

London, 21. Rov. (WB.) Der Sonder­berichterstatter deS .Observer- in Washington meldet, die Schnelligkeit mit der sich die Konferenz ihrem Ende nähere, gehe über alle Erwartungen hinaus. Man tonne den Schlich wohl innerhalb von drei Wochen erwarten. Die« sei zum größten Teil auf die Politik deS Staatssekretärs Hughes zurück zuführen, der sich jedem Versuch, zu feilschen, widersetze und auf die Zustimmung der anderen Staaten, insbesondere Englands und Japans, zu dieser Politik.

Crin LlommüsionSbeschinh.

Die frnn ösisch-enqfischen Ansetnandcrsettnngen.

London. 19. Rov. (Wolff.) Der dwlo- matische Berichterstatter deS .Daily Tele­graph- schreibt, die Antwort BriandS auf die Bemerkungen des britischen Auswär­tigen Amts zu dem f ran sisch-ke Ma ­li st ifchen Vertrag werde als höflich, aber nicht als Überzeugend angesehen. Man sei der Ansicht, dah die Rote BriandS den Streit nicht beende Auherd^m hätten seit der Abfassung deS britischen Memorandums die Ereignisse im Osten, wie z. B. die Vorgänge in der türkischen Gendarmerie. eine rasche Entwicklung genommen und drohten, eine voll- kommen neue und bei weitem kritischere Lage zu schaffen, als sie vor einer Woche be­standen habe. Diese neue Lage stelle alle juristischen und akademischen Beweisgründe in den Hintergrund und trage den Streit aus dem Bereich der Theorie in den der prakti­schen Politik.

LtinneS in London.

Berlin. 19. Rov. DerLvkalanzeiqer" meldet: Hugo StinneS sei bereits in Lon­don eingetroflen .Er werde mit Lloyd George verhandeln. Die Unterredungen Dürften sich hauptsächlich um die Fra^e der Kreditaktion drehen. Auch über die deutsch-russischen Wirt- lchaftSbezirhuneen soll verhandelt werden. Der Aufenthalt StinneS in London dauere un­gefähr eine Woche.

Die Unruhen in Bombay.

London. 19. Rov. Reuter veröffentlicht weitere Einzelheiten über die Unruhen in Bombay am Tage der Ankunft des Prtn- zen von Wales. Die Demonstranten hiel­ten Wagen, Kraftwagen uno Sttahenbohn- EDO/'en an und belästigten alle Perso-

qab heute der Reparationskommission vor ihrer Abreise folgendes Schreiben:

Die deutsche Regierung geht davon auS. dah es an und für sich nicht dem Sinne der Bestimmungen deS Zahlungsplanes von Lon­don entspricht, zur Aufbringung der ZahreS- annuitäten zu dem Mittel des Kredits zu grei­fen. Sie ist aber, um den Beweis des gu­ten Willens zu geben, bereit, eine solche Kreditvperatton vorzunehmen. Für die Frage, unter welchen Bedingungen der Kredit ange­nommen würde, kommt eS in erster Linie auf die Vorschläge deSjeniaen an. der das Geld herleihen soll. Die deutsche Regierung ist be­reit und tat auch bereits Schritte, um sich Kre­dit zu verschaffen. Sie bittet die ReparationS- kvmmifsivn. sie hierbei unterstützen zu wollen, fühlt sich jedoch verpflichtet, sie schon jetzt dar­auf aufmerksam zu machen, dasi für die Zeit der Rückzahlung deS Kredits eine auhervrdentlich schwierige Lage mit Rücksicht auf die sonstigen Verpflichtungen deS Reiches entstehen wird. Sie erwartet von der Reparationskommission, dah He dieser be­sonderen Lage Rechnung tragen wird.

(Vinc beabsichtigte Drohung

Die Abrüstung zu Lande.

Pa r lS, 21. Rov <WTB ) HavaS berichtet cruS Washington, Briand habe gestern vor­mittag mit dem italienischen Botschafter Schon- zer weiter verbandelt Dieser werde in der heutigen Sitzung der Konferenz nach der R^de Briands eine Erklärung namens der ttolieni- kben Delegation abgeben, wonach Italien der Actabfer u:tg her Rüstungen zu Lande in Ourrpa günstig gestimmt lei. Er sehe hierin ein Mittel. Sicherheit gegenüber Jugoslawien zu erlangen. Ss sei wahrscheinlich, tah Schanze keine be­stimmte Resolution in diesem Sinne vorlegen, son­dern sich mit einem allgemeinen S.pofs begnü­gen werde. Ministerpräsident Briand soll gestern nachmittag mit Balfour vertändelt facen.

Dem .Tieto Port Herald" wird aus Washing­ton gemeldet, Belgien habe um Genehmigung nachqe'ucht daS Telangen Frankreich«, ein be­deutende- Heer zu unterhalten, unter'-len zu dürfen. Man erwartet, day d"r b [g fix Bot- ktafter in Washington nach Briand ta» Wort ergreifen werde. Das Tk'Iangen Belgiens, Aber btefen Degenstand ru sprechen, werde keiner Opvo- sition begegnen, obwohl Belgien nicht etngrfaben worden sei. an der Diskussion über die Wrüstung zu Lande teilzunehmen.

Die Rolle Frankreichs.

Paris. 19. Rov. (Wolff.) Pertinal kabelt dem .Scho de Paris- aus W a f h i n g - t o n über Unterredungen, die er mit Leuten der Wall Stteet in Reuyork über die Lage Frankreichs gehabt habe. Man habe ihm gesagt. Frankreich sei in grober Ge­fahr, die Sympathien Amerikas zu verlieren. Es erscheine im Augenblick als die m litaristische und imperialistische Ra­tion par e^cellence. Troy seines Versuche«, mit Zahlen das ®eienteil zu beweisen, und trotz der Behauptung dah die Entwaffnung Deutsck-landS nicht wirkungsvoll sei. erklärte man ihm. man könne eine grvhe industrielle Nation nicht jeder kriegerischen Organisation berauben. Rur einer, nämlich Bernhard HL Baruch stimmte ihm zu. Er faßte seine 2bt- fietten dahin zusammen. Frankreich könne von I Amerika weder ein Tripelabkommen noch eine

Frankreichs.

Paris 20. Rov (Wellst s JuleS Sauer- toeln berichtet dem .Mattn" aus Berlin: 3n der gestrigen Sitzung der Reparativ nsk om- Mission wurde eine Einigung über die Deutsch- land gegenüber etnvinebmenbe Haltung n i ch t crjWt Der Vertreter Frankreichs LouiS Du­bois. hatte die hier anderen Mitglieder der RevarastonSkommistion geaen sich Der belgische Delegierte Delacroir t>*rtrat den 6anbrunft, dast aus die gestrige Erklärung der deutschen Re­gierung augenblicklich keine Antwort zu erteilen fei ES bandle sich um eine Zahlung, die in acht Wochen, aber nicht in acht Tagen zu erfolgen habe Wenn man setzt Deutschland eine ernste Rote Überfenbe. laufe man Gefahr, denen einen gu*en Vorwand zu liefern, die die Alliierten an- flaaten. die vorgesehene Anleihe zu einem THih» erfolg zu führen. DubviS meinte, Deutschland verfuch? du-ch den Vorwand einer auhcrorbent- sichen Anleibe 44 feinen Verpflichtungen zu ent- leben. Infolgedessen schlug er vor. ihm eine sehr ernste Derwa rnung zukommen zu lasten. wurde nicht dementsprechend ent­schieden.

(EntftaatFd)ung der Eisenbahn?

Berlin 19. Rov. Zu der Frage be- Ab­gabe ber Reichsellenbahnen ai die Pri- Jatroirtfdjaf t wird u. <1 mUpctcUt:

®te Frage ob die Rerchs^tfenbahncn der ihnen gestellten'Aufgabe gerecht werden können, sei auf Grund der seitherigen Erfahrungen zu brfaben. wenn auch die Schwierigkeit der Lösung nicht zu verkennen sei. Ss to ine gejagt t^yben. bah auf dem Gebiete des Detried.^ die .^lla-n des Krieges grvhten.ells ulxriiunbca seten. Was

Allianz, mehr oder weniger fade formuliert, erlangen. Wenn es Sicherheit Haden müste, dann müsse es die Rhetngrcnze nehmen. Rach Baruchs 2ln(i(ht würde das Diel weniger ernste Proteste tn Amerika Hervorrufen, als man an­nehme. Aber, so fügte er hinzu, verewigen Sie nicht den militärischen Xumuk, der unfern Beziehungen stört.

London. 20. Rov sWTB.) Da« Rvrih- dlffeblatt »WeeÜv Dispatch" m« bet aus Washing­ton. eines der gröbten Ereignis,e der Konieienz stche jetzt bevor, nämlich dieAbrelfeBrlands nach Frankreich Der französische Premierminister sei ganz zweifellos seh»-enttäuscht Er sei nach Washington gekommen In der Hoffnung, dah die Konferenz etwa» für Frankreich tun werde Er habe jedoch ein Amerika vorgetunden. das Eu­ropa den Rücken kehre und fein Gesicht nach dem Stillen Ozean gewandt habe. Briand werde da- her morgen vor der Vollsitzung der Konferenz er- klüren. dah Frankreich nicht In der Lage sei. sein H,«r weiter zu verringern, da Amerika und Eng­land nicht veranlaht werden könnten. Frank­reich. daS als der Gendarm Europas angesehen werden müsse, gegen weitere Angriffe ficherzustellen und den Kontinent vor weiteren Kriegen zu schützen Briand sei der An­sicht. dah Frankreich im Augenblick von dem 21b- rüstungSvorfchlag Hughes nicht besonders berilbrt werde, denn Frankreich habe seit 191? keine Flottenbauten vorgenommen und die einzi. e Wir­kung der Annahme des amerikanischen Berminde- rungSplane» werde für Frankreich die De ran- laHung sein, mit dem Bau von neuen Schissen zu beginnen, um feine Flotte auf den von der Konferenz al» angemessen erklärten Mahstab zu

Hr. 273

Der eieieier Sijetoet trfd»et*l täglich, autzer Soun- unb JeierUGS. «»»etliche Sezv,«pee'se: Mk 5.50 einschl Träger- leb», durch bie Post UUl 6.50 ein'djL Bestell, gtto, auch detRichlerschei- n<w eieielnct Jtuemem tafelge höherer Qkmalt 5er»lpred>.2lnkt,lü|)e: ftrbirSAriftUuung!12; für Druckerei. vertag unb Ee chaftsstelle 51. e»1*nft für Drahtnach. richten Injetgcr 4letze».

vo«1chesto,to: (rnttirt e. «. IlsSs.

Washington, 22 Rov. (WTB.) Havas. Uebcr die Arbeiten der Abrüstungskon- f e r e n z wurde gestern folgendes offizielle Kommuntguö veröffentlicht:

Der Au«schuh für den Stillen Ozean und den fernen Osten hat gestern fehle zweite Sitzung ab­gehalten Admiral Kato gab dabei folgende Er- fläiang ab: ... Ä .

1. Gs erscheint der japanischen Delegatton, dah die in Shina bestehenden Schwierigkeiten nicht geringer in seiner inneren alS in seiner äuHeren Carte sind Wir wünschen den Frieden und bie Einigkeit so bald alS möglich wieder her- gestellt zu leben. Wir wollen jc-deS Vorgehen vermriden, das als eine Einmischung in die in­neren Angelegenheiten EhimS ausgel'-gt werden kann. Alles, was diele Konferenz tun kann, wäre so scheint un6. die auswärtigen Beziehungen Thinas zu regeln und den Chinesen die 'Aufgabe zu überlasten, ihrer inneren Lage Herr zu werden.

2. Die japanische Delegation toill der chinesi­schen Delegation und der ganzen Konferenz ver­sichern. dah der Wunsch Japan« dahin geht, d t e besten Beziehungen mitEhina zu unter­halten. Wir stimmen bedingungsweise und vorbe­haltlos dem Grundsatz der offenen Tür und den glcichen Erleichterungen für alle zum

Handel in China zu. Wa» die Frage

der Esterritorialität betrifft, die viel­

leicht der wichtigste Punkt in den Vorschlägen ber chinesischen Delegation ist, so dsabfichtlgen wtr, unsere Bemühungen mit denen der anderen Mächte zu vereinigen, um zu oerf idte.i, zu einem gerechten und zufriedenstellenden Abkommen für alle Parteien zu kommen.

P a r i S. 19. Rov. (WTB.) Der Londoner Korrespondent des .DempS- bestätigt, dah Japan in Anbettacht des Schwindens einer Allianz mit England sich mit dem Gedanken eines englisch-ame­rikanisch-japanischen Bündnisses trage. Da aber dieser Plan auf ame­rikanischer Seite auf hartnäckige Gegnerschaft whe, scheine es möglich, dah die japanische Delegation demnächst den Theatercoup voll- ühren und Zapan alS Vorkämpfer Ehi- i a s präsentieren werde. Japan würde China sehr vorteilhafte Bedingungen machen, um ein Bündnis zu erreichen.

Japanische Pressesiimmcn.

Tokio, 19. Rov. (Wolff.) HavaS. Die japanischen BlätterKv ku m i n",S h i m - bun undAsah i" erklären in Leitartikeln die Einschränkung der Rüstungen für wün­schenswert, sagen aber, Japan müsse so ge­stellt werden, dah ein militärisches Gleich­gewicht zwischen seinen Seesttcitkräften und denen der anderen Seemächte bestehe.

($iitr japanische (Erklärung über China,

Paris. 19. Rov. (WB>. Rach dem Sonder­berichterstatter der Havasagentur ist von einer aus fünf Admiralen bestehenden Kommifsion. unter Vorbehalt der Zustimmung der Konferenz, die England und den Bereinigten Staaten zustebendc Droh-Schisistvnnage wie folgt angefetzt worden: 18 Panzerkreuzer unb 4 Schlachtkreuzer für Grohbritannien unb 18 Panzerkreuzer für die Bereinigten Staaten. Diefe Zistern becken sich mit den von Hughes vorgefchlagenen. Der amerikanisch-japanische (Eeqensap.

London 20. Rov. (WB.» Dem Sonder- berichterstattcr ber Drange Telegraph Eornpagny in Wafhington zufolge fcheint jetzt bie erste Spaltung auf ber Wafhingwner Konferenz ,u drohen. Trotz ber Warnung ber 'Bereinigten Staaten bah sie auf der Durchführung ber Haupt­punkte bet Hughesfchen Borfchlägc bestehen, stellte sich 3a p o n auf ben Stanbpuntt. bah feine Groh- larnr'tonnage 70 Prozent statt ber von Amerika vorgefchlagenen 60 Prozent betragen folle. Die amerikanischen Delegierten unterstützten das Programm des Staatosekretärs Hughes unb wiberfetzten sich energisch bem ihrer Ansicht nach unnötigen Feilschen. Bon mahgebcnder japanischer Seite wirb dagegen mitgetcilt, bah 3anan in dieser Frage einen dem Standpunkt der Bereinigten Staaten scharf entgegengefetzten Standpunkt einnimmt.

Paris. 20. Rov. (WB). Der Conbetberuht- erstattet bet Havasaoentut meldet aus Washington^ Staatssekretär Hughes habe gestern mit Admiral Kato eine lange Unterredung übet die Kwanifchen Gegenvorschläge gehabt. Obwohl bie antenla- nische Delegation als ©ninblagc für bie Tonnage bie augenblickliche Stärke ber brei ^«en beche- halten wolle, scheine Hughes mm berot m b« Be- rechnung des Berhaltnistes. das bekanntlich für England und Amerika 5 gegen 3 für Japan fein solle, eine Revision zuiulasten^ m dem als Grundlage nicht die Tonnage fe.bst. fondetn bei­spielsweise bie Bewaffnung und bie ext)neü(gteit bet Schiffe angenommen werbe. Hughes babe aucv mit Balfour konferiert und man tonne annehmen, i dah die Unterredung sich auf die englischen Cm- Wendungen in Bettest der Aufrechterhaltung der

die finanzielle Seite anlange, so bube die Ber» waliung auf die Höhe der ItKblutxn Ausgaben I immer nur einen geringen Wnfhib- Der allge- 1 meinen Preissteigerung könne die V^waltung * nichr entgvgentrcien. Hi ifichtlich b*x Kc-ftlen leibe die Bahnverwaliung heute noch unter der zu ge- i ringen Förderung. Dah das Perfonal zu hoch . bezahlt fei, werde niemand behaupten Die Ver­ringerung der Kopfzahlen die feit 1919 um 50 000 Köpfe abg?nommc.i hatten, sioye auf Schwierigkeiten infolge der noch geltenden Demobtlmachungsvorfch i tau Die Au h-'bung die­ser Dorfchnften sei beantragt Da» Arbeiis- zeitgeletz fei im Entwurf fertiggestellt und solle unter grundsätzlicher Wahrung des Acht- stundentaaeS einer gZechten wirttchafUichen Ver­wendung des Personals ten Weg ebnen. In Ver­bindung mit anderen Mahnahmen würde in ver- hältniSmähig kurzer Zeit erreicht werden, dah der Aufwand der zu leistenden Arbeit entfpricht Die Angleichung Der Einnahmen an die Aus­gaben fei nur zu erreichen, wenn in der Tarif- Politik die frühere Zurückhaltung aufgegeben werde. Die Gütertarife werden nach der bevorstehenden Erhöhung das Zwanzigfache deS Frfe'ensstandes betragen Bei den Tarifen für den P e r 1 o n e n v e r k e h r beträgt die Steigerung der erften Klaffe etwa daS Zehnfache, der dritten und vierten Klaffe das Siebenfache des FickedenspreifeS Unter der Vor­aussetzung, dah den weiteren Ausgabesteigerungen begegnet werden kann, wird der Haushaltsplan für 1922 ohne Defizit durchgeführl werden können. DaS ReichSverkehrSminist erium ist davon über- zeugt, dah ein privatwirtfchastlicheS Unternehmen im to fcntllchen nicht anders norgehen würde. D'h t>e Ct n ab e t Privathandel eiervte- Ichatt.ichen F ührung und den avtrag- l i ch c n Einflüssen der inneren unb äuheren Politik mehr entzogen wären, sei richtig. Die völlige Befreiung von diesen Rücksichten wäre aber n^cht zu erwarten. Das Reich würde sich der Einwirkung aus den wich­tigsten vrlkSwirtsch^if lichen F.ck'vr nichi völ ig ent- (d,lagen können. Die Frage der Entpoliti­sierung ber Reichsbahnen Im Sinne einer Er­höhung ihrer wirtschaftlichen Freiheit lasse sich aus anderem Wege erreichen. Rach bem in Vor­bereitung bef löblichen Eisenbahnfinanz- gesetz wird bie Lösung ber Betriebsverwaltung von der eigentlichen Ministerialinstanz die stän­dige Brrück ichiigung pvlirischer GefuhtSpunkte er­sparen können. Durch die Annahme Privatwirt» schastlicher Gi-undsütze kann die hi 1'/.jähriger mühevoller Arbeit ungebahnte Gesundung der Reichsbahnen beschleunigt werden, ohne dah die Uebergabe der Bahnen in Privalhänbe unb damit die Pr i.-gäbe der politischen und volkswirtschaft­lichen Vorteile, die dem deutschen Volke aus dem Reichöbctrfeb erwachsen sollen, notwendig ist.

Bonbon, 21. Rov. (WTB ) In einem Leit­artikel schreibt die .Sun dah T i rn e S" Durch die Abrüstung der drei grohen Seemächte werde zweisclloS der Sinsluh der Mächte zur See al» solcher im Gegensatz zur Landmacht in der Welt- polilll vermindert werden. Die Hauvtlandmacht sei jetzt Frankreich. daS ben Schlüssel zu Ersparnis en in Händen halte, die vielleicht noch wichtfaei seien al« die S s.xnr. i le. die sich au» der A inähme deS AbrüstungSvv.>lages »ui See ergäben la4)bem England und Amerika und vielleichi auch Japan bereit seien, in grobem Mähe zur See abzurüsten, sei jetzt Frankreich anPerReihe d a S - selbe zu Lande zu tun. Die .Sunkxitz Ti­mes' 'drockt die H o f f n u n g aus. dah die V e r - einigten Staaten jetzt dasProblemder Weltfinanzen in Angriff nehmen würden. Wenn Amerika die Lasten nichl über­nehme, die nur diese« Land tragen könne könne nur durch ein Wunder die finanzielle Katastrophe verhindert werden, die Immer näher rücke Wenn Deutschland nm 15 Januar ferne Verp'sich tun gen nicht erfüllen könne werde Frankreich viel eicht ins Ruhrgebiet einmarfchieren. Wer könne bann lagen, ob ber Abrüstuigsvorlchlag. leie - Annahme Hute fast sicher scheine, nicht in Rauch und Krieg auf-

.UMumt »ei für bie laqesnnmmer bis jun flach« ttag vorher ohne jebe tlerbmblid)heiL Drei» lär l mm Höhe sur Anzeigen v 34 mm Breite br.iih 55 Ps. auswarte 65 pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 nun Breite 250-pi. Bei Platz. »orfAnhW Aus chlag f>aupi|4)nftleiter Aua. -oetz PeranNvorrltch für Volinh Aug. ®oe»; für ben übrigen leil. ftarl Blalther; für ben Anzeigenleü »>an» Bock, sämtlich in Äieben.

U-Boote und ber Einstellung ber Schiffsbaulen bezogen habe. Der Staatssekretär habe die Unter­redung. bie er gestern mit Briand über die Entwaffnungsfrage haben sollte, auf Sonntag ver­schoben Die Sachverständigen Englands. Japan» unb Amerikas seien bereit auf Der von Hughes abgeänderten unb angenommenen Grundlage ein

Erstes Blatt 171. Jahrgang Blontag, 21. November 1921

GietzenerÄMger

General-Anzeiger für Gberhesfen