Ausgabe 
20.10.1921
 
Einzelbild herunterladen

tkü er mit ber Seele be» Äin- I sehr bei weiteren QbiÄboue» QL (Sehr nt^tifl! im Zentrum.) einer bulchorganisierten Berufs

nicht mehr

iKungAtommtlfare.

Präsident Adelung eröffnet die Sitzung 9,40 Ufcr. ®os S)aii8 setzt die ®entra[bcbnitc

zur Volk-schukgesetznoveH«

den

Handel.

8t-

Preisbewegung Bei Beginn bi

er Börse wurden bereits wieder

Frankfurt

Berlin

Auffassung, daß der Staat Rechl ble Hand über die Schule zu h:

1-U&r-1-U&r- Schluß» Ans.

Kurs Kurs Kurs

19.10.

77

50

80

349,

370

380.

400

880

678

650,

580,

>t und Pflicht hat, alten; sie muß in

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

117.80

88.80

117.80

97.80

126.40

23.80

1080

810

809

1040

Un- aus- Ein und

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien ... London. . . Paris. . . . Reuyork . .

Die Kartoffelversorqung.

Kartoffelpresse. Am Montag vur- im Großhandel für den Zentner Kartoffeln

500, 8N>, 549,

18.10

2,85

1,59

2.90

2,55

BaS.Anilln-u. Soda Höchster Farbwerke.

E. V . . .

Schuckeri-Werke. . . Felten-Guilleaume. Daimler Bud.» Eisenw.- Akt.. Adlerwerke 4. Heff. Staatsanl, Elektron Griesheim.

8,25

-,61

380, ~ 324,75 254,- 317,- 298,75 378,-

417,25 860,- 755,- 780,- 950,- 655,-

655,- 930,- 580,- 554,84 606,25 558,-

895,- 464,75 846,- 530,-

62,10 585,-

7,66

-^5

Datum

5/ Dtfch. KriegSanl. 4*/.Dtsch. Reichsan l. 3'/, Disch. Reichsanl. 4*/e Preuh. Kovsols Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gefellschafl Dresdner Bank. . . Dtsche. Vereins bank Aationalbonk f. D.. Mitteld. Treditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd Doch. Gußstahlwerk. D.-Luxemb. Bergw.. Gelsenkirch. Bergw..

I die Privatschulen unterbinden Ramens t'-ner Partei erkläre ich daß wir uns nicht Mzeugen lassen, daß der letzte Satz des Sperr- c*(i so auszulegen sei, daß Ernzelstaaten diese

folgende Preise notiert Königsberg 50. Han­nover 5060, Nürnberg 5070, Stettin 6468, Hamburg 60- 75, Dresden 6870. Breslau 68 bis 75, München 7075, Chemnitz 70. Kassel 75, Elberfeld 7075, Öfen 7080 Mark

Harpener Bergbau. 1050,

Oberfchl. Eisenb.-B. 764,

Oberschles. Eiienind. 785,

Phönir-Bergb.-Att. 1016,

Kurs 17.10.

77,50

19.10.

3,25

1,78

3,20

51.50

2,75

1747,-

17.10. 19.10.

77,50 -,-

71,75

79,-

63,30

318,-

Derinischtes,

* Der 15. Deutsche HandlungS- gehilfentag in Essen ist, wie man und mitzuteilen bittet, nicht vorn Deutschen Hand» lungsgehilfen-Berband, sondern vom Deutsch- nationalen HandlungSgeh l en-Berhand Hamburg veranstaltet.

1 Spiel.

e Siileui- 5er in 3a. 4c nach ix, lil Ikrtreteri cn

e OMt ^MauhttR. n auch Jas ingelaieÄ i den Dttjtini- «lin ton inigung. T>on Inftägt gestellt )ne bet -rz. iflttoartti ®tr-

Die Äerhanb ihtyunoa er» n Stellen All­dem beut!^* rlvachsen Marrf'4 ta Aeislerschcl'-e» Satte tDtrbfi

Kr Kr. Kr. Kr.

Sh- 3t.

in die Familie sind übermäßig

mehr Luft

gepfropftem Religionsunterricht werde t wir scharf bekämpfen. Wir stellen^weiter das nationale dem

'*«6

trD Raum Tür unser Schulideal, was eine durch- cfl demokratische Forderung ist Einstweilen soll d bei der bisherigen Rechtslage bleiben, und KS kann lange dauern. Adg. Kaul Hal vom srMistlschm Beharren auf dem Programm fest- f'lellt, so bah es also sicher zu gewaltigen 5/ rrpfen kommt, da die Gegner das gleiche tun txxben. Mas dann mit unserem Gesetz von 1874 frWebt, dleibr noch ganz ungewiß. Wir hielten d Hir politisch klug wenn von jeder wichtigen IfcBbening in Schulsachen vor Erlaß deS Reichs- st^lgefetzes abgesehen würde: j.doch waren die Sagietung und manche Parteien anderer Ansicht, liniere Regierung kann sich immerhin darauf br- tbah sie den Entwurf als Erde der vor- tonären Zeit Übernommen hat. Der Sus- Entwurf war für unS unannehmbar wegen völligen Beseitigung der letzten KvnsessionS- Wird der vorliegende Entwurf Gesetz, b betrachtet das Zentrum ihn als provisorischen Cmbau in das 1874er Gesetz, das dem Reichs» eW) nicht prSfudleren kann. Er dringt zum Jrt! die von ber Reichsverfassung gebrachten un- erreulichen Aeaderungen, während er die gün- lljm nicht enthält. 3t>m haftet der Tharaktcr ««s Kompromisses als Folge des zweiten Wei- vitct Kompromisses an, und man ist auch in ftflcn an den Forderungen der Stunde nicht ratlos vorüdergegangen. Die bisherige RechtS-

erhöhtc Rotierungen genannt. Ein sehr lebhaftes Geschäft entwickelte sich am Markte der un­notierten Werte. Die Tendenz war auf diesem Gebiet außerordentlich fest. 3m Vordergründe standen DeckeoLstahl 780L00. Hanla Lloyd l.d- haft, 450 - 475. Ferner stellten sich höiier: 'Benz- Motoren, anziehend, 580, Zunge Ufa 310, Mans- felder Kufe 19 000, Dtsche. Petroleum 1510, Opiag 8900. Zuckeraktien gesucht. Ferner Daimler und Reckarsulmer Montanpapiere notierten höher. Sehr gesucht Rheinstahl, 1400. Harpener 1080. Bantaktien leit. Sehr fest lagen Elektrizltäts- ntlien, Lahmeyer, Felten u. Guilleaume. AEG 678. Au-landswerte waren ruhiger, aber fest Schantung gewannen 30 Prozent, 5proz. Gold- mcfitantK schwächer. Adlerwerke Kleyer kamen auf 580. Bei Schluß des Berichts konnten sich die Schifsahrtsattien befestigen. 3proz. Reichs- anleihe ist gesuchter. 83J3. Der Schluß gestaltete sich fest. Privatdiskvnt 3s/< Prozent.

Frankfurt a. M.» 20. Oktober.

Börsenkurse.

Stimmungen illusorisch machen könnten. Die i «fftiffe des Staates

t-tz die Elternrechte

Q-tr bageyen wollen

Markuotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

nennt, sollte wohl ein stärker ausgeprägtes na­tionales Scfb'lgefü&l Haden. Gerade der oft hier genannte F.chie sollte auch studiert werden ui der Zeit, in der er geradezu ein Priester des deut­schen Rationalismus war, nicht nur in der Zeit, in der er Revolutionssch Würmer war 2fach an Arndt und Humboldt sollte man nicht voruber- gehen. Der alte Turnvater Zahn sprach von der Erziehung des deutschen Bolles in ftreng na­tionalem Sinne. Wir sollten die harmonische Ausbildung der sittlichen und körperlichen Aus­bildung Hand in Hand gehen lassen. Den Wert der körperlichen Ausbildung mit 'einer Erziehung zur Willensfestigkeit haben wir lange Zeit unter­schätzt. Die Begabtenauswahl wird nach un­serer Ucbergcugung Enttäuschung bringen. Jeden­falls sollte man unbedingt fordern, daß rein pädagogische Gesichtspunkte sür die Auswahl der Bcgaoten maßgebend bleiben. Man soll e ernst­haft und eingehend Erfahrungen sammeln und s prüfen. Die Fortbildungsschulen bedürfen noch

des angujangen hat. (Sehr richtig! im 3en------

Auch in der gragc der Fachausbildung, Der Stan- deskiellung usw. hätte ein wenig mehr Dorsicht nicht gektabet Es ist noch zu viel auf Schlag-

Hessische Volkskammer.

115. Sitzung.

et. Darmstab t. 19. Oktober

Am Reglernngst-.sche Staatspräsident Ulrich, e Präsidenten Reumann und Urstadt und Re-

'Keiler ui rstallti fi5 ir" .(t>cn lai 3 etwas üt«r5' rsritlen »t ' men gewinnt ist bit Shan- ixnb D.

gt zu

Leitern lieg! eint v. Pelzet ;rr 34 bzv. 33 nifprm. > streit« mit'f i am .Seite" teilnebwnte

II. Ibiiionn an-

rag tei i 1913 t 3

abends 8^

Wts ftniM MF Sriüschei?

imen, D-. MtauH;

ilS55 ßejti te1 n fltetiflW; SNerl«* vk Siehrn flc- Jrüdftebt. -°

leegt sich das aus in bezug auf Ausbildung, kbcndesgcltung und Jachaufsicht. Alle Derartigen Ä..-tfchritte bedingen aber nicht einseitig Bor- ttit. wenn man sie unter die Lupe nimmt. Es ran*, der Gefahr vorgebeugt werden, daß der Kolksschullehrer, der den Weg zur Seele des .iindes zu finden wußte, ausstirbt und durch einen KLfli ersetzt wird, ber vor lauter Wissenschaft

h Bayern und in Württemberg ber faX Rur der hessischen Jugend wird he Religion vorenthalten DaS Problem kc Fortbildungsschule brennt unS au fcn Rägeln. Alle Mittel, dieses Problem zu Ifan, waren bisher erfolglos. DaS Problem wird Ha durch die Einführung der Mädchen-Fvrt- i-Itzunasschule erweitert. Daß man hier gleich br Zähre festlegte, ist ein Schuh, der sicher I5*r das Ziel hinausgeht. Der Frage der ver- fctraleten Lehrerinnen werd« wir stets ableb- icnt» aegen über ft eben, ebenso der Lernmittelfrei» ' m "*.beit der Ferien stimmen wir zu. .... . halten wir auf Grund alter Or­tungen für zu kurz. Für uns bkeib: ber Rrli- s.c:isunterricht nach wie vor Sache der Schuir. liÄ zwar Hauptsache. (Zustimmung rechts. Lachen Inti) 3m übrigen werden wir unter* Anstände ich den einzelnen Kapiteln machen. Der Redner iesdr-cht dann die Lehrersragcn. Ls wird zu btnig beachtet, daß die Zeit einen starken Stan- iqeiicg für dis Lehrerschaft gebracht hat. Sv- h-1 in der Verfassung wie in dieser Rovelle

& Hittu

'Db - &

Bildungsideal in den Vordergrund, mit leider viel Unfug getrieben wird,

serem Boll fehlt leider ein scharf

geprägtes nationales Bildung« ideal.

Volk, das so ungeheuer viele geistige kulturelle Werte und Eigenschaften sein eigen

der Hand des Staates bleiben und darf weder auf die Gemeinde noch auf die Kirche übergehen. Wenn Herr Lenhart meinte, daß dir Simultan- schule zu einer reinen Lernschule wird, so scheint mir das doch stark übertrieben. 3m Gegensatz zu Herrn Kaul stehen wir auf dem Standpunkt, daß der Artikel 1 nur dahin aufgelegt werden kann, daß eine religionssittliche Erziehung in Frage kommt. Religion ohne Bekenntnis ist aber ein ver­waschenes Ding Wenn je ein Kulturkampf ent­stehen sollte, werden wir auf der Seite stehen, die die christliche gegen die weltliche Erziehung ver­teidigt. Unsere Simultanschule soll bleiben eine Gemeinschaftsschule nfit der christlichen Grundlage in allen Unterrichtsfächern. Eine SH ule mit auf-

Frankfurt a. M., 19. Oki. Börsen- stlmmungsblld. Auf die sprunghafte Stei­gerung der fremden Zahlungsmittel erfolgte tm Früh-Verkehc eine stärkere Abschwächung Die war jedoch lehr unregelmäßig.

e: für uiw um «nue iwd mun

t ff-entlich würdigen wird unb das katholische : r,ctf steht hinter uiiS. Die Schulartikel ber Reichs- rafalfung gereichen unS nicht zum Entzücken, (i sie das katholische Schulideal schwer gefährden

tporte, die tn den Revolutionszeiten geboren wur­den. Gewicht gelegt unb^tchl genommen worden. Freie Rektorwahl und dergleichen sind Tinge, nicht dapi angetan, ideale Vertzältnlsse zu bringen Wir and a*ch die kommenden Gene­ra wnen werden ce nicht erreichen, baß im Rah­men ber Demokratie allgemein die freie Wahl ber Vorgesetzten durchgefühn wird Daß den Geistlichen ber Vorsitz tm Schulvorstande genom­men wird, bekämpfen wir nicht nur auä prinzi­piellen, sondern aus sachlichen Gründen Daß die Privatschulen noch weniger Wohlwollen in

Hessen erfahren wie In Preußen, bedauern wir ehr. Wir werden nicht davon ablassen, für katho­lische Kinder auch katholische Schulen zu ver­langen, unb hoffen, baß ber Reichstag uns un­tren Wünschen näher bringt. Das Gesetz von 1874 wird nie uglere Zustimmung linden. Wir wissen, baß wir uns vorerst nicht durchsetzen können, wir wissen aber auch, caß einstmals unsere Wünsche erfüllt werden. Gott wird letzten Endes Sieger bleiben. (Beifall tm Zentrum,

Abg. Dingeldey (D. Dp.u Die großen Gegensätze der Weltanschauung traten schon beim Gesetz von 1874 zutage. Doch war das Gesetz ein bedeutender Fortschritt, namentlich hinsicht­lich der Stellung des Lehrers. Auch die Dertretcr der katholischen Kirche haben sich damals nicht in tulturlampserilcher Abwehr befunden. Die Re­den auS dielen Zähren atmen vielmehr durchaus den Geilt der Versöhnung <$» ist darum sallch, das Gesetz als unter die kulturkämpserischen der späteren Zähre zu stellen. Wenn hier ein Dank ausgesprochen wurde an die Regierung, namentlich an den vormaligen Präsidenten des Landesamtes für das BildungSwesen. Io mbch.e ich dazu docy darauf hinwet en, welche ungeheueren Verdienste der ehemalige Staatsrat Süffett an dem Ge­setz hat, und möchte weiter fest stellen, daß Her- Dr. Strecker in Inner einzigen Sitzung des GeletzgebungS- und Schulausschustes anwesend war <Hört. hörtl Sehr wahr!) Bei der Schaf­fung be£ Gesetzes standen sich einerseits die so­zialistische, anderseits die katholische Weltanschau­ung gegenüber. Rach der Reichsversaslung blieb der Ausweg dec Simultanschule, bis ein Reichs- vvlksschulgeletz geschaffen ist. 3m Grunde ist die Regelung dieser Frage in Hessen eine we'entlich andere, als sie in der Reichsversassung fe;!.;elegt ist, und mit der sie in Widerspruch steht Es ist also zu erwarten, baß- von Reichs tozgen zu gegebener Zeit toicbcr in unsere gesetzgeberische Arbeit grundsätzlich eingegrif en wird, wenn das Reich die Frage, ob Simultan- oder konfes­sionelle Schufa von sich aus regelt. Es fragt sich alfv, ob die pädagogischen Gründe so zwingend waren, daß man mit dem Gesetz nicht mehr weiter tonnte. Wir haben diese Frage verneint, well wir der Ansicht sind, daß daS, was dringend reformbedürftig war, durch ein Rotgeseh hatte gemacht werden können. (Fort­bildungsschule ufto.) Die fortschreitenden Zentra- lisierunasbestrebungen namentlich in kultureller Gesetzgebung nach Berlin hin, halten wir für sehr bedenklich. Sie wird sicher zu einer Verar­mung der geistigen Entwickelung führen. Man hätte den Ländern auf Grund ihrer Eigenart auf diesem Gebiete Freiheit im Aufbau lasten sollen. Für Hessen ist die Simultanschule die gegebene Schulform, well sie versöhnend wirken soll unb kann. Herr Kollege Kaul hat gestern ein sozialisti­sches Bildung-ideal gezeichnet, da- bedauerlicher­weise sehr unklar tt>ar; kein Mensch konnte sich aus dem, waS er sagte, ein klares Bild vom s o - zialistischen Dilhungsideal machen. Er bat unter anderem gesagt, die Schule soll in erster Linie dazu da fein, das Verständnis für den Produktionsprozeß der Gesellschaft zu wecken: das ist allerdings das, was auch der Sozialismus be­kämpft, die Vernachlässigung ber Persönlichkeit und die stark materialistische Ausprägung der Lebensanschauung. Wir halten eine geschloffene religiöse Weltanschauung und eine nationale Le­bensanschauung für die einzig gesunden Grund­lagen der Erziehung, nicht den Materialismus. Rur die drei immateriellen Grundsätze der sittlichen, religiösen und nationalen Erziehung werden zum kulturellen Fortschritt führen. Auf das Thristenturn alS Grundlage der Er­ziehung int Staate kann das deutsche Volk nie verzichten. (Lebh. Sehr richtig!) Aus dieser grund­sätzlichen erhebt sich dann die zweite Frage, ob konfessionelle oder Simultanschule. Wir halten auf Grund der geschichtlichen Entwicklung und Erfahrungen an der letzteren fest. Wir sind der

(ifentommen, müssen aber diesen unseren Stand- Mift immer wieder betonen Rur au- prakti- tCT Gründen können wir daher der Vorlage pH Immen, indem wir Gewehr bei Fuß stehen.

Den Zustand, daß die Volksschule durch die Xbernahme der Schullasten auf den Staat zur SiaatSschule wird, hat das Zentrum immer bc- llroft. Unter finanziell glücklicheren Berhült- rifen wäre daS niemals ohne schwere Kämpfe hr Städte und Gemeinden erreicht worden. (Sehr bihrl) 3m übrigen finde ich nicht, daß in ber 1 'teile mit dec Erziehungsschule völlig ernst ge­rächt wird Den Lehrern sprech« ich die Ancr- lümung gerne aus, daß sie neben dem derzeitigen tWtoftcm noch der Erziehungsarbeit Raum und widmen. Das System ist nicht da» richtige. tMi ejner Simultanschule, wo der Lehrer bald t ch links, bald nach rechts blicken muß, kann die Hi mäßige Erziehungsarbeit nie einheitlich unb Er geleistet werden. Die berührte Grundlage 1874, an der festgehalten zu haben hier mit oU festgestellt wird, macht die Schaffung der ^HiehungSfchule unmöglich Auch in ber Rovelle auf das erhöhte Wissen der größte Wert fliegt Man wird da- eines Tages bereuen. Die kX^abtenllassen haben jetzt schon enttäuscht unb t-rben (Mainz) bereit- wieder abgebaut. Auch he Artikel über die Fortbildungsschule zeigen, L.e wenig ernst mit der Erziehungsarbeit ge- m<bt wird Hier, wo alles dazu drängt, hat man a die Religion nicht gedacht ober hat es toentg- krö nicht ausgesprochen. Mein Antrag, der hier tewigflcnj die Möglichkeit geben wollte, von der ktzulbehorde den Religionsunterricht zu berück- f^igen, wurde abgelehnt. Die sog. Slttenlehre tn nie Ersatz für den Ausfall der Religion 6il- fcm Man hätte auch in Hessen den Mut zu einem *!e6r finden können, wie eS Baden getan hat, L5 Religion in die Unterrichtsfächer ber Fort­bildungsschule ausgenommen hat. Das gleiche ist

Wandern und Reisen, Bäder.

n. Schollen, 20. Oktober. Rachdem bet Vogelsberger Höhenclub in einer ganzen Anzahl von Orten seines Wandergebiets Zu­gendherbergen errichtet hat, soll nun auch endlich das Schweizerhäuschen auf dem HoherodS- kopf einer gründlichen Ausbesserung unterzogen und als Herberge eingerichtet werden. Das Häus­chen gehört dem Staat, war während des Kriege- mit russischen Gefangenen belegt und soll dem VHE. zunächst auf 30 Zähre verpachtet werden Rach ieiner Wiederherstellung, die sobckld alS- möglich in Angriff genommen wird, können in den beiden Räumen mindestens 2024 Betten unter» gebracht werden.

_____Z-2-___I. Sic müssen zu 1 einer durchorganifterten Berufsschule werken, mit hauvtamtiich angestellter. Lehrern. Sine ganze Reihe von Ziagen lind in der Rovelle nicht zur Befriedigung gelöst worden. Sie müssen alS Uederga. gsnadlum getragen wer­den. Sie bedeuten sachlich einen schweren päda-

9

im ^n,c ""esfich, uch noch k

.teilt

'Aeshaulv Jörgenou Wtn; k, ..7 Ditlaid

- Daei

rises, ^Kfchnnet 1 Antritt btt ch"en tönnti »mmt in ttr ade 8um Ar,

. «adjlagt >

-flüchuge'

.r ffiabli u stellen.^ her Untr-

durch

leit, jedoch^

lunÄmURi k:. D^r Gleickb.it tiS» * 6 Osterferien halt 'rinunim^ni?

^/verlW sSZ tffle

NL , °°p

gogifchen Mißgrift. unb ich kann dem Abgeord­neten Kaul in seiner Verteidigung hierin nicht iufttmmen. Was die Mittelschule betrifft, fv scheint Herr Kaul die Bedeutung dieser Schule doch nicht erfaßt zu haben. Sie Ist eine Rokwen- digkeit für die Kreise, die nach weitergedendcr Bildung streben ohne die Hochschulen besuchen zu wollen. Bezeichnend ist doch auch ein Beschluß des Lehrerinnenverbandes, in dem Fräulein Ger­trud Bäumer für Beibehaltung ber Mittelschule warm eintrat. Bezeichnend ist auch, daß der große Seil ber Kinder, ble die Mittelschule be­suchen, den.Arbeiterkreisen entstammt. Diese Schu­len einfach zu streichen, ist ein starkes Unrecht. Die Gleichmacherei muß endlich einmal aufhören. 3m übrigen werden wir uns alles für die Einzel- tcratung Vorbehalten. Das Leitmotiv und ber Grundsatz der BolkSerziehung muß bleiben: frei­willige, felbsteriannte und felbftgctirolltc Unter­ordnung unter die Gebote der Allgemeinbeit in der Erkenntnis ber sittlichen Verantwortung die der Einzelne vor sich selbst und vor feinem Volke trägt. (Bravo!)

Danach tritt Vertagung ein. Rächst« Sitzung Donnerstag 9V, Tlhr.

Abg Lenhart (Ztr.): Wit dem Geiste 1 vorliegendem Gesetzes verbindet unS keine zrc Gemeinschaft, da es sich um einen Einbau 2 1874er Gesetze- handelt, da- tm Kamps gegen 1 a Kalholifchr Kirche geschaffen wurde Die AuS- üLrung des Gesetzes beweist, daß es über unfete xbaungen einfach hinweggeht. Wir hallen an eren grundsätzlichen Forderungen fest, nach- in die CintunanfdMiIe uns die reine Lernfchule icracßt und die religiöse Grundlage mehr und l )r verwischt bat. Die alte erzicherifch« Kran ul sie mehr und mehr eingebüßt, und das Bil» .^gSdeftzit ber letzten Zahre Hal das erwiesen.

alte verpönte Schule hatte dagegen das di« ^neinschaft bildende gepflegt. Auch die Rede .xifa über daS sozialistisch- Schulideal bat un- ( ? lleberzcugung eher gestärkt. Es handelt sich wc für uns um eine Gewisfenssochr, was man

K . bleibt eine Rechtslage, die den !t ßolifchcn Anschauungen sehr wenig ent- b icht. da sie mit einer wirklichen -«hungsschulc nicht ernst macht. Freilich fin- |n wir in diesen Sachen im Haus« kaum Ent-

Berkrner Itcbtlannarff

Selb Brief Gelb Brfak Datum: iS. Dkt 19. Okt

Amßcrbam-Rottrrd 6518,45 6531,55 5869,10 5880, Brüssel-Antwerpen. I32\<j5 1326,35 119S 80 1211,2V Ehristiania 2447,55 2452,45 2267,70 216 . 0 Kopenhagen 3646,95 3655,65 3216,65 3933,30 Stockholm 4370,55 4379,40.976,- 38?4 - gfor»

Italien 724,25 725,75 659/0 660,70 London 744,25 745,75 537,93 670,70 Reuyork . ..... 180,81 181,19 171,57 171,93

Paris........ 1323,65 1326,35 120^.75 1211,25

Schweiz 3496,50 3503,50 309<',90 3103,IG Spanien 2422,55 2427,45 2122,85 2127,15 Wien (altes) .... ,-

Deutfch-Oesterr. . . . 9,48 9,52 9.78 9,92

Prag......... 193,b0 194.20 176,80 17c,20

Budapest. , 24,97 25,03 23,22 23,28

Buenos Aires . . . 60,90 61,10 53,90 54, lu

Bulgarien......

Ztonstantinop«! . . .

Züricher Devisenmarkt.

Wechsel auf

Holland 100

Deutschland 100

Wien 100

£3 a 100

tu6 100

idon 1

Italien 100

Bröfsel 100

Budapest 100

Reuyork 100

Agram 100

Bukarest 100

19. 10. 20. 10.

Schweizer Franken 51 so 182 0 1- .

All 3.15 3.50

Kr- 0.375 0.30

Kr- = 5.05 5.85

5r. = 38.40 39.30

£ 21.05 21.30

L =* 21.- »1.30

Fr. 38 25 38.60

Kr. 0.60 U.70

| = 541 - 546.-

Kr. = 1.80 190

L = 3.90 4. -

Märkte.

Frankfurter Schlachtviehmarkl

Frankfurt a. M.. 19. Okt. Amtlich Bet regem Handel wurde ber Markt nahezu ausver- fauft. Schafe und Schweine zogen in b?n Preisen an. Aufgetrieben waren 1919 S.ück ®ro'y vieh, davon 447 Ochsen. 74 Bullen und 1395 Färsen und Kühe: ferner 240 Käloer, 340 met und 1025 Schweine (vom MontagSmarkl^. An Preisen wurden angelegt pr. Ztr Lebend­gewicht: für Ochsen 550-90Ö Mk.. für Bull n 500750 Mk.. für Färsen und Kühe 25? -85?Mk.. für beste Färsen und biS 775 Ml. für befk 5tüfic. ferner für Kälber 5001000 Mk. für Häinme! 350 bis 525 Mk, für Schweine unter 8) Ä j ßebeno- gewichl 12001400 Md. von 83- 100 Kg 1''0 bis 1500 Mk.. von 100-150 Kg 1420 -1553 Mk . Fettfchweine über 150 Kg. 14001500 M., Sauen und Eber 12001400 Ml. Die Marktpreise licken um so viel über den Stallpreisen. als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händ- lergetoinn in sich schließen

Frankfurter Obst- unb ®cmüfcmatft.

Frankfurt a. W. 18. Oft Der beuhae Gemüfe- unb Obstmarkt zeigte bei dem Groß­handel ein reichliches Angebot von Weiß- unb Rotkraut. Der Absatz war schlepppend. Es wurden bezahlt: Weißkraut 8085 Mk. der Zentner, Rot­kraut 8090 Mk.. Kartoffeln 90 Mi.. Wirsing 90100 Mk.. Spinat 6380 Mk., Tomaten 50 bi» 70 Mk.. Kastanien 170280 Mk. bei gute'.: Ai gebot. Bon den Erzeugern wurden angeborn Spinat zu 7090 Mk., Wirsing 110 120 Mi. Blumenkohl 25 Mk. das Stück. Kotzlrabi 33 bis 50 Pf. das Stück, Römischkobl 50- 63 Mk. der Zentner, Delberüben 140163 Mk., (Jstarol die Staube 1.101.30 Mk.. Schmal;kraut das Pfund 2 Mk.. Rosenkohl das Pfund 4.53 Mk. Der O b ft - markt war reichlich beschickt und wurden ver­fangt für Winterbirnen 120 - 143 Mt.. an e e So len 160 220 Mk., Aepfel 160250 Mk., Traub«!' 400420 Mk. der Zentner. Die Butter flieg auf 36 Mk. das Pfund, für Eier wurde der Preis von 3.20 Mk. das Stück verlangt.

i KuB<iro9

Sifahid - ApoMtet .Orryns. trhUfo Drogerie Xoll, Bahnliohtraße 51. nn

RonnefeldfsTee

yafiBtUchuodauigiebi^ billig tiVrtnaucr.

Mieterliiei ie alle* Stadtteilen

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Ratifizierung deS Friedens im amerikaaischeu

Senat?

Pari-. 19. Okt. (WTB.) Der .Malin" veröffentlicht eine Meldung au- Washington vcm 18 Oktober, die lautet: Man kündige offiziell an, daß im Lause der heutigen Sitzung der Se­nat die Resolution mrnehmen wird, die den Frieden-schluß mit Deutschland unb Oe st erreich erklärt

Konferenz über die DesatzunqSkosten.

Paris. 19. Ott (WTB.) Rach einer Mel» düng ist heute in Paris die Kommission der toirt- schädlichen, finanziellen und militärifchen Sach­verständigen zusammengetreten, die nach einem Beschluß des Obersten Rate- einen Bericht und Vorschläge über die Einschränkung der mili­tärischen Besahung-kosten in Deutsch­land einreichen soll. Vertreten waren Frankreich. England, Vereinigte Staaten, Italien. Zapan und Belgien. Es wurde eine Unterabteilung der Korn- Mission gebildet, die auf Grund der augenblicklich vorhandenen ,2st"stärke die Schätzung vorneh­men soll, und zwar: 1. der Unterhaltungskosten, die die Alliierten Deutschland vvrichießen. 2. ber Deutschland unmittelbar zur Last fallenden Auf­gaben (TrupvenunterHaltung unb -Tran-pone mit der Eisenbahn). Diese Kommission wird sich heute und morgen mit der Reparationskommisston vereinigen Die Reparation-kommisslon wird mor­gen eine Vollsitzung abhalten.

Bombenattentat auf das portugiesische Kabinett

Pari-, 18. Okt (WTB.) Rach einer CBläi- tetmclbung au» Lissabon soll nach Schluß einer Sitzung eine Bombe unter die den Saal verlassend«» Minister geschleu- t> e r t worden fein. Mehrere Minister wurden leicht verletzt S- wurden Verhaftungen vor­genommen.

Hühneraugen

Hornhaut. Sch wielen u Warzen