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veutWalionale (hessische) volksparlei.

Sahl!

Jur

IUt

Der Stimmzettel lautet:

Jt

beschönigt,

^artelgelft, der die Zahl der Ministerien ganz überflüssig vermehrt hat,

«Dnrtelaeiit. der den höchsten Beamten deS Landes angesichts des Feinde« die eigene

Deutschnationale (Hessische) Dolkspartel.

Studie.rral Professor Dr. Ferdinand Werner, Butzbach.

Drei Jahre FarMhrnnq der heutigen BolM einer ^rrchrn, sink» «ftWrtni Landtaqsmehrhelt bedeutet völlig« Auslieferung dar Schale an undeutschen ^^^Drei^Jahre vorwiegend sozialdemokratischer Parteiherrschast bergen in fick bic schwerste Gefährdung einer unparteilichen Rechtspflege und der Utiab« hänqiqheit der Richter, dlk man auch von der Dunst der Parte,en und brr nullen abhängnz machen möchte. Sir bedrohen die Freiheit der Wissenschaft, dem' dieierngen die einst so viel von der Freiheit und der .Boraussetzunaslostgkeit der Wissenschast redeten, sie fordern heute mehr oder weniger unverhüllt, daß gewisie Lehrstuhle an den Hochschulen nicht nach wisienschaftlichen Leistungen allein, sondern auch nach politischer esinim^nq ^^EdErwahi der bisherigen Mehrheit heiht Unterstützung der heutigen verhängnisvollen ReichspolltiK im 3n- und Ausland«, Heidt Fortführung der derzeitigen Schuldenwirtschaft, hecht Verewigung, |<x Verschärfung der Teuerung und damit wachsende Unsicherheit für Erzeuger und Handel, drückende Steuern, die Beeinträchtigung des Unternehmunas- geistes, die Drangsalierung der Landwirtschaft und den endgültigen S,cq der Phrase über alle sachliche Arbeit.

Wähler und Wählerinnen Hessens! -

Wollt Ihr heraus aus dieser Parteiwirtschaft, wollt ^br Eine Regt «run­der Unparteilichkeit, der Gerechtigkeit, der Sachlichkeit, eine Negierung, die sich nur leiten läht von dem Gedanken an des Vaterlandes Wohl.

Dann folgt der Deulfchnationalen (Hessischen) Volkspartei.

Sie fordert eine starke und gerechte Staatsgewalt, bie die Autorität deS Gesetzes wahn und das Leben und Eigentum deS Einzelnen zu schützen weih.

Sie wünscht, daß chri tlicher Geist wieder Einfluß auf unstr gesamte» Volk-- leben gewinne und wirkt für vertrauensvolle Zusammenarbeit der chrlstl.chni ^kenMmste.

Sie verlangt die Erziehung der Jugend im nationalen Geiste, Rück- Kehr zum nationalen Gedanken und Hebung unseres vaterländischen S<lvsi- bewuktseins, ohne das ein Ausbau nicht möglich ist.

2ic verwirft den Klassenkampf und erstrebt die Ueberwinduny bet Klassengegensätze in christlichem Geist und wahrhaft sozialer Gesinnung; sie ritt ein für den Ausbau der Arbeitsgemeinschaften zwischen Arbeitgebern und Arbeitern und der sozialen Gesetzgebung, sowie für ein zeitgemäßes Angestellten- und ArbeUerrecht.

Sie bekämpft Wucher- und Schiedertum.

Sie wendet sich gegen jeden versuch einer Sozialisierung, die nach den Beispielen der bisher sozialisierten Betriebe unsere Wirtschatt dem Untergange zufuhrt und sie alS haftbares Staatseigentum gemäß dem Versailler Vertrag dem Feinde aus­liefern würde. _ , .

Sie hält fest am Schutze des Privateigentums. r .

Sie sieht in der Sicherstellung unserer volksernährung «ne unserer dnngend- sten Aufgaben, die die größte Fürsorge gegenüber der Landwirtschaft und dem Bauernstände nötig macht. . . . ...

Sie leistet schärfsten Widerstand gegen )tbe auf Umwegen wieder emzu. führende Zwangswirtschaft und gegen alle Versuche, d.e geeignet sind, Arbeit«. Willigkeit und Arbeitsfreiheit durch Drohungen und Anweiidung von Gewalt zu de- fd^rankn. gerecht« »«ftentrang nach Slafegab« bef

Cefftungsf ghergrohrn Einsluh i"d'schen <0rift«s.

Sie ist für Beibehaltung der einzelstaatlichen Selbständigkeit m Ver« waltunqS- und anderen Fragen. _

Sie hält fest an der Uederzeuqung, daß für unS Deutsche eme über den Par­teien stehende Monarchie die geeignetste Staatsform »st; sie denkt aber nicht daran, vorzeitig und durch Gewalt eine Aenderung der derzeitigen Der. fassung herbetzuführen, denn sie wcih, daft diese nur als Folge Einer Gestnnungsänderung des ganzen deutschen Volkes, in allen feinen 5d) ch' ten Mahnahmen zur Unterstützung des um sein Dasein ringen*

den gewerblichen und Kaufmännischen Mittelstandes, besonders des Hand, werk», Hilfe für die durch die heutige staatliche FlnanzmißwirNchast so schwer ge- schädigten Kleinrentner und die Kriegsopfer und die in den Ruhestand ver. setzten Beamten, kurz alle Maßnahmen, die nötig sind, um der immer starker hnv schreitenden Verelendung weiter, für unser Staats- und Volksleben besonders wertvoller Kreise Suchalt zu gebieten.

t-rrl W M sind vergangen, feil die Parteien zur offenen Herrfchafl tonen, He heute noch die Reaierungen im Reich und in Hessen stellen und stutzen; drei Fahre Uff bot>en sie Zeil gehabt, du Hoffnungen zu verwirklichen, die sie einst im deutschen Doir, tetdun Run liegt da» Ergebnis dieser Politik der Helbsttoufchungen und un- tauglicher Versuche klar vor aller Augen.

Statt der erhofften Dölkerversöhnung eine Bedrückung und Mißhandlung Deutschlands, die immer deutlicher als ihr letztes Ziel die Zertrümmerung des Reiches, die dauernde Riederhaltung unseres Wirtschaftslebens enchullt^ Statt der allgemeinen Abrüstung eine Steigerung des ,,Militarismus' bei unteren schärfsten Gegnern und eine Wehrlosmachung unseres Vaterlandes, die zur Schutzlosigkeit selbst kleiner Nachbarstaaten gegenüber wird.

Rach außen eine Politik steter Nachgiebigkeit, bie imfert Gegner mcht oedSbnlicher, sondern rücksichtsloser macht, die bei ihnen den Eindruck erwecN, baß man nur zu drohen brauche, um alle Forderungen Ein« Politik, bei

btr bl«Regierung der Erfüllung" nichts erfüllt hat von all dem, wa» sie b«n deutschen Volke vor wenigen Monaten in Aussicht stellte.

Im Innern Unsicherheit, Unordnung und Partetherrfchaft. Dazu eine Fmanzwinkchaft, die in Verbindung den Endlichen Kontributionen den Zu- ammenbruch unserer Währung herbeiführte, bie Kaufkraft der Mark auf wenig mehr als einen Pfennig heraddrückte und die Verteuerung der LedenSbedurfniffe immer drückender macht. Sozialdemokratischen Trugbildern wurden wichtige wirtschaftliche und vaterländische Belange geopfert, und gegenüber praktischen Aufgaben zeigen die Mehrheitsparteien und die von ihnen getragenen Regierungen allzu oft klag iche Un- zulänglichkeit und Hilflosigkeit. - Staatsbetriebe, deren Ertragnisse früher vielfach da- sinanzielle Rückgrat der Sinzelstaaten bildeten, verlangen heut« vom Reich« viel« Milliarden guschllsie. .

Alle« wird nicht nur bei den Mehrheitsparteien, sondern auch bei den Regie­rungen unter parteipolitischen Gesichtspunkten betrachtet.

Partelgeist ist e», der auch in Hessen nicht mehr den Tüchftgen die Bahn sreimacht, nicht nach Leistungen, Fachkenntnissen und Ersahruiigen, sondern nach par- ieipolil,scher Gesinnung und Betätigung Aemter besetzt,

Parteigeist, der die Freiheit der Hochschulen und der Studentenschaft zu beein­trächtigen sucht, vartelgeist, der den nichthessischen Studenten da» Wahlrecht unter dem Vorwand zu nehmeii trachtet, daß sie feinen dauernden Wohnsitz in Hessen hätten, der aber bei feinem Arbeiter und noch so vorübergehend tätigen Dienstboten danach fragt, Parteigeist, der gegen die Landwirtschaft hetzt und Gewalttätigfeiten ihr gegenüber

Wähler und Wählerinnen!

Die Schicksalsfragen unseres Volkes sind auch Schicksalsfragen von Euch, und der hat kein Recht zur Klage, der nicht selbst Hand anlegt, damit es besser werde! geigt durch dieund durch Eure Abstimmung, datz Ihr mithelsen wollt an der Verwirklichung der großen Ziele und Ausgaben der Deutschnationalen fHessischen) Volkspartei,

Wählt die Liste der Deutschnationalen (Hessischen)Dolkspartel.

Wähler und Wählerinnen!

Der 27. Rov«mb«r entscheidet darüber, ob die derzeitige Regierungs­mehrheit drei Fahre lang Zeit zur hemmungslosen Fortführung ihrer Volltlk in verschlimmerter Form haben soll! Schon kundigen Sozialdemokralie und Demokratie dieDemokratisierung" der Verwaltung an, das heißt, in einer QcÜ geradezu verzweifelter Finanzlage für Reich, Staat und Gemeinde, in einer ^eit, wo die allersorgsältigste Sparsamkeit geübt werden mußte, wo sedem, der nur einen Funken DeraiitwortlichkeilSgcfühl hat, die Ausnutzung der Vorhände,len Kralle oberstes diel fein müßte, will man erfahrene und bewährte Beamte zwang-weile zur Ruhe fetzen pigunsten von Patteistrebem und unter rücksichtslosester Mißachtung der Beamtenrechte.

vartelgeist, der den höchsten Beamten de« Landes angesicht« des Feinde» die ei~ Kriegsschuld betonen läßt, obwohl er wissen muß, datz die erste Voraussetzung 1 Aufhebung M Derfailler Friedens mit seinen furchtbaren Bestimmungen und Lasten die Beseitigung deS Glaubens an unsere KriegSabsichten, unsere Kriegsschuld ist, Parteigeist, der die amtliche, mit von allen Steuerzahlern aufgebrachten Mitteln unterhaltene .Darmstädter Bettung' zu groben Schmähungen und Verdächtigungen der polittschen Gegner mißbraucht,

Vartelgeist, der, um die alten monarchischen Regierungen bloßzustellen und mS Unrecht zu setzen, sich iiicht scheut, den Feinden die Waffen zu liefern zur Niederhaltung Deutschlands, der übertriebene Vorstellungen von der Leistungsfähigkeit unseres Vater­lande« weckt, um den Feinden einen Teil des deutschen Nationalvermögens auSzutieferni

Nr.

9. Bahnarbeiter Otto Feuerstein, Gießen

10. Buchhalter Rudolf Weitzel, Hirzenbam.

11 Prall. Arzt Tr med. Ludwig Leun, Reichelsheim (Wetterau).

12. Land- und Gastwirt Cuo Psannstiel, Bermutshain.

13. Kaufmann Karl Seibel, Gießen.

14 Landwirt Heinrich Stein I., Stümpertenrob.

15. Lberbibliochekar Pros. Tr. Emil Heuser, Gießen.

16^ Lberposrschaffuer Rom ab Rad Lahmer, Lmtterdach-

Durch Abgllb« biefeS wählt m<m m Oberhcssen nachstkhenbe Äanbibaten

9h. 1. Studienrat Prof. Dr. Ferdinand Werner, Butzbach.

2. LaiidwiN und Schmiodcmeister Eifer, Muschcnheim. .

3. Amtsgerichtsdirektor und Stadtverordneter Karl Schmahl, Gießen.

' 4. Bürgermeister und Schreinermeister Georg Rausch, Schadges.

* 5 Pfarrer Rudolf Widmann, Gedern.

" 6^ Landwirt Georg Stoll IL, Bad-Naubeim.

7 Landwirt Ernst Alfred Slomp,, Langgöns.

' 8 giAM Lwrttor Balser, Fnedderg, Hesse».