>treif, wenn die FabrikenI erlebt wurde. Ganz plötzlich kamen sie in ganzen Irbeiter entläßt. Da die Fa- Schwärmen mit Westwind über den weltlichen
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ter drohen mtü <o
tung nicht diese Arbeiter entläßt
brifleitung dem Terrorismus zu beugen lich
Deutsche Kundgebung.
fpd. Zweibrücken, 18. Mai.
Am
„Farben
und
Pflanzenreich" geltlich Zutritt hat.
Drucksachenkarten,
Au» 6em Reich«
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mit
einer kaum
iegen die arten!
weigert, liegt die Gefahr der Stillegung des Werkes vor. Zst die Reichsregierung bereit, Abhilfe zu schaffen?"
irrig einer
Be-
Ge-
Au§ dem besetzten Gebiet
Verhaftung eines deutschen Beamten.
-Stadtteil und das Zentrum, während andere Stadtteile ganz verschont wurden In der weltbekannten „Sckepo--2lllee", in der Eschollbrücker Straße uin>. summten sie in ganzen Schwärmen. Zu vielen Tausenden fielen sie in die Häuöer und Garten. Von
der Arbeit gebuttert und s gesamte Belegschaft von 7
Zur Flitgenplage wird uns aus Darmstadt gesä
li! äo'
.™. --- Farbenwechsel im
Pflanzenrei ch", zu dem jedermann uncnt-
1 muß noch. daß die > -'üiNasiuna. auf
1 'Sone beliebigen
-. ** au &1e $ ff fetc, die es nicht
tnd. Pakete ohne Inhalt müssen bei der Auf- tzefeM« Zur 'Lott als ler gekennzeichnet werden.
vorlchrtu hat den Zweck, zu rerbindern. daß oerarttge Sendungen nicht als beraubt behandelt rocy°f?- - 9ecPcnbungtn kommen aber
letz' haunadct der 'Bon rur. Wegen ihres geringen Widentandes gegen dte Nollen schweren S.mdungeit
Pfingstsonntag fand hier durch die neu errichtete Stadtkapelle die erste deutsche Kon z e r t a u f f ü h r u n g seü der Besetzung durch die Franzosen statt. Das Konzert, an dem wohl die gesamte deutsche Bevölkerung der Stadt teilnahm, gestaltete sich zu einer überwältigenden Kundgebung für das Deutschtum. Nach jedem Musikstück durchbrausten Beifall-, Bravo- und Hochrufe minutenlang den Max- Platz.
fpd. Bingen, 18. Mai. Bei einer dienstlichen Besichtigung der Entfestigungsarbeiten an der Hindenburgbrücke wurde der deutsche Major Retzlaff von zwei französischen Offizieren in unwürdiger Weise zur Rede gestellt. Ter Major verbat sich den Ton. Die Folge war, daß er api Abeitd in seiner Mainzer Wohnung auf Anordnung der französischen satzungsbehörde verhaftet uwd im das fängnis verbracht wurde.
lieber die Bestimmungen für Drucksachenkarten herrscht noch vielfach Unflaib ü. Man muß unter» clieiden zwischen DrucksachenkartLN, die zu her b e» ' onders ermäßigten Gebühr von 10 Vf. befördert werten, und Tnicksachenkarten, die zu ter gewöhnlichen Drucksachmgebühr von 15 Pf befördert werden. Die für 10 Ps rcrsandten Starten dürfen keine handschriftlichen Zusätze tragen, auch nicht die, welche sonst bei Drucksache gestattet sind. Zulässig istled glich die HandschriftlickeAn- gäbe des Absenders und des Absen- dungstags. Die mit 10 Pf. freigemachten -i rudiacbcnrartcn dürfen in Form und Papierstärkc nicht wesentlich von den amtlich auägeg ebenen Post ^a.r!$nhöchstzulässige Größe beträgt
-10.7 Zentimeter Die Üluffchriit „Postkarte" sollen fie nicht tragen. Mit den Drucksachenkarten dürfen keine dlnttvortkarten verbunden sein. .. . ^i" gleicher Unterschied ist bei den An- fi chrs kar len zu macken. Amiütskanen, die. abgeiehen von der Angabe des Wsenders uno des x? orUn^taa®' handschriftliche Zusätze
ckenderungen enthalten und auch fonit den SiHrrnnuingcn über Drucksachenkarten entsprechen, ?F’OK sonders ermäßigten Gebühr von 10 Pf befördert, Amichtstarten, die auf der F°^.rtClIC Crutze oder ähnliche Höflich- keitsformeln mit Höck:ens 5 Worten ent» tü ten, werten der g-wöhnlickien Drucksachen- gebühr von la P, betörten: 'ind die erlaubten o Worte ater nicht auf der Vorderseite angcgtten obnjmb anberc Angab m als Grüße oter abn.nfie^)oTli±tett5TornTdn gemacht, ’’o unter- irten der Gebühr für Post-
AUL dem polnischen Aufstandsgebiet.
Paris, 18. Dtai. (Wolff.) Der „Petit Pari- Nen" glaubt feststellen zu können, daß einige neue Tatsachen gestatteten, von einer wesentlichen Vcr- bef'serun g der Lage in Oberschlesien zu sprechen. An erster Steiß: Hube sich die volnifdy Regierung von den Ausstandischen in Oberschlesien los- fleiagt und in einer Note, die der Botschafterkon- fevenz mitgeteilt und deren Text veröffentlicht idurbe. Das Blatt glaubt ferner, daß heute im polnischen Landtag eine Erklärung ähnlicher Art abgegeben werde. Als weiteren Grund der Entspannung führt der „Petit Parisien" an, daß die polnische Regierung ihren Generalkonsul in Oppeln als Urheber des falschen Gerüchts über den.Abschluß eines Waffenstillstandes zwilchen den Aufftändischm uno C-stmera! Lerond abberufen habe. Diese Entscheidung habe ter- maßen den Zorn Körsamys hervorgerufcn, daß er nunmehr droh:, den als Nachfolger bre Generalkonsuls ernannten Generalkonsul aus .Königsberg mit Gewalt an seiner Reise nach Oberschlesien zu . verhindern. Die Aufständischen aber hätten eine Entscheidung, die auf guten Willen schließen lasse, getrogen. Sie Hütten die Schaffung einer neutral en Zone vorgeschlagen, um jeden Zusammenstoß mit den Deutschen zu verhindern, die Besetzung des Industriegebiets durch interalliierte Truppen verlangt und gleichzeitig erklärt, daß sie nch den Entscheidungen der interalliierten Kommis- fwn, d. h. den Entememachten, fügen.
Oppeln, 18. Mai. (WTB.'> Polnische Insurgenten stahlen ähnlich wie in Ratto» w i tz. auch vom Hauptbahnhvf in Beuthen 18 Lokomotiven. Aus den Ottschaften des Landkreises Beuthen werden stärkere Ansammlungen der Aufrührer gemeldet. Bon einem Rückzug der Aufständischen ist bisher immer noch nichts zu merken. Die Stadt Rybnik wurde von Insurgenten besetzt, die aber nach Verhandlungen den Ott wieder räumten. Während der Amvesenheit der Aufständischen in ter Stadt kani es zu Ausschreitungen gegen deutschgesinnte Oberschlesier und zu Plüiidcrunizen deutscher Geschäste. Im KrciV- Groß-Strclitz scheitettc ein Vorstoß der Ausrührer gegen Gogolin. Im Kreise Kreuzburg griffen die Polen ohne Erfolg Uschütz unb Gohle an; die Ottichasten konnten aber gehalten werden, tec Polen wurden später sogar gezwungen, tSerchWitz zu räumen. Die Insurgenten, die K a t- t o wc tz beia ge r n, erhielten neue Verstärkungen. 5IC Polnifcfan P^tierungen in den Eingängen der Stadt cmcbtctcn Barrikaden, die jeden Verkehr unmöglich machen. Dadurch ist auch die Zufuhr von Brotgetreide aus dem Landkreise Kattowitz unmöglich gemacht. Die erregte Stadtbevölkerung wurde Deute erneut beim Kreiskontrolleur vorstellig und verlangte flärkste Maßnahmen g gen die Insurgm- tcn: — Äorfant i) Hal an die Tirettion der Der- einigten Königs- und Laurahütte die Aufforderung gerichtet, ab 18. Mai auf Rechnung der iwlnifdvm Oberiontrolte von ter Grube Gräfin Laura und von ten Richterschä^en täglich l 6 Waggons bl c nach Sosnowice zu senden Ser M.-er dn ;?üifitanbii(f)en bcolyte Gewalt maßnah men an, tallö sich bic Verwaltung seiner Weiftmz nicht füge kLas Kohlendepartemenf der interalliierten Kommt) hon rourbc von dieser neuen Gewalttat >ior- Jantn? in Kenmnis gesetzt. Im Laufe des heutigen *«0» wurden erneut einige Gruben und Bütten mit benen »um eil die Arbett wieder ausgenommen nwroen war. fnllgdcgt und zwar aus mirtftfaft- lichen Gründen und weil die Arbeitswilligen mit Gewalt ron ihrer Arbeitsstätte vertrieben wurden. TAL^La-’^' -^vi (WB.) Das Journal te DSbalS neltt heub." abend fest, daß der Kom ma n- in Cbnidilefien,
*^Ura'<vn der ehemalige beut-
ime ReichStagsabgcordnete Graf
f 0 & v>2hrend des Krieges in einem Breslauer ftaoaHeneregiment gedient habe.
Dorgebauten Glasdächerti, Schaufenstern usw. fonnte man sie mit Besen äuiammenteuren, und in der Bevölkerung begann eine begreifliche Unruhe Platz zu greifen, die sich noch nicht gelegt hat, obwohl die Schwärme seit gestern merklich nach^ zulassen beginnen. Merkwürdigerweise ist nur ein -teil ter Öeisenhauotstadt von ter Plage befallen. ~ie Wissenschaft, d. h. die interessierten Forste behörden, haben sich nun mit der merkwürdigen Erscheinung befaßt, und von einem Forstmann erhalten wir diese Aufklärung: Es handelt sich um keine Schmeißsliege, sondern um ein für die Forstwirtschaft sehr nützliches Insekt. Die Tiere gehen nicht, wie man allgemein befürchtete, an Lebensoder menschlich Genußmittel, sic gehen im Gegenteil in ten menschlichen Wohnungen, wo sie keine Lebcnsbedingungen finden, sehr halb bin. Es handelt sich um ein Tier aus der Familie der R a u b- f'l i e g e n, ter forstlich leteuttingsrollen Tachmeu- fliegen (Tachinae), von denen viele Arten aus- sckstießlich in oder aus anderen Insekten leben. Bei der Darmstädter Fliege handelt es sich um eine Unterklasse ter Spezies Musea piniperda. Ihr übermäßig starkes Auftreten wird dadurch erllärt, daß die Darmstädter Wälder, besonders die um Bessungen und Eberstadt, im vergangenen Jahre außerordentlich unter dem majente n Austreten der Kieferneule fNoctua piniperda - zu leiten hatten, die ungeheuren Schaden anrichtete. Die Fliegen stammen aus ten überwinterten Puppen der Kieferneule. Da sie sich bedeutend stärker vermehren, als ter genannte Forstschädling, und sich ausschließlich von diesen nähren und durch .ihn vermehren, tragen sie zu seiner Vernichtung sehr wesentlich bei, erweisen sich also als außerordentlich nützliche Tiere und Heiser in der Schädlingsbekämpfung. Die Ueberflutung voii Darmstadt ist darauf zurückzuführen, daß oer starke Westwind
Keine Sufammentunft Zwischen Brianb und Lloyd George.
Paris, 18. Mai. (Wolff.) Die Havas- Agentur verbreitet heute vormittag eine Depesche ans London, worin gesagt wird, daß entgegen. den veröffentlichten Informationen der englischen Presse es nunmehr enbgültig feftstehe, daß keine Zusammenkunft zwischen Briand und Lloyd George erfolgen werte, daß auch für den Augenblick Heine Konferenz des Obersten Rates für Ende iyier oder Anfang kommender Woche in Aussicht genommen ist. Ter Berichterstatter glaubt auch eine Entspannung feststellen zu können. Tie Wolken verflüchtigen sich, die in Wirklichkeit nur deshalb aufgezogen seien, weil man die Rete Lloyd Georges etwas überhastet gelesen habe.
Ei« Einspruch der interalliierten Militär-Kontrollkommisfion.
Berkin, 18. Mai. (WTB.) Tem Aus- bärtigen Amt ist eine Not e be r interalliierten MilitL r-Kvn tro 11 kv m mi ssio it zugegangen, in ter darauf hrngewicsen wird, daß in verschiedenen Teilen Deutschlands die Anwerbung von Freiwilligen für Schlesien stattfintet. Es wird gefordert, sofort Maßnahmen zu ttefsen, um diese Anwerbungen, die im Witer- fpruch zu ten Bestimmungen des Frietensvertrages ständen, zu verhindern und die Auflösung bei" in Schlesien bereits gebildeten Formcttionen herbei- Miführen. Tie 5lvntwkttommi)sion bittet um Mitteilung der tyu diesem Zwecke mtternommenen Schritte.
<2d.a<ckteln, Kisten und dergleichen ;u. Man hat teglaubt, sie wären ihres Inhalts beraubt nurten. -laburd) entstehen natürlich umständliche und überflüssige Arbeiten, ehe sich herausstellt, daß die Pakete schon leer eingeliefert worden sind. Das Reichspo'imiiiisterium mußte tesckaib die Annahme- nrilcn auf die Norwendigkrit hinwei en, mit Sorgfalt auf den Vermerk,Jcere Schachteln" ufro. auf Paket und Paketkarte zu achten, wenn Pakete durch ihr geringes Gewicht dies erftnnen la'fen. Nötigenfalls soll ter Vermerk nachgeholt werden.
** Die fremden Ausschüsse auf Reisen. Tie Unterbringung ter interalliierten Ausschüsse auf Reisen in Gasthöfen macht mitunter Schwierigketten. Die Wirte -haben sich wiederholt geroeiaert, bei Dienstreisen von Mitgliedern dieser Ausschüsse in Begleitung deutscher Offiziere an Stelle von Barzahlung Jrie von bem Begleitoffizier bescheinigten Rechnunaen anzuneb- men unb zur Begleichung b em zuständiaen Reichsvermögensamt zu übersenden. 2er Reichsschatzminister hat tesbalb die Reichsvermögensämter angewiesen, die Gasthöse zu unterrichten, daß sie in diesem Fäll die Zahlung mit ter bescheinigten Rechnuno beim Reichsvermögensamt verlangen.
. öum P o stin spe k t o r wurde ter bis» terige Oberposl'ekretär Bausch (nicht Busch, wie es in ter Dienstag-Nummer hieß) befördert.
Bornotizen.
---Tages ka l ender für D onnerstag: Hotel Einhorn, 8 Uhr, Tegernsecr Bauerntheater. — Großer Hörsaal der Universität, 81/. Uhr, Vorträge der Altettumstagung. — Lichtspieltheater, wie gestern.
—. Die Vereiniguna ehern. Leib^ gardisten, Gießen veranstaltet am SamStag ihren ersten Vereinsabend bei Kamerad Prell, „stadt Mainz".
— Zusammen knnft ehemaliger Heppenheimer. Wie bereits tn Anzeigenteil bekanntgegeben war, findet am 28 Mac eine Zusammenkunft von Angehörigen des ehemaligen Lmidsturni-Inf.-Balls. Heprenheim a. Bergstr. (20/yiII) in seiner Ge'-ur sstodt statt. Auch eine stattliche Anzahf Kriegsteilnehmer aus Oberhe'len haben in tem Bataülon geslwiden. Hoftentlich loerben auch sie recht zahlreich er) ehernen.
LandkrkiS Gießen.
* Großen-Linden, 19. Mai. Em Konzert in ter Turnhalle veranstaltet unter Mitwirkung des Gesangvereins „Harmockte^'-Groten- Linten Wilhelm Schüttlers Stveicbauattett rus Gießen am näd^ten Sonntag. Näheres in ter Anzeige des heuttgen Mattes.
Kreis Schotten.
e. Stornfels, 18. Mar. In diesem Jahre wurden hier gar keine Kinder in die Schule ausgenommen. Var 6 Jahren wurden ut 'unserer Gemeinte nur 2 'Kinder geboren, die bette klein gestorben sind.
§>eslen,Nassnu.
• Bom Löffrlschlucker.
fpd. Frankfurt a. M., 18. Mai. Trotzdem an feinem Bett im städtischen Krankeiv- Haus ständig ein grüner Schutzpolizist Wache tand, ist der „Loffelschlucker" Heinrich Döte felder aus Lämmerspiel kurz nach einer Cpe- ration wieder entwichen. Die wenigen Tage seiner Freiheit benutzte der Mann zu mehrs- ren Einbrüchen in Offenbach, wo er der Polizei wieder in das Garn lief. Während seines Transports nach Frankfurt fand Dörfelder wieder Gelegenheit, allertzand interessante Sachen zu verschlucken. Als er jetzt abermals operiert wurde, holte man aus dem Magen etwa tausend Gramm Löffelstücke, Messingschräubchen, Eisenteile usw. heraus. Jetzt be- lütet abermals ein wackerer Schutzpolizist den Löffelschlucker.
•
mc. Frankfurt a. M., 19. Mai. Zu Gun,ten der Frankfurter Kindcrhilfe sind in den letzten Tagen eine Reihe großer spenden eingeganaen So stiftete die Firma Speyer-EUifsen 100000 Mk., die holländische Kolonie 20800 Mk., Frau Kommerzienrat Flinsch 10000 Mk., Frau Ida Cohen 10000 Mk., Hen Denry Budge in Vugaro 25 000 Mk. und die Firma Hessenberg 5000 Mk.
fpd. Oberursel, 17. Mai. Die hiesige Ortskrankenkasse hatte im letzten Ge- ckmftsjahr einen Reinge winn von305568 Mark zu verbnchen. — Ganz wie in Frankfurt, wo die Ortskrankenkasse ihren Jahresabschluß voraussichtlich mit einem lieber, chuß von nah^u 10 MMv-nen Mark abschließen wird.
0 Marburg, 18. Mai Bei tem gestern vom Kirchhainer Radfabrerverern veranstalteten W e t t f a h r e n stürzten in der Nähe von E ö i b e mehre« Teilnehmer so unglücklich, daß sie sich in ärztliche Behandlung begeben mußten. Die Kunde, daß einer der Verunglückten gestorben sei, entspricht jedoch nicht der Dahrhrit.
— Zur Lin n^ sei er 1921 hält Professor -tr. K ü ste r am Montagabend im Hörsaal des Botanischen Instituts (Eingang durch den Botanischen Garten) einen interessanten Bottrag über
ganze Schwärme in ten westlichen Stadtteil aus den Wäldern verweht hat, wo sie nun leider zugrunde gehen. Feststellungen haben das gleich starke Auftteten ter Trachea piniperda in Men- burger Waldungen in Oberhessen, in Wächtersbach und Langenselbold ergeben. Von dem Auftreten in ten Ortschaften ist hier nichts zu mett'en, sie bleiten auf die Wälder beschränkt.
M. Str. w
**DerProvinzialausschuß hält nm Samstag, vormittags 83/< Uhr, im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentlidje Sitzung mit folgender Tagesordnung ob: Baugesuch des PH. Egidius Vorig zu Ober- Erlenbach. Klage des Joh. Dahrner, des H. Dahnrer III. und des Johannes Weiß zu Hopf mannsfeld gegen die Gemeinde Hopfmanns feld ioegen Jahrholzberechtigung (Berufung gegen das Urteil des KreisauSfchusfes des Kreises Lauterbach vom 7. Januar 1921). Klage des Konrad Emmerich zu Gießen gegen das Kreisamt Gießen auf Erteilung eines Wandergewerbescheines, für 1921.
** Die Entschädigung der Ausländsdeutschen für ihre iin feindlichen Ausland erlittenen Verluste an Hab und Gut, hat nun auch in Hessen begonnen und macht schnelle Fortschritte. Wenngleich auch die in dem jetzt im Gang befindlichen Vorentschädigungsverfahren gewährten Vorschüsse uno Beihilfen in gar keinem Verhältnis stehen zu dem wirklichen Schaden der Betroffenen, so ist doch dadurch die Gelegenheit gegeben, wenigstens die notwendigen Bedürfnisse zu befriedigen und es ist jedem Ausländsdeutschen, der mxf) keinen Sch ad en antrag gestellt hat, dringend zu empfehlen, sich an die einzig zuständige Interessenvertretung, den Bund der Ausländsdeutschen, Ortsgruppe Gießen, zu wenden, Mitglied zu werden, und schriftlich Schadenamneldungsforinulare anzusordeim.
** Zurückkehrende Fremdenlegion äre. Am Freitag passierte den Mainzer Hauptbahnhof eine Anzahl junger Leute, welche aus Reklamation ihrer Eltern oder Vormünder aus der französischen Fremdenlegion entlassen woroen sind. Aus Abenteurer tust hatten sich die Burschen unter der Angabe, sie seien über zwanzig Jahre alt, für die französische Fremdenlegion anwerben lassen; währerid sie in Wirklichkeit beim Eintritt noch nicht 20 Jahre alt waren. Die Eltern reklamierten ihre Söhne auf diplomatischem Wege. Da nach den französischen Gesetzen der Gintritt von Personen unter 20 Jahren in die Fremdenlegion nur mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter (Eltern usw.) erfolgen darf, erfolgte die Freilassung. Unter den Zurück- kehrenden befanden sich auch solche, die infolge Krankheit und Verwundung, dienstuntauglich wurden und unter freiwilligem Verzicht auf Renten ufro. in die deutsche Heimat entlassen worden sind.
** Das Befvldungsdienstalter der alten Offiziere im Reichsdicnst. lieber das Bcsoldungsdimstalter der Offiziere, die in Beamtenstellen des Zivildienstes ober der Wehrmacht übertreten, hat ter Reichsminister der Finanzen einaehente Bestimmungen getroffen. Die Militärdienstzeit wird als eine Dienstzeit angererfmei. oie außerhalb des Rrichs- beanttenverhälrnis'es zurückgelegi werten kann Es sind dafür umfangreiche Richtlinien ausgestellt. Unter Umstärwen kann die Militärdienstzeit, die zwölf Jahr? übersteigt, angercchner werten. ®ne betontere Regelung ist vorgesehen bei Offizieren und zccfoniiieren mit einer Müttärdienstzeir von nnndeftens zwött Jahren. Tie Zett über acku Jahre roiro u U bis zu fünf Jahren aut das Be>aldungSbiim,talter angerechnet.
Teutubnationale Anfrage an die Reichs-
<o reg'.erung.
k:. Np^^^abgeordneter Dorsch hat an ■ nachstehende Anfrage ge- ruhtet „Auf ten Elfenwerken Hirzenhain em^Artetter ’b« -nru^n entstanden Well em Arbeiter, ter Familienvater ist, aus ber freien Gewerkschaft der Metallarbeiter treten unb dem christlich.na^nalen BeLa^ ber Metallarbetter beigetreien ist. wurde ‘ • ten Angehörigen der freien Gewerkschaft ' Metallarbeiter bedroht, an der Arb.....
tert undgezwungen, feineArteitsstälte;uver --9lei$3C.1LIDrt“rb€. ein anderer Ärbei- Wilheün, Hof Merkenfrch an, 7 " 7^-^- schließlich durch die
gefamte Belegschaft von 700 Mann mit (fo ।-lti> un‘3 Dornstadt geschrieben wa,. °°n der Arbeitsstätte verjagt. Tie Ar^i'! eMÄÄÄ
Au- Stabt und Land.
©leben, den 19. Mm 1921.
Lindert die Rot der Deutschen in Oberschlcsien!
In Oberschlefien selbst, wo die frechen Uebergrisfe der Polen die Not der Deutschen aufs höchste gesteigert haben, hat der Ruf nach i.9 u n.9 , nach Unterlassung aller Parteistreitigkeiten, bereits die tiefste Wirkung ge* tau. Wir müssen ihn aber auch in allen andern deutschen Landen durchsetzen und erreichen, daß deutscheNächstenliebe das Zusammengehörigkeitsgefühl durchdringt und krönt. Furchtbar sind die Not, das Eleiid, der Hunger vieler von der polnischen Wut l-eimge- suchten Volksgenossen, und täglich laufen neue erschütternde Berichte darüber ein. Da gilt es zu handeln, rasch und entschlossen zu zeigen, daß die Deutschen ihr Oberschlesien aus keine Weise preisgeben, Tatsachen mit friedlichen Mitteln zu schaffen. Die Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier rusen zur Milderung der Nöte auf, und mit ihnen vereinen sich alle, die in dieser großen Frage unseres Volkes nicht versagen wollen, zu dem Aufruf: Schafft Geld und Gaben zusammen, damit den Flüchtlingen, den von Haus und Herd Vertriebenen, ofort geholfen werden kann. Wer bereit ist, vende sich an die Bezirksgruppe Gießen der Verbände heimattreuer Oberschlesier, Gießen, Landgrap-Phllipp-Platz 3.
Pässe sür Bewohner der Landorte werten, wie uns das Kveisarnt mitteilt, nur im Regierungsgebäute zu Gießen (Erdgesdok, Zimmer Nr. 9) werktags vormittags in oer Zeit zwischen 9 und 12 Uhr ausgestellt. Tic Antragsteller niüslcn persönlich erscheinen zinn Vollzug ter in den Pässen erforterlidvn Unterschriften. Mttzubringen ist ein von der Lürgermeislerei bei Woh.ivrts auf dorgeschriebc- nein Formular ausgeferttg er P a ß 5 e r i ch l und ein nicht ausgezogenes Lichtbild Brustbild in Visitformal-Auf-nähme, ohne Hut). Auf Ausstellung eines Passes tann nur gerechnet werden, wenn ter Antragsteller^ die beiden er'orderlichen Unterlagen mitönngt. Soweit tu Unterlagen vor 10 Uhr vormittags vorgelegt sind, kunn die Abholung um 12 Uhr des gleichen Tages erfolgen, anderenfalls erst am Vormittag deS folgenden Tages.
* Kurze Na chrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. Da die Maul- und Klauen'euche im Wetzl arer Kweise immer roch nickl erloschen ist, muß das „Ocfnenfeft" auch üt dieses Jahr ausfallen. — In einem Kalkstein- brück ;u Oberkleen fiel einem Stcinbre-ter ein schwerer (Stern aufs Bern, was a ;en dopoelien Deinbruck uir Folge hatte. — Tie Dillen > du r ger, Bergschule zählt setzt 32 Sdiüitr im Hauptkursus und 30 in der Vorschule Ter starte De'uck^in >um Teil auf das Eingehen per Wetz- Steigertckule zurück-umhren. — Zu Pfingsten roaren es 100 Jahve, daß der Großvater des fetzigen UnivertitätsfeLtmeisterS Harms in M a r- b u r g die'en Posten übernahm. Das Amt ist sett die er Zeit in der Familie Harms erblich gchlieben Auck ter Sohn des jetzigen Unwersttätsfechtmeisters bat diesen Berus erwm,lt unb wirkt zur Zeit in Franriurt — In ANendorf (Kreis Marburg) wurde ein Wilderer, ter auf Anruf nidjt stehrti bllcb und die Danen ntecrlcgte, von einem 2ante TägcT ange'ckVsien und mußte in die chirurgische Klinik in Marburg gebracht werten. — Als der Dem gut s be itzer Peter Winter m Oppenheim
Stilm für tohfi D^rstrnen überfallen und derart mißhandelt,
neuen Tur Wehe o-alle gehen täglich zahlreiche leere | daß er nach seiner Aufnahme in bas Wärmst


