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"aulAord-rN men in der legten Zel, 5ur ©Intel- Bet dem Mangel an ge

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teil teS Deutschen Gcto-if schaftsbunkes als Der

Sttaßr. Mark, verletzt.

nc*i) nicht getroffen.

** o U 3ol I® clreläten wurden b;» fördert: die Zoll-Assistenten Habrrkom-Di^ u, Kaus-Butzbach, Weih uni) Schafsnitt-Bad-Nau- heim. Lang-Friedberg und Möller-Lauterbach.

* Die Deutsche Dernokrati! che Par­tei fordert ihre Anhänger im Anzeigenteil aus. weder am 2. November (Allerseelen- tagj noch am 2 0. November (Toten­sonntag) aus Gründen der PittU ös.ntliche Wähler-Versammlungen zu v. ran Balten.

dz Dillenburg. 18. Ctt. Eine -Tagung des Hauptkartells des Deutschen Gewerk- schaftsbundes (christl-^allo aler Ard.itrr-, »tarnten- und 21n8eflellten.®eir<rthtn.ten) In Dillenburg, auf der auch die Angestellten aller Verbände saft restlos anwesend waren, nahm nach Neferat und Aussprache gegenüber dem v«- brrchecischen Karto s lwuchcr folgende Ent-

Die Kartoffelversorgung.

l. Elbenrod. 17. Ott Bürgermeister Schrö­der' von hier verlauste alle Kartoffeln, die er nicht -um eigenen Gebrauch nötig hatte, dro Zentner für 45 Mark nach Alsfeld

Bei dem Mangel an geschultem Personal in der Kriminalpolizei ist es sehr sckwierig. die Verfolgung der zahlreichen, zur Anzeige ge­brachten Einbrüche mit der sonst gewohnten Promptheit aufzunehmen, und das scheinen die Einbrecher genau zu wissen.

Die Schüsse auf Streseman«.

Berlin, 17. Okt. (Wolff.) InLüden - cheid waren seinerzeit während einer volks- )arteilichen Versammlung, als gerade der Ab­geordnete Stresemann seine Rede beendet hatte und sich der Reichstagsabgeordnete Hugo auf der Rednertribüne befand, meh­rere Schüsse in das Versammlungslokal ab­gegeben worden. Auf die Ermittelung der Tä­ter wird jetzt eine Belohnung von 10 000 Mark ausgesetzt.

Berlin, 18. Oft. (Priv.-Telegr.) Wie die Blätter erfahren, sind die Täter, die das Attentat auf Stresemann nach seiner Rede auf dem Lüdenscheider Parteitag der Deutschen DolkSpartei verübt haben, heute verhaftet worden. Es sind im ganzen fünf Personen, die sämtlich eingeschriebene Mit­glieder der K.P.D. sind.

Em Redeverbot.

fd. F r a n k f u r t a. M, 17. Oft Der Poli­zeipräsident hat dem Generalleutnant H o e h aus Darmstadt die Abhaltung eines Dortrages in der hiesigen ..Kriegerkameca'oschaft" verboten. Die Gründe dafür sind bisher nicht bekannt geworden. Em Handwerkerbeirat beim Reichswirtfchafts- ministerium.

Das Hessische Landesernährungsamt, die Landwirtschaftskammer für Hessen, der Hessi­sche Bauernbund, der Hessische Bauernver­ein und die Vereinigte freie rheinhessische Bauernschaft veröffentlichen gemeinsam fol­genden Aufruf an die hessischen Landwirte:

Die ungünstigen Witterungsverhältnisse haben unserem Lande eine durchaus unzurei­chende Kartoffelernte gebracht. Wenn auch alles versucht werden wird, um eine Versor­gung unserer Bevölkerung durch Lieferungen aus Überschußgebieten des Deutschen Rei­ches sicherzustellen, so sind unsere Verbraucher im Lande doch auch unbedingt auf die im Lande gewachsenen Kartoffeln angewiesen. Der mangelnde Ernteerttag wird ja bei wei­tem ^icht alle Wünsche der Verbraucher auf Befriedigung aus der eigenen Landesernte er­füllen können, allein es wird doch auf die we­gen ihrer guten Qualität bekannten hessischen Kartoffeln bei der Eindeckung des Winter- bedarfs gern zurückgegriffen werden.

Wir richten deshalb an die Landwirtschaft die dringende Bitte, alle etwa nicht selbst für den eigenen Bedarf benötigten Kartoffeln um­gehend und restlos der hessischen Derbraucher- schaft zur Verfügung zu stellen und damit auch bei der Behebung der zutage getretenen Ver­sorgungsschwierigkeiten mitzuwirken.

Die Ausstellttna zur Bekämpfung der tttefchlckhtskrankhcitett ist heute vormittag 10 Ahr eröffnet worden. Heute abend 6 Ahr wird Herr Dr. W a S l s einen Vortrag über die Ausstellung und ihre Ziele halten, woran sich eine Führung an» schließen wird. Auch an den folgenden Tagen beginnen um 6 Ahr ärztliche Führungen. Der

I Donnerstag jedoch ist lediglich den Damen Vorbehalten; hier beginnen um 4 und 6 Ahr Vorträge, an die sich Führungen anschliehen werden. Am Sonntag wird die Ausstellung schon um 6 Uljr vormittags mit Vortrag und Führung eröffnet.

Eine traurige Warnung für Radfahrer.

Am Freitag abend gegen l/26 Ahr wurde eine 67 Jahre a l t e F r a u von einem Rad­fahrer in der Löwengasse überrannt und stürzte dabei so unglücklich, daß sie in der Nacht an Gehirnerschütterung starb. Auf Grund des festgestellten näheren Sachverhaltes und der bisherigen Zeugenaussagen wird der Rad­fahrer in dem gerichtlichen Prozeß wohl sttaf- frei ausgehen. Doch jeder Radfahrer möge sich dieses traurige Ereignis zur Warnung und Mahnung dienen lassen, daß man in den belebten und oft engen Straßen des Stadt- inneren nicht vorsichtig genug sein kann.

Kaffeestarnmnast redselig den Lebenslauf der al! en Zeitung'terkäus-erin crz h t, daß sie i istmals (das ist wohl schon lange, lange her und schließlich, Rußland ist tocttl) in Rußland eine gefeierte und begehrte Schönheit gewesen sei.

Im Winter ist's genrütlich und überfüllt jinter den blanken Fensterscheiben, und oben in den gemütlichen Sälchen gibt« Damen-Kasfee- chlackUen oder Tanttees. Mit kleinen gerafften ochLibengardinen, alten Kupserdrucken und Sil- jouetten, den erhöhten Fensterplätzen sind die oberen Sälchen heimelig und traut, gar nicht kaffeemästig".

Unb das alles soll verschwinden! Cafö Haupt- wache wird ausgehört haben zu sein, wenn dis Stadt, die Besitzern des alten, historischen Ge­bäudes, dem verlockenden Angebot des Allge­meinen Düsseldorfer Bankvereins nachgibt und das Caf6 in eine Bank verwandeln läßt. Schon ein altes, ehemals als das KünstlercafS Frankfurts bekanntes Kafseehaus in nächster Nachbarschaft ist Heimstatt für eine Bankfiliale geworden. Nun droht dasselbe Schicksal dem Cafö Hauptwache, für das, dem on dit zufolge, eine Iahrcspacht von 200 000 Mk. geboten wurde mit der Zusicherung, keine äußeren baulichen Ver­änderungen vorzunehmen: die Innenräume sollen lediglich in Dankräume gewandelt werden. Der bisherige Pächter wird eine bis in die Millionen gehende Abfindungssumme erhalten.

So wird die Hauptwach? wieder einmal eine Wandlung durchmachen. Am 21. September 1730 hielt erstmalig die alte Frankfurter Wachs im neuerbauten Gebäude ihren Einzug, das neben militärischen Zwecken auch als Strasgefangnis r-erwrndet wurde. Am 2. Zanuar 1759 besetzten die Frairzosen die Hauptwachr, ein Spiel, das sich Ostern 1920 wiederholte, nur daß es hierbei zu einer ebenso unbegründeten wie wahnwitzigen Schießerei kam, bei der Frankfurter Bürger den Tod sanden. 1866, nach der Einnahme, setzten die Preußen zwei Senatoren und zwei Reval-

L. U. Von der La n d e s un iv e r si t S t. Ernannt wurde am 13. Oktober der Prosektor am anatomischen Institut der Universität Heidel­berg, außerordentlicher Professor Dr. Hans Al­bert Petersen zu Heidelberg mit Wirkung vom 1 Oktober 1921 ab zum planmäßigen außerordent­lichen Professor in der medizinischen Fakultät und zum Prosektor am anatomischen In­stitut der LandeSuniversität Dießen.

** 11 c 6 e r d i e neuenReichSmünzen sind, bei Gelegenheit der Melduna über die Aus- Prägung von 100 Millionen Mark neuer Fünfzig- Pfennig-, 40 Millionen Mark Zehnpfennig- und 20 Millionen Mark Funfvfennigstücke in ter bisherigen Weise, irrige Meldungen in tee Ocffent- lichkeit gekommen. Weder sind Ein», Zwei- und Dreimarkstücke geplant noch nickelplattierte Eisen­münzen. Beabsichtigt sind vielmehr 72e. 1» und 5-Mark stücke mit neuen Typen unter Verwendung von Metallzusammensetzungen, die zum Teil von den bisherigen abweichen. Hm Vorschläge für die Entwürfe

halten, wurden 13 Künstler

11 kamen der Einladung <_ chung von Modellen nach. Die Sachverstän- digenkomrnission hat im ReichSjinanzmtnisterium zur Prüfung wiederholt getagt. Der ReichS- finanzminister hatte mit Absicht weder die Schriftart noch die Form des Adlers vorgefchrle- ben. Aus dem cing gargrnen Material wurden Entwürfe von vier Künstlern zur engeren Wahl gestellt. Die weitere Entscheidung über die An­nahme oder über die gewünschte Umarbeitung der Modelle, ferner über das zu verwendende Münzmetall haken die ausschlaggebenden 5:eilen

fpd. Frankfurt a. M., 17. Oft. Am Samstag wurde in der Fahrgasse einSchuh- geschästerössnet. 3n der erst enNachl schon drangen Einbrecher in die Räume ein und plünderten das Geschäft nach allen Regeln der Kunst aus. Der Wert der gestoh­lenen Waren konnte noch nicht festgestellt werden. Die Einbrüche in Geschäfte neh­men in der letzten Zeit wieder erheblich zu.

teure hier fest. Don 1869 bis zu seinem Tote, 1895, hielt man In einem ter Oberzimmer den von Rat und Patriziern gehaßten Senator Eras­mus von Senckenberg (Brüter des Arztes und Gründer ter Senckenberg-Stiftung) gefangen; 1833 am 3 April, nahmen revolutionäre Stu­denten anläßlich tes .Frankfurter Attentats" die Hauptwache ein.

Wer ingesetzterem" Alter ist, ter entsinnt sich noch deutlich, wie in alücklicheren Kindertagen die Wache aufzog, und dort, wo man jetzt Eis­kaffee und Schokolade schlürft, die Gewehre zu- fammcnfetzte. Sv ändert sich der Laus der Welt. Wo ter Bürger heute mit Stolz auf feine Sol­daten schaut, morgen Kaffee trinkt rollt über­morgen das Geld. Wer weiß, welches Schicksal ter alten Hauptwache in der nächsten Woche be- schieten sein wird!

Don Kulrnbachund feinem Bier Wer jemals durch Kulmbach gefahren i't, uxrd f.d) an das auffallende D.ld ter manchmal dis in tee Hunterte zählenden w:i7-geslriche..e i Bierwagrn erinnern, die zu jeder Zeit aus den Aangier- gleilen bed Kulmbacher Bahnhofs stehen. Die großen Inschriften an den Wagen fagen jetem, der es noch nicht gemerkt haben sollte, tat) er in Kulmtecb ist, neten München der blergewaltig­st en Stadt des ranzen 'Bayermlantes. K-llmbachs Bierbrauerei ist altehrwürdig, ater wr glanz­vollster Aufstieg begann erst nach 1870 '71./Anfang der SCer Zähre betrug Kulmbachs pabw«au»- >uhr schon 150 000 Hektol t?r. vor dem Welt­kriege waren cs bereits 550 000 Heltollter, und noch immer war dieser gewaltige Au.fUeg nicht abgeschlossen, 12 B.auercien we telferten mitein- i ander, dazu noch 11 Malzsabriken und Mälze­reien Kulmbachs Ruhm reichte biS nach Neu­seeland und in die heißen Täler Kaliforniens. , Da kam ter große Krieg und brachte diese Ent- i Wicklung zum Stillstand. Hetzt ater ist er über- . wunden. Das schwarze Kulmbacher Naß geht

Wettervoraussage

für Mittwoch:

Frühnebel, wollig, meist trocken, ragS warm, nachts kühl, Winde aus westliche.» Richtungen.

Infolge des atlcmischen Tiefdruckgebiets wird das kontinentale Hoch weiter südöstlich gedrängt Auch morgen wird sich die Witterung noch nich' wesentlich ändern.

Feuilleton.

Frankfurter Brief.

(Der Kampf um die Hauptwache.) Frankfurt a. M., im Oktober.

Zeter, ter einmal auf kürzere oder längere Sauer Frankfurt besuchte, hat sich wohl im Eafö Hauptwache niedergelassen, einen Kaffee oder ein Bier au genehmigen. Des «Sommer« ober wie jetzt in schönen Herbsttagen, am roten Rundtischen zu Füßen Schillers oter tm Bogengang tert, wo man den Ausblick hat auf den lebhaften Strudel ter hier von Roßmarkt. Steinweq, Schillerstraße und Zeil zusammenschlägt, wo die wichtigsten, beinah alle, Trambahnlinien halten und wo immerwas los" ist!

Wenn man hier sitzt, umbrandet vom un- ruhvvllen WerktagSverkehr, geborgen wie im rettenden Hasen obwohl Tisch bei Tisch besetzt und ein fortwährendes Kommen und Gehen ist merkt man kaum, wie ter große goldene Zeiger ter alten Katharinenkirchenuhr rüstig an die Ver­gänglichkeit des Irdischen mahnt. Es ist der Kin­topp tes täglichen Lebens, ter sich hier in Bun­ten, ewig wechselnden Bildern abspielt.

Rendezvous erlebt man mit; sie tm kurzen Rock, daS Haar eben erst ausgesteckt, er in Eouleur, den srischen Schmiß auf ter Wange, mit dem kleinen Vellchenstrauß, den er drüben bei ter Blumenfrau erstand. Oder, wenner" verseht wird, jeden Augenblick nervös auf die Uhr schaut, eine halbe Stunde vergebens wartet, zornsprühend überlegt, was er ihr alles sagen wird, und nach wetteren zwanzig Minuten traurig und hoff­nungslos .nach Hause ^aeht. Wenn sie von ter Straßenbahn springt, überselig mit flammenden Wangen und noch flammenderem Herzen, well ter Erwählte grüßend den Hut zieht. Wenn ter ewig Unzufriedene auf die Straßenbahnverwal- tung, Gott und alle Welt schimpft und das Leben nicht'mehr schön findet, weil feine Trambahn- tlnie nicht kommt! Oter wenn endlich ein alter

Dieter in alle Richtungen ter Windrose, wieder tn alter Güte, und ist der Auslandsabsatz auch noch nicht wieder so wie einst, nun. auch das wird sich wieder finten I Das Gute hat sich noch immer wieder durchgefetzt, auch unter widrigen Verhalt. Nissen. Unter den Bieren der ganzen -Belt »Tt das Kulmbacher eines ter berühmtesten. Schon alS Kulmbach noch die Hauptstadt eine« ter beiten süddeutschen Fürstentümer war in denen die Wiege tes preulllichrn Königshauses ge ariden bat, ging es in mächtigen Wagenladungen in die Srne Schon damals wetteiferte es mit W^z- burg.' Nürnberg. E.langen, München und Re- aersburg den andern bierg.-wattigen Städten Daverns Hoch über ter Stadt thronte auf ttxil- blaer Höte^eine der schönsten süddeutschen Bur­gen: die Plassenburg. Als dvtt oben noch Ritier in blinkender Wehr ins Frankenland hinab Aus- schau hielten, tranken sie schon von dem würzigen Bier das da unten in dem malerisch zusammen- gekuschelten Fränlischen Reste so dvrlresflich ge­braut wurde. Wie innig das Verhältnis der «ollem zu dem ©tammfante und speziell en Residenzstadt Kulmbachblieb, daS be­weist ter Umstand, daß die ersten Kursursten tes Hohenzollernhauses immer wieder gerne in bte alte Stadt zuruckkehrten, um längeren Aufent­halt auf ter Durg zu nehmen. Man W21H auch, wie sehr sie Kulmbachs Biere zu schätzen wußten und ihm schon damals ein Derlünter im deutschen Norden geworden sind. Wer nach Sudteutlchland fahrt, sollte Kulmbach nicht vergessen und dort einen Tag bleiben, nicht nur um Kulmbacher .an » ter Quelle" zu trinken, sondern auch um eine ter malerischsten Städte teS Frankenlantes zu sehen, auf eine ter schönsten Burgen zu steigen . und von dort Umschau zu halten inS herrliche obere Franken, in« Maintal, aus Fichtelgebirge und Frankenwald; denn Kulmbach ist nicht nur : eine Stadt tes GambrirruS, sondern eine ter ge- , eigneren Wantermtttelpunkte tn deutschen t Gauen.

schlagen. j

Die Eisenbahnerbewegung in Mittel-

beutf'f'Ianb.

Hakle. 17. Oft. (WTB.) In ter Eisenbahn- tzauptwerkstatt ist heute eine Urabstimmung über den Streit borgenommen worden. Für den Streik ergaben sich 1087, dagegen 200 Stimmen. Bei den Verhandlungen zwischen ter Eisenbahn­birektion unb den Angestellten kam keine Eini­gung zustande.

Frankfurt a. M.. 17. Oft. Die Voll­versammlung ter Vertrauens-, Be­triebs- unb Beamtenrate des Deutschen Eisenbahner-Verbandes. Ortsgruppe Fran'surt am Main, nahm eine Entschließung an, in der sie vom Haupfvorstand in Berlin erwartet, daß er die Lohn- und ©eballforberunqen 6er Eisenbahner mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln, gegebenen- salls durch Anwendung des Generalstteiks durch­führt. Die Frankfurter Eisenbahner seien bereit, einem an sie ergehenden Rus zum Generalstreik sofort Folge zu leisten. Den Eisenbahnerkollegen tm Bezirk Hatte und Sachfen sprachen die Frank­furter Eisenbahner, obwohl Gegner tes General­streiks, für ihr entschlossenes Vorgehen lhre vollste Sympathie aus und versicherten sie gleichzeitig ihrer aktiven Unterstützung im Kampf um die Gri­ft enz und um die Erhaltung ter durch die Revolu­tion ihnen gewordenen Errungenschaften.

Eine Statistik über Gnadengesuche.

Derlin. 17. Oft. (Wolff.) Dem Reichstag Ist die durch feine Gntfchließung vom 26. Februar gewünschte Statistik Über bas Ergebnis ter Prüfung von Gnadengesuchen, wofür die .Zuständigkeit des Reiches gegeben ist. nunmehr zugegangen.

I Rach einer Zusammenstellung hat ter Reichs­präsident tm Rechnungsjahr 1920 über insgesamt F 6090 Gnadengesuche entschieden Davon betresien 4113 Fälle Urteile militärischer Gerichte. 1977 ' Urteile ziviler Gerichte, tes Reichsgerichts und auherordentsicher Gerichte. Von ersteren wurden tn 2526 Fällen Gnatenerweis (Straferlaß, be­dingter Straferlaß. Kürzung ter Strafdauer, Umwandlung tn mildere Strafarten. Wegfall von Nebenstrafen) ausgesprochen. In 1587 Fällen er­folgte bi? Ablehnung tes Gnadengesuchs. Von -den Fällen ter bürgerlichen Gerichte betrafen 30 Urteile das Reichsgericht, davon tourten neun Lurch Gnatenerweis, 21 durch Ablehnung er­ledigt. 1947 Gesuche bezogen sich auf Urteile der außerordentlichen Gerichte: in 290 Fällen tourte ein Gnatenerweis abgelehnt, in 963 ein Gnatenerweis ausgesprochen. 694 Fälle erledig­ten sich durch daS Amnestiegesetz vom 4. August 1920.

Dornotizcn.

Vortrag des Reichsfagsabge- orbneten Schmidt. Herr Sisenbahn-Ober- sekretär Schmidt (Stettin), ter am Mittwoch­abend im Hotel Großherzvg im Auftrage ter Deutschnationalen Vollspartei sprechen wirb, ist durch feine Tätigkeit im Deamtenausfchuß tes Reichstags al« ein hervorragender Renner_ bet Deamtenverhältnifse bekannt. Sein Vortrag dürste mancherlei Aufklärungen bringen.

Tageskalender für Sie n«tag: Stadttheater, 7 Uhr:Die Lokalbahn" undErster Klasse''. Hotel Einhorn, 8 Uhr: Ringkampfe und Varietö.

Zur Förderung des deutschen Rudersports veranstaltet ter Verein Rudersport Gießen 1913" am Freitag abend, wie aus dem Anzeigenteil ersichllich ist, im Physikalischen Znstttut, Eingang Stephanstr., einen LichtbUdervortrag.

Kreis Büdingen.

Nidda. 17. Oft. Der Aep sei handel geht in hiesiger Gegend immer noch sehr rege bei steigenden Preisen. In den letzten Tagen wurde ter Zentner Wirtschaftsobst mit 140 Mk.. ter Zentner Tafelobst mit 160170 Mf. bezahlt.

Kreis Schotten.

La ubach. 10. Olt. Arn Sonntag wurde hier eine Versammlung von ter Deuts ch n atio- nalen Ortsgruppe unter Leituna tes Vorsitzen­ten. Pfarrer Fritsch (Ruppertsburg), veranstal­tet. Prof. Dr. Werner (Butzbach) sprach über die Politik der Partei. Von den anwesenden Geg­nern meldete sich niemand zum Wort.

Hestcn-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M-, 17. Oft. Am Sonntag begann hier auf den Häuser Wiesen das auf 14 Tage vorgeseheneI. Frank- furter Oktoberfest-. Am ErösfnungS- tage war der Platz, der Dutzende von Schau­buden '.'nd Vergnügungsstätten beherbergt, von annähernd 60 000 Menschen besucht.

fpd. K ö n i g st e i n i. T., 17. Okt. 3n serem kleinen, kaum 3000 Einwohner zählen- den Kurort, der eine verhältnismäßig nur geringe französische Besatzung hat, sind gegenwärtig von den Franzosen 5 Hotels und Pensionen, mehrere Fabriken, Wirtschaf­ten und zahlreiche Villen in Anspruch genom-

Die uächste Sitzung des Reichstage«.

Berlin, 17. Ott. (WTB) Die nächste Sitzung tes Reichstages ist für den 20. Ok­tober in Aussicht genommen. Am Donnerstag finden ferner eine Sitzung tes Ältestenrates und Sitzungen verschiedener Fraktionen statt.

Volksabstimmung in Pyrmont.

Hannover, 17. Okt. (WTB.) Wie ter »Hannoversche Kurier" meldet, haben bei her gestrigen Volksabstimmung über ben even­tuellen Anschluß Phrmon ts an Preußen bei 55 Prwzent Wahlbeteiligung 2546 Wahlbeteiligte für unb 640 gegen den Anschluß gestimmt. Die Ent­scheidung unterliegt noch der Abstimmung in den beiden Landtagen von Waldeck und Preußen.

Der Parteitag der Deuifchen Dolkspartei verschoben.

Berlin, 17. Okt. lWTB.) Die Parteileitung der Deutschen Vvlkspartei hat mit Rück­sicht aus die durch die Entscheidung über Ober­schlesien herbeigcsührte Politisch-Parlamentarische Lage beschlossen, den für den 24. und 25. Oktober in Stuttgart anberaumten Parteitag vorläufig zu verschieben.

Aeuherungen Stegerwalds.

Derlin, 17. Okt. (Wolff.) 3m Haupt- Lusscduh des preußischen Landtags erklärte Ministerpräsident Stegerwald, gestern fand in Pyrmont die vorläufige Llbstim- mung über den Anschluß Pyrmonts an Preu­ßen statt. Das Ergebnis ist noch unbekannt. Der Ministerpräsident sagte weiter, daß der Ausnahmezustand in Ostpreußen auf außen- polittschen Erwägungen beruhe und nötig war wegen der Gefahr polnischer Einfälle.

3n Essen sagte der Ministerpräsident gestern, die rechtsstehenden Kreise müßten sich damit abfinden, daß zurzeit die Republik die für Deutschland gegebene Staatsform sei. Man solle aber nicht alle Augenblicke diese Kreise mit dem Dreschflegel vor den Kopf

Aus Stabt und Land. Gießen, den 18. Okt. 1921.

Ein Aufruf an die hessische Landwirtschaft.

Berlin, 18. Ott. (Priv.-Telegr.) Wie eine Korrespondenz an zuständiger Stelle erfährt, hat ter Reichswirtschaftsminister einen Handwer­ker-Beirat beim Reichswirtschaflsministeriurn gebildet. Die Mitalieter des Beirats wurden auf Grund tes Vorichlagrs des interfrakiivnellen Handwerker-Ausschusses tes Reichstages und des vorläufigen Reichswirtschaftsrates ernannt.

Aus dem besetzten Gebiet.

Ansprüche der Desatzungsbehorben.

mc Frankfurt a. M., 17. Ott An ter Hafengasse flieh heute mittag ein Auto mit einem 5tüf ertragen zusammen. Drei große 5 ä i r c t Rotwein barsten dabei in taufend Glücke und mehrere hundert Liter Wein flotten auf die - ' Der ©diäten tetreat uag'fäbr 15 000

Der Führer tes Küferfud-w?rkS tourte

** Gesangverein Heiterkeit. In unserer gestrigen Konzertbesprechung ist noch alS Hauptleiter ter ganzen Veranstaltung Lehrer H. Blaß aus Großcn-Linden zu erwähnen, dem die Aufstellung der Programmfolge und das gute Gelingen tes Konzerts zu danken ist.

** Die Entscheidungskämpfe im Einhorn brachten gestern abend zuerst den stämmigen Oesterreichec Zilch gegen den Ba­denser v. Berg auf die Matte. Immer wieder konnte v. B^rg den Umarmungen seines Geg­ners entschlüpfen, bis ihn ein mächtiger Unter» griff von vorn nach einer Gesamtzeit von 46 Min. auf die Schultern legte. Der Prolest- kampf Hiyler gegen Ql ebner bestätigte das erste Resultat, denn nach 18 Minuten zog ner einen blitzschnellen Armfallgriff und Hitzler bekam eine bittere Niederlage zu kosten. Die Kämpfe nähern sich dem Ende. Di? größten Chancen hat bis jetzt Achner oder Christensen. Beide haben heute abend zur Entscherdung anzutreten. Gelingt eS Achner, den Sieg zu erringen, so ist ihm der 1. Preis und der Gold­pokal nicht mehr zu nehmen. $>er Bariets- uu;ujeLllwVH ----------Z i ... -

Spielplan bringt als Neuheit hübsche Lieder, schließung an, die sofort ten Reichs- STart.n find im Do. v r auf ;a r Ijil e i i n Sm- Swatsbchdrten drahtlich ;r^1 horn-Hotel und im Zigarrengeschäfl Petersen, tai tes Deutschen Gcw ll.cha.t^nce, als