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Die Verlobung unserer Tochter Anneliese mit dem Diplomingenieur Herrn Fritz RieKeberg z. I. Döglingen (Saar) geben wir hiermit bekannt.
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Bietzen (Aliceftrahe 4), im August 1921-
(Empfang:Sonntag, b. 28.Aug. 1921 m Bietzen, Alicestrahe 4.
Meine Verlobung mit Fräulein Anneliese Groebler zu Bietzen zeige ich an.
Fritz Riedeberg z. 9. DöLlingen (Saat), Bergstr. 17 im August 1921.
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sie uzi* bann gehtS - .tat tat taF — auf biel Suche nach Würmern. .Schmichschmernich!" llingts dicht neben uns Ach, da sitzt ja unser Heiner | Freund, das Rotkehlchen. Wir halten den Atem an. Ob es in die Falle gehen wird? Ob es den Mehlwurm wohl sieht? Wie er sich dreht und windet. Aber sieh. Rotkehlchen hat ihn bemerkt. Mit schief gehaltenem Köpfchen lieht es nach dem Wasser „Schnichfchncrich!" und fein Schwänzchen wippt! Ein Sprung — Rotkehlchen beiht an gefangen! Das Rotkehlchen bekommt ans Dein einen numerierten Aluminiumring der Bogel- tourte Avfsitien wir schreiben die Bummer auf und lassen das Tier wieder frei Durch solche in Menschenhand geratene .Aingvogel" wird bann manche Frage beantwortet. Lausende von Vögeln sind schon aus Afrika zurückgemeldet!
Sine hir^e Ieit daraus fanden wir einen Horst mit 5, kaum flüggen Eichelhähern Wir beringten sie Einige Wochen später kam von der Vogelwarte Rossitten folgende Anschrift: .Die Oberförsterei Eichelsdorf teilt uns den Abschuh zweier mit unseren numerierten Aluminiumringen gekennzeichneter Eichelhäher mit Die Ringe wurden 1919 an Sie (H Lang- Schotten) abgesandt. Teilen Sie uns bitte Ort, Datum usw. mit. Daraus ging die Antwort ab: „Eichelhäher im Veste martiert . . . Domanialwald . . Ober- förfterei Eichelsdorf .... Distrikt Gierköpfe . . am 14. V. 21.“ Roch weitere Beweise an-uführen, würde an dieser Stelle zu weit gehen. Ader jeder, der einmal an einem Vogelfang- und Beringungsmorgen teilgenommen hat, wird neben dem Ge- nutz der Raturbeodachiung köstliche Augenblicke der Spannung und Erwartung erlebt haben, wie sie ähnlich im Weidmannsleben vorkommen. Die Freude an Jagd und Dogelstellerei steckt ja dem Deutschen im Blute, sie stand ja auch früher in groben Ehren, wie uns von Heinrich dem L dem „ Finkler" mitgeteilt wird, dem seineKaiserwahl am. Vogelherd in seinen',Harzwäldern verkündet wurde.
Wo ie einsamen Hochwald die Drossel schlägt, der Schwarzspecht hämmert und die Heidelerche im Blau der kristallklaren Reinheit würziger Bergluft flötet, da ist dec Dom des Ratur- und Vcgelfreunbes, in dem er seinen Sonntag verlebt. Buht dann abends der Waldkauz, flattert die Rachtschwalbe auf bergesdämmeriger Waldblöhe, dann steigt er frisch gestärkt für die neue Woche talabwärts. 3m Dämmerlichte des Mondes schlagen die Rachtigallen in gaisblattumsponnener Halde und rosettduftendem Gebüsch und gerne stimmen wir ein in den Ausspruch des Dichters: „Dort in jenem Tale, Da ist halt lustig sein,
• Da singt Frau Rachtiaalle Und manch Waldvögelein!"
Üanbwirtfcbaft.
Landwirtschaftliche Wdtterfchule
Vb. Hachenburg, 17 Aug. Die Stadtverwaltung stellte der nassauischen Landwirts chafrs- kammer zur Errichtung einer la » b W i r t s ch a f t- lichen Winterscyuke passende Bäume im Hachenburger S ch l o h zur Derfügu^^ und genehmigte bw dazu erforderlichen TMttd.
Kunst und Wissenschaft.
fd. R e u - 3 s e n b u r g, 17. Aug Hier verstarb nn Alter von 79 Hadrer, der Schriftsteller Hermann Hirschfeld Der Verstorbene war der Verfasser zahlreicher Romane und Erzählungen —
Lied wir oft nachts auS Getreidefeldern hören, ferner der einfachere, aber desto ausdauernder singende Teichrvhrsänger, dessen Singsang das Dort: „• r schimpft tote ein Rohrspatz* seine Entstehung verdankt).
Die erfolgreichste Exkursion im Vogelsberg War die am Pfingsten. Deshalb fei ihr Verlaus in kurzen Zügen hier wiedergegeben. Möge sie dazu beitragen, diesen oder jenen für den Ringversuch au gewinnen: schwierig ist sie freilich, aber manche Freude wird die Mühe dem Naturfreund lohnen Die aufgehende Sonne läht eben ihre erste Strahlen über das Schaltendunkel und die letzten wehenden Rebclschleicr gleiten. 3n der Ferne heult noch ein Waldkauz, und es klingt fo kläglich, als habe er bei der Mäusejagd wenig Glück gehabt und sei fein Wagen noch hungrig. Wir haben unS im blütenbuften- den Gebüsche verborgen und warten auf die erwachenden Vögel. Am Ufer der nächsten Bucht steht unser Vogelherd. Oberhalb von uns fallen «unkend und plantschend die Stockenten ein. Schon regt eS sich in Baum und Busch. Eine Amsel fliegt zur Tränke. Einige hundert.Schritte vor uns trinkt
Latzuna-auderungen.
Wahl de» Ortes der nächsten Hauvtoeriammlung. Bortrag des Herrn Direktors C. Banfa-Vimburg „£<e Coniagiche Studie über den Ausbau einer Labn-iZutda-Wafserstrabe". .
Sonstiqes iAnregungen. Anträgen, iietne ge fchäftliche Mitieiluogen ufm).
Alle Mitglieder und Freunde des Sulda'Labn- LanalvrojekteS werden ergebenst hierzu eingelaben.
Geschäfts stelle Wetzlnr, den 16. Ävauit 1921
Fulda-Lahn-Kanalverein L. v.
Der Borützende: Groebler. Bergrot. DtUtflQdjCn jettet ^nVttuagmiSauÜreti? wett öle Brflhnne llnlo. Jaflerrf. H. rtroie, ®teöra
eg-Ornithologen Werner Sunkek»Marburg, änrich Lang- Schotten und Karl Fischer- ubach hat wenn auch noch recht bescheiden, " olje erzielt. Wieviel ®eg- ner sind nicht dieser Bestrebung entstanden und wieviel wurde nicht von übervogekschüherischer Seite aus darüber geschimpft! Aber saft alle sind verstummt. Und gerade das Gegenteil kann behauptet werden. Diese Beringungen find, abgesehen ron einem guten Vogelfchutzmittel für die Erforschung des Vogellebenä bedeutsam, das aus dem Schicksal einzelner mit Bingen yekennreich- neter Stücke fest gestellt wird. UrsprunaNch der Zugforschung dienstbar, half der Lingversuch bald auch andere ornithologische Fragen klären: Mauserung, Ortsbeftändigkeit. Einehe, Dauerehe. Fest- halten am Drutplay, Hahreszahl, Alter. Der- erbungs- und Lernvermögen. Während dieses HahreS wurden hauptsächlich Aleinvöael Beringt toi? Finken. Meisen, Drosseln, Aohrsänger (besonders vertreten ist der Sumpfrohrsänger, dessen
yundebefitzer taufen Hundekuchen und alle Tlerarenel- mlttel nut tu »uverläsfin in der 8813c
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rcrtolgenbcn Gewirterzügc gefürchtet Jmuxetb« treffen in jeban Hahr häufig genug verschiedene Umstände zusammen, um den Dorübergang eines Gewitters zu einer schlimmen Verwüstung zu gestalten. doch spielen sich derartiac Vorgänge gewöhnlich auf eng begrenzten Gebieten ab. Anders ist es in Südamerika, wo sich auf weite Strecke» einen groben Teil des Hahres -hindurch in be» Aachmittagsstunden täglich Gewitter abspielen, btt starke elektrische Entladungen und sehr ergiebige CRegenfälle haben. Aordlich vom Amazonenstiom sind diele Gewitter wahrhaft grauenerregend: unter fürchterlichen Donnerschlägen gehen sehr beträchtliche Regenmengen nieder, die an einzeln«! Tagen 8d bis 100 Millemeter betragen Die gefürchteten Gewitter der Anden entstehen meist um die höchsten Spitzen dieser Gebirgskette und Hab von grausigen elektrischen Phänomenen begleitet. Die Blitze treuzen sich fvrtwahrenb, und wenn d auch in diesen Hochgebirgen selten regnet, so falle» doch Schnee und Hagel. Die groben Gewitter ie Chile dauern bi« zu vier Tagen, und die Blitze durchzucken nicht selten den ganzen Zwischenraum ?wischen den Voroergen der Anden und den Gip- etn der Küstenkordilleren, also ein« Entfernung von etwa 50 Kilometer. 3u Afrika bestehen ähnliche günstige Bedingungen für die Gewitier- bilbung. 3m Kongostaat, in Kamerun und noch nördlicher hinauf bi« au 15 Grad nördlicher Breite begegnet man einer jährlichen Zahl von Gewittertagen, die stets über 1OO liegen, nicht selten aber auch 20? überschreiten. Diese afrikanischen Gewitter sind durch einen groben Reichtum an Blitzen und durch riesige Riederschlagsmengen von 100 und mehr Millimeter an einem Sage ausgezeichnet Eia weiteres Beispiel ungewöhnlich grober Gewittertätigkeit im Jahre bietet die Umgebung von Dui- tenzorg. wo die Bewohner an der groben Mehrzahl der Tage das ganze Hahr hindurch die heftigsten Donnerschläge wahrnehmen. Die australischen Gewitter werden durch plötzliche kalte Südwest- Winde und durch Tornados gekennzeichnet Aehn- liebe Wirbelstürme, die oft elektrische Entladungen aufweisen, finden sich an der Küste Vorderindiens; sie erzeugen so gewaltige MeeresweUen, bnb durch • die unerwartet hereinbrechende Sturmflut • mit einem Male viele Tausende Menschenleben vernichtet werden. Eine merkwürdige Gewitterfvrm ist das plötzliche Aufleuchten und farbige Erglühe» der Wolken unter den Tropen, das auf elektnlch« Ursachen zurückzuführen ist. Die groben Wollen- gebilöe heranziehender Gewitter sind manchmal von dicht über den oberen Rändern schwebende Aureolen umgeben. Zuweilen sprühen auch verästelte Blitze geräuschlos auS den einzelnen Wolken ; heraus, so dav man diese Entladungen mit einem i Blihbündel vergleichen kann. ___________________
Die äletnDogelberingungen im Dogeisberg.
$h£ BerinaangSversuche unserer deutschen Bo- aeÜDatten (H«goland und Rossitten) sind wohl ledern Sefcr unsere- Blattes bekannt geworden. Groharttg^ Erfolge haben bin Vogelwarten er- zirlt. Der helfckch^ Orni^ologe Werner Sun- f e f bat »or kurzem schon an dieser Stelle daraus hingewiesen. Auch die in diesem dab« ^n* mähig begonnene Kleinvogelberingung im aelsderg. unternommen von den
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Vermischtes.
Eine eigenartige französisch« Matz»ach«e nn < besetzten Gebiet.
Wiesbaden, 17 Aug Die französische Besatzungsbehörde matzte sich neuerdings an über die Personalien der Lehrer in den ©(^ulen Erhebungen anzustellen, insbesondere soll über die Geburtsorte erschöpfende Auskunft gegeben werden
In den Bergen umgekommen.
Berlin, 17. Aug Dlattermeldungen au» Salzburg zufolge sind drei Berliner Touristen und eine Dame aus Worms bet einer Tour in einen groben Schnee sturm geraten und verunglückt. Die Bergung der Leichen konnte bisher noch nicht vorgenommen werden.
Gewitter in aller Welt
Was die Gewitterverhältnisse unserer Heimat anbelangt, so finden wir häufig Gewitterbildungen an aufeinanderfolgenden Tagen. Rach den neuesten Statisttken ereignete es sich an 294 Orten 19mal, dah an 7 aufeinanderfolgenden Tagen Gewitter auf traten. Die Rieder schlüge bei unseren Gewittern sind meist nicht sehr ergiebig, und die Zahl der Fälle, in denen die gefallenen Maffer- mengen 10 Millimeter übersteigen, beträgt tn ber Mehrzahl noch nicht 10 Prozent. Fast die Halste alter Gewitter dauert an demselben Ort nicht länger als eine halbe Stunde, und nur etwa 10 Prozent währen über eine Stunde. Wohl die gefährlichste Begleiterscheinung unserer Gewitter sind bie Hagelfälle die auhelvrdentlich grobe Schäden Hervorrufen. Richt unbeträchtliche Verwüstungen verursachen auch oft die die Gewitter begleitenden Böen, die bisweilen eine geradezu staunen- erregende Äraftäuberung aufweifen. In Bezug auf die Blitzgefahr sind besonders dte im Spätherbst und in den Wintermonaten nur kurze Zeit dauernden, mit grober Geschwindigkeit ihre Bahn
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Gegen Haß und Neid
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Drama i» 5 Akten- Wiederum ein Programm Wanderbar! brennend! Dramatisch: Sensationell.
Bekanntmachung.
Am Samstag, hem 3. September 1921, vor mittags 11 . Ubr. findet in Gietzeu. oberer Saal des Hotels ^Grohherzog vou Hesse»- die ötetieBole otöeBiiithe ßamtBeriaeilüng des Sulda-Labn Kaualvereins statt. 89WV
Tagesordnung:
1. Bericht über die BereinStatiakeit im Jahre 1920. 2. Ncchnunatzablage für 1920 und Entlastung -eS Kortznndes .
3. Wahl von 2 Rechnungsprüfern zur Prüfung der ^abresrechnung 1981.
4. (5raän\unfl8toabLen zum Ausfchutz.
5. Neuwahl des Borstandes.
Bersrod Lang-Göns
18. August 1921
116er=2(ig
Programm:
9Ä) Uhr norm.: Versammlung der Feftteiluehmer auf dem Hof der Neuen Kaserne.
9,30 Uhr Dorrn.: Begrützung und Gedächtnisfeier für di« Gefallenen.
1.30 Uhr nachm.: Versammlung zum Festzug Tcde Kaiser-Alle«, Moltke-, Licher Sttahe. Schtffen- berger Weg.
2.00 Uhr nachm.: Festzug durch Ludwigsttahe, Alice- straf,«, Seltersweg, Goeihesttatz«. Süd-Anlage, Ost-Anlage, Nord-Aulage zum Festplatz Oswalds- garten. - Hier
4.00 Uhr nachm. ab: Kameradschaftl. Beisammensein. Eintritt zum Kasernenhof und Oswaldsgarten wegen Platzmangels nur den Festteilnebmern und Inhabern von Ausweisstarten möglich.
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