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CATemm »rei onrfebe. Tine Te^in-un-» der ße^*n«TW*«f 'rtoar*'» <*r rru- tr>n einem ü*r»nPt»(- Ba-«^ Verkehr zwischen Verbrauchern und Er­zeugern.

Erne"t» O*n,Vert:tiv'en m ^eifBTn.

TfevfR((n. 16. Nov. (z7n^rff) CR*O<*r-n «*'?& e^e'an-'e-» ffA ,2Tn* f «* *- t tt» n - aen (Tt*^a 100 <r,~^frm»rt. rn^ir< 9Tve><M**T*'T'. rmr^tg-n vn der der

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f<*vT*»TT ml 3 den 93Tüv»*-iinrx'-> hnrmittflgS und abends b-rtränt etwa 50 000 Ma-k.

Die H sf^arkder ffi- ^vpan.

Berlin. 16. TZob. (Q^oKf.) 3n eWm Teil der 9Wrfe ffnh in den P'hton Ta^en T^it» teilunaen über die Höhe der für das * i I f* * to e r f in Oh*iai! pjn"e"<lnnenen Svenden e^sfdien»^. bi» d»n $zitfadv>n nirht entfvi-"cftmt. Na<6 Mi^e'liin''en b-^ R»i<chsh's^"«schnsses erreichen die bis tum Sam-tan 12. November. ei"»»^anaen<»n TSetRne die Höß- von ^0 /. Millionen Mark. M»nn aucb nach n'-gbe^-e Sammlunnjt^<>ti-?i/-'e mt"ft«»^en fo läßt ft4' doch schon feht üb<"-seben ba5 die in der Press" pe^^nten Beträge bei weitem nicht erreicht werden.

Der Kreditp^an der Industrie.

V » r l i n. 17 Nov TM» die Blätter mitteilen. 6t»ft N<»scbSkanzler Dr. BIirth im Reichs- auSschuß der Deutschen Zentrums- Partei. der am Dienstag in Berlin im Reichs- tag-gebän^e »utammen^etreien tDT1, eht» Bede, in d»r er zu (Flen schwebenden vnMischen F'-nnen Stellung nahm und seine ablehende 55altung aenenüder dem Kredttangebvt der Industrie zum Austin >ck brachte.

Gestern abend f'nd im -^IrtuS Dusch ,u Ber­lin eine vvm Deutschen Eisenbahnerver- b a n d veranstaltet» Protest Versammlung statt a»aen den Plan einer Umwandlung der Neich-eisenbabnen in einen vrt^twirtschaftsichen Betrieb. ES wurde eine Enttchsi-ßuna anoenvm- men. in dene»en die verlangt» Auslieseflng der de"tschen Eisendnbnen an die Brivatin^uftrie vny. testiert unb erklärt wird, daß die Vers»mm»lten entschloßen seien, bei eventueller Durchsübrung dieses Bla^eS des Reichsverbandes der deutschen 3nduft-l» snf^rt mit dem Generalstreik zu antwor­ten. Die E"tschließnnn fordert weiter die Erfas­sung der Gold- und Sachwerte.

Aus dem besetzten Gebiet.

Saarbrücken. 16. Nov. (WTD.) Eine sehr stark besuchte Versammlung der ft r s i k e n - den städtischen Beamten. Annestellten und Arbeiter hat nach mehrstündigen Verband- hingen a^ern abend oea<m eine geringe Tlinber» beit beschlossen, die Streikleitung zu beauftragen, unverzüglich neue Verbandlunnen zwecks genauer Feststellung der Einkommensbe».iigr einzuleiten. Erst wenn ein klares Bild vorhanden fei. könne die Arbeit wieder ausgenommen werden. Die Versammlung stand grundsätzlich auf dem Stand­punkt der finanziellen Gleichstellung mit dm staat­lichen D'amten, Angestellten und Arbeitern dcS Saargebietes. Die Versammlung war jedoch be­reit, auf der Grundlage der Markentlohnung für Angestell'e, A^b"iter und Straßmbahner zu ver­handeln. vorbehaltlich ibreS grundsätzlichen Stand­punktes. ES fanden daraufhin neue Verhand­lungen mit der Stadtverwaltung statt, als deren Ergebnis heute morgen der Streik eingestellt wor­den ist.

Aus $Mht vn?> Panb.

Dieven, den 17. Nov. 1921.

Ein Weihnacht^wnnsch.

Der Lazarett-AuSschuh Gießen bittet uns um Aufnahme nachstehenden Aufrufes:

Die. 4. FrtedenSweihnacbt naht heran. Noch immer liegen viele Opfer des Krieges -in den Lazaretten, die chre Gesundheit dem Daterlande und ihren Lieben geopfert ha­ben. Auch hier in Gießen liegt noch eine ganze Anzahl dieser Armen an ihren Wun­den und Leiden. Um auch ihnen eine schöne Weihnacßtefreude zu bereiten, appellieren wir an den Opfersinn der Bürgerschaft Gießens.

Gaben und Geschenke werden auf Zimmer 35 von der Schwester des TersorgungSlazarettes Brauga'se entcegengenommen oder auch auf Wunsch abgeholt.

' Die Liste der Geschworenen. Für die am 5. Dezember 19 21 unter dem Vorsitz deS LandgerichtSrats Schnitz- spahn beginnende 4. SchwurgerichtS- siyung deS Landgerichts der Provinz Ober­hessen wurden folgende Geschworene ausgelost: 1. Helm, Ludang, Metzger in Homberg a. O.: 2. Levy, Seligmann, Handelsmann in An- aenrod; 3. Vetters, Friedrich, Nedakteur in Gießen; 4. Ko rell, Julius. Landwirt in Ober-Breidenbach; 5. Möckel. Georg, Bür­germeister in Fauerbach; 6. Schäfer, Hein­rich L, Landwirt in Lumda; 7. Harnier. Wolfram, Major a. D. in Echzell; 8. 3 llium, Phllipp, Spezereihändler in Bad-Nauheim: 9. Alfen, Ferdinand, Friseur in Gießen-, 10. Wickel. Hermann, Landwirt in Ossen­heim; 11. Diefenbach, Jakob Wilhelm, Landwirt in Ober-Rohbach; 12. Schlunk, Friedrich, Landwirt in Gambach; 13. Ochs, ZoHannes. Schneidermeister in Alsfeld; 14. Thomae, Friedrich, Kaufmann in Alsfeld; 15. Bindewald, Gg. Heinrich Ludwig, Hausbesitzer in Bad-Nauheim; 16. Fischer, Heinrich. Landwirt in Nieder-Mörlen; 17. v. D a s h u i s e n. Georg, Bürgermeister in Schwalheim; 18. Schick, Heinrich, Landwin in Diebach v. H.; 19. Hinkel, Karl Friedrich Ludwig, Fabrikant in Vilbel; 20. Walter. Friedr.» Pächter in Petterweil; 21. Heineck, ZuliuS. Geometer in Friedberg; 22. Haag, August, Fabrikant in Schlitz; 23. Büttner, Richard, Taglöhner in Bad-Nauheim; 24. Schwenk, Wilhelm Konrad, Landwirt in Nieder-Eschbach; 25. Wenzel, Friedrich, Dreher in Gießen; 26. Bauer, Leonhard, Kammersekretär in Gedern; 27. Schneider, Heinrich Karl August. Landwirt in Ostheim; 28. Neuland, H. Wilhelm, Bürgermeister in Klein-Karben; 29. P feifer, Otto, Buch­händler in Gießen und 30. Eulau, Abra­ham, Kaufmann in Büdingen.

** 3m Prozesse gegen Dc. Pusch wurde heute das Urteil gefällt. Der Angeklagte wurde freigesprochen und die Kosten des Ver­fahrens der Staatskasse auferlegt. (Einen Be­richt über die Verhandlung bringen wir morgen.)

* Wohnsitzwechsel von Kriegs­beschädigten. Es ist in letzter Zeit wieder­holt vorgekommen, daß Kriegsbeschädigte ihren Wohnsitz verlegen, ohne sich vorher vergewissert zu haben, ob sie an ihrem Bestimmungsort Arbeit und älnterlunft finden. Hierdurch sind in man­chen Bezirken, besonders in Großstädten und 3n- buflriegefcieten starke Anbäufungen von Kriegs­beschädigten entstanden, deren .Unterbringung bei der gegenwärtigen Lage des Ar^eitsmarkteS nicht j oder nur unter großen Schwierigkeiten möglich ist. i Um diesen Mißständen ni begegnen, bat das Reichsarbeitsministerium die Fürsorgestellen für! Kriegsbeschädigte erneut darauf hingcwiesen, daß nach den geltenden Bestimmungen Kriegsbeschä­digte bei der Verlegung ihres Wohnsitzes in der Regel nur dann unterstützt werden dürfen, toenn die Zweckmäßigkeit der Ilebersiedelung im Ein­vernehmen mit der Fürsorgestelle des künftigen Wohnsitzes geprüft worden ist. Es liegt daher im brTrtgenbr'e3 3nteresse der K i"g beschädigten, die ihren Wohnsitz verlegen wollen, fid> recht­zeitig mit ihrer Fürsorgestelle in Verbindung zu setzen.

kyk. VorschüsseaufVersorgungS- gebührnisse für die auf Grund des Ultimatums entlassenen Solda­ten. Den auf Grund deS Ultimatums ent­lassenen Soldaten von mindestens vierjähriger Dienstzeit zahlen die Truppenkassen bis zur Regelung ihrer Versorgung Vorschüsse. Gegen schriftlichen Verzicht auf den Zivildienstschein bzw. den Zivilversorgungsschein wird der Vor­schuß erhöht.

* D ie Schneegänse sind da. Die Vorboten deS nahen strengen Winters, die Schneegänse, treffen zur Zeit in großen Mengen aus dem kalten Rortren bei uns ein. 3n ihrer bekannten Flugrichtung ziehen sie täglich in großer

Zahl über unsere Gegend dahin. 3hr zahlreiches Auftreten läßt auf den nahen Winter mit star­ker Kälte schließen. Die vorsichtigen scheuen Vögel suchen besonders unsere wasserreichen Niederungen auf, wo sie von Fischen und anderen Wassertieren leben.

.Wettervoraussage

für Freitag.

Dunstig, wollig, meist trocken, kühl, wechselnde Winde.

DaS gestern über 3rlanb gelegene Tief ist südöstlich geiogen. das skandinam'ch' Hoch hat sich über Mittelschweden zusammengeogen Ciic we­sentliche Aenderung des WetterS ist nicht zu er­warten.

Boruotizen.

Tageskalender für Donners­tag: llnive sitätSaula. 8-t Uhr: Lichtbild'rvvr- trag des Bundes zur Pflege von Musik und ßitera*ur. Kath. DerernshauS, 81 ; Uhr: Mie­terversammlung. Astoria-Lichtsp ele, ab heute biS einschli.-ßlich Sonntag: .Die 3nsel der Gezeich­neten-. Lichtspielhaus, heute: »Der heilige Haß" und .Die ^agerrasichlacht".

Konzert zugunsten der Gedächt­nis j p e n d e de r äl iverfität M nschrcid unS: Wie im vergae.ge.en S.me:er. sind auch in diesem Winterhalbjahre einige Konzert- und Vortragsabende vorg.f-ehen, deren Renertrag der Gedächtnis!pende zufließen soll. 3mmer drin­gender werden wir an uTiere Ehrenpflicht re- mahnt, so bald wie möglich an die Verwirklichung des Planes, ein würdiges und bleibendes Ehren­mal für unsere gefallenen Kommllitonen zu er­richten, heranzutreten. Um so erfreulicher ist es, daß immer weitere Kreise unserem Vorhaben 3n- teresfe schenken und mitt elfen wollen, daS Wert würdig zu vollenden. So hat sich auch in an­erkennenswerter Weile der Konzert-Ver­ein in den Dienst dieser Sache gestellt und sich bereit erllärt, den Reinertrag des bevorstehen­den Konzertes der Spende zuzuführen. Wie auS den Anzeigen zu ersetzen tt>ir. ist es ihm ge­lungen, für dieses Wohltätigkeits- und öonber- konze -t am nächsten Freitag hier bereits ein- gesührte und allseitig gtschätzte Künstler zu ge­winnen. So wird jedem Konzertbe''ucher ein hoher, künstlerischer Gcn. bereitet werden, und gle-.ch- Aeitig Gelegenheit gegeben sein, in Erfüllung einer Ehrenpflicht ein Sche:klein b igelteu rt zu haben bei der Abtragung unserer Da'ckesschuld an un­fern Brüdern und Helden. Ein auSvertaufter Saal ist zugunsten des wohltätigen Zweckes dringend zu wünschen. (Siehe Anzeige.)

Kreis Büdingen.

)( Ortenberg, 16. Nov. Am Montagabend fand in der Post unter Geltung des RechnungSratS HaaS eine demolr^ktsche Wählerver- s ammluyg statt, die besonders wegen der an­schließenden Nachversammlung der Landbewerber von auswärts gut besucht war. Präsident Dr. U r- stadt auS Darmstadt sprach in längerer Rede über die bevorstehenden Landtagswahlen, sowie über Reichs- und LandeSpolittk. 3n der sich an­schließenden Aussprache vertraten Rechtsanwalt Holzapfel den Standpunkt der Deutschen Vollspartei und Schneidermeister Gottlieb Schiff denjenigen der soziÄistischen Partei. Sehr leb­haft ging eS in der anschließenden von Beigeord­neten Pfeiffer geleiteten Versammlung der Landbewerber zu, in der die verschiedenen Wünsche und Deschweroen der Landbewerber, besonder- gegen den Landfvrstmeister und andere, zum Aus­druck kamen. SS sprachen mehrere Canbtoirte, außerdem Pfarrer Herpel (Lißberg) und für die Forst- bzw. Landamtmarmsbehörde Forst- aslessor S u tz n e r. Eine entsprechende Resolution wurde angenommen. Erst um Mitternacht konnte die Dersammlung geschlossen werden.

)( Ortenberg, 16. Nov. Am Totensonntag, nachmittags 2 Hbr, findet in unserer Kirche die feierliche Enthüllung der Gedenktafel für unsere Gefallenen statt. Der Gesanaverein Frohsinn, der Kirchengesangverein und ein Schülerchor werden Mitwirken, einige passende Ge­dichte werden vorgettagen; die Vereine sind zur Teilnahme eingeladen. Der Gemeindegottesdienst findet zur gewohnten Stunde, um 10 ilbr vor­mittags, statt.

Ltarkenbnra und Nhernstefsen.

Mißhaudlung emeS Reichstagsabgeordneten.

kpd. Mainz, 16. Nov. Der vollSparteiliche Reichstagsabgeordnete Lokomoti^''rer Sei­bert aus Frankfurt, der augenblicklich in der Wahlbewegung für den Hessischen Landtag mit

Geheimrat Eugen Bracht f-

Darmstadt, 16. Nov. (Wolfs.) Der Maler Prvfesior Eugen Bracht ist gestern hier im 80. Lebensjahre gestorben.

Die deutsche Kunst hat einen schweren Ver­lust erfitten. Einer ihrer bedeutendsten, ihr größter 'Landschaftsmaler, Geheimrat Professor Eugen Bracht, ist nach ganz kurzer Krankheit einer tückischen Lu-'genentzündung erlegen. Fast achtzigjährig, also in einem Alter, da viele, wenn sie noch sind, sich der verdienten Ruhe bingeben, bat ihn ein Größerer Pinsel und Palette auS der nimmermüden Hand genommen.

Geboren in MorgeS bei Lausanne, bat Eugen Bracht seine Fugend in Darmstadt verbracht und hat hier seine ersten künstlerischen Anregungen ausgenommen. . 3n der Schule SeegerS und später deS Düsseldorfers Gude. ist ihm daS Handwerkliche feiner Kunst vermit­telt. und die erste künstlerische Offenbarung äetootben. Sein W'g aber war nicht dornenlos. !r fühlte wohl, daß ihm das Empfangene nicht genügte, um einst zu den Großen zu zählen, zu denen, die der Welt und der Kunst wirk­lich etwa« zu sagen haben. Still legte er frei­willig Pinsel und Stift auS der Hand um in mehr als einem 3abrzebnt Portillole- Ar'-eit als Kaufmann die Mittel zum welkeren Studium ?u erwerben. Dann leitete abermalige Tttickei' im Atelier DudeS zu seinem weiteren ks>nstleri^ch»n Schaffen über. Bald batte er die Meister der Jugend überflügelt. Sine Ortentreib' wir re aube - ordenllich befruchtend auf fein Schaffen. 1882 wurde Eugen Bracht, der durch chi > wenige Ausstellungen schnell seinen Ruf gefeftijt oatc Lehrer für Landschaftsmalerei an der Kunst­akademie Berlin, bis er 19)2 als Pro esfor in die Akademie für Kunst in Dresden be- -ufen wurde. Nach erspri h iher ig- kett zog der fast 78jähriie nor etwa eineinhalb Zähren nach Darmstadt zurück. Licht aber, um der wohlverdienten Ruhe zu

pflegen, sondern, um in dem schönen Heim auf der Mathildenhöhe, dem ehemaligen Ehrifliansen- hause Wetter unermüdlich und emsig zu schaffen. Gerade auS den letzten Zähren seines Wirkens ist eine große An-abl bemerkenswerter Werke von jugendlicher Frische sowohl der Technik, wie be­sonders des Kolorits und der künstlerischen Auf­fassung der Landschaft au5 seiner Pallette her­vorgegangen. Dis in die letzten Tage hinein hat er gearbeitet, um für die geplante große Aus­fassung der Landschaft aus seiner Palette her- die die Freie Vereinigung Darmstädter Künstler, deren Ehrenmitglied er war, plante, mit neuen Werken hervorzutreten.

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DieNeuordnung des 5 r a n f f u r - ter Historischen Museums. Da? Städtt- sche Historische Muleum in Frankfurt a. M besitzt einen außerordentlihen R.ihtum an künstlerisch und geschichtlich wertrollen ®cienffin)en. tic a er früher bei der mang'I'xx'tcn Au ste lu -g ga nicht zur Geltung kamen. Erst jetzt ist eine Ne laufstel- lung erfolgt, über die Bernard Müller im ^Sammler" berichtet. Die Samm'ung römischer Altertümer wurde zu einer Schausamm'ung alles Wichtigen und Ty' ischen ausge aut da; auf dem Boden deS Weichbildes von Frank'urt im Ver­lauf der jahrzehntelangen fystematifchen Aus­grabungen zutage gekommen ist. Zwei Säle um­fassen die große Kostümsammlung, wobei in dem einen alles vereinigt ist. nxrs das Museum an bürgerlichen Kostümen besitzt und wobei auch Stöcke und Schirme, Hüte, Fächer und anderer Schmuck nicht ixrgefTen sind Der andere Raum enth'lt die Uniformen. Wallen und A s uftungS- gegenstände deS alten Fcankfurter Militärs und der Feuerwehr, eine fo reichhaltige Sammlung, daß hier eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges geboten ist 3n der Eingangshalle sind eine Anzahl auSgowähller Denkmülc'- ausgestellt, die eine Heraush.brnz auS dem eigentlichen Rahmen der Sammlungen erfordern, fo die ehrwürdigen

Stein- und Bron;edenkmäler von Friedhöfen. Kirchen usw., die schöne Kreuzigungsgruppe HanS Dackosfens, Figuren der Stadtheiligen, Madon­nen von alten Bürgerhäusern u. a. m. Der süd­lich hinter der Eingangshalle gelegene Saal um­faßt die Krönungsaltertümer, die jetzt zum ersten Mal in ihrer glanzvollen Pracht bereinigt sind. Die Nachbildungen von Krone, Zrtiter und Reichsapfel bilden zusammen mit der berühmten Frankfurter Ausfertigung der goldenen Dulle, die die Stadt zur Wahl- und Kaiserstadt machte, den Mittelpunkt dieses Saales, und rings umher schließen sich dann wettere Denkmäler Der Krö­nungen an, von den gemalten PorttätS der Kaiser biS zu den Ochsenköpfen von den Krö- nungSmahlen, um die die Athleten der Mehger- innung und die der Weinschröter einen heißen Kampf auSfochten. Die kostbaren Gemälde, die das Museum besitzt, darunter Dürers Heller- Llltar, daS große Mtarwerk des älteren Hol­bein usw. sind in dem Oberlichtsaal vereinigt, während die weniger bedeutenden kirchlichen Bil­der zusammen mit den anderen kirchlichen Alter­tümern Aufstellung fanden. 3n dem Vang, der den unteren Raum der kirc^ichen Altertümer mit dem Oberlichtsaal verbindet, ist die außer- ordenllich reiche Sammlung der Frankfurter Handwerks-Altertümer untergebracht. An die kirchlichen Altertümer schließt sich die reiche Waffensammlung. 3m Obergeschoß des Gebäudes ist bereits daS Prehmsche Kabinett gut unter- gcbracht. jene wunderliche Sammlung von über 800 kleinen Bildern, die Schöpfung eines Frank­furter Bürgers, die als kostbarsten Schatz das unvergleichliche Bildchen des Puradiesgärtleins von etwa 1420 enthält. DeS weiteren wird noch eine Schaufammlung der getarnten Frankfurter HauSaltcrtümer geplant, mit-der die umfang­reiche Kollektion von Kinderspielzeug und die der keramischen Erzeugnisse verbunden werden soll.

Vom Wieland-Museum in Bi­berach Unter den Mu'een und Erinnerungs­stätten, die unfern klassischen Dichtem gewrdmet

tätig ist. wurde am Sonntagabend in der Nähe von Planig. wo er gesprochen batte, mit feinem Begleiter von drei Personen überfallen und mit Stöcken mißhandelt, ccüert trug leichtere Ver­letzungen am Kovfe davon, während fein Be­gleiter mit einer klaffenden Gesichtswunde sich in ärztliche Behandlung beg den muhte. Die Wege­lagerer entkamen unerkannt.

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ofz. Offenbach. 16. Nov Ein rafft» nierterSchwindler wurde hier in der Per­son des 25jäbr gen Schlosiers Kurt Oic'ler aaS Brandts bei Leio-ig fefi *e: omme l D e le., i er zuletzt in Brand s alS Postaushel'er ig war. und sich daselbst älrrterschlagur.g:n hat zus dulden kommen lassen, hat in letzter Zett sowohl 6ter wie in anderen Städten mit KartosteiHändlern Verträge über Karwsfellieferu gen abge chlollen. Obwohl er sich noch in keiner Weise bemüht hatte, auch Kartoffeln zu bekommen und gar n.cht daran dachte, solche zu liefern, lleß er sich nach Ab'chluß der Lieferung.Verträge stets Anzahlungen fe sten So hat er einen Händler in Niederlahnstein um 2700 Mk.. und einen hiesigen Händler um 2000 Mk geprellt. 3n einem anderen Falls hat er mit einem hiesigen Händler einen Vertrag über Lieferung von 2000 Zentnern Kartoffeln abgeschlossen. Dreier Händl rr hatte bei einer Bant bereits die Summe von 40 000 Mark deponiert, die bei Eintreffen der Kartef ein gezahlt werden sollte. 3nzwischen kam man den Schwindeleien Vießlers auf die Spur und veoanlaßte ferne Festnahme.

ofz. Mainz. 16 Nov. 3m Atter von Z5 Jahren starb der weithin über f:tnc Vaterstad'. Mainz hinans bekannte Lotaldichter Zean D r e m- m e L Eine Reihe Karnevalstücke, die in der Fast- nachtSzett im Mainzer Stadtthealer »ur Auf­führung gelangten, Lieder und Vorträge mit ur­wüchsigem Humor, lassen die Erinnerung an ihn fortlaben.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 15. Nov. Die Landwirt­schaftliche Winterschule hat mtt 31 Schü­lern ihren Unterricht ausgenommen. ilnerr S tadtverordneien b.schlofsen die Erhe­bung der Grund- und Gedäirdestcuer nach dem gemeinen Wert und zwar 6 pro Mille vom Ge­bäude wert und 3 pro Mille vom Wert unbe­bauter Grundstücke. Die Steuer ist mit Rückwir­kung ab 1. April beschlossen. Die Stadt Wetz­lar mit 2ll lar und Kleinaltenstädten sind in die Ortsklas se b aufgerückt.

ra. 2 tzbach, 15. Nov. Lehrer Mutz, bei seit dem Zähre 1879 an unserer Schule wirkt, wurde -um Hauptlehrer ernannt 5>ic hiesige Burschenschaft .Fidelio' spendete für Oppau 200 Mart.

Hcsscn-Nanau.

spd. Frankfurt a. W., 16. Nov. Aus dem Oberurseler Staatsbahnhof wollte am Dienstag­abend der Chemiker Dr. Dietrich auf einen bereits rollenden Straßenbahnzug springen. Er geriet unter die Räder, wurde überfahren und der­art schwer verletzt, daß er nach kurzer Zett verstarb

fpd. Dassel, 16. Nov. Auf dem Oberstadt­bahnhof wurde ein Waggon mit 2 00 0 An­zügen, die verschoben werden sollten, auf An­ordnung der StacttSanwallschäft mit Beschlag belegt.

Höchst a. W., 16. Nov. Die Höchster Farbwerke haben der Stadt zur Förde- rungvonWohnungSbauten i cMillion Mark zur Verfügung gestellt und außerdem noch ein Darlehen von zwei Millionen Mark gegeben. Die Stadtvervrdnetenversammlljna hat in ihrer gestrigen Sitzung hie Annahme beider Summen beschlossen. Das Stadtpa lament hat bei der Beratung der neuen städtischen B. amtenbesol- kungsvorlage beschlossen, von einem Ausschuß eine Neuordnung der Deamteneingrup- Vierung vornehmen zu lassen. Bisher war die Eingruppirtung der städtischen Beamten höher alS biejenige der Staatsbeamten. Dieser Vorzug wird jetzt unter dem Druck der hohen Mehraus- Wendungen für die Besoldung aufgegeben werden müssen.

gc. Eschwege (Werra), 17. Nov Auf bet Landstraße zwischen den benachbarten Dörfern Sollstedt uno Eigenrvde wurde eine Frau mit Ihrem Kinde von dem eigenen Wagen, dessen Pferde durchgegangen waren, heruntergcschlcu''ert. Hierbei wurde die Frau getötet und das Kind lebensgefährlich verletzt.

ge. Fulda, 17. Nov. Bei einem Einbruch in das hiesige Kaiser-Cafö raubten di? D e5~ <r ß r größeren Mengen Lebensmitteln und Wasche einen Geldbetrag von 25 000 Mark Der Gcsamtschaden wird auf 200 000 Mark geschätzt.

sind, gehört daS dem Andenken Wielands ge­weihte Museum in seiner Vaterstadt Biberach zu den unbekanntesten. Und doch verdient diese in dem ehemaligen .TuSkulum" des Dichters ein­gerichtete Sammlung in ihrer entzückenden Gage und idyllischen Umgebung mehr beachtet zu wer­den. 3nUeber Land und Meer^ gibt Dar Ritter von Trümmer eine anschauliche Schilderung der Wett, die aus diesen Gegenständen leibhaftig vor unferm geistigen Auge ersteht. Da können wir an einer Stammbaumtafel die Herkunft des Obe- ron-Schöpsers studieren, wir finden in Alben schriflliche Zeugnisie aus allen Stadien seines LebenS. Wir betrachten die Gemälde, Stiche. Schattenbilder, die uns den Dichter, z. T. von Meisterhand. alS Bib«racher Senator, als Er­furter Prvfesior. als Weimarer Hofrat und als greifen Gutsbesitzer auf Osmannstedt vorsühren. Neben diesen BUdnissen verewigen mehrere Bü­sten fein AeußereS Erinnerungen an sein« Schweizer Zugendzett. in der er so fromm und tugendhaft war, an seinen geistreich flotten Ver­kehr auf dem Schloß Warthaufen, wo er die 3ugcnbgellebte Sophie als Gattin des Herrn La Roch' wiederfand. an sein langjähriges Wei­marer Wirten vervollständigen den Eindruck sei­ner äußeren Entwicklung. Aber in sein 3nncve# führen tiefer die vorhandenen Originalbriefe ein. Diesen Briefen liegen zwei Heftchen bei: das erste, mit dem Titel .Adversaria". enthält Aus­zeichnungen aus dem Leben, toäbrcnb das zweite -Das Verzeichnis meiner sämtlichen Aktivkapi­talien" Vater Wielands Pünkllichseit in Geldan­gelegenheiten beweist. 3n zahlreichen Mappen ist der Stolz des Museums, eine Sammlung von prächtigen 5^uvferstichen nach W elands Werten, aufbewahrt. Einzelausgaben und die kostbaren Gesamtausgaben 'einer W:rke füllen die Bücher­schränke. von denen einer, die Hochzeitsgabe der Stadt Biberach an König Wllh:lm I. von Würt-

-iberg, von diesem wieder der Stadt überlassen arurbe.