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geleistet werden soll. Die drei großen Frak­tionen nahmen eine Entschließung an, in der lebe Franlendesoldung nach wie vor abge- lehnt wird. Dagegen wird der 50prozentige Zuschlag auf einen 75prozentigen erhöht, der 3u den im Reiche geltenden Löhnen und Ge­hältern gewährt werden soll unter Deibebal- tung der vermehrten Familien- und Kinder- zulage. Gegen diese Resolution stimmten nur die vier Kommunisten und ein Unabhängiger. Dann wurde die Sitzung nach einer Dauer von zwanzig Minuten geschlossen.

Die durch den Streik verursachten Zu- ft ä n d e haben sich inzwischen fast ins A n er­trägliche gesteigert. Die meisten Geschäfte schließen nachmittags ganz, da infolge der Dunkelheit zahllose Diebstähle vorgekvmmen sind. Verschiedene Geschäfte öffnen überhaupt nur noch wenige Stunden. Die Käufer stehen in langen Ketten bis in die Straßen hinein. 3n den Häusern sammelt sich der Abfall, der viel­fach in der Dunkelheit auf die Straßen ge­worfen wird, die ein entsprechendes Aussehen zeigen. Die Pkelle steigen fast von Stunde zu Stunde. Bedarfsartikel für Beleuchtung, wie Kerzen, Petroleum usw^ sind überhaupt kaum noch zu erhalten.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 16. Rov. 1921.

Wiedereinführung der 2ountagSarbeit?

Don zuständiger Sette wird uns ge- schrieben:

Unter der SpitzmarkeDie Wiederein­führung der SonntagSarbeit im Handelsge­werbe" werden in der Oeffentlichkeit Rach- richten verbreitet, die geeignet sind, in die Reihen der werktätigen Bevölkerung, insbe­sondere in die Angestelltenschichten Beunruhi­gung zu tragen. C6 wird behauptet, daß ein Gesetzentwurf in Vorbereitung sei, durch den die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, die jetzt grundsätzlich im § 105b der Gewerbeord­nung (Fassung der Verordnung vom 5. Febr 1919) vorgeschrieben ist, wieder abgeschafft werden soll. Diese Darstellung trifft nicht zu Rach der Gewerbeordnung ist zwar die völlige Sonntagsruhe als Regel eingeführt, doch ist an 10 Sonntagen, an denen besondere Ver­hältnisse einen erwei'erten Gesckästsverkehr erforderlich machen, mit behördlicher Geneh. mtgung eine Beschäftigung bis zu 8 Stunden also jährlich bis zu 80 Stunden zugelassen Erwogen wird nur, hierin eine Aenderung ein­treten zu lassen, und zwar derart, daß an Stelle einer höchstens zulässigen Beschäftigung an 10 Sonntagen zu je 8 Stunden eine solche an 12 Sonntagen zu je 3 Stunden und 2 Sonn­tagen zu je 6 Stunden tritt. Die Gesamtzahl der für den Verkauf zugelassenen Stunden würde dann höchstens 48 im Jahr betragen Die 14 (12 und 2) Ausnahmesonntage sollen ober nicht etwa gesetzlich vorgeschrieben sondern nur von den Verwaltungsbehörden nach strenger Prüfung des Bedürfnisses, na­mentlich nach Anhörung der be:eiligten Kreide (Derufsvereinigungen) bewilligt werden. Da- Dd ist hauptsächlich an Gegenden mit Land­kundschaft bei weitläufiger Siedlungsweise ge­dacht.

Am 7. Oktober hat in der Angelegenheit ick RetchSarbeitSministerium mit Vertretern Dju Landesregierungen, von Unternehmer» und Angestelltenverbänden des Handelsge­werbes und anderer DerufSvereinigungen so­wie des Städtetages eine Besprechung ftatt- gefunden, zu der auch landwirtschaftliche Ar­beitgeber und Arbeitnehmer eingeladen waren. Die geplante Reuregelung der Sonntagsruhe ging den Angestelltenorganisationen zu weit, während die Vertreter der Landwirtschaft noch' weitere Ausnahmesvnntage vorgesehen wissen wollten. Einzelne Länder traten für die Vorlage ein, andere bezeichneten sie als nicht notwendig. Die Beratungen über die Neu­regelung der Sonntagsruhe im Hantelsge­werbe haben also bisher noch zu keinem Er­gebnis geführt.

Amtliche Perivnalnachrichten. Zu Steve afliftc .ten wurden mit T. Ir u ig dem 1. April 1621 ernannt: Kanzleiafsistent Peter Heißt und die v^euerbetriebsasiistenten Adam Sobel und Reinhard Seid beim Lanbcs- finanzamt Darmstadl; die 6t<uci!>.tii:bda|fiften- len: Heinrich Brunner, Georg Kehr. Ri­chard Lind, Karl Wilh. Schäfer und Anna Fourier beim Fi anzamt Darmstabt-Slab.; Wilhelm Boßler u ib Peter Metzger beim FimttHamt Darmstadt-Land; Johannes Rorlh und Heinrich Barth beim Finanzamt Höchst l. O.: Karl Konrad Drbll beim Finanzamr Langen und Philipp Krämer bd der BezirkS- kaste Langen: Wllhelm Krapp b Im Finanzamt Offenbach S abt; Karl Le,icher u d G.wra R u- icher beim Finanzamt Oste dach Lan^: S^phan Büchel bei t'cr Bezi lSta se Offenbach; Wil- belm Rippert b im Fii a zamt Zwi gerb rg Heinrich 2D i H e r beim Ft> a samt 2 Sfeld; Frie dttch 21t c l b f c I f c l bei der BezirtStaste Bu- Gingen; Jakob Häußge beim Finanzamt Buh- ixvt: Du!av Fiicher, Chiill Äoblotb, Karl R e u h c ( und Jolann Heinrich vchaupp dim Finanzamt Friedberg; Bruno Herrmann beim Finanzamt Gießen; H.in ich rilr tch d i:n F- nanzamt Hu-.gen: Heinrich Groth beim Fi­nanzamt Schotten: Karl Bcckerbei der Bezirks- koste Schotten: Franz Börner, Karl Mar- kart und He mann Dtschendorf »tim Fi- nanzaini I Mainz; Therefe Rcrdel bei der Be- zirkStaffe II Mainz.

"Sprachkurfean der Uniberfi. t ä t. Die Lekwrin der nlcbcrlänblfdicn Sprache Fräulein M. Ramondt hält ihre Vorbe­sprechung Focitag den 18. November um 2-. Ahr im Hörsaal 33 ab.

Die Ginfendefrist der Plakat­entwürfe für die Kunstausstellung Darmstadt 1922 ist bis zum 1. Januar 1922 verlängert worden. Die Ein.tchtnahme des die

näheren Bedingungen enthaltenen Wortlauts des Preisausschreibens kann daher auf dem hiesigen Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Ar. 24, während der Dienftstunden noch wei­terhin erfolgen.

Herrenloses Gut. Dem gehört der eiserne?-Träger, etwa 4 Meter lang und 25 Zentimeter hoch, den drei Buben bei einem hiesiaen Althändler zu verkaufen such­ten. Eigentümer können sich bei der Kriminal- Abteilung des Polizeiamtes melden.

Diebstahll Einem Studierenden wurde während den Vorlesungen aus der Gar­derobe des landwirtschaftlichen Instituts ein Herren-Pelztragen im Wette von 1000 Mk. entwendet.

Holz- und Gras gelb. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mah­nung des am 11. d. M. fällig gewesenen Holz- und Grasgeldes der Stadt Gießen. Die Zahlung der Rückstände kann in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten bei der Stadt­kasse erfolgen.

* D ie Deutsche Volkspartei hatte für gestern abenb nach dem Hotel Ginhorn eine Versammlung ein berufen, in der der Reichstags- abgeoebnete Malermeister Havemann über .Die Deutsche Bolkspartei und der Mittelstand" unb Professor D. Schian über 2D a s tut uns not?" sprachen. Aög. Have­mann gab zunächst in großen Zügen einen Ueberbüd über die politische Lage, zeigte, wie uns der Tkrlaillcr Echandf mieden, der auf Lug unb Trug aufgebaut ist das Abkommen von Spaa, bas Uüimatum und zuletzt das 2iatbenau- Locheur-Abkommen immer weiter in Glend und Rot gebracht haben, und fand insbesondere warme Worte für unsere an Polen verlorenen Brüder im deutschen Lande Oberschl.sien, die, so hoffen ttnr, dereinst wieder zu uns kommen werden. Schwer lasten auf uns unsere wirt­schaftlichen Röte. Der Sturz unserer Valuta ist hauptsächlich verursacht durch die Tatsache, daß man im Auslande nicht mehr an unseren IDieber* aufstieg glaubt. Wir müssen eine Reuordnung der Reparationen erlangen, weil sie in der jetzigen Form nicht zu erfüllen sind. Aller Schwierigkeiten, die auf uns lasten, Herr werden, können wir nur '<urd> festen Zusammenschluß und Organisation. Diese ist vor allem not dem Mittelstände, auf dem die Rot der Zeit am schwersten lastet. Was *ür die Landwirtschaft zu fordern ist, meinte der Redner, angesichts seines städtischen Hörerkreises beiseite lassen zu tonnen; doch for­derte er Beseitigung der Verhetzung zwischen 5tobt und Land. Der Handel muß von den fesseln unb Hemmungen der Kriegszeit befreit werden, mit dem Krebsschaden der KriegSgesell- chaften muß endgültig aufgeräumt werden. Dem Großhandel nmh Gelegenheit gegeben werden, )urd) feisten Wagemut und feinen Kredit unsere auswärtigen Handelsbeziehungen wieder aufzu­nehmen. der Kleinhandel und das Kleingewerbe müssen vor den wirischaftSseindlichen Kommuna­lisierungsbestrebungen geschützt werden. In der Beamtenfrage erläuterte der Referent die Notwendigkeit der Aufstellung einer der Zeit angepaßten OriSllasseneinteilung und im allge­meinen eine Beendigung der Zrllck/agSwirtschaft und Gewährung wir.l ch auskömmlich r Gehälter; auch Altpensionären unb Rentnern muß man ein Lkistenzminimum sichrrn. Der Wissenschaft müssen die Mittel bereitgestellt werden, um ihre Sinrichtungen erhallen zu können. Für das Handwerk ist zu sordern eine neue Gewerbe­ordnung unb ein Reuausbau aus der Grundlage >er Fachorganisation. Die Lehrlingsausbildung muß als Ei-ziehungSverhältnis erhalten bleiben und darf nicht zum Lohn- ober Tarifverhältnis herabfinien. Der Redner schloß mit der Auf­forderung zum Zusammenstößen aller Stände zum Dohle des Ganzen. Don unten herauf muh unser Volk wieder erzogen werden zur Lichtung unb Ehrfurcht. Rach' em die A"w"s<mden dem Re- c cn.en u ch reiche D i'all eba -kt alten, erhielt ,um zweiten Vorträge Prosestor D. Schian das Dort. (Sr zeigte eingangs seiner Ausführungen, tote der jetzt neu zu wählende Hessische Landtag wohl du ch die ReichZversassung in seinen Rech en beschränkt sei, wie ihm aber aus «wichtigsten Ge­bieten so in der Verwaltung des Staates und der Finanzen, in Kultur- und Schulfragen immer noch genug zu tun übrig bleibe, um die kommenden Da' len alS etwas sehr Wichtiges erscheinen zu lallen. Vor allem bedeutet ja jetzt 2Dahl zum Landtag auch Wahl der Regierung, uno da dieser auch die geistige L itunq des Landes obliegt, ist es durchaus nicht gleichgültig, wie die Wahlen ausfallen. Was tut unS not? auf diese Frage gab der Redner folgende Ant­worten: Rot tut unS einmal nationale Würde. Hieran hat es in der letzten Zeit viel­fach bet unS gefehlt, Im Volke wie auch bei den Regierenden, waS der Redner durch Verlesen beispielsweise eines Auf'atzeS der amtlichen Darmstädter Zeitung" belegte, in dem anläßlich der Besprechung einer Regimentsfeier über das Eiserne Kreuz gehöhnt wurde. GS tut unS ferner not nationale Sammlung. Alle, die wis­sen und erkannt haben, daß eine Ration eine EchicksalSgemeinschaft ist, müssen sich in der Gegen- toart zusammensiirb-'n. Dabei muß man auch Opfer bringen können. Die Deutsche Dolkspartei ist, ohne irgend etwas an ihrer Lieberzeugung zu ändern, ehrlich bereit, auf dem Boden der Ver­fassung mthuarbeiten ba daS Wohl deS Ganzen c« so fordert. Zum Dritten ist uns not natio­nale Gerechtigkeit für alle Staatsbürger, auch die in der Minderheit. Hiermit verbunden ist die Forderung nach nationaler Frei­heit. nach Freiheit der Gedanken. Aemter dür­fen nut' nach der Parteigesinnung, sondern nach Fähigkeiten und Eignung besetzt werden. SS widerspricht der Gedankenfreiheit, wenn man von feiten der Regierung ver ucht, gerichtliche Tat­sachen zu verdunkeln, wobei beispielsweise an die durch nichts gerechtfertigte Entleimung des BildeS des letzten GroßherzvgS auS der Aula der Gießener Universität gedacht werden muß. Wir brauchen des weiteren nationale Ord­nung. in der Verwaltung deS Landes wie ber Finanzen. Unb wir brauchen endlich natio­nale Selbstbesinnung auf die eigene Pflicht jedes einzelnen StaatSbürgrs *ur Mit- arbelt am Wiederaufbau des Vaterlandes Als Glieder eines Volkes müssen wir uns fühlen und arbeiten in der festen Hoffnung auf ein Reucrblühen des Reiches. Rachdem lebhafterer Beifall auch Professor D. Schian getauft hatte, schloß der Vorsitzende, da eine Aussprache nicht zustande kam, die T-edammluno,

Wettervoraussage

Dunstig unb bedeckt, meist trocken, milder, südliche Winde. Dos skandinavische Hoch hat sich verstärkt. An der atlantischen Küste finit der Barometerstand. Aucknschende Wi de aus süb- llchen Richungen werden milderes Detter dringen.

Vornotizcn.

TageSkalenderfür Mittwoch: StadnHeater, 3Vi Uhr:Die Postmeisterin", 7 Ahr:Der Schwarzkünstler".

Konzertverein. Außerhalb des Rah­mens ter Abonrtementskonzerte veranstai.e: der Konzertverein am Freitag, den 18. Ro­vern b e r. abends 8 Ahr. ein Qonberf on- aert, für daS die von früher her bekannte Kammersängerin Fräulein Gertrud GeyerS- bach, >ur Zeit Mitglied deS Landestheaters in Wiesbaden, gewonnen wurde. Es ist die leftie Gelegenheit, sie vor ihrer Aebersisdeluna an die Wiener Hofoper, wohin sie durch Richard Strauß berufen worden ist. zu hören. Rach dem Vor­schläge der Künstlerin steht eine Reihe von Liedern aus der modernen Musikllteratur auf dem Pro­gramme, insbesondere von Mahler, Schrecker unb Korngolb wie sie in einer solchen Aus­wahl hier noch nicht »um Vortrage gekommen sind. Die Begleitung der Cuber har Kapellmeister Ro - ther Dom Laubestheater in Wiesbaden über­nommen, ber sich auch sollstisch durch den Vortrag neuerer Klavierwerke betätigen wird. Das Kon­zert verdient allseitige V^ach:ung und ein volles Haus, umso mehr ati der Reinertrag brr De - bächtniSspenbe für die gefallenen Angehörigen ber Universität zugute kommen soll. Eintrittskarten sind, wie immer, bei Ernst Ehallier ober abenbS an bec Kasse zu haben.

Der Gießener Sängerkranz wird auch in diesem Zahre tret) der großen Schwierig­keiten und außerordentlich hohen Kosten fein üb­liches Chorkonzert am Donnerstag. 24. Rvv.. in der 2Ii U abh. l ' n. <ur Auf rhrung gelangt _DnS Lied von der Glocke" von Schiller, für Soli, Chor unb Orchester, komponiert von Max Bruch. Von den verschiedenen Vertonungen der .Glocke" ist die von Max Bruch entschieden die hervorragendste, allerdings auch am schwierigsten ausführbare. Bruchs Meisterschaft im Chorsatz, seine Fähigkeit nicht nur schönklingend, sondern auch dankbar für die Srl.sten zu schiechen, kommt zur Vellen Geltung. Seine Musik ist volkstümlich in moderner Form ge­schrieben. Insbesondere die Chöre bieten in ihrer Lieblichkeit (..Denn mit der Freude Feierklai ge") und Feierlichkeit (.Heil'ge Ordnung ) sowie im Gegensatz dazu mit ihrer dramatischen Wucht ftFeuerchvr") prachtvolle musikali che Stücke Als Solisten sind gewonnen: Mari i Harfsen- Darton (Sopran), Hans Harfsen (Tenor), und Kammersänger Ernst Everts, sämtlich ans Köln. Die Al. Partie hat Frau Emma S ch u d t von hier übernommen.

Dante- Feier der Literarischen Gesellschaft. Am Tote i-Sonntag findet im groben Hörsaal der Un.b r.itat bu Geb ichtni^- feier der Literarischen Gesellschaft zum 600. Todes­tag DanteS statt. 3n allen Staaten ber Welt :r< daS Andenken deS großen Dichters feier­lich bega g: , u b In ihm der gewaltige Eth ker, erste ctzrinlla-e Denker, der Begr-ünber der Rena.fsance (ejeiert wo.den. Aber er i't u S noch mehr. G.rabe für u s ve Zeit bt er m.br wie der Dichter, der eine schöne Fabel dantellt. Die tiefste Hinsicht in die wahre Struktur der menschlichen Psyck/c, bas E lld.iS der Sinzel- leelc, die Hölle. Läuterung und alle Himmel in sich trägt, hat er unS enthüllt. Die Gesell­schaft war bemüht, zur würdevollen Ausgestal­tung der Feier ein sei .burcharbeitetes Programm aufzu st eilen und anerkannte Musit unb Vortratzs- Icäfte zu der Feier zu gewinnen. So hat in freundlicher Weife Opemsänge in Fräulein 31 c Wilsendorf auS Frankfurt die augenblicklich an unserem Theater gastiert und für das nächste Hahr bereits von einer größeren .Opernbühne verpflichtet wurde, ihr Mitwirken zugesagt, ebenso Herr Geheimrat Stetiger (Violt:e) u d alS Be-

die der der testen Tagung auf dem Hvhervdskvpf gefaßten Beschlüsse unb Vor'chläge des Hauptver- eins. Die Vecsammtung sprach 'ich für eine et­waige mäßigt Erhöhung dcS D<ittageS. nicht aber für irgend welchen 3toang zur Erhöhung und ebenfalls nicht für die Beitritts- unb Deinaas- psl.ch: famlltcher Familienmitglieder aus. An 6:cUe der »u rück tretenden Vorstandsmitglieder Vogel unb Meyer, denen D. H. E-Br uder Holzapfel für ihre verdienstvolle Tätigkeit herzlich dankte, wurden V.H. S.-Bruder Haas zum ersten Vorsitzenden. V. H E.-Bruder Roß zum Schriftführer unb V. H d.-Bruder Pflü­ger zum Rechner einst immia gewählt. Der iBan- derplan wurde für 1922 festgelegt, die Wegc- be>elchnung soll in unserem Bezirk erneut werden eine ^ugendg,ur»pe, der sofort eine groß« Anzahl Mitglie^r beitraten, wurde gegründet. Tie nächste Wanderung findet am 27 ds MtS. auf 11m- toegen durch bie Tobe ar. lagen nach Setters statt, wvteQst bei V. H E.-Dcuder Kühnle Einkehr ge­halten wird. /

Kreis ^ricvbcrg.

rm. Pvhiaöns. 15. Rov Gin schweres Autounglück ereignete sich auf tKr Straße nach Dießen. Das Auto des auS Pforzheim stammenden Besitzers, der auch selbst lenk e, übet* schlug sich an einer scharfen Kurve. D r Lenker wurde getötet, der Chauffeur tx.r.ent D e Frau und bt< Tochter des Besitzers tarnen mit dem Schrecken davon.

.äir'be unb ScfnJe.

)( Frankfurt a. TL. 15 Rov. Vesten, Rachmittag trat derHessischePfarrverein zu seiner zweiten Tagung In bleiern Hahr zusam­men, die von dem Vorsitzenden, Dekan 3 u b t (Planig) geleitet, von Pfarrer Fritsch (Rup­pertsburg mit Schris lefung unb Debet eröffnet würbe unb sehr zal l eich betucht war. 3m Ar schluß an den von dem DerbandSvorsitzenden gehal enen Vortrag über .Stellenbesetzung- sprach ber Pfarrvcrein zur Tcuregdung b efer wich ijen Frage sollende Wünsche aus: Das Wahl.^ht muß den Gemeinden, die eS haben, verbleiben; ProbepredigtkN der einzelnen Bewerber sollen auch in Zukunst unterbleiben, bie Hamen die dahin gcbni, daß bie P arrer endlich den ber Bewerber sollen in bestimmter 3ahl den Kirchenvorständen mUgeteilt werden; ein Drittel der ,u besetzenden Gemeinden soll jährlich durch die Kirchenbehörde allein nach Anhörung der Wünsche der betr. Kirchenvvrstände besetzt werden, in den anderen/, der ausgeschrie­benen Pfarreien entscheidet in erster Linie der Kirchenvorstand. <$in be timrnteS, alle befr.edegen- des Schema soll zur Renelunq dieser Frage ge­sucht werden. Aeber ,D e h a 11 i f t a g e n sprach Psarrer Wagner lDarmstadt). Rach lebhafter Aussprache unterstrich die Versammfung einstim­mig die Wünsche der letzten Hauptversammlung, die babingeben, vach die Psarrer enolich den Staatsbeamten mit gleicher akademischer Vorbil­dung gl-stchgestellt werden; jeder Geistliche soll einen Ci$j^ufctlag erhalten, die große Srannung zwischen den einzelnen Ort-Huschlägen soll besei­tigt toerben. Am ö Ahr wurde bie Versammlung geschlossen.

^Verd»ndheffifcherErsiehungS- vereine. Am 14. Rov tagte tn Frankfurt berTe ba ib hessi'ch r Örvielu gSvereine". D e Tagung war seor gut besucht 2Lle Er, ehungS- vrreine waren vertreten, ebenso waren zahlreiche Vertreter ber Kreis- und Städteverwaltungen erschienen. Der Dorfitzende keS Verba d S. De­kan R o e S ch e n aus 5reienf<-en. ermattete den RechenschastSbrricht. Dieser ergab ein erireuliches Bild und führte die menschenfreundlichen Bestre- düngen des Derband.S näher auS. Auch schöne Srsolge find ?.u ver^eick Gar mancher funge Mann ist wieder auf den rod)ten W:g gebracht, gar manches verloren? Kind ist gerettet worden. Besondere Sch vieri k it m cht edoch die Unter­bringung ber Pslegiinge Das P legegeld muh ber Zeit entspr^ch'ad erhöht werdei Man be­schloß. 600 -800 Mk. P l gogeld al jährlich und Stellung ber Kleidung zu bctotlhgen

gleitet am Flügel ist Herr Kaprllmetster Kntibel gewonnen worden. 3m Mittelpunkt ber Feier steht der Vortrag über Dante u. bie Rezitation auS seinen Werknn, bie von He.rn Dc. v. Fad re bu Faur in Ilcben6toürbigcr Weile über. ommcn wor­den ist. Wie fdyon so oft, sch?iit aut) diesmal bie immer strebsame Literarische Ge elllchaft toic- berum unseren ßti-ratur- unb Runftfreunben ei re ernste ab?t eindru k^v lle und germßreiche Ver­anstaltung zu bieten. iSiehe Anzeige. -

Anlagemufikam Donnerstag. Den 17. Rovember, von 121 Ahr (nur bei gün­stiger Witterung). 1. Armeemarfch Rr. 168, von C. Faust. 2. BrünhildenS Erwachen, aus dem Musikdrama:Siegfried", von R. Wag­ner. 3. Militärmarsch Rr. 1, von Frz. Schu­bert. 4. Fantasie aus der Oper:Die Zau- berflöte", von W. 21. Mozart. 5. Zweierlei Tuch! Marsch, von 21. Rust. Das Äoryert findet wieder amLiebigdenkmal statt.

Landkreis ^testen.

* Leihgestern. 15. 21dd. Heute hielt hier die Liga für deutsche Kultur den ersten Dorlrag für diesen Winter Dr. Falkenberg sprach vor 100 Zuhörern über die geschichtliche Entwicklung deS deutschen Bauernstandes. An­schließend wurden noch Lichtbilder über den FriedcnSvertrag aezrigt und erläutert. Vortrag und Lichtbilder sanden lebhaften Beifall-

Wieseck, 15. Roo. Am vergangenen LamStag veranstaltete ber Gesangverein Konkorbia einen Familienabenb, zu dem auch daS Männer-Quartett erschienen war. Da-geboten wurden Mufikvort äge, Ttzeater und Gesang. DeS 71. Jubiläums des Vereins wurde gedacht, und einige Mitglieder durch Diplome geehrt. Reichen Beifall fand das Theaterstück .HokuS-Pokus", um dessen Wiedergabe fich Emma Schwaz Otto Weller, Frl. Baller, M. tttzig, Berta Balser Karl Wagner und Karl Schorn der verdient machten. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.

KrciS Büdingen.

)( Ortenber a, 15. Rov. Mit dem brütigen Tage trat der an Stelle deS beurlaubten ArniS- gerichtSratS 211 w o h n ernannte Amtsrichter, Rechtsanwa't und Rviar Dr. T b u r n auS Lau.e.» bad), feinen Dienst am hie'iren Gericht an.

,( O v t e n b c r g. 15. Rov. Am vorigen Frei- taaabend fand in der Gastwirtschaft Beck die oies- jätzcige Hauptversammlung des hiesi­gen V.H. 0'. statt, die in Vertretung von D H. 15-Bruder Vogel geleitet wurde, gut besuch! war. Cin Dorgetrngener schriftlicher Belicht (etber am Erscheinen verhindenen V. H. E.-Bru- »rs HaaS unterrichtEte bW Versammlung über

(Bert aal.

Berlin, 15. Rov iWB 1 3m Reigen» Prozeß beantragte d.-r S.aatsantoalt gegen die Ang klagten Dir Itor ©labet u tb Frau Ev- I o l b t Gefängnisstrafen von je 4 Monaten, gegen bie übrigen Angrklagtm je 3 Tod.en Gefängnis, sowie 5reUbrcd"ang des Angellagten Reusch Die LlrteÜSverlünbung wurde auf SreUag früh festgesetzt.

Vermachtes.

Zwei Sllterzü''e zusammengesteßen.

Lüneburg. 15. Rov. (WTD.) 2ütf bei Strecke Lüneburg-Wittenb?rge stießen heut« vormittag zwei Güterzüge zusammen. Der von Dannenberg kommende Gütsrzua lief zwischen den Ortschaften Hitzacker und Dan. nenberg ouf den auS der entgegengesetzten Richtung kommenden Düierzug auf. Bisher wurden zwei Tote und fünf Verwun. dete ermittelt. Der Schaden ist beträchtlich; ein Wagen geriet in Brand. Die Verwundeten wurden mittags mit einem Sonderzuge nach Lüneburg gebracht.

Plünderungen von t?eben»mittc(gcfttfleiL

Berlin, 15. Rov. Heute vormittag wurde in R e u k ö l l n eine große Anzahl L e bensmittelgeschäfte von ArbeitS- losen geplündert, die plötzlich in einer Truppe von 150 bis 300 Männern unb Frauen aus verschiedenen Straßen auftauchten. Die Menge drang in die Lebensmittelgeschäfte ein und raubte Butter, Margarine. Käse, Siet usw. Die Geschäfte konnten wegen des über­raschenden Auftrciens der Truppe nicht recht« zeitig von der Polizei geschützt werden. Zabl- reiche Reuköllner Geschäfte haben infolge bei Vorgänge geschlossen. Die Schutzpolizei Ber« linS entsandte starke Abtellungen nach Reu- kölln.

Von Räubern überfallen.

Beuthen. 15. Rov. (Wolff.) HeutL morgen sind hier mehrere Beamte unb Arbei­ter, die 370 000 Mark LühnungSgelder nach dem Waßzverk DiSmarckhütte trugen, von Räubern überfallen worden. Ein Ar­beiter wurde zu Boden geschlagen und ein Ar­beiter durch einen Schuh verletzt. Die durch die Schießerei alarmierte Demeinbewache ver­hinderte den Raub. Gin Räuber wurde ver­haftet.