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1.7.1 f.

4.30

117,88 1477,

Handel

16.9,

Schweizer Franteo

Ar.

464,50 465,50

408,95

408,05

169,76 169,98

763,30

761.70

385.

399,

248,

719,

460,

450,

430,

Ar.

Ar. Ar

770,

565,

4,83

13,12

0,91

770,

410,

. 100 £.

Märkte.

Anordnungen des PvlizeicdcsS zu Was er ausgerichtet bat. ist noch

Saturn: 2Im|terMm

100

100

100

1

100

100

100

100

100

Kurs 12.9.

77,50

414,

795,

4.88

12,75 0,91

Kurs

15.9.

77,50

um 23 Käufy.

österreichische Kredithilfe.

15. Sept. (WTB.) Der Nationalrat

Briefkasten der Redaktion.

Sm Invalidenrenltnempsänger. Alle Einsen­dungen müssen zu unserer Kenntnis (nicht immer aut Veröffentlichung) mit Namen versehen sein. 3bte Einsendung ist aber auch deshalb unver­wendbar, weil sie für eine politische Partei Pro­paganda macht.

15.9.

5,32

2,90

5,25

128.85

469,50

408,05

109,64

9,72 131f4O 20,53

Ar. = Ar. Fr. £ = ß. -

182.50

5.35 0.475 6.95

49.10

21.56 24^0 tO.SO

1.10

581 -

2.50

5 -

129,15 470,50 408,95 109,86

780,80

100 FI.

100 Mi.

Sh. 97,8)

Fr 125,4) » 23,8)

führung der veranlassen, unbekannt.

Die

W i e n,

fpd. Voll der Mosel, 15. Sept. Stn. mangelhaft beleuchtetes Auto überrannte bei Scheidt in rasender Fahrt zwei junge Mäd­chen, die tödlich verletzt wurden. Der Kraft- Wagenführer lieh sich durch das Hilsegeschrei der Verwundeten und anderer Personen nicht im mindesten stören und raste davon.

London

Neuoork . . ..

Parte Schweiz Spanien . . . . Wien (altes). . Deutsch» Oesterr. Prag......

Budapest. . . . Bulgarien . . . Konstantinopel.

5,25 2,92

5,15 76,-

4,30

238 - 239,-

600'- 677 - 777,50 600 - 480 - 810*- 550 ~

Drüssel-Antwerpen . Christiania Kopenhagen Stockholm helsingfors Italien

Kirchliche Nachrichten.

(7stael.NeligivnSgemeinde. Gottes­dienst in der Synagoge (Sud-Anlage). Samstag, 1t. Sept. Vvrabd. 6.15. Mvrg. 8.30. Abds. 6.45 und 7.25 Ufa.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Keine Rückkehr Kahrs.

Berlin, 15. Sept. Wie die Blätter aus München melden, hat die Bayerische VvlkSpartei gestern zwei FxaktionSsitzun- gen abgehalten, von denen die zweite noch in den Abendstunden andauerte. Nach dem Er­gebnis der Beratungen könne schon jetzt mit Bestimmtheit darauf gerechnet werden, daß die Bayerische DolkSparici an v. Kahr nicht mehr mit dem Ersuchen herantreten wird, auf sei­nem Posten zu verbleiben. Da auch die Demo­kraten sich an einem neuen Kabinett Kahr nicht mehr beteiligen würden, sei also schon jetzt mit Sicherheit zu sagen, daß eine Rückkehr Kahrs nicht mehr erwartet werden kann.

Die München-AugSburger Abendzeitung will aus Berlin, wie sie sagt, von ganz zu­verlässiger Seite gehört haben, daß die preu­ßische Regierung durch den Ministerpräsiden­ten Stegerwald die von der bayerischen Regierung und vom bayerischen Landtag for­mulierte Forderung auf Aenderung der Ver­ordnung des Reichspräsidenten vom 29. 8. auf das wärmste unterstützt habe, so daß Preußen und Bayern in der Frage der Ver­ordnung eine Einheitsfront bilden.

Polnische Gewalttätigkeiten.

Hindenburg. 15. Sept. (WB ) In Bis- lupitz sollte am 12. September vormittags 11 Ufa die vom Führer der oberschlesischen Polizei, dem italienischen Obersten Pesenti, ungeordnete Auf­lösung der Gemein de wache criclqen, die fast nur aus Polen und zum gröberen Teile ans ehemaligen Aufständischen besteht. Um die Auflösung zu verhindern, sammelte sich vor dem Gemeind^ause eine Menge von etwa 200 grotz­ten teils bewaffneten Leuten an. Die Leute ver­langten, dah der Gemeindevorsteher sofort sein Amt niederlege. Er und die deutschen Beam­ten der Gemeindeverwaltung wurden gezwungen, das Rathaus zu verlassen. Der Geineindevor-

Wechsel auf

Holland

Deutschland Men........

Prag........

Daris........

London Italien Brüssel Budapest Neuyord Agram . . .

Bukarest......

59,23

88,83

117,80

88,8)

Datum:

Zürich . . . Amsterdam Aopenhagen Prag. . . . Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . Neuyark. .

Kurs 12.9.

77,50 76,50

77,25 65,-

257,- 390,50 323.- 278,- 261,- 250, 255,- 245,75 724,- 595, 660,- 783,- 590,- 470,- 795,- 560,- 503,- 450,- 420,50 725,- 368,- 780,-

449,25

65,50

Frankfurter Schweine- und Kleindiehmarkt.

Frankfur t a. M.. 15. Sept. Der Kleinvieh- marft wurde bei lebhaftem Handel geräumt; Schweine hinterliehen be* gedrücttem Handel Lieberstand. Aufgetrieben waren 864 Kälber. 854 Schafe und 693 Schweine. An Preisen wurden an­gelegt pro vjentner Lebendgewicht- Für Kälber (beste Qualitäten) 850 bis 950 NIL. für Kälber (mittlerer Qualitäten) 750 bis 850 Ult, für Käl­ber (geringe Qualitäten) 650 bis 750 Mk., für Hammel 300 bis 500 Mk. für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1000 bis 1200 Mk., ür alle schwereren Schweine (einschl. bester Quali­täten) 1300 bis 1400 Mk. Außerdem wurden 43 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stall- Preisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichts­verluste, Spesen und Händlergewinn in sich chliehen.

182.25 5.30 0.475 6.95

40.10 2L50

24.30

40.50

1.15

530.- 2.40

4.70

Phönjx-Dergb.Akt . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Eleutr. A. (k.G.....

Schuckerl-Werke. . . Felten-Euill-aum«. . Daimler Bub.- (Eifen®. Akt. .

Züricher Devisenmarkt.

15.9.

nahm in allen Lesungen einen vom Finanzaussciulft beschlossenen Gesetzentwurf an, durch den das Suds des im Oktober ablaufenden Dudgetprvvi-

vriums bis Ende 'Dc^embei- verlängert wird. Zu Beginn der Sitzung belichtete der Finan z- minister über seine Reise nach Paris. London' und Gent, wobei er neuerlich einen günstigen Staub' der Kreditaktien feftgeftellt habe Bezüglich der AufschiebungdesGeneralpsandrech- tes du rch Amerika erflärte er, es fei möglich.

15.8. 77,50 76.05 78,-

65,40 243'-

376, _ 318,50 269,-

256, - 228,-

241,50 238,84 671,-

607,- 675,-

785,- 595,-

500,- 810,- 540,-

480,- 478,

450, - 690,- 350,-

760,- 436,-

65,25 460,-

Satum:

»'/. Dtsch. Ariegsant. 4e/0 Dtsch. Rerchsanb 37, Dtsch Neichranl. 4 7, Preuh. Aonsols Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto.Tesellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mttteld. Creditbank. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch.Guhstahlwerl. . D.-Luxemb. Berg®.. Belsenkirch. Berg®. .

10,18 10,22 9,68

132,85 133,15 131,10

21,97 22,03 20,47

dt. Worm s, 15. Sept. Ein Preissturz ist für Birnen eingetreten. Die Birnen, die bisher mit 100 Mark der Zentner bezahlt wur­den. kosten jetzt 45 Mark der Zentner - Der erste Ferkelmarkt in Eich brachte eine gute Anfuhr. Die herrschende Kattoffelknappheit bat eine geringe Nachfrage zur Folge. Für Ferkel wurden 5070 Marl das Stück bezahlt.

779,20

1893,101896,901883,101891,90

1418,551421,45 1423,551426,45

Harpener Bergbau .

Oberfchles. (Eifenb.-B. 551,50

Oberfchlef. lkifenind. .

vergehens 2 Monate 2 Tage Gefängnis, nnr Be­teiligung an dem Diebstahl war ihm nicht nach- zuweisen.

2luf die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde em Urteil des Schöffengerichts Friedberg aufgehoben, das den Bahnwärter H. W. Sch. in Kaichen wegen Gebrauchsmittelentwendung fUebertrctung) zu 150 Mk. verurteilt hatte, weil er von einer in der Nähe seines Wärter-Hauses liegenden Wiese eine nicht unbeträchtliche Menge Kleeheu entwendet hatte Die Strafkammer er­kannte wegen Diebstahls auf zwei Wochen Gefängnis. , ...

Die Kath. Kl. Ehefrau in Höchst a. b.JEiböer war wegen Diebstahl- von 2 Rin. Eichen-Scheitholz auS dem Altenstädter Markwald zu Gefängnis verurteilt worden. Ihre Berufung war insofern erfolgreich, als sie mangels ausreichenden Be­weises nicht wegen Diebstahls, sondern wegen Fvrftpolizei-Uebertretung (>fafaen einer frem­den Nummer) zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt

^Freisprechung erzielte auch der A M. in Michelbach dem gleichfalls ein Holzdiebstahl aus twm benachbarten Maibacher Staatswald zur Last gelegt war.

Frankfurt a. M.. 16. September.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Brief

14. Sept 15. Sept.

Notterb. 3439,05 3445,95 3426,55 3433,45 766,70 768,30 749,25 760,75 1408,55 1411,451408,55 1411,45 1933,05 1936,951933,05 1936,95 2367,60 2372,40 2367,60 2372,40 ---- ---- 129,60 129,90

Vermischtes.

fpd. Gotha. 15. Sept. Ein eigen­artiger Streik ist an der hiesigen Ober- realschule ausgebrochen. Die Schule wurde schon seit einiger Zeit mit schlechter Tinte be­liefert, so daß die schriftlichen Arbeiten der Schüler den Eindruck erweckten, als ob sie mit . Bleistift geschrieben seien. Die Korrek­tur der Arbeiten machte den Lehrern viel Verdruß, und sie versuchten wiederholt, eine Besserung zu erwirken. Da aber alle Vor­stellungen ohne den gewünschten Erfolg waren, beschlossen sic im Einverständnis mit der Di­rektion der Schule, bis zur Lieferung brauch­barer Tinte keine schriftlichen Arbeiten wäh­rend des Unterrichts mehr anfertigen tzu lassen.

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

1-Uhr- 1-Ufa- Schiust- Schlust- - ' Kurs

Berlin, 15 Sept. B ö r s e n sti m m u n g s- bild. Die Wa-nahmen des DvrsenvvrstandeS hatten offenbar uen Erfolg, dast der Börsenver­kehr in geregelte Bahnen einlenkte Das Geschäft war, abgesehen von den am Markte amtlich nicht notierten Werte im großen und ganzen ruhiger Die ersten Kurse zeigten große Unregelmäßig* feiten in den Veränderungen gegen Montag. Das Privatpublikum war vorwiegend als Verkäufer am Markt, während sich die berufsmäßige Speku­lation aufnahmeluftig zeigte. Anregung hierfür gab die starte Nachfrage nach oberschlesifchen Wer­ten auf Gerüchte von finanziellen Transaktionen, ferner die mehr als lOOprozentige Steigerung der Goldschmidt-Aktien auf angeblich Höhere Ver­wertung eines Patentes. Meinungsraufe zu bc- ' deutend steigenden Kursen erfolgten in ewigen Industriewerten, wie z. B. Bing, .^heinstahl. Rombacher, Deutsch-Luxemburger uno Phonir- altien. Untcrftünt wurde die Kauflust durch neuerliches Anziehen der Devisenkurse gegenüber einer annehmlichen Abschwächuna am Vormittag. Dalutapapiere. insbesondere mexikanische Anleihen standen beträchtlich hoher, z. T. über 100 Proz.; zproz Mexikaner gewannen sogar 215, griechlfche Anleihen etwa 50, Eanadas litten aber unter Realisierungen. Deutsche Petroleum-Aktien wur­den gleichfalls lebhaft zu höherem Kurse gekauft. Banken abgeschwächt, nur Berliner Handelsge­sellschaft behauptet. Schiffahttsattien im Einklang mit Hamburg niedriger Am Anlagemarit wenig erhebliche Aenderungen. Martt ungleichmäßig; ungarische Anleihen beseitigt. Die Börse schloß bei ruhigem Geschäft fest, besonders Harpener waren begehrt und hoher-. Am Anlagemarll flie­gen deutsche bundesstaatliche Anleihen teilweise ' ~ Prozent, angeblich auf amerikanische

st eher fuhr nach Hindenburg, um dem Krei-kmi» trolleur, dem französischen Major Landrot. Be>» richt zu erstatten Dieter begab sich in Beglei­tung deS Gemeindevorsteher- und eines franko* hüben Offiziers nach Biskupiv. Der Wagen tourbe iebod) am Eingang der Ortschaft von einer Bande von etwa 25 bewaffneten Polen angehakten, die den Gemeindevorsteher; nicht in den Ort hineinlasi-n wollten Dieser mußte deshalb mit dem französischen Offizier nach» Hindenburg zuruckkefaen, während der KreiSkon» trolleur zu Fuß nach Biskupitz bineinging Aus- gerichtet bat er bisher nichts Die botnifdie Ge- meindcwacde bestellt noch heute. Der Gemeinde- Vorsteher kann immer nod> nicht nach Biskupist zurücklefaen. Sein Am: übernahm der stellver- irelende polnische Gemeindevorsteher. Am 14. 9, war ein voin Obersten Pesenti entsandter ita­lienischer Offizier in Biskupitz. um die Durch-

Aus dem AmtSverkündigungsblatt.

DaS AmtSverkündigungsblatt Qlr 132 vom 15. September enthält: Landtags- Wahl 1921 Viehseuchen. Ausführung des ötnfrmmcnflcuergefet)c6. Kreisstrastenwalzun- geii - Dampflast züge. Kontrolle über Bäckereibetriebe. Feldbereinigungen zu Men­dorf a. d. Lda. und Lumda. Dienstnachrichten.

Unter den Rindviehbeständen in Rodheim a. b. Horloff ist ber ansteckende Echeidekatarrh fest gestellt worben.

In der Gemeinde Reuters (Kreis Lauter­bach) ist die Maul- und Klauenseuche amtlich fest- gestellt worden. Die Gemeinden und Gemarkun­gen Drauerschwend und Heraersdors (KretS Alsfeld) wurden zum DeobachtungSgebiet erklärt.

Die Ausführung beS Ginkvmmen- fteuergefetzeS Nach den AuSlührungSbe- ftimmungen zum Einkommensteuergesetz hat die Gemeindebehörde ein Verzeichnis derjenigen na­türlichen Personen anzulegen, die in dem ®e- meirb bezirk eigenen ober gepachteten Grundbesitz ober eine gewerbliche DetriebSstätte haben, aber an einem anderen Orte des Reiches wohnen oder, ohne einen Wohnsitz im Reich zu haben, an einem anderen Orte im Reich bereits zur Einkommen­steuer veranlagt worden waren. Aus diesem Ver­zeichnis bat bte Gemeindebehörde für jede in Be­tracht kommende Person dem für den inländischen Wohnsitz ober BeranlagungSort zuständigen Fi­nanzamt vollständige Auszüge mitzuteilen. Die Vordrucke werden den Gemeindebehörden von den Finanzämtern zugeschickt

Die KreisstraßeGießen Reiskir­chen" wird wegen Vornahme von Walzarbeiten von Km 3,00 bis zum Bahnübergang bis auf weitere« für jeden Verkehr gesperrt. Der Durchgangsverkehr wirb von Gießen über Rödgen, Großen-Duseck und umgekehrt geleitet. Die Sperre der KreiSstvaste »GießenSteinberg" wirb ans gehoben.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt;

14.9.

daß Oesterreich, der Anregung des Finanzamtes des Völkerbundes folgend, sich durch Entsendung einer besonderen Kommission nach Washington an. Ort und Stelle bemühen werde Es werde aber nach wohl informierten Versicherungen seh' wahr­scheinlich lein, daß die Nachricht über die Aus- schiebung des Generalpfandrechies einttesfe, bevor die Regieiung noch den Beschluß über die even­tuelle Absendung dieser Kommission gefaßt habe. Für den Fall des Beitritts Amerikas sichere sich, das Finanzkomitee die Mitarbeit de« sührenden amerikanischen Bankhauses, so daß auch in dieser Beziehung eine neue Bürgschaft für die erfolgreiche Fortführung der- Kredirattiou gefichert sei. Un-i abhängig von der Mion des Völkerbundes werde Oesterreich von verschiedenen amerikanischen Fi- nanzkousortien ein sehr weitgehendes Anerbielen- bezüglich einer Kredithilse gemacht. Auch diese Projekte würden erst nach Aufhebung des General-^ Pfandrechtes aktuell werden. Die vielen Angebote^ die durchaus ernst zu nehmen seien, zeigen, daßk die Auffassung folgerichtig sei, daß fich die nötigen Kredite für den Wiederaufbau Oesterreich« auf­bringen lasten.

Die Verhandlungen mit Irland.

London 15. Sept. (WTB.) Reuter meßet aus Dublin: Die Tatsache. daßdeValera nicht zu den Bevollmächtigten des Dail Cireann bei den Verhandlungen mit der britischen Regierung! gehört, hat einige Ueberraschung hervorgerufen. ES scheinen hinsichtlich ferner Gewandtheit al«? Unterhändler verschiedene Ansichten zu bestehen^

Englische KrregSschisie nn Bosporus.

Paris, 15. Sept. (WTB.) Dach einer Blättermeldung au« Konstantinopel Ifö ein englisches Geschwader, bestehend. auS fünf Kreuzern und 10 TvrpedobootSzer-z störern, im Bosporus eingettoffen.

Der Generalstreik in Nordsrankreich

Roubaix. 14. Sept. (WTB.) In Rou­baix und Tvurcoi n g nahmen heute morgen die Bäcker die Arbeit wieder aus. Sonst ist die Streiklage unverändert. Dis 10 Uhr mar in beiden Städten alle« ruhig. Die Streckenden begcben sich in großer Anzahl zu den in Roubaix und Tourcomg veranstalteten Versammlungen, in denen die Delegierten der Gewerkschaften über ihre Unterredung mit dem Arbeitsminister Be­richt erstatten.

Havas meldet aus Roubaix: Die Fabriken und die städtischen Gas- und Wasserwerte wer­den von Militär bewacht. Die Bäcker, welche die Erlaubnis zur Arbeit erhielten, geben 25; Prozent ihre« Lohnes an die Streiktasse ab. Heute vormittag fand eine Versammlung der

' Streikenden gegenüber der Arbeitsbörse statt, nach welcher die Teilnehmer in mehreren Gruppen durch verschiedene Stadtviertel zogen.

Der Daute-Taq.

Rom. 15. Sept. (WTB.) Der König rid> i tetc au« Raccvnigi an den Bürgermeister von R a- ; venna, wo sich das Grab Dantes befindet, - eine Kundgebung, in der er feine Verehrung für : Dante ausdrückt und darauf hin weist, daß Ital.- u - nach jahrhundertelangem Harren seinen Macht- , bereich bis zu den Grenzen erstreckt habe, die Dante vorausgeahnt habe.

Adlerwerke 440, 47.Hess.Staatranl. . (Elektron (Briest)eia .,

Rüdiger bückte sich plötzlich und hob eines I bildet, die do« Tal hier abschlossen. Sie war_ eng der schwarzen Steinchen auf. Der tiefschwarze und zog mit einem ganz schmalen Fußsteig längs

Glanz und der muschlige Bruch waren ihm aus­

gefallen.

..Woher haft du dir denn die Dinger zuge­schleppt?" fragte er »Da mußt du ja recht weit gelaufen sein Oder gibt es hier in der Nähe

Die Nothersteins.

Roman von Erich Ebensteiu. Copyright 1919 by ©reiner & Comp., Berlin W 30. 55. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Der Meierhos lag am Fuß des Bichel bei ges, aus dem sprödes Derggras mit nalten Schiefer- Vlatten und zausigen Baumgruppen wechselten.

Eine Anzahl Schafe trieb sich darauf her um Unten gab es einen Streifen guten Wiesen- bodens längs eines Baches, der zur Not ein baut Kühe ernähren tonnte. Die Gebäude selbst waren in trostlosem Zustand, das Haus baufällig, wie große Sprünge in demselben zeigten, die Stalle strohgedeckt und nur aus Holz

Während Rüdiger mit den Pächtersleuten 'prach. die ebenso verwahrlost und unkultiviert aussahen, wie ihr Heim, überflog fein Blick dies alles prüfend.

Nein, da war wirklich nichts zu machen.

Er mußte im stillen lächeln, als er an Do- Idee dachte, diese Ruinen mit Frau Wenk be­wirtschaften zu wollen Nicht einmal trockenes Brot hätten sie sich dabei herausgewirkschastet.

Dann fiel sein Blick zufällig auf die beiden Knaben der Pächtersleute, die neben ihm aus Sternchen Figuren auf den Boden legten.

Das Spiel erinnerte ihn an die eigene Kind- ocit und interessiert sah er eine Weile zu. Sie machten ihre Sache sehr nett Besonders der ältere Knabe, der schon in die Schule ging, schien viel oirni für Formen zu haben. Er hatte aus schnee­weißen Bachkieseln und kohlschwarzen Steinchen ein sehr nettes Muster gelegt und schielte nun scheu zu dem fremden Herrn empor, als er merkte, daß man ihm zusah.

Hochöfen T

Der Pächter verneinte. Es gab überhaupt keine Häuser in der Nähe des Bichrlhofes. Dio schwarzen Dinger lägen im Bach, aus dem sie die Kinder zum vpielen holten.

»So? Darm muß der Bach jeden soll« in seinem Lauf an einem Gewerk vorüberkommen, wo man mit Anthrazit heizt.' meinte Rüdiger.

Der Pächter wüßte nicht, was Anthrazit war Aber er versicherte, daß sich am ganzen 'Bach - laus "bis zu dessen Ursprung fein Haus befinde und es Gewerke überhaupt nicht gäbe in der Gegend. Der Herr Gras könne sich leicht selbst davon überzeugen, denn der Bach entspringe an der rückwärtigen Seite des Bichelberges, fließe dann durch eine Schlucht und wende sich am Ende derselben wieder rechts gegen die Ebene. In einer Stunde sei man bei seinem Ursprung.

Rüdiger hörte den Bericht kopfschüttelnd an. Nach seiner Ueberzeugung war das Stück, das er in der Hand hielt, zweifellos Anthrazit. Wie aber kam dieser in den Bach?

Die Sache interessierte ibn lebhaft. Er ließ sich am Bachbett beweisen, daß in der Tat ähn­liche Stücke darin lagen, und beschloß bann, dem Bach lauf zu folgen. Die Begleitung des Päch­ters lehnte er ab

Der Lauf des Daches beschrieb ungefähr einen Halbkreis um den Berg. Di- Scküuchr. durch die er führte, wurde einerseits vom Bichelberg, an­dererseits von den Ausläufern des Gebirges gc-

des Wassers.

An mehreren Stellen, wv Rüdiger das hier steile Ufer hinabkletterte, um dicht an das Wasser zu gelangen, konnte er sich überzeugen, daß auch hier vereinzelt solche Steinchen lagen.

So mochte er etwa breioierteT Stunbcn ge­wandert sein, als von rechts den saft senkrechten Abhang des Bichelberges herab ein wasserfall- artiges Rinnsal seine Aufmerksamkeit erregte. Buschwerk verdeckte seinen Ursprung und teilweise auch seinen Lauf. Offenbar war es ein zweiter Quell, der hier in den weiter oberhalb entsprin­genden Hauptquell mündete.

Aber nicht bas fesselte Rüdigers Blick, son­dern eine kable Stelle ziemlich weit ob. die wie eine breite wagerechte Wunde den Hang quer durchschnitt. Sie mochte etwa zwanzig Meter lang sein, hatte oben einen scharfen, über hängenden Rand und war offenbar durch einen Erdrutsch entstanden, denn das Buschwert darunter sah wie zusammengeschoben aus. Das Merkwürdigste war, daß sich gerade darunter, ehe der kleine Wasser­lauf in den Bach mündete, eine ganze Ablagerung der schwarzen Steinchen befand, wodurch das darüberlaufende Wasser wie Tinte aussay

Rüdiger betrachtete sich die Sache kopf­schüttelnd, während eine gewisse Erregung sich in seinen Zügen zu spiegeln begann.

Dann kletterte er den stellen Hang empor. Als er nach einer Stunde wieder unten anlangte, setzte er sich schweratmend auf den nächsten Baum- flrunt und starrte aufgeregt vor sich hin. Sein Gesicht glänzte von Schweiß. Rock und Hände waren schmutzig von Erde, die feinen Stiefel durchnäßt und seine Talchen schwer von Stein- proben, mit denen er sic vollgepfropft hatte,

Mer er achtete gar nicht darauf, sonderir fuhr sich mit der beschmutzten Hand mehrmals über die Stirn, als wolle er irgendeinen phan­tastischen Gedanken, der darunter spukte, l^S werden.

Es war ja nicht möglich! Der Glückssali wäre zu groß zu unwahrscheinlich gewesen!

Und doch er trug die Proben in der Tasche! Es war reiner Anthrazit Und er hatte mft fernen eigenen Händen das Nest entdeckt, an­dern er stammte, das der Erdrutsch bloßgelegt hatte, und aus dem das Wasser nun die Kohlen­blende herauswusch

Auch die geologischen Bedingungen waren ja vorhanden Tonschiefer und Grauwacke m sisurischer Gebirgsformat'vn. Wenn der Flöz, den< er entdeckt hatte, nur einige Mächtigkeit befaß, so war Do eine reiche Frau, reicher vielleicht binnen kurzem, als alle RothersteinS zusammen .

Wie betäubt kehrte er endlich nach Monrepos zurück Frau Wenk erschrak, als sie ihn erblickte.

Um Gottes willen, Erlaucht sehen ja aus. als hätten Sie einen Unfall gehabt! Sind Sie gestürzt?"

Nein!" Rüdiger warf einen flüchtigen Blick in den Spiegel.Ich Bin nur ein wenig am Wasser I>erumgeTIettert und habe mich habet be­schmutzt. Mer sagen Sie, Frau Wenk, wo könnte ich Denn rasch einen Wagen zur Station bekom­men?"

Erlaucht wollen schon wieder fort von Mon­repos?" fragte die Wirtschafterin beflür;/.

Nur für ein oder zwei Tage. Ich muß nach Wien und möchte den Abendschnellzug be­nutzen."

(Fortsetzung folgt)