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m. Jahrgang

Druck tutö Verlag- vrühl'sche Univ.-Vuch. und Stcinöruderei N. Lange. Schriftlettvng, Seschäftsstelle und vruckerei: Zchulftrahe 7.

Aktiengesellschaften und ihre I

©CWinnpOlinR. > forderlichenBeträge zurückgestellt werden müssen, ist

_ . _ , .. ihm rum großen Teil (bis 60 und 70 Prozent) weg»

In derReichsmdustrie", Nachrichten des Reichs» Qeueuert morden! Damit diese Gefahr vermieden wird,

Berlin, 15. Sept. (WTD.) Unter dem

29. August.

lich über

In der

»sm Rest nach dem Normalsatz der Einkommensteuer. . .

gesteuert worden! Damit diese Gefahr vermieden wird, ist cs unbedingt notwendig, daß neben den normalen Abschreibungen auf Kraftanlagen, Arbeitsmaschinen und sonstige Apparate, soweit sie aus der Zeit des höheren Geldwertes stammen, ein besonderes Werk» erhaltungskonto ((hmeueningsfonbs) gebildet wird, welches steuerftei bleiben must.

nationalen Abgeordneten unter Anführung eines Riesenmaterials zu antworten, das §eige, auf welcher Seite die hetzerische Tätigkeit liege. Daß aber die Verordnung des Reichspräsidenten un­möglich zu Gewalttätigkeiten aufhehen könne, be­weise der ruhige Verlauf der im ganzen Reiche nach der Ermordung Erzbergers erfolgten De- monftrationell. Auch sei die Behauptung Hergts

Ansicht mundtot gemacht werden, sondern du Aufforderung zu Mord und Gewalttaten soll' verboten werden. Auch die Verantwortung für das Verbot zum Tragen der Uniform übernehme der Reichskanzler vollkommen. Es softe damit nicht die Tradition deS alten Heeres verunglimpft werden, davon sei der Reichskanzler weit entfernt. Aber die Uniform des ehrliche,' deutschen Soldaten sei zu schade, alS daß sie zu Parteizwecken mißbraucht werden dürfe. Auch bei herausforderndem Tragen ter Uniform in jener erregten Zeit nach dem Erzbergermordc ict persönliche Gefahr vorhanden gewesen, der man habe vorbeugen müssen.

In der

Rede deS bayerischen Gesandten,

zreitag, \b. September Ml Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerdindlichKett Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv 34mm Brette örtlich 40 Pf., auswärts

Vorsitz des Reichskanzlers haben in letzter Zeit mehrere Aussprachen mit den Präsidial­mitgliedern des Reichsverbandes der deutschen In du st ri c und mit den Vertretern der Dan­ken stattgefunden. Gegenstand war die ernste finanzielle wirtschaftliche Lage des Reiches. Don allen Seiten wurde der gute Wille betont, praktisch und mit besonderen Opfern an dem Problem mityitoirten und dem Reiche die Zur Erfüllung seiner Verpflichtungen notwendigen Mittel zu beschaffen. Die Verhandlungen sind auf diesem günstigen Boden des Verständnisses und des Entgegenkommens weit fortgeschritten. Um zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen, bedarf es jedoch noch der Fühlungnahme mit weiteren produktiven Ständen des deutschen Wirt­schaftslebens. Rachrichten, welche über diese Ver­handlungen in der Oeffentlichkeit verbreitet tour- i den, sind im wesentlichen Vermutungen und Be­hauptungen. Die Besprechungen, die zu den to i ch- ltigsten politischen Diskussionen ge-

salsch. daß durch die Verordnung die Exekutive der Länder ausgeschaltet sei. In den Aus­führungsbestimmungen der Derordming sei aus­drücklich vorgesehen, daß für die Befugnis des Vollzugs außer dem Reichsminifterium des In­nern auch "bie Ortspolizeibehörden und die ihnen vorgesetzten Polizeibehörden, also Landeszentra^ behörden. zuständig seien. Der Reichskanzlei vr- tonte ausdrücklich daß er die volle Ver i nt» wortung für die Verordnung übernehme Richt der Reichspräsident sei dafür verantwortlich, I -> v dern lediglich der Reichskanzler und die Reichs­regierung Die Angriffe der Rechten gegen die Verordnung seien ganz verfehlt. W) sei je in einem Lande der Opposition, die mit solchen ver­werflichen Mitteln der Verhöhnung und Brr-

Aussprache

kritisierte D r a u n - Düsseldorf (Soz.) eingehmid die Ausführungen Hergts (D.-R.). Im Laufe der weiteren Beratung führte Drüninghaus (D. Vpt) aus: Die Debatte brachte eine innere Be­ruhigung des Verhältnisses des Reiches zu Bayern nicht. Der Redner beklagte, daß nicht gleichzeitig mit dem Verbot des Tragens der Uniform die Ausführungsbestimmungen herauskamen, wodurch sich manche Erregung hätte vermeiden lassen. Der Reichskanzler et Härte, er sei Drüninghaus sehr dankbar, daß dieser noch die Frage ber natio­nalen Gedenktage und die Frage über das Tragen der Uniform des alten Heeres vorgebracht habe. Et habe eine Zeitung vor sich in der in Bayern eine Sedanfeier in öffentlicher Versammlung durch die deutschnationale Dolkspartei geschildert werde. Dort sei General Krafft v. Delmersingen als Red­ner aufgetreten, ein Mann, von dem man meinen sollte, daß er die Verantwortlichkeit kennt, unter per er stehe, wenn er eine öffentliche Rede hält Die Rede des Generals sei jedoch erfüllt mit wüstester Verhetzung gegen die Reichsregierung und gegen die Träger der Staatsgewalt. Der General sagte u.a.: In den Männern, die heute an -er Spitze des Reiches stehen, könne er nur die Abwickelungskommission für die einträg­lichen Geschäfte des Weltkriege« sehen (Bewegung), die Gerichtsvollzieher des Königs Mammon i Und über die Flagge des Deutschen Reiches sagte der General: Was wir heute als des Reiches Banner führen, ist uns verhaßt, nicht, weil es das Symbol darstellt alter, längst erfüllter Ideale, sondern, well es in sich T>irgt den gelben Zuden- streifen" Was habe König Mammon, und was die Veränderung der Flagge mit der Feier des Sedantages zu tun? Können sich denn die Par­teien, die sich selbst national nennen, nicht klar machen, daß die nationalen Gedenktage keine Par­teitage sind, sondern bet stolzen Erinnerung des ganzen Volles gewidmet sein sollen? Es werde dem Reichskanzler zum Vorwurf gemacht, daß in­aktive Uniform träger durch das Verbot des Um» formtragens als Offiziere in ihrer Ehre gekränkt seien und daß insbesondere darauf hätte hmge- wirkt werden müssen, daß diese Kreise bet der Ausarbeitung der Lbisführungsbestimmungen mit beranzuziehen seien. Das sei geschehen. Das Ver­bot des Uniform tragend des alten Heeres wäre unbedingt notwendig gewesen. Dafür über­nehme er die volle Verantwortung. Klarstellen möchte er aber doch mit aller Deut­lichkeit, daß in Zukunft die Uniform sehr wohl an den ffsitionalen Gedenktagen getragen werden solle, nur müßten die zuständigen verantwortlichen Stellen bann in der Lage fein, einem solchen natio­nalen Gedenktage auch das notwendige Gepräge geben zu können. Solche nationalen Gedenktage dürften nicht nur von den Angehörigen einer Par-

bereits im nächsten Satz, wenn er Jagt, dah esnicht zu Unrecht gute Sitte geworden sei", auf Wertberich­tigungskonten, Erneuerungsfonbs nnd dergleichen diejenigen Beträge zurückzustellen, die zur Beschaffung der infolge der Geldentwertung bedeutend im Preis gestiegenen Neuanlagen dienen. Wie unerläßlich die Errichtung solcher Konten ist, lehrt das folgende Beispiel:

Wenn jemand eine zu Anfang des Jahres 1914 für 10000 Mk. angeschaffte Maschine besitzt nnd1 darauf alljährlich die übliche Abschreibung in Höhe von 10 Prozent des Anschaffungspreises vorgenommen hat, so stehen ihm nach Ablauf von 7 Jahren, also im Jahre 1921, zur Beschaffung einer neuen Maschine 7000 Mk. zur Verfügung. Aber die Anschaffungskosten der Maschine sind mittlerweile infolge der Geldent­wertung auf 200000 oder 250000 Mk. gestiegen. Läßt der Unternehmer es bei der 10 prozentigen Ab­schreibung auf den früheren Anschaffungswert der Maschine bewenden, so hat er im Zeitpunkt der (Erneuerung berfeiben statt den erforderlichen Be­trages von etwa 200000 Mk nur 10000 Mk. zu

her bayerischen Staatsregierung durch bas Reichsministeriurn ober b(c preußische S taa t Sreg ieru n g mit- teilen lassen müssen, bamtt diese den un­geheuerlichen darin enthaltenen Beschuldigungen hätte nachgehen können. WaS die Stellung des Iustizministers Roth anbelange, so habe dieser dem bayerischen Gesandten aus Befragen erklärt, daß er Kapitän Ehrhardt persön- ~ upt nicht kenne und >u ihm Ziehungen stehe. Don dem Augen-

Rach einer ausführlichen Rebe des bayerischen Gesandten P r e g e r. stellte der Reichskanz- l e r zunächst fest, bah nach der Auskunft des badi­schen Iustizministeriums die badischen Kriminal­kommissare ohne jede Schwierigkeit mit den bayeri­schen Polizeiorganen in der Mordsache Erzberger hätten arbeiten können, so daß alle derartigen Ge­rüchte in der Presse hinfällig seien. Was die Rede, des bayerischen Gesandten anbetreffe, so sei darin ein sehr beträchtlicher Sah ausgesprochen worden. Der bayerische Gesandte sagte: Das Empfinden der Dayern müsse zart angefaßt werden. Diesem Satze stimme der Reichskanzler durchaus zu und glaube auch, durch die bisherige Amtsführung bewiesen zu haben, daß er'diesem Satze in vollem Umfange Rechnung getragen habe. Aber er bitte dann auch daß die Rücksichtnahme gegenseitig geschehe. In der Hauptsache werde ja auch das. was in Dayern an Verhetzung geleistet werde, von landfremden Elementen betrieben. Doch könne der Reichskanz­ler die Auffassung der bayerischen Regierung nicht tellen, daß die ganze Sachlage des Ausnahme­zustandes zunächst ruhen solle, bis sich in Dayern ein neues Ministerium gebildet habe. Der Auf­schub bis zur Klärung der bayerischen Verhältnisse könne die Lage unmöglich verbessern. Es wäre bes­ser gewesen, wenn die bayerische Regierung zum mindesten ihren Gesandten beauftragt hätte, die offiziellen Desprechungen in Berlin weiter fort- zusehen. Daß der Ausnahmezustand In Bayern noch auf weite Zeit hinaus erstreckt werden solle, sei für die Reichsregierung unerträglich und es wäre auch wohl von der Deutschnationalen Par­tei taktisch nicht richtig gewesen, daß gerade sie sich zum hauptsächlichsten Verteidiger des bayeri­schen Ausnahmezustandes auf spielte. Dadurch wäre der Zweck des Belagerungszustandes zu deutlich gekennzeichnet worden. Der badische Gesandte teilte die Frage, allerdings ohne Auftrag nur ür seine eigene Person, ob die Reichsregierung nicht ohne weiteres die Forderungen annehmen würde, wie sie neuerdings von Bayern geltend gemacht seien. Der Reichskanzler erflätle auf diese vorläufige persönliche Anfrage, schon jetzt mit aller Bestimmtheit. Eine solche Hoffnung sei hinfällig. Es sei unmöglich, die bayerischen Forderungen in ihrem ganzen Umfange und ohne weiteres anzunehmen, denn das Ziel und die Richtung der Politik des Reichskanzlers sei die Aufhebung des bayerischen Delage- rungszuslandes. Gewiß gebe e& einige Punkte, über die man sich sehr leicht miteinander werde verständigen können. Der Hauptpunkt aber, die baldige Beseitigung des Belagerungszustandes in Bayern, sei das unumstößliche Ziel der Reichs- regierung Bei dieser Gelegenheit möchte der Reichskanzler betonen, daß er in Frankfurt niemals Aeußerungen getan habe, wonach, nach der Lösung der oberschlesischen Frage, das baye­rische Geschwür aufgestvchen werden müsse. Eine : derartige Aeußerung sei frei erfunden. Was , Hergt (Deutschnat.) zu der Verordnung des : Reichspräsidenten gesagt habe, stehe einzig da.

Hergt sei der Meinung, das Gehirn des ein- i fachen Mannes sei durch die Verordnung ver- i tourt und zu Gewalttätigkeiten aufgereizt toor- - den Er, der Reichskanzler, verzichte im Augen - i blick darauf, daß diese Behauptung des deutsch-

SO 'Pf.; für Reklame Anzeigen von 70 mm Breite 180PJ Bei Platz- Vorschrift20 .Aufschlag Hauplschnftleiter: Aug Doetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil i.D : Aug. Goetz: für ben Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dießen.

bah nach wie vor Kapitän Ehrhardt und aucy Die wersiicyen -unriem - -

sich w d-r l Auug urb^.KM X

ilmaeaenb von München aufhalten. Kapilan den wie m Deutschland? Zwei Zayre yav_ oie Ehrhardt geht i m P o l izeiPr ä s i diu rn! Reichsregierung diesen geradezu damoni-

auf die der Reichskanzler antwortete, heißt eS u a : Der Kanzler sei zu der Annahme berech­tigt gewesen, daß die bayerische Regierung nach dem Rücktritt Kahrs und bei Fortbestehen der Rumpfregierung Vertreter zu weiteren Verhand­lungen hätte nach Berlin schicken können. In­zwischen habe sich jedoch durch den Rücktritt des bayerischen Gesamtministeriums die Situa tion grundlegend geändert, denn nach der baye­rischen Verfassung führe das zurückgetretene Mi­nisterium lediglich die laufenden Geschäfte weiter und sei nicht in der Lage. Entschlüsse von hoch- politischer Bedeutung, wie sie hier notwendig seien zu fassen. 3u dem vom Kanzler verlesenen Bericht des Staatskommissars für öffentliche Ord­nung äußerte der Gesandte: Wenn dem Staatskommissar die Tatsachen, wie <ieindiesemDerichtbehauptetseien. bekannt waren, so hätte er sie sofort

in keinerlei Beziehungen flehe. Don dem Augen* blicke an wo Die Spuren nach München wiesen, sei alle« von den bayerischen Polizeiorganen auf­geboten worden, um das Verbrechen aufzudecken. Mich habe der badische Generalflaatsanwalt aus­drücklich den bayerischen Vollzugsorganen für die tätige Mitwirkung gedankt. Zu einem Eingreifen her Reichsregierung liege keinesfalls Anlaß vor. ganz abgesehen von der Frage, ob zu solch einem Vorgehen eine staatsrechtliche Handhabe existiere

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Der Siebener «nzetger mit der Dienstagsbeilage Sport Umschau* er» scheint täglich, außer Sonn» und Feiertags Monatliche Bezugspreise: Mark 5 - einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld Fernsprech-Anschlüste: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Ließen.

postschecttouto:

Zrankfnrt a. M. 11686.

nerbanbes der deutschen Industrie, lesen wir:

Unter dieser Überschrift findet sich imVorwärts" DOm 26. August eine Betrachtung, die sich mit dem Geschäftsgebaren der deutschen Akttengesellschaften beschäftigt und ihnen Kapitalverwässerung,Steuer­betrug" usw. vorwirft. Die Ausführungen zeugen non einer bemerkenswerten Unkenntnis der wirklichen Verhältniffe und dürfen nicht unwidersprochen bleiben.

Wie verhält es sich mit dem Vorwurf der Kapitalverwässerung? Nach demVorwärts" gab es 1909 in Deutschland 5 222, 1919 5 710 Aktiengesell» schäften. In diesen 10 Jahren stieg das Aktienkapital dieser Unternehmungen von 17,7 auf 20,89 Milliarden Mark. Mitte 1921 habe das Kapital dieser Unter»

reits damals bestehenden Schwierigkeiten eines offiziellen Verkehrs mit den zuständigen bayeri­schen Vehörden. habe ich zwei Kriminal- beamtemitdemAuftragenachBayern gesandt, die Richtigkeit dieser Mit­teilung nachzuprüfen Die Beamten sind nach einigen Tagen zurückgekehrt, ohne ihren Aus- trag vollständig ausführcn zu können Die Be­amten haben mir berichtet, dah sich die gesuchten Personen in der Rähe Münchens ver- sch a n z t aufhalten sollen, wo sie von Männern ihrer Gefolgschaft, sogar zum Teil von aktiven bayerischen Polizeimannschasten durch starte Be­wachung beschützt werden. Es sei so gut tote unmög­lich sich in ihren Schlupfwinkel einzuschletchen. toctl jeder, der sich nähere, mit Feuer empfangen werde. Ich habe alsdann erneut versucht, auf vertrau­lichem Wege Näheres zu erfahren. Darauf ist mir vor kürzerer Zeit wiederholt mitgeteilt worden, daß nach wie vor Kapitän Ehrhardt und auch Die

Hemmungen rund 38,5 Milliarden Mark betragen, wobei die Zahl der Akttengesellschaften nur unwesent­lich gestiegen sei. Nun stellt das Kapital einer Aktien- gesellschaft den Gegenwert von Grund und Boden, Gebäuden, Maschinen, Transmissionen, Vorräten an Halb» und Fertigfabrikaten, Mobiliar usw. dar. Jeder Arbeiter könnte denVorwärts" darüber ans- klären, daß diese Gegenstände heute das Mehrfache des Dorkriegswertes und vor allen Dingen auch noch des Wertes von 1919 darstellen. Die Kapital- erhöhungen sind ganz einfach eine Folge der Geld. Entwertung, die - auch das müßte derVorwärts" wisten - hauptsächlich erst seit dem Jahre 1919 ein» getreten ist. Don 1919 bis 1921 hat sich das Kapital der deutschen Akttengesellschaften nicht ganz ver- . .... ........

doppelt. Die Geldentwertung bat aber ein wett hören. die je eine Regierung zu führen hatte und stärkeres Ausmaß angenommen. Die Leser des ^-e bie sorgfältigste Würdigung aller

Vorwärts" werden selbst am besten wißen, datz I ben Wiederaufbau Deutschlands besorgten man heute für alle Gegenstände, des täglichen verdienen, werden mit den Vertretern der Lebens bas Zehn- bis Fünfzehnfache bezahlen ^nkwelt wie auch mit solchen der L a n bto i r t- muß wie früher. Man sehe sich nur z. B ein. r a f t in rascher Folge weitergeführt werden, mal die Bremer Daumwollnotterungen an. Am f.«;

5 September notierte ein Kilo Baumwolle in Bremen DteMtthllfe der beilffrfjcn Industrie bei 40,50 M. Dor dem Kriege zahlte man vielleicht für bet Aufbringung derReparationen . das Kilo 1,20 bis 1,40 M. Nun soll derVorwärts" Kleber die Beweggründe, von denen der einmal einer Baumwollspinnerei das Kunststück vor» Reichsverband der deutschen Industrie bei den machen, mit einem Dorkrieas-Akttenkapital heute deni Verhandlungen mit Regierungsvertretern über Betrieb durchzuführen. Eine Kapitalerhöhung auf Kreditbeschaffung ausgegangen ist. geben rneh- ba» Doppelte gegenüber dem Kapital von 1919 bleibt rere blätter folgende Darstellung: Der Verband in Wirklichkeit noch hinter den Erfordernissen zurück. raschen Industrie ist der Meinung, daß, nacb- Nach demVorwärts" findet aber eineKapital» j^m Ultimatum angenommen ist. alle Kräfte nerwässerung" statt, um die Gewinne zu ver- angestrengt werden müssen, um zu seiner Erfüllung schleiern! beizutragen. Man rechnet damit, dah es der In-

Hierher gehört auch das Kapitel non den gu buflrie möglich sein wird, etwa 11Ä Milliarden hohen Industriedividenden. Fast in jeder Nummer Goldmark aufzubringen und dadurch der Inftativn desVorwärts" und ähnlichen Zeitungen finden sich bem Geldmarkt Einhalt zu tun. Man erhofft Notizen über hohe Induftridividenden (20, 30, auch aufjeibem von dieser Llltion der Industrie eine 4070). Leider sind es eben auch nur Pap'erdivi» Entlastung der jetzt durch die fortgesetzten Devisen- d en den! Wenn ein Arbetter einstmals für bic Ar» ^käufe des Reiches geschaffenen katastrophalen beitsstunde 80 Pfennig bekam und jetzt 6,- SR., Jo ßafl{. ber deutschen Valuta. Bei den Beratungen weiß er genau, daß er eben nur auf dem Papier tourb übrigens von den Vertretern der Industrie den 7'/, fachen (Ertrag seiner Arbeitskraft erzielt. 9hir gfefd^citig zum Ausdruck gebracht, dah die In­selten wird aber eine Aktiengesellschaft ihr alte» Ra- buftric eine Verbreiterung der jetzigen pital mtt dem 7'/, fachen Betrag ihrer alten Gold» Regierungskoalition für dringend dividende verzinsen können. notwendig erachtet, damit namentlich auch die

Nach demVorwärts" sind die Kapitalerhöhungen ^eise T>$r deutschen Wirtschaft angesichts dieser einevon Steuern nur geringfügig erfaßte Gewinn» gewaltigen Leistung für das Reich in ber deutschen guelle". Es fällt einem schwer zu glauben, daß der I Regierung mit vertreten seien.

Vorwärts" noch nichts von dem neuen Reichsein- ---------

SÜTSS»u Sensationelle Mitteilung des Reichseinkommensteuer bereits mit über 55% Reichskanzlers Über Bayern, erfaßt. Stammt dieses Einkommen aus Kapitaler- Berlin 15. Sept. (Wolff.) Irn ilebcr- trägnissen (Zinsen Dividenden), fo treten dazu wettere w a ch u n g s a u s s ch u h des Reichstages berich- 10 Prozent Kapitalertragssteuer, stammt.es msbefon, Reic^kanzler Dr. Wirth: Der bayerische dere aus den ErttSgniffen einer Aktie ngefell» habe ihm mitgeteilt, daß das zur Zeit

schaN ober dergleichen so wirb es obenbremjjon aintlerCTbe Geschäftsministerium sich außer stände der Körperschaftssteuer von mindestens '0 Prozent- gegenwärtig mit Berlin weitere Verhand- künsttg 30 Prozent - erfaßt. Derart zahlt bisher«' " ' --- H

schon ein reines Einkommen von 1 Million Mark aus einer Erwerbsgesellschaft ft v

ein und aus. Desgleichen steht er im Verkehr mit dem vor einigen Tagen zurückgetretenen Hustizminister Roth. Der Oberst Bauers oll nach der gleichen Quelle jetzt in Budapest wohnen ', aber er ist auch in letzter Zeit in München gewesen und mit Ehrhardt jufammengetroffen

Dittmann (llnabb ) führte aus. daß die Feststellungen des Staatskommissars für die öffent- licheOrdnung dirRichtigKit seinerBehauptung von dem Bestehen einer deutschnationalen Mörderclique in München erwiesen haben Die Reichsregierung muffe dafür sorgen, daß die taatsgefährlichen Zustände in München sobald wie rgend möglich auf Horen

Hergt (D.-R.) sagte, gegenüber allen ver­leumderischen Angriffen auf die Deutschnationale Volkspartei, stelle er sich und seine Freunde zu eidlicher Vernehmung zur Verfügung, wodurch die angeblichen Verbindungen der Partei mit Mvrd- plänen oder Gewalttaten aufgetiärt werden. Er fordere von der Regierung, daß sie hiervon Ge­brauch mache. Es sei der Reichsregierung der Vorwurf zu machen, daß sie die vom Kommissar Weihmann erhobenen Beschuldigungen der bane- rischen Regierung nicht mitteilte. Hergt begründete dann den deutschnativnalen Antrag auf Aufhebung der Verordnung des Reichspräsidenten vom

Höhe ber Dividende Körperschaftssteuer . . . . rom Rest Kapitalertragssteuer

in und aus. Desgleichen steht er im Verkehr I >ch ° n 2 u No r d e r u n g en, u D e w a I > u " d - - - - 'Mord untätig jugefeben, und das sei vtelleiLi

ber einzige Vorwurf, den man der Reichsregierang machen könne. Run aber müsse endlich diesen Ve>- hehungen ein Damm entgegengesetzt werden Richt die freie M e i n u n g s ä j 1 j c r u n g solle unterdrückt, nicht die gzgcnteilige politische

langen zu führen.

... , . Abg. Müller-Franken wies darauf hin,

zunächst je nach der bie zehn in München erfolgten Verhaftungen

inn onnnnn <m erwiesen hätten, in welch engem Zusammenhang *00 bis 200 000 M. Angehörigen der Ghrhardtschen Mordbrigade w D,s 00 wu " zu dem Morde an Erzberger ständen. Im übrigen Ata w aftznnn habe er bestimmte Rachrichten, daß der Hochver-

P1S - röter Ehrha r d t in der näheren Umgebung von

Zusammen 628 bis 664 000 M. bem Münchener Polizeipräsidenten Pöhner ge- gleich 62,8 bis 66,4 Prozent des Einkommens. Diel sehen worden sei.

höher steigen die Progressionen bei ganz großen Ein» Hieraus verlas der R e i ch s k a n z l e r ein kommen. Bespielsweise von 10 Millionen Mark bleiben Schreiben des Staatskornrnisiars für öffentliche nach Leistung jener Steuern noch 3 Millionen übrig. Ordnung Weißmann vom 14. September 1921. Dazu kommen noch die bisherigen wiederholten in dem es heißt: Vorn Obei-reichsanwalt sind in Vermögensabgaben und das Reichsnotopfer, ferner bem Hochverrtttsverfahren gegen den Obersten für die Gegenwart eine Fülle von indirekten Steuern, Bauer. Major Pabst und Korvettenkapitän deren Abwälzung namentlich bei Steuern wie die 15- Ehrhardt Haftbefehle und Steckbriefe erlassen prozenttge Lurussteuer (Fabriksteuers, die 20prozenttge worden. Alle Bemühungen, der Verfolgten hab- Kohlensteuer für die Industrie vielfach unmöglich ist. haft zu werden, sind indessen gescheitert. Bereits

Das alles ist nach demVorwärts" nur eine (m Spätsommer 1920 wurde mir vertraulich mit- geringfügige Erfassung"! Was wird derVorwärts" I geteilt, daß sich die genannten Kapputschführer z u» wohl nach den jetzigen Steuererhöhungen sagen? meist in Bayern aufhalten. Bei der Dedeu- Nach ihm setzt der Steuerbetrug schon bei der I tung dieser Mitteilung und in Erkenntnis der bc» Bilanzaufstellung ein. Freilich widerspricht er sich selbst i

Erster Blati

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gderhefien