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Erster Blatt

M- Jahrgang

Wochenrückblick

vom Pfluge

Obersten

deshalb. weil

unauslöschliche

rührt.

zusammen 34 Wohnungen.

die

Rat ihm

Stier den

von mit

nen Dollar zwecks Ankaufs von Oe» treidezu verhandeln. Außerdem fanden Be­sprechungen über eine Anleihe in Höhe von 20 Millionen Dollar statt, die zu gleichen Tei­len von Neuhork und London gewährt wer­den soll. Auf die Anleihen würden Vorschüsse für eine Frist von 30 Tagen bis zu einem Jahre gegeben werden.

Deutsche dkinanzvcrbandlungen in Ncuyork.

zwar, wie nicht ander- zu erwarten war. nicht für den Abfall, sondern für ein Derbleiben beim alten Reiche. Wir sind ein besiegtes Dolk. Es ist dies die allerbitterste Wahrheit, daß eS 1921 überhaupt noch Sieger und besiegte Völker geben kann und in Sonderheit unter den europäischen Völkern ein so wie wir vom Sieger entmündigtes Volk, ich sage das nicht als Deut­scher, sondern als Europäer, als Europäer, dessen Idee Europa ist. Wir warnen den Ober­sten Rat vor einer Politik, der in Permanenz erklärten Gewalt. Die Ge­walt im Rahmen des Krieges besitzt immerhin eine gewisse Gröhe, einen gewissen Adel, die der Gewalt im Frieden vollständig fehlt. Die Gewalt, die im Friedenszustand geübt wird, ist etwaS. wo­durch sich die Menschheit bis ins letzte hinein de­moralisiert. (Zustimmung.) Es würde Gewalt sein, im Frieden geübt, darüber soll sich niemand täuschen, wenn man unseren Reichsbesitz Ober­schlesien vom Reich loSreihen, uns wegnehmen und einem anderen Verbände angliedern wollte. Wir warnen also den Obersten Rat vor Ausübung der Gewalt, vor der Ausführung der Gewalt im Zustande des Friedens. Es geht nicht an, dah einer den Pflug führe und in heiliger Wehrlosig­keit arbeitet, wahrend ein sanktionierter Gewalt­mensch mit dem Schwert in der Hand, ihm den

Holzhäuser für Nordfrankrcrch.

Berlin. 15. Juli. (WB ) Die Verhand­lungen zwischen der deutschen und der tranzö- sisc^n Regierung über die Lieferung von Holzhäusern fürRordfrankreich führ­ten zur Bestellung von 66 Prvbehäufern mit 8c Wohnungen. Die Häuser sollen mit größter Be­schleunigung vergeben und in den zerstörten Ge­bieten aufgestellt werden. Es handelt sich um folgende itDnftrultiDnen: 1. Häuser haldgemischter Bauweise (Außenwände auS Holz. Innenwände aus übertünchten Gypsplattens. und zwar vier Doppelhäuser und fünf Einzelhäuser von SV 1 (Arbeiterwohnungen drei Doppelhäuser und vechS Einzelhäuser von Typ 2 (Mcisterwohnungen). und neun Einzelhäuser von Typ 3 sBeamtenwohnun- gen), zusammen 37 Häuser mit 34 Wohnungen. 2. Häuser gemischter Bauweise (Holzgeripve, Außenwände aus Zementplatten, Innenwände aus mit Kalkputz versehenen. üb?rt'lnchten GypS- platten). und zwar zwei Dovvelhäu'er und zwei Einzelhäuser von Typ 1. zwei Doppelhäuser und sechs Einzelhäuser von Typ 2. und drei Einzel- Häuser von Typ 3, zusammen 15 Häuter mit 19 Wohnungen. 3. Holzhäuser, und zwar 16 Doppelhäuser von Typ 1. 10 Doppelhäuser TYP 2 und vier Einzelhäuser von Typ 3.

nimmt. Wir warnen schließlich und endlich nichts daran liegen kann, heimliche Brand-

Pa riS, 15. Juli. (WTB.) Wie ... Chicago Tribüne aus Aeuhork meldet, sind dort eine Anzahl deutscher Finanz­agenten eingetroffen, um mit den dortigen Danken über die Anleihe von 4 9 Millio -

GietzeimAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

deutscherseits auch dieMißstande Sur Sprache gebracht, die durch die Einrichtung des alluer en Zollregimes im Rheinland infolge der durch das .Loch im Welten erfolgenden Einfuhr von großen Mengen u> erwuistch erWaren für Deutschland entstanden. «zranzostscherseNs wurde offiziell erklärt, dah Frankreich auS dem gegenwärtigen Zustand irn Rheinland keinerlei Sondervorteile für seinen Handel erstreben wolle. Die Unterhändler einigten sich über ein Pro­gramm hinsichtlich der Einsuhrrege­lung. welches es der deutschen Regierung Hof- fentlich ermöglichen wird, alsbald aus die Hand­habung der Gin- und Ausfuhrbewilligung im Rheinland Einflub zu nehmen. Dabei soll auch dem besonderen Bedürfnis Deutschlands au, Sicherstellung der Devisenbeschaffung für die Re­parationen Rechnung getragen werden. Die fran­zösische Regierung wird der deutschen Regierung ihre Wünsche wegen der französischen Einfuhr Mitteilen. Hierüber soll im August weiterver­handelt werden. Die Tragweite der getroffenen Abmachungen wird sich erst überleben las en. wenn die diesbezüglichen Anordnungen der Rheins ind- kommission getroffen wurden. Die andei-weiten Bemühungen der deutschen Regierung, die Alli­ierten von der 'Rotwendigkeit zu überzeugen, den Gefamttompler der ..S a n k t i o n c n", insbeson­dere der für die deutsche Wirtschaft so schädlichen Eingriffe in das deutsche Zoll- und Steuerwesen, sowie die Zwischenzollinie endlich außer Kraft zu setzen, werden selbstverständlich dadurch nicht be-

Kundgebunyen für Oberschlesien.

Eine Nrde («erhört Hauptmanns.

Berlin. 15. Juli. (WTB.) Die heutige Kundgebung für ein ungeteiltes Oberschlesien im großen Saale der Philharmonie gehörte zu den eindruckvollsten, die die Hauptstadt je gesehen hat. Tausende drängten sich in den bis zum letzten Platz gefüllten Saal: hunderte mußten ohne Einlaß zu finden, umkehren. Die Versammlung wurde etn- geleitet durch Beethovens ChoralDie Ehre ®ot- tes in der Natur". und von dem Vorsitzenden Dr. v. H a r n a ck mit einer kurzen Ansprache eröffnet. Rach ihm ergriff Gerhart Hauptmann das Wort, der in 12. Stunde einen warnenden Appell an den Obersten Rat richtete. Dem berühmten Dich­ter der eiaens aus Schlesien herübergekommen war, um für sein Heimat and zu zeugen wurde vott der Versammlung ein nicht endenwollender Ver­

ist wieder riesengroß geworden, und sie wird noch stärker werden, wenn er sich trotz aller imperiali­stischen Rivalitäten erst wieder zur geschlossenen Einheit gegenüber dem Proletariat international zusammengefunden haben wird. Aber wenn die sozialistischen Parteien, die Gewerkschaften und Ge­nossenschaften. zumal auf internationaler Basis, ihre geistigen und materiellen Kräfte auch erst ein­mal zur einheitlichen planvollen Daueraktion zusammenrasfen wollten, könn­ten sie den Kampf um die Gewinnung der Dolks- mehrheit. auf die alles ankommt, mit voller Zu­versicht aufnehmen I"

Die Sozialdemokratie, die noch immer ihr überlebtes, unrevidiertes Programm mit sich herumschleppt, will also auf ihre Utopien nicht verzichten. Bei ihr finden wir keinen wirt- schäftSpolittschen Realismus. Sie befindet sich auch immer noch in einiger Abhängigkeit von dem radikalen Heißhunger der Unabhängigen und Kommunisten. Der neueste sozialdemokra­tische Ansturm im Preußischen Landtag gegen das Kabinett Stegerwald und sein nationales Programm hat unsere kläglichen deutschen Parteiverhältnisse in einem neuen Lichte ge­zeigt. Kleine und kleinliche Anliegen des Par­teiprinzips werden von der Linken mit einer Wichtigkeit beredet, die dagegen den brennen­den Haupt- und Lebensfragen unseres Vol­kes im Ringen mit den fremden Bedrückern nicht eingeräumt wird. Wann endlich werden die furchtbare Not des Landes, die Fremd­herrschaft und der Drang, sie wieder zu besei­tigen, die vernünftigen Elemente des deutschen Volkes einigen und vor Zersplitterung bewah­ren? Ist die von unseren Feinden so sehr miß­achtete und mißhandelte Demokratie das ver­gebliche Liebeswerben um die Gunst der an­deren Völker nicht endlich müde? Besser und nützlicher wäre ein Programm der Würde, festen Widerstandes und ehrlichen Zornes ge­genüber den Ungerechtigkeiten, der Willkür und Schmähsucht, die von außen her sich über uns hinwegwälzen. Nie dürfen wir die Hoff­nung schwinden lassen auf eine Revision des Gewaltvertrags von Versailles!

Die Reden des Reichskanzlers in DreS-

Japan und die Washingtoner Konferenz.

Paris, 15. Juli. (WTB.) Wie bk Chicago Tribüne aus Washington meldet, hat die japanische Antwort auf die Ein­ladung deS Präsidenten H a r d i n g wegen ihrer Zweideutigkeit, oder besser gesagt, weil sie nichts weiter ist als eine einfache Annahme der Einladung, in den Vereinigten Staaten großes Mißfallen erregt. Man nimmt an, daß Japan beabsichtigt, vor der Washingtoner Konferenz seine Bedingungen mfzuteilen. dar­unter die Beiseitelassung der Fragen von K o» rea, Formosa, der Mandschurei und Ostsibirien. Indessen hofft man, dah eS England gelingen werde, die japanischen Ein» Wendungen zu beseitigen. Italien wird mög­licherweise die Frage der interalliierten Schul­den an die Vereinigten Staaten in Washing­ton anschneiden.

P a r i S, 15. Juli. (WTB.) Wie die Chi­cago Tribüne aus Washington meldet, hat die Reg erung sich entschieden gegendenPlan einer Konferenz in London oder einer anderen europäischen Hauptstadt über die Frage des Sttllen Ozeans als Vorkonfe­renz der Washingtoner Abrüstungskonferenz ausgesprochen.

Aus denr besetzten Gebiet.

D e r l i n, 15. Juli. (Wolff.) Der Reichs« bürgerrat teilt mit: Nach erst jetzt hier ein­gegangenen Nachrichten hat die Entente am 16. Juni ohne Angabe irgendwelcher Gründe die Auflösung des DürgerratS in 5)ui£* bürg befohlen.

lau und besonders die des ReichSjustiz- ministers Schiffer im Demokratischen Klub zu Berlin waren immerhin Fortschritte. Herr Dr. Wirth, von der nationalen Welle halb gegen seinen Willen emporgehoben, und von den nationalistischen Windstößen Frank­reichs unsanft an ein Felsgestade geworfen, findet Protestworte gegen die Entente. Herr Schiffer aber hat gegen die D r e i st i g k e i t B r i a n d S ausgepackt, mit der dieser in öffentlichem Auftreten die Ehre unseres ober­sten Gerichtshofes besudelt habe. Wir haben uns über den ungedämpften, erfrischenden Ton Schiffers gefreut; lange hatten wir so beherzte, überlegene und schlagende Worte von unseren Reichsministern nicht mehr gehört. Der ober­flächliche Franzose hat sich daraufhin etwas geduckt. Seine von der Havas-Agentur ver­breitete Entgegnung war ein klägliches Ver­legenheitsprodukt. Er klagt über die .Heraus­forderungen" der deutschen Presse, die er für den wachsenden Haß zwischen beiden Völlern verantwortlich machen müsse. Das ist nicht mehr nur besinnungsloser Siegerrausch, son­dern ein einfältiges Sathrspiel mit der Wahr­heit. Nach siebenjähriger Völkerfehde wird die gläubige und genasführte Welt für solche Possen aber doch wohl bald nichts mehr übrig haben! __

Wer in diesen beklemmenden Sommer- ( tagen noch politischem Denken und nicht rei­nem Verzagen oder verzweifeltem FatclliS- mus sich hingibt, dem will der sonderbare, Die- dermeierische Optimismus des Reichskanzlers Dr Wirth nicht auS dem Sinn. Aehnlich hatte uns in den schwärzesten Taaen nationaler Not der behäbige Erzberger durchschauert, der ewig muntere Postillion der neuen Repu­blik", wie ihn ein demokratisches Blatt, spöt­tisch von ihm abrückend, damals nannte. Selbst bei der Breslauer Rede des Reichskanzlers, in der er sich sichtlich bemühte, mit patrio­tischer Entschiedenheit Versäumtes nachzuho­len, toolltc man nicht so recht warm werden. Zu nah ist der Abgrund seiner Finanz- «und Erfüllungspolitik. ,, ,

Der sozialdemokratische Reichswirtschafts­minister Schmidt hat sich einem Mitarbei­ter des Berl. Tagebl. gegenüber über das Finanzprogramm mit einer gewissen ehrlichen Trauer geäußert, indem er zugab, das Ja­sager, sei immer leichter als das Erfüllen. Schmidt rechnet im ganzen mit einer jähr­lichen Verpflichtung von 33/< bis 4 Milliarden Gold-Mark, also mit 50 bis 60 Papiermark- Milliarden. Er kennt auch die vielfältigen Ge­fahren der 26prozentigen Ausfuhrabgabe. Nicht uninteressant ist. wie Schmidt den so­genannten Wehrbeitrag vor dem Kriege mit den heutigen Forderungen an die Steuerlei­stungen vergleicht: Damals ein Volksein­kommen von über 40 Milliarden Goldmark und eine einmalige Last von einer Milliarde heute, bei gesunkenem Kaufwert des Gol­des. ein auf höchstens 25 Milliarden Gold­mark geschätztes Einkommen, und eine jähr­liche Forderung von 3V? Milliarden Goldmark. Schl H olge U"g: wie viel mch'wi d man heu'e auf das Kapital zurückgreifen" müfsen, nicht nur auf das Einkommen, als damals.

Für die Schonung des Wirtschafts­organ ismus, dem Herr Schmidt die Möglich­keit inner- wie außenwirtschaftlicher Ausdeh­nung geben möchte, weih der Minister kein Rezept. Er arbeitet dagegen nur mit dem drohenden und unbekümmerten Schlagwort, daß wir uns bei dieser zweiten großen Finanz- refonnnicht mit halben Mahnah - menbegnügen dürften. Dann läßt er uns. wie Herr Dr. Wirth, an der Gefängnismauer des Ultimatums stehen, ohne die Erfüllungs­politik in ihrer Gesamtheit einer Revision zu

Herde zu T dj a f f e n , d i e das Werk des Friedens bedrohen. Ein neuer Welt­brand würde den letzten Rest menschlichen Wohl­standes und menschlicher Gesittung Hinwegraffen, die Gebäude menschlicher Kultur dem Boden gleich machen und Aschenhausen zurücklassen. Es war umbedingt ein großer Augenblick, als der mächtige, europäische Staatsmann Lloyd George sein Wort fair plah" in das Chaos warf. Ich sage: Ein Mann, ein Wort. Ich baue daraus und glaube daran! (Beifall.) Und wir nach dem Licht des Friedens Hungernden haben von jenseits des Ozeans eine andere Stimme, die Stimme Har- d i n g s , gehört, die eine ZeitungSun", das heißt Sonne, das erste Licht nannte. Wie finster muß diese Sonne der Welt erscheinen, wenn sie selbst so entzückt das erste Licht begrüßt. Diele arme Sonne hat recht, es sind finstere Zeiten! Aber eine Stimme rief: Waffen nieder! von jen- feits des Ozeans. Das will bedeuten, daß diese Stimme Friede, Friede! rief. Fort mit den Taten der Gewalt! Und allo möge es endlich Licht werden! (Stürmifcher Beifall.)

Rach Gerhart Hauptmann sprach zunächst als Vertreter der Deutschen DollSvartei der frühere Rektor der Universität in Berlin Geheimrat Dr. Kahl, hieraus der oberschlesilche Zentrumsab­geordnete Hörschel, der ein erschütterndes Bild der Leiden der oberschlesischen Bevölkerung aus den letzten Monaten entwarf, sodann Staats­rechtslehrer Professor S ch ü ck i n g für die Demo­kratische Partei, der frühere Außenminister Dr. Köster für die Sozialistische Partei und endlich der Historiker Professor H ö h s ch für die Deutsch- nationalen. Zum Schluß einigte man sich ein­stimmig auf eine dem Sinn der Vorträge ent­sprechende Entschließung.

Berlin. 15. Juli. (WTB.) Die von den Verbänden heimattreuer Oberschlesier in Kassel veranstaltete Massenversammlung sandte an den Minister deS Aeußern am 12 Juli eine Ent­schließung. worin in letzter Stunde feierlichster Proteste erhoben wird gegen jede Antastung des Selbstbestimmungsrechtes des oberschlesischen Volkes. t

Eine ähnliche Entschliehuna nefjt^en an den Reichspräsidenten die deutschnationalen Frauen des Freistaates Danzig, die mit den Worten schließt:Wir Danziger sind gegen unseren Willen und gegen den Geist des Se'bstbeslimmungsrechtes zu Ausländsdeut­schen gemacht worden. Wir fühlen Eure Rot, Ihr deutschen Oberschlesier, und rufen Euch zu: Bleibt treu! Wir trauern mit Euch, wir leiden mit Such, wir hoffen mit Euch!"

BreSlau, 15. Juli. (Wölls.) DieSchle­sische Zeitung" meldet: Das deutsche Ple- biszitkommifsariat wurde a u f g e I ö ft Zur Wahrnehmung der deutschen Interesten Ober­schlesiens wollen sich Die deutschen Parteien und sonstigen deutschen Organi otionen OdrrschlesierS zu einem Volksrat zusammmschl.eßen, an des­sen Spitze Dr. L u k a s ch e k tritt

Korsanty in Paris?

Berlin, 15. Juli. Nach einer Meldung desOberschlefifchen Kuriers" soll Kor- f a n t h, der sich gegenwärtig in Warschau befindet, in den nächsten Tagen nach Paris reisen, um dort nochmals den polnischen Standpunkt in der oberschlesischen Frage dar- zulegen.

Wie dieVossische Zeitung" meldet, wird das englische Hauptquartier in Ober- 1 schlesien in den nächsten Tagen von Groh- t Strehlitz nach Beuthen, also näher der pol- > nischen Grenze, verlegt

Die deutsch-französischen

Roch ist es Zeit, Versäumtes nachzuholen. I Roch ist es Zeit zur Sammlung, zur Orientierung, I Steigerung und Beseelung des Kampfes zur So-1 zialisierung. Die Machtdes Kapitalismus

Derhandlunqen.

Berlin, 15. Juli. (WTB) Wie mehrfach gemeldet wurde, nahmen Staatssekretär Hl r f ch im ReichSwittlchaftSministerium und der Re'chs- tomminar für Die Sin- und Ausfuhr T r ende­ten b u rg an den Verhandlungen mit Der fran­zösischen Regierung in Paris (Sn&e Donger Woche

nr. m

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unterziehen.

Wo geht die Reife hin? Ist die Finanz­reform zu machen ohne eine Aenderung der jetzigen RegierungSkoalition? Dr. Strafe- mann, der Führer der Deutschen Volkspar­tei, hat in den letzten Tagen in Wort und Schrift mit Nachdruck auf dieLin k S f ch w e n- kung der Zentrumspartei hingewie­sen. die in der Tat manches alte Mitglied die­ser Partei vor die Frage stellt, ob eS nicht besser sei, den ..Turm" zu verlassen. In der Zentrumspresse war die Linksschwenkung be­stritten worden, aber Sttesemann zählte in der Köln. Ztg." noch einmal recht wirksam alle die Beweiserscheinungen für seine Behaup­tung auf: Die Brüskierungen der Deutschen Volkspartei bei der Kabinettsbildung, woge­gen die ZenttumSpartei der Svzialdemokra- tie die zarteste Rücksicht zeigte, ferner die Linksentgleisungen Dr. Wirths, nämlich bei seiner Rede über den Mord an dem Unab­hängigen GareiS, seiner Abstimmung über die Handelsflagge, und endlich auch bei seinem Verhalten in der Frage der Amnestie für Vergehen bei den Kommunistenaufstanden. Nicht zuletzt gibt auch die Art zu denken, wie die politische 'Wiedergenesung des Herrn Erz- b e r g e r vom Reichsausschuh der Zentrums- Partei in die Wege geleitet worden ist . . .

Diese Kritik am Zentrum will diese Par­tei zur Selbstbesinnung bringen, fie will feine neue Erbitterung in die Beziehungen der bür­gerlichen Parteien hineintragen, sondern im Gegenteil diese enger zusammenschliehen. In der Tonart Stresemanns lag ein versöhnlicher Zug. Es ist bemerkenswert, dah die ..Germa­nia^. das Berliner führende Zentrumsorgan, nunmehr für Orientierung der parteipoliti­schen und parlamentarischen Tätigkeit nach außenpolitischen Gesichtspunkten eintritt, was eine Politik der Mitte und die Bil- dungeineSfestenDlockeSderMitte zur Folge haben müsse. Mit Recht sagt auch dieKölnische Zeitung", denr deut­schen Volke könne aus seiner Notlage kur ein w i r t s ch a f t S p o l i t i s ch e r R e ° alismus helfen, den nur die bürgerlichen Parteien bieten könnten. Die S o z i a l d e m o- Iratie strebe utopischen Zielen zu. rlm die Wahrheit dieser Feststellung nachzuprufeu braucht man nur zu lesen, toa£ derVorwärts am Donnerstag über des Genossen Hemrick Ströbel Buch,DieSozialisierung , _

geschrieben hat. Er lobt es als emtapferes, fugung ckukunftsfreudiges Buch" hmvn,<s h;'' *

jjL Ot folgende .Sätze:

fall dargebracht.

Gerhart Hauptmann führte etwa aus: Ein Oberster Sat ju Paris bei dem wir Sch Stimme nicht haben, wird darüber Beschluß fasten, ob wiederum ein Test vom deutschen Dational- körper abgetrennt und einem anderen StaatSwEn mgeleimt werden soll. Gewalt ist Gewalt Wir finE ein besiegtes Doll, ein Voll, dasim Kriege, Gewalt gegen Gewalt unterlegen ist. Alles entzog man uns, meinethalben im Sinne des irrtümlichen Gedankens Gerechtigkeit, gewaltsE die Der- > ui» cm fügiuig Über unseren Laiches f r«f

und zitiert darausStimm-Hi-rbä wurden

Samstag, 16. Zuti 1921

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