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Menschlich

Ott Der Abg.

rm. Darmstadt, 14.

Dr. Strecker In Genf derGesellschaft für feit angestellt worden.

Vermischtes.

Eine Feuersbrunst hn städtischen Krankenhaus«

Köhler und Gen. haben einen Antrag bei der Kammer eingereicht, durch welchen die Regierung ersucht wird, sich dafür zu ver­wenden, daß bei der Vergebung der Wie­derherstellungsaufträge zum Auf­bau der zerstörten Gebiete m Nordsrank- reich auch das hessische Handwerk Derück- tigung findet. Als Ergänzung der Pachtschutzvrdnung vom 25. Juli 1921 ist ein neuer Gesetzentwurf erschienen.

Aus Stadt und Land.

Sieben, den 15. Ott. 1921.

Eine teilweise Mondfinsternis kann hier in der Nacht vom Sonntag auf Montag beobachtet werden, die wir in ihrem ganzen Verlaufe verfolgen können. Der Beginn der Finsternis fällt auf den 16. Ok­tober, abends 10.14 Uhr, mitteleuropäische Zeit. Die Mitte der Verfinsterung wird um 11.54 Uhr erreicht, das Ende tritt um 1.34 Uhr des 17. Oktober ein. Da die Gröhe der Ver­finsterung 0,938 des Monddurchmessers be­trägt, werden etwa 9/10 des Durchmessers vom Erdschatten berührt. Bet dem hohen Stande des Monds über dem Horizont läßt sich das Schauspiel in ganz Deutschland in allen Pha­sen schön verfolgen.

Hoffentlich werden die Wolkenvorhänge, die ja heute sehr dick über Der Oktoberwelt hängen, rechtzeitig weagezogen, denn es wäre doch schade, wenn sich dieshimmlische Schau­spiel hinter geschlossenem Vorhang abspielte.

Der Mond wandelt in diesem Monat auch sonst recht kuriose Wege. Wir haben nämlich zweimal Neumond, am 1. und 31. Ok­tober.

Die Ausstellung znr Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten verschoben.

Wie wir von der Stadtverwaltung erfahren, kann die Ausstellung wegen unvorhergelehener Hindernisse morgen noch nicht eröffnet werden. Näheres wird noch bekannigegeben.

Beamten, Angestellten und Arbeiter des Reiches, der Länder und Gemeinden sei zu erwarten, daß die Regierung möglichst bald einen Termin be­kanntgibt, an dem die Verhandlungen über die obengenannten Punkte geführt werden können.

Stabiler auS bet Haft entlassen.

Berlin, 14. Okt. (WTB.) 3n der An- yelegenheit des Schriftstellers Stabiler, der des Verbrechens gegen den § 92 Nr. 1 des Strafgesetzbuches beschuldigt wird, hat der Oberreichsanwalt das Ermittelungsverfahren eingeleitet. Der Oberreichsanwalt sah von einem Anträge auf den Erlaß eines Haft­befehls mit Rücksicht darauf ab, daß nach einer inzwischen vorgenommenen Haussuchung eine Verdunkelungsgefahr nicht mehr besteht und auch nach den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ein Fluchtverdacht nicht vor-

Aus Hessen.

Dr. Streckers neuestes Amt Darmstadt, 14. Okt. Der .^Tägliche

Anzeiger schreibt: Wie wir erfahren, ist Herr als Direktor

282 950, im Werte von 1100 Mk. entwendet. Es hat schwarzen Rahmenbau und Felgen, gelbe Schutzbleche, gerade Lenkstange mit schwarzen Holzgriffen, gelben Sattel und Werkzeugtasche, am Hinterrad fast neuen Mantel (Peters Union). Vor Ankauf wird ge­warnt.

Der heutige Wochenmarkt war besonders mit Obst wieder gut befahren. Auch Weißkraut und Wirsing war genügend vorhan­den. Cs kosteten: Weihkraut 1 Mk., Rotkraut 1,30 Mk., Wirsing 1,30-1.50 Mk. das Pfund. Endivien 2 Mk., Blumenkohl 310 Mk., Aepfel 1 302,50 Mk.. je nach Sorte, Dirnen 1,301.80 Mark, Gelberüben 11,20 Mk. das Pfund, Kar­toffeln in Wagen waren nicht vorhanden, pfund­weise wurden sie mit 90 Pf. verkauft. Butter 30 Mk., Süßrahmbutter 32 Mk., Eier 2,50 Mk. das Stück, Gänse 79 Mk. das Pfund, Hahnen das Stück 1118 Mk., je nach Größe.

* Die WarenauSgabetabelle des L e b e n s m i t t e l a m t e s für die nächste Woche ist im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht, ebenso die übliche Bekanntmachung des Brennstoff- a m t e s.

* Liquidation von Regie­rungsstellen. Infolge der fast völligen Aufhebung der Zwangsbewirtschaftung wur­den selbstverständlich eine Anzahl entsprechen­der Regierungsstellen überflüssig. DaS Lan- deSernährungSantt gibt jetzt amtlich die Liqui­dation der Landesfuttermittel st eile, der Landesmilch - und Fett st eile und der drei Provinz-Diehhandels- verbände bekannt. Zum Liquidator des oberhessischen ViehhandelSverbandeS in Gie­ßen wurde der Vorstand, vertreten durch Prof. Dr. Rosenberg in Gießen, bestellt.

HeereS-Anterkunftsämter. An Stelle der bisherigen Garnisonverwaltungen der alten Armee sind neuerdings wieder unter der oberen Leitung des Reichswehrministeriums stehende Behörden eingerichtet worden. Sie beißen . Heeres-An terkunft m ter". 3m Wehr- kreis 5 werden diese u. a. in den Standorten zu Kassel, Eisenach. Fulda, Sieben, Hofgeismar, Marburg und Meiningen eingerichtet

Aus dem Reiche.

Ein Teleaxammwecks l zwisftien Graf Lerchen­feld und dem Reichspräsidenten.

Berlin, 14. Okt. (Wolff.) Der Minister­präsident G'as Lerchenfeld hat an den Reichspräsidenten folgendes telegra­phiert: Eine fünftägige P f a l z r e i f e liegt hinter mir, wobei ich alle Amtsstätten besuchte und mit allen Bevölkerungskreisen Fühlung nahm. 3n den schweren Tagen, wo wir um Ober­sch l e f i e n bangen, ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen zu sagen, dah ich überall treudeut­sche Gesinnung gefunden habe. Die Pfalz hält an dem deutschen Dat^rlande fest. Das Hilfs­werk für Opvau ist unter Leitung des baberischen Staatskommissars im vollen, Erfolg versprechen­den Gang.

Der Reichspräsident antwortete telegraphisch: Ich ba cke Ihnen betulichst für Ihre gestrige tele- gravhische Mitteilung Ihrer Eindrücke bei der spsalzreise. Die von d;r pfälzischen Bevölkerung trotz des schweren Druckes festgehaltene Gesinnung . Ire"dnitschen Z"samm-'nhaltens mit dem übrigen 1 Reich ist eine sichere Gewähr für die Zukunft und j-toirb in ganz Deutschland freudig begrühi. Dah das von allen Kreisen des deutschen Volkes so '»lebhaft unterftühte Hilfswerk für Oppau den Opfern der Katastrophe schnelle Hilfe bringen konnte, erfüllt mich mit lebhafter Befriedigung. Hoffentlich gelingt es der Arbeit des bayerischen Staatskommissars sowie der übrigen Beteiligten von allen der vielen Betroffenen und Geschädigten jede Rot fernzuhalten.

Deamtenforderungen.

Berlin, 14. Okt. (Wolff.) Der Gesamt- verband deutscher Beamten- und Staatsange st ellten-Gewerkschaften, teilt mit, dah dieB esoldungen der Beamten, Angestellten und Arbeiter des Reiches, der Län­der und der Gemeinden sich mit der Entwertung des Geldes, die sich in einer allgemeinen Teuerung bemerkbar mache, keineswegs mehr im Einklang befände. Der Gesamtverband der deutschen Be­amten- und Staatsangestellten-Gewerkschaften (Deutscher Gewerkschaftsbund) unterbreitete daher, um eine rasche und wirksame Abhilfe zu schaf­fen, der Rcichsreaierung und dem Reichstage ent­sprechende Vorschläge. Nrb^n der allaern"'"-", Forderung, dah bei der Bemessung der Besol­dungen die Entwertung der Mark im Inlande in vollem Umfange Berücksichtigung finden müsse, wird verlangt: Wesentliche Er­höhung des Grundgehaltes, Umwandlung des bisherigen abgestuften Ortszuschlages in ein Wohnunqsgeld, bad der Verschiedenheit des durchschnittlichen Aufwandes här Wohn und Fahrgeld für den Verkehr zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entspricht, gleichmäßige. uaj der Teuerung angevahter Kinderzuschlag für alle Ortsklassen und Besoldungsgruppen, ein beson­derer nach Hundertteilen des Grundgehalts für alle Ortsklassen und Besoldungsgruppen gleich- bemefsener Teuerungszuschlag 3m 3ntcreffe der

EineAbrechnung" im Preußischen Landtag. Berlin. 14. Oft. Im Preu bischen Land­tag tarn es heute zu der , Abrechnung" mit dem Minister des Innern D o m i n i c u s, die von den sozialistischen Parteien schon so lange und so heih ersehnt war. In breit angelegter, weit aus­holender Rede trug der sozialdemokratische Abg. Krüger seine Beschwerden vor. Ein Fall reihte sich in nicht enden wollender Zahl an den andern. 3m Mittelpunkte stand daS alte Thema, dah Sozialdemokraten nur selten zu den höheren 03er- wattungsstellen zugelassen werden und dah heute noch politische Gesichtspunkte mahgebend seien. Herrn Stegerwald wurde insbesondere zum Vorwurf gemacht, dah et sich für die Anterstühung der Deutschnationalen in der Weise dankbar er­weise, dah er dem reaktionären Geist in der Ver­waltung nur allzu willig Vorschub leiste.

Cs folgte eine lange Angriffsrede des Un- avhängigen Rabold. Dann erhob sich Mi­nister Dominica s, von den Kommunisten und Anabhängigen mit Lärm und ironischen Zu­rufen empfangen, zur Abwehr der Angriffe. Er führte seine Sache sehr geschickt, ging die einzelnen Fälle nacheinander durch und forderte Herrn Rabold auf, ihm das Material zur Verfügung zu stellen auf das sich feine Angriffe stützen. Der Mintster machte weiter aufmerffam auf die gronen Schwierigkeiten bei der Auflösung des Selbstschutzes. Besonders wirkungsvoll waren die Darlegungen des Ministers Über die Richtlinien, von denen das Ministerium sich bei der Auswahl des Nachwuchses imferer Berwaltungsbeamten lei­ten lasse. Es gilt, so hob er hervor, alle Be­amten mit sozialem Geist zu erfüllen, damit sie mit offenen Augen in die neue Zeit hineinschauen. Zum Schluh wies Herr Dominicus den Vorwurf zurück, er schreite nicht schnell und scharf genug gegen Beamte ein, die noch am alten Regime hängen. Sehr wirkungsvoll erinnerte der Mi­nister die Sozialdemokraten an ihren Görlitzer Beschluß, der sich für ein Zusammengehen mit der Deutschen Volkspartei ausgesprochen hatte. Der Minister empfahl ein Regime der Sachlichkeit und Gerechtigkeit. Vom Haufe wurde dem Red­ner lebhafter Beifall gespendet, während die so- zialistifchen'Parteien in Gegenkundgebungen ihren Mißerfolg abzuschwächen suchten.

Von den Deutschnationalen sprach der Abg. Dr. von Kries, von der Deutschen Vvlkspartei der Abg. von Richter.

Die Sitzung endete mit einem Rededuell des Herrn von Richter mit dem Sozialdemokraten Severing, dem Vvrgewvrfen worden war, in einer Parwiversammlung gesagt zu haben die Sozialdemokraten mühten in einer Koalition zu befehlen haben.

für Sonntag:

Frühnebel, heiler, trocken, tags warm, wech­selnde Winde. Nachtfrostgefahr.

Randwirbel deS gestern über Rordeuropa gezogenen Tiefs brachten uns Gewitter und für Gießen erhebliche Niederschläge (16 Millimeter). In Darmstadt und 2auterba$ war nur geringe, Regensall. Das dem Tief nachfolgende Hoch Hw sich über Westdeutschland, den Kanal und Groß- britannien audgebreitet Nördliche Luftströmun­gen werden uns heute nacht stärkere Ab­kühlung bringen. Morgen wird da» heitere Wet­ter anhalten. ----

Die Kartoffelversorgung.

fpb. Siegen, 14. Okt. Der Magistrat richtete im Einvernehmen mit der Stadtver­ordnetenversammlung eine Eingabe an den Ernährungsminister, in der er auf die steigende Erregung über die hohen Kartoffel- preise hinweift. Er bittet dringend, daß unverzüglich durch geeignete Maßnahmen der Karwffclwucher unmöglich genracht wird. Für unbedingt notwendig erachtet wird auch Fest­setzung von angemessenen Höchstpreisen und die rücksichtslose Bestrafung derjenigen Käufer und Verkäufer, die diese Preise überschreiten.

** Oberhessischer Kun st verein. Die für die Ausstellung hessischer Künstler an» gemeldeten Kunstwerke sind eingetroffen, so daß die Ausstellung in der nächsten Woche er­öffnet werden kann. Professor Beyer-Darm­stadt, der Vorsitzende dieser Künstlervereini­gung, wird diese Ausstellung persönlich eröff­nen, wobei auch noch eine Anzahl auswärti­ger Künstler anwesend sein werden. Nach den vorliegenden Anmeldungen wird die Ausstel­lung recht wertvolle Arbeiten bekannter Künst­ler, Oelgemälde, Aquarelle. Pastelle, Zeich­nungen und Plastiken aufweisen.

* Volkshochschule. Die Anmeldungen für das neue Semester, das am 24. Oktober be­ginnt, nehmen nächsten Dienstag ihren Anfang Es empfiehlt sich, damit nicht bis zum letzten Tag zu warten. Das Programm enthalt wieder eine ganze Reihe von Darbietungen, die für jedermann von Interesse sein dürften. Die Aus­weiskarte berechtigt ihre Inhaber, in der ersten Woche alle die Aixttsgerneinschaften und Vor­tragsreihen zu besuchen, unter denen sie ihre Wahl treffen wollen. Siehe Anzeige.

"Fahrraddiebstahl. Am Mitt­woch vormittag gegen 10 Ahr wurde hier ein Fahrrad, MarkeViktoria, Fabr.-Nr.

er als ungerecht und unsozial ablehnte. Die Ge­genvorschläge, die er machte und eingehend be­gründete und die von der Versammlung einstim­mig angenommen wurden, sind enthalten in Ab­satz 2 der ersten der beiden beschlossenen Ein­gaben, wie sie in unserem Dersammlungsbericht wiedergegeben wurden.

* Turnerischer Kun st abend. An­geregt durch ähnliche Veranstaltungen in benach­barten Städten, hat die (Siebener Turnerschaft ich entschlossen, Samstag den 2 9. Okto­ber einen turnerischen Kun st abend im Stadttheater zu veranstalten. Neben einheimischen Kräften werden auch hervorragende Turner aus dem Mittelrheinkreis und aus benachbarten Krei­en daran teilnehmen. Es haben bereits zuge- agt: M. Gebhard und Frau, T.-D. Ein­tracht- Franffurt a. M, Gg. Grasser, T.-D. Würzburg, 3. D. gelling, T.-D. Mainz, Jul. Müller-Hanau, W. Kammandel, T.-D. Offenbach a. M. Auch der Orchester-Der- ein Gießen wird sich in bekannter liebens­würdiger Weise in den Dienst der guten Sache teilen.

** Ringkämpfe im Einhorn. Am Freitagabend trat an Stelle des Altmeisters Hitzler, der infolge seines Falles auf den Hinterkopf auherhaw der Filzunterlage im Kampf gegen Achner noch einen Tag Schonung bedurfte, der Oberösterreicher Zilch gegen Opitz an. Zilch siegte nach 17 Minuten mit Roulade am Boden. Schnell, nach 1 Minuten, fertigte Christensen feinen Gegner Gerber ab, mit Unter­griff von hinten. Das Treffen Achner gegen v. Berg, namentlich von Achner recht scharf geführt, endete nach 20 Minuten unentschieden. Heute Samstag kommen die beiden Kampfhähne Christenfen und Achner zusammen, v. Berg tritt gegen Opitz und Hitzler gegen Zilch an. Sonntag nachmittag findet bei trübem Wetter eine große Familienvorstellung bei ungekürztem Programm tatt, wobei jeweils ein Kind freien Zutritt hat. Abends müssen zwei Kämpfe zur Entscheidung ausgetragen werden, Achner ringt gegen v. Berg und Opitz gegen Hitzler, ferner Christensen gegen Zilch. Wie in dem Anzeigenteil ersichtlich ist, be­ginnen jetzt die Schluß- undEntfcheidungskämpfe; in einigen Tagen dürste die Entscheidung fallen.

'LZornotizcn.

Tageskalender für SamStag: Turnhalle, 8 Ahr, Stiftungsfest der Gailschen Feuerwehr. Theatercafö Ernst Ludwig, 8 Ahr, Vortragsabend zugunsten der Oppau-Spende. Hotel Einhorn, 8 Ahr, Ringkämpfe und Varrels.

Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 3 Ahr,Zwangseinquartierung": 61/2 Ahr,Die Postmeisterin". Neue Aula, 41/2 Ahr, Konzert des Gesangvereins Heiterkeit. Cafe Leib, 8 Ahr, Stistungssest des Gesang- Vereins Eintracht. Hotel Einhorn, 4 und 8 Ahr, Ringkämpfe uhb Dariets.

Aus dem Stadttheaterbureau. Rcchmals fei auch an dieser Stelle auf die mor­gige Erstaufführung der OperetteDie Post- Meisterin" hingewiefen. Für Sonntagnach- mittag ist der lustige und aktuelle Schwank ..Zwangseinquartierung" angesctzt, der damit zum überhaupt letzten Male gegeben wird.

Landkreis Gießen.

x Staufenberg, 14. Ott. Ludwig Dor­feld, der bisherige Pächter der Burgwirtschaft ist gefto bcn. Dein Nachvlger ist Ldw. Bier au aus Lollar, der, wie aus dem Anzeigenteil er­sichtlich ist, mo.gen mit einer kleinen Feier die Burgwirtschaft übernehmen wird.

Geilshausen, 13. Oft. Dor Jahren hatte es die Gemeinde versäumt, sich dem Wasser­werk Dieberggruppe anzuschliehen. Das war um so unbegreiflicher, als die Quellen und das Pumpwerk dieser Genossenschaft bei den Häufem des Dorfes liegen. Gedrängt durch den Waffer- mangel in diesem Jahre, bei dem viele Brunnen im Dorf versagten, hat der Gemeinderat nun be­schlossen, eine eigene Wasserleitung für die Gemeinde zu bauen, deren Kosten auf 500 000 Mark veranschlagt sind. Die Arbeiten zur Quell- sassung sind bereits in Angriff genommen; in 3 Meter Tiefe stieß man schon auf Grundwasser, fv dah die Hoffnungen auf ein Ausreichen der Waffermenge wohl berechtigt sind.

-.- Watzenborn-Steinberg, 14. Ott Die am Sonntag zu Gunsten der Notleidenden in Oppau veranstaltete Haussammlung erbrachte den Betrag von 1624 Mk.

Kreis Alsfeld.

X Ruppertenrod, 12. Okt. Für Oppau wurde in unserer Gemeinde der Be­trag von 763 Mk. gesammelt. Mit dem Aufbau des Denkmals für die Ge­fallenen unserer Gemeinde hat man jetzt begonnen. Das Denkmal kommt nach dem Vor­schlag des Denkmalpflegers Walde auf den Friedhof.

Kreis Lauterbach.

la. Niedermoos, 14 Okt. Der Betriebs­leiter der hiesigen Darnpfmollerei kam dieser Tage zwischen das Riemenwerk, welches ihn wahr- icheinlich mit herumschleuderte und so arg verletzte, daß er am folgenden Tag, ohne daS Bewußtsein wieder erlangt zu haben, gestorben ist. Die Arbeiten zur Wasserleitung hier find in vollem Gange. Dis Mitte November d. Zs. soll die Arbeit fertig fein.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 14. Ott. 3n der gestrigen, dringenden Stadtvervrdnetenfitzung befchäfiigte sich die Versammlung mit der Mietfestsetzung. Heber diese Frage haben in letzter Zeit HauS- besiherverein und Mieterverein sehr erregte Sitz­ungen abgehalten. Die Versammlung war der An­sicht, daß eine Erhöhung der Miete um 100 Proz.

werde, die zur Anterhaltung der Wohnung not­wendigen Herstellungen auf seine Kosten mache» zu lassen. Beigeordneter Kühn verlas den Ver­trag zwischen der Stadt und den Kartvffelhändlern über die Lieferung von Kartoffeln. Es wurde be* chlossen, daß die Stadt 1300 Zentner lagert Die Ernte der städt. Weidenanlage wird zum je­weiligen Tagespreise an die Blindenanstalt ver­geben. Xie Grabsteine und Einfassungssteine vom Friedhof sollen nach Bedarf zum Taxwert abgegeben werden.

Friedberg, 14 Oft. Die Schwurgerichts- Verhandlung vom 6. Oktober, die mit der Verur­teilung der Angelagten Frau Schaub wegen Ver­gehens gegen das keimende Leden zu einem Zahre Zuchthaus endete, hat leider noch ein trauriges Nachspiel verursacht. Die Tochter der Angelagten, die das Amt einer Hebamme übernommen patt!, hat aus Kummer über das Schicksal ihrer Mutter und auL Befürchtung, daß die Vorkommniffe Ihre Existenz als Hebamme gefährdeten, ihrem Leden durch Gift ein Ende bereitet.

nt. Groß-Karben, 14. Ott. In der Nacht . von Donnerstag auf Freitag wurde im Selzer- brunnen von Groß-Karben ein großer Ein­bruch verübt. Als der Aufseher um 12 Ahr von der Dahn tarn, wurde er vor dem Tore überfallen und bekam die Kaffenschlüslel ge­raubt. Den Tätern sollen 25 000 Mk. in die Hände gefallen sein. Don ihnen fehlt diS jetzt jebe Spur.

Heficn-Nafiau.

Die Ausstellung zur Bekämpfung der Tuber­kulose.

mc. Frankfurt a. M., 14. Ott. In der Nvrdhalle der Messebauten hat eine Ausstellung des Dresdner Hygienischen Instituts Anterkunft gefunden, die eines der düstersten Kapitel unserer Dolksgesundheit behandelt, die Tuberkulose. Wir finden hier neben statistischem Material über Derbreitung und soziale Lage der Erkrankten, reiche Bilder und Präparate über die Abarten der Tuberkulose, als das sind Skro- phulose und Lupus, während den eigenllichen tuberkulösen Erkrankungen, insbesondere der Lun­gen und der Gelenke ein weiter Raum zugeteilt ist. Die Ausstellung entläßt den Beschauer aber keineswegs hoffnungslos. Neben der Düste des Entdeckers der Tuberkelbazillen Dr. Koch steht ein riesiges Plakat:Die Tuberkulose ist heilbar. Beim weiteren Wandern findet man in Wort und Schrift die vorbeugende Behandlung und die Haupterreger der Tuberkulose, als das sind schlechte Wohnung, Alkoholgenuß, gesundheit- schädliche Arbeit usw. Schließlich nimmt das weite Gebiet der Heilstättenbehandlung noch einen wei­ten Raum in der Ausstellung ein, die über die schrecklichste Dolkskrankhcit ein erschöpfendes, je­doch keineswegs abstoßendes Bild, zu geben ver­mag.

fpd. Frankfurt a. M.. 14. Okt. Die Schuhfabrik von Julius Kumme in der Kaufunger Straße wurde heute früh gegen 6 Ahr durch ein Grohfeuer größtenteils zer­stört. Als die.Feuerwehren eintrafen, stan­den die tm dritten Stock gelegenen Fabri­kationsräume und der Dachstuhl bereits in Hellen Flammen. Die Feuerwehr hatte zu­nächst mit großen Schwierigkeiten zu kämp­fen, da der Brandherd nur von einer Seite, einem engen Hofraum, angegriffen werden konnte. Glücklicherweise verhinderten starke Brandmauern eine Ausdehnung des Bran­des auf die schwergefährdeten Nachbar­gebäude, so dah das Feuer unter Anwendung zahlreicher Schlauchlinien nach mehrstündiger Tätigkeit lokalisiert werden konnte. Der Scha­den ist sehr bedeutend.

fpd. Frankfurt a. M.. 14. Okt. DaS ungewöhnlich warme Wetter hat die Bade- lustigen wieder in das Wasser gelockt. Aeberall sah man in den Badeanstalten Scha­ren von Männern und Frauen sich in dem Wasser tummeln, das um die Mittagsstunde vielfach fast hochsommerliche Wärmegrade er- reichte. Auch aus anderen Städten des Main- und Rheingebietes wird das gleiche gemeldet.

fpd. Kelsterbach. 14. Ott. Eine Ab­stimmung unter der Belegschaft der Kunst­seidefabriken ergab, daß 520 Stimmen für, und nur 62 sich gegen die Wiederaufnahme der Arbeit nach zweiwöchentlicher Aussperrung erklärten. ES ist zu erwarten, daß der Be­trieb. soweit eS technisch möglich ist, sobald als möglich wieder ausgenommen wird.

zu Kattowitz.

K a t 10 w i tz. 14. Okt. (WTB.) Seit dem späten Nachmittag steht das städtische Krankenhaus in Brand. Infolge des heftigen Sturmes dehnte sich die Feuersbrunst über alle Gebäude und Nebenrüumlichketten rasch aus. Hinzu kommt der große Wasserman- gel, so daß die Löscharbeiten sehr erschwert des' Friedenspreises g er Gefertigt fei unter der i werden. Die Höhe deS Schadens ist noch um Bedingung, daß dec Hausbesitzer verpflichtet l bekannt.

liegt. Stabiler wurde hierauf auf freien Fuß I " Bessere Bewachung der Züge gesetzt; das gegen ihn eingelettete Ermitte- Neben der verstärkten Bewachung der Strecken lungSverfahren nimmt seinen Fortgang. eine bessere Bewachung der Züge Hand in

__'__ Hand gehen. Das Zugpersonal soll fein Augen-

" j mert auch darauf richten, daß EinrichtungSgegen-

stände der Wagen, insbesondere aber Dorhänge und Fensterriemen nicht gestohlen werden. Die Eifenbahndiebe haben strengste Strafe zu gewär­tigen, da künftig in jedem Fall Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erfolgt

Strahenreinigung und Müll- abfuhr. Zu unserem gestrigen Bericht über die letzte Versammlung des Gießener Mieter­vereins werden wir von dem Stadtverordneten Prof. Michel um Aufnahme folgender Fest­stellung gebeten: Prof. Michel wandte sich nicht gegen die Erhebung einer Gebühr für Strahen­reinigung und Müllabfuhr überhaupt, sondern nur gegen den Berechnung dieser Gebühr nach dem Miet- und Pachtwert der Wohnungen, die