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;iug,eme ung ton Sfojct und herab»u setzen. Gleick^Mg wird der 23er

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<S. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

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Lollar, Die B(

kaufspreis von 335 Dik. out 3 Mk. für den Liter ermäßig t. Diese Verordnung tritt morgen in Kraft.

Sckfrv'er.g'titen imiech^lb unseres Mrtsckxiftslelens eintrcte» sollen. Hand nt Jqaitb mit dem Abbau \

ßcrrn Collins Abenteuer

Roman von Frank Heller.

"jchalt gttsen. Die Festsetzung der Krerse für das Ninlageversah.-en stellt vor dem Abschluß. (B.aco.i

Aus Stadt itnö Land.

Gl eben, den 15. Ium 1921.

Die Milchversorgung.

Das Lebensmittelamt veröffentlicht im heu^ eigen Sbiyrijentril eine Liste ber Müch-Händler, bie ;um Hanoet mit Milch in der Sta^t Gießen zngo- laifr.i sind.

Heder MÄchversvrgungsbercckrrigte der Gruppe LÄ hat Anspruch auf DLieferung durch den für .jeden Bezirk bezeichneten Händler. Er fcnin jebod) beim ^'ebensm lt tarnt beantragen, daß er von einem anderen Händler, mit dem er sich vor­her verständigt bat. belicf.ri werde. Die ZuteUung «folgt burdi das Stä.t sche Lebensmilnlc.mt.

Der MilchhLndle? iit in erster Linie verpflich­tet, die Vero.gungsbereckst:gten mit der ihnen zu- stehend m Milchmenge yi »er orgen. Die über» s chü ssige Milch Uanu dec Händler an die übrige BvölLerung auch außerhalb sc in es Bezirks zu dem festgesetzte Preis Verläufen.

Infolge ter imgünfi en wi.tsckxlftlichen Lage

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Sernhacdt'S J toared als » fit bcsK4 o Briten an, wah

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SJle:aW]£2i dcm ^kvr safsf biten

Um St«»* SJJ M LW^auSllben

ober lvache. Ich habe eine Ge'penstererschnnuna gesehen, dann muß ich da- Teil.um haben. Merne £»anb zittert, so daß ich dies kaum schreiben Kinn, und ich schreibe es nur, um zu ^Ersuchen, mich etwas zu beruhigen, mein Whisch ist ausgegangen.

Ich fttefe heute abend mit G. zusammen, da- war der Anfang meiner Erlebnis je. Mit G, den ich seit unserer ersten Begegnung trifft mehr ge­sehen hatte und der heule abend womöglich noch schiufler und im angenehmer war als damals. Er kam geradewegs aui mich zu, ohne sich darum zv kümmern, ob uns jemand sehen konnte.

Nette Lustrri e, das," begann erHat Ihnm die Seeluft gut getan? Und ba3 (Fjrix an Bord schmeckt Ihnen? Nette, verflucht nett'- Lustreise!"

Horen Sie, G," sagte ich

,r3d) höre auf dem Ohr überhaupt nicht/ brüllte er. ,.2&jyu sind Sie an Bord? Um mti den -tarnen zu flirten und Schach zu spielen ober aus andern Gründen? Haben Sie . .

G.," sagte ich noch einmal, und ftri'erle ibn, ntdä diesen Ton, meint ih bitten darf! Sind Sn der Führer ober ich? Antworten Sie? Und was meinen Sie mit Ihren In imzatfonen ? Flirt und Schachspiel? Weiß Gott, Flxk interessiert mich weniger als irgend etwas aus bet Welt, und Schuh - mibgä-men Sic nri: ein paar Partien mit dem alten Geistlichen? Ter jetzt i.n Sterben liegt."

Ja, im Zimm« neben un'erm Geld," net keme Gelegeirhrit. so will ich am Wüten Ast baumeln! Tte Woche geht nicht mehr da, niemand geht mehr da, bfe Luft W rem und Sie, Sv tun nicht-»"

lFonsetzung folgt.)

weiter Mr i'e d.r städtischen B.'völLerung ist käs Lebensnistt.lamt genötigt, d n unter dem Druck der Verhältnisse seit 1. Juni 1921 bezahlten Stallpreis von 2,50 Mi!, auf 2 MI. zuzüg­lich 20 Pf. 3'itWag 2,20 Mk. für den Liter

Aber ber Steward, der so wie alle ar.tem den liebenswürdigen Alten vergöttert, war idun fartgeeill, um den Belcchl des Neffen auS-usühren, und eine halbe Sttnibd später lag der Alte sorglich gebettet im Krankenzimmer des Doktors. Ter Doktor sel.'st war natürlich von unsem Beschrei­bungen dc's Hirstenansalls sehr unangenehm bc- rsthri m'ch wollte den Pastor unter,udxm, aber daS gab nxber er noch der Nefic zu.Es hat keinen Zweck. Doktor," flüsterte der Alte.Kem Ar^t aus Ewen Iknui mehr für mich etwas tun. Kann mich die Lust aus Äialta Ixi en, dann . . . sonst bin r-ch bereit, Rechorschaft über mein Leben vor ihm a!-yih\icn, der es mir gc ckx-nlt bat Aber ich dank >ur Ihre Freundlich^.ü, Tüttor!" Ter Do.tor nickte düster, bemi er tagte sich na­türlich selbst, daß der Mte reckt batte. u d das ringe, was er vrruchen torittc, nur, xm am -riv.- Ml erhalten, bis wir und) Va Valette fernen

: * Xe hm it: 9K*ru iginig4.nittel un> h q Kapitän Selbv Cröer g.ben, bis; e.i j still a 3 möglich in dem tombor vc. \n. Kranken) i tim er inib dem Lei-d.xk darüber sein ßllf i tuiäck)!i.ch ist c3 allen außer dem To.tor ftratg untera.it, dem Alten M> nören. Und auch er tut e3 nur jioex- bis bve'.nutl in Tage, um zu sehet, ob ec noch am Leben nt und ihm ti i beruhxge.ch-rs Mitte» zu gebeiL Ter Neffe wacht Tag unb Nabt ^ei itm.

Jo, armer alter Taitor, we.m du wüßet, wie gründlich du ri_- Plane durch reust ha i, bu ich ouj eine gewx se Packchste tn Kapitän Sclbys

IXSIlMungeii ÄSSSft

«rl)ehfN.b(inöia) |rC| «kchküttW.^

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L^*®tgeiurk,

Strri5 Alsfeld eiüdtjnbiläum.

fpd. Alsfeld, 13. Juni. Die Stabt Alsfeld feiert im März 1922 ihr 700j äh, r i ged Be steh en. Tie Borbereitungen für eine einfache, würdige Gedenkfeier wurden dem Stadtvorstano auf Anregung des hie­sigen Geschichtsvereins übertragen.

<5erid?t*faaL

Der Prozeß gegen Hölz.

Berlin, 14. Ami. (WB.> In dem

Hölz kam e3 heute zu einem fdweren 3 u f a m- menstoß Swijckxm derBertei'btgungdeSAw geklagten rineriests und dem B o r s x tz e n d e n cm- deretteits. Ter Bürs!ke.che wol!te nifft yilafim, daß ber Ange.lagte mit seinen Aus'ührungen sich an den Zichörerraum wendete Tir Angeklagte war aber nicht zum Schweigen zu bi tagen und er­ging sich in Angriffen goy-m de.» -GerichtShas, wo­bei er ton seinem Scrtvibiger Hegewisch unterftü«

togeverfahren g^dmmen. Dir ertomen gern ferne <t«nrr.(rfrüai an. Wir nchfen, daß eure Hfcrtcv lu-ng der Umlage, bie allen Letri tgrcn geiedft wird, pta»lisch kaum möstich it Dsttl aber be Aen- bennig des LclLwi.t^zastlich'n Aussck/u fes an dem Entwurf angenommen nri b, werden bte Yx* denken an Gewinst ter he »en. Ti* verändere Siel- kmignahme ber Land.mrtichast iiann uns abr nicht beirre:!, den für richtig erüaimten Weg fortrusetzen. Air ssl-en in dem Um lagererfa^ren ben bef.e.i Ueicrcmtfl Mir freien SBnt.dxi t, zur Förierung der PDodu»tw.'. und zur Vernickftung ^es Sckleich- hmidels. Ter Auchibiik e s der Nrich^gettai.estolle wird durch d.<es Versäh e.! rer i tgerc um mehr A< bif Hälfte imb die Nci l,6gettri^stelle da­durch abgcbaut. Ter Handel findet aber eine Er- w-ileiung. Für die Erfüllung sei'.er llmlageter- piri.'ttr'isen h.fei ber E zmger dem Kammnna'- '.»echa.L, d.'e.er dem Lande und d.eses dem Rci>'- Wie'sich ixe Preisgestaltung vvl.'z!e.',en nnrb, hängt von der Fva'.e d.r Nri'ck^Kuschüs e zur Derb-.l i- Tung des Dichlcs ab. Angetordert werden für tue"en Zweck im Lauie bei Iah eZ 10 bis 15 Milliarten Mack. Hier mutz abgebaut ne den. Ta? kann aber nur febriltroejfc e. folgen, nenn nilft

** Die Trauerfeier für Geh. Rat Sievers fand gestern nachmittag tri ber Kapelle des neuen Friedhofs statt. An der kränz- und blumengeschmückten Bahre bildeten die Vertreter ber studentischen Korporationen in Wichs nnb mit florumhüllten Fahnen Spalier. Groß war die Zahl ber Teilnehmer auö Universität und Bürgerschaft. Pfarrer Mahr gedachte in tief­empfundenen und psnchologisch fein ausgewählten Worten des so plötzlich aus dem Leben, seiner Arbeit, seinen Plänen zu einer neuen Reise nach Peru babingerafften, des seinem Freundes-, Schü­ler- und Familienkreis so schmerzlich entrißenen Mannes, seiner ungewöhnlichen Arbeitskraft und seiner Verdienste als Gelehrter, Forscher und Lehrer. Im Namen ber Universität widmete Se

Der Bericht des Ausschusses für Volkswirt­schaft wirb jetzt mit dem Entwurf über die Ge- treidebewirtschaftung verbunden.

Inzwischen sind eine große Anzahl Wänbe- rungsanträge eingegangen.

Abg. Dusche (D. Vp5 fordert glatte Ab­lehnung und Einführung ber freien Wirtschaft.

Abg. Dr. Herz (Kvm.l fordert Deibehal- lung der Zwongswirifchast und Maßnahmen zur besseren Erfassung ber ©etreibemengen.

Abg. Edler v. Braun (D.-N.) lehnt im Namen der Landwirtsck)aft die Vorschläge der Re- rung ab. Seit Jahren habe die Lanbwirtscl)aft in ber Zwangsjacke stecken müssen, jetzt habe sie genug davon. Wenn bie Regierung andererseits solange mit ber Wiedereinführung ber freien Wirtschaft »varten wolle, bis unsere Landwirtschaft den In­landsbedarf decken könne, werde sie lange warten können Nur die freie Wirtschaft könne ben Inter­essen der Konsumenten entsprechen. Auch bie Par­teien ber Linken sind ja nur aus Parteipolitik iür bie Zwangsverwaltung. Die Konsumenten ben- len anders. Wir erwarten auch nichts von dem Umlageverfahren. Das Beispiel der Kartoffel zeigt, heute bei freier Wirtschaft bie Preise wesent­lich niedriger sind als im Vorjahre unter Der Zwangswirtschaft. Mit dem Schlachtvieh stehe es genau so. Außerdem werde hier der B«veis er­bracht, daß das Angebot unter der freien Wirt­schaft sich vervielfacht hat. Nur ber freie Verkehr befreit uns vom Schieber tum. Auch im Wege des freien Handels hat bie Regierung die Maclst, bie Breife auf einem niedrigen Niveau zu halten, ie muß nur verHinbern, daß deutsches Getreide . ausgeführt wird und sie muß für eine Verbilligung des AuslandHetreioes sorgen. Uebrigens ist die amerikanische Ernte eine wirkliche Rekordernte uno die Preise auf dem Weltmarkt werden ohnehin schon sinken. Das Umlageverfahren verletzt das Rechtsgefühl ber Landwirtschaft und wird keinen Erfolg haben. Selbst der Städtetag hat sich ba­rgen ausgesprochen und dazu kommt, daß wir chon in ber Ernte sind. Unser einziges Ziel muß ein, die Erhöhung der Erzeugung und dies kann nur auf dem Wege der freien Wirtschaft erfolgen.

Abg. S d)*m i b t * Köpenick (So-.): Kartoffeln imb Fleisch können nicht zmn Vergleich heran» ' öCtogen »Derben. Brot ist das einzige Nahrungs-- mittel, das abblut nickst entbehrt werden farai. Dir <5t>iia!b/nto traten haben dir ZwangSwirtsclrast nicht verlangt, sie ist aus nationalen Gründen ein geführt werden. Mr müssen die B-'idelw! tung bec Zwangswirtschaft stör dem, denn das geplante Umlageverfahren wird seinen Zweck nickst cr^ füllen. Gewiß muß eine Steigerung der Pro buCtton erstolgen, aber ich glaube nickst daran, öaß eS dabei ohne etwas Zwang ab geben wtrc>. Rufe: 2U;a! rechts.s Diejenigen, die ihre Pflicht nicht tun, Ackerland brach liegen lassen, gegen Pflairzenkrankhriten nicht trorgc'b'.'n usw., müssen nju ihrer Pf.iäst gezwungen toerom. Der Wider ibano der Recksten gegen den i'lcht stunden tag ist unbereckstigt. Unsere Arbritersckrast ist bereit, sich in die'er Frage mit der Landwirtschaft zn ver­ständigen. Es ist nickst edel von dem Mgevrdnetcn Edler von Braun, wenn er die Sackie jo hiivzu- fielen sucht, als ob nur die Arbeiterschaft ein Verschulden treffe.

Die Beratung dieser Materie wird sodann abgeb oo eben.

Daraus werden die Gesetzentwürfe über die Gewährung von Drl.ilfen an Rentenempfrnger oh ie Debatte dem So$ia£polTttldxn 2luSfchuß über­wiesen.

Nächste Sitzung Morgen nachmittag 2 Uhr

SV eine Anfragen, darunter die Aenderung des Wehrqesetzes.

Schuß gegen 61/» Uhr.

Magniftzenz Rektor Dr. v. Eicken dem Ent- schajenen einen kurzen Nachruf imb im Namen ber Philosophischen Fakultät sprach ihr Dekan Tr. Hirt Aus den Worten des Vertreters des Allg. Sttrd.-Lbrssckms'es Ea b. med. Zung sp ach die große Liebe und Verehrung, die die Studenten ihrem hochgeschätzten Leb rer und väterliche Freund entgegen brachten, der gern stets m.t Rat und Tat zur Seite stand. Für die Landsmann- ichaft Rhenania-Jena, der der Heimgegan­gene als Gründer angebörte, legte ein Vertreter einen Kranz nieder, und im Namen des Vor­standes der Gesellschaft für Erd- und Völker­kunde smach Buchhändler Alfred Tövel- m a n n den Dank und die stets bleibende Aner- fcnmmg seiner Verdienste um ihre Gründung und Förderung aus. Warmempfundene Worte des Ver­treters des geographischen Seminare Telle- mann) beschlos e:i die einfache, sch ickst? aber ein­drucksvolle Gedächtnisfeier. Die sterbliche Hülle des Entschlafenen wird zur Einäscherung und Bei­setzung nach seiner Vaterstadt Ha-stnirg überführt.

Der Ankauf von Gold für das Reich durch die Reich?bank xmd Post erfolgt in dieser Woche zum Pr.ise von 280 Mk. für ein Zwanzigmarkstuck und 140 Mk. für ein Zehnmark­stück. Die Reick>sbank zahlt ferner für ein Kilo­gramm Feingold 40 000 Mk. und iür die anslän- disck)en Goldmünzen entsprechende Preise.

* Reichsbanknoten zu 50 Mk. vom 30. November 1918 haben ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel bereits seit 31. Januar 1921 verloren; sie werden nur noch bis zum 31. Juli 1921 von der Reichs­bank e i n g e l ö st, für die mit diesem Zeit­punkt jede Einlösungspflicht endet.

Vornotizen.

Tageskalender für M ittwoch: Stadttheater, 7i/2 Uhr, Sonderkonzert des Kmznst- Vereins,Dos Panties und dxe Peri". Licht­spieltheater, wie gestern.

Oberhesfische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Ddorgen abend wird rm Physikalisck)ei Institut der Zweite Teil des Vortrages über Erd-, Licht- und Funkentele-' graphie imo -Telephonie mit besonderer B.nück- sickstigmig ihrer Entwicklung wAstend'des Krieges veranstaltet. Der.. Vvrtraa, ber durch zahlreiche Demonstrationen und Versuche 'ergänzt wird, be­ginnt SVi Uhr.

Haaß-Berkow-Festspiele. Durch die tatkräftigen Bemühungen der Literarischen Ge- sellsckstift und des Bundes zur Pflege von Musik und Literatur ist es gelungen, die berühmten und begeistert gefeierten Haaß-Berkow-Festspiele aus Jena zu einem 5n^ritägigen Gastspiele nach Gießen zu gewinnen. Wie m allen Städten, in denen die Spiele gegeben nnnticn, so wird es auch für Gießen und unsere hiesigen Kchxstfreunde ein künstlerisches Ereignis werden. Haaß-Berkow, einstiger Lcklner <m cer Max-R. rnhardt^schauspin- schule in Berlin, sagte sich, wie uns mitgeteilt wird, von dessen Kunstzielen los und versuche auf eigene Weise mit Hilfe von Laien eine neue Schauspielkunst ins Leben zu rufen. Er begann mit der Wiederbelebung mittelalterlicher Myste­rienspiele. Er wollte in Wort, Gebärde und Bild das verwirklichen, was in den Bitoern unserer altdeutschen Meister alsInnigkeit der deutschen Seele" empfunden wird. 'Das ist aber nur möglich durch größte Einfachheit des gL>anklichen Auf­baues und durch ein völliges Sichunterorimen und Aufgehen der Spiele'' in den Sinn des Stückes. Haah-BerL>w will seine Spieler so beseelen, daß sie empftnden, einer heiligen Aufgabe zu dienen. Daneben verfügt Haaß-Berkow über eine bewun­dernswerte Regiephantasie. Alles, was an künst­lerischen Werden in diesen alten Spielen steckt, holte er mraus und nach dem Muster der altc-eiit djen Malerei entstanden Bühnenbilder von erstaunlicher Feinheit des Fattxnsinnes und der plastischen Gestaltung und Gruppierung. Eckt deutsch ver­mögen diese Spiele nie zu verzichten auf die Mischung von Ernst und Humor. So schuf Haaß- Berkow eine Bühnenkunst von vollendet deutschem Gepräge, die durch ihre Neuheit und Originalität überrascht und vorbildlich empfunden wird für die Ausgaben einer wahren Volkskunst (Siehe heutige Anzeige.^

Landkreis Gießen. Ungetreuer Beamter.

P. Lxch, 14. Ium. Nachdem man erst mr einigen Wxlien tm Posch zirk Lich eurem Beamten Postdiebst ähle uadto'.ifen tonnte, ist eS neuer­dings gelingen, Veridiebene Unter schlagun- gen non Geld durch ben tun tror feiner Anstel­lung stellenden Hi^fsschasfner W. se'-'stellen. Tie Sackx 6am «is Tageslicht, weil W. tüten aut der Poschilfsstelle Nie'e.-Be ft gen ringegan enen Be­trag von 1000 Mk. an die Kasse der Ortskranken­kasse in Gießen t:n Postbuch aus gelöscht und be- teilten hatte. Auf eine Anfrage des Knank<mkassen- rechnerd Tickhl in Öftesten wurde festge'ellt, dstz der Betrag -nicht eingegangen war. Tte Erhebungen des Postamtes Lich Härten die Unterschlagungen auf; der Beamte hat feine Verfehlungen bereits ein gestanden.

Verwäh iir 1 gsrvai m für hei le Waren hat e! Wv du da liegst u:rb mit dem Tode tilgst, läßt du dir nicht träumen^ daß im Ra^ime n.ben dir Geld genug verwahrt iit, um mein Leben und meljre.er andern für den Rest imcner Eri'^itz zu fidym! Verwahrt in einer aeoShnlichen Pack.iste ne­ben deinem Grabstein!

3d) fürchte, ich fürchte, tneer Grabstein wird der Grabstein meiner fcoifmaigen:

Ten 24. Oktober, etoad später. Wiener bei der Schreiberei. WaS soll man auch sonst an* fangen?

Wir haben Gibraltar angelaufen und eS zwei ishmhen später mittler verlas en. Das Wiette-- iit halber xmd wärmer geworden, fei: wxr ins Mittclmeer f.e!bmmen ifjib. Ttc Sonne fdxen den ganz.i!^ Txig( und der ©unncraintorgang gehörte zu dem Schönsten, was ich je geeben f;abe teb mußte an ein paar unsterbliche Z^i en von Brow­ning denken. Große goldene, rote, purpurne Wel­len, die hinter den tfkroen auswallten, es loar wie ein vulkanischer Farlxmnusbruch, mx? . . . aber ich verliere mich in Natur chwarmeresen, und das patzt weder zu meiner angenommenen Rolle ecx.*fl englischen LandjunkerS, noch zu meiner nrrklicken eines .Hock>!lapl^n- und Ge e i ck«ils euidc., a-..geil' blicklich aui der Jagd nach ct.ier gcnn.fen Geld­sendung von 100000 Pfund

Nun 1a, ob es nun »ur Rolle paßt, kommt, streng genommen, aui eins .«-au:- Tetr.: Duk Rolle schriut sich zu der verpu^chre'cen ixm -alfn zu gestalten, die ich in den kleinen Tmmoi mrine-3 Lebriis tnncgrixrbt babc. Roch nicht einen Säuitt naber dem Ziel! Alles in der Nähe dc5 5ri'nken- zimmers muß io stül und ungestört sein, so­gar die Notwqche Order bejommen hat, juch an

0 Zeikbach, 14. Juni. Der rn der Nähe liegendenF a u st m ü h l e" wurde gestern am Hecken Tage von drei jngendlickixn Einbrechern ein Besuch ab gestattet. Durch deck Keller rin ge­drungen, raubten iieFlexsch, Kartoffln und nah­men auch rod) 700 Mck mit. Die B.wohner waren auf dem Felde. Während einer der drei iugend- lidjcn Diebe feftgmannnen wurde, konnten die bei­den anderen den Versvlgern entgehen.

KrciS Büdingen.

Stockheim, 13. Juni. Am SamStatz fand hier eine Versammlung der Vorsitzen­den der Stetig Der eine des Kreisvereins aller Land beteerber des Kreises Büdingen e. V. statt, in der 43 Zteeigvereine vertrete^ tearen. Zur Begründung der Forderungen der Landbeteerber nach j>en einzelnen ört­lichen Verhältnissen wurde der Entwurf eines Fragebogens durch gesprochen und hierauf ein­stimmig angenommen. Als Kvmmijsio ns Mit­glieder für die Despreck>ung beim Landsiede- lungsamt Darmstadt wurden einstimmig ge­wählt: Wilhelm Reinhardt, Landwirt, Äcttz- Nidda, Bürgermeister Hensel, Rommelhausen, Hermann Seib, Landwirt, Lorbach und Hein­rich Gerhardt, Landwirt, Wenings. D«ie Frage« bogen sollen in doppelter Ausfertigung an sämtliche Bürgerin ei ».ereien i iQberhcs en und Starkeiibura umgehend versarrdt werden mit der Bitte, die Fragen unter Zuziehung der Vertrauensmänner der Landoewerber und Vorstände der Zweigvereine mit großtmüfl- lichster Sorgfalt zu beantroorten.

Kreis Schotten.

Das Vnnbadjcr .AusschiißfestV

n 2 a u b a tb, 14. Juni. W<ihrend der erste Tag des diesjährigenAuS.'chutzjestes" tun schönem Wetter begünstigt war, wurden ber zweite unb dritte Festtag durch die regnerische Witterung beeinträch­tigt. Trotzdem wurde das Festprogramm in allen Teilen durchgeführt. Am Montagnwrmn traten die einzelnen Sektionen des Festzuges aus dem Markt- Platze an. Unter dem Borantritt wristgekleidetc^ Sclnckmädchen und derGab.-nsktion", welche bie Preise trugen, bwogte sich der stattliche Festzug nach dem Sck>lossc rind von dort zurHälle". Bitte Gäste üxiten auch von auswärts erschienen. Gleichzeittg wurde das Preisschießen eröffnet. Wends wurde das Ergebnis verkündet. DenHammel" errang Weißbinder Heinrich Spuck: er trägt im nächsten Fohre das alte Sck'ützenllrinod vom Jahre 1540 als Schützenkönig im F-estziia. Heute fand ber Abschluß des?Lusschusses" mit Bolksv.-lustigung (Hahnen^ schlag ußv.) auf derHälle" statt, wie dies schon seit vier Jahrhunderten ge schieht.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 11. Juni. Die Stadtv«> ordnetenversammlung beschloß zur Deckung des städtischen Defizits die Erhiwung eintzS 5., 6. und 7. Steuerziels.

Kreis Wetzlar.

* Hochelheim, 10. Juni. Durch die starken Nachtfröste im Frühjahr sind die Kirschenblüten in unseremKirsch Wäldchen" vollständig vernichtet worden. Nur an einem Baumstuck, das in der Nähe des Waldes liegt und durch diesen geschützt war, hat der Frost nicht alles zerstört. So konnte der glückliche Besitzer desselben heute mit der Ernte der Frühkirschen beginnen.

* Großrechtenbach, 10. Juni. Dor einiger Zeit verschwand der Sohn eines hie­sigen Landwirtes, der auf der Gemeindekasse beschäftigt war. Wie wir hören, soll er in einem Briefe seinen Eltern mitgetellt haben, daß er auf dem Wege zur Fremden­legion sei, diesen Schritt aber sehr bereu.

Mol als- und Wochenkarten.

lieber die bereits angetündigte Herab­setzung der Preise der Monats- und Wochenkarten wird amtlich folgendes bekannt- gegeben: Die zum 1. Juni im allgemeinen Verkehr in Kraft getretene Tariferlbhung, die für Monatskartten eine Berechnung nach 20 Teilfahrten, die Wochenkarten eine solche nach zehn Dreißigsteln des Monatskartenpreises vorsieht, bleibt an sich bestehen. Mit Rücksicht aber auf die schwierige Lage des Arbeits­marktes, die insbesondere die auf Benutzung von Monats- und Wochenkarten angewiesene Bevötterung trifft, hat der Neichsverkehrs- minister bie Einführung folgender Not­standstarife angevrdnet:

Die Monatskarten werden derart bereck)net, daß ihnen nicht 20, sondern 16 Ein^elfahrten im Monat zugrunde gelegt werden, so daß bei einer Benutzung zur Fahrt zwischen Wohnplatz und Arbeitsstätte an acht Tagen die übrigen Fahrten im Monat frei sind.

Die Wochenkarten werden nicht zu zehn Dreißigsteln, sondern zu sieben ?lcht- undzwanzigstein des Monatskartenpreises be­rechnet. Hier führt also der Inhaber bereits nach Benutzung an zwei Tagen der Woche während des übrigen Teiles der Woche frei; auch Kurzarbeiter können daher mit Vorteil von ihnen Gebrauch machen.

Vorsicht vor wilden Sammlern!

Die Hessische Kinderhilfswoche beginnt am 19. Juni. Vor diesem Tage finden Samm­lungen auf den Straßen und in den Häusern für die Hessische Kinderhilfe nicht statt. Die Sammler für die Hessische Kinderhilfe sind durch einen Aufklebezettel auf der Sammel­büchse ausgewiesen, der den Stempel des Polizeiamts Gießen und der Hessisck-en Kinderhilfswoche 1921 trägt. Andere Samm­ler, insbesondere solche, die vor dem 19. Juni kommen, weise man ab. Sie haben kein Recht, für die Hessische Kinderhilfe zu sammeln

Wettervoraussage für Donnerstag:

Wolkig bis heiter, tags warm, nordöAiche Winde.

Nachdem die Depresswnm nach Norden unb Osten abgezogen sind, hat das atlantifdje Hoch größeren Einfluß aut unsere Wetterlage betbn> men. Für die nächsten Tage ist daher mit trockener, heiterer Witterung zu rechnen.

dem einen Ende des Korridors fru halten, um den Kranken drinnen nicht zu stören. Heute nacknnütag war der Neste am'dem Verdeck. Er fti1> blad, und angestrengt üus und Ixxtte hekttche Flecken aus den Wmigen. Ich stellte ihm ein paar Wil? Fragen nach dem Pastor als ich dazu tarn, denn die Tarnen des SchifieS unrichwäimiten t*m wie Bienen den Hontz. Er drückte mir bie Hand unb murmelte etwas Unhörbares, dann riß er sich los und eilte wieder yu feinem kranken Onkel hinunter.

Kapitän Seldp war hTUte abend aus Beuch beim Pastor unb blieb tx l eicht eine Bu-rtelstunde dort. Als er wieder herauf tarn, hatte tr groß: Tränen in den Lingen ja, wahrhaftig, der alte, braungebrannte Sebär weinte. Er iah, daß xch ihn anstarrte unb kam aui mich &u.

Ja." sagte er,ich Werne unb xch jcMmt mich beften nidft, Sn! Die,er Mann ist m Hei­liger, Sir, eil Heiliger, unb wer das Gegen­teil tagt, den will ich. . ."

Er beendete den Satz nicht, sondern gmg mir die Kommandobrücke.

Herr Gon, ich sage ja nicht das Gegenteil. Ich stimme sogar culs vollstem Herzen b.*i. Aber mpm der Paitor auch ein Heilt ier ist, so gibt es eben auch Augenbttcke, wo Hei.xge icchr tm Wege sein können.

Zum Bei'p'el, toentt man aus 'dem Au-Iug nach 100 000 Pfund in gemünztem Gold ist jnb besagter Heüxger rih ge«ü^ uen Raum neben ib em De^7val/ru!!gsoi.t jam Kranienztrnmer aus* sucht. . .

25. Oktober (ober 26 , ich weiß kaum mehr, welcher). 92ein, ich nxij es kaum, weitz kaum, ob ich bei Si-men ober verrückt bin, ob ich schl<pe

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