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Erstes Blatt

M. Jahrgang

Dienstag, |5. Zebruar 1921

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Drnd unö Dtrlog: vrvbl'sche Umv.>vuch, enö Sttlnöruderei B. fange. Sdjriflleitnng, 6e|d)äftsfteae und Druderel: SAulftroJt Z.

Smielee » » Snjrl;ci far btt laqeanummrr b;e tue Tlachm itag voiher ohnr |#bc Sf rbinbbdlbftL Preis fit I mm H4be f*r Sn vsqmo 34 mm Vrftte brtli* 35 Tf . ausmArH 45 Tf . für Helle**» Inpigcn tie* 70 mfe Stritt l SO T* B*< Platz» Derldir-ti 20 . Iwf chlag, ftoupid)nt!lfiict fli-fl. ^orn D»tflnim<«rtl>4 für Ton-ih lug für bt« fibrtqrn Teil Dr. Hembotb 3**U; lür be« 3l«|eiqe«ifi! A. Beck, |ä m i!14) in Biegen.

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d? Oiexener Sntelaer *: ber Tienstagsbeilage J jort-Umfd}oue er* H'tnt täglich, auher Samt» unb Feiertags l iatridfe BeiB<i«D'f fe: 1<xri 5.- etnfchließl.ch Srlgerfobn, durch die Jcf: bezogen Mark 5.75 schließlich Bestellgeld.

<«r N'prech -Anichluste: #bleSd)riftleimng 112, st- Tnufcerei, Verlag »S (Seichafl,stelle 51 ! fchrifr für Drahtnach- t^Un: Anzeiger »letzen.

postfche/tonio

jrenffert a. M. 1168*.

Volkswirtschaft und Staats­finanzen.

Ein wirtschaftspolitischer Mitarbeiter chreibt uns:

Der italienische Außenminister Graf ksorza hat den Hinweis auf die Trostlofiq- ktit her deutschen Finanzen mit dem Be­werfen abgelehnt, zwischen diesen Finanzen mb der deutschen Volkswirtschaft bestehe ein interessanter Gegensatz", zu deutsch: ES geht ons gut. wir wollen nur keine Steuern, fahlen. Nun ist der Gegensatz (rtzhtiger: unterschied), von dem Graf Sforza spricht, in der Tat vorhanden, aber wer ihn fest­stem. erwähnt nur etwas Selbstverständliches. 6e schlecht wie die StaatSfi nanzen kann eine kokkswirtschast niemals werden, denn für sie ist die Möglichkeit, Schulden zu machen, be­grenzt, und bevor sie den für die Staats­finanzen wenigstens vorübergehend ertrag­baren Tiefstand erreichte, lväre sie langst verhungert Denn aber der schlechte Zustand der StaatSfinanzen ein gleichsam übertrie­benes Abbild der wirtschaftlichen Notlage ist, so bleibt er doch ihr Abbild. Der Haushalt be# deutschen Volkes ist besser gestellt als der be# Reiche#, aber er ist darum noch dürftig genug.

Französische Politiker trösten sich über diese auch ihnen nicht völlig fremde Einsicht, ndem sie von der wirtschaftlichen Zukunft Deutschland# Unbegrenztes erwarten So sieht Loukbeur (der doch nicht wirtschaft^, unkundig tfl) unsere Ausfuhr in absehbarer Zeit auf 2025 Goldmilliarden steinen Den Wünschen bezahlungSs?hnsüchtiger Gläubiger ist keine Grenze gesetzt: wie steht es aber mit den nachprüfbaren Ergebnissen unsere# Außenhandel#? Amtlich wird der Wert un­serer Ausfuhr im Jahre 1920 auf 5 Milliar­den AWhmarf, der unserer Einfuhr auf 8 Milliarden geschätzt Da der Ankauf von Rohstoffen den vierten Teil des Ausfuhr­werte# in Anspruch nimmt, mühte Deutsch­land. um die fehlenden 3 Milliarden auf- zi'bosen. für 4 Milliarden mehr, im ganzen also für 9 Milliarden auSführcn. Sollen die AuSfudrabgaben und IahreSzahlungen her- ausgewirtschgftel werden, so bedarf eS einer Ausfuhr im Werte von mindestens 14 Milliar­den, allo im Vergleich zu 1920 einer Verdreifachung

Ist eine solche Steigerung deutscher Aus­fuhr überhaupt erreichbar, so kann sie es nur durch das Zutun der Handelsmachte, also der Entschädigungs-Gläubiger, fein. Sie mühten Deutschland, unter Gefährdung ihrer eigenen Wirtschaft, das Geld erst verdie -en lassen, das ihnen ausgefolgt werden fall. Cb sie, Zugun­sten Frankre chS. dazu bereit fein werden, ist mindestens fraglich Aber sie werden noch zu einer anderen Rücksicht gezwungen. Die unbe­zahlte Ausfuhr, zu der Deutschland gezwun- aen werden soll, ist nur durchführbar, wenn Das Re-ch als solches die Lieferer (mit Pa- p ergeld) entschädigt. D'e ..Wiedergutmachun- gen" geben also in jedem Falle zunächst durch die Kaffen des Reiches: ihre geordnete Durch­führung bleibt, wie auch die Volkswirtschaft sich erhole, abhängig von dem Zustand der SiaatSfinanzen. Behandelt der Verband diese nicht schonend, so stellt er in jedem Falle eine Fehlrechnung auf.

AeichsfinanzmlMer wltth über die Londoner ttoiserenz.

Berlin, 14. Febr. (Privattelegr.) Zn Münster sprach auf Veranlassung der Zen- trumSpartei am Sonnabend Reichssinanz- Minister Tr. Dinh über die bevorstehenden Londoner Verhandlungen. Wenn in London nur ein Diktat entgegengenommen werden solle, fei er der Auffassung, daß die deutschen Minister erst gesucht werden müßten, die dann nach London gingen Eine Diskus­sion müsse unter allen Umständen ftattfinben. Wirtschaftlich sachve'. ständ a? Menschen müß­ten sich um den grünen Tisch sammeln Mit Vernunft und Gefühl wolle die deutsche Re­gierung nach London gehen, aber die Gefühl­welt allein dürfe uns nicht beherrschen. Daß die gesuchte Verständigung uns große, schwere und unendliche Cofer au »erlegen würde, fei selbstverständlich Doch könne man keine Ver­mögenswerte geben, die Arbeit müsse die Grundlage fein, auf der man in London ver­handele. Niemals werde es eine deutsche Re­gierung geben, die ihr Ja unter ein Versklav vungsdiktat setze. Auch für die Arbeiterwelc seien die Londoner Verhandlungen von großer Bedeutung.

Die Erklärung Ser bayrischen Regierung.

Berlin, 14 Febr lDolö. Car* gestern tmntj den bäuerischen Ge a dren dem Weütöla z er ix » gebene Schrei ben der bayerischen Re-s

aieruug txnn 11. Febr gibt dem schon aus den Verofientlrchungen der festen Taqc betannten L-andpunkl der baver schen fR-gerung in t> r Em- fV3bierrotb - unb E troaj u gj a e nie e , wo rad> die Emmoh 'erwehr. ta? bayerische B.'.t eine LetenSnotwendigfrsi dariielle Sie betont ferner, daß sie den EntchürN brr Neich^reglerung ohne die Londoner verlo Kungen obzuward.n, an die AuSiührung der Gntroafmung leianvj- treten, für verhängliSroll halte Denn die Reirl-s- rrcienrng glHrtx».*! »um Vollz ig des Endra i- mmgsdikats vorgehen zu müFen g<r>be, p e die banrnfdy Regierung bt- Sr.xmriDO tung für diese Maßnahmen der 9teid)#rrgiciung überlasten.

Pariser Prcsscstimmen.

Pari#, 14. Febr. Zur Stuttgarter Rede de# ReichSministers Dr 3 i monS fagl da# Journal des Debat s", der 9)? in tfter habe sich korrekter auSgedrückt al# in feiner Reich#» tags rede, ober aufs neue erklärt, das M komm en von Pari# set al# ®erbanMung4gnuib'age unan­nehmbar Er habe gesagt, die Revision be# Versailler FrtedenSvertrage# fei un­vermeidlich Er habe ftxxrr dagegen tmotetirrt, daß der Vertrag von Versailles Deutschland die Schuld am Kriege *uerfrnne Man fair e nicht ^statten, daß dte Mrmfierirn von Berlin und Wien wieder die Legende von der Schuld verbreiten E# wäre gut. wenn die Vertreter der Al leerten die nächste Gel Unheil ergrifm nürben. um Dr Si- wov# eine Rüge *u erteilen Sie farairri offizielle Kundgebungen, wie die in Stuttgart, nicht dulden Die deutschen Delegierten feien nicht nach London berufen, ifm über die Rrvi'ion des Pariser Ab­kommen# zu verhandeln Sie bättrn nur Vor­schläge, stombinatvnen oder Anregungen über die besten AuSfsthrung^metbaden der in Pa-r# ge­troffenen Entßlvidungen corzubli Man dürfe nicht dulden, daß sie den Mund öffneten, um von Revision zu sprechen

DerTewp#" nennt die Rede tr# Reichs- minrsters eine »weide De grrung Die Rede von Stuttgart gebe allen denjenigen Sbrfx, die, wie derTenrrs". die Rotmendrg'eit erkannt hätten zu handeln. Die deutsche Regierung gebe rach London in brr Absicht, da# Abb mmen v m 29. In- miar abzulehnen, weil der ersten W-ig-rung im RchchStag alte Fnaktionen gefolgt feien Wo# Dr Simon# von Gegenvorschlägen gesagt habe, sei sehr vaye und l'insichtlich her Ziffer fei zu be­merken. daß da# französi che Parlament in» bn# franzö.'ifche Publkhnn keinen reuen Rabatt dulden könnten. Deutfelrland dürfe imr ke nen Prei# we­niger zahlen al# da# Abkommen vom 29 Januar fest setzte, und audi mit ni^t roenigrr Garantien Der ..Demo#" sagt, die Zahlungsfähigkeit Deutsch, land# könne nicht nach ben Entnahmen her Eisen­bahnen und rach dem Evgebni# der Ei komm n- steuer berechnet werden, soiidtn hänge von der inneren Gesetzgebung ab und könire nur auf einer den schm Statistik auf gebaut werden Auch einen Diedermifbau binxf) bentfdie Arbeiter will da# Blatt nicht geltend machen Dr Simon# habe eine sehr ernste Debatte eröffnet, dadurch daß er den Vertrag von Bersaille # selbst verworfen habe B?greife er betn nicht, dah. wmn ba4 cru^en» bl«klits)e TeutfdJanb den Bernch rr<u*r, die en voten Flecken feiner Ve antt o tlit^^eit#-'sticht tre t» zumarlen. c# nur dahin sgelarrge, daß e# selbst Flecken an die fränbe ^bekomme Lb'yd Geoogc habe in feiner Bimrstt-chomer Rrbe g sagt, wann man an dem Vertrag rühre, dann fdraffr man eine fltieg#<rfabr. Die oeurrfr Regierung ferffe den Friebet^svertrag an Sir führe dadurch sich. ;a ganz Eunova auf einen .Weg der rmr Konflikt treibe Da# Blatt will sck»on heute die Aufme f- samkeit auf die emfge 'Krise hinlenken, die sich vorderste

Paris, 14. Febr. lWTB? DasFourtml de# Dchat#" stellt mit and.-nen Blätrrn f-st, d> Staatssekretär Bergmann bn ferner Rückkehr nach Pa^rs Füblung mit den fnaniö ifchm Ereilen geuch: hab?. Das Bla t tagt, man wisse in offiziellen streifen noch nichts von einem derartigen Schritt Es feinidr unmöglich, daß Bergmann vor s'rnrr Abreise nach London fonbünm und brn Vermch machm wm>. über gewisse Einzelheiten her deutschm Vorschläge Aufk.ärnnaen ,u geben Es kt unnütz zn tagen, bah die fnarnö ilchr Regie­rung Bnnt Fn tiatioe ergreifen rtrrhe. um vor der Londoner lbmfrrni Zusammenkünfte ober Verhanbtungen mit ben beutfchen Relegierten herbei'ufübren VHyr sie werde fit nicht ab lehnen, wenn sie vorgeschcagen würden

Tie Frage der Vvl'-abstimmung Lesterreich#.

Vien, 14 Febr sDTB.^ Rach einer vart-'i- amrlichen Mittelung fand gtfären ei e Sirung der ReichSva teile,tung der G roßdeu tfchen Bolksvartei f»tt B» n allen Rednern .vurde betont, daß die Porten mimnrtrr mit al'en Mit'^n ruf die oaschestr Durchführung ter VolkSabstrm- nrnng über den Anschluß an Deutschland zu drän­gen habe

Tic Rot der geistigen Arbeiter in Lesterreich.

Sten, 14 Febr. "DB Die btr korreivondenz met*t, überre-ckKe rite Abo d u g be# Zentralvats der geistigen Arbeiter pefierreil# der Reva atro #kom iss ton et c le:!» xbrift. in der im Romen von 13-9 9r u s.-erdänten g.*ifrer A beiter bt* Bit» auSge- vroche' an b. Die Separat kn Skommisfwn möge gee g etr Sch il f unternehmen, um bei $ur Zeit In Ct e rnb b - stehende lobnbrückende Uebe'argrbot an griftigen Arbeitern durch die Be' e"u g ge>t> neter flr'e t*mrg i Mrit-n sei ige Arb iter im An# lan be au jute." m ui durch 5 red trnoä - mng und Fmachtta r iredaiUmingen für komum-

keil# emgeqangen ____

Aussicht gestellten Besprechungen mit den Ver-

9ro6er Dichtigkeit handelt, die eine überstürzte Bearbeitung nicht verträgt Die Vorarbeiten Heben nunmehr vor dem Abschluß Die Vvr- 'chläge der Länder für die Einstufung der Orte unter 10000 Einwohnern find größten- i, so daß die demnächn m

genostenschofrliche Zwecke 'ackrästig bei der Set# tung dieser von der fo tschreite.idm Verelendung bfbtDtnen Bevölkerun^>schich en mit u«rtr en.

Qester reicht ich« ngarische Verhandlungen.

Wien, 14 Febr D^B.^ Der Politische' ft'Drrrfpjnbenj zufolge tref en der unga.i che Mini fter be# Aeunern Gratz und der ehema ige un- gapfdie Minister be# Acußern Gvaf Efakv am Mittwoch abend in Dien ein, um mit der dftrr- cnd> s.lien Regi rung angesichts b # l'evoriieb nden Inkrasttreten# be# Fried^ms von Irinnen, die mit txr Uebergabe von Westungarn an Oesterreich zu erledigenden Fragen zu erörtern Tie storresrwn bntt h bt H.Tvar, bi6 Minist rvräsident WraK hräb- n-nb fernes Ausenth .lt# in Dien al< G sandter brr ungarischen Regierung dirrch Fühlung'iahme mit den österreich fclren S aat#mAnnem unb Par amrn- torirnt Gelegenheit bitte, ben österreichischen staub nun ft in d.nt westungarischen Frage genau kennen zu lernen und daß eS keine Panei ri Oester# vnch gebe, die von den Grund!inirn der I-rieoen#- oertrage# be ügHd) ©e^imrarn# a' gehen könne. In ben Verband ungen. die dfterrHrfnfrf'erfeit# rom Bundeskanzler Dr. Mayrge ührt ne den u b dem al# Fachberater der SektwnSchef tm Bundechniniste- rhrm des Innern Tr Davv beigegeben ist, wird noch eine Reihe von Nebenfragen zur Erörterung gelangen.

freiem der Beamtenorgantfaiwnen beginnen können. Nach Beendigung der Besprechungen tüiro die endgültige Vorlage im ReichStinanz- mtnistertum mit größter Bekbleuniauna ier» f'gsestellt uno dem ReichSrat und Reichstag lur Beschlußfassung zugeleifet werden

Eine Neve deS Reichswehrministers.

Berlin. 14 Febr In einer stark besuchten Däblerverfammlung in Bochum cerbr itetr sich gestern Reichswehrminister Geß 1 er über len Fri^d?nSvertrag und btr Paiiser Forderungen oer Alliierten und warnte dringend davor von oer russischen IUusumSpoiifik der LinkSrad Eilen oder von einem amerikanischen (Eingreifen sich irgend­welche dilse zu versprechen Nur die vosllommene Einigkeit und Geschlossenh.-it des deutschen Volke# könnten un# vor einer vollkommenen Vergewal­tigung retten.

Der neueste Entwurf de# Strafgesetzbuches.

Ausweisungen au# Oberschlesien.

Kattowitz, 15. Febr (DTB.) Regie­rungsrat v. Bolei # . Polizeirat Dörst ke, Krirninalwochtmeister Bielefeld und der Polizeibote Stümpfe e thiesten heilte den Ausweisungsbefehl. Sie müssen bis »um 15. Februar da# Abstimmungsgebiet ver­lassen haben.

Polnische Wirtschaft

8erTin, 14. Febr. Der Warschauer -Vrrespvndent derBoss Ztg." schreibt über ben chaotischen Zustand der polnischen Staatswirtschaft u. a.: Der polnische Voranschlag wnst einen Fehlbetrag von 80 Milliarden polnischer Mark auf. Rach dem vor kurzem verasientlichten Statu# der staat­lichen DarlehnStassen beträgt der Papiev- geldumlauf 50 Milliarden Mark. Werler be­deutet eine schwere Schuld PolenS da# von Frankreich und anderen Freunden an Polen feit Jahr und Tag gelieferte Kriegsmaterial, deren Höhe sich nicht annähernd feftstellen läßt. Am meisten zehrt das polnische Heer­wesen an Polens Staatskörper. Es bean­sprucht 80 Prvzent der gesamten pol­nischen Staat#an#gaben. Laut Vor­anschlag für 1921 besitzt das relativ kleine Polen die größte Armee in yanz Eu» ropa, für deren Unterhalt kein einziaer Pfennig aus den Staatseinnahmen verwendet nxrrben kann, da die MilitärauSgaben 80 Milliarden Polenmark betragen, a.'fo ebenso hoch find toi^ das Defizit im StaatshaushaU.

21tt» öem lleicbc.

Die Daffenbe'chlagnch-ne in Berlin.

Berlin. 14. Febr iWolffs Su ba3 Po- lireipräsidium in der kürzlich gemeldeten B c - schlögnahme brr 93 a i f e n im 23 e ft e n b mitteilt, tabm die Feststellungen ergeben, bjß Tr. Lxol unb Gmo'jen Die Danen aus einem leer- ftebenben Gebäude der früheren Oberfeuer» werter schule in Berlm. Lehrter Straße, ab» gebolt babm. D e Ermittlungen an Ort unJ Stelle baten zur Beichlagnanne eines weiteret aui'zr* ordentlich um angr i1*n Da fenla'.ers geführt, al# des en ixiuDtbeftanb^d 200) a reriegeroebte Modll 1898 z > ermähnen lüib Bei be i ge amten Beständm hantelt e# »ich anscheinend um Dessen und MunitionSvorräte ei ier früleren militärischen ßeitfreiroHligenformation. die nach den Zeugenaussagen vor etipa l'/, Fahren Vorräte der genannten Art in dem bereffenben (Scbänoe untrryebracht bat. Dr !>enl mar früher An­gehöriger eine# Zeittreiwilligeiwe. bandes

Dr. Simons unD Die Presse.

Stuttgart, 14. Febr. .Dol fj Der Reichs­minister ds 9Icurzrn Dr. Simons emofi-ig heute abend die Vertreter der Stuttgarer Presse und i*)tad> stch eingebenb über da# Der! tu iS de# Auswärtigen 'Xm c3 tur P r o v i n z o r e s > e aus Die Prefieubterlang des Auswärtigen Amte# befinte iich im UmJaj. 3t? fe aus finanziellen Grünten stark beiduntten werden und der bureau- kratlsche Zug daraus verfäuvlnten Eünstia sott mehr Fühlung mit der Öffentlichkeit und mit ten einzelnen Ländern genommen werden Ete'- redakteur Ärmrer dankte im Namen der Presse- or-'anisntion^m für die Dor'e de# Mr^iste'S unb wünschte w it re 'n ammenatb it te# AuS tür^i^en Amte# m l der Pve.fe.

Die Vorlug/ eine# neuen OrtsNafsenverzeich- aisstS.

Berlin, 14. Febr <,Sofff.) Seitdem anstelle der bisherigen einheitlichen Teue- rungS-ufogen nach Ortsklassen ae staffelte Teuerungszulagen get re en sind, ist die Frage eines neuen Ortsklassenverzeich­nis s e S naturgemäß erheblich in den Vorder­grund gerückt worden. ES ist verständ­lich. tvenn von allen Seiten auf eine schlew- niae FeNigstellung des neuen Verzeichnisses gedrängt wird. Andererseits darf iedoch nicht oeraeffen werden, daß es sich um eine äußerst um laug reiche 8Ubeit unö Angelegenheit von

Berlin. 14. Febr Dol s.l lieber den neue­sten Entwurf de S Strafgesetz!'u che# für da# Teutscte Reich sprach in brr lurifhldrn tprsr l- scha ' nnrl ti btf Bo-

btnb'ung de# allgemeinen Teil# Vier fei die oof kS- iiimlichc Au druckS.i'eise wi bi? über'id'tl (te 06 t> benmg unb bte anb iilitbe Trdinif des Ltnach- gebrruch# zu rühmen Entscherd-nd für die Be ir- teilung be# neuen Gesetzbuches fei die Frage, wie' die großen Forderungen de# R e f o r m Pro­gramm #, welche# bit Kriminalisten feit etwa 20 Jahren auf gestellt b'ben, aelöst feien In Berng auf eine schärfere psycholoaifche Ti ferenzi rung veS B rbrechertumS hibe sich der Entwurf non ter un» klaren Unterscheidung be5 8 61 gelöü unb b e biS- bmrren Ergebnisse der Dr 'enichaft in vertiefter SBrife auf die geistigen Tatbestände angewandt, die verminderte Zurechnungsfähigkeit sei anerkannt, unb da# Jugendstrafrecht vertieft worden Tie Strafmittel unb die Strafanwendung zeigten wesentliche Fortschritte, die Geldstrafe fei rrfo mirtt worden unb bte Strafanwendung nn*e rwrfrinrrt durch bte Verallgemeinerung der mildernden Um­stände.

Roch kein Preisabbau tm Buchhandel.

Berlin, 14. Febr. Noch einer Meb» öung au# Leipzig wurde auf der oufeerorbenb» lichen Hauptverfomm'ung des Börsenverei'i- oer deutschen Buchhändler beichsoffen. daß die Teuerungszuschläge für Bücher zu­nächst weiter in Kraft bleiben Rur für wissenschaftliche Bücher treten gewisse Erleich­terungen ein.

* Der Hall hlver.

Berlin, 14 Febr Per dem Echwu r- geriet be# Landgericht# Berlin III teannn beite Oer Vrr>zeß gegen den eb-maligen Oberleuhient Oer Reserve be# Gardefüf>ltcrremmentS. letzt ricknSaslesfar a D. Miller Tiefer ist arg Hart, während be# Dinterfeldie ^>4 tn ben ffarpatben im Fabre 1915 den Füsilier farl C»elmhafe tnitxf* Disziplinarstrafen io fdnner nris^ ndelt zu haben, bar her junge Mann gr erben fei 6dm«* bafr war an Ruhr erkrankt, wurde a^er al# Simu­lant behandelt unb wegen Tfenstverw igrru>-g uiu> angeblicher DibersetzlickBrit von dem An» klag en m Arrest gesperrt Er kam in ein mit 'Daifer und stvt gsA.eS Erd loch u b nri te bann, rtnr l<a. bauptet w-ch. öfme TZnfruna er nge Tarr g '<moen arbalten, bi# er fta'b Dv Sackte da' schon rrfv-r- bo't da# Mi'itängr icht beihäftigt Z 4-tz ist t'il'cr zu zwei Iabran öfesängniS oerurtrilt. txri der An- nagr der Mi hanteu''^ Tobciefge jedoch frefe g-iptzrl'en norben Diefe# letzte Ureil te vom Reick'Smilitäogericht ai fgeb-ben unb bir aw die Vorinstanz zurückverwiefen Fnzwiick» i ist aber die MüitävgeruteS.a Lif aufgrlolen norden, Id daß rrurrm br der Pnr>» vor ban Schtvurgrruht zur Verhandlung gelangt

Ter Anarklagte beftrilf nach n* vor. f'e'w bafe mißhandelt haben Es wurde ern frerr^» gerichtliche# Urteil vom ?ebruar 191 k veckevm, nack' dem Rillet ivcurn Mi rtemblung eine- Unter- offi irr# ;u einer Sorte Stubena^rest verurteilt- worben tl. Der Angeklagte erklärte, m d,esrn» Trolle ui Notwehr.gehanbelt fu haben Er »ib int übrrrn yu rm Felde mrtesach Leute r'Warni vj haben, btr er auf ixyndm^srn schlaß-nd ge uiu-en bäte, nn Verchen, da# nach SbriegsTOdy mit ban Tobe bitte bei traft werten fatmei

(rrrrr der f "übrrrn fc outete xrnmg#Ke-igei, teü SmrtrWiener Berlin, be'tätigt üutFrkt Ztg ", baB .^xlmtiife, al# er a-g*biDtrcn w r, -on v'l'er funtb C Arteigen mitt anbelt rtni b Lnsfer h-be auch ausdrücklich gesagt, delnch fr »olle tm Arreste total md)# zu freisten und ianren tekommen. Al# delmbake an5 dem Loch te tauige heft wu-de, mußte er von San tätS oLa en g:\6tecr-< r-er­bst. Man tib damals fdjm, bist er ira 5trrber kg fciller, der batet fttr b ha> nsraTt: 3l't b rat das Aa# noch immer ni stt k rot-191 iriO täte chrn einen Fußtritt versetzt Ta# hate ich *o erklärt der Zeuge m t eige tn Augen g->rten unb werte e# me ve-gesseu! Tie Star d# An- b-ndenS ai einen Baum In bon Hi2er u-^rge Male oerhä g' ®or^-tR: ter bc^fttyte Urt r» ofnärr fete Den Beilckrfen gar ri't nete rech- kommen k n en. Temg ge über ver »tert' S le» baß Beknchake ütechaute ratr -wermot angc&*i* ten wo rte» fei.