fort) sich feber Deutsche am politischen Leben beteiligt Deutscher zu fein in einer ,'jdl der Blüte unb Macht, war nicht schwer. Heute müssen wir stets an die Derpflichung denken, die uns aus unserer Geschichte erwächst. Die Gedanken an unseres Volke- Vergangenheit und an seine <Ju- tunst müssen vor allem leben in den He ;en ter Zugend. Dich: durch gewalt!ames Gingreiie' in die geichichtliche Gntwicklung, sondern nur durch festen Willen können wir uns res Geschtte gestalten. Politischen Willen müssen wir in ihm werten, jeder mutz sich b.wutzt sein, datz er nach seinem Können zur politischen Betätigung berufen ist Wohl braudxn wir ein starte- EinhclrS- betpubrtein, aber ebenso notwendig find die Parteien und die Arbeit in ihnen Denn nur au- geschlossenen Formen können Per önlichk iten er- wachsen. Sorgen mutz man ,edvch in jeder "Partei dafür, datz fie lebendig bleibt, und das kann nur geschehen durch ihre andauernde Verjüngung durch die Jugend. 3n diesem Sinne mutz unfere deutsche fügend politische werden 3m weiteren Verlaus seiner Au s ihrurgen triebe der Referent die Volwendigkeit des Vestehens der Teutschnalionalen Volke Partei mit der Erläuterung. datz nur, wie in einem Kräfteparallelogramm. du'-ch tas Degeneinanderwir'en zw.ner so starken Mächte, wie sie der nationale, deutsche und der international gerichtete sozialistische Ge- bante sind, eine Dorwärt-bewegu g möglich ist. Die Partei des naltranlen Widerstand^- mutz, so forderte der Redner, die Teutschnationale Volk-Partei sein, den Gedanken de- gemeinsamen, nationalen Ehrgefühl- soll sie hüten. Rach^ern er noch "den Sinn der wirklichen. d'Utschen Demokratie gegenüber dem der formalen, westländischen entwickelt hatte, fatzte Pros. C u r t t u S leine Ausführungen dahin zusammen, datz eine starke Rechte und eine starke Linke entstehen mühten, um so Gleichgewicht und Ausgleich her- au (teilen. Heber beiden aber mutz ter Vegri's des gemeinsamen deutschen Volkstum- stehen, der Gedanke des Zusammenarbeiten- aller zum Dohle de- Ganzen, >ur Schaffung einer deutschen Persönlichkeit im ®dile deutscher Geschichte und deutschen Denken-.
Landkreis GMcRcn.
• WIeseck, 14. Rov. 3m Wilhelm ’Bierau- schen Saale fand gestern nachmittag unter Leitung des Demeinderechners M ö b u S eine öffentliche Vürgerverfammlung statt, die sich mit der Gründung einer Gemeinnützigen Baugenossenschaft befähle. Die zahlreich Erschienenen folgten mit Interesse den erläuternden Ausführungen de- hierfür gewonnenen Stadtverordneten Fourier-Giehen. Die Grün- duizg wurde hieraus einstimmig beschlossen. 51 Genossen traten der jungen Gründung sofort bei. Die vom vorbereitenden Ausschuh in Anlehnung an da- Giehener Muster üorgcleqten Satzungen wurden gutgeheihen und zur Wahl des Vorstandes und AufsichtSratS geschritten. die folgende- Ergebnis hatte: Ludwig Möbu-, Vorsitzender: Karl Otzwald, Stellvertreter: Karl Bremer. Schrift ührer: Otto Schmelz, Stellvertreter: Otto Göbel, Kassierer: Lud - w i g 2 ö h e r. Stellvertreter. Der Aufsichtsrat bestehl aus folgenden Herren: Bürgermeister S ch o m b e r , Adam Kümmel, Karl D r e -» m e r , Karl S ch neider, Joseph Schöff- mann, Wilh Döll. Wilh. Linden st rulh, Karl Leib, Wilh. Wacker, Thristian Rau. — Restlose Tätigkeit und die Anteilnahme der ganzen interessierten Gemeinde lassen hoffentlich recht bald Erfolge sehen, um der auch in Wieseck herrschenden großen Wohnungsnot wirksam entgegentreten zu können.
Kreis Schotten.
eQ] Tobenbaulen b. lllri<ytetn, 11. Rov Heute trat hier im Gasthofe Wenzel unter dem Vorsitz von Pfarrer Bühler eine Versammlung zusammen, die die Gründung eine- Stoeigbcr- eZm S de - Vogelsberger Höhenclubs für Bobenhausen und ilmgcgenD de zweckte. Pros. Dr. RoeSchen aus Laubach, van dem die Arrregung zu dieser Gründung aus- gegangen war, trur einen (S ittourf der Satzungen vor. Diele Satzungen wurden in der Haupt- lächc In der von Pros. RoeSchen vorgeschlage- nen Form angenommen Zum Vorsitzenden deS neuen Iweigv?reins, der sich auch auf d e Hmgcgcnb, tnSb.-sondere die Dörfer Wohnfeld und HöckerSdvrs auSdehnen soll, wurde, da Pf. Bühler ablehnte, Lehrer Fenchel, zu seinem Stellvertreter Ps. Bühler, zum Schriftführer Lehrer R d 11 c t, zum Rechner Lehrer S ch u ch a r d zum Vergnügung8rat F< brika t Schild gewählt Pros. Dr. RoeSchen hielt einen lehrreich'n Vortrag über die gefchich111che Vergangenheit von Bobenhausen. Der Vortragende hat daS Gemeind.-Archiv in diesem Heibste geordnet und konnte deshalb reichen geschichtlichen Stoss auf sicherer Grundlage bieten. Zuerst wird tas Dors urkundlich genannt im Jahre 1306. Als ein eigene- Gericht, das Oanbgraf Heinrich an die Herren von Eis ndnch
' u-rxerr^cht f
Zu fcafcen tn. eZn^Atitytgen 9e&uSftan~ 5*1*ea<v: Qetlbronries'&Co ^LbronnaH
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ffiuterljaltene, eiserne Stalkinridftung bestellend aus:
3 Trennwänden mit Säulen, Holz u. Güter, 4 Krippentischen mit Slnjraufe unb Gingen, 4 Geschirrträger „»-»v
zu verkaufen.
verpfändet, erscheint Boden Haufen im Jahre 1337 3m Zähre 1353 belehnte Landgraf H inrich von Hessen den Elas zu Sassen mit dem Zehnten zu Bobenhausen. Pros. RoeSchen ging auch aus die Sagen ter Gegend ein u ib zer.egte s.e nach ihrem Wesen unb ihrer Entstehung. QLn sog Galgenslrauch war das Hochgericht. Hier gehl noch .der Maim ohr« Kopf u.n. Dies deutet auf eine Hinrichtung an dieser Stätte. Der Vortrag erntete den lebhaften Beifall der Versammlung. Autzerdem entwarf man die Grundzuge eines Wanderplans.
Boden hau sen, 12. Dov. Heute feierte der in weiten Kreisen bekannte Besitzer der benachbarten Lohmühle, Reichhold, seinen 80. Geburtstag. Aus nah und fern waren zahlreiche Freunde zur Gratu- latwn erschienen. Dem rüstigen Weidmann ein dreifaches „Horridoh!" Möge er noch manchen guten Bock zur Strecke bringen!
lD Laubach, 12. Rov. Die hiesigen Händler haben gute Kartoffeln aus der W e t t e r a u geliefert, den Zentner mit allen Unkosten zu 85 Mk. Etwas billiger werden die von der Stadt gelieferten Kartoffeln kommen, leider haben sie durch das Regcnwctter etwas gelitten, da sie In offenen Frachtwagen mit der Bahn gebracht wurden.
Hcsicn-Nassatr.
fga. F r a n k f u r t a. M., 13. Rov. Zeugen jum Fall Rif gesucht. Rach rrhnt- nalpolizcilichcn Ermittlungen hat der ermordete Fuhrmann Heinrich Rif aus Enkheim am Abend der Mordtat am 28. Oktober in der Zett von ’/j6 bis 6 Uhr die Allerheiligen» ftrahe passiert. On der Rähe der Wirtschaft Link hat er mit seinem Fuhrwerk gehalten und dort von seinem Fuhrwerk herab einem jungen Mann eine Ohrfeige versetzt. Alle Personen, die den Dorfall mit angesehen haben, aber auch der Geohrfeigte. sollen sich bet der Frankfurter Kriminalpolizei melden.
I [ Marburg, 13. Rov. Diewinter - liche Kälte hält noch immer an, sogar die fliehenden Gewässer zeigen schon eine dünne Eisdecke.
Vermischtes.
• 3m Kamps mit dem gefangenen Verbrecher. Der Berus eine» Gefangenwärters birgt viele Schattenseiten und Gefahren, so datz man sich manchmal wundern mutz, datz sich tapfere und energische Menschen sinden, die diesen so wichtigen Dosten versehen. Der Autzen- sichende ahnt gar nicht, wie sehr der Wärter In seinem täglichen Kampf mit den gefangenen Verbrechern bedroht ist. »Es gibt Gefangene, die sind wie wilde Tiere," erzählt ein Gefangenaufseher in einem Londoner Blatt. »ES gibt manche Zetten, in die man nur mit den größten Dorlichtsmahregeln eintreten kann, denn man mutz jeden Augenblick darauf gefaht fein, datz sich der 3nfaffe auf einen stürzen wird." Deshalb sind auch die Verwundungen und Mitzhandlungen von Wärtern nicht ganz selten. Zwar sieht man so viel alS möglich darauf, dah jede gefährliche Waffe auheryalb des Bereiche- der eingefperrten Verbrecher gehalten tpirb, aber sie müssen zu ihrer Arbeit Werkzeuge haben, und diese können in der Hand eines starken und geschickten Menschen zu furchtbarer Gefahr werden. So verletzte vor kurzem ein Gefangener in dem Gefängnis von Penlonville einen Wärter schwer mit einem Messer, das er zum Lederschneiden hatte. Er warf es aus einer beträchtlichen Entfernung so geschickt nach dem ihm verhatzlen Ausseher, datz es in feinem Halse stecken blieb. Besonder- nervenaufreibend ist es, datz der Aufseher jeden Augenblick auf solch einen Ueberfall gefasst sein mutz, denn er kann bei der verstocklen und schwierigen Gemütsart der Sträflinge nie sicher sein, was für Absichten fie haben. 3n dem englischen Gefängnis Dartmoor wurde eine- Tages eine Schar von Gefangenen, die beim Sirahenbau gearbeitet hatte, nach der Anstalt zurückgesührt, sie gingen zwei zu zwei, von elwa einem halben Dutzend Wärter Peaufsichtigl. Da (prang plötzlich einer der Gefangenen aus der Reihe, oolte mit seiner Schaufel, die er über der Schuller getragen hatte, zu einem schlimmen Schlage aus unb lieh den Spaten mit voller Wucht auf den Kops des nächsten Wärters nieberfaufen. Der Angegriffene brach bewuhtloS zusammen, und schon hob der Verbrecher von neuem die Schaufel, um ihn vollends zu töten, als ein anderer Gefangener ihm in den Arm fiel und bann herzu- gcciltc Wärter den Angreifer entwafsnelen. Die gröhle Angst Hal der Wirrer vor der Zusammenrottung mehrerer Gefangener -um Aufruhr.
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3rgenbeme unbeabsichrigte oder vielleicht nur eingebildete Zurücksetzung kann die Insassen einer oder mehrerer Zetten In eine Wut versetzen, die sich dann plötzlich in Gewalttätigkeiten entlädt. Sv griffen einmal eine gröbere Anzahl von Sträflingen in Dartmoor ihre Däner an, wett sie aus Mangel an Raum nicht an einer Weihnachtsfeier hatten lellnebmen können Ste überschütteten die Aufseher mit einem Hagel von Koks unb Steinen, so datz einige von ihnen schwer verletzt wurden. Gefangene, die man al- geiähr- lich kennt, werden mit grösster Vorsicht behandelt: man lässt sie getrennt in betonteren Höfeo arbeiten, und zwar werden sie meist mit Steinklopfen beschäftigt, wobei aber die von ihnen benutzten Hämmer mit Ketten an der Wand an- geschlossen sind: jeder von ihnen ist beständig unter der Aufsicht von mehr als einem Wärter
' Der Veronese au- dem Fundbure a u. Ein Gemälde de- berühmten Ua- lienischen Renaistanccmaler- Paolo Veronese, dessen Wert auf 200 000 Frs geschätzt wird, befinbet sich fett einigen Zahnen auf dem 'pariser «zunbbureau, damit fein recht madiger Besitzer sich melde. Das Wert wurde von einem Soldaten abgeüeferl, der es zu.älttg gesunden hatte. Da sich in der vvrgeschrlcbenen Reibe von Zähren kein Eigentümer gemeldet hat, fo wird es nun versteigert werden, und der ehrliche Finder wird seinen Lohn erhalten.
Handel,
Die Srhöhung der Margarmepreise.
Berlin, 12. Rov. (Wolfs.) 3m Reichsministerium für Ernährung u. Landwirtschaft fand am 11 Rovernber unter Leitung deS Ministerialdirektors Dr. Hoffmann eine Konferenz über die Erhöhung der Margarinepreise statt, worin Gelegenheit zu einer eingehenden Aussprache geboten wurde. An den Beratungen nahmen bk Vertreter des Margarineverdandes, die Arbeitsgemeinschaft der Derb rauche rverbände und der drei Gewerkschaftsrichtungen teil. Von den Produzenten ttmrbcn unter Vorlegung des statistischen Material- die Gründe dargelegt, die die Heraufsetzung des Margarinepreises notwendig machten. Mit Rachdruck wurde von den Er- teugern darauf hingewiefen. datz der schlechte Stand der deutschen Valuta gerade bei der Mar- Sarincfabrikalion einen so stark preissteigernden tinfluf) ausübt, well f a st sämtliche Rohstoffe au- dem AuSlande bezogen werden müssen. Denn von dem Sesamtpreis der Margarine enlfällt nur ein verhältni-mätzig geringer Teil — etwa ein Fünftel de- Werte- — auf Unkosten. Löhn" Fronen uib sonstige Spesen, die - «rauch ans chc h b ich t r re wur.en akerd ch (.( vvutfdj r ^oahru.g a®-ai;li werten. Dagegen stellen die fast ausfchlienltch aus dem AuSlande eingesührten Rohstoffe die übrigen vier Fünftel des Wertes der Margarine dar. Sine Gegenüberstellung der Preise, die für ausländische- Rohmaterial (Ocle und tierische Fettef am 1. und 11. November gezahlt werden mutzten, ergab eine garra ungewöhnliche Verteuerung innerhalb dieser kurzen Zeit. Die Vertreter der Margarineindustrie erklärten sich bereit beim Margarineverband dahin zu wirken, datz bei den künftigen Preisfestsetzungen die Vertrauensleute der Arbeitsgemeinschaft Der Verbraucheiperbänte und der drei Dewerkschaflsveibänte hinzugezogen werden. Die genannten Organisationen werden zu diesen Beratungen Vertreter entsenden die imstande sind, über die Berechnungen der TZar- garinefabrifen ein Fachurteil abzugeben. Die amtliche Untersuchung der berget llg/n Margarine- preife findet ebenfalls unter Zuziehung von Verbrauche rvertretern statt.
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Berlin, 12. Rov. (Wolff.) Die Grotz- handelSindeffziffer des Statistischen ReichsamlS fchncltte unter dem Ginflutz der katastrophalen Markentwerwng von 2307 Im Durchschnitt des September aus 2460 im Durchschnitt des Oktober empor. Die Preissteigerung i st allgemein und zwar fliegen Getreide und Kartoffeln von 2016 auf 2330, Fleisch. Fische und Fette von 1943 auf 2325, Kolonialwaren von 2317 aus 3299. landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel zusammen von 2320 auf 2417; ferner Häute und Leder von 3727 auf 4539, Textilien von 3070 auf 4176, Metalle von 2036 auf 2365, Kohle und Eisen von 1833 auf 18L3> Indus!rieftofse zusammen von 2155 auf 2539. Die vorwiegend Im Inland erzeugten Waren (betreibe, Kartoffeln, Fleisch, Ftfche, Fette, Kohlen und Eisen) von 1952 auf 2235. Die vorwiegend auS dem Auslands eingeführten Waren stiegen von 2643 auf 3585. Der Dollar stieg im Durchschnitt im Oktober gegenüber dem September in Berlin um 42,9 vom Hundert; ihm folgten unmittelbar die Einfuhrwaren mit einer Preissteigerung um 35,6 Dom Hundert, während sich daS Preisniveau für
• Frankfurter FruhahrSmesse. In dielen Tagen verfendct das MetzanU Frank
furt a. M. die Wnnekdepapiere zur BeschickmU der nächsten 5rübiabrimeffc vom 2. biS 8 April 1922 Der Anmetde-Schlutztermin ist auf 1. Dezember 1921 festgesetzt. Ss liegt im Interesse der Aussteller selbst, bk Anmeldungen möglichst frühzeitig in die Hände des Metzamts gelangen zu lasten, das in allen Meieangeleg en Helten bereit- willigst Auskunft erteilt.
Frankfurt a. TU. 14 November
QTlcrhtotieningcn. -x
Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:
Daium: 17.14 11.10. 111L
Zürich Sr. 125 40 1,m7 1,8S
Amsterdam 31. W-20 1,02 1 03
Kopenhagen Kr. 88 80 2.- 3 0*
Prag Är. 117 80 32 85
I x.—«.-.- Kr. 88 80 1 55 1.60
Kr 117.80 2122,-
Sh. 97.80
$ 23 80
Devisenmarkt.
2.11. 14,11.
Schweizer Franken
Holland 100 31. = 18.^0 18-50
Deutschland 100 Ht = 1.826 1.85
Wien 10U Är. = ai6 0.16
Prag 100 Är- = 5.60 5.20
Pari- ICO «e -- 38.30 ' 35.75
London 1/ - 2O.S7 10.85
Italien 100 2. — LL65 21.65
Brussel 100 3t. Ä 3 .90 36 70
Budapest 100 Kr. --- 0.46 0 475
Tleunorf 100 | --- 530.- 529 -
Agram 100 Är. = 180 1.86
Daka est 100 2 -- 340 3 35
Wien London Pari§, 7!euy«k
Züricher
Wechsel auf
(In einem Teil der Auflage wiederboU.)
Die Washingtoner Konferenz.
Paris. 12. Rod (lCDB> S.cp-an Cal* ranne drahtet dem ..Ma»in' au» Wa 1 htng » ton, Finanzsekretär Mellon habe erklärt, er hab« immer den Standpunkt vertreten, datz die Frage, die jetzt alles beherrsche, die Frage des W.chfel- kuries fei. Sie taste schwer aus der Weltlage Sin Gläubiger, der zu eilig sei, riskiere, da- Hebel zu vergrößern, unb die ausländischen Devisen. die sowieso Ichon sehr niedrig sind, noch zu drücken Er rl-kiere auch, der erste zu lein, der barunter leide, well teint Schuldner, die schon an und für sich wenig taufen, ihm bald gar nicht- mehr abtaufen würden, und er importiere vielleicht Geld oder Papier, aber er «portiere nicht mehr seine Prodntte ober feine Wart». Aus die Frage, ob die Konferenz sich mit irgendeiner finanziellen Frage oder mit der Frage bet alliierten Schulden beschäftigen werde, antwortet« Mellon. Gewitz werben einige Fragen, wie bte der Herabsetzung der Rüstungen eint f inanzielle Aach- Wirkung aus alle Länder baten: die- sei nur ein indirekter Essekt. Er sei der Ansicht, datz wenn man in den nächsten Tagen eine Internationale Finanztonferenz abhalt n lönne, bann Finanzleute berufen werden mühten, die not Don den Finanzen sprächen.
London. 12. Rov. (WTB) Die Blätter weilen auf die grobe Bedeutung der haute beginnenden Washingtoner Konferenz hin. .Daily Esp.ttz" überfchrciot einen Leitartikel über die Konferenz. .Die Zlpilisation am Scheidewege*. .Datly Mall" lagt, die Hoffnungen der ganze» Welt seien auf Washington gerichtet.
Die englische Rote an Frankreich.
Paris, 11. Rov. (WTB.) Die cngttsche Botschaft hat gestern der französischen Regierung eine Rote übersandt, in Der sie nochmals ihren Standpunkt in der Angelegenheit des französisch-türkischen Abkommens barlegt. Die Roke zählt vor allen Dingen die Punkte auf, tn Denen neue Dispositionen gegenüber den Abmachungen der 2ITIi letten untereinander getroffen werden. Es sei un-f recht, zu erklären, die englische Regierung habe gegen daS Abkommen mit Bekir Sami Betz keine Bemerkungen aemacht. Die englische Botschaft in Parts habe am L April dem Quai d'Orsay ein Aide-Memoire übeticicht. In dem gegen den Abschlutz protestiert worden sei. Der Text deS Abkommens sei Lord Hardliig später übermittelt und von diesem Lord Eurzon übersandt worden, der tn einer Unterredung mit dem französischen Botschafter am 19. LprÜ starke Einwendungen sowohl auS allgemeinen wie aus besonderen Gründen erhoben habe. Der Grund, warum die englische Regierung nicht mehr auf diese Einwendungen gegenüber dem Abkommen mit Bekir Sami Bey beharrt habe, sei der. datz es niemals tati* fizlert worden sei.
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MMWimW wenn auch reparaturbeönrttig, zu kaufen gesucht.
CWerten erbeten nn P. Hoerl». ne*ee1- dorf, Jülicher St« »Oe 20. lltilC


