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lach den wüsten d Samstag ist und ihre ihn* »eigewigen Hal r in maßvoller ficht und Orb- Mster Deise indc Slcmnkc t, dch die 53* , Lohnstreit in tun habe und nach LüÄehr enei Land wie- nnming üöerdie eine Dchrheil

Sie Oigam* beschloß dvl abrechea-D« g in allen De-

CBeretnMnmg über die Erhöhung der Be- züge der Fe st besoldeten. Sie be- dcuiert, daß die vom D. B. B. aus sozialer Einsicht ausgestellten Forderungen auf einen einheitlichen .Anschlag und die schon vom 23er Ausschuß des Reichstages beschlossene (Sleichseyung der TeuerungS- und Kmderzula- gen in den 5 Ortsklassen nicht verwirklicht wurden. Sie verurteilt, daß weiterhin die un- .gerechtfertigte Spannung nicht vermindert, sondern troy Annäherung der Prozentsätze noch vertieft wird.

Die Beamtenschaft kann die getroffenen Bereinbarungen nicht als endgültig anerken­nen, sondern erwartet, daß die Stellung­nahme des Reichstages eine den Teuerungs- Verhältnissen angem^senere und gerechtere ist.

Der Dorstand der Gewerkschaft der Hessi­schen GeineinLebeamten stellt lediglich eine Tatsache fest, wenn er ausspricht, daß mit die­ser Regelung eine Beruhigung unter der Be-. amtenschast nicht einaetreten ist und er jede Derantwortung für die aus dieser Sachlage entstehenden Schwierigkeiten ablehnt. Die Ge- ineindebeamtenschaft fordert außer der lau­fenden Erhöhung der Bezüge zur Entdeckung des Winterbedarfs unter allen Llmftänden eine unrückzahlbare Dirtschaftsbechilfe von 2000 Mk. für Verheiratete und von 1200 All. für Ledige.

Aus dem besetzten Gebiet.

Mainz, 13. Sept- iWTB.I Der Dor- ksitzende der rheinhessischen Pro- vinzialgruppe der Deutsch. Dolks- partei, Berck, wurde vom französischen Militärgericht zu 300 Mt. Geldstrafe verurteilt, weil er dafür verantwortlich ge^ macht wurde, daß ein 13jähriger Schüler bei einem Festzug anläßlich eines auf »der Teufels­rutsch bei Wendelsheim (Kreis Alzey) abge­haltenen FeftzugeS eine rot-weiße Kinder» fahne trug. Das Gericht erkannte, daß ob­jekiv eine Uebertretung der Flaggenvor- schriften der Rheinlandbommission vorliegt, mnd daß der Angeklagte als Dorsitzender der «Partei und Leiter des Festzuges gesetzlich da- «für verantwortlich zu machen sei. H

Gießener Stadttheater.

* LottcheuS Geburtstag.

'* Lustspiel von Ludwig Thoma.

Tauzgastspiel Hannelore Selle.

Gießen, 13. Sept 1921.

Lottchen wird zwanzig Jahre all und heirats­fähig und soll daher über gewisse Dinge ausge- 'klärt werden. Darob ent sieht zunächst ein amü­santer ehelicher Zwist. Der Dater. die Karri- <atur eines deutschen Professors, hall die Auf- 'klärung unbedingt für geboten sie dürfe nicht einem Zufall überlassen bleiben, wie damals bei ihm. der sein eheliches Glück nur dem llmstand i«danke, daß er einen Tag vor der Hochzeit gerade einem Freunde begegnete, der zufällig Zoologe war. Die Mutter toegrt sich gegen diese Ausklärungsabsichten, denn wenn ein Mädchen zwanzig werde, bekäme es derlei Dinge von den Maikäfern oder von sonst wem ins Ohr geflüstert. Der alle Geheimrat, freilich als Aufklärer denk­bar ungeeignet, ist sehr' froh, als ihm der Freiers» mann seiner Tochter als Zoologe vvrgestellt wird D<n junge Privatdozent jedoch der sich in seinem Leben nur mit einigen niederen Borkenkäfern be­schäftigt hat, ist noch schüchterner und weltfremder, und als der Herr Schwiegerpapa schier ver- -.werseln will, kommt der junge Wildfang von Göttchen hereingestürzt und verkündet als Ge­burtstagsüberraschung. daß sie, um sich für die tbe vvrzubereiten. ohne Wissen der Ellern an einem Hebammenkursus teilgenvmmen habe.

Thoma hat diese heikle Geschichte mit solch liebenswürdigem und natürlichem Humor gestaltet daß das herzhafte Lachen tm Zuschauerraum lern Cnbc nehmen wollte. Dabei wurde diese Wirkung nicht durch possenhafte Aufdringlichkeit erzwungem

Die Darstellung unter der Regie Karl Zvlas traf den rechten, flüssigen Lustspielton. Famos waren vor allem die beiden trvddeliaen Manner (Rad. Bolck und Richard Hellbvrn) gezeichnet, und die Sstliche Aussprache zwischen diesen unbehokfenen und pedantischen Vertretern der Wissenschaft wird man nicht so leicht ver­gessen Die Gegenspieler, zwei vernünftige alle Damen, wurden von Auguste M a r cl s und Luise Ramme! natürlich unb resolut wiedergegeben Tlärr Tu r k als frischer auch etwas sentimentaler Backfisch war. wie immer in diesen Rollen, citt- zückend. Die Seine Rolle eines naseweisen Dienst- mädchenS war Karla Keller übertragen.

Dor und nach Thomas' Lustspiel bvt H a n n e- I o r e S e l l e vom StaatStheater in Kassel je drei Tänze. Rach den künstlerisch so außerordentlich

hvchüehenden Tanzgastsp^eirn mit denen Herr Direktor 6tetnaocttcr das Gießener Publikum in den letzten Zähren einigermaßen verwöhnt hat, war es natürlich, daß die Zuschauer gestern abend die höchsten Maßstäbe anlegten Denn die junge sympathische Künstlerin auch nicht ganz an die andere Hannelore, ihr berühmtes Vorbild, heran» reichte, so wurde doch die gute tänzerische Be­gabung und ein ernstes Streben gerne anerkannt. Ern schön gebauter Körper und eine glückliche Hnnd in der Wahl vornehmer, zum Teil recht aparter Kostüme werden der Tänzerin bei ihrer Laufbahn au statten kommen Am Flügel laß

Krauß, der mit fernem fitnstlerischai oj>iel die Tänzerm begleitete und kleinere Pausen aussüllle und den lebhaften Beifall ehrlich ver- bientc

IRü diesem Abend, bei- zum Gedächtnis des lüngsl verstorbenen Ludwig Thoma gegeben tnutl>c, sind die Sommergastspiele des Rauheimer KurlheaterS wohl endgültig abgeschlossen Als verheißungsvoller Auftakt der neuen Winter- spielzell ist uns ShakespearesWas ihr wollt" angekündigt. gl.

2>armftäl)ter Theaterbrief.

R. Darmstadt, 14. Sept. Die Saison des Hessischen Lavdestheaters hat vielversprechend au dem Gebiet ber großen Oper, weniger auf dem des Schauspieles, bas bisher bedauerlicher Weife nur einen Schmarren heransbrachte, begonnen. Das ist Zwar in technischen Dingen begründet - das Personal des Schauspieles hat durch dieNachsaison" der vorigen Spielzeit länger Urlaub - hätte aber aus künstlerischen Gründen vermieden werden müssen. Die erste, der großen Oper gewidmete Woche war, wie gesagt sehr vielversprechend. Wundervolle Groß­zügigkeit, orchesttale und gesangliche Frische zeichnete die Eröffnungs.VorstellungDie Frau ohne S ch a 11 c n * ans. Dem Orchester, das unter Balling hervorragendes leistete, wie den Solokräften, die ihre Riesenpartien Kaiserin: Fanny Tleoe, Amme: Anna Jakobs, Färbersfrau: Johanna Hesse, Kaiser: Janssen, Färber: Bischoff - mit bewundernswerter Frische erledigten, merkte man die Erholung der Sommerpause wohl an. Strahlender Glanz in Ge­sang und Musik, tiefes Erfassen der künstlerischen Aufgabe, brachten das Werk Richard Sttauß' vol­lendet zur Wiedergabe. Gleicher Glanz und Größe zeichnete die Aufführung derAida" aus, die von fther eine hervorragende festliche Leistung unserer Oper bildetc. Während diese beiden Opern und die Meistersinger in der Inszenierung der vorigen Spielzeit geblieben find, die auch einer Neubearbeitung kaum bedarf, bot die ,/E o s c a" dem neuernannten Oberregisseur der Oper Joses Schlembach will­kommene Gelegenheit, sein Können zu zeigen, das den Intentionen Gustav Hartungs verständnisvoll folgt. Bühnenbilder von farbigem Reichtum, von monumentaler Wirkung und wo historische Gründe nicht entgegenstanden, von feiner moderner Still- sierung liehen der alten Oper neues Leben und künstlerischen Wert, dabei die krasie Realistik des Vorwurfes mildernd, ohne die starke Wirkung zu beeinträchtigen. Leider ist in musikalischer Hinsicht nicht das Gleiche zu sagen. Der neu engagierte Kapellmeister Georg S cell hat noch nicht den nötigen innigen Kontakt mit dem Orchester und auch mit den Solisten, so daß Ungleichheiten und Um ficherheiten oft störten. Bei der sicher vorhandenen Begabung des neuen Dirigenten ist eine Besserung für die Zukunft wohl zu erwarten. - Ws hoch, erfreuliches Zeichen steigenden Kunstverständnisses des neuen D)eaterpublikums kann die Tatsache festgestellt werden, daß sämtliche Opernvorstellungen ausverkauft waren.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 14. Sept. 1921.

Der Radfahrverkehr.

Da die Vorschriften über das Derhallen der Radfahrer auf der Straße immer noch nicht ge­nügend beachtet werden, sieht sich das Polizei­amt veranlaßt, die wichtigsten Bestimmungen noch­mals bekanntzugeben. Wir entnehmen aus dieser Bekanntmachung einige Einzelheiten. Fedes Fahrrad muh mit einer sicher wirkenden Hemm­vorrichtung, mit einer helltönenden Glocke zum Abgeben von Warnungszeichen und während der Dunkelheit sowie bei starkem Rebel mit einer hellbrennenden Laterne versehen sein. Innerhalb geschlossener Ortsteile darf nur mit mäßiger Ge­schwindigkeit gefahren werden. Das Einbiegen in eine andere Straße hat nach rechts in kurzer /Dendung, nach links in weitem Bogen zu ge- fiHAen. Der Radfahrer hat bei der Fahrt die rechte Seite der Fahrbahn einzuhallen und ent­gegenkommenden Fuhrwerken, Kraftfahrzeugen, Rettern. Radfahrern, Fußgängern, Viehtrans- potten oder dergleichen rechtzeitig und genügend nach rechts ausAMveichen oder, falls dies die ^Imstande oder- die Oertlichkett nicht gestatten, solange abzusteigen. bis die Dahn frei ist. Das Vorverfahrenan emgeholten Fuhrwerken. Kraft- r-Leitern, Radfahrern, Fußgängern, Diehtransporten oder dergleichen hat aus der Unken Seite zu erfolgen. An unübersichtlichen ötenen sowie überall, wo die Fahrbahn durch

Fuhrwerke, Krafttabrzeuge ufw vereng' ist, ist das rleberholen verboten Das Radfahren ist. Mrßcr auf den für den Radsahrverkehr einge­richteten besonderen Wegen ।Radfahrwegen), mir auf den für Fuhrwerke bestimmten Wegen und Plätzen gestattet Auherball» der geschlossenen Ortschaften darf das Fahren mit Zweirädern auch auf den neben den Fahrwegen hin führenden nicht erhöhten Banketten stattfinden. Auf den Haltruf oder das Haltezeichen eines als solchen lenntüeben Polizeibeamten hat jeder Radfahrer sofort anzuhaften und die Radfahrkarie. die er bri sich führen muß, auf Verlangen vvrzuzeigeu.

Wettervoraussage für Donnerstag

Wolkig, nur geringe Riederichiage. Tempe­ratur wenig verändert, westliche Winck>e.

Das über England liegende Tief hat lerne Sage, langsam ostwärts ziehend, nur wenig ver­ändert Heber Deutschland hat sich das Hoch­druckgebiet verstärkt. Morgen werden wir aber wieder unter den Einfluß deS tiefen Drucks kom­men und mit Zunahme der Bewölkung rechnen können.

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Eine öffentliche Sitzung des P r ovi n zial a usschu sses findet am Sams­tag. 17. September, vormittags 9 Uhr im Sitzungs­saal ^des Regierungsgebäudes zu Gießen. Land- graf--Philipps-Platz Rr. 3 mit folgender Tages- nung statt' Klage der Gemeinde Büdingen gegen da» Beschluß des Kreisamts Büdingen wegen Ge­währung eines Zuschusses zur evangelischen Kirche zu Büdingen. Klage des Emil 'Krommelbetn zu Grünberg gegen das Kreisamt Gießen wegen Bersagung eines- Wandergewerbescheins für Kurz- waren. Klage des Ortsarmenverbandes Fried­berg gegen den Ortsarmenverband Ost beim wegen Erstattung von Llrtterstühungskosten für die Ka­tharine Schwarz von Friedberg. Berufung der Gemeinde Münster gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Friedberg vom 13. Dezember 1920 über die Festsetzung des Ge­halts des Gemeinderechners Repp zu Münster.

Der Wochenmarkt beginnt vom 15. d. Mts. ab um 8 Uhr morgens unb endet um 2 Uhr.

** öchaufensterdiebstahl. In ber ver­stossenen Nacht wurde mittels Einbruchs aus einem Schaufenster in dem Seltersweg zwei Stücke Herren- Anzugstoff, von je drei Metern im Werte von 2000 Mark gestohlen. Der Dieb hatte mit einem Ziegel­stein die Scheibe zertümmeri und bann die Stoffe herausgeholt. Dor Ankauf wirb gewarnt.

**DeueDersicherungsmarken. Rach dem Gesetz über die Reufestsehung der Leistungen und der Beiträge in der Invalidenver­sicherung vom 23. Huli 1921 dürfen für die Zeit nach dem 1. Oktober 1921 Dersicherungsmarken in den bisher vorgefchriebenen Werten nicht mehr verwendet werden. An neuen Dersicherungsmarken werden eingeführt Marken für Wochenbeiträge von 3.50 Mk. für Lohnklasse A, 4.50 Mk. für Lohnllasse B, 5.50 Mk. für Lohnllasse C, 6.50 Mk. für Lohn- klasse D, 7.50 Mk. für Lohnllasse E, 9 Mk. für Lohn- klasse F, 10.50 Mk. für Lohnllasse G und 12 Mk. für Lohnllasse H. Es entspricht der Lohnklasse A ein Gahresarbeitsverdienst bis zu 1000 Mk.. B über 1000 bis 3000 Mk.. C über 3000 bis 5000 Mk., D über 5000 bis 7000 Mk., E über 7000 bis 9000 Mark, F über 9000 bis 12 000 Mk., G über 12 000 bis 15 000 Mk., H über 15 000 Mk. Ob Mehr- wochenmarken eingeführt werden, steht noch nicht fest. Die Zusatzmarken fallen fort. Mit dem Berkaus der neuen Marken beginnen die Postanstalten am 26 Sepfimbn: Unverdorbene alte Marken tauschm die Postanstalten bis zum 30. September 1923 gegen neue Marken um, wobei die alten Marken zum doppelten Rennwert angerechnet werden.

** 3_u dem Unwetter am Montag er-- ahren wir noch, daß vom Sturm im Bergwerks­wald und S d)iff enberger Wald zahlreiche Bäume entwurzelt wurden. - Aus Hungen wird gemeldet, daß auch dort in den Wäldern unb an Obftbäumen viele Verwüstungen angerichlet wurden. In Wölfersheim hat der Sturm in der dortigen Ueberlandzentrale eine große Zahl von Störungen verursacht Das ganze Personal mußte zu ihrer Auf- uchung und Beseitigung verwendet werden. - In Weckesheim wurden vier Masten umgeworfen. - In Friedberg wurden gleichfalls Bäume ent­wurzelt. - In Offenheim wurde bas Dach ber Schudtffchen NA)rmittelwerke samt Balken unb Sockel mit großer Gewalt fortgeschleuderi; der Sachschaden ist recht bedeutend, während Menschen glücklicherweise nicht zu Schaden kamen.

** Möbelausfuhr aus El sah- Lothringen. Der General-StaatSanwalt aus Elsah-Lvthringen läßt bis 15. September 1921 eine Lifte derjenigen deutschen Mvbi-- liare aufstellen, deren Eigentümer bisher die Zwangsverwaltung noch nicht beantragt ha­ben. Aehnliche Liften wurden bereits vor einigen Monaten von den ftanzösifchen Be­hörden der Möbelausfuhr Kehl zur Verfü­gung gestellt, welche die Damen der Eigen­tümer wiederholt in den Elsaß-Lothringischen

Mitteilungen, Verlag Berlin D. 8. Tauben- srraßc 34. veröffentlicht hm. Sobald die neuen Listen der Kommission zugegangen sind, wird eine nochmalige Veröffentlichung er­folgen. Diejenigen Eigentümer, welche dar­auf keinen Anttag auf Freigabe ihres Mo­biliars bei der Möbelausfuhrkonuniffion in Kehl stellen, haben die Deräußeruitg ihres Mobiliars durch die ^oangsverwalter ohne Anspruch auf Ersatz zu gewärtigen.

Bormotizen.

Tageskalender für Mittwoch Astoria-Lichtspiele, heute .Das Mädchen au6 der Ackerst raße" und3m Zeichen des Ma Iahe»", ab morgenSer Held des Tages" unb .Knoppchen im Tarameter 8748. Lichtspielhaus, hckite .Die Ratten", ab morgen bis Sonntag .Der Hcrv der Bestien" und .Der Seelenretter".

Mreie Alsfeld.

X Elbenrod (Kreis 2usfelb. Der Samstaa brachte für unser Dorf endlich die (Ein|d>altuno des elektrischen Stromes. 3m Anschluß daran fand ein Lichtfest statt. Unter den auswärtigen Gästen befanden sich der Landrat von Ziegenhain und der Kreisbirektor von Alsftld. Rach einem Umzug durchs Dorf fand bei Eduard Decher die eigentllche Feier statt. Chöre des Gesangvereins und Lieder ber Schüler verschönerten den Abend. Den Glanzpunkt bildete das vom hiesigen Lehrer im (Elbenröber Dialekt oen faßte Theaterstück 's elektrisch Licht". Bemerkens wett ist noch, daß bei dem Tanze auf Beschluß des Festausschusses nur rein deutsche Tänze erlaubt waren.

Kreis Lauterbach.

ed. Aus dem Vogelsberg, 14. September. Der Grünfuttermangel hat nun seinen Höhe­punkt erreicht. Hutweiden und Wiesen sind kahl. Die Tätigkeit der Weidhirten besteht einfach darin, daß sie von Kirschbäumen unb Feldeichen Aeste absägen, von denen bas Vieh mit Heißhunger Blätter und unge Triebe abweidet. Um die knappen Heuvorräte nicht oorzeifig angreifen zu müssen, werden Kartoffel- kraut unb allerlei grünes Rankenzeug aus den Hecken zur Stallfütterung benutzt. Der Milchertrag ist infolge des minderwertigen Futters ganz erheblich zurückge- gangen. Die Regenfälle ber letzten Tage vermögen den Grünfuttermangel nicht mehr zu beheben.

Hessen-Rasiau.

Das Blatt des Wunderdoktors verboten.

mc. Frankfurt a. M., 13. Sept. Das Deutsche Blatt", in welchem ber sog. Wunder­doktor Müller Czerny. Bad Homburg, feine angeblichen Heilerfolge verzapft und sonst noch allerhand unsinniges Zeug veröffentlicht, ift wegen seiner aufreizenden Artikel in Rr. 12 vom 22. August 1921 für die Dauer von 14 Tagen ver­boten worden. EigeMlich zuviel Aufhebens für dieses Presse-Erzeugnis, das kein vernünftiger Mensch ernst nehmen wird. Wie gemeingefähr­lich das Treiben des Wunderdoktors ist. geht aus der Tatsache hervor, daß er sich für einzelne Konsultattonen 60 Mk. und mehr bezahlen läßt Also die Menschenfteundlichkeit, die in die Lande pr-saunt wird, beruht auf einer durchaus mate­riellen Grundlage.

Aeberfall auf der Laudstraße.

fd. Frankfurt a. M, 13. Sept. Zn der vergangenen Rächt wurde an der Sachsenhäuser Warte ein Arbeiter aus Reu-Isenburg von zwei Radfahrern überfallen, niedergestochen und beraubt. Der Schwerverletzte schleppte sich noch nach Reu-Fsenburg, mußte aber sofort dem Frankfurter Krankenhaus zugefühtt werden^ wo er kurz nach der Ginlieferung verstarb.

mc. Fra nkfur t a. M., 13. Sept Der Re- giermigspräsident macht daraus aufmerffam. daß Ausgrabungen privater Personen verboten sind. 3n letzter Zeit wurde näm­lich mehrfach beobachtet, daß Leute Ausgrabungen namentlich am Ringwall und an der Saa 1 - bürg Vornahmen, die nicht ohne Erfolg gewesen sind. Uebrigenä macht sich der Besitzer solcher Fundstücke ebenfalls strafbar.

fd. Frankfurt a. M, 13. Sept. An der Landesgrenze bei Offenbach versuchte heute nacht der Diehlreiber Heinrich Müller auf ein fah­rendes Auto aufzuspringen Er geriet unter die Räder, wurde überfahren und au# der Stelle getötet.

Landwirtschaft.

Gießen, 14. Septbr. Die Verpächter dox landwirtschaftlichen Grundstücken im Kreise Gießen haben sich am 29. August zu einem Verband, Sih Gießen, zusammengefchlosien. Dieser zählt schon viele Mttglieder und will für diese eine dauernde Bera­tungsstelle einrichten. Durch gemeinsame Beratungen aller Fragen, welche sich durch das neue Pacht» chutzgesetz ergeben haben, sollen die Intereffen der Verpächter mit allen hierzu erforderlich erscheinenden Mitteln geförbert werben. Der Pachtpreis soll den heurigen Verhältniffen entsprechenb angepaßt werben und anstelle des schwankenden Markwertes soll der Preis für Werte in Naturalien, etwa 24 Zentner pro Morgen, als Pachipreis zugrunde gelegt werden.

Johann Lapp

Dachdeckermeister

im Alter von 62 Jahren nach langem Leiden, für uns jedoch unerwartet, sanft entschlafen ist. 012335

Für die Hinterbliebenen:

Friederike Lapp geb. Kümmel.

Gießen (Schloßgasse 9), den 14. September 1921.

Die Beerdigung findet Freitag den 16. September, nach­mittags 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme bei dem Hinscheiben unserer lieben Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Knieper an dem Grabe, sowie für die so zahlreichen Kranz- unb Blurnenspenben und das ehrende Grab- geleite sprechen wir hiernrit allen unseren herzlichsten Dank aus.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Philipp Krombach FamMe Karl Krombach Familie Emil Krombach.

Krofdorf, den 13. September 1921.

MgemillkLrtslMeükgjstWeil

Die noch rückständigen Beiträge zur Kranken» Kasse und Invalidenversicherung für den Monat 3«Ii können noch bis zum 30. bs. Mts. ohne Kosten bezahlt werben. Nach Ablauf bie^s Termins sind ber Einzahlung auf unser Postscheck­konto auch die Kosten beizufügen.

Gießen, den 14. September 1921. 9937c

Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen.

I. 21.: H. Hinkler.

Hierdurch die traurige Nachricht, daß Montag abend 101, Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater, Groß­vater, Bruder, Schwager und Onkel

Heute u. morgen erhalte wich- | Seefische August Wallenfels

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Babnbontr. 27 ^ernipr. 1631