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fpd. Heidelberg. 13. Juli Die 6tdbt (Segenbad) bat 1918 für 50 000 Mart Notgeld in 50-gJfcnnigftüden prägen und auiacbcn lafk-n. Am 1. 3uli d 3*. war die Umlaufszeit bicb^ Geldes verstrichen: das Geld wurde eingelöll. Ab­gegeben wurde es in Höhe von 700 Marl.

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Berlin, 13 3uli. In Holtorf bei Sch".i- kendurg an der ttlbe vernichtete eblörohfeucr in kurzer Zeit insgesamt 24 Gebäude, darunter ficben Wohnhäuser. Diel Dieb und Inventar ift vernichtet worden Die Kirche ist gerettet, während in der Gemeindekasse sämtliche Gemeindeakteu vei - brannten. Sin Feuerwehrmann ist bei den Re'- tungsarbeilen schwer verletzt worden. Wahrschein­lich führten Kinder, die mit Streichhölzer spielten, den Brand herbei. __

Nordhausen, 13. Juli. Wegen Vohn- streitig ketten sind 270 5 e 11 i l a r b c i t c t und -Arbeiterinnen ausständig.

leiten kann. Ser Verein ist gezwungen, einen neuen Vorsitzenden äu wählen.

Sw. Darmstadt. 13. Juli. Die Hitze hat zur Austrocknung des Darmbachs geführt, so dah der Wasserstand des großen Woog stark zurückgeht. Dieser Zustand ist seit 1911 nicht mehr eingetreten.

WormS. 14. Juli. Der Generaldirek­tor der Cornelius Heylschen Werke zu Worms. Kommerzienrat Ludwig Pfaff, feiert mor-

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Kiuderhilfe für Lderschlesien.

Die Amerikanerin Miß Rah Veve - r i d g e richtet von Oppeln aus einen Appell an Die deutschen Kinder:

Meine Kinder:

Zwei Jahre meines Lebens habe ich Euch gegeben Während zweier Jahre habe ich im Auslände um Hilfe sur Such gefleht. Jetzt flehe ich Euch an. Kinder helft! Die Not der deutschen Kinder in Oberschlesien ist tausendmal schlimmer als diejenige, die Ihr selber im Welt­kriege erlebt habt.

Hier müssen grauen und Kinder bei Nacht und Wetter vor den polnischen Banditen fliehen, während ihre Heimatsorte von den Polen abge-

Linqesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter diese» Äubrd stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung )

Zu dem Eingesandt in Nr. 159 kann mitae- teilt werden, datz in in letzter Zeit Vereine, die Kriegsteilnehmer umfassen, und verwandte ^Ber­einigungen in Gedankenaustausch getreten linZ) bezüglich der Frage der Errichtung eines Kriege' denkmals. Um jede Zersplitterung und Sondci- beftrebung zu verhindern, soll der Herr Obci- bürgcrmeifter gebeten werden, die Sache in die Hand zu nehmen. Wie der Herr Einsender rich­tig sagte, muh da« Denkmal allen Gefallenen der Stadt (Sieben und des Regiments 116. tr- wic seiner Kriegssormationen gewidmet werde". Bevor an die Grundsteinlegung gedacht werden kann, müssen wichtige Vorfragen bezüglich des Orte«, des Umfang«, der Beschaffung der Mil,et gelöst werden, was bi« zur kameradschafUichen 3u|ammcntunft der ehemaligen 116er nich: ge­schehen kann. Unter den zum 21. August hier­her koinmenden Kameraden tann aber für den Gedanken geworden werden. -tr

Gießener Strafkammer.

Gietzen. 12- Juli 1921

Von vormittags 8 Uhr bi« Abends 10 Uhr wurde gegen den Pferdehändler 3. L. von Dietzen wegen Verführung und Betrugs ver­handelt. Die Verhandlung, zu der 50 Zeugen und 2 Sachverständige geladen waren, sand unter Ausschluß der Oeffenllichkeit stall L- war zur Last gelegt, ein ILjähriges unbescholtenes Viäd- chen zum Beischlaf verführt zu haben; verbunden mit dieser Anklage war eine solche gegen ihn wegen Betrugs bei einem Pserdehandel. Das Gericht hatte, wie aus der Urteilsbegründung hervorging. die Anklage wegen Verführung für vollständig bewiesen erachtet. Der von dem jede Schuld leugnenden Angeklagten geführte Ent- lastungsbeweis war nach jeder Richtung mist» hingen Der AuSsage des verführten Mädchens, das den besten Rus geniefit. wurde voller Glaube beigemessen. Ihre Angaben wurden durch die Aussagen der Zeugen unterstützt und verstärkt Insbesondere wurde erwiesen, dah der Angeklagte auch andere junge Mädchen mehrfach in unzüch­tiger Weise belästigt hatte Mit Rücksicht auf die von dem Angeklagten bewiesene niedrige Ge­sinnung, die sich besonders auch in schamlosen Ver­dächtigungen des verführten Mädchens zeigte, wurde er zu der höchst zulässigen Strafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt. Von der wei­teren Anklage wegen Betrugs wurde er mangels Beweises freigesprochen.

müssen Kinder zusehen, wie ihre Väter ermor­det werden, ihre Mütter vor ihren Augen mit Peitschen verprügelt werden, wie ihre Schwestern und Brüder von den Polen verschleppt worden.

Ihre Heimat, ihre Kleider, ihr Spielzeug, ihre Wiegen und kleinen Betten, alle», alles ist fort!

Ich bitte die Kinder im ganzen Deutschen Reiche, eine Opfer Woche zu bringen, v o m 11. Juli bis zum 17. Juli 1921, und in dieser Woche alles, waS sic bergeben dürfen, an die Ortsgruppen der Heimattreuen Oberschlesier oder an das LedenSmittel-Sammellager Breslau- Ost, DirsktionSlager 3, abzugeben. Besonders nö­tig gebraucht werden Schuhe, Kleider. Spielzeug, Wäsche und Nahrungsmittel.

Ich "bitte, dah meine kleinen Freunde in dieser Woche ihr ganzes Zuckerzeug, wchokolade, Keks und Taschengeld den schwergeprüften kleinen Ober­schlesiern opfern. Helft mir. ihr Kinder in ganz Deutschland! Tragt oder schickt Eure Gaben an die Kinderhilfe für Oberschlesien nach Breslau-Ost, Direktionslager 3. Schneidet dieses aus den Zeitungen und schickt es an (Sure Ver­wandten im Auslande Liebesgaben und Geld vom Ausland sollen direkt an dje Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier, BreSIau 2, geschickt werden.

Bittet (Sure Eltern, das) sie ein solches eltern­loses. heimatloses Kind aus Oberschlesien nn- nehmen.

(Ls grüht Euch und dank' Euch

Cure kleine amerikanische Pflegemutter Ray Beveridge.

Hochschulnachrichten,

" Diederbesetzuag des OH ar - bürget psychiatrischen Lehrstuhle. Wie wir hören, ist zur Wlederdesetzung des Lehrstuhls für Psychiatrie und Neurologie an der Universität Marburg (anstelle des (S*cb. Med.-Rats R. Wollenbergs ein Ruf an den a. o. Professor an der Münchener Mm - versität, Dr. Georg Stery, Oberarzt ander psychiatrischen Klinik, ergangen. Pros. Sterr. Der zugleich an der Deutschen Forschungs­anstalt für Psychiatrie tätig ist. ist aus Bres­lau gebürtig.

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Verhandlung am 12. Juli 1921.

(Sin von der Firma Ballerstaedt in- Hain° aründau entlassener Arbeiter wurde mit feinem Einspruch gegen die (Sntlaffung auf den ordeni- lichen Rechtsweg verwiesen, da ein Verfahren aus tztz 84 ff. des Vetriebsrätegesehes dort nicht zulässig ist. wo kein Betriebsrat besteht, und zwi­schen den Parteien streitig war, ob die Einstellung unter Ausschlutz einet Kündigungsfrist erfolgt war. Beide 'Parteien erkannten den Schieds­spruch an. . w v ,

Die einem BetriebsratSmitglied < öaudele- gierter im Sinne des tz b2 des Betriebsräte- gesetzes, der Tiefbauunlernehmer Wagner L Fi'ch in Niedermockstadt ohne Zustimmung des Be­triebsrates ausgesprochene Kündigung wurde für unwirksam erklärt. Beide Parteien erlanntcn den Schiedsspruch an.

Einige weitere Kundigungsfälle erledigten sich durch Verständigung.

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4 Ortcuberg. 14. Juli. Gestern mittag verstarb plötzlich infolge eines Schlaganfalls in Jrantfurt a. M. wohin er sich zu einer Sitzung begeben hatte, Graf Kuno von Stollderg Aotzla im 80 Lebensjahre. Der Verstorbene war viS 1893 Offizier im Garde-^lanen-Regiment tn Potsdam, übernahm nach dem Tode des Fürsten Bodo im Jahre 1893 die Vormundschaft über Den minderjährigen Fürsten Jost Ghristian und nahm tdt 1910 seinen festen Wohnsitz in Ortenberg 9m Kriege war er zunächst als Delegierter Der Krankenpflege im Westen, und später als Kreis- laLptmann in Litauen tätig Gras Kuno war f-üher langjähriges Mitglied der Hessischen Kam­mer und als stellvertretender Vorsitzender her Positiven Vereinigung erwarb er sich um das kirchliche Leben arohe Verdienste In letzter Zeit vurdc er zum KomentatSherrn des Johanniter- erdens ernannt. Die Bevölkerung nimmt an dem ibermaligcn Trauerfall des fürstlichen Hau'es >efci> Anteil Die Lieberführung nach Rostla fia- ct voraussichtlich am Freitag im Anschliist an <tnc kirchliche Feier statt. Die Beisetzung in Rotzla <im Dienstag

Kreis «lsfeld.

/ B u r g - G e m ii n d c n, 10. früh. Vvm herrlichsten Wetter begünstigt, beging unser Ge­langvereinEintracht" lein 30jahrigeS Stiftungs- 'kfi, mit dem das Ehrensingen deS Ohrn-Lumda- 'Nl-Sängcrbundes zum Gedächtnis der gefallenen Mitglieder verbunden war. Morgens i/2ll Upr marschierten die Vereine zum Friedhof, wo sie den Manitd)or langen: »Die Sonne sank" Hierauf !)ielt Lehrer Gengnagel von hier eine packende Dedachtnisansprache für die gefallenen Mitglieder, mit tage bewegte sich der Festzug durch die ge- 'chmüdten Straffen unseres Dorfes nach dem am ?rt«clngang von Nieder-Gemünden gelegenen Zeltplatz Lehrer Gengnagel hietz die Festtell- nebmer willkommen und forderte auf, im echten Rutschen Lied und Volkslied Trost und Erbauung w suchen Das Sinzelsingen der Vereine wickelte lich verhaltnismätzig schnell ab. Hierbei tonnte man sehen, bat) auf dem Gebiet des Gesanges auch in unserer Gegend wirklich Tüchtiges ge-- Iciftet werden kann Abends war der Festplatz mit elektrischem Licht beleuchtet.

Kreis Kriedberg.

fpd. Friedberg. 13. Juli. Der Leiter her Ortskohlenstelle, Friedrich WeeS, hat !tch erschossen. Was den allgemein geach- 'den, sehr soliden Mann in den Tod getrieben hat, ist unbekannt.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 14. Juli. Der ver- bienstvolle, jahrelange Vorsitzende des Schutz- Vereins für entlassene Gefangene, Geh. Iustiz- Tof General-Staatsanwalt Dr. Pratorius, hat tn der gestrigen Hauptversammlung die Erklärung abgegeben, dah er wegen Heber* Häufung an Arbeit die Geschäfte nicht mehr

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