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Zweiter Blatt

Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefftn)

Zrettag, (4. Januar 1921

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1921.

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Nachdruck verboten.)

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ich, daß dies der zurück zu gewin- tun. Tenn ohne nur kümmerliches

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Drüsset-Antto«p«n . LhrifNania Kopenhagen Stockholm

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immerhin. Ich nehme die Folgen auf mich."

Ter Händedruck, mit dem sie sich trennten, mar von anderer Art als der, mit dem sie sich begrüß: batten. Und in Erichs Augen leuchtete wieder em Fünklein Liebe, <cks er dem Bricker ^pcbscbaute.

Vater."

Weil ich ihn kenne, toeiB einzige Weg ist, seine Achtung nen. Und um die ist mir's zu sie würde alle Bersöhnung doch Flickwert sein."

Aber wenn er mich fragt, doch nicht sagen."

Wechsel aus:

Holland Deutschland Wien Prag Paris ..

London. Italien........

Brülfel........

Budapest New.PorK Agram .......

9 bQnken tens.

nur für dich."

Erich lächelte.

Hält er mich setzt wenigstens für euren an- ständigen Menschen? Tas ist immerhin schon etwas. Aber es ist mir noch nicht genug. Wenn ich kommen soll, muß er mich rufen."

Fordere nicht zu viel. Tu kennst unfern

Wenige Minuten nach Achims (rntjernung hatte Erich an die Tür des von Harold Lemper bewohnten Zimmers geklopft. Aber er war ohne Antwort geblieben, und ein Grift aut die Klinke hatte ihn vergewissert, daß die Tür verschlot- ,Cn Jöetr Semper ist cmSgegange«," jagte bas

Züricher Devisenmarkt.

18. 1.

Lluflegen in bat Cf en explodierte, wurde in Morns­hausen ein Einwohner so schwer verletzt, daß er bald daraus starb.

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daß ich hier unten von semand erwartet würde, schien er zu ahnen, wer das sei. Ich sollte dem Betrestenden in seinem Namen ausrichten, sagte er daß sein Haus noch keinem anständigen Men­schen verschlossen gewesen sei, der es in gute- L,c sicht betreten wolle. Es war für dich bestttn

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Zürich . . .

Amsterdam.

Kopenhagen

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Wien

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New-PorK .

London. . . . New-Port. . Daris Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Deutsch-Oesterr. Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel

Marknotierungen.

Saturn:

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die Falkner aufLinüenhöhe

Roman von Reinhold Ortmann.

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Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Abend- Abend- Schluß- Schluß»

MW.

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B&SS&gi

zuwenden. Er stand vor einem Handkofter, den er über zwei Stühle gelegt Hape, und war mit dem Einpacken befmärttgi. Erit als Erich chm Guten Abend!" wünschte, veranlaßte ihn der Klang seiner Stimme, aufzublicken. Sogleich schoß ihm das BIM ins Gesicht.

Herr Falkner, wenn ich nicht irre."

' Ganz recht! Es freut mich, daß Sie sich

Nun, wir haben uns doch auf dem Friedhos kennen gelernt."

Wenn Sie es so nennen wollen. Aber bart ich fragen, was mir zu dieser Stunde und was nur überhaupt die Ehre verschafft?"

Ihre Grabmalsskizze will mir nicht aus dem Sinn Ick iDÜre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir das Blatt Überlassen wollten."

Es ist unverkäuflich. Ich habe es nur für mich gezeichnet."

flöchten iic es mich dann nicht wenigstens noch einmal sehen taffen ?"

Ich habe es bereits eingepackt." Und dann als schiene ihm die Antwort trotz ihres barsch ab­weisenden Tones noch allzu höflich:Uebrigens würde ich es Ihnen auch tm andern Fall nicht ge­zeigt haben." . . .

Erich schien nicht gefränft; denn er tagte lehr ruhig:

Tas ist schade. Ich habe die Frau metned Bruders niemals von Angesicht gesehen, urck es in mir'rirriS nie ein Bild von ihr vor die Augm ge­kommen. Ta Höne ich sie gerne am Ihrer Skrz-e noch einmal etwas genauer betrachtet."

Harold Semper maß ihn mit einem mißtrauisch frwfrPB Vlrch. ^Fortsetzung folgt.)

Amsterdam- Rotterd. 2267,70 2272,30 2284,70 2289,30 - 444,55 445,45 444,55 445,45

1163,80 1166,20 1191,30 1193,70 1171,30 1173,70 1213,75 1216,25 1458,50 1461-50 1491,- 1494,- 204,75 205,25 215,75 216,25 139,75 216,25 240,75 211,25 267,70 258,30 259,26 259 80 68,18 68,32 69,68 69,82 424,46 425,55 423,55 424,45 1068,20 1071,10 1088,90 1091,10 ------ 925,95 922/J5 923,93

Datum.

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4/, Deut. Rerchsonl. 8/, Deut. Neichranl. 4e , Dreuß Konsuls Darmstadter Dank . Deutsch« Dank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Dank . . Nationaldank f. D. . Mitteld. Creditbank. ri.-Amrrik Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D-- Luxemb. Berg». Gelsenkirch. Dergw. . harpener Dergdau . vderschl. Eisend.. 2. . Oderschles.Eisenind. . Phönix.Dergd Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. C. G.

Schuckert- Werke . . Felten. Guilleaume . Daimler Lud.. Lisenw.- Akt. . Adlerwerke 4 '/.Hess Staatsanl. . Electron Griesheuo .

Mädchen, das eben den Gang herauflam.Er ist um diese Zett niemals zu Haus."

Wissen Sie auch, wann er rn der Regel zurückkommt?" , .

Gewöhnlich geaen zehn Uhr. Heute wird es schwerlich früher fern, denn er hätte den Haus­diener sonst wohl nicht schon bei seinem Weggehen beauftragt, ihn morgen früh um sechs Uhr zu wecken, well er mit dem FrühMgr avrei,en wolle.'

,Tann ist für den AugenÄick eben Nichts zu macken. Aber ich möchte ihn sehr gerne heute noch sprechen. Wollen Sie mir versprechen. Mich so­fort zu benachrichtigen, wenn er heimgekehrt in f Ihm aber brauchen Sie nichts davon zu sagen. '

Tas Mädchen lachte.

Tas tue ich gewiß nicht. Er frißt einen ja schon mit den Augern wenn man nur den Mund aufzumachen wagt. So ein Herr wie der ist mir noch nie oorgekommen. Ich hecke ihn schon bei seinem ersten Aufertthalt bedient und habe ihm alle Tage dreimal die Mahl^tten aufs Zimmer ge­bracht. Wer er hat noch nicht ein einziges Wort mit mrr gesprochen." .

Ich erwarte also ihren Beicheck.

.seine Geduld wurde am die Probe gestellt. Tenn es war halb elf vorüber, als die Kleine ihren Wuscheüops in sein Zimmer steckte.

Jetzt ist er da Aber er wird irchnicht lehr freuen, wenn et gestört wird. Sein Gesicht sieht aus wie ein Regenwetter am siebenten Tag.

Kichernd hm'chte sie davon. Erich aber zögerte keinen Augenblick, den kurzen Weg anziitleten. Er klopfte, und von drinnen kam eui kurzesHerein.' Semper mochte der Meinung sein, baß es einer der Gascho«ngestellten fei; denn es schien ihm nicht der Muß» wert, sich iuxÖ bat gnflrrfrnfrn Bffi-

*,SW1 «ÜM'üwfS

Bombast 1,00

Petersburgs Bevölkerung, die früher 2,31 Mil­lionen zählte, wird nur noch auf eine halbe Million geschätzt.

Arrs StaH und Land.

Gießen, den 14. Jan. 1921.

♦♦ Schwierigkeiten der Güter- pagenbenutzung. Tic Benutzung der Güter­vagen im Verkehr mit dem Ausland unterliegt ferner noch mamiigfadjcn Einschränkungen. Beute- tagen und Wagen der ehemaligen Rrick^eisen- baSttm, sowie deutsche Wagen, die zur Ucbcrgabe <ii die Entente bestimmt waren, aber nicht üb?r- lontmen smd und noch Bvrführungsanschristen treten, dürfen noch den besetzten Gebieten mit Lusnachme von Oberschlesien urck darüber hinaus nach Elsaß-Lodhringen, Frankreich, Belgien, Polen vid dem übrigen Ausland, sowie nach Ostpreußen nüf;l verwendet werden. Gewisse Wc^Ai dürfen nicht nach Litauen übevaehen. Lttauischc Wagen dürfen nickt durch den Korridor geschickt werden. Lagen fremder Verwaltungen mit Ei Schluß der snmden Privatwagen dürfen nicht nach Polen ab- gksertigt und auch nicht zur Wetterbeförderung »ach Polen von fremden Verwaltungen übernotn- men werden. Dagegen ist der Wagenaustausch mit Ungarn wieder ausgenommen, ebenso der mit Jugoslawien über die Südbahn und die Oester- «Mische Staatsbahn. Ueber bte Ungarischen Ktaatsbahnen können die Wagen noch! nicht an­genommen werden.

** D i e deutschen Posts checkärnter be­wältigen jetzt einen Umsatz von mehr als drei Milliarden täglich. Im November betrug er 761/« Milliarden bei 25 Arbeitstagen ohne Bußtag. Die Arbett vetteilt sich auf fast 31 Millionen Buchungen. Bargeldlos beglichen wurden über 60 Milliarden. Die Postscheckkünden hatten im Durchschnitt 6598 Millionen gut, was fast 264 Millionen Zinsen zu 4 Proz. bedeutet.

Kreis Alsfeld.

uv. Kirschgarten b. Merlau, 12. Jan Unsere kleine Gemeinde hat die Einführung des elektrischen Lichtes beschlossen mck bereits btc Ausführung begonnen. Früher hatte Kirsch­gatten eine Mahlmüble, die verfallen und abge­rissen wurde. Ter Wasserfall dieser Mühle bil­det die Kraftguelle. Ern neues Wasserrad wurde be- schasst und nun errichtet man das Dynamohaus­sen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 60 000 Mark bis zum Anschluß der einzrincn Hosceiten.

Du ahnst nicht, wie mich die Vorstellung streckt, mich wieder unter die Menschen zu ruschen."

O, die Menschen sind nicht so schlimm. Wenn tuet vernünftig genug ist, nichts von ihnen zu er- cxrrtrn, können sie einem sogar die angenehmsten bittäufchungen bereiten. Mr werden noch dar iber reden. Heute ober morgen rnpß es ja nicht s-.m. Tenn ich habe, wie gesagt, hier noch einiges pi tun."

Darf ich erfahren, was--?"

Was es ist, weiß ich selber noch nicht genau. Der wenn es mir so in allen Muskeln zuckt und cfeitd, wie eben jetzt, ist es immer ein Zeichen, faß es Arbeit für mich gibt. Ick glaube nämlich et Vorzeichen, Achim! Und diesmal deuten sie ii? Gutes nur auf Gutes."

Könnte ick doch in deiner Haut stecken, bu iLcllicher Mensch!"

»Fängst du schon wieder an, neidlich ju lein, tos mußt du dir allerdings abgewöhnen. Denn 6 ist sehr dumm. Jeder ist in lernet eigenen &aut cn besten aufgehoben. Er muß nur daraut bedacht rir, sie mit dem richtigen Inhalt auszufüllen^

Aut Wiedersehen denn! Und meinen -i.ant, tridj! Tu hast mir in dieser stunde sehr viel ge- jefcen. Uebrigens habe ich dir noch eine Bestellung mszurichten."

..Von Erika vielleicht?"

Nein, nicht von chr, sondern vom Vater. Als tz »«ich von ihm verabschiedete und chm sagte.

Au- dem Amtsverkündigunq-blatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 6 vom 13. Januar enthält: Aufhebung der Benzinbewtttschaftung. M aßnahmen gegen Wohnungsmangel. Maul- und Klauenseuche. Müllerzwanasinnung für die Stadt und den Kreis Gießen. Aufnahme der taubstummen Kinder. Erhebungen über die im Freistaat Hessen wohnen­den Blinden. Errichtung von Fortbildungsichul- sparkassen.

Maßnahmen gegen Wobnungs- mangel. Auf Grund des 8 9 der Verordnung über Maßnahmen gegen Wohnungsmangel vom 23. September 1918 iReicks-Gesetzblatt S. 1143) in der Fassung des Reichsgesetzes vom 11. Mai

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Arrnst rrnd Wissenschaft.

Ein nachgelassenes Ries en werk über Grimmelshausen. Hans Christoph von Grimmelshausen, der .Schöpfer des unsterb­lichen Simplizissimus--Romans, ist bisher von der literarhistorisckrn Forschung ziemlich fiicfmüttcrlidi behandelt worden, und auch sein Buch- nimmt noch nicht die ihm gebührende Stellung als eins unserer großen Nationalwerke ein. Diese Lücke auszu- füllen, war die Lebensarbeit des kür^ick- verstor­benen Marburger Archivrates St ö ne de, der hauptsächlich durch fehlen trefflichen Bilder- atlas zur Tcutfchen Literaturgeschichte bekannt ge­worden ist. Wie Heinrich Heusohn im ,^Heffcn- land "mitteilt, ist feine Arbett, deren Erscheinen er nicht mehr erleben sollte, feit zwm Jahren druckfertig abgeschlossen. Könnecke schrieb ihm am 5. Juni 1920:Das Druchmanuskri.pt des Ban­des I meiner Arbeit über Grimmelslmuscn und seine Sd,triften liegt seit einigen Jahren druck- fertig vor. Es find füni umfassende Mappen, gegen 2000 Seiten in Maschinenschrift. Die Deutschen Biblckphilen, die den Druck und Verlag übernommen haben, erhielten die erste Riappe im Herbst 1918, aber gedruckt wird nichts, und ich werde es wohl nicht mehr erleben, daß wenigstens die beiden ersten Bände des Werkes erscktetnen, dessen zweiter gleickrfaNs etwa 1200 Druckseiten starker Band längst fertig ist."

vermischtes.

Die Millionenstädte. Wie das Erdbüchlein für 1920" schreckt, gibt es gegen­wärtig 17 Städte, deren Einwohnerzahl die Mtt- lion erreicht oder überschritten hat. Während bis­her London an der Spitze stand, ist es jetzt von Reuyork überflügelt worden. Die Einwohnerzahl von London ist von 7 251 338 im Jahve 1911 auf (i 726 753 im Jahve 1917 zurückgegangen. Die

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Up. Ober-Ohmen, 12. Zwt. Für em Tenkmal für die Gefallenen wurden in innerer Gemeinde 8137 Mk. gezeichnet

up. Ruppertenrod, 12. Jan. Am ver­flossenen somxntagnadmutiag fand im Gasthaus zum Adler eine durch den Bürgermeister ein beru­fene allgemeine Bürgerversammlung statt zur Mtimmnng über die Playfrage des geplan­ten Denkmals für die Gefallenen. 9lahe- zu einstimmig wurde der Beschluß gefaßt, das Tenkmal auf einem treten, westlich vom Tonaus­gang gelegenen Platz zu errichten Auf dem Platze soll eine Art Hain angelegt werden. Vom Fried hoi mußte Ab stand genommen werden, «neu dort kein entsprechender Raum vorhanden. Als zweiter Punkt wurde knc Abhaltung der Konftrmatckn in der Torfkirche beraten. Aucb hier war der Be» sch-luß einstimmig für die Heimalkttche.

Hessen-Nassau.

Das Schicksal der deutschen Kabtl.

Xie zwischen Englaitt, Fvankrrick, Italien unb r-ym auf der intematcknalen Verkehrskonfnanz ii Sickhington diskutierte Frage, wem künMg das S-fUP bzw. Beriügungsrechl über die d ulschm fcjel zustehen soll, ist dort nicht endgültig cnftchi'- jm worden, sondern hat nur in einem z'itwnl 1 gen eüereinkommen ein provisorisch: Losung gefun- n. Ter Hauptgrund dieses Äursckubs war der instand, daß bie Vertreter der b.'trmendm Lander > für wünsck-enswert hielten, von ihr'n Mgierun- 11 periönlick eingehendwe ^nitrultumai ein^u- )!m. In dem vortauftgen Hebernntommm wird s-gesetzt, daß die oerschickmen deutschen Anbei tote ber auf Kosten der fünf mtcrefiuTtm Machte Betrieb blecken sollen mit dem ausdrücklichen ftmerf jedoch, daß der Reingnvinn erst dann oer- titü wecken bari, wenn die üabll den einzelnen kieiligten Ländern endgültig zug-sprock-en suck. Außerdem hat man sich dahin geeinigt, daß, wenn fc; zum 15. Februar 1921 eine Verständigung über tzrz schließliche Schicksal der Kabel nich: erzillt wor- feit ist, die Konferenz sofort ein nmes ^kommen tnffen soll, daS spätestens am 15. Marz 1921 m troft tritt. ES Wick also zunächst dabei bleiben, kg (htglanb, Frankreich und Japan, die zul Be- liitn des Uneges von den deutsch'N ttabrin Besitz egriffen haben, die Kontrolle über diese beibehiltcn, toebrenb die Bereinigten Staaten von dieserJtuf- Üdx nicht den geringsten Vorteil haben.

Was die Verständigung in dieser Frage so fechr erschwert, ist rinersetts das Verlangen Japans nach «wissen Vorzugsrechten für die .stabst auf den iawlinen-Jnseln, die früher zum deutsche Ueber- ßebesitz gehörten und eine der wichtigsten Zentren des Kabelverkrirrs im Stillen Ozean darstallen, an* deverseits die Weigerung SrantrriM Amercka und Rallen irgendwelche stonzcssEN in Bezug auf Vt beutfdxn tranSatlanllschen Sl'abel zu mach'n, taten sich die Franzosen im Jahre 1914 b:mädyngt ta&en. Tie Vereinigten Staat n und Italien haben tzren Einspruch damit begründet, daß Frankreich nicht nur im Besitz der transatlantischen Lime, fern tarn auch einiger stabe! an der afrikanische stüstt' ik. Tas Resultat dieser vorläusigen Tagung der internationalen Berkehrskonferenz hintrrlaßt den Lindruck, daß es fick hier um starke, und nur schwer überbrückbare Gegensätze haickelt, toril sich ickes Lind im Streit um die Beute den Löw.mantril sichern will. Wtt dürfen äußerit gespMMt sein, ob tae Hanptkonferenz, die in einiger Zeit zusammen- litten soll, in dieser auch für Deutschland hoch- bth<utfamen Anaelegmheit, eine alle Teile befrie­digende Lösung finden wird.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Derringerung

des amerikanischen Brsatzungc-Heeres?

Paris, 13. Jan. (WTB.) Nach einer Havas- Meldung aus Washington hat der amerifanifd# Kriegsminister erklärt, daß daS amerifani che Be- satzungsheer in Deutschland von 50 000 a u f 8000 Mann verringert werden wird.

Eine französische MinisterkrisiS.

Paris, 13. Jan. (WTB.) Sämtliche Abge­ordnete erwarten, daß be Mim sterkns e nur von ganz kurzer Tauer sein wick, um, wenn irgend möglich, zu verhindern, bas; bie für den 19 Januar angesetzte interalliierte stonserenz ver­tagt wecken muß. Für den Posten bes Mmister» des Aeuhern wecken Pornoarö, Briaick und Vc- Viani genannt. .

Pans, 13. Jan. lWTB.) Tie gestrige Rede^ mtt der Peret bie Stammet eröffnete, zrichntte sich dadurch aus, baß sie die Finanzfragen und die Fragen der Ausführung bes FnebmsvettvageS m den Vordergrund rückte. Sie wurde deshalb als eine Propagandarebe bezeichnet. Aus d.e- jem Grunde glaubt dasJournal" auch bereits an geben zu können, wie etwa Peret das Kabinett dicken würde. Er wecke Briand zum Minister des Aeußern machen, Barchou $um Kriegs Minister. Es wird angenommen, daß bie Ministerkrift heute noch nicht beseitigt wecken kann.

Lloyd Grorgk.

Paris, 13. Jan. iWTB.) Nach einer Matin" - Meldung aus London hat Lloyd George seinen Landausenthall verlängert. Er weih immer noch nicht, ob er sich zur Konferenz, nach Paris begeben werde.

1920 lReichs.Gesetzblatt S. 940) wick mtt Zu-1 ftimmung des RricbsarbettsministeriumS für das Geburt des Freistaates Hessen bestimmt, daß 9k 11 bauten, die nach dem 1. Oktober 1920 bezugsfertig her gestellt sind, den auf Grund der Serorbmnig erlassenen Anordnungen nicht unterliegen.

Maul - und st lauen seuche. Die (Erfab 1 rungen der letzten Zett haben gelehrt, daß die tn dem AuSschreckcn vom 10. November aus 5 läge festgesetzte Dauer für die Quarantäne nicht genügt, wenn die Transpottdauer eingerechnet wird. Das Ministerium des Innern hat deshalb angevrdnek. daß die Beobachtungszeil aus 5 Tage = ox 24 Stunden auszudehnen ist, und daß bie Transport­dauer nicht eingerechnet wird.

yandel.

Frankfurttr Schlachwichmarkt.

fd. F r a n k f u r t a. M., 13. Jan. Der heutige Auftrieb bestand in 14 Ochsen, 3 Bullvi, 74 Färsen unb Kühen, 240 Kälbern, 286 Schasen und 214 Schweinen. Aus dem Kälber- und Schaf markt gestaltete sich der Handel lebhafter. Auch auf dem Schweinernarkl war reger Verkehr. Rinder wurden zu den vorigen Montagsvvcisen gehandelt. Der Markt wurde ausverkauft. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebeickgewicht: Feinste Mast kälber 10501150 Mk., mittlere Mast- und beste Saugkälber 9001000 Mk., geringere Mast- und gute Saugkälber 750850 Mk.: Mastlämmer und Mg st Hammel 750800 Mk., geringere Mast bannnel und -^Schafe 650750 Mk., vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Kg. 16001700 Mk., vollfleischige Schweine uiücr 80 Kg. 13001500 Mark, vollsleiickige Schweine von 100120 stg. 15001700 Mk., vollsleischige Schweine von 120 bis 150 Kg. 16001700 Mk., Fettschweine über 150 Kg. 16001700 Mk.

Berlin, 13. Jan. Börsenstimmungs­bild. An d*r Börse ridjitet sich bie^Kursbew:gung vornechmlich nach t-er Maßgabe des Schwankens b't Devisenkurse. Nach den gefhigm nicht unercheblichei, Abschwächungen der letzteren sktzte der Börsmver kehr vorwiegend mit niedrigev'n Kurseti ein, zeigte aber weiterhin zunäckst Ansätze zu einrr leichten Erholung auf die Befestigung der ausländischen Ssa/ luten. Tie UiiternehmungÄust war bescknänll, w:il der Pariser Kabinetsssturz eher als rin Moment der Beunruhigung angesehen ttxurb?. Für Le wisse Werte trat entschieden.' Kauflust fyrttwr. ^00 ge­wonnen Buderus 10 Prozent, Laurahütte 9' 2 Pro­zent, Rhrinstahl 25 Proz., Deutsch Waffen 15 Pro^ zent und Zellstoff Waldhof im Verlaute sogar 45 Prozent. Sonst bildeten Rückgänge bis zu 10 Proz. die Mehrzahl. Stärker gedrückt waren Kaliwrtte, von denen Deutsche Kali 18 Pvt^., Ktlli Llschers" leben 15 Proz. und Westeveg-ln Alkali 45 Proz. ix'tlorcn. Turchgängig matt waren Scknlfahrts- aktien. Gut behauptet blieben Anlag.nverte. Preu­ßische Zprozenllge Konsols getvannen üb.rt IV2 Pro­zent. Valutapapieve stellten sich nickriger.

Frankfurt a. M., 13. Jan. Börsen- stimmu ngsbild. Bei ruhigem Geschäft be­wahrte die Abendbörse ein festes Aussehen. Mon­tanpapiere lagen unregelmäßig. Ober bedarf leb­haft, 345. Laurahütte 391,50. Rheinstahl 592. .Zarpener schwankend, 537. Deutsch-Luxemburg 391,50. Maschinenfabrikaktten unterlagen Schwan­kungen. Kleyer 337^0. Daimler 317. Elektro- roerte vorw egend behauptet Bergmann 387. Lrcht und Kraft 248. Deutschr-llebers« 1063. Ehcmisckie Holzvettohlung gefragter, 685. Elektrvn Gries­heim 450. Sck'eckeanstolt 897^50. E'b«-rielder Far­ben 481. Gummiwarm D ter 505. Zellitoft Mack- Hof schwä.hten sich wieder ab auf 534,50. 3m freien Verkehr wurden deutsche Pettoleurn zu 2210 genannt. Auslandspapiere konnten sich behaup­ten. Devisen schwächten sich ab.

Frankfnrt a M., 14. 3cm.

Berliner Deviftnmartt.

Geck Brief Geck Brief Datum: 12. Ian. 13. Ian.

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