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daß Dfe Waforngtoner Ät>nfeDen$ trgenWie dem Völlerbunde schade, er dürfe fid> vÄmehr dazu beglückwünschen, daß jenseits des Ozeans das gleiche FriodenSwert 'in Angriff genommen werde wie hier.

Hierauf sprach er kurz über die vber 1 chle- 1 ijche Frage, die ein Beweis für die gn>he Autorität des Völlerbundes sei. Man sehe, daß nicht nur Staaten, die sich miteinander in Äon* flitt befinden, sondern auch große Mächte, die nur eine freundschaftliche Meinungsverschieden­heit haben, das Urteil des Völkerbundes an rufen. Das zeuge von der moralischen Kraft des Böller- buudcs. Bourgeois bemühte sich sichtlich, mög- lichfl den Eindruck zu verwischen, als wenn zwi­schen Frankreich und England Differenzen bestan­den hätten.

Der südafrikanifche Delegierte Murray brachte in der heutigen Völlerdundsvers ammlung zwei Entschließungen ein. Die erste bezieht sich auf Len Schuh der Minderheiten und wird, wie Murray mitteilte, von dem österreichi­schen Delegierten Grafen M e n s L v r f f unter­stützt. Auch der Kongreß der Böllerbundsvereine hat ihr beigeslimtnt. Um die Pflichten des Böller­bundes zu gewährleisten und den Schuh der Min­derheiten vollkommen zu erfüllen, ersucht die Ver­sammlung den DöllerbutrdSraL. eine ständige K o m m i s s'i v n zu ernennen. Die Kommission hat die dem Böllerbund zugestellten Klagen ent» gegeuzunehmen und einen Bericht auszuarbeiten, indem sie nötigenfalls an Ort und Stelle Unter» luchungen Vvrnimmt. Die Minderheitsfrage be­trifft vor allem einen Leit der neugebildeten Staaten, die allgemein den aufrichtigen Wunsch haben, die Minderheiten zu schützen.

Die zweite Entschließung gill der arme­nischen Frage. Murray wies darauf hin. daß man vor neuen Ereignissen stände und daß der Oberste Rat vielleicht bald eine Revision des Friedens von Sevres ins Auge fassen müsse 3m letzten März stellte der Oberste Bat die Bedingungen auf zur Wiederherstellung des Friedens zwischen der Türkei und Griechenland. Diese Bedingungen bezögen sich u. <l auf die Gründung eines nationalen Heimatsstaates für die türkischen Armenier, Lessen Grenzen vom Böllerbund sichergestellt werden sollten. Die Ver­sammlung überwies die Prüfung der Frage der 6. Kommission (politische Angelegenheiten).

Die Lage iu Oberschlesien.

Oppeln, 12. Sept. (WTB.) Die Sicherheitsverhaltnisse besser­ten sich im oberschlesischen AbstirnmungSge- biet Lurch die Verhandlungen uird Abmach­ungen zwischen der deutschen und der polni­schen Partei sehr. Onfolgedessen können die Flüchtlinge nach ihren Wohnorten zurück­kehren.

Aus dem Reiche.

DieAiedersächsische Arbeiterzeitung" ver­boten.

Hannover, 12.Sept. (WTB.) Die.Aie­dersächsische Arbeiterzeitung" ist we­gen eines Artikels, in dem schwere Beschul­digungen gegen die Gewerkschaften ausgesprochen werden, vom 11.19. September verboten worden.

Ei« Witzblatt verboten.

Berlin. 12. Sept. (Wolfs.) Aus Grund deS § 1 der Verordnung des -Reichspräsidenten vom 29. August ist vom Beichsininister des Innern das im Berlage von Richard Kunze in Berlin- Friedenau erscheinendeDeutsch eW i tz b l a t t" für die Zeit vom 10. bis einschließlich 23. Sep­tember 1921 verboten worden

Der Streit um die Regimentsfeiern.

Berlin, 12. Sept. (Priv.-Telegr.) Wie der Berl. Lokalanzeiger meldet, protestierten die OlLrnburger Gewerkschaften 1 bei der Regierung gegen die Abhaltung eines F-Appells ehemaliger 91er, wozu Hin­denburgs Erscheinen erbeten war.

Der deutsche Zuristentag.

Bamberg, 12. Sept. (WTB.) Der 32. deutsche Jurist entag wurde gestern mit einem Ehren-- und Degrüßungsabend eröffnet. Heute vormittag fand im Äaiferfaat der Residenz die feierliche Eröffnung des geschäftlichen Teiles der Verhandlungen statt.

3n der ersten öffentlichen Sitzung wurde Prof. Dr. Kahl- Berlin zum Vorsitzenden gewählt, der hierauf die Begrüßungsansprache an Die Ver­sammlung richtete. Vamens der bayerischen Re­gierung begrüßte Staatssetretar M a v e r den Arristentag. Sodann ergriff Aeichsjustizminister Schiffer das Wort: Der Richter müsse zwar Diener des Gesetzes sein, aber nicht sein Sklave. Das Höchste dm- Gesetzgebung sei die Verfassung. Aber dem RechtSsah gegenüber wird immer auch ein selbständiges Rechtsempfinden wirksam blei­ben Die Handhabung des Gnadenrechtes dürfe nicht nur vom menschlichen Standpunkte aus er­folgen. sondern müsse auch mit Rücksichtnahme auf die Autorität des Staates gedandhabt werden. Einen Ersatz des rechtsgelehrten Richters durch ein Laiengc.richt verwarf der Redner, hielt jedoch das Zusammenwirken von Richtern und Laien für das Gebot der Stunde Schiffer schloß seine Rede, nachdem er dargelegt hatte, daß die wirtschaftliche Lacu des Richterstandes mit Rücksicht aus die Freiheit des Geistes und die soziale Achtung nicht vergeben werden dürfe. Unter ganzes Rechtsbe- wußtscin bedarf zu seiner Gesundung und Weiter­entwicklung des festen Zusammenhanges, der Liebe zum Ir.iFe und der Rücksicht auf das Wesen der Autorität des Staates.

tyntc Gründungsfeier des Deutschen Anwalts­vereins.

Bamberg, 12. Sept < Wolfs.) Der D c u t» sche A n w a l t s v e r e i n hielt heute anläßlich des 50jährigen Gedenktages feiner Gründung, die am 28. Aug 1871 erfolgte, eine Erinnerungs­feier. verbunden mit der Enthüllung einer Ge­denktafel, ab. Rechtsanwälte aus allen deutschen Gauen nahmen an der Feier teil. Rach längeren Ausführungen des Vorstandes des Vereins. Iustizrat K u r l b a u m - Leipzig, über die Zu­kunft und Ziele des Deutschen Anwallsvereins begrüßte Staatsrat Dr. Reger- München die 'Versammelten namens des baverischen Fustiz- Ministeriums 3n einer längeren Rede würdigte dann der R e i ch S j u st i z m i n i st e r Schiffer die Vcrdienile des Deutschen Anwallvere.ns und gab bt-r Hoffnung Ausdruck, daß es auch welier- hin gelingen werde, durch tätige Mitwirkung bei Anwaltschaft und ehrliches Hanb in Hand» gehen mit dem Richterberufc die deutsche Gesetz­gebung hochzuhalten

Reue Unruhen m Siegen.

fpd. Siegen, 12. Sept. Den Unruhen am Freitag abend folgten am SamStag abend gegen 6 Uhr neue Ausschreitungen ftreiken- oer Arbeiter. Die Menge rottete sich vor dem Rathause und in der Kölner Straße zu­sammen und verlangte die Freilassung der am Abend zuvor feftgenommenen Personen. Stundenlang hielt die Schupo den Angriffen der Massen stand. Als diese schließlich das Rathaus zu stürmen versuchten, gaben die Beamten Feuer. Dabei wurde ein 11 jähriger Junge getötet- 17 Per­sonen erlitten mehr oder minder schwere Ver­letzungen. An einer Stelle muhten sich die Schupobeamten dem Vordringen der Massen durch eine Handgranate, die sie warfen, er­wehren.

Aus Hessen.

L Bad-Nauheim. 11. Sept. Die Deutsch- nationale Vvlkspartei eröffnete gestern abend den Wahllampf für die hessische Landtagswahl mit einer öffentlichen Wählerversammlang, für die als Redner Reichstagsabgeordneter Lic. Mumm gewonnen war. Der Redner, der äußerst sach­lich Über das Thema ,. Wo steuern wir hin" sprach, gab den Willen feiner Partei kund, natio­nal-, wirtfchafts- und kulturpolitisch an dem Wie­deraufbau nach Kräften mitzuarbeiten. Die von Prof. Dr. Weder geleite)', and) von Kur­gästen gut besuchte Versammlung, verlief un­gestört. Zu einer Aussprache kam es nicht.

»(> Orten berg, 12. Sept. Am Samstag­abend sprach im Postsaal im Auftrag der Deutsch- nationalen Dollspartei der bekannte hessische Füh­rer Prof. Dr. Werner über die politische Lage und die bevorstehenden Lindtagswahlen. Die Deutschnativnale Vollspartel, lo führte der Redner aus, verwerfe jede Gewalttat und wolle nur auf dem Boden gesetzmäßiger und versaI- sungSmäßiger Entwickelung unter Voll wieder voranbringen, sie müsse jriwch auch für sich die in der Verfassung für jeden Staatsbürger feft­gelegte Freiheit verlangen. Ein sozialisierter Staat sei zum sicheren Untergang verurteilt, es gelte eine Politik des Ausgleichs aller Stände, auch zwischen Stadt und Land, au treiben, unter diesem Gesichtspunkt auch den Unsinn der ein­zelnen Ortsklassen in der Besoldung der Beam­ten, Arbeiter usw. abzuschaffen. Der Redner tritt für eine scharfe Unterscheidung des schaffenden und des raffenden Kapitals ein, jede Ausbeutung deS Kapitals sei verwerflich, am meisten wird unser Doll jedoch durch das Internationale Ka- pllal ausgebeulet, das sich für alle Fälle ver­ständigt und gesichert habe.

)( Büdingen, 10. Sept. Der deutschnatio- nale Reichstagsabgeordnete D. Wumm sprach auch in Büdingen über das gleiche Thema wie in Dad-Rauhemi und erntete auch hier reichen Beifall.

Aus dem besetzten Gebiet.

Französische KriegsgerichlSurteile.

fpd. Landau, 11. Sept. Das franzö­sische Kriegsgericht verurteilte den Krastwagenführer Emmert aus Frankenthal wegen Diebstahls von Benzin und Oel zu vier Jahren Gefängnis, den flüchtigen August U h l auö Speyerdorf wegen Körperverletzung eines französischen Soldaten zu zwei Jahren Ge­fängnis und 200 Franken Geldstrafe, und drei junge Leute aus Kaiserslautern wegen Dieb­stahls von Strohdecken aus einer Kaserne zu Gefängnisstrafen von einem bis drei Jahren.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 13. Sept. 1921.

Ein Stnrm- und Regentag.

Rach dem milden Herbstsonntag brachte uns der gestrige Montag Stürme und viel Regen. Die in Mengen heruntergeschlagenen Daumäste in den Anlagen und anderswo bezeugten die Kraft des Windes, der stellenweife selbst Ziegel von den Dächern fegte oder den Verputz allerS- schwacher Häuser wegriß, so daß cs ein Wunder ist, daß üi den besonders stürmischen Vormittags­stunden keine Menschen zu Schaden gekommen sind.

Arg gezaust und geschüttelt wurden auch die Obstbäume und es wurde hier natürlich, da wir gerade im Beginn der Ernte stehen, großer Schädel angerichtet. Au manchen Bäumen in ungeschützter Lage soll kaum eine Frucht hängen geblieben fein. Selbst die so spät reisenden und fest hängenden Pastoren- oder Glockenbirnen blie­ben nicht verschon! Aehuliche Verheerungen des Sturmes werden auch aus der Wetterau, der Bad- Rauhcimer und Frankfurter Gegend berichtet. Ueberall, auf Grundstücken. Wegen und Straßen, liege das Obst wie gesät, auf kleinen Flächen oft zentnerweise und habet meist noch start beschädigt. Allerorts hatte man vollauf zu tun, den ungeheu­ren Fallobst fegen zu bergen. Ratürlich leisteten dabei auch ungebetene Gäste Hilfe. Die Stadt Bad Rauheim berechnet ihren Schaden an Obst allein auf 20 000 Mark Soweit das städtische Fallobst nicht von Privaten, besonders von Kin­dern. schon aufgelescn war. wurde es von städti­schen Arbeitern in großen Wagenladungen einge­sammelt.

3n Frankfurt bat der orkanartige Sturm vor allem in der Schau bubenmeffe am Main schlimm gehaust Zahlreiche Buden wurden voll­ständig abgedeckt. Fünf Buden brachen zusammen unb der Sturm trieb die Waren davon. Das war das Zeichen für die Volksmenge, sich über die Waren zu stürzen unb unter der Maske deS Hilfs- bereiten wegzuschlkppcn was möglich war. Meh­rere Meßbudeninhaber erlitten so schweren Scha­den. Ein weiterer Meßbudeninhaber bekam in der Rächt vom Samstag zum Sonntag die Bude ausgeplündert unb verzeichnet einen Schaden von 10 002 Mark.

Wettervoraussage

für Mittwoche

Zunächst noch heiter, später erneute Trübung, leichte örtliche Riederschläge, kühl, nachts in höhe­ren Lagen Nachtfrostgefahr, wechfelnde Winde.

Roch immer stehen wir unter dem Einfluß der in rascher Folge über 2kordeuropa hinweg- ziehenden Defdruckwirbsl. RachtS macht sich, be­sonders bei nördlichen Winden unb klarem Him­mel. schon ein bedeutender Temperaturrückgang bemerkbar. Das unbeffaabige Wetter w'rd morgen nrch an halten.

Die Versteigerung der städti­schen Obsternte findet morgen statt. Näheres ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich

" Aus dem Stadt'theaterbureau. 3n letzter Stunde fei nochmals auf das heutige Tanzgastfpiel von Hannelore Selle vom Staatstheater in Gaffel hingewicfen. Das Gastspiel der jungen Künstlerin hatte geltem abend in Bad-Nauheim einen sehr schönen Erfolg Die Tänze, die sich durch Temperament und Grazie auszeichneten unb eine sehr gute Technik erkennen ließen, wurden mit lebhaftem Beifall aus­genommen.

Boruotizen.

Tagcskalender für Dienstag Stadttheater, 7 Uhr, Tanzabend Hannelore Selle undLvttchcms Geburtstag".

Landkreis Gießen.

i. Allendorf a. d. Lda. 12. Sepl. Dem Fahrradhändler Heinrich Bergen wurde in der Rächt von Sonntag auf Montag aus bem Schup­pen. in dem er die Räder aufbewahrt, ein ncueS Rennrad gestohlen. Das Rad ist Marke .Tor­pedo" unb trägt die AufschriftModell Äütt Es hat Sjclftfelgen mit Drahtreifen, auf den die NamenHarburgWien" stehen. Der Dieb scheint mit den Oertlich ketten genau vertraut ge­wesen zu sein. Für Wiederherbeischaffung hat der Bestohlene 200 Mart Belohnung auSgcsetzi Dies ist in den letzten Tagen schon der zweite Fall von Fahrraddiebstählen hier. Vorige Woche wurde einem jungen Mann von Rüddmgshausen das Rad gestohlen.

* Allendorf a. d Lda. 13 Sept. Am Sonntag findet im Gasthaus den Herrn Ranft rin Vortrag statt überTie Viehzucht als Grund­lage des Ackerbaues, die Behandlung des natür­lichen Düngers auf dem Hofe und auf dem Felde und beffen Ergänzung burch Lnstliche Dünger". Referent ist Landwirtschaftslehrer Dr. May von der landwirtschaftliche Schule Lich.

f. Allendorf a. d. Lda., 12. Sept. Heute fand hier die Versteigerung des der Gemeinde gehörigen Obstes statt. Die Preise waren ziem­lich hoch.

0 Grünberg. 12. Sept. 3n einer stark besuchten Bürgerverfammlung beschäf­tigte man sich mit der Ehrung unserer Ge­fallenen. Eine etwa 14 Tage vorher abge- hallene Versammlung war zu keinem Ergebnis gekommen. Nach langer Aussprache, in ber bas Für unb Wider der einzelnen Vorschläge ein­gehend erörtert wurde, wurde mit Mehrheit der Plan, das Denkmal auf dem Friedhof zu er­richten, abgelehnt. Befchlossen wurde, für die jetzt noch in Betracht kommenden beiden Vor­schläge genaue Kostenberechnungen ausarbeiten zu lassen und bann endgültig Darüber zu ent­scheiden. Der eine dieser Pläne wlll die Errich­tung eines Marktbrunnens, der andere Vorschlag geht dahin, das Denkmal auf den MonumentS» platz. auf dem schon das Denkmal von 1870 71 steht, zu errichten.

-m. Hungen, 13. Sept. Am Sonntag fand hier imDarmstädter Hos" eine Versammlung statt, in der gegen die Beschaffenheit des hier bisher zu Brot verarbeiteten Wehls Stel­lung genommen wurde. Es wurde beschloßen, eine Kommission zu wählen, die jede hierher gelan­gende Sendung Wehl vor dem Verbacken anter» suchen soll, damit festgestellt werden könne, ob Müller oder Bäcker die Schuld an dem minder­wertigen Brot haben.

-m. Langsdorf, 13. Sept. Ein durch Die lange Trockenheit entstandener W affermangel machte sich seit Monaten hier in sehr unangeneb»

ObcrHaff*» bestehende G hmn asiurn Arider!» ctanum aufgelöst (die HnterJIaffen wurden bereits in ehre fXealfcbuü? umgcBxmixüt). Da die Realschule nur bis üntcrfefunba gehr, werden alfr drei Klassenräume frei, in denen die Forst­schule untergebrachr werden könnte. Die teuren Neubau arbeiten kamen dadurch in Wegfall.

f. Laubach. 13. Sept. 3n unmittelbarer Nähe der Station Laubacher Wald sind seit eini­ge;! Wochen Arbeiten zur Anlage eines Platzes für die von den Gebrüdern Schmidl-Laudach ge­plante Holzschneidcrei im Gange. Dieser Platz wurde unlängst fertiggestellt Die ersten Grundmauern sind bereits anaelegt. Auch das zum Betrieb notwendige Wr'.cr tft vorhanden. Ein Wünschelrutengänger stellte auf dem Bau­platz selbst eine starke Wasserader fest, nach der schon Bohrungen unternommen wurden. Diese Anlage bildet mancherlei Vorzüge. Abgesehen von der Nähe der Bahnverladestation werden die keineswegs geringen Kosten des H )lztranSportes auf Fuhrwerken vom Laubacher Wald bis -um Bahnhof Laubach gespart. Das Holz tann so­zusagen an Ort und Stelle verarbeitet und ber- labert werden. Die an der Wetterfelder Straße befindlichen Wohnungsneubauten sind endlich fertig und werden in der nächsten Woche bezogen werden. Auch die Dauarbetten an den beiden Wohnhäusern am Gonterskircher Fußweg sehen ihrer Vollendung entgegen.

Kreis Friedberg.

Bad-Nauheim, 12 Sepl. Wie tn Gießen hinterließ der Frankfurter lo» teltenchor auch hier mit feinem gestrigen Äon« zerr in der DankeSkirche eine starke unb nach­haltige Wirkung. An der Orgel war Lehrer Diehl tätig.

H- Dilbel. 12. Sept Unter großer Be­teiligung fand gestern hier die DeerBigung des Kricgsveletanen aus 1870/71 Leutnant a. D. Hohs Avth statt. Er war von 1895 dis zu feiner 1906 erfolgten Beförderung zum KreiS-Ober- wachtmeister und gleichzeittgen Versetzung nach Erbach elf volle Fahre Scktions-Wachttneister in Vilbel. 3m Fahre 1915 trat er nach 45jäh- riger Dienstzeit in Erbach in den wohlverdienten Ruhestand und kehrte von dort wieder in die Heimat nach Vilbel zurück.

Starkenburg und Rheiuhene».

rm. Alzey. 13. Sept. Der auf der Bür­ger Strecke versuckte Cisenbahnpost- raub in der Nähe der Station Gensingen scheint nunmehr aufgeklärt. Man konnte zwei junge Burschen verhaften, die sich beim Ab­gang des Zuges in einem Abteil neben dem Postwagen verstectt hietten. Während der Fahrt versuchten sie, in den Postwagen etnzu- bringen, wurden aber durch den Schaffner entdeckt, der sofort die Notleine zog. Sie konnten bann festgenommen werden unb leg­ten ein Geständnis ab. Danach hatten sie btc Absicht, nach Erbrechen des Postwagens die Wertsachen und Pakete aus dem Zug zu wer­fen unb später abzuholen. Der eine der Täler, Franz Zimrnerschieh aus Dietersheim, ver­suchte, sich im Gefängnis zu erhängen.

rm. Griesheim b. Darrnst., 13. Sept. Die jetzt wieder regelmäßig beginnenden Transporte der Fremdenlegio­näre sind ein Zeichen, daß die bisher zurück­haltenden Werber wieder eine lebhafte Tätig­keit entfalten. Hauptsächlich sind eS deutsche Werber, die das verdammenswerte Geschäft tteiben.

mer Weise fühlbar. Fast alle Brunnen find ver­siegt und man ist gezwungen, das Wasser für den Viehbestand von auswärts herbeiz rsck:affen. 3m freien Feld wurden nun in der Nah» des Orts verschiedene Brunnen-Anlagen geschaffen, die eiheblich? Kosten verursachten. Es mußten sehr tiefe 3cbrun^cn vorgenommen w.'rden, ehe man auf Wasser stieß. Erst jetzt sieht man ein, wie dringend nötig der Anschluß unseres Ortes an das vor Fahren erbaute staatliche Wasserwerk für Obcrhessen gewesen wäre. Die Folgen des Wassermangels bei einem etwa ausbrechenden Großfeuer wären nicht zu übersehen.

g. Rüddingshausen. 12. Sept. Gestern wurde das zu Ehren der an Weltkriege 1914 bis 1918 gefallenen Helden erbaute Scnhnal unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung der Gemeinde und vieler auswärtiger Besucher cin- geweihl. Pfarrer Zimmer hielt die Gedächtnis­rede. linier Glockengeläute wurden die Namen bei 29 Gefallenen verlesen. Dann wurde das Denkmal, das auf dem Platze vor der Kirche errichtet wurde, enthüllt. Der- Kriegerverein gab eine Salve ab. Der hiesige Musikverein. der Ge­mischte Chor unb der Schülerchor halfen die Feier verschönern.

Kreis Büdingen.

y. B u d - Sa lz ha u se n, 11. Sept Gestern hielten die Bezirkslehrervereine Nidda und Ech­zell hier in der Restauration Schultz eine Fa­milienkonferenz ab. Der Senior der Leh­rer beider Vereine. Lehrer i. R. S e i p auS Geiß- Nidda. hielt einen Vortrag über die Erziehung der Lchrerkinder. Zur Unterhaltung der beinahe hundert Festteilnehmer trugen ganz besonders Fräulein Schuch aus Echzell durch ihre Solo­gesänge. die Herr Müller aus Friedberg auf dem Klavier begleitete, ein aus Lehrern gebildeter Männerchor unö ein Orchester durch Darbietung heiterer und ernster Lieder unb Musikstücke viel bei. *

Nidda. 12. Sept. Nächsten Sonntag wird ber auf die 1. hiesige Pfarrstelle versetzte Pfarrer L a u t h aus Dietzenbach seine Antritts­predigt halten. Pfarrvikar Södler wird von hier nach Neu-3fenburg versetzt. Die Kirchen- gemeinde bedauert aufrichtig den Weggang die­ses jungen Seelsorgers, ber es verstauben hatte, sich Liebe und Hochachtung der Bewohner des ganzen Kirchspiels zu erwerben.

Kreis Schotten.

ab Bufenborn. 13 Sept. Als Kirmes- er Iah war das Volksfest gebacht, das die Schule Bufenborn am vergangenen Sonntag zu Füßen bes Bilsteins veranstaltete. Unter einer prachtvollen Hainbuche führten Schüler die Apfel- schußszene aus ^Wilhelm Teil" unb zwei kleine Tbeaterstückchen auf. Ein Tanz auf dem Rasen bildete den Abschluß ber Veranstaltung, die zahl­reiche Teilnehmer aus der Gemeinde und der näheren Umgebung angcltxti hatte.

-- Laubach, 12. Sept. 3m Gemernderat kam ein Vorschlag zur Beratung, wonach die Forstschule, die nach Schotten kommen sollte, nach Laubach verlegt wird. 'Bekanntlich wird ab Ostern 1922 das noch aus Mittel- unb

.Kreis Wetzlar.

d. Niederkleen 12. Sept Gestern wurde dasDenkmal für die gefallenen Krie­ger unserer Gemeinde eingeweiht. Zahlreiche Gäste hatten sich aus den benachbarten preußischer und hessischen Dörfern eingefunden. Unter Glocken- geläute setzte sich um 2 Uhr von der Mitte des Dorfes aus ein großer Zug nach dem Denkmal in Bewegung. Am Denkmal, an dem die Hinter­bliebenen Platz genommen und um das sich hun­derte von auswärtigen Gästen versammelt hatten, wurden gemeinfam zwei Verse des LiedesWer­weiß. wie nahe mir mein Ende" gesungen. Als­dann hielt Marinepfarrer- a. D. Lic üller, der erst seit kurzem die hiesige P'urrstelle ver­waltet. die Weiyerede. Hierauf folgte ein Lied des Gesangvereins unter Leitung des Lehrers Quenzer-. an das sich die Enthüllung unb Urb er­gabt des Denkmals durch den Gerncindevorfteher Ohly anschloh, der auch die Namen ber 11 Ge­fallenen vorlas. Bürgermeister Schneider. Großrechtenbach, irahm das Denkmal in behörb- lichen Schuh und banftc allen, die an seinem Zustandekommen mitgewirkt haben. AlSdann fan­gen die Schulkinder das LiedMorgenrot", wor­auf Schwerkriegsbeschädigter Wilhelm Braun für die Ortsgruppe Niederileen des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen sprach, und deren Vorsitzender, Kriegsdefchädigter Karl Reuter, einen Kranz am Denkmal nieder- legte. Nach gemeinschaftlichem Gesang und Ge­dichtvortrag hielt Förster Grasse als Vor­sitzender des Kriegervereins eine Ansprache und legte dann namens dieses Vereins einen Kran- nieder. Dann folgten Gedicht- und Gesangsdor- tragc. Nach Riederleaung von Kränzen durch Angehörige der Gefallenen sprachen noch Leut­nant der 'Res. Otto Ludwig, sowie Bildhauer Schrader Leihgestern, und Maurermerster Schäfer. Dornhotzhallsen. Wit dem Gelang des alten Sol­datenliedes _3ch batteinen Kameraden" nahm die Feier ihr Ende Lieferant deS Denkmals, das nach Entwürfen von Architekt Pflaume von der Rheinischen Beratungsstelle für Kriegerehrun- gen in Düsseldorf und Kreisbaurat Veit zu Wetzlar, am Eingänge zum Friedhöfe erbaut ist. ist Bildhauer Schrader, Leihgestern. DaS Fun­dament ist von Maurermeister Schäfer, Dorn­holzhausen. hergestellt. Sie Kosten belaufen ftch auf etwa 22 000 Marl

Heffen-Rasiatt.

mc. Frankfurta. W., 12. Sept. 3n del GaSfabrik in der SolmSstrahe wurde heute früh ein Ventil undicht. Durch das ausströ- mendeGas wurden fünfArbeiterbe- wutzlvS. Durch die rasche Hilfe der Ret­tungswache tonnten jedoch alle Arbeiter zum Leben zurückgerufen werden.

mc. Frankfurt a. M. 12. Sept. Die Er­höhung der Löhne für die städtifchen Arbeiter macht die Aufbringung von 75 Mil­lionen notwendig Sine wettere Millisn ist zum Ausgleich fürÄamicngelbcr notwendig.

- Frankfurt a. W.. 9 Sopt. Sntfvrvchend der guter. Lagc aller deutschen Märkte »er* | spricht dic diesjährige Frankfurter Herbstmessc,