I
gestern
Landwirtschafr.
toutbe, hielt sich auf dem Bahnsteig aut. wo der 3ug abfahren sollte. Lloyd George wurde vom Polizeipräsidenten begrüßt und unterhielt sich in feinem Waggon mit dem Chef des Pressedienstes Lord Riddel, der gleichfalls gekommen tvar, um ihn vor seiner Abreise zu begrüßen. Lloyd George fcat keinerlei Erklärung abgegeben und der Zag setzte sich pünktlich um 12 Uhr ohne Zwischenfall in Bewegung.
Die Kartoffelernte bei Frankfurt.
mc. Srantf urt a, Q2L. 12. Aug. Um fest- luflellen, waS an den Alarmnachrichten über die-
chte Kartoffelernte ist, haben gefcrn nach«
erschienen war, wurde zu 2000 Mk. Geldstrafe verurteilt.
Bornotizen.
— TageSkalender für SamStag "k"n‘ 8 älhr. Deutsch«
MchtspieliHeater, wie
_ Tageskalender für Sonntag: D- H Dieben, Jelsenkeller, 81,. Uhr vorm, Delegiertenverfammlung. 4 Uhr, 'Waldfest am Ludwigsbmnnen. — Felsenkeller, 3 Uhr Hauptversammlung des Oberhessischen Obstbaüvereins.
Philofophenwald, 4 Uhr, Sommerfest des KriegervereinS. — Lichtspieltheater, wie gestern.
— Der B. H. C., G i e V e n. veranstaltet anläßlich der Xagung der benachbarten Zugente gruppen heute, SamStag, 13. August, abends ° in der Turnhalle am Oswaldsgarten einen I
Morgen, Sonntag, 14. 2Lug„ |
Französffche Hotelerwerbung.
spd. Griesheimb. Darmstadt, 11. Aug Das allen ehemaligen Besuchern des Truppenübungsplatzes wohlbekannte „H o t e Roth" ist von seinem jetzigen Besitzer an einen Franzosen verkauft worden. Der Kaufpreis beträgt angeblich 400 000 Mark
Matt, man könne nur hoffen, dah der Ernst der Lage die «Staatsmänner Großbritanniens und TrankreichS zu eincr baldigen Lösung zwingen und ber Welt Gerechtigkeit und die Einigung der Alliierten erweisen werde.
Aeußeruugeu der englischen Presse.
Bonbon, 13. Aug. (WTD.) Alle Blätter befassen sich mit der dramatischen Wen - bn ng die die Pariser Verhandlungen über öt>exf$lefien genommen haben. Sie begrüben es, «v durch die Verweisung der oberschlesischen Frage an den Völkerbund der Bruch der En- tenie vermieden wurde und heben hervor, dah «eser Vorschlag von feiten Großbritanniens kam.
»Pall Mall and ©lobe“ schreibt^ wenn Tvankceich durch einen Sondervertrag sein Schick- sUan eine Wacht fettete, die unstet in ihren Entschlüssen sei, wie das neue Polen, so müsse fA Frankreich auf die feste Weigerung seiner Alliierten gefaßt machen, sich in ein solches Unternehmen hineinziehen zu lassen. Wenn es sich erweisen sollte, hab Frankreich bereits in den Retzen der Geheimdiplomatie stecke, bann solle es Heber abseits von den.oberschlesischen Schwierigkeiten stehen und den anderen die Verantwortung Überlassen.
Brände,
fp. 2eustabta.S, 11. Aug. 3n Sondemau brannten am Dienstag zwei Wohnhäuser und drei mit Erntevorraten gefüllten Scheunen nieder. Das Schulhaus erlitt schwere Beschädigungen.
fpd. Aus dem Elsaß, 12. Aug. Sin an« geheurer Waldbrand, der im Lutterbacher WaDe ausgebrochen war, hat die ganzen OBalb- bestände zwischen Lutterbach und Reichweiler ergriffen. Während des Brandes explodierte bte nod) im Walde Herumliegende und vorn Krieg her- rührende Munition. Der Schaden ist außerprbent» lich grob.
Die Aussprache beim Reichskanzler.
Berlin, 12. Qlug. (WTB.) Beim Reichskanzler sand heute eine eingehende Aussprache über die gesamtpolitische Lage statt, an welcher, wie schon mitgeteilt, der Reichstags- Präsident L ö b e und der stellvertretende Vorsitzende des Reichstagsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Müller-Franken, teilnah- men. Die Besprechung wird morgen mit Strese- m a n n, dem Vorsitzenden des Reichstagsausschus» s^ für auswärtige Angelegenheiten, der inzwischen in Berlin eingetroffen sein wird, wieder aufgenommen. Der Gegenstand der heutigen Aussprache war bei der Erörterung der auswärtigen Politik insbesondere die oberschlesische Frage. Der Reichskanzler legte den Ausgangs- Punkt, die Richtung und das Ziel seiner Politik mit allen Konsequenzen bar. Auch die Steuerpolitik, die für die Leistungen Deutschlands grundlegend ist, war der Gegenstand eingehender Würdigung. Ebenso wurde die für die deutsche Leistungsfähigkeit und das deutsche Budget bedeutungsvolle Frage der Lohn- und Gehaltsempfänger erörtert. Ueber den Zeitpunkt des Zusammentritts des ReichstagsauS- chusses .für auswärtige Angelegenheiten konnte begreiflicherweise Endgültiges noch nicht festgesetzt werden.
Die Beratung der Ainanzminifter.
Paris, 12. Aug. (WTB.) Die Beratung der F i n a n z m i n i st e r galt in der gestrigen Rachmtttagssihung dem Abrechnungsstand vom 1. Mai für die verschiedenen Länder, die an der des Rheinlandes teilnebmen. Ferner beschäftigten sich die Sachverständigen mit der Frage der D e s e h u n g s k o st e n, schließlich mit der Frage, wie die deutschen Schahbonds verkauft werden können und in welcher Weise die deutschen Zahlungen verteilt werden sollen. Die Beratung wurde heute vormittag 11 Uhr weiter fortgesetzt, und zwar vorerst durch die Sachverständigen, da erst für nachmittags 3 Uhr eine Vollsitzung der Konferenz in Aussicht genommen war.
Eine deutsch-polnische Aussöhnung.
Kattowitz, 12. August. Maßgebende Vertreter der deutschen und der polnischen Partei haben auf Einladung der letzteren am Freitag in einer etngeheillren Besprechung die Möglichkeit erwogen, auf das oberschlesische Volk einzuwirken, um die tief- bedauerlichen Auswüchse der letzten -Zeit zu beseitigen und insbesondere die Beruhigung des Volkes im Hinblick auf die bevorstehende Entscheidung zu erreichen. In den nächsten Tagen werden beide Parteien einen entsprechenden Aufruf veröffentlichen.
- , ßanbregen geht feit Mittwoch nieder. J3r hat das Erdreich, besonders auf lockerem Boden bereits in einer Tiefe von 15—20 Ztm burdjfeudjtet. Hoffentlich hält er noch einige Zeit «L our viele Kulturen kam er noch zur rechten Zett So besonders für die Spätkartoffeln auf lehmigem Boden, die noch nicht abgestorben waren. Diese haben eine schone dunkelgrüne Farbe angenommen. Auch die Aussichten für eine er- gtebigere Dickwurzernte bestem sich. Wenn diesen tHl -Aeterschlägen weitere folgen, wirb hoffentlich auch die Entwickelung der Spätgemüse besser werden. Die verschiedenen Kohlarten sind ja wohl durch Ungeziefer, wie Erdflöhe und Blattläuse, arg mitgenommen, aber ein genügend durchfeuchteter Boden bewirkt auch hier Wunder. Die Hvff- I iTUrnien Eine, wenn auch geringe Dohnenernte beleben sich auch, denn viele Stöcke sind noch grün- diese treiben jetzt noch frische Triebe und könnten bei emtretenbem warmen Wetter noch Erträge I bringen. Die Gartenarbeiten, welche durch die lange Trockenheit und bas viele Giehen zurück sind, müssen mit allen Kräften gefordert werden, ^m wichtigsten ist es, die Pflanzungen durch Hacken zu lockern, damit sich die Feuchtigkeit länger im Boden hält. Iedes Stückchen Land, wel- abgeerntet ist, kann noch mit Aussicht auf Erfolg frisch mit Grünkohl, Spinat, Feldsalat, Endivien usw. bestellt werben. Jedenfalls gelingt es bann den Bemühungen unserer Gartenbesitzer und Landwirte, den hiesigen Markt besser mit Gemüse Su versorgen, als es in letzter Zeit bei Fall war.
** Personalnachrichten. Ernannt tourbc am 2. April 1921 der Studienrat an der Realschule und dem Proghmnasium in Al- zeh, Heinrich Mi schier, zum Studienratan dem Lanügraf-Ludwigs-Ghmnasium in G i e - ßen. — Uebertragen wurde am 6. August der Lehrerin Else F r ö h l i ch zu Eberstadt. Kreis Darmstadt, eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Friedberg, der Lehrerin Elisabeth ?bo^lter zu Friedberg eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Gberstadt. Kreis Darmstadt.
Die Abreise Lloyd Georges.
22-.?119- (.Wolff.) HavaS meldet, daß die D e r w et jung ber vberschlesischen Frage an den Völkerbund auf britische 3 n t- tiatiöe h i n erfolgte, die von der japanischen und der italienischen Abordnung unterstützt worden ist. Die Sitzung des Obersten Rates ist um elf Mr eröffnet worden. Lloyd George bat bat Quay d'Orsay um 11 Uhr 45 Minuten verkästen und sich nach dem Rordbahnhof begeben um nach London adzureisen
Paris, 12. Aug. (Wolff.) Havas. Lloyd George Ätw{— rm:—*— — -
fgjIufTeÄ der benachbarten Zugenogruppen ;u einem mit anschließende Deffchtigung des Museums. statt. Den Schluß vieler Tagung bildet ein von nachmittags 4 Uhr ab am LudwigS- brunnen statt indendes Waldfest. Btt ungültiger -Witterung gemütliches Zusammensein Tn der Tum- halle.
Landkreis Gießen.
__ -^Rödgen, 13. Aug. Am Donnerstag veröffentlichten wir eine Rotiz, wonach der Gemeinderat beschlosten haben soll, die diesjährige Kir- mesausfallenzu lasten. Wie uns heute mitgeteilt wird, kam dieser Plan im Gemeinderat wohl zur Sprache: ein Beschluß wurde i-doch nicht gefaßt.
Kreis Kriedberg.
& Kerfl’ 12r?Ufl- In her gestrigen S t a v t v e r o r d n e t e n s l h u n g . die wegen Beurlaubung des Bürgermeisters durch den Dei- - geordneten Kühn geleitet wurde, lehnte die Der- sammlung ab, einen Teil des Reinertrags des Xinderhilfstages an den Kreis abzuführen. Der Erste Stemm- und Ringklub" erhielt auf fein suchen einen Ehrenpreis von 100 Mk. — Zur Wanderausstellung des .Wetterauer Dienenzüch- terverems wurde eine Beihilfe von 200 Mk. ae- ?le, bDn Öer ®tabtDerorbnetenoerfamm- a%Cnen, ®Zbööun9en der städtischen Bnbrauchsabgaben sind von dem Ministerium nt7t ,Ln der vvrgeschlagenen Höhe genehmigt und für Wein und Schaumwein ganz abqe- l^nt toorben: es soll deshalb noch einmal bei dem Ministerium Einspruch erhoben werben. - <$u Mitgliedern des landwirtschaftlichen 2luS- schusses wurden Zoh. Wilh Loth und der bisherige seldschütz Lebeau gewählt. — Sem Schloh- ofannarz wird die Grasnuyung in dem städtischen Burggarten für 50 Mk. überlassen. - §^^?Ävertrag mit Dr. Megerle über städti- m ™c-b genehmigt. - Zu Beisitzern
im städtischen Mletetnigungsamt werden Real- l5^aum "ad Zugführer i. R, Trapp aewahtt — Für einen Koch- und AähkursuS in Ladtischen grauenschule sollen hinfort statt 102 Mk. 150 Mk. bewilligt werden. — Der an die Srauenschule gewährte Vorschuß von 5000 Mk ist zuruckerstattet worden. — Gegen den Plan, die "En Abortanlagen in der Volksschule durch das tadtische Gas- und Wasserwerk ausführen zu wssen, hatten die hiesigen ZnstallationSfirmen Einspruch erhoben: da der Voranschlag der 3n- 43 000 ™ und der des Gaswerkes r ^trägt, soll die Arbeit doch vom
städtischen Gaswerk auSgeführt werden.
.. * Bad-Aauheim, 12 Aug. Bis zum 11. August betrug der ©cfamtbefud) 36 074 Äur- gafte und Passanten.
Starkenburg und Rheinhefferr.
Die Offenbacher Milchversormmg.
spd. Offenbach. 12. Aug. Die Stadt- veroibnetenverfammlung beschloß zur Durchführung ber M i l chverf orgu ng die Errichtung einer Gesellschaft m b. H Die Geielllchgf.' besteht aus dem Milchhändlerverein und der Stadt- veiwallung. Von einer Staffelung des Milch- Preises nach dem Einkommen will Ynan Abstand nehmen.
Raubmord.
_ ** Hegezeit für Feldhühner und O as aneu. Der Aufgang der Hühnerjagd ist in sämtlichen Kreisen des Landes auf Montag den 15. August festgesetzt. Die Hegezeit für Fasanen hat keine Abkürzung erfahren. Äe Jagd auf Fasanen beginnt daher erst am 16. September d. I.
"Die Ortssatzung über die Er- Hebung einer Fremdenabgabe in der Stadt Giehen ist im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröffentlicht.
Das Finanzamt ist wegen Umzug
„W estminster Gazette" schreibt, die Oberschlesische Frage sei ein akutes Beispiel der verschiedenen Geistesverfassung, mit ber die Engländer und die Franzosen an eine ganze Gruppe bon Fragen, die sich aus dem Frtedensvertrag er» & herangetreten seien. Es handele sich hier ob die französische Theorie der gewaltsamen Zerstückelung Deutschlands Dder hie britische Tbeorie der Erzielung einer Trieblidjen Regelung durch Versöhnung die Oberhand gewinnen sollen. Dies sei ebenso in der Frage ber Sanktionen am Rhein, wie in ber oberschlesischen Frage zu erwägen. Frank- Teich werde die Unterstützung ber *20eit nicht erhalten bei seinem Ver- fuch, Deutschland zu seiner eigenen Sicherheit zu zerstören. Es riskiere, daß es sich in einer isolierten Minderheit einem überlegene Feinde gegenüber befinde, den es so geplagt habe, daß eine Versöhnung ausgeschlossen
London. 12. Aug. (Wolff.) Der Stillstand in den Pariser Verhandlungen über Oberschlesien unb die bevorstehende Abreise Lloyd Georges nach London haben, wie die Blätter melden^ hier großes Auffehen erregt Die gesamte Pressih bespricht etngehend die Lage.
. t -Daily Expreß" meldet aus Paris, baß sowohl Lloyd George als auch Briand ihre Karten auf den Tisch gelegt hätten. Briand habe Lloyd George über die militärischen, finanziellen und industriellen Abmachungen Frankreichs mit Polen unterrichtet und erklärt, er könne den Engländern keinen Zoll Boden nachgeben, ohne vorher die französische Kammer zusammenberufen zu haben.
Der diplomatische Berichterstatter des »Daily Telegraph" erllärt, am Mittwoch «benb frbeine Briand eine ernste Mitteilung vom Präsidenten der Republik «hallen au haben, die dazu geführt habe, bah Briand Lloyd George erflärte, daß Frankreich den brittschen Standpunkt nicht annehmen könne. 3n Anbetracht dieser Haltung Driands bestehe der ' starke Verdacht, daß als Ergebnis eines Mei- lliungSaustausches zwischen den Oberhäuptern -Frankreichs und Polens schon seit einigen Mo- i ^aten gewisse wirtschaftliche und vielleicht auch j •ierttoriale Verpflichtungen Frankreichs gegen- 1 über Polen beständen.
Aus Stabt und Land.
Gießen, den 13. Aug. 1921.
Die neuen Brotpreise für Giehen.
Die Städtische Lebensmitteldeputation hat die Preise für das auf Brotmarken abzugebende Brot und die Brötchen wie folgt festgesetzt: 1-Pfund-Laib Mk. 1 70, 2-Pfund-Laib Mk. 3.40, 3-Pfund°Laib ML 5,—, 4-Pfund-Laib Mk. 6,70,
Brötchen zu 50 Gramm 20 Pf. das Stück.
Diese Preise treten am 15. August 1921 in xraft und gelten für auf die Brotmarken für die 34. und die folgenden Wochen entnommenen Back- toaren Die wöchentliche Brotmenge beträgt in ber 34. Woche 1850 Gramm.
_ Die auf Brotmarken abzugebenden Backwaren müssen mit dem Buchstaben „K“ gezeichnet sein.
Die Bäcker-Innung von Gießen macht zu ben neuen Brotpreisen bekannt, daß von ihren Mitgliedern laut QRitteilung des Lebensmittelamtes auf Brotmarken ber 33. Woche und auf altere Marken vom 15. ds. Mts. ab keinerlei Back- waren mehr verabfolgt werden bürfen.
Zwei neue Zuge auf der Strecke Giehen—Grünberg.
Don Montag ab werden auf der Strecke Gießen-Grunbtrg bis auf weiteres zwei neue Personenzüge eingelegt:
Dießen ab 10,20 vorm.. Grünberg an 11.04.
Grünberg ab 1,37 mittags, Gießen an 2,20.
Wettervoraussage
für Sonntag:
weitere Aufheiterung. Regenschauer nicht ausgeschlossen, nordwestliche Winde, nachts kühl.
Den nach Aordosten abziehenden Tiefs, die mit ihren OluSLäufern noch unsere Wetterlage beeinflussen, folgt von Aordwesten her hoher Druck so daß wir mit weiterer Aufheiterung rechnen dürfen.
Die gefttige Diederschlagsmenge betrug in Gießen 9.3 Millimeter, in Darmstadt 12 und in Lauterbach 11 Millimeter
2!us dem befehlen Gebiet.
Frankreich kamt keine Wahrheiten vertrage«.,
Mainz, 12. August. (WTB.) On WieS- Tumballe. Dord-Anlage, baden hat die Ortsgruppe der d e u t s ch n a - l Albend des D. H. E. — *1 ?• "ri1 e nJP a r te i eine Versammlung mit politischer Tagesordnung abgehalten, ohne diese Versammlung vorher den Delegierten der interalliierten Rheinlandkommission anzumelden, wie dies Vorschrift ist. Zn der Der-. sammlung machte der Referent Bemerkungen, — welche die BesayungSbehörde als B e l e i d t - a u n g e n gegenüber Frankreich auffahte. Der Vorsitzende und der Geschäftsführer der Ver- r sammlung wurden vor das Kriegsgericht STuk*
ffl mtge anmuten vor 12 älhr au, | heil ,u einem Jahr ®efängm8 unö 12000 2M. UÄÄ
Aus Hessen.
Der neue Direktor der Gießeuer Universttäts. bibliochek.
Die „Darmstädter Zellung" veröffentlicht in ihrer Ar. 187 vom 12. August nunmehr folgende Richtigstellung. Wir behallen uns vor, auf diese Wendung der Dinge noch zurückzukommen.
, t Da rmfta d t, 12. Aug. Wie auS B echen» ’ keim (Rheinhessen) gemeldet wird, ist ber . Z5jabnge Landwirt Braun im Bett tot auf- gesunden worden. Es liegt Raubmord vor Sin Verdachliger wurde verhaftet.
Derhandlunge« im Duchbrnckerstreik.
Mainz. 12. Aug. (Wolff.) Zum Vuch- : dr ucker streik wird gemeldet: 3n Wiesbaden sanden gestern auf Veranlassung ber Regierung Besprechungen zwischen Vertretern der Druckereien und der Gehilfen statt, bei denen oon Regierungsseite vorgeschlagen wurde, daß btc 21^0611 io fort wieder aufgenommen und biä zur Entscheidung des Tarifamts emc von ben Regierungsvertretern festzusetzende ? nrI5nU4tg t Vesahungszulage gezahll werden solle. Wahrend der Sitzung traf jedoch eine tele graphische Einladung zu einer am SamStag vor- inittag nach Berlin etnberufenen Sitzung des Larifamts ein. an der von beiden Seiten ein Der- treter aus Mainz teilnehmen soll. 3n dieser ©iljung des Tarifamts wird sofort und für beide Telle endgültig entschieden. Man nimmt daher an. oab sofort nach der Entscheidung des Tarifamts die Arbeit wieder ausgenommen wird. Die als Aotblatt von ben vier bürgerlich en Zeitungen herausaegebene »Gemeinsame Zeitung" ist seit gestern nicht mehr erschienen.
Die schwarze Schmach.
rm. Darmstadt. 12. Aug. (Sin neuer Ueberfaü an einer 50jährigen schwe kranken Frau durch Marokkaner wird durch einen hiesigen Arzt gemeldet. Danach ließ sich vor wenigen Tagen die schwer rückenmarkleidende Frau von ihren Angehörigen in den Tannenwald fahren und lagerte dort (auf neutralem Gebie f). Um die Mittagszeit waren die erwachsenen Söhne nach Hause gegangen und die Frau blieb mit zwei kleineren Kindern allein, als sie vlöhlich aut ihrem Schlummer erwachend, sich zwei Marokkanern (die doch dort sicher nichts zu suchen hatten) gegenüber sah. Während der eine den alleren Zungen unter Angebot von Schokolade usw zur Seite führte, stellte der andere Bursche an die zu tot erschrockene Frau unsittliche Anforderungen, so dah sie mit dem kleineren Enkelkinde laut aufschrie. Wahrscheinlich dadurch aufmerksam gemacht, entzog sich der ältere Zunge dem anderen Marokkaner und eilte zurück, worauf die beiden Teufel verschwanden. Der Zustand der 5tau hat sich nunmehr bedeutend verschlimmert Aach der weiteren Mitteilung des Arztes ist die Polizei sosott benachrichtigt worden, doch wird bedauert, dah die Oeffentlichkeit nicht benachrichtigt und gewarnt wurde.
„Die in unserer Rümmer vom 9. August unter dieser Aeberschrist gebrachte Mitteilung verweist im Texte darauf, daß sie nicht amtlichen Charakter ttägt, sondern auf einer Dach- richt „aus akademischen Kreisen" fußt; insbesondere hat das Landesamt für das Dilbungs- wesen, dem oder dessen Leiter die „Darmstädter Zeitung" nicht untersteht, erst nachträglich von dem betteffenden Arttkel Kenntnis erhalten. Der Herr Präsident des Landesamtes hat uns daraufhin ungesäumt darüber aufgeklärt, dah die uns zugegangene Nachricht eine ganze Reihe irriger Angaben enthalte, und daß er die Veröffenllichung in unserem Blatte besonders im Interesse des an i seinem Platze wohlverdienten Oberbibloche- karS Professor Dr. Heuser bedauert.
Zu unserer Rechtfertigung dürfen wir übrigens wohl — abgesehen davon, daß es sich um eine Rottz im nichtamtlichen Teil handelt — hervorheben, dah diese ganze unerquickliche Polemik über die Siebener Uni- versitätSbibliothekSPersonalien nicht ent- standen wäre, wenn nicht die Rechtspresse auch diesen Anlah, wie schon so manchen anderen, wieder zu taktlosen, Persönlichen Angriffen benutzt hätte. Rur dadurch, dah der neuernannte Direktor D r. Ebel zugunsten des Herrn Dr. Heuser herabgesetzt wurde, kam des letzteren Qla-
"st m die Oeffentlichkeit. ------------- Wldug
Gleichwohl stehen wrr nicht an, auch un- vom 15. bis 20. August d. Zs. vollständig ge- sererseitS unser Bedauern über die Veröffent- schloffen. Ad 22. August d. Zs. befinden sich die lichung der Rotiz in bet vorliegenden in ber Allen Klinik (ßiebigftr. 16)
Fassungzum Ausdruck zu bringen.“ Obergef<bob. Sprechstunden: Dienstags und
ö u 1 Donnerstags von b-12 und 3-5 übt. und Sams
tags nur vormittags von 8—12 Uhr
..Der „Sailh Expreß“ schreibt in einem Leitartikel unter der ileberfdjrift: „Geheimabkommen mit Polen", die Lage sei sehr -ernst. Frankreich habe ein Heberetnlom- 101 e n geschlossen, das nur als «n Geheimvertrag bezeichnet werden könne. Llovd George habe sich geweigert, an der Erfüllung dieses ^lebereinkommens teilzunehmen wegen der älngerechtigkeit dieses Aktes gegen 'Deutschland und well er überzeugt sei, daß die Folge davon ein künftiger Krieg in Europa sein 'könne. 3n dieser Haltung werde er von der g c = britischen Ration unterstützt. Das Blatt fragt, ob Frankreich bereit sei, die et- toaigen Vorteile des polnischen Glücksspieles den Vorteilen, die ihm aus einem engen Zusammen- wirren mit England erwüchsen, vvrzuziehen.
Wie daS .Daily Chrvnicle" aus Paris meldet habe Lloyd George erfiärt, daß er IN jeder weiteren Verschleppung der ober- schlesischen Frage widersetzen werde. Der britische Premierminister gab Briand deullich zu erkennen daß er es ablehne, auch nur ein Zota w dieser »rage nachzugeben. Briand unternahm ergebnislose Versuche, von feiten Lloyd Georges Zugeständnisse zu erhallen. Lloyd George verlasse fernen Swndpunkt jedoch nicht, er bestehe darauf, daß denberechtigtenWünschenDeutsch- l a n d s Genüge getan werden müsse und daß jede andere Frage dabei zurückzutreten habe.
.Dally Chrvnicle" erklärt in seinem Leitartikel, eß sei Tatsache, dah Lord Curzon mit den Sachverständigen in Paris zurückbleibe um toeiter nach einer Lösung zu suchen. Man müsse aber anerkennen, dah unter solchen ilmftänben bie ^Suchten auf einen endgültigen Erfolg nur verschleiert wurden, bie britische Regierung habe mit Recht jede wettere Verschleppung ber Er- »ttCTungen durchaus abgelehnt. Die ober- schlesische Frage sei bereits viel zu nft verschleppt worden. 3n der einen ober mtberen Weise müsse sie jetzt geregelt werden.
»Dally Herald" erllärt, die Entente könne nur gerettet werden wenn Frankreich in elfter ©tunte nachgebe. Der Pariser Berichterstatter Gerald" erfährt von maßgebender Sette daß der Bries de Daleras nichts toa8 bte PWidyi Qlb reife Lloyd Georges au« Daris rechtfer- tlge. ES testete kein Grund zur Annahme dah die irischen Verhandlungen in Gefahr seien ao* gebrochen au werden. (Sin bekannter Irenführer ' '^offiziell herrsche die An- ' ficht, dah Lloyd Georges Wreise aus Daris einen , anderen Grund habe 1


